Kind
Rhfrk
kint, –e-, Pl.
kin [ö. einschl. Kreuzn-Boos OStreit Thalböckelh Mandel Sommerloch Argenschwang Spabrücken
kinər; Birkf
-e-; Birkf-Jdar
kęnt, Pl.
kęn]; Mosfrk
kent, Pl.
ke·n.ər [nö. einschl. Saarl-Diefflen Nalb Bilsd Aussen Limb, Merz-Düppenw Brotd Hausb Britten, Saarbg-Greimerath Serrig Schoden
keənt, –əa-, Pl.
ke·n.ər; in NWSaarbg, Trier-Ld, Bitb
kant, Pl.
ka·n.ər; sonst in der WEif u. MEif, Westerw, je nach der Entwicklung von
i als
kunt, –o-, –ǫ-, –ę-, –-, –ø-, Pl.
-·n.ər]; Rip
kent, –ø-, Pl.
-·n.dər; im mouillierenden Geb. des Rip, Berg, SNfrk
keŋk, –ø- [Gummb
keŋkt], Pl.
-·ŋ.ər [Selfk
kęnj, Pl.
-nər, kęnt, Pl.
kęŋər; im nichtmouillierenden Teil des SNfrk
kent, –ę-, Pl.
-ndər]; in Teilen von Geld, Mörs
ke·n.t, –ē:-, –ē-; Klevld
kent, –ē- [MülhRuhr
keint], Pl.
-ndər; Demin.
kinχə, –e-, ke·n.tχən [
auch im Geb. von
kant u. der a. Trübungen von
i],
ke·ŋ.(k)χə, kę·ŋ.kə, kinšə, kenəkə, –i-, kendjə, Pl. auch
ke·n.ərχər usf. [Koseformen
kini, kina, -nā:]
n.: 1.a. das neugeborene
(Wickelk.) u. noch unmündige K.
(Schulk.); he het de K.ər noch klen; he het de K.ər at gruss erwachsen;
rechte (eige) K.ər im Gegens. zu
Stiefk. u.
angenomme (agehollte) K.ər; e K. van der irschte Moder, — van der selige Frau (
Förk.ər, Förjung, Fördern Kinder erster Ehe Klevld;
K.ər, die en Stefmoder kriege, hant all ene Stefvader Selfk, Allg.);
Brodersch-, Schwesterschk.ər Geschwisterkinder (
Geschwisterkinn Rhfrk);
Kindsk. Enkel Rip, Allg.;
ener (einer u. derselben)
K.ər α. Geschwisterk., β. K. derselben Ehe, γ.
se hon en (er) K.ər gemacht Stiefgeschwister, Kinder aus erster, zweiter u. dritter Ehe vollberechtigt erklärt, Einkindschaft hergestellt WEif;
doə habbe sej ens K.ər gemäckt Kemp;
gleiche Kinn mache Nahe (
e K. mache ein u. dasselbe, gemeinsame Sache machen, sich verheiraten Monsch-Witzerath);
e verstorve K. Waise Rip, Nfrk (
v. K.ər, verdorve K.ər Sülzt);
ming K.ər on ding K.ər (K. der Witwe u. K. des Witmanns)
hant os K.ər (die K. der gemeinsamen Ehe)
geschlage Rip, Allg.;
e Glöcks-, Sonndagsk. Allg. —
En K. machen zeugen, vom Vater;
der hät senger Frau at widder e K. gemach; he hät dem Mädche e K. gemach (
opgedaut aufgedrückt) sie unehelich geschwängert;
dat M. hät sech van dem e K. mache losse; et hät sech e K. (van dem) gehollt Rip, Allg.;
K.ər mache, för ze lache (ist leicht),
K.ər trecke, för ze frecke (verenden) Aach;
e K. freisse (gefressen)
han Vater sein Monsch-Witzerath;
Jong, do moss di Var (Vater)
geng K.ər mache lihre! Eup-Raeren;
he sümt (säumt)
dem K. de Öhrcher wenn jmd. mit einer hochschwangern Frau verkehrt Köln-Stdt. —
Üvver (met) em K. gohn schwanger sein;
e K. (onger dem Herzen) drohn; e K. krige; e K. hart (schwer)
holle et krit (van dem) e K. unehelich Allg.;
dat hat e K. (ens) ze gut vom (von ihm) Saarbr);
die K.ər, die die zwei krig han Rip, Allg. RA.:
För et K.ərkrieən mutt me jong sin Gummb-Berghsn.
Un dann hirode (traue) de K.ər, un dann kr. se K.ər, un dann weren se tesamen gruət MGladb.
Ber net wogt, der net gewennt; ber net heirot, kreit kei K.! Spruch des Ausrufers beim Glücksrad zur Kirmes Neuw-Dierd.
De krigt e K. von Lompe von einem, der sich entsetzt, sich ärgert Mosfrk, Rip, Berg; der Geizige
krigt noch en K. för Angst (Schreck), wenn er bezahlen soll Mörs.
De kriest en K. ohne Zieh (Zehe),
wennste neist kriest! zu dem, der gierig auf etwas ist u. wartet, ob er etwas bekommt Goar-Weiler.
As sej dat duhn moss, dann meinde sej seker, sej kreg en K. met en höltere (hölzernem)
Kopp von einer Frau, die nicht gern etwas Ungewohntes tut Emmerich.
Wenn de dat hiərt, kriet he e K. met poscheleie (porzellanen)
Ben, — e K. von Hoddele (Lumpen)
möt ne höltere Kopp MGladb-Rheind.
Ne kodde (böser)
Krom (Wochenbett)
ös schlömmer als zwei K.ər holle Bergh-Blatzh.
Wan en Frau e K. hät on en Hohn (Huhn),
da hät se genog ze dohn Sieg;
en K. bi der Frau, en Küken bim Huhn, do het (de) Fr. un (dat) H. genugt te duəhn Gummb-Berghsn.
Ach wat, dumm Ding; sei froh, en Johr gewart, is en K. gespart! zu einem Mädchen als Trost, das zu spät zum Heiraten kommt Saarl-Berus.
Et as got fir en erscht (Erstling),
sot de Fra, du hott se e K. mat äm (einem)
Ben kret sie ist leicht zufrieden zu stellen Bitb-Dahlem.
De ärmste Lüj kriege de meste K.ər en de meste Pogge (Schweine) Klev-Calcar.
En arm Manns Frau krit twei K.ər, on en rike Manns Koh twei Kalver Sol.
K.ər sind gen Gecke, se komme nit för den Tit (Zeit) Geld.
K.ər on Grischele (Stachelbeeren)
geroden alle Johr Prüm-Mürlenb.
Et kömmt noch edder (eher)
e K. äs duschend (tausend)
Daler Geild Heinsb-Karken.
De K.ər kommen iərschter (eher)
ewie de Renten WBitb.
Wann de K.ər esu sihr (schnell)
herkemen wie dor (dahin),
gef kä Nober (Nachbar)
ebbes devu gewohr wenn das Gebären so leicht wäre wie das Zeugen Bitb-Mettend.
Do häs dem K. sing Bein noch nit gesinn (bei der Geburt) du weisst noch nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist; du weisst im allg. noch nichts Sicheres und Genaues Köln, Rip, Berg, MGladb-Neersen.
Dat K. es in die Häpe gefallen es hat bei der Geburt ein Mädchen gegeben (es hat einen Schnitt mitbekommen);
dit K. es tu früh ut dem Oəwen kummen Frühgeburt Gummb-Berghsn;
des Könds afkommen Frühgeburt Altk-Hamm;
en fulen Krom bei einer Fehlgeburt Rip.
K.ər, dat sen Goddes Gawe; wer se kreit, der muss se hawe Bernk-Allenb, —
de darsch (darf)
mer net amonkse (anbrummen) ihr Kommen nicht verweigern Bergh-Blatzh.
De Pif (Tabakpfeife),
de Frau on de K.ər, dat send drei leif Denger Aach-Warden.
All Dag en Brout (Brot),
all Johr en K., büs dat et fifuntwintig (25)
sind Selbstverspottung kinderreicher Eltern Ess. Soviele weisse Flecken die Frau auf den Fingernägeln hat, soviele K. kommen in ihrer Ehe zur Welt Zell-Enkirch, Gummb.
Et ös alles necks, wenn et K. mar süg (saugt)
on de Frau mar Melk hät Mörs-Schwafh. —
Et K. hualen von der Hebamme gesagt;
der (Frau)
hon eich alt viel K.ər gehualt Bitb, Allg.; nach dem Glauben der Kinder
hollt de Hevamm de K.ər nachts us dem Pötz (Brunnen) (
us dem Kunnibertspötz Köln-Stdt,
us dem Gezelinpötz uWupp,
aus dem Milchbore Birkf,
aus dem gure Bure Trier-Börfink,
aus em Bore henner der Amen ihrem Bett Ottw-Dirming),
us er holl Ech (Eiche)
(us em holle Bom), ongerm decke Sten Rip, Verbr.,
van der Röər (Rodt)
Ling (Linde) Gummb-Berghsn; sie kommen hervor unter dem
Palmstrauch, Kohlpflanzen, Rosenstrauch, unter der
Kappesbütte (usf.,
s. d. W.); die Hebamme gräbt die K. unter einem Palmbaum mit goldener Hacke aus Bitb-Bollend; die K. kommen
aus dem Schnudelspäsch (Wiese)
hanner er decker Lei (Schiefer)
heraus Bitb-NWeis; das uneheliche Kind
es henger der Heck gemach wurde (jong gewes), — es van der Bank gefalle Rip, —
es möt de Iserbahn gekuəme, — es ut der Moən (Mande)
gefalle Kref-Fischeln. —
En K. angevve (enschrive losse) die Geburt eines K. auf dem Standesamte anzeigen Rip, Nfrk. —
En K. döfe losse taufen lassen Rip, Allg.
(wen wor an et K.? wer war Pate? Mörs), RA.:
Mat em Noar (Narren)
as ken K. ze deifen Trier-Schleidw.
Wie et K. gedäft (
gehub gehoben Rhfrk,
gehāl Birkf)
wor, wollt jidderän Päter (Pate)
sein übertr. wenn einer etwas verkauft hat, so sagt jeder: ich hätte es auch gekauft; vorher wollte er es nicht Bitb, Mosfrk, Rhfrk.
Et K. afwäschen nach der Taufe müssen die Paten Speise u. Trank im Wirtshause spenden MGladb-Viersen.
Kengkes (be)siehn neugeborene K. besuchen u. betrachten Berg. — RA.: über die
Zahl der K.:
E (
ein einziges )
K. (es) ke K. Rip, Allg., —
e bang (Angs-) K. Aach, —
en Gräuel em Hus Sieg, Kref-Osterath, —
ne Schrecke em Hus Dür-Gürzenich.
E K., e Döngk un ne Möshoch (Misthaken) MülhRh.
E äletzig K. es grod wei'n äletzig Rend Bernk-Stipshsn.
En K., ken K.; tweij K.ər, en half K. Mörs-Rheinbg.
Ein K., Angstk., zwei K.ər, Spillkenner, drei K.ər, dat sein K.ər Neuw-Gr-Maischd;
en K., en bang K., twe K.ər, Spölk.ər, drej K.ər, völ K.ər Emmerich, Bergh-Blatzh.
E K. ös ke K., zwei K.ər singk Spillk.ər, drei K.ər singk vill K.ər, ver K.ər ös e ganz Hus voll Köln-Poulh;
än K., kän K., zwei Kinner, Sorgenk.ər, vill K.ər, vill Sorgen, vill Glick Saarl-Berus.
Ne Wittmann met e K., dat es e lausig Dengk er wird gern wieder geheiratet Dür-Gürzenich;
en Wettfrau ohne K. es en edel Dengk Sol;
et get kiən edler Dengk as en ful Frau on en guət K. Remschd;
et es kein besser Ding als för en ful Wif en K. Ess;
ein K. es för ein f. W. en edel Dengk Elbf.
Et erste es Gold, et twedde es Holt, et dridde Blei Ess.
Besser zehn (
seiwen Ess,
twelf Kemp)
K.ər op dem Kessen als ent op dem Gewessen Wittl, Verbr. (
en K. Saarl-Berus).
Wann de Motter sibbe K.ər hät, sen se sibberlei Bergh-Glessen.
Och, ming Lif, alt weder stif, sibbe K.ər un keine Mann; der Düvel weiss, wer dat kann! Köln.
Ach Gottchen, sprach Lottchen: siewe Keannercher on kane Mann; de K. han Leis-cher on et Lottche kane Kamm May-Trimbs, Birkf.
Dau lewe Gott eam Himmel, siewe K.ər on kane Grimmel; et klanste hat de deckste Kopp on well et griəst Steck (Butterbrot)
han ebd. A.:
Kanner sen ebbes esu Lewes, dat mer der net leicht ze vill ka kregen; e kla Könnchen, munnich got Stönnchen. B.: Ei, da wöllt eich, dau hättst der veronzwanzig Stöck, dann hättst jo lauter got Stonnen (Stunden) Bitb-Seimerich.
Mih K.ər wie Ranner (Rinder) Bitb.
Vell K.ər (gevve) vell Vateronser Rip, Allg. (
äwel ock völ Botterramme Geld, —
mor kleine Verel Pannekuk Rees-Ringenbg), —
vill Schnidde Brut, äver och vill Vaterunser Köln, —
vill Glöck Sieg, —
völl Segen (
on völl, die et Bruətschap fegen; et hält äwer ok de Woll vam Lif) NBerg, —
völ Ehr, mor se holden en de Noppen van de Kler (Kleider) Emmerich;
völl K.ər es Segen Goddes e jen Hus (
S. van den Her Klevld),
ävel se hauen (halten)
engen de Noppe va je Lif (
van de Kler Klevld) Aach, Monsch, Klevld, SNfrk;
völ K.ər ärme nit, mar se halde de Nöppkes kahl (rein) Geld, MülhRuhr, —
se freten einem bluss de Woll vam Rock Mettm-Vohwinkel, —
se hollen öm bloss de Mauen (Ärmel)
kahl Dinsl-Sterkr.
Wo vill K.ər sen, do ös et Gespöls (Gespüle, Erbschaft)
dönn Sieg, OBerg, —
wörde de Köppkes (Tassen)
klein Rees;
vill K.ər, schmoəhl (schmale)
Delen (Teile) Bitb.
Vill K.ər as gewass en fein Sach, äwer rech (reich)
get mer net dervon Daun-Neroth. Wer viele K. hat,
hot K.ər wie Leis Kreuzn, —
de Orgelspife Rip, Allg, —
äs igesatt (eingesetztes)
Gewich MülhRuhr, —
wie et Ensatzgeweit Elbf;
de hant de K.ər op Reih wie de Fläuteweck, — de Göbbelcher (Wecke) Köln-Stdt;
die han en Hus (Stall) voll K.ər Rip, Allg.;
die han en Herd (Koppel, Lederwagen, Drosch, Trabant; s. d. W.)
K.ər;
die hon se der Reih no Birkf, Allg.
Do send esu völl K.ər, do kann me de Ferkel met streue Aach-Warden.
Et es beter (besser)
enne Stall voll Render as en Hus voll K.ər Mörs.
Bim, bam, beier, Kärf voll Eier, Hus v. K.ər, Stal v. Render, Hoff v. Perd, Mann hett (heisst)
Gert, Frau h. Drüttschen, back uns en lecker Stüttschen! Mörs-Frimmersh (u. so vielfach in Heischeliedern).
Bei er Herd voll K.ər as der Voder (Vater)
Her, bei em elezige (einletzig)
K. as de V. Knecht Trier-Mehring.
Bei ville K.ər trick ent dat andere gruss Rip.
Korze (kurze)
Geil (Pferde)
on lange Renner (Rinder),
vill Weiwer on wennig K.ər get reiche Männer Goar-Morshsn.
Rike Mons K.ər (nur wenige)
on ärm Lü Hot (Holz)
sind gau (schnell)
te geneten (geniessen) Geld-Leuth;
ärm Lüəts Wonsch (nur zwei Kinder, ein Knabe u. ein Mädchen)
es Richermanns krige Aach-Stdt.
Die hant ken K. noch (of) Küken NBerg, SNfrk, Klevld, —
noch Rend Sol, Eusk, —
of Kenn (Angehörige) Bergh-NEmbt, MGladb-Liedbg [andere allitterierende Formel:
met K. on Kegel Verbr.;
met K. en Krevel Eup].
Die hät manch kenem K. en Botterramm geschmeərt spottend von einer kinderlosen Frau, die vom Sparen u. dem Haushalt am meisten verstehen will Sieg-ODollend.
Die lo (die vornehme Frau mit einem Schosshündchen)
hat ach liewer en Hindchen äs wij en K.chen Saarl-Berus.
En dutt (totes)
K. hot e lewiges an der Hand so tröstet man die Mutter, die ein totes K. geboren hat Trier-Schleidw. — RA.: über K. im Verhältnis zu
Mutter u.
Vater: Mor (Mutter)
un K. ös en Döngk Köln-Poulh.
Het ös ge (kein)
huffärdiger Dengk äs en Mor möt et iərschte K. SNfrk.
Es de M. noch so ärm, deckt (hält) se doch de K.ər wärm Mörs, Rees, Köln.
An (eine einzige)
M. zeiht neinerlei K.ər May-Trimbs, —
treck sebberelei K.ər LRip.
En ful M. treck flissege K.ər Schleid, Bergh. Wer war das? Antw.:
Seiner M. hir K. Wittl-SpangDahlem.
Du host deiner M. et K.che gestohl! zu einem Jungen, der das Hemd aus der Hose hängen hat Goar-Weiler.
Dat send ärm K.ər, die kene Vater on ke M. mih han Rip, Allg.
Dat es M. (Vater) si K. Mutterkindchen Allg.
Et K. es percis si Vadder (M.), — glicht si V., als of et us et Gesech (Auge) geschneə wür Aach, Allg.
E fi (fein)
(got, schön) K., wat no se M. (V.) art (artet) Eup, Aach, Monsch, Geld.
Wie de Eldere, so die K.ər MGladb, Allg.
Et Wer (Wetter)
kennt me an de Wöngk (Wind)
on de Modder an et K. Kemp-SHubert, Kref-Osterath.
Bie (wie)
et Werrer es, seiht mer am Wänd (Wind)
; bie der Varrer es, seiht mer am K.; of de Her got orrer schlecht, seiht mer on de Mod on seiht mer om Knecht Neuw-Maischd.
Dat K. hät ene luse (schlauen)
Vatter es ist schlau Köln-Stdt.
Mer muss singe K.ər nen ale V. verwahre damit sie versorgt werden
ebd. We Ellersch of K.ər verocht (verachtet),
schnitt sech selver de Nas ut et Gesecht Heinsb.
E kla K.chen, e gut Stönnchen (Stündchen) sagt man von einer Grossmutter, wenn sie mit dem kleinen Enkel spazieren fährt Trier.
Et wird sess (6)
K.ər sur, ein M. te ongerhaulen (unterhalten)
; äwer ein M. fodert (füttert)
sess K.ər Sol;
en M. kann beter söwe K.ər onderhalde as söwe K.ər en M. Klev, Allg.;
ene V. kann beter twelf K.ər ongerhaute as twelf K.ər ene V. Selfk, Allg.
Klen K.ər treden (
dangksen Schleid)
der M. of de Schoss (
op de Schlepp Klevld,
de Schötz Rheinb-Queckenbg,
of de Zieh (Zehe) Koch-Poltersd),
grossen of et Herz Trier, Allg.
Kle K.ər treəne ene op de Föss, gruəsse op et Lif Aach-Merkst;
kl. K. ligen einem om Schuss, gr. om Hetze Köln-Stdt.
Wo fingk (findet)
mer K.ər, der vestonn (verstehen),
we se der M. zo Hetze gonn! Köln-Stdt.
Sen die Kenn noch klän, dann hot mer klä Kreiz; sen se gross, da hot mer gros Kr. Bernk-Stipshsn, May, Saarbr.
Klen K.ər, klen Sorge (Led), grusse K.ər, grusse Sorge (Led) Rip, Allg., —
Las(t) Simm, Sieg, Ruhr, —
Basch (Barst) Sieg-Leuschd, Waldbr.
Kle K.ər, grusse Onrauh Rheinb-Queckenbg.
We K.ər hät on Veh, de hät emmer Led Kref-Osterath.
We K.ər hät, bruch net ‘
Maas’
ze schreie, ih he övver de Rheng (Rhein)
es Dür-Gürzenich.
Wer singe K.ər git et Brut un lick (leidet)
dann selver bettere Nut, es wert, dat in schleiht der Düvel dut Köln-Stdt.
Wenn de Modder der K.ər noch miəhr hät, da könn se dech op de Meste setzen Altk-Fischbacherhütte.
Geh hemm (heim),
dei M. zihlt de Kinn, et fehlt e halb Dotzend! Nahe.
Dat freiche K. ös senger Mo (Mutter)
ne Näl (Nagel)
op de Dudelad Köln-Berrenr, Allg.
De K.ər sin grot, Vader en Moder, was gej mar dot! Klevld, Kemp, Elbf.
Wann den Alen de Oge zogohn, gohn se den K.ərn op dann merken sie erst, wie schwer das Leben ist Sieg, Allg.
Freud satt, sät et K., morge wörd mi Modder begrave Rip (o. O.). —
Et K. mott (wellt) ene Nam häbbe für eine leichtsinnige Handlung hat man bald Gründe; gesagt auch, wenn man eine Entschuldigung hört, wovon man vermutet, dass sie der Wirklichkeit nicht entspricht Mörs, Nfrk, Rip, Birkf;
mer moss et K. beim richtige N. nenne Kobl, Allg.;
dem K. en anern N. gen eine Sache (etwa eine Bestrafung) verschleiernd nennen Bitb.
Lef K.ər hant vöəl N. Selfk, Allg. (zahlreich sind der Kosen. für kleine
K., wie
Brutschelchen, Bubbelchen, Bubbes-chen, Bümmes-chen, Bunnes-chen, Butzelchen, Dabbes-chen, Dibbelchen, Diwes-chen, Ditti, Ditzchen, Dümmerchen, Drisserchen, Drutzelchen, Duckes-chen, Duppes-chen, Dützelchen, Duselchen, Engel, Fischelchen, Frätzchen, Fröschchen, Goldchen, Goldengelchen, –fischchen, –herzchen, –klumpen, Hämmelchen, Häns-chen, Happes-chen, Hätschelchen, Häufchen, Heimchen, Herzchen, Herzblättchen, Herzenkindchen, Hexchen, Hinkelchen, Hümmelchen, Hündchen, Hütschelchen, Kätzchen, Kleines-chen, Knäufchen, Knäuzchen, Knechtchen, Knüttelchen, Krüppelchen, Kunzelchen, Küttelchen, Lämmchen, Liebchen, Liebes-chen, Lipperchen, Luderchen, Mauschelchen, Mäus-chen, Mibberchen, Mitschelchen, Möbbelchen, Möcks-chen, Möllchen, Mübbes-chen, Müggelchen, Mümmelchen, Müppchen, Müsch, Mutschelchen, Muzchen, Nückelchen, Nuckes-chen, Nüselchen, Pänzchen, Picks-chen, Pudelchen, Pullchen, Pummelchen, Püppchen, Puselchen, Pütterchen, Quäckelchen, Quacksäckelchen, Quastsäckelchen, Schäfchen, Schätzchen, Schelm, Schindaas, Schisserchen, Schlabbes-chen, Schluchertchen, Schmandengelchen, Schmatz, Schmaupchen, Schmüggelchen, Schmus-chen, Schnauzchen, Schnaggelchen, Schnibbelchen, Schnuckelchen, Schnuckes-chen, Schnuddelchen, Schnulles-chen, Schnüppes-chen, Schnurrelchen, Schnützchen, Schübbelchen, Schutzelchen, Sonnchen, Spinnchen, Stämmchen, Stibbes-chen, Stinkert, Strampelchen, Ströppchen, Stubbelchen, Stümmelchen, Stümpchen, Stümpes-chen, Stüppchen, Süss-chen, Täubchen, Tierchen, Titti, Würmchen, Zatzchen, Zückerchen, Zuckerengel, –herzchen, –mäulchen, –schnüss-chen, –süss-chen, –würmchen u. v. a.). — Die kleinen K.
wachsen heran, gehen, fallen, sprechen, essen, spielen u. dies bei allerhand Unarten. RA.:
Dat K. es en der Wass (Wachsen) MGladb, —
es bal us dem Dreck (gezoge); die K.ər wassen en die Schohn (Kleder) heren Rip, Allg.;
va K. an von Kindheit an Allg.
(of Rhfrk).
Us de K.ər wassen de Löck (Leute) Sieg, Allg.;
üt Kalwer w. Kuhw, en üt K.ər Lüj Geld;
aus K.ər werde Löck Prüm, Allg.;
kleine K.ər worde grot Mörs-Xanten.
An sin K.ər kamme siehn, dat me alt werd Mörs, Allg.;
de K.ər sage enem, dat mer alt wiərd Dür, Allg.
Ander Löck (Leute)
K.ər weərde flöck (schnell)
gruss Rheinb-Meckenh.
Mit Kriten (weinen)
un Driten (scheissen)
weden de K.ər groat MülhRuhr.
Me kann eher en Kalf grot kriege sonder danze as en K. sonder schraue (schreien) Klev, Rees.
Wenn e K. op der Dösch (Tisch)
kike kann, dann sät mer wahl, et hat hondert Daler gekos (gekostet) MGladb-Giesenk.
Langksam lihren de klen K.ər gohn Daun-Tettschd;
alles falles leihren de K.ər gohn Prüm-Ihren;
met falle on opstohn lihre de K.ər gohn Rip.
Kalver on K.ər fallen üvver ihr egen Ben MülhRh.
Schwig mar, doə henge (hinten)
falle noch miəh K.ər! Zuruf, wenn ein K. fällt, um seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken Aach-Stdt.
Ennen besopenen Bur, en klein K. on en nöchter Kalf, die breken kenn Knöck (Knochen) Mörs.
Dem K. (Säugling)
de Brost (Mämm) gen Allg.
Et K. kennt sei Stinnche (Stündchen) der Säugling weiss, wann er zu trinken bekommt u. wird dann wach Simm-Horn.
Klein K.ər han weiche Beldere (Zahnfleisch) Köln-Stdt.
Jo, et sall wall egal sin, wenn de K.ər et Muəs all freten Elbf.
Wann klein K.ər we al Lück (Leute)
esse, verpänzen se sich (verderben sie sich den Magen) Köln-Stdt.
Wan mer de K.ər uch sos net zesumenbehält, beim Eəssen sötzen se an (in)
ener Reih Trier-Schleidw.
K.ər hant esu döck (oft)
Honger, wie en Mösch (Spatz)
övver et Dak flügt Erk.
Met gruəte Heəre on klen K.ər es schleit (schlecht)
Kiərsche eəte MGladb.
E got gefodert (gefüttert)
K. on e got g. Ringk (Rind)
kann en Mohlzeck (Mahlzeit)
övverschlohn Bergh-Blatzh.
Klen K.ər on Ape (Affen)
lure be anger Lüə övver der Dösch, wat se eəte MGladb-Hockst.
Speje (speiende, seibernde)
K.ər, deje (gedeihende)
K.ər Aach;
Speikinder, Deik. Köln;
göbbele K.ər, gedeihe K.ər Eup.
Mot de K.ər os et grad os wie mot er Herrestnat (Herbstnacht),
owens dreu (trocken)
on morges nass Prüm-Mützenich.
Wammer e K. im erschten Johr nit drahn will, dann muss mer 't et im zweiten J. douhn Saarl-Berus.
Et K. läuft wie e Knöjelche (Knäuel) Aach, —
ene Dilldopp (Kreisel) usf. Rip; für das erste Gehen der K. sagt man:
batscheln, bitzeln, bummeln, buseln, dabbern, dabbeln, datscheln, dinseln, dippern, dützeln, gängeln, gatscheln, hammeln, hampeln, happeln, haschteln, hatscheln, hippeln, hüscheln, hutscheln, jackeln, krabbeln, kröcheln, kruffen, läufeln, lüppern, quackeln, rätschen, rütschen, schockeln, schrankeln, stabbern, stampeln, stelzen, stippeln, stitzeln, stümpeln, storkeln, stotzeln, strabbeln, strammeln, strampeln, strappeln, strubbeln, stübbeln, stuffen, stümpern, täkeln, tappeln, tämmeln, tippeln, trampeln, trappeln, trätscheln, trippeln, truddeln, wäckeln, waddeln, watscheln, wiseln (
s. d. W.).
Et läuf e K. de Wall eraf es knurrt im Magen Köln.
Die K.ər han de Rannt her kommen oft herübergelaufen Saarbr.
K.ər un Küh lopen met, wann se wat l. siəhn Gummb-Berghsn.
K.ər sind wie Huhner; wann se emol öm et Hus gelopen sind, send se wiər hongerig ebd. Et Jongktum os geckig, sot de Frau, du sprong et K. aus der Hott (Kipe) Prü
m. das
K. babbelt at su ardig; et K. es at am batscheln, baulatschen, blatschen, braweln, bröscheln, brütscheln, druddeln, kaudern, käneln, kiweln, klappen, knautschen, knottern, köbeln, kraien, küren, kuddern, lallern, lüllern, matscheln, maulen, murmeln, muscheln, nudeln, pokern, protten, pruddeln, prütteln, puschbeln, quaken, quattern, schnäbeln, schrütteln, schwadeln, stoddeln, straddeln, struddeln, strunzen, totteln, tutteln, utscheln, wälschen, wascheln, watscheln, wäueln, wugelen (
s. d. W.).
Jed gesongd K. hät sin Schreistond Gummb-Berghsn
Wat K.ər sage, muss noch einmal gesat werde Köln-Stdt.
Froəge (fragende)
Lü geve klafe K.ər neugierige Leute schwätzen meist viel in Gegenwart der K., die alles unbedachtsam ausplaudern Aach-Stdt.
K.ər on Vollede (Bezechte) (
Besoffene Birkf)
sage de Worret (Wahrheit) Aach, LRip;
K.ər on Gecke (
Noren WMosfrk)
sage de Wohrhet Eif, Rip, Nfrk.
Klen K.ər on deck Leis (Läuse)
machen de Narre weis Prüm-Ihren.
K.ər un al Wiver künne nit schwige Köln-Stdt.
Alt Wiver on klen K.ər verroəde (verraten)
de Karte Monsch.
K.ər on Wänn (Getreideschwingen)
hant gruəte Uəhre man soll beim Sprechen vorsichtig sein Erk-Örath.
K.ər on Gecke schriwe de Nam op alle Täcke (Zweige) Klev.
K.ər on Ape (Affen)
machen alles no Monsch-Zweifall.
E brav K. lustert (folg, pariert) op der Stell Eup, Allg.
Et git Ren (Regen),
de Kinn kreischen Simm-Schlierschd.
De K.ər han et Lachen un Kreischen an (in)
äm (einem)
Sak Bitb, Allg.
Et es besser, de K.ər kreischen, als wie dat de al Leit et missen (müssen) Trier-Stdt.
K.ər on jong Höng (Hunde)
spele geər Kemp-Breyell.
K.ər Spill es K.ər Werk Ahrw-Sinzig.
Dat es so alt, dor häbben Adam sinn K.ər all (schon)
met gespölt Geld-Kevelaer.
Die hant äs K.ər met de Blotschen (Holzschuhen)
getuscht (getauscht) sie sind entfernt verwandt.
De K.ər breəke enen et Hus üver der Kopp af MGladb, Allg.
De K.ər danzen em om de Kopp eröm (om K.) Rip, Allg.
Wenn klein K.ər op et grote Hüske (Abort)
gonnt, dann falle se dur de Brell (Abortsitz) damit wird der Grössenwahn gegeisselt Kref, Köln (
s. kacken, puppen, pissen, en Bächelchen machen).
K.ər müsse nit met al Lück (alten Leuten)
en ener Reih setzen Köln-Stdt.
De K.ər musse mot den Huhnere schlofe gohn Prüm, —
modde fröhch nom Bett goəhn MGladb, Allg.
Wenn et K. schlif (schläft),
bruch mer et net ze wege (wiegen) Dür.
An de Wieg siehn könne, wenn et K. Schlop het Mörs.
Jed klen K. kennt en (lacht en aus, wess et besser) Allg.
K.ər sin gau (schnell)
kronk on och wer gau beter Selfk, Allg.
We frög (fragt)
de K.ər gross, wat se klein gedrage han! man beurteilt den Menschen nicht nach der sozialen Lage der Kindheit Köln, Mörs.
K.ər on Hong (
s. weiteres bei Hund)
hant en got Nas Wermelsk.
No hat dat K. en ander Gesech die Sache sieht nun anders aus Köln.
Dat K. hat e Gesichelche (
s. weiteres bei Gesicht, Mund, Kinn, Nase usf.)
wie e Spetzmeis-che (mager) Mosfrk.
Klen K.ər hant gruəte Uəhre lauschen gut Selfk, Allg.
Et K. mat (macht)
e Pännche verzieht den Mund zum Weinen Rip —
macht (schneid) e Scheppche Rhfrk, Mosfrk.
K.ər Herz ös noch wech (weich) Rheinb.
Et K. hät de Plack (Kräu, Grind) Ausschlag Rip, Allg., —
en Krintenbart, — es en et Krintenfat (Korinthenfass)
gefalle Gummb, —
es Pastur an de Greve (Grieben)
gewes Rip, Allg.
K.ər sen K.ər so entschuldigt man ihr unvernünftiges, oft wüstes, freches Benehmen Allg., —
un wenn se mit dem Zilinder im Bett leie Bernk-Thalfang.
Wann de K.ər allen (allein)
sen, dohn se nöcks Gots (Gutes) Sieg.
Dat K. kann neust derfir, et Haus hat et an sich es liegt im Blute Prüm-Rommersh.
De K.ər von heit (heute)
sen nit mehr gescheit Bernk-Andel.
K.ər machen K.ər-Arbicht (Arbeit) Wittl.
K.ər Werk git K.ər Garn Neuw-Dattenbg, Merz, Prü
m. Wann de K.ər Geld han, lisen (lösen)
de Kriemer (Krämer) Bitb;
wenn mer de K.ər op de Mart scheck, da lüse (krige) de Krämer Geld (freue sech de Kr., de Koflöck) Rip, Allg.;
aj (as gej) K.ər scheckt, verdiene de Koplüj Emmerich.
Wemmer K.ər scheckt, krit mer K.ər wear (wieder) NBerg, Ahrw, —
krit mer K.ər-Besched (Bescheid) Eusk;
wanmer selver geht, kriet mer Besched, wanmer e K. schickt, kriet mer e K. wire Simm, Birkf,
Op K.ər ös ken Verloss (Verlass) Rip, Berg.
Al (alte)
Lück (Leute)
on klen K.ər passe net en enem Dengk sind sich gegenseitig zur Last Monsch-Rohren.
Klen K.ər on au (alte)
Lü hant e (ein u. denselben)
Verstond Heinsb-Dremmen.
Wer sich mat K.ərn ofget (abgibt),
hat domat ze duhn Bitb, Allg.
Drei K.ər machen en Esel well (wild) Bernk.
Siewen K.ər, dat es schlemmer wie en Eisenbohnzesammenstoss ebd. Wer K.ər un Gecke ne Finger en de Mul stich, de es gern gebesse Köln-Stdt.
Lopende Honder (Hühner)
on ströpende (sträufende)
K.ər sind för de Nobber (Nachbar)
quoə (böse)
Denger Kemp-Breyell.
K.ər on ene Bongert (Baumgarten)
send för onger Lü (andere Leute) Kemp-Amern SAnton.
K.ər, Wiver, Water (Wasser)
on Henne gift Strit (Streit)
onger de Noəber (Nachbarn) Kemp;
K.ər on Hohnder git Str. onger de N. Berg;
dorch klen K.ər on Hohnder köt de mihschte Str. Sieg.
Wenn et K. verdronke (versoəpe) es, wöd der Pött (Brunnen)
geföllt (tugeworpe, tugemak) SNfrk, Allg.
Et Nöddigsten öt irsch, sätt de Mann, do schmerden (prügelte)
he de Frau on treckt dann öt K. ut et Küwe (Bottich) Kref.
Gebrannt (verbrannt) K. scheit et Feier Mosfrk, Allg.
K.ər ka me met en Klengigheət en Freud mache Aach, Allg., —
sagg Tisse Pup, dor ret (riss)
hei der ennen af (er furzte) Mörs-Rheinbg.
K.s Hungk (Hand)
es gau (schnell)
gestellt Aach-Merkst.
Jedem si Del un de K.ər beide Hänne vull! Ess.
Der lit (lügt)
ebbes sesamme, das kammer käm kläne K. in die Hand gewe Saarbr. — In
Vergleichen, in denen das Tun Erwachsener mit dem der K. gleich gesetzt wird, tritt das Verhalten der K. ausserdem hervor.
Die es doə wie K. e jen Hus von einer Magd, der eine gute Behandlung zu teil wird Aach, Allg.
Fruh wie e K.; he kann sech freue wie e K. Rip, Allg.
He kresch (weinte)
wie e K. Rip, Allg.
Hen stäht lo ewie e K. beim Dreck betroffen Mosfrk, Rhfrk, —
e K. beier gebrochener Oligsflasch Koch;
he stellt sich be e beschesse (besech) K. May, Allg.
Er es noch schlemmer wie e (klä) K. Birkf, Allg.
Mer muss hean fidere (füttern)
wie e klen K. Bitb, Allg.
He kickt (schaut)
wie e neu K.che verdutzt Aach-Merkst.
Hen schwätzt wie e K., dat Zihn (Zähne)
kriet Saarbg.
Hei hät alltit (alle Zeit)
sin Best gedohn as en K.jen in de Wieg nichts Berühmtes geleistet Klev, Rees.
Onschöldeg wie e neugebore K. Rip, Allg. — Auch die bezeichnenden
Beiwörter verraten das Urteil über das K.;
en goldig (fein, staats, nett, schlau, klok, flisseg, alert, wibbelich, wiselig u. alle andern gute Eigenschaften)
K. Allg.;
en K. zom Fortsteəhle Erk;
en schwach (armselig, spinzig, domm u. alle andern schlechten Eigenschaften)
K.; en K. wie en Pöppche Rip, Allg., —
e Löuchelche (Loch) drollig Schleid-Hellenth, —
en Wolk kräftig Aach, —
e Döppche ruhig Schleid-Hellenth, —
ene Düvel nichtsnutzig Rip, Allg.;
et K. lit doə wie ene Prenz ist schön gebettet Aach, Allg.;
dat es en Ös-che (Aas)
van e K. gewandt Rip, Allg.
Hät di Modder noch miəh su luəs (schlaue)
K.ər? Zurechtweisung für ein vorlautes K. MGladb.
En domm K. het wennigstens Utsecht, ault (alt)
te weren Elbf.
De faulst Eldern ha manchmol de allertst (regsamsten)
K.ər Trier-Stdt.
Dem koddste (bösesten)
K. git mer den decksten Appel Köln-Stdt. — K.
besonderer Herkunft: Rike (reiche)
Lüt K.ər en ärm Lüt Hout (Holz)
sin gau (schnell)
gruət MGladb-Viersen, Selfk, Kemp, Mörs;
riche Löcks K.ər on ärm L. Rengder (Rinder)
wiərde net fett Dür-Gürzenich, —
sen fröh rif Sieg, Erk, —
sen gau (schnell)
(fröh) gruət MGladb, Nfrk, Berg, —
were schwinn alt Simm, —
sen, mag lech (leicht),
alt genog Rheinb-Meckenh, Ahrw-Vettelhv, Köln, —
send bald bestad (verheiratet) MGladb, —
were am erschten abgesetzt Kreuzn.
Riche Var, riche Mur (Mutter),
riche K.ər MülhRh.
Ärme Lücks (Leute)
K.ər stonn hinger (hinter)
der Dör (Türe) Köln-Stdt.
Schmidds K.ər sin de Funke gewännt (gewohnt) Köln-Stdt.
Möllersch Renger (Rinder)
on Pastursch K.ər gewen, wa se got geroden (geraten),
got Vieh Sol.
Schaulmesters K.ər un Pastors Köuhe däuht schlecht geroən Ess.
Parrersch Kinn on Millersch Kih gerode selde oder nie Hunsr, Nahe, —
wenn se gerore, gibt's gut Vieh Kreuzn.
Kop (kaufe)
dinnes Nobers Rengk (Rind)
on frei dines Nobers K. (dann wesste, wat de fengs (findest)
) Elbf, Verbr.;
hirot Nobesch K.ər on gelt ärm Lütts Renger Neuss-Kaarst.
Die gonnt tesame (verdrage sich) wie de K.ər van Ophoəve (Heinsb-Ophv) (die Bewohner von Ophv leben in ihrem Wallfahrtsort friedlich nebeneinander u. können ihrer Nachbarschaft als Muster dienen) Heinsb.
Nüsser (Neuss)
Wengk (Wind),
Düsseldörper K., Ratinger Perd sind kene Heller wert Düss-NKassel.
De geht met de wette (weissen)
K.ər im blossen Hemd Kemp-Dülken. —
Behandlung u.
Zucht der K.
K.ər sen och Leit (Leute) man soll sie achten, nicht misshandeln, wohl pflegen u. verstehen Trier.
Lihr et K. kenne, on duə wiərsch de Minsch verstohn Bo-Dransd.
Dat K. es mich a jen Hatz (Herz)
gewasse Aach, Allg.
Better (besser)
en verdorwen Joəhr as en v. K. landwirtschaftliche Arbeit muss hinter der K.besorgung zurückstehen Gummb-Berghsn.
Jeder lof (lobt)
sing K.ər wie der Bor sing Rinder Köln.
Klen K.ər han got Schötzengele Sieg, Allg.
Wie mer de K.ər gewännt (gewöhnt)
(trick, zieht), su hät mer se Rip, Allg.
K.ər optrecke es al (alte)
Schold bezahlt Dür-Gürzenich.
K.ər on Blome welle gefleg sen ebd. Beisser Röngder (Rinder)
zehje (ziehen)
as wie K.ər z. Schleid-Hellenth.
Treck K.ər op, treck jung Hung (Hunde)
op! Köln-Stdt.
K. verwahre es e Engelsgeschäf Dür-Gürzenich.
Wemme jong es un wemme alt es, mutt me de Küh hüən (hüten)
un K.ər verwahren Gummb-Berghsn.
K.ər mutt me dürchen (durcheinander)
hüən im Freien sich tummeln lassen
ebd. De Eldere ertrecke net de K.ər, mar de K.ər de Eldere MGladb-Rheind.
We wellt han e schön K., verwahr et för Mäərzluət (-luft)
on Aprelwengk (-wind) Aach, Monsch
(Mäərzsonn en Aprelswengk verschängeliert männich Moddere K.). Völ a de K.ər leəge den Kindern eine gute Erziehung zuteil werden lassen Aach, Allg.
De löss de K.ər alles zo hat für ihre Verfehlungen kein tadelndes Wort Rip, Allg.
Men kann de K.ər eins kleiden, äwer nit eins sennen Sol-Merschd.
K.ər kamer wohl en al (alte)
Hauf (Haube)
opsetzen, awer kan ale Kop Trier.
K.ər on au (alten)
Lü mott me der Well duəhn Heinsb.
Wa mer de K.ər de Wellen däht, kreischen se net Bitb, Allg.
Kälwer on K.ərn darf mer de Wellen nöt duhn Trier.
Et es beter, dat e K. emol miəh schreit, äs dat et enne Lupplänger (Nichtsnutz)
wöd MGladb-Odenk.
Mer kann eher en Kalf grot kriege sonder danze als en K. sonder schraue (schreien) Klev-Goch.
De Kər. könne (ihr)
Well steəht henger gen Dör (Türe), —
jene Dörestill (Türenpfosten) Aach, MGladb, Erk, —
stich en der Hötte Köln, —
steht en de Holzhött Bergh-Blatzh, Sieg-Müllekoven, —
stich en der Rot (Rute) Köln, Sieg-Ägid.
Klen K.ər stonn an de Wand Sieg-Müllekoven.
K.ər, die wat welle, die kriege wat för de Belle (Oberschenkel, Arschbillen) Rees, —
on welle se dann noch wat, kriege se ok noch wat för't Gatt (Arsch) Geld-Kevelaer, —
wollen, kr. wat op de Bollen Ess.
Je liewer et K., je schärfer de Rut Mos.
De Rot mät (macht)
de K.ər got Köln-Stdt.
Mer moss Holz op de K.ər legen Saar, Eif, Ahr.
K.ər on Stockfesch messen gekloppt gen Daun-Strotzbüsch.
Nuətbom (Nussbaum),
K.ər on Hong (Hunde)
duəhnt irscht reichde Düəcht (taugen erst),
wann se op der Tit (Zeit)
geprüəgelt weərde Heinsb.
K.ər un Höng (Hunde)
mutten (müssen)
meh Schläg han as Broət te fretten Gummb-Berghsn.
Den K.ərn mutt van der iərschten Tit an der Frack (Eigensinn)
utgedriwen weren Gummb-Berghsn.
Peərd ohne Tung (Zaum),
K. ohne Rot deht zo Leəvendag net got MGladb-Korschenbr, Bernk-Bruchw.
Bei K.ər gihn kan Streich verlor als die, die dernewigt gihn Trier-Stdt.
Send de K.ər stot (stolz),
dann bruk Berkenhot (Birkenholz)
! Heinsb-Karken.
Wann de K.ər kriən kein Töck (Schläge),
dan sprangen se an de Loft wie die Rihböck Trier-Schleidw.
Wenn de K.ər schreien im't Brot, holl de Kneppel un schlah se dot! Bernk-Commen.
Liever sieve Mol de Häng (Hände)
en der Dreck steəke, as ens onger Lüts K.ər schloəhn Kemp.
Me schleəht enge Düvel us de K. en zeng (10)
dren Aach, Rip.
K.ər on Messingdöppcher sein et selwe; je mih Knüpp se kren, desto winniger sein se wert May.
Dat sen ärm K.ər, wu de Aue (Alten)
Mester send scherzw. von ungeratenen K. Heinsb, SNfrk.
Wo de K.ər Mester send em Hus, han de Eldere necks ze sage Dür-Gürzenich.
De K.ər de Mote (Mass),
de Begierliken öhr Del (Teil) Dinsl-Gahlen.
K.ər on Kalver git mer de Moss Bergh-Happend.
K.ər misse worde (warten),
bes se gefragt gen Trier, Allg.
De K.ər sollen net schwätzen, bos den Hond mot der Ax kennt, da sollen se son: leg se nidder! Prüm-Ihren.
Klä K.ər kenne von allem esse, brauchen awer net von allem ze wessen Saarl-Niedaltorf.
De K.ər sollen net wessen, wann de Papp Geld hot man soll nicht alles in Gegenwart der K. sagen Saarbg-Nittel.
Lot (lass)
sek de K.ər met den Nägel kratzen, die enn gewassen sind, dat hant vie ok mötten donn! man soll den K. das Fortkommen in der Welt nicht zu leicht machen Elbf.
Mir (der Frau)
rech, mingem Mann rech, dann wird et de K.ər och wahl rech sen ich bin ganz damit einverstanden Sieg.
Mer let (legt)
de jüngste K.ər zoersch op et Bett Köln-Stdt.
Dat j. K. mutt me klen halen man muss es lange Zeit im Hause halten, damit man lange etwas von ihm als Hilfe im Haushalt hat Gummb-Berghsn.
K.ər, Höng (Hunde)
un Huhner kann me nich em Garen (Garten)
brucken Gummb-Berghsn.
Öm K.ər un Huhner güt et den mehsten Strit Gummb-Berghsn.
Git (ihr)
mutten ink (euch)
verdragen äs Körfkes K.ər! zu K., die sich zanken Meiderich.
Van ondögetege K.ər wärd Seip (Seife)
gemackt! zu unartigen K. Eup.
Measser, Scher, Gowwel on Licht dagt fir klan K.ər nicht! Warnruf Koch-Laub, Verbr.
Wart, üch K.ər schleht de Pastur enen glöhnigen Nagel en de Kopp! so macht man die K. vor der ersten Beichte bang Rip, Allg.
He mackt en Gesech, do soll me de klein K.ər met no Bett driwen Mörs, —
als wenn e de K.ər bang mache wull Grevbr-Kapellen, Allg.
Dat K. as gut, fir de aner K.ər ferten (fürchten)
ze duhn es ist sehr hässlich Bitb. Wer war das? Antw.:
Der, wo dat K. gefress hat ohne Senft Ottw-Kairen, Saarbr-Dudw.
Et as en oarm K., on wann et en Hot (Rückentragkorb)
voll Brut hätt Bitb-NWeis.
Loss dat K. gewerde (en Rauh)! Rip, Allg.
He deht kenem K. jet te Led MGladb, Allg. — Im
Kinderld. (mit kurzer Auswahl). In Wiegenliedern,
z. B. schlof, K.che, schlof usf.;
haija, süsa, Kinneke usf.,
ninanne, K.che usf. (
s. d. W.);
schwieg, K.che, schw., de Modder es no gene Dik (Teich) usf. Eup;
heio, bobeio, schlah's Bibelche (Hühnchen)
dot; et let mer ka Eier un frisst mer mei Brot; da ropp ich em all die Ferercher aus un mache meim K.che en Bettche draus Simm-Laub, Verbr.;
heija, K.che, ich wege dich, alle die Engelcher holle dich en dat defe (tiefe)
Külche (Grube),
Zöckerche en et Mülche usf. Bergh;
en de Wade Bände (Wiesen),
do zänke sich die Ende der ganze Dag, dat dat K. net schlofe mag; wie hesch (heisst)
dat K.? Gölde K., Äppelche, Bäppelche, Buchfenk Jül-Langw. — In Koseliedern,
z. B. dit Fäutchen (Füsschen)
un dat F. gingen (leipen) tesamen öwer den Rhin, wo se backen, wo se bräuen, wo se ale (alte)
Schouh (Schuhe)
verneuen, wo se schlachten fette Schwin; do sall unse K.chen Koch (Brut Braut)
sin Gummb;
turrelure Lies-che us Klappergass, hat dat K.che dat Hembchen (Hemd)
esu nass, hant die schelme Jonge gedoəh, hant dat K.che net pesse losse goəh Aach-Stdt;
en liewer Mann, ene süte M., ene M. von Komplesante, hei rührde de Papp en wiegde dat K. en litt (liess)
sin Frauwke wer danze Klev-Üdem. — Im Heischeld.
Kloppe, kl., Rengelche, he stohn zwei arm K.ərche, get enne jet oder lott se gohn, de Hemmelsdür soll offen stohn, firosameia! an den drei Donnerstagen vor Fastnacht Monsch. — Im Kindergebet.
Ek bön en K.schen so klein, ek drag minn Krützken allein, ek woll so gern no dem Hemmel fahren, ek woll minn Vadersch Hus bewahren; liewer Her, komm van bowen her, gef mech Kos (Kost)
on Kleər (Kleider),
Hemmelrik, amen, on dann nit mehr, amen! Mörs, Neuw. — In
Spottversen. Du bös e K. van der Erde, watsde noch net bös, dat kannste noch werde! Grevbr-Otzenr.
Lief K. van min Hart (Herz),
hatt ek en Pär (Birne),
kreg gei de Start (Sterz)
! Geld-Schravelen.
K., wehr mer ens dat Rengk (Rind),
da kris de och e Stöck Schenk! Monsch-Rollesbr.
Leg dat K.chen in de Won (Wagen),
ennewännig, bonnewännig, modden (mitten)
dron (drein)
! Bernk.
K.ər, bet (betet)
öch, Vadder es an't supe (stehle)! Selfk. — Im
Rätsel: Morges op ver (vier),
meddes op twei, oves op drei? der Mensch als Kind, Mann, Greis MGladb, Allg.
En isern Hus, en i. Dür, do steiht de hülte (hölzerne)
Jokob für? ein K., das das Feuer anzündet Mettm-Cronenbg.
En hohl Modder on en lange Vadder on en dick, fett K.? Butterfass mit Butter Bernk.
Perer (Peter)
soss of der Brick un Piff (so hiess sein K.);
P. piff nit, un doch sos P. uf der Br. un Piff Bernk-Rhaunen. — Im
Volksgl. Blühen die Ginster oder Haselstauden reich, gibt es im folgenden Jahre viele K. Allg. Ein K., im April geboren, wird arbeitsam u. verschwiegen, heiratet zu rechter Zeit u. erlangt ein ehrenvolles Alter Köln; ein K., am Kirchweihfest geboren, ist ein Gast, der immer bei uns bleibt mMos. Hat ein K. lange Finger, so wird es gross Allg.; hat es eine hohe Stirne oder zwei Knüppchen im Nacken, wird es klug Koch; dasselbe, wenn es zwei Kopfwirbel hat Allg. Kleine K., noch nicht getauft
(Pannestielchen), dürfen von Fremden, bes. Weibern nicht gerühmt werden ohne Gefahr für das K. Allg.; geschah es doch, so musste die Mutter, wenn auch nur still für sich, sagen:
Leck mein K. im Arsch! früher allg.
K.ər, die nit för de Döpe (Taufe)
schreien, schr. desto meahr noher Elbf, Allg.
Me mott en K. nit bei den Nam rupen, eh et nit gedöp (getauft)
ös Mörs.
Wenn e K. störf on en ongert, dat dernoə geboəre wird, krit derselve Nam, dann wörd dat och sterve Kemp, Allg.
En K., wat för 'n Johr wad geschoren, wor nötter (nützer)
nit geboren Ruhr.
Klen K.ər soll mer et iərschte Mol net us ene kapottene Wäschkomp wäsche, angersch pische se en et Bett Grevbr, Verbr.
Wenn de K.ər Drüse hant, soə (soll)
me se nicks van ene halve Kopp (Schweinskopf)
geəve Heinsb;
klen K.ər soll mer nicks van en h. K. g., sons donnt se sech emmer besevere (beseibern) Grevbr-Hochneuk. Wollte ein K. nicht an der Mutter trinken, so wurde es an einen Grenzstein getragen, an dem drei Grenzen zusammenstiessen, mit Nennung der drei hl. Namen um diesen herumgetragen u. dann bei der Heimkunft ein Kreuzschlüssel dem Kinde in den Mund gesteckt u. umgedreht, als ob man ein Schloss öffne; sollte ein K. entwöhnt werden, so wurde es ebendort auf den Grenzstein gelegt, es wurde wohl auch ein Stück des Steines abgeschlagen u. mitgenommen zur Besserung der Wirkung; wollte ein K. nicht ruhen, so wurde ihm ein Gebetbuch, in welchem ein Morgen- u. Abendsegen enthalten war, unter das Kopfkissen gelegt; ebenso geschah es auch mit der Bibel, nachdem vorher ein Kapitel aus derselben vorgelesen worden war, auch wurde dieselbe nach Verlesung eines Kapitels aufgeschlagen über Nacht auf dem Tische liegen gelassen; wo ein kleines K. im Hause war, durfte man nicht weggehen, ohne sich gesetzt zu haben, da man sonst dem K. die Ruhe nahm Birkf.
Lache de K.ər em Schlof, spille se möt den Engelche Rip, Allg. Niesen kleine K. viel, so werden sie alt Koch. Kluge K. werden nicht alt Allg. (
Vügel, die su fröh flöte, krig de Katz Rip, Allg.). Kleine K., die die Hände zusammenlegen, sterben gern Koch.
Mer muss de K.ər nöt Engelchen nennen, sos sterwen se bal (bald) Trier. Lacht ein K. vor sechs Wochen, so lacht es sich in den Himmel Koch. Hat ein K. die Blumen sehr gern, so kommt es früh in den Himmel
ebd. Spielen die K. gern Prozession oder beten sie auf der Strasse, so stirbt bald einer in der Gemeinde (
vertehn (14)
K.ər goəhn betend zum Troste eines Schwerkranken Kemp-Dülken). S. auch Haar, Nagel, Zahn, Mar, Gichter, Krämpfe, Mangel, Gelbsucht, verwachsen, Nachtbrand, Abnehmen, Wechselbalg, Wickelschnur, Nabel, Pate, Taufe. — b. von Erwachsenen. α. die Eltern nennen ihre Nachkommen auch noch ihre K., wenn diese voll mündig u. schon alt sind; so sagt der 80jährige zum 60j. Sohn:
du bes meng K. on blifs meng K. on hes mer ze pariere; ech schlohn dech noch öm de Uhre, on wann de 60 Johr alt bes, du bes meng K.; das jüngste von mehreren Geschwistern behält oft den Namen
K. fürs ganze Leben;
us K. Rip, Allg. — β. vor Alter Schwachsinnige
sen K.ər, — de renste K.ər. RA.:
Menste, ich wör e K.! ich wäre so unerfahren Rip, Allg.
Jong e K., on alt e K. Kemp, Kref, Geld.
Al Lück (alte Leute)
sin zweimol K.ər Köln-Stdt. — γ.
K.ər in Ausrufen der Verwunderung;
K.ər, wat hammer en Freud! Rip, Allg.;
dir lefste K.ər! Bitb;
ihr Lü on ihr K.ər! Siegld;
dir K.ər un (dir) Leit allegore! Bernk, Mosfrk;
oses K.ər! Prüm-Nimsreuland;
Jesses (Hosses), K.ər! Rip, SNfrk;
och, Jösses, K.ər Deies; Krestekenger Dejes! Aach;
Jösses, K., Hölp on drei (on Hop)! Kemp-Süchteln
o, jömmich, dau K.ər Deies! Eup;
Jonges, K.ər! MGladb, Erk, Düss;
K.ər, au! Grevbr, Erk;
K.ər, hau! Dür-Birkesd;
K.ər hohl! Heinsb-Tüddern;
Hölp, K.ər, et brennt! Rip, Allg.;
höləpes, K.ər, noch! MGladb;
lef Hetze (Herzen)
K.ər noch, nu schlag doch lang hin un stangk (steh)
kutt (kurz)
widder op! Neuss-Nievenh;
K. Goddes! Aach;
klen K.ər on al Lü, wat sönd os Mädsches all gruəte Fraulü! Ausruf über das schnelle Wachstum Grevbr-Wickrathbg;
K.ər on all Lüt, wat sind os Döter (Töchtern)
Fraulütt! Erk. — δ.
ke·n.ə (Demin.)
n. Lieblingstochter Saarl. — ε.
Kenner Neckn. derer von Neuw-Rengsd Ehlschd Elgert, Wittl-Lüxem.
Elger K.ər Neckn. derer von Neuw-Elgert;
E. K., Nerrehunnefeller (NHonnef)
Renner (Rinder)
! Dat Müllmer (Schleid-Mülh)
K. ha en't Kes (Kiste)
gedresse; botz et af, et es kei Gef! Ärme Kengk von Dereswiler (Dür-Derichsw)
hät noch necks gegesse; de Motter hot Eərpelzupp gekouch, konnt et gar net esse! K.ər vo Enge (Jül-Inden),
könnt ihr got senge? — ζ. in der Wend.:
Sich lef K. mache sich einschmeicheln Rip, Allg.;
sech e got K. m. Kobl-Ehrenbreitst;
sek moj K. m. Klevld. — 2. übertr. a. Pflanzen. α.
Kinneken in de Wieg gefleckter Aron, arum maculatum Mörs, Mülh-Ruhr, Dinsl, —
in de Pack Klev, Rees, —
in de Weckel Mörs-Xanten, —
in de Decke(s) Geld-Schravelen, —
in
der Wengel (Windel) Heinsb-Porselen. — β.
lef K. Klatschmohn, papaver rhoeas Eusk. — γ.
Kengche Strauchbohne, weiss u. rot gefleckt Eusk-Friesh. — δ.
Kinder Auswüchse an Kartoffeln Eusk-Weingarten. — b.
Kindche Gebildweck zu Nikolaus oder Weihnachten Bernk, Zell. — c.
Kindchen, Kinnche Pupille im Auge, eigentl. das verkleinerte Spiegelbild darin Goar, Simm, Kreuzn, Birkf-Bundenb, Wend-Heimb, Saarl, Merz, Saarbg-Eft Körrig, Trier-Crettnach, Zell, Koch, Kobl, May, Aden-Arb, Ahrw-Westum;
Keng(k)che, –i- Monsch-Kalterherbg, Bo, Köln, Bergh-Berrend, Dür-Merzenich, Jül-Engelsd, Aach-Brand Büsb Walh Würselen, Erk-Houverath, Eup-Raeren;
Kinkə Heinsb-Tüddern;
Kingk Geld-Westerbroek (
s. Synon. bei Pupille);
e (gruss) K. em Au; et K. em Au Allg.;
Kengcher kiken in die Augen sehen Aach-Brand;
ich kratzen (krigen) der de K.cher us de Oge! Ausdr. höchster Gereiztheit bei Weibern Köln, Bo. —
d. der Wochemann met sechs K.ərn (sechs Tagen)
es gestorwen sagt man beim Einläuten des Sonntags Merz. — e. bei Kindersp. α.
K.je verkoupe Wettlauf um einen Kreis Eup. — β.
Kindches ein Ballsp.; in die Erde werden soviel Löcher gemacht, als Spieler vorhanden sind; jeder erhält ein Loch; jetzt wird mit dem Ball abwechselnd nach den Löchern geworfen; kommt nun ein B. in ein L., so muss der Besitzer des B. nach den andern werfen; wer getroffen wird, bekommt ein
Kindchen einen Stein; wer zuerst eine bestimmte Anzahl hat, wird
gepombelt d. h. jeder wirft fünfmal mit dem Ball nach ihm Neuw;
Kindche Jül.