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ferkel

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Ferkel n.

Bd. 2, Sp. 1190
Ferkel, Freckel n.: 1. 'junges Schwein von der Geburt bis zum Absetzen vom Muttertier', Feʳkel (fäÄʳg(ə)l,) [herrschend in südl. Hälfte der WPf (daneben bes. Wutzche, Wutzel, vgl. Wutz), seltener nördl. Hälfte der VPf (etwa gleichgewichtig mit Saiche, vgl. Sau) östl. NPf und Pfälzerwaldgebiet], mit r-Umstellung: Freck(e)l (fręg(ə)l) [Nordhälfte der WPf u. westl. NPf], Fäʳkel [BZ-Dernb], Fiʳkel [PS-Gersb], Frickel [KU-Adb Gal-Unterwald]; zur Verbr. s. K. 125; das Dim. in WPf NPf nördl. VPf: -che, Pl. -cheʳ, in mittl. u. südl. VPf vielerorts: Feʳkle, Feʳklich. Zu den Bezeichnungen für das männliche F. s. Barg, für das weibliche s. Gelze. Soziologische Differenzierungen für Pirmas bei Otterstetter 175/76. Syn.: Säuchen, Milchsäuchen, Butzel, Saubutzel, Wutzchen. Zs. Frühjahrs-, Herbst-, Milch-, Span-, Winterferkel. Unser Loos 'Mutterschwein' kriet ball F. [KU-Diedk, verbr.]. Sie hun käin Freckelche ufbrung, all sin se vereckt [KU-Schmittw/O]. Die F. dun quiekse [PS-Schmalbg, verbr.]. 's Freckelche gauzt 'quiekt' [RO-Hallgt]. Sin die Freckel aa freesich? 'Fressen die F. gut ?' [KL-Gimsb]. Die Frickel fresse Rummele 'Runkelrüben' [Gal-Unterwald]. Das sin Freckel vum Waaⁿ 'vom Wagen des Ferkelhändlers gekauft' [KU-Bedb]. Er eßt (unappetitlich) wie e Feʳkel [PS-Saalstdt]. RA.: Sie sin Geschwischder Freckel vun de erschde Loos 'vom ersten Mutterschwein', von einer weitläufigen Verwandtschaft [KU-Diedk]; vgl. [] Geschwisterferkel. Er macht sich wie Schitze Feʳkel uf'm Mischt: am Owend hat's noch gefress un morjets war's vereckt [KL-Mackb, verbr. bes. NPf]. Er macht sich wie 's Schitze ehr Freckelche: wie's e Johr alt war, is es zum Säichloch 'Loch in der Stallwand, durch das der Pfuhl abgeleitet wird' enausgekrawwelt, so klein war es geblieben [KU-Schmittw/O]. Er hat e Lewe wie 'm Schitz seiⁿ Feʳkel uf'm Mischt, von einem, dem es gut geht (!) [Kaislt]. Das macht sich wie Schitze Freckel 'Daraus wird nichts' (Der Feldschütz bekam früher öfters ein überzahliges F., das er mit der Flasche ernähren mußte; zumeist ging das F. ein) [KU-Diedk]. a. 1461: 4 gulden ... von 7 stuck losen vnd verckel die ich Ime verkaufft han [] [KSchArch., KellR]. a. 1521: 1 mltr. korn mytt denn jungen ferckellin vffgangen [LandsbKellR]. a. 1540: Inname Gelt verkeuffter Frucht, ... Ferckeln, Zickeln, Fulle, kelbern [SSp., Mgr. Baden, Gräfenst. Amtsgefälle]. a. 1564: welcher Innwohner zu Wirschbach Junge Ferckheln hatt [Beschreibung von KL-Wörsb]. a. 1581: Welche seigente loßen 'säugende Mutterschweine' vnd jung freckel haben, sollen dieselbigen im stall haltten [PfWeist. I 46 (KU-A'glan)]. a. 1717: von einem freckel, so neun wochen alt [ebd. I 3 (KU-Adb)]; an gleicher Stelle die Form förckel. Die historischen Formen stimmen dialektgeographisch mit den heute geltenden Formen überein. — 2. verächtliche Bez. a. für einen unreinlichen [] Menschen, bes. von einem schmutzigen Kind, Schimpfw. [verbr.]. Zs. Dreckferkel. Syn. s. Drecksack 1a. Mehr scherzh.: e dick F., von einem gut genährten Kind [ZW-Battw]. — b. für einen unanständigen Menschen, bes. weiblichen Geschlechts [KU-Schmittw/O]. — Südhess. II 525/26; Rhein. II 397/98; Saarbr. 62; Lothr. 144; Els. I 141; Bad. II 70.
3327 Zeichen · 104 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêrkel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Fêrkel , oder Ferklein, des -s, plur. ut nom. sing. ein junges Schwein, bis es ein Vierteljahr alt ist. Anm. Ferkel,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ferkel

    Goethe-Wörterbuch

    Ferkel auch -ck- junges Hausschwein a Stuten und Fohlen zu hüten sei .. ein ganz anderes Wesen als sich mit Kälbern und …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ferkel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ferkel , Schwein von der Geburt bis zum Abspänen.

  4. modern
    Dialekt
    Fërkel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Fërkel [Færkl Lützelstn. Lohr ; Fèərkl Rauw. ] n. junges Schwein, Ferkel: d Fërkle n han ih ne gewäscht un d d Mo h r ha…

  5. Sprichwörter
    Ferkel

    Wander (Sprichwörter)

    Ferkel 1. Am Ferkel wird oft gerochen, was die Sau verbrochen. Lat. : Quod sus peccavit, succula saepe luit. ( Sutor, 10…

  6. Spezial
    Ferkel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fer|kel n. (-s,-) porcel jonn m. , pice porcel m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ferkel

109 Bildungen · 53 Erstglied · 56 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ferkel 2 Komponenten

fer+kel

ferkel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ferkel‑ als Erstglied (30 von 53)

Ferkelborn

SHW

Ferkel-born Band 2, Spalte 525-526

Ferkelarme(n)

LothWB

ferkel·armen

Ferkel-arme(n) Pl. Grindorf. die beiden Holzleisten (Arme) am hintern Teile des Wagens, an denen die Bremse befestigt ist.

ferkelden

WWB

ferkel·den

fer-kelden V. [ Kr. Arnsberg Arn Kr. Meschede Mes Kr. Olpe Olp Alt, verstr. bes. die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid Bch die krfr…

Ferkeldunge

WWB

Fer-keldunge f. [ die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Arn] Erkältung. — Sprichw.: Ne Verkellunge duiert ohne Dokter äinen…

Ferkelei

RhWB

Ferkelei -əlę·i. Trier ; -əlsərę·i. Bitb Sg. t. f.: Unsauberkeit; widerliches Benehmen.

ferkelglocke

DWB

ferkel·glocke

ferkelglocke , f. was sauglocke, rülps, ructus: so wirst du keine lust bei leuten auch verderben, wenn du die ferkelglock hübsch ofte schläg…

Ferkelkaninchen

Campe

ferkel·kaninchen

Das Ferkelkaninchen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. bei Einigen die Benennung eines kleinen vierfüßigen Säugethieres, das einem Kaninchen ähnl…

ferkelkraut

DWB

ferkel·kraut

ferkelkraut , n. dasselbe, auch hyoseris und hippochaeris: Theod. Gaza hat es porcelliam verdolmetschet und dieweil es bei uns Teutschen kei…

Ferkelratte

Meyers

ferkel·ratte

Ferkelratte ( Capromys Desm .). Nagetiergattung aus der Familie der Trugratten, Tiere mit kurzem, dickem Leib und Hals, mittelgroßen, fast n…

Ferkelsbett

RhWB

ferkel·s·bett

Ferkels-bett RhWBN Saarl-Hüttersd , Trier-Mehring , Bernk-Berglicht n.: Tragsack der Sau, in dem die Ferkeln im Leibe ruhen.

Ferkel(s)händler

PfWB

ferkel·s·haendler

Ferkel(s)-händler m. : 'wer mit Ferkeln handelt', Ferkelhännler [ LU-Opp ], Ferkels-, Freckels-, s. PfWB Ferkel [verbr.]. SHW Südhess. II 52…

Ferkel(s)handel

PfWB

ferkel·s·handel

Ferkel(s)-handel m. : 'Handel mit Ferkeln', Feʳkelhann(e)l [verbr.], Feʳkels- [ KU-Brück ZW-Battw ]. Iwwer'm F. werd Geld verdient [ ZW-Batt…

ferkel als Zweitglied (30 von 56)

ABSATZFERKEL

DWB2

absatz·ferkel

DWB2 ABSATZFERKEL n. DWB2 ( vgl. absatz 1 u. absetzen entwöhnen ) DWB2 1860 absatzferkel abgesetztes, abgespäntes ferkel Sanders wb. 1,432 a…

Absetzferkel

Campe

Das Absetzferkel , des — s, d. Mz. w. d. Ez., ein von der Mutter abgewöhntes Ferkel.

Bigg (Ferkel)

Wander

Bigg (Ferkel) Bigg (Ferkel). Wenn di 't Bigg anbaden wurd, denn musst du de Sack ree hebben. ( Ostfries. ) [Zusätze und Ergänzungen] 2. Bigg…

Dreckferkel

PfWB

dreck·ferkel

Dreck-ferkel n. : 'schmutzige Person', bes. 'unordentliches Frauenzimmer', auch Schimpfw., Dreckfeʳkel [ KL-Ottbg KB-Mauchh ], -freckel (mit…

Eberferkel

PfWB

eber·ferkel

Eber-ferkel n. : 'männliches Ferkel', Ewweʳfeʳkel [ ZW-Gr'bundb ], -freckel [ KU-Krottb Altkch ]; vgl. PfWB Eber 1 b. BadWB Bad. I 623 . —

Eisenferkel

Campe

eisen·ferkel

Das Eisenferkel , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Name eines Amerikanischen Säugethieres, das zur Gattung der Stachelschweine gerechnet und se…

Elefantenferkel

GWB

elefant·en·ferkel

Elefantenferkel -ph- für einen jungen Elefanten [ Fund ] ein kleiner junger Backzahn eines Elephanten-Ferkels, wenn ich so sagen darf GWB B4…

Frühjahrsferkel

PfWB

fruehjahrs·ferkel

Frühjahrs-ferkel n. : 'im Frühling geworfenes Ferkel', -freckel [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB Frühjahrssau , Herbstferkel . —

Herbstferkel

RhWB

herbst·ferkel

Herbst-ferkel PfWB (s. S.) Allg. n.: ein im Herbste geworfenes F. RA.: H. un Sommerhochzeiden dagen (taugen) neist Trier-OEmmel .

Hirtenferkel

RhWB

hirten·ferkel

Hirten-ferkel -ērg- Simm-Laub n.: in der RA.: Der läft (läuft) frei wie en H. von einem, der bei einer Veranstaltung freien Eintritt hat ode…

kornferkel

DWB

korn·ferkel

kornferkel , n. der hamster. Nemnich wb. 321 (kornfarle), weil er im kornfeld wühlt wie ein schweinchen. kornfärklein Dief. 273 a aus Forer …

Lockenferkel

RhWB

locken·ferkel

Locken-ferkel Ahrw-Sinzig n.: verächtl. Mädchen, mit künstl. gelocktem Haar , putzsüchtiges M.

Losenferkel

PfWB

losen·ferkel

Losen-ferkel n. : 'weibliches Ferkel', Losefreckel [ KU-Krottb ]; vgl. PfWB Lose 1 b. —

Märzenferkel

Wander

maerzen·ferkel

Märzenferkel Märzenferkel, Märzenfohlen alle Bauern haben wollen. – Boebel, 84; Orakel, 338.

Märzferkel

RhWB

maerz·ferkel

März-ferkel -tsə- Saarbr-Ludw n.: im März geworfenes F., im Spr.: M.ə, M.fohle all Bauere hon wolle.