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Vaterschaft

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
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11
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10

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Vaterschaft

Bd. 19, Sp. 1018
Vaterschaft (Paternität, lat. Paternitas), beruht entweder auf der Zeugung, sei es in oder außer der Ehe (eheliche oder natürliche V.), oder auf dem Rechtsgeschäft der Annahme an Kindes Statt (s. d.). Sowohl das Kind als dessen Mutter kann auf die Anerkennung der ehelichen V. mit der sogen. Paternitätsklage klagen, wenn solche verweigert werden sollte. Als ehelich und von dem Ehemann erzeugt gilt jedes Kind, das während der Ehe erzeugt ist: Pater est, quem nuptiae demonstrant; Erzeugung während der Ehe wurde nach gemeinem Rechte dann angenommen, wenn das Kind nicht vor dem 182. Tage nach Eingehung und nicht nach Ablauf des 10. Monats nach Trennung der Ehe geboren ist. Diese Rechtsvermutung konnte nur durch den Beweis entkräftet werden, daß das Kind von dem Ehemann nicht erzeugt sein könne, z. B. wegen Abwesenheit desselben. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ist nicht notwendig, daß das Kind während der Ehe erzeugt sei. Es genügt, daß es nach Eingehung der Ehe geboren ist und der Ehemann innerhalb der Empfängniszeit, sei es während oder vor der Ehe, der Frau beigewohnt hat. Näheres s. Kind, S. 4. Mit den in Deutschland geltenden Bestimmungen stimmt im wesentlichen das österreichische Recht überein; nur haben uneheliche Kinder nie ein gesetzliches Erbrecht nach ihrem natürlichen Vater; der ihnen gegen diesen zustehende Anspruch auf eine dem Vermögen der Eltern angemessene Verpflegung, Erziehung und Versorgung besteht aber auch gegenüber den Erben des Vaters (Verlassenschaftsschuld). Die Unterhaltungspflicht des Vaters dauert so lange, bis das Kind sich selbst einen dem Vermögen beider Eltern entsprechenden Unterhalt beschaffen kann. Unter Pflicht zur Versorgung kann verstanden werden Leistung eines Beitrages zum Antritt eines Gewerbes od. dgl., wodurch das uneheliche Kind sein Fortkommen findet; vgl. § 137, 138, 155–171, 179–184 des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches. Nach französischem Recht ist jede Klage gegen den außerehelichen Erzeuger und jede Erörterung der außerehelichen V. untersagt (»La recherche de la paternité est interdite«).
2082 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    vaterschaftstf.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +1 Parallelbeleg

    * vaterschaft stf. Trudp. 1 Eckh.i,ii Parad.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    VaterschaftDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Vaterschaft , Mz . u. die Eigenschaft, der Zustand, da man Vater ist. Seine Vaterschaft läugnen, läugnen daß man Vat…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Vaterschaft

    Goethe-Wörterbuch

    Vaterschaft [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Vaterschaft

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Vaterschaft , Paternität , öffentlich anerkanntes Zeugungsverhältniß von Vater u. Kind. 1) Die in der Ehe gebornen Kinde…

  5. modern
    Dialekt
    Vaterschaftf.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Vaterschaft f. : wie schd. 1. Er hot (bei dem außerehelich geborenen Kind) die Vatteʳschaft aⁿerkenne misse [LA-Gommh, v…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vaterschaft

5 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von vaterschaft 2 Analysen

vater + -schaft

vaterschaft leitet sich vom Lemma vater ab mit Suffix -schaft.

Alternativen: vat+-er+-schaft

vaterschaft‑ als Erstglied (3 von 3)

vaterschaft als Zweitglied (1 von 1)

gevaterschaft

Lexer

gevater·schaft

ge-vater-schaft stf. BMZ gevatterschaft Wolfr. Wig. Ms. j.Tit. 1928. Münch. r. 429. Anz. 7,245. dô wart diu g. zwischen den Diutschen entran…

Ableitungen von vaterschaft (1 von 1)

gevaterschaft

Lexer

ge-vater-schaft stf. BMZ gevatterschaft Wolfr. Wig. Ms. j.Tit. 1928. Münch. r. 429. Anz. 7,245. dô wart diu g. zwischen den Diutschen entran…