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Schnute

nhd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
8 in 7 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schnute

Bd. 3, Sp. 311
Schnute 1. Thiar an grattan Snütj hea, mut an starken Romp hâ. – Johansen, 31. Wer eine grosse Schnute (Maul) hat, muss einen starken Rumpf kaben. Schnute, Schnauze, das vorhängende Maul einiger Thiere, in der gröbern Ausdrucksweise auch von Menschen. »Holt de Snut. Du krögst wat up de wise Snût, d.i. ich werde dir das lose Maul stopfen.« (Dähnert, 440b.) 2. Uppen fulen Snuten hört 'n graven Slag. (Oldenburg.) – Eichwald, 1779; Weserzeitung, 4077. 3. Wär op de Schnût (Kiltgang, Freierei) geit, dä waiss, wo de Leider steit. (Köln.) – Firmenich, I, 474, 143. 4. Wisch dir de Schnute, Junge, gib dem Pastor ein Händchen und sage: Guten Tag! Lümmel! – Simrock, 7720. 5. Einen auf die Schnute schlagen. Holl.: Hij is op zijn snuit geslagen. (Harrebomée, II, 208b.) 6. Ên öwer de Snute hau'n.Eichwald, 1780. 7. Na de Schnut schnaken. (Rendsburg.) So reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. 8. Up de Snût slân.Schütze, IV, 150. Einem etwas aufs Maul geben. 9. Wozu steckt er die Schnute hinein. Warum mengt er sich in die Sache. Holl.: Wat doet hij er met zijn' snuit in. (Harrebomée, II, 280b.)
1125 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchnuteDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Die Schnute , Mz. — n , im N. D. die Schnauze, das Maul; auch Schnuß , in Osnabrück Schnüssel .

  2. modern
    Dialekt
    Schnutef. m.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schnute f. , Schnuten m. : 1. von Tieren. a. 'Schnauze, Rüssel des Schweines', Schnut [FR-Bockh PfId. 127 Klein Prov. 13…

  3. Sprichwörter
    Schnute

    Wander (Sprichwörter)

    Schnute 1. Thiar an grattan Snütj hea, mut an starken Romp hâ. – Johansen, 31. Wer eine grosse Schnute (Maul) hat, muss …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnute

73 Bildungen · 71 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schnute

schnutern + -e

schnute leitet sich vom Lemma schnutern ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schnute 2 Komponenten

sch+nute

schnute setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnute‑ als Erstglied (30 von 71)

Schnutelschaber

PfWB

Schnutel-schaber m. : Berufsneckname für den Barbier, Rasierer, Schnudelschabeʳ ('šnūdəl̩šābəʳ) [NW-Hardbg und Umg.]; vgl. Schnussenputzer ,…

Schnutenbilles

RhWB

Schnuten-billes -bi·l.əs Dür-Stdt m.: verächtl. Feinschmecker.

Schnutenbuckel

PfWB

schnuten·buckel

Schnuten-buckel m. : 'wer seinen Mund aus Trotz oder Ärger zum Weinen verzieht', Schnudebuckel ('šnūdə̩bugəl) [ KL-Fischb ]; vgl. Schnute 1 …

Schnutenbutzer

RhWB

schnuten·butzer

Schnuten-butzer m.: verächtl. 1. -bots- Barbier Kemp-Lobberich . — 2. -puts- Schnurrbart Kreuzn-Kirn .

Schnutenfeger

RhWB

schnuten·feger

Schnuten-feger (s. S.) Berg, Ruhr, Jül , MGladb , Kemp , Geld m.: scherzh. (verächtl.) Barbier.

Schnutenhündchen

RhWB

schnuten·huendchen

Schnuten-hündchen -høŋdχən Gummb-Berghsn n.: du Schn.! zu einem kleinen Hunde, mit dem man Spass macht, indem man ihn neckend mit ausgebreit…

Schnutenloch

RhWB

schnuten·loch

Schnuten-loch (s. S.) Berg n.: Ausgussloch der Schnute. RA.: Jo, jo, mer kann ock en Finger im Schn. terbreken.

Schnutenmacher

PfWB

schnuten·macher

Schnuten-macher m. : 'wer seinen Mund aus Trotz oder Ärger zum Weinen verzieht; Trotzkopf', -macheʳ [ KU-Schmittw/O KL-Fischb ]; vgl. Schnut…

Schnutenmann

PfWB

schnuten·mann

Schnuten-mann m. : 'ein Mann mit dicken Lippen', -mann [ NW-Elmst ]; vgl. Schnute 1 b. —

schnute als Zweitglied (2 von 2)

Hundeschnute

Wander

hunde·schnute

Hundeschnute He hett Hunnensnuten sten, he kann scharp rüken. ( Holst. ) – Schütze, II, 172. Von oder zu einem Listigen, Feinmerkenden.

Sauschnute

Wander

sau·schnute

Sauschnute In eine Sauschnute einen goldenen Ring legen. Holl. : Dat is als een gouden ring in een' varkensnuit. ( Harrebomée, II, 358 b . )