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einmal

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PfWB
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

einmal Adv.

Bd. 2, Sp. 803
ein-mal Adv.: I. Betonung stets auf dem ersten Wortteil, ääⁿmol (ˈEⁿmōl) [Hauptform in WPf u. VPf westl. NPf], eemol (ˈēmōl) [mancherorts westl. WPf Don Schowe Torscha Tscherwk Heufeld Gal-Dornf u. Umg. Brig Gelsend], aaⁿmol (ˈāⁿmōl) [mancherorts westl. NPf LU-Altr PS-Schönau Hirschth Don-Liebling Stanischitz Gal-Stadlo u. Umg. Weinbergen], (ˈⁿmōl) [östl. NPf], oomol (ˈōmōl) [Gal-Hohenb Josbg Königsau Obl Brotschk Landtreu Bagbg Augustd]. — 1. 'ein einziges Mal'. Äämol siwwe isch siwwe [PS-Erfw, allg.]; eemol dorch angebaut, von einem Ackerstreifen, der in einem einmaligen Gang mit der Maschine eingesät wurde [Don-Heufeld]. RA.: Äämol un nimmi! 'Das tu ich nie wieder!' [PS-Erfw]. Sprw.: Aamol gut geß, gedenkt em se Lewe [KB-Kriegsf]. [] Eemol gut gelebt, denkt em lang [HB-Kirrbg]. Aaⁿmol is kaaⁿmol [LU-Altr, verbr.]. Denk zehⁿmol, schwätz eeⁿmol! [Fogel Prov. Penns Nr. 281]. 's is kääⁿ Dörfel so klääⁿ, so is doch 's Johr ääⁿmol Kerwe drin [LU-Muttstdt]. Dreimol gewannert is eemol abgebrennt [Gal-Brig, verbr. Don Gal Buch]. — 2. mit vorausgehender adv. Bestimmung. a. auf einmal. α. 'gleichzeitig, in einem Gang, auf einen Schlag'. Er trinkt den Schoppe Wein uf eemol aus [KU-Elschb]. Es kommt alles uf eemol [KU-Diedk]. Er frißt e Lääb Brot uf ääⁿmol, un putzt noch net's Maul ab [RO-Würzw]. SprW.: Der faul Esel schleppt sich uf oomol dot [Gal-Bagbg, verbr. Don Gal Buch]. BR.: Morjerot schlaat siwwe uf ääⁿmol dot [ZW-Bechhf]. Volksgl.: Wann zwee uf eemol in der Spiechel gucke, werd eens devun disappoint (engl. disappointed 'enttäuscht') [Fogel Beliefs Penns Nr. 325]. — β. 'plötzlich' [verbr.]; vgl. unten I 2 e. Uf ääⁿmol isch e Mann kumme [GH-Kand]. Un gebt er noch so Achting druf, uf eemol awwer brecht's [Birmelin Penns Poems 105]. SprW.: Mer redt lang vun de Kerwe, uf ääⁿmol isch se do [GH-Kand]. — b. bloß einmal, nur e., wie schd. Er war bloß ääⁿmol do [NW-Freinsh]. Er war nore ääⁿmol do [RO-Odh, verbr.]. 's reent heit nore aaⁿmol 'Es regnet unaufhörlich' [KB-Bubh]. Er eßt de ganze Dag nore eemol, vom Vielfraß [Gal-Dornf, verbr. Don Gal Buch]. SprW.: Mer lebt nore eemol uf der Welt [Don Tscherwk, verbr. Don Gal Buch]. Mer sterbt nore ääⁿmol [RO-Dielkch]. 's is nore eemol Kerb im Johr [Gal-Lindenf, verbr.]. Der Parre preddicht nore oomol, also muß man gut hinhören, wenn man etwas gesagt bekommt [Buch-Illisch, verbr. Don Gal Buch Rußl]. — c. noch einmal, verstärkt: nur noch e. 'ein letztes Mal'. Ich saa der's noch eemol (nor noch e.) [Gal-Dornf, verbr.]. Wann ich närr (nur) des noch ääⁿmol se mache hätt! [GH-Kand]. a. 1582: Voll gerichten geschicht jahrß nur einmal [PfWeist. II 522 (FR-Flomh)]. (Zum Vollgericht, das am Mittwoch nach Georgi, 23. April, abgehalten wurde, hatte die ganze Gemeinde zu erscheinen.) — d. schon einmal. Ich hab der's schun eemol gesaat [NW-Frankeck]. — e. über einmal 'plötzlich', vgl. oben I 2 a; iwwer ääⁿmol [SOPf (Nachlaß Heeger)]. Un iwer eemol aus'm Dor, do kommt die Gräfin Eva vor [Münch Weltgesch. 135]. — II. erster Wortteil stets unbetont, emol (əmōl), oft verkürzt zu mol (mōl) [allg.]. 1. 'zu einer unbestimmten Zeit, irgendwann'. Wann ich mol Zeit hun, kumm ich bei eich [verbr. Gal]. Du werscht des noch emol bitter bereie [NW-Kallstdt, allg.]. Es war emol ... [KL-Reichb, allg.]. VR.: 's war emol e Mann, der hatt e Pann (Forts. s. Pfanne 1 a). — 2. mit vorausgehender Bestimmung. a. als einmal 'zuweilen, manchmal', von den Gewährspersonen oft als zusammengehörend empfunden, vgl. alseinmal. Er [] kummt als emol zu uns [LA-Maik]. — b. auch einmal. RA.: Deer werf ich a emol e Steen in de Garte, scherzh. Danksagung [KL-Reichb]. Er (der Reiche) kann aa emol nix mitnemme (ins Grab) [NW-Freinsh]. — c. nicht einmal, wie schd. Er hat net emol Dankschääⁿ gesaat [KL-Kindsb, verbr.]. — d. noch einmal, wie schd. Ich kumm morje noch emol [PS-Erfw, allg.]. Sie is noch emol jung worre [NW-Dürkh]. RA.: Wann der emol sterbt, muß mer'm's Maul noch emol extra dotschlaa [RO-Alsbr]. — e. nur einmal 'endlich'. Mach doch nor emol 's Maul uf! [RO-Semb]. Wann ich närr emol (emphatisch auch: närr ääⁿmol) erleest wär! [GH-Kand]. — 3. belebendes Füllwort, bald als verstärkend, bald als abschwächend empfunden. 's is emol so, daran ist nichts zu ändern [NW-Kallstdt, allg.]. Die han emol gehaschtert 'hastig, erregt gesprochen' [IB-Nd'würzb]. RA.: Gehn fort, 's loßt jerer emol e Forz! [NPfGV Nr. 8/1934]. SprW.: Wann mer emol daut (tot) esch, esch alles aus [BZ-Albw, verbr.]. — Häufig in Aufforderungen, Ausrufen, Flüchen. Komm emol do her! [KL-Reichb, allg.]. Wee dich emol! 'Bewege dich!' [WD-Niedkch]. Mach emol! [Gal-Obl]. Hol emol Weiⁿ reiⁿ! [NW-Kallstdt, allg.]. Halt emol du deiⁿ frechi Schnauz! [ZW-L'wied]. Guck emol do!, beliebter Ausdruck der Überraschung [verbr.]; verkürzt: Gummool! [KL-Gimsb u. Umg.]. Vergeß emol deiⁿ Red nit!, Entschuldigungsformel, wenn man einen in der Rede unterbrochen hat [KU-Ulm, verbr.]. Hall emol Gedanke! 'Gib obacht!' [Rockhs]. Jesses, noch emol! [LU-Opp]. Herrgott, noch emol! [LA-Ilbh]. Himmel, noch emol! [KU-Schmittw/O]. Dunnerkeil, noch emol! [KB-Kriegsf, verbr.]. — Südhess. II 107 ff.; Rhein. II 83/84, V 783 Z. 33 ff.; Lothr. 121; Els. I 665/66; Bad. I 658/59.
5305 Zeichen · 178 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    êⁱnmâlnum.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    êⁱnmâl , num. , einmal.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    einmal

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    einmal , nnl. eenmal, schw. en gng, dän. engang, franz. une fois, it. una volta. schon gramm. 3, 232 wurde bemerkt, das…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    einmal

    Goethe-Wörterbuch

    einmal Großschr als Zeichen von Betontheit (vgl b); einmal mundartl e’mal GWB 5 2 ,415 Ich wär auch 1 ’mal s Nebenlemma …

  4. modern
    Dialekt
    einmalPräp.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia einmal einmal 1. bestimmtes Zahladv.: Chytr. 563; dat Pierd, wat einmal in de Hawer gahn hett, geiht dor wedder…

  5. Sprichwörter
    Einmal

    Wander (Sprichwörter)

    Einmal 1. Aanmol müssen mer all dran. – Tendlau, 771. Dem Tode kann keiner entgehen. 2. Aeinmoal is alle Dage nit, un tw…

  6. Spezial
    einmal

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ein|mal adv. 1 (ausnahmsweise) en chësc iade, por chësc iade 2 (eines Tages) n de, n iade 3 (irgendwann) n iade, n de, z…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit einmal

22 Bildungen · 10 Erstglied · 12 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von einmal 2 Komponenten

ein+mal

einmal setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

einmal‑ als Erstglied (10 von 10)

Einmaleins

SHW

Einmal-eins Band 2, Spalte 109-110

Einmalein

MeckWB

einmal·ein

Wossidia Einmalein n. Einmaleins: dat lütt un dat grot Einmalein allgem.; Bri. 3, 17 (zit. ob. butwennig ). Kü. 1, 414; Me. 1, 1001.

einmaleins

DWB

einmal·eins

einmaleins , adv. aliquando, dermaleins, dermaleinst, pleonastisch, da, wie eben bemerkt wurde, in einmal und eins = einst ganz dasselbe ent…

einmaleinsgeschäft

DWB

einmaleins·geschaeft

einmaleinsgeschäft , n. negotium, argentaria, geldgeschäft: übrigens war ihm Libuni in seinen einmaleinsgeschäften und noch mehr in den viel…

Einmaleinstafel

GWB

einmalein·stafel

Einmaleinstafel tabellarische Übersicht des Einmaleins; im Vergl Du erinnerst dich noch mit welcher .. Leidenschafft ich die Gebürge durchst…

einmalen

DWB

ein·malen

einmalen , copiam farinae congerere, korn, getraide in vorrat malen, dän. indmaale.

einmalheber

DWB

einmal·heber

einmalheber , m. vicissitudinarius, i. e. vicem praebens vel vicem alterius gerens. voc. theut. 1482 f 8 b . Diefenbach 618 a .

einmalig

DWB

ein·malig

einmalig , quod semel factum est: sein einmaliges erscheinen gieng spurlos vorüber; diese einmalige erinnerung fruchtete wenig. richtiger wä…

EINMALIGKEIT

DWB2

einmalig·keit

DWB2 EINMALIGKEIT f. DWB2 abl. von einmalig adj. DWB2 DWB2 1 zu einmalig adj. A 1. eigenschaft, zustand des einmaligen vorhandenseins, unwie…

einmal als Zweitglied (12 von 12)

alseinmal

PfWB

als·einmal

als-einmal Adv. : ' manchmal, hin und wieder, dann und wann ', eigentl. 'hin und wieder einmal, dann und wann einmal'; vgl. PfWB als 1 2. Al…

aufeinmal

PfWB

auf·einmal

auf-einmal Adv. : ' gleichzeitig '. Sie sin all uf äämol (ˈEmōl) kum [Kaislt, verbr. WPf].

baldeinmal

PfWB

bald·einmal

 bald-einmal Adv. : ' bald, frühzeitig ', ballemol [ Lambert Penns 21].

irgendeinmal

GWB

irgend·einmal

irgendeinmal Getrenntschr a irgendwann α zu einem nicht voraussagbaren (eventuellen) Zeitpunkt [ mBez auf ‘Farbenlehre’ ] Nehmen Sie .. dasj…

iwereinmal

LothWB

iwer·einmal

PfWB iwer-einmal [-ênmòl Fo. u. s.; –ǫïnmàl Bo. ] adv. auf einmal, plötzlich, unvorhergesehen: Iwer einmol hats's an der Dir ( Türe) geklopp…

sackerdißnocheinmal

PfWB

sackerdiß-nocheinmal Interj. : Fluchwort, Sackerdißnochemol [ Kühn Hamet 131].

sapperlotnocheinmal

PfWB

sapperlot-nocheinmal Interj. : Fluch, sappeʳ - lottnochemol [ BZ-Dörrb ]; vgl. PfWB sackerdißnocheinmal .

schwerehackennocheinmal

PfWB

schwerehacken-nocheinmal Interj. : Ausruf der Verärgerung, Fluchwort, Schwerehackenochemool (šwērəhagənoxə'mōl) [ RO-Lettw ]; vgl. PfWB Schw…

steinmal

DWB

stein·mal

-mal ; -setzung ; -umfassung , f. : es war ihnen ... gelungen, die st. der grabstätte ( des hünengrabes ) freizulegen W. v. Polenz Grabenh. …

übereinmal

PfWB

ueber·einmal

über-einmal Adv. : 'unvermittelt, plötzlich, auf einmal', iwweʳemol (iwəʳēmōl, -Emōl, -ęmōl) [mancherorts]. Ma honn grad soo gudd um Boom ge…

untereinmal

DWB

unter·einmal

untereinmal , adv. , mit einem male, plötzlich: u. schäumt wieder ein nachzügelnder wellensturz gewaltig auf Scheffel (1907) 2, 135 . vgl. s…