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ferkel

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Ferkel

Bd. 2, Sp. 397
Ferkel Allg. (SNfrk u. Klevld auch vęrəkskə), u. zwar Rhfrk uNahe w. u. südl. Kreuzn-Monzing Langenth, w. u. südl. Soonw fęagəl u. fregəl, u. zwar so, dass mit Sicherheit innerh. Kreuzn Spabrücken Argenschwang SKatharinen Gutenbg Hargesh Kreuznach fregəl, ö. wieder fęăgəl gilt; w. des Soonw frigel, –e- bis Simm-Schlierschd ausschl. Gehlw Gemünden; n. davon fęăgəl (Hunsr); Wend -ęr-, –e-; sonst Saar, Mosfrk -ę- [-E-, –ēă- Trier-Ld, Bitb; -a- Siegld, Aden-Virnebg]; Rip, Nfrk -ęrk [-i-, –e-, –E-, –a-, s. Ferken]; Pl. -əln, -ələ; gern Demin. -əlχə, –əltjə (Rip, Nfrk fast ausschliessl.) n.: 1. das junge Schweinchen bis 10—12 Wochen (bis 6 Wochen Schnagg, Bagg, Bigg), dann Brühling, Schüttling, Faselferken, dann Läufer (bis ¾ Jahre), dann Einlegeschwein, Mastsau, Mastert [] (s. d. W.) genannt; s. auch Zackenhocker; de Sau hat F.ə en Rip, Allg. RA.: Summer - Kanner (Kinder) an Wanter-F. as e Verderfnes Bitb-Betting; Herfst-F. un Summer-Hochzeiden dagen (taugen) neist Trier-OEmmel. Er hot die F. verworf hat die Grobheiten vorzeitig oder unpassend vorgebracht Birkf-Idar. Jo, duə bes emmer et iərts F. henger (hinter) de Krem du gehst schon mit, zum Kinde Dür-Frauwüllesh. Du wells emmer et irschte F. am Drag (Trog) sein zum sich Vordrängenden Neuw-Datzeroth. Zwei F.n zielen sich besser wie ant gegen das Einkindersystem Trier. Deə sticht üch et F. er ist euch über Neuw-Kurtschd, Eup. Mer meint, de Sau hätt dech gewöscht (gewaschen) on et F. dech afgedreut Aden-Nohn. Gehe ich mit? Antw.: Wenn de F.che gewöscht were, kannst de de Sef drohn May-Rieden. Wie alt bist du? Antw.: Su alt hät ming Moder ke F. gehat Siegbg. Do send esu völl Kenger, do kann me de F. met streue wenn etwas im Überfluss vorhanden ist Aach-Warden. De kann och net met gohn F.n fänken er hat O-Beine Saarbg-Taben. Dau beas och vill ze hetzeg, fir F.n ze mache May-Trimbs. En hot alles gedriwen as wie kan gebreckt (verendetes) F. Bitb-NWeis. — Dat san Drauwen wie F.n so gross Saarbg-Winchering. De däut sech eren (bei) be e kneisteg F. ungerufen Aden-Kaltenborn, May-Trimbs, Daun-Strohn. Den as mat Frechheit (Ungleck) begof wie en Sau mat F.ə Prüm-Burb. Er micht en Geschrei wie en schel F. schreit oder spricht bei dem geringsten Anlass überlaut Simm-Laub. He mach sich bie et Bins (Jakobine) F. (wie Schitze F. Bernk-Stipshsn); bie se et sechs Wochen hatten, du freck et er geht körperlich zurück Neuw-Asb, — be Juste F., dat om Gohn freckt os Koch-Urschmitt, May-Trimbs, — wie Scholle F. Saarbr-SJohann. Frech wie e F. Allg.; grenzig (übel gelaunt) wie e krank F. Saarbg-Greimerath; sich opföhre wie e kr. F. jämmerlich tun Trier-Stdt; e Fus (Faust) höhter wie e F. MGladb; sech wie en F. an de Troug setze ohne Gebet zu Tisch Rip; du siehs us wie en F. schmutzig Rip, Allg. En Sau es en S.; en Seichen es en S.; e F.chen bleuft en Schweunchen; e Schw. bleuft en Nuckes-che, da fallen se all en't Duckes-che Kinderspr. Koch-Lutzerath. F. öm Schilli Trier. — Enem et F. brenne Volksjustiz, Tierjagen Schleid-Schöneseiffen. — 2. übertr. a. persönl. schmutziger Meusch, bes. unsauberes Kind (auch moralisch); dau F.! Dau bes e richtig F.! Allg. — E klen F.chen Kosew. für kl. Kind. — b. sachl. Magen des Schweines Malm-Amel Weywertz.
3263 Zeichen · 105 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêrkel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Fêrkel , oder Ferklein, des -s, plur. ut nom. sing. ein junges Schwein, bis es ein Vierteljahr alt ist. Anm. Ferkel,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ferkel

    Goethe-Wörterbuch

    Ferkel auch -ck- junges Hausschwein a Stuten und Fohlen zu hüten sei .. ein ganz anderes Wesen als sich mit Kälbern und …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ferkel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ferkel , Schwein von der Geburt bis zum Abspänen.

  4. modern
    Dialekt
    Fërkel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Fërkel [Færkl Lützelstn. Lohr ; Fèərkl Rauw. ] n. junges Schwein, Ferkel: d Fërkle n han ih ne gewäscht un d d Mo h r ha…

  5. Sprichwörter
    Ferkel

    Wander (Sprichwörter)

    Ferkel 1. Am Ferkel wird oft gerochen, was die Sau verbrochen. Lat. : Quod sus peccavit, succula saepe luit. ( Sutor, 10…

  6. Spezial
    Ferkel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fer|kel n. (-s,-) porcel jonn m. , pice porcel m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ferkel

109 Bildungen · 53 Erstglied · 56 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ferkel 2 Komponenten

fer+kel

ferkel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ferkel‑ als Erstglied (30 von 53)

Ferkelborn

SHW

Ferkel-born Band 2, Spalte 525-526

Ferkelarme(n)

LothWB

ferkel·armen

Ferkel-arme(n) Pl. Grindorf. die beiden Holzleisten (Arme) am hintern Teile des Wagens, an denen die Bremse befestigt ist.

ferkelden

WWB

ferkel·den

fer-kelden V. [ Kr. Arnsberg Arn Kr. Meschede Mes Kr. Olpe Olp Alt, verstr. bes. die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid Bch die krfr…

Ferkeldunge

WWB

Fer-keldunge f. [ die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Arn] Erkältung. — Sprichw.: Ne Verkellunge duiert ohne Dokter äinen…

Ferkelei

RhWB

Ferkelei -əlę·i. Trier ; -əlsərę·i. Bitb Sg. t. f.: Unsauberkeit; widerliches Benehmen.

ferkelglocke

DWB

ferkel·glocke

ferkelglocke , f. was sauglocke, rülps, ructus: so wirst du keine lust bei leuten auch verderben, wenn du die ferkelglock hübsch ofte schläg…

Ferkelkaninchen

Campe

ferkel·kaninchen

Das Ferkelkaninchen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. bei Einigen die Benennung eines kleinen vierfüßigen Säugethieres, das einem Kaninchen ähnl…

ferkelkraut

DWB

ferkel·kraut

ferkelkraut , n. dasselbe, auch hyoseris und hippochaeris: Theod. Gaza hat es porcelliam verdolmetschet und dieweil es bei uns Teutschen kei…

Ferkelratte

Meyers

ferkel·ratte

Ferkelratte ( Capromys Desm .). Nagetiergattung aus der Familie der Trugratten, Tiere mit kurzem, dickem Leib und Hals, mittelgroßen, fast n…

Ferkelsbett

RhWB

ferkel·s·bett

Ferkels-bett RhWBN Saarl-Hüttersd , Trier-Mehring , Bernk-Berglicht n.: Tragsack der Sau, in dem die Ferkeln im Leibe ruhen.

Ferkel(s)händler

PfWB

ferkel·s·haendler

Ferkel(s)-händler m. : 'wer mit Ferkeln handelt', Ferkelhännler [ LU-Opp ], Ferkels-, Freckels-, s. PfWB Ferkel [verbr.]. SHW Südhess. II 52…

Ferkel(s)handel

PfWB

ferkel·s·handel

Ferkel(s)-handel m. : 'Handel mit Ferkeln', Feʳkelhann(e)l [verbr.], Feʳkels- [ KU-Brück ZW-Battw ]. Iwwer'm F. werd Geld verdient [ ZW-Batt…

ferkel als Zweitglied (30 von 56)

ABSATZFERKEL

DWB2

absatz·ferkel

DWB2 ABSATZFERKEL n. DWB2 ( vgl. absatz 1 u. absetzen entwöhnen ) DWB2 1860 absatzferkel abgesetztes, abgespäntes ferkel Sanders wb. 1,432 a…

Absetzferkel

Campe

Das Absetzferkel , des — s, d. Mz. w. d. Ez., ein von der Mutter abgewöhntes Ferkel.

Bigg (Ferkel)

Wander

Bigg (Ferkel) Bigg (Ferkel). Wenn di 't Bigg anbaden wurd, denn musst du de Sack ree hebben. ( Ostfries. ) [Zusätze und Ergänzungen] 2. Bigg…

Dreckferkel

PfWB

dreck·ferkel

Dreck-ferkel n. : 'schmutzige Person', bes. 'unordentliches Frauenzimmer', auch Schimpfw., Dreckfeʳkel [ KL-Ottbg KB-Mauchh ], -freckel (mit…

Eberferkel

PfWB

eber·ferkel

Eber-ferkel n. : 'männliches Ferkel', Ewweʳfeʳkel [ ZW-Gr'bundb ], -freckel [ KU-Krottb Altkch ]; vgl. PfWB Eber 1 b. BadWB Bad. I 623 . —

Eisenferkel

Campe

eisen·ferkel

Das Eisenferkel , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Name eines Amerikanischen Säugethieres, das zur Gattung der Stachelschweine gerechnet und se…

Elefantenferkel

GWB

elefant·en·ferkel

Elefantenferkel -ph- für einen jungen Elefanten [ Fund ] ein kleiner junger Backzahn eines Elephanten-Ferkels, wenn ich so sagen darf GWB B4…

Frühjahrsferkel

PfWB

fruehjahrs·ferkel

Frühjahrs-ferkel n. : 'im Frühling geworfenes Ferkel', -freckel [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB Frühjahrssau , Herbstferkel . —

Herbstferkel

RhWB

herbst·ferkel

Herbst-ferkel PfWB (s. S.) Allg. n.: ein im Herbste geworfenes F. RA.: H. un Sommerhochzeiden dagen (taugen) neist Trier-OEmmel .

Hirtenferkel

RhWB

hirten·ferkel

Hirten-ferkel -ērg- Simm-Laub n.: in der RA.: Der läft (läuft) frei wie en H. von einem, der bei einer Veranstaltung freien Eintritt hat ode…

kornferkel

DWB

korn·ferkel

kornferkel , n. der hamster. Nemnich wb. 321 (kornfarle), weil er im kornfeld wühlt wie ein schweinchen. kornfärklein Dief. 273 a aus Forer …

Lockenferkel

RhWB

locken·ferkel

Locken-ferkel Ahrw-Sinzig n.: verächtl. Mädchen, mit künstl. gelocktem Haar , putzsüchtiges M.

Losenferkel

PfWB

losen·ferkel

Losen-ferkel n. : 'weibliches Ferkel', Losefreckel [ KU-Krottb ]; vgl. PfWB Lose 1 b. —

Märzenferkel

Wander

maerzen·ferkel

Märzenferkel Märzenferkel, Märzenfohlen alle Bauern haben wollen. – Boebel, 84; Orakel, 338.

Märzferkel

RhWB

maerz·ferkel

März-ferkel -tsə- Saarbr-Ludw n.: im März geworfenes F., im Spr.: M.ə, M.fohle all Bauere hon wolle.