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Klang

ahd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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26 in 18 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Klang

Bd. 2, Sp. 1601
Der Klang, des -es, plur. die Klänge, ein klingender, d. i. angenehm und hell lautender Schall oder Laut von einiger Dauer; eine Onomatopöie dieses Schalles selbst, welche sich, so wie alle Wörter dieser Art, besser empfinden als beschreiben lässet. Metalle, musikalische Instrumente u. s. f. geben in gewissen Fällen einen Klang von sich. Keinen Klang haben. Der Klang der Harfen, Es. 14, 11. (Er) Hörte nicht des melodischen Cymbels harmonische Klänge, Zachar. Wo es zunächst für Töne stehet. Aus der Vergleichung mehrerer Klänge entstehet der Begriff eines Tones, S. dieses Wort. In engerer Bedeutung bezeichnet es zuweilen den Klang der Glocken. Ohne Klang und Gesang begraben werden, ohne Läutung der Glocken und ohne Gesang. Anm. Bey dem Notker Chlanch, bey dem Hornegk Chlunckh, im Nieders. und Dän. gleichfalls Klang. Klink klank ist ein im gemeinen Leben üblicher unabänderlicher Redetheil, einen Schall dieser Art durch Nachahmung auszudrucken; wo denn das erstere Wort wegen des feinern und ründern i einen kleinern feinern, das letztere aber wegen des breitern a einen gröbern oder stärkern Klang ausdrucket. Hierin liegt zugleich der Grund von[] Hrn. Stoschens ganz richtigen Bemerkung, daß klingen und einen Klang haben nicht alle Mahl völlig gleichbedeutend sind, obgleich Klang das Abstractum des Zeitwortes ist. Von großen Glocken wird man lieber sagen, sie haben einen guten Klang, als sie klingen gut. Der Plural Klänge ist von einigen getadelt worden; allein er ist so wohl der Sache als der Sprache völlig gemäß, man mag ihn nun von mehrern Arten oder von mehrern Individuis gebrauchen. Ehedem wurde dieses Wort zuweilen in weiterer Bedeutung für Schall, Knall u. s. f. gebraucht, wovon Frisch einige Beyspiele anführet, und wovon auch die Zusammensetzungen Wohlklang, Mißklang, Übelklang, Nachklang u. s. f. zeugen. In ältern Oberdeutschen Schriften kommt Clang mehrmahls für Lärmen, Getöse vor. Da es uns aber an Wörtern nicht fehlet, alle Arten von Lauten, Schallen und Tönen nach allen ihren Abänderungen und Schattirungen auszudrucken, so sollte man sie nicht ohne Noth mit einander verwechseln. Der Naselaut ng druckt das Tönende eines Klanges zu bestimmt aus, als daß sich dieses Wort ohne eine harte Figur auf andere Arten anwenden ließe. Die Latein. Clangor und clangere sind genau damit verwandt. S. Klingen.
2347 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    klangst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    klang st. m. , mhd. klanc, nhd. klang; mnd. klanc, mnl. clanc. — Graff IV,565. chlanch: acc. sg. Np 150,5; chlanc: dass.…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klang

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Klang , des -es, plur. die Klänge, ein klingender, d. i. angenehm und hell lautender Schall oder Laut von einiger Da…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    klang

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    klang Interj lautmalerisch für einen dunkleren, tieferen Ton (iUz ‘kling’) [ Crugantino singt: ] Hervor den Degen in der…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Klang

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Klang , s. Schall .

  5. modern
    Dialekt
    Klangm.

    Mecklenburgisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Klang m. Klang; sonus 'ein Klanck' Chytr. 293; Mi 41 b ; häufig in Verbindung mit Sang: mit Sang un Klang sünd se nah de…

  6. Sprichwörter
    Klang

    Wander (Sprichwörter)

    Klang 1. Am Klange den Topf, den Narren am Kopf (oder: an der Red' des Narren Kopf). – Simrock, 10411; Seybold, 167. 2. …

  7. Spezial
    Klang

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Klang- звуковой , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klang

86 Bildungen · 69 Erstglied · 12 Zweitglied · 5 Ableitungen

klang‑ als Erstglied (30 von 69)

klangboden

DWB

klang·boden

klangboden , m. an saiteninstrumenten, schallboden, reso nanzboden, bei Campe ( als von ihm gebildet bezeichnet ) : leyer ... deren klangbod…

klangbret

DWB

klang·bret

klangbret , n. wol bret als klangboden: nach dem tact der quelle dort, jener perl- und silberleier, denn ihr sind auf goldnem klangbret kies…

klangel

DWB

klan·gel

klangel , m. zank und streit, im Bregenzerwalde: der vater sagt immer, das ärgst übel sei mangel, der bring den klangel. Felder Nümmamüllers…

klangelement

DWB

klang·element

klangelement , n. bei Göthe : würden dann diese lieder ( des wunderhorns ) nach und nach in ihrem eigenen ton- und klangelemente von ohr zu …

klangelen

KöblerMhd

klang·elen

klangelen , (subst. Inf.=)st. N. nhd. Poussieren Hw.: s. klangelen (1) E.: s. klanc W.: s. nhd. (ält.) Klängeln, N., Klängeln (N.), Klengeln…

klangeln

Lexer

klang·eln

klangeln swv. klingen, schallen. klingeln, klangeln Ring 11 c , 9.

Klangelzwiebel

PfWB

Klangel-zwiebel f. : ' Meerzwiebel (Scilla bifolia) ', Glongelzwiwwel [ IB-Blickw ]; vgl. Gluckenzwiebel . Marzell IV 163.

klangen

WWB

klan·gen

klangen V. etwas in langsamer, gelangweilter Art und Weise tun, müßig sein (Ravensbg SchonL ).

klangerfüllt

DWB

klangerfüllt , voller klang, dichterisch: sitz ich hier im klangerfüllten haine. Baggesen.

Klangfarbe, vokalische

FiloSlov

klang·farbe

Klangfarbe , f , vokalische тембр , м гласного (звука) → FiloSlov Timbre, vokalisches, n → FiloSlov Vokaltimbre, n

klangfigur

DWB

klang·figur

klangfigur , f. nennt man die von dem Wittenberger Chladni entdeckten schwingungen die ein ton bildet, wie sie sich auf einer bestreuten pla…

Klangfolge

Meyers

klang·folge

Klangfolge , in der Musik die Folge zweier Akkorde in Ansehung ihrer Klangbedeutung. Vgl. Klang und Klangvertretung.

klangfülle

DWB

klang·fuelle

klangfülle , f. subst. zu klangvoll. man list z. b. von der klangfülle eines tonstücks.

Klangfuß

Campe

klang·fuss

○ Х Der Klangfuß , des — es, Mz. die — füße , gleichsam ein klingender Fuß, ein Versfuß. »— worin sonst — der gute Hans Sachs auf dem Schust…

klangfusz

DWB

klangfusz , m. versfusz, ungewöhnlich: ich habe einmal den einfall gehabt, die wirkungen der verschiednen klangfüsze auf uns nach den versch…

Klanggedicht

FiloSlov

klang·gedicht

Klanggedicht , n сонет , м → FiloSlov Klinggedicht, n → FiloSlov Sonett, n

Klanggeräth

Campe

klang·geraeth

○ Das Klanggeräth , des — es, Mz. die — e , ein Geräth, ein Werkzeug von Holz oder Metall mit welchem man bestimmte Klänge hervorbringen kan…

Klanggeschlecht

Meyers

klang·geschlecht

Klanggeschlecht , in der neuern Musik soviel wie Dur oder Moll (s. Tongeschlecht ); in der griechischen Musik die diatonische, chromatische …

klanghimmel

DWB

klang·himmel

klanghimmel , m. bei J. Paul, wie es himmlische klänge gibt: und endlich liesz es ( das lüftchen ) einen ganzen klanghimmel nahe an dem ohre…

Klanghöhe

LDWB2

klang·hoehe

Klang|hö|he f. (-,-n) ‹mus› altëza dl sonn f. , altëza dl ton f.

klangholz

DWB

klang·holz

klangholz , n. holz das zu resonanzboden verarbeitet wird ( s. klangboden ). Pierer.

Klanginstrument

GWB

klang·instrument

Klanginstrument einmal Bindestrichschr (schneckenförmig gebogenes) Metallgerät mit einem Hohlraum (zur Erzeugung von Tönen 1) ); als bronzez…

klang als Zweitglied (12 von 12)

Einklang

RDWB1

Einklang m in ~ bringen fest. - совмещать im ~ mit etw. sein idiom. - быть в согласии, в гармонии с чем-л.; гармонировать с чем-л.; (хорошо)…

Dreyklang

Adelung

Der Dreyklang , des -es, plur. die -klänge, in der Tonkunst, eine Zusammensetzung von drey verschiedenen Klängen, welche rein zusammen kling…

einklang

DWB

ein·klang

einklang , m. concentus, zweifelhaft ob mhd. einklanc oder înklanc, ob einheit erklingender stimmen oder ihr in einander klingen, vgl. herna…

gleichklang

DWB

gleich·klang

gleichklang , m. , seit dem 17. jh. 1) zunächst, und auch später vorwiegend, auf den gleichen lautklang von wörtern, wortteilen und silben b…

glockenklang

DWB

glocken·klang

glockenklang und glockenton s. d., ferner älteres glockenschall: mit der schrift oder mit dem glockenschall ermahnt werden (1499) bei Fische…

lautenklang

DWB

lauten·klang

lautenklang , m. : dennoch in verliebtem drange wandl ich durch das grause dunkel mit gesang und lautenklange. Uhland ged. 151 .

Mißklang

Adelung

miss·klang

Der Mißklang , des -es, plur. die -klänge, ein falscher, fehlerhafter, widriger Klang; ingleichen ein nicht harmonirender Klang.

nachklang

DWB

nach·klang

nachklang , m. mhd. nâchklanc, nachtönender klang, nach- und wiederhall. 1 1) eigentlich: und summt im klaviere der nachklang. Voss Luise 3,…

silberklang

DWB

silber·klang

silberklang , m. 1 1) clangor argenti Stieler 982 , suono, tinnito dell' argento Kramer deutsch-it. dict. 2 (1702) , 811 b , klang des silbe…

übelklang

DWB

uebel·klang

übelklang , m. , dissonantia Stieler (1691) 982 ; zu wohlklang im 17. jahrh. gebildet und vor Stieler nicht belegt: und die vornehmsten ursa…

wohlklang

DWB

wohl·klang

wohlklang , m. , angenehmer, schöner klang; wolklang dulcis harmonia Stieler (1691) 982 ; wolklang, wollaut Rädlein 1, 1073 a . a a) in der …

zusammenklang

DWB

zusammen·klang

-klang , m. : dasz es einen recht lieblichen z. ( der töne ) giebet Dapper Afrika (1671) 156 a ; einen ... jubelnden z. der herzen E. M. Arn…

Ableitungen von klang (5 von 5)

geklang

DWB

geklang , n. clangor, sonitus, tinnitus Henisch 1450 , nl. geklank, geklang: die trummeln und die tromt, die da gehöret werden, erfüllen dur…

Klange

RhWB

Klange kla·ŋ., Pl. -·ŋ.ə Kemp f.: altes, goldenes Schmuckstück, um den Hals getragen (veralt. Wort); fröhger drugen de Frolü noch Krütz möt …

Mißklang

Adelung

Der Mißklang , des -es, plur. die -klänge, ein falscher, fehlerhafter, widriger Klang; ingleichen ein nicht harmonirender Klang.

unklang

DWB

unklang , m. ( Göthe IV 33, 288, 19 W. ) s. th. 5, 947 klang 1 e und vgl. nl. onklank.

urklang

DWB

urklang , m. (ur- C 4 c). urklänge und -laute der spr. s. Zesen unter urgeläute. der vom echo wiedergegebene ursprüngliche klang Jean Paul 5…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „klang". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klang/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „klang". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klang/adelung. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „klang". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klang/adelung.
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