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Muffel

mnd. bis Dial. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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19 in 13 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Muffel

Bd. 5, Sp. 1351
Muffel m. [f. Siegld, Bernk-Neumag]: diese zu Muff 1 a gestellte Abl. gilt in Geld, Mörs (u. abseits Klev-Calcar), Heinsb-Karken Millen Saeffelen, Kemp, Kref, MGladb, Grevbr, Neuss, Eup, im gesamten Rip (u. Wippf-Engelsk, Gummb-Homburgisch) u. lrhn. über Aden nach May, Kobl, Koch, Moselorte von Zell, Bernk, Trier, Wittl, Daun; dann an der Saar, vereinzelt in Bitb, Prüm; rrhn. in Neuw, Altk, Siegld, u. zwar -uf-, Pl. -y- (seltener mufələ), Demin. myfəlχə(n) [-o-, Pl. -ø-, Demin. møfəlkə, –- im sndfrk. Geb., dann vorzügl. in Aach, Jül, Monsch, Malm, Westerw, Siegld; dann -o-, Pl. -e-, Dimin. mefəlχən vielfach in May, Saarbg, Merz, Saarl; --, Pl. -ø- Eup; -ū·ə.-, Pl. -ȳ·ə.- MGladb-Viersen; -ūw- u. -ūv-, –ūəf-, Pl. -īə- Saarbg-Beuren Bilzing Fisch Rommelfang, Trier-Stdt, Bitb-Dahlem Speicher; -ō- Pl. -ē- Prüm-Heckhalenf Ihren, Malm-Vith, Bitb-Beiling; -ō-, Pl. -- Grevbr-Belmen, Neuss-Büttgen, Aach-Walh; -øf-, Pl. -ələ Grevbr-Jüchen, Elbf, Gummb-Homburgisch, Sieg-Eisb (u. -u-), Ahrw-Sinzig (u. -u-), Neuw-Segend; -y- Koch-Bruttig, Eusk-NDrees; -øy- Monsch-Hargat. — Wenn auch bei diesem Geb. jedenfalls nach dem deutlichen Vorstellungsgehalt der Sprechenden Mundvoll > muntfəl > mufəl [Köln-Stdt hat auch neben mufəl noch mymfəlχə] mitsprechen wird, so möchte ich für das Rip, Nfrk (s. o.) doch Abl. zu Muff annehmen oder onomatopoetische Bildung zu muffeln = mummeln (essen); für die mosfrk. Geb., an deren WRand in Daun, Prüm, Bitb, Trier, Saarbg, Merz, Saarl auch moufəl < maulfəl (Maulvoll) belegt ist (Saarbr auch maulwəl, Merz-Hausb mǫulfəl), könnte für mufəl Mundvoll vorliegen. — Das Geb. der Nahe, des Hunsr bis zur Mos bei Bernk, Wittl hat mūfəl, Pl. -ī-, Demin. mīfəlχə [-īf-, Pl. -ələ Wend-Reichw, Koch-Treis] [Kreuzn-Heddesh Bosenh noch mūlfəl], das wohl sicher aus mûlvoll entstanden sein mag zur Zeit vor dem Eindringen der Diphtongierung von û > au [doch kommen hier auch Kürzungen vor -uf- Kreuzn-Stdt Norh Strombg, Simm-Castellaun u. -o- Wend-Baumholder Offenb Pfeffelb Reichw Ruthw]. 1.a. ein Bissen, Happen; dat es jo mar ene M., en Müffelche; en lecker (appetittlich) Müffelche; ene M. Brut; ech han höck (heute) noch kene M. gesse (en M. Stöck Ahr, Rheinb, Eusk); et Brut en Müffel (Müffelcher) schnegge (schneiden) Rip, Allg.; volles Moffels mit vollen Backen Eup. RA.: Er hot Mifel geschniet wie Seidrecker tüchtig zugegriffen Simm-Horn. Deck Miffel gen fett Vigel wenn man lustig isst, wird man dick u. stark Zell-Briedel. Der Mildherzige göt der beste M. va gene Mound Eup. Heə gönnt enge net der M. e jene Mongk der Missgünstige Aach. Enge der M. e jene M. zälle gesagt, wenn der Gastgeber den Gast beim Essen beobachtet ebd. De Jonge sen noch jongk, de packe de M.ə gruss en der M. schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort Eusk-Langend. Du löffs der goue M. no du gehst dorthin, wo es gutes Essen gibt Aach-Ld. Den esst mot hongrige Mefele mit grossem Hunger Prüm-Ihren. — b. -o- ein Klumpen Kemp-UWeiden; -u- knorriges Stück Holz, Stein udgl. Waldbr-Wildbg. — c. -ø- Kothaufen Monsch-Rötgen. — d. übertr. α. en lecker Müffelche nettes, dickes Kind, dralles Mädchen Rip, SNfrk. RA.: Sich e Möffelche e jen Nack schloəh eine hässliche Person geheiratet haben Aach-Stdt. — β. -e- verächtl. grosser Mensch mit langem Halse; geistig beschränkter Junge Koch-Leienkaul. — γ. -ø- verächtl. mürrischer Mensch Neuw-Etschd. — 2. -øf-, Pl. -ələ Nachtschmetterling Malm-BurgReuland; -f- Geilk-Gillr Grotenr Immend Prummern Süggerath Stahe Teveren, MGladb-Rheydt; mfəltər Geilk-Loverich Oidtw; s. auch Petter Möffel.
3646 Zeichen · 89 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    muffelSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    muffel , Sb. nhd. kleiner Deckel aus Ton (M.) (1) beim Metallschmelzen E.: s. muffe (1)? L.: MndHwb 2, 1030 (muffel) Son…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Muffel

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    2. Die Muffel , plur. die -n, in der Scheidekunst, ein kleines Gewölbe aus Thon in der Größe einer Spanne, welches man ü…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Muffel

    Goethe-Wörterbuch

    Muffel fem bergm: gewölbter Tondeckel als Bestandteil eines (kleinen) Schmelz- od Probierofens Beireis..erzählte..wie er…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Muffel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Muffel , Schale aus gebranntem Thon, unter welche die Kapelle gestellt wird (bei Schmelzungen von Silber, Kupfer etc., b…

  5. modern
    Dialekt
    Muffel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Muffel [Mùfl Su. Geberschw. Obhergh. Co. ; Pl. Mùflə; Demin. Mefəli Fisl. ; Mefələ Su. Geberschw. Obhergh. Co. ] f. 1. h…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit muffel

26 Bildungen · 24 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

muffel‑ als Erstglied (24 von 24)

Muffel I

SHW

Muffel I Band 4, Spalte 797-798

Muffel II

SHW

Muffel II Band 4, Spalte 797-798

Muffel III

SHW

Muffel III Band 4, Spalte 797-798

Muffelkalb

SHW

Muffel-kalb Band 4, Spalte 797-798

Muffelbrdeken

WWB

Muffel-baerdeken n. alte Person, bei der der zahnlose Mund ununterbrochen Kaubewegungen macht ( Stf Rh).

muffelblatt

DWB

muffel·blatt

muffelblatt , n. tafel, worauf im probierofen die muffel zu stehen kommt. Jacobsson 3, 93 b .

muffelen

WWB

muff·elen

muffelen V. moffeln etwas schnell wegstecken, entwenden ( Ahs St). ¶ Vgl. DWb 12,2624 : muffeln, müffeln Bed. 4: Belege aus Ostfriesland.

Muffelfarben

Meyers

muffel·farben

Muffelfarben , Porzellanfarben, die bei geringer Hitze auf der Glasur eingebrannt werden.

muffelherd

DWB

muffel·herd

muffelherd , m. kleiner, oben zugemauerter und mit schmalen öffnungen versehener herd in den malzdarren. Jacobsson ebenda.

muffelig

DWB

muffelig , adj. wie muffig. Campe ; in Leipzig muffelig, mürrisch und nach moder riechend. Albrecht 173 a .

Muffelineⁿ

Idiotikon

Muffelineⁿ Band 4, Spalte 233 Muffelineⁿ 4,233

muffelkäfer

DWB

muffel·kaefer

muffelkäfer , müffelkäfer , m. der samenkäfer, bruchus, deren larven die kern- und hülsenfrüchte aushöhlen. Nemnich 1, 687 .

Muffelkopf

PfWB

muffel·kopf

Muffel-kopf m. : 'unfreundlicher, dickköpfiger, verdrießlicher Mensch', Muffelkopp [ HB-Schwarzack NW-Lambr Neidfs ]; vgl. Muffel 1 , muffel…

Muffelmaul

PfWB

muffel·maul

Muffel-maul n. : 'Mund, der fortwährend kaut', -maul [ NW-Geinsh ]; vgl. muffeln 1 b.

muffeln

FWB

1. s. muffen 2.; 2. ›unangenehm riechen, muffeln‹.

Muffel, Nikol

DWBQVZ

--- beschreibung der stadt Rom. hg. v. W. Vogt. Tübingen 1876 . (= LV 128). — QV VII —. ---

Muffelsbohnen

RhWB

muffel·s·bohnen

Muffels-bohnen -bu·n.ə Bo ; myfəlχəs- Eusk Pl. t.: klein geschnittene grüne Stangenbohnen als Suppe.

Muffelskartoffeln

RhWB

Muffels-kartoffeln mefəlχəsdufəln Siegld Pl.: in Würfel geschnittene u. mit einer Tunke übergossene K., auch Meffelches.

muffelstock

DWB

muffel·stock

muffelstock , m. hölzerne form zur anfertigung von muffeln. Jacobsson 6, 598 a .

muffelthier

DWB

muffel·thier

muffelthier , n. das wilde schaf, ovis ammon, ital. muflone, franz. mouflon. Nemnich 4, 818 : muffelthier, musimon, animal Sardiniae pelle e…

muffel als Zweitglied (2 von 2)

Gurtmuffel

RDWB1

Gurtmuffel m (Lakune) человек, который не пристёгивается ремнём безопасности в автомобиле

Morgenmuffel

RDWB1

Morgenmuffel m человек, который по утрам обычно не в духе, с которым с утра пораньше лучше не общаться; "сова"