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sterben

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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29 in 17 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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Eintrag · Rheinisches Wb.

sterben

Bd. 8, Sp. 631
sterben das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -ęrw- (überweites -ę-), -e- [in Wend-Dörrenb -a-; Birkf -Eərw-; uNahe -ęăw-; Hunsr -Erw-]; dau –erbst, –ēər-, –ęăbst, –ērəbst, ər –bt [Wend auch hier u. da -wt, –ft]; Part. gəšdǫrw, –o-, -ə-, –ǫă-; Mosfrk -ę·r.w- [Merz-Stdt -a- NSaarbg, Trier, Bernk, Bitb -E-, –ēă-], dou –i·r.əfs, –e-, ə –i·r.əft, –e- [-ī-, –īă-; in Altk auch -ę·r.fs, –ę·r.ft, Bernk auch -E-,] Part. gəšdǫ·r.f (wən), –o- [in Merz -o- u. -ę-; um Saarbg-Wellen -ar-, um Altk-Sörth -a·r.wən]; Siegld -eărw-, du –eărfst, Prät. -uərb, –rw, Part. gəšdoărwə; Rip -ę·r.v-, du –i·r.əfs, –e-, –i·r.əf, –e-, Prät. što·r.əf, Part. jəštǫ·r.və [im kurköln. Neuw, Köln -e·r.v-, jəšro·r.və; um Bergh-Blatzh -Erəv-, du –ērəfs, -ērəf]; OBerg in OWaldbr, Gummb-Homburgisch -ēərw-, du –īrəfst, –īrəft, Prät. stūrəf, Part. jəštōərwən; Gummb-Schwarzenbergisch, nfrk. Wippf -ęrw-, du –irfs, he –irft, Prät. sturf, Part. jəstǫrwen; NBerg -ęrw-, du –e·r.fs, –e·r.ft, Prät. -ø·r.f. Part. xəstǫrwən; Eup, SNfrk -ę·r.v-, du –y·r.fs, –ø-, –y·r.ft, –ø-, Prät. -o·r.əf, –ǫ-, Part. jəšto·r.və, –ǫ-, Klevld -Erw-, γeĭ –Erft, heĭ –Erft, Prät. -ǫrf, Part. γəštǫrwə, –- [rrhn. in Dinsl -arw-, Part. γəštǫrwən; MülhRuhr -ęrw-, du –i·r.fs, –i·r.f, Prät. što·r.əf, Part. xeštorwə] st.: 1. von lebenden Wesen, wie nhd.; he es (kömmp) an't st., es noə an't st.; leggt (liegt) en't St.; te st. kuəme; he ös so krank, et geht op Leəve on st. SNfrk, Allg.; va Honger st.; an ener Krankhet st.; he es su stell weg-, fortgestorve Rip, Allg.; elo worschde bal driwer gestorf! da hast du eine Todesangst ausgestanden Merz, Allg.; die Mutter as iwer zwelf Kanner gestoarwen als sie zwölf Kinder hatte Bitb; hot dir st. geloss? Ausdruck des Beileids Trier-Schleidw; em Dorp wor en gruss St. es herrschte eine Epidemie Rip, Allg.; et sterve Kengje sterbendes Kind Aach. RA.: Sint dem (van an) et St. opgekomme es (Moden es, em Gang es), es gen Menss sin Lewe meh seker Klev, Allg., — ös mer senges Levens net mih seicher Rip, Allg.; su lang, wie et St. regiert, as mer des Lewes net secher Prüm. St. es et leste, wat men duh kann Heinsb. Tom St. bruckt men sech nit antemeilen (-melden) Sol Et St. lehrt sich flöck (schnell); wa mer et eimol gedohn hät, da kammer et Köln-Stdt. Dem fällt et St. nit schwer, de het nit vill Geis (Geist) opzegen von einem Dummen Neuw-Asb. Dat St. es bloss en Üəwergang, sirr (sagte) der Hahn för den Schlick (Regenwurm) un frot en op Gummb-Berghsn. Heiroden on St. brengt vill Wirrwar (Wehrspill) on't Haus Prüm, — get Veränderung Jül, Geilk. Brenne un St. mache vil Wehr an en Haus Koch. Wer et Heroden hät erdacht, let (liess) et St. usser Ach Köln-Stdt. Beim Werden un St. soll mer ken Busicht halen bei der Geburt u. beim St. soll der Streit vergessen werden Trier-Schleidw, Bitb-Geichl. Et St. fällt noch munichen Alen schwier, Wonner, wenn et de Jungen schw. f. Bitb-Wiersd, Allg. Hätt mer zweemol zu bauen on zw. zu st., mer miech (machte) et jid Kihr annersch Prüm-Ihren, Koch. De es ze krank, för ze st. die Krankheit zieht sich sehr in die Länge Köln. He hät (dat ös) ze wennig zom Leəve on ze vell z. St. Dür, Allg.; de kann nit lewen un nit st. Ruhr, Allg. Niemes störft geər Selfk, Allg. Met der Tit (Zeit) st. se all (weg, fort) Gummb, Allg. All welle gern lang levve, ävver keiner g. st. Köln. Dat mott enne Geck of enne groten Hellege sin, ten gern sterft Mörs-Rheinbg. Der Minsch stirft nich iher, as bes he siəwen Pongd Dreck gefretten hät im Laufe seines Lebens Gummb. Ber alt well werde, dorf net an't St. denken Koch-Lutzerath, — darf net fröhch st. Kemp-Boish, Mettm; wer net jong stirbt, werd alt Wend-Leitzw; wer jongk sterf, biss fröh en't Gras Sieg-Fussh. Jong (Leute) könne st., en au (alte) L. mösse st. Aach, Allg. Lus (schlaue) Kinder st. fröh Rip. Mer left, bes mer sterft, on esst, bes mer verderft Malm. Der löppt on störft wer schwer krank sich nicht hinlegt MGladb; der geht on st. Eusk-Dirmerzh, — en st. övver jen Stroəss Aach-Stdt. Et wär mer leid, wenn ich do st. däht so missfällt es mir dort Prüm. Mer hoff, bis mer stirf Ahr, Allg.; der left ön der Hoffnung, bös er sterft Altk-Bachenbg. Mer moss allen (allein) st. Dür-Ellen. Me sterf mar (nur) ens (einmal)! Ermunterung zu Mut in schwieriger Lage Mörs, Kref. Wej st. ok niet op enen Dag! wenn zwei sich unterhalten u. zufällig zu gleicher Zeit einen Gedanken äussern Emmerich; mer zwei st. op einen D. dass. Köln-Stdt; die st. noch an enem D. so einträchtig handeln sie Sieg. Ek mag st., wenn dat nit so wor, et nit wohr es! NBerg, Allg.; darop wöəl ech hei st.! Eup; ech möss st., wenn ech et em Lif hätt! wenn ein Suchender einen nach dem Gegenstande fragt MGladb; ja, nu sterf! Ausr. des Erstaunens Rip, Allg.; do (nu) sterf (sterfste) doch ohne Nachslämpche Ahrw, Bo. Honnert Johr sollste am St. leie! Drohung Birkf-Oberst; wann de sterbscht, sollschde schwarz were wie e Rab! Saarbr-Sulzb. Er deht rechter st. der Nichtsnutz Birkf, Allg. De es op et St. noə duət er fühlt sich sehr übel Kemp, Erk; de es övverm St. d. blevve scherzh. Sieg. Wer stirft, helt (holt) sei Johrbruckt (Jahrbrot) mot es entstehen durch seinen Tod soviele Unkosten, wie sein Jahresverdienst ausmacht Prüm-Ihren. Der es ze domm, fer ze st. May, Kobl. — toum st. Ess; de ös te dösig, för te st., sös wöre all lang gestorwe MülhRuhr; de deht ger st., wenn er net ze faul (träge) wer Bernk-Gräfendhron. Der kann stohns Foss st. so grosse Füsse hat er Rip, Allg., — un dann missen noch drei Mann kommen un en umstussen Trier, Bitb; wenn den (Vielschwätzer) emol sterft, da mouss mer se Maul noch extra dut schluhn Bernk, Allg. Wenn ich st., da krieschde mei Hinner (Gesäss) fir Dudelsack! Vertröstung auf Belohnung Saarbg-Perl; wenn de stirf, dann kreischen all Katzen on Honn so missachtet ist er Kobl-Rhens; dij sölle se ok niet völl Trön noəhüle; wenn se sterf, gohn de Blijste (Fröhlichsten) förop! Mörs-Wallach. Sterft ne riche Mann, geht alles henger (hinter) der Lich; st. ne ärme, deht sich Gott erbärme Dür-Stdt. De Zit vergeəht, de Keərz verbrennt, der Jann (Hannes) en wellt net st.! trotzdem es drängt, ist der Träge nicht zur Arbeit zu bringen; die Sache zieht sich in die Länge Aach, Eup, Monsch, WEif, Trier, Wittl, Bernk-Gonzerath, — verbrennt, de Lött (Leute) were des Wares (Wartens) möd! Monsch-Strauch; Drickes, mach füran, de Zitt vergeht, et Lech verbrennt; wann de st. wells, dann sterf! Sieg-ODollend. Bauftich, sot Lihnemattes, do wor sei Vatter gestorwe! Koch-Urschmitt. Et hitt (heisst) geflöt of gestorwen! biegen oder brechen Mörs, Kref. Besser zihmol verdorwen os wie emol gestorwen Prüm, Bitb, Trier, Saarbg; b. flöck gestorve als langsam verd. Jül; die Leit sei lang verd. un gest. ebd., Allg.; wer jung deiht st., kann nit alt verderve Köln-Stdt. Onsen liewen Heer lett (lässt) gene Pastor of Köster verderwe, hej l. liewer en alt Wif st. Rees, Heinsb. Fröhch st., verderve of geng Erve vom Heiraten unter Blutsverwandten Aach, Rip, SNfrk; de well v., fröh st. of bliven ohne Erven, de muss en Frau en der Familje sich werve Köln-Stdt. Dem de Fraue st. un al Perd got dunn, de kann rich werde ebd.; Weiwer (Fraue) st., Verderwe, Perd (Geil, Veh) frecke, dat mach (es) schrecke Rhfrk, Verbr. Se st. wie de Flege (Micke) st. massenweise MGladb, Allg., — för de Fout (Fuss) Eup. Wenn der völ st., es et för mej gut, säj de Pastor, on mine Schaj es et ok nit, säj de Köster Geld-Kevelaer. Wo vill Lück (Leute) st., git et vill ze erve Köln-Stdt. De hät Glöck gehat möt et St. ist durch Todesfälle zu Vermögen u. Stellung gekommen Kref. Wenn gelof sin well, de mott st., wen verach sin w., de m. trauen (sech bestane, hirode) Mörs, Allg.; mer muss keiner lovve, eh e stirf Köln-Stdt. Mer soll bedde, als of mer alle Dags störf, on arbede, als of mer onse Herrgott net nüdig hätt Dür; dir misst bere, als wenn dir wolt gleich st., on schaffe, als wenn dir wollt ewig of der Welt sen! Bernk.-Immert; mer moss sorge, als wenn mer ivig leəve soll, on l., als wenn mer morge störf Dür-Lucherbg. Wie geleft, zuə gestorve Heinsb, Allg. Gut geleft os half gestorwen Prüm-Ihren; ber got left, sterft got Neuw-Dierd. Dat es ene richtige Mann, de got leuve on st. kann Dür-Gürzenich. Schlecht gegesse on got gestorve es besser als g. gegesse on schl. gestorve MülhRh-Nittum. Wer will seelig st., lesst sei Gut de rechte Erwe Rhfrk, Allg., — löss sing Sache folge (komme) an de richtige Erve Bo-Brenig, Jül, Allg., — der loss de Rechte erve Sieg, Allg., — lät der Hot (Hut) dem rechte Erve Eusk-Billig; we oppen Stroət well st., lett der Advekat mar erve Heinsb. Löstig geleft on selig gestorwen es dem Deiwel de Rechnong (et ganze Konzept) verdorwen Eif, Rip, Nfrk. He hät Glöck im Leəwen un im St. gehat ihm ist es im L. gut ergangen u. hat einen schönen, raschen Tod ohne Siechtum gehabt Gummb. — Wi ni feig (zum Tode bestimmt) es, di störft niet Mörs-Xanten. De fist (furzt) noch wärm, de störft noch neit Kref-Fischeln. So lang mer sich am essen hält, stirft mer net Gummb-Nümbrecht. Hopdot (auf dessen Tod man hofft) stirft niet Geld, Verbr. Du stirfs jo noch net! zum ungeduldig Wartenden Rip, Allg. We am Galge st. sall, sterft net em Bett Elbf, Dür. He sterf net em Bett der Streitsüchtige, verwegene Mensch Allg. En et Bett (dehem) st. de mehrschte Lüt Nfrk, Allg. Et es e schön Erwerve, em Motterärm ze st. Dür. — Du (Nichtsnutz) wärsch nötzer an de Pocke gestorve! Sieg. Den es ok niet an (van) de erste Löges (Lügen) gestörwe er ist das Lügen gewohnt Klev, Allg. Gau (schnell) es an de Schitt (Scheisse) gestörwe, langsam left ömmer noch Mörs-Rheinbg. Do stirfst net van! an diesem geringen Schmerz, an dieser kleinen Sorge Rip, Allg. Der Minsch kann vill ligge (leiden), eh e vun L. stirf Köln-Stdt, Sol. Wer vun Hoffnung lef, de stirf vum Faste Köln-Stdt, Nahe, Hunsr. Va Scheniere ka me st. Aach-Stdt. Van et Werke (arbeiten) st. de Bure de Peərd Aach, Rip. Wer vam Draien (Bedr., Dräuen, Drohen) stirft, kregt mot Firzen zu Hof gelaut (geläutet) der Angsthase ist verächtlich Prüm, Merz-Nunk (vor Boken »Vogelscheuchen«) Eusk-Billig, Sieg-ODollend. De mott noch völ lehren, bös hej för Ölderdum sterft Dinsl, Allg. — Et es för Leəvens en Stervens für alle Fälle, — va weəge Leəven en St. die schriftliche Anerkennung einer Schuld oder Gerechtsame Aach, MüEif, Kemp (möt L. on St.), Prüm-Mürlenb (om Lewes on St.əs wöllen). Vuəgel, fret odder sterf! Elbf, Allg. Wenn et Körfken (de Kau) ferdig es, sterft de V. wenn des Mannes Verhältnisse endlich geordnet sind, stirbt er NBerg, Allg. Wenn ale de Küh in Holland st., dann erf ek noch gen Horn ich bin ein Unglücksvogel Gled, Mörs, Kref-Osterath; w. de ganze Linkgasse (Lint-) stirf, erven ich kein Hirringsnas Köln-Stdt. Glöck em Bonget (Bungert, Baumgarten) un Onglöck em Hus; des Neit (Nacht) storf mech et Ferke un op der Morge an es mech de Frau kapot gegange MGladb-Bonnenbr. De Schmitz Gess hät »danke« gesät, on do es se gestorve! dem gesagt, der für Angebotenes dankt, es nicht annimmt Bo-Lengsd. On der Zeckt (Zeit) stirft den Esel odder den Driver bis dahin tritt eine Änderung ein Prüm, Verbr. [im allg. steht bei Tieren frecken, krepieren]. — Im Kinderld. 1, 2, 3, 4, wa mer braue, ha mer Beer (Bier); wa mer backe, ha mer Brut; wa mer st., si mer dut Abzählr. Köln-Stdt. Fritzke liet (liess) e Patsche (Pferdchen) beschlonn, moss der huhge Berg eropgonn; h. B. on diəpen (tiefen) Dal, we weit, winnih dat ich st. sall? Sterf ich dann, d. sin ich dut, begrave se mich em Morgesrut, poten (pflanzen) drei Lelien op min Graf, kömmt ne Bur on plöckt se af; B., lot die L. stonn, die hant dech jo nicks gedonn! Mettm, Mörs. Ich wollt, ich wär gestorwe un läg im kihle Grab, met Pannekuche wär ich zugedeckt un Kichelcher wäre mei Lad! Meis-Medard. Lott es dot, L. es d., Liske lett op't St., dat es gut, d. es g., dann komme wej an't Erwe! Geld. — Im Rätsel O wellen Stadt st. die mest Leckt (Leute)? On der Bettstatt Prüm, Verbr. Wat kann gen Menss wijer (weiter) vertälle? Dat hej gestorwen es Rees-Wesel. — Volksgl. Es stirbt einer bald im Hause, wenn eine Eule, Elster in der Nähe des Hauses schreit, w. abends die Hunde heulen, w. ein verirrter Vogel an ein Fenster pickt; wenn bei der Wandlung in der Messe die Kirchenuhr schlägt, stirbt einer aus der Gemeinde; sind bei einem festl. Mahl dreizehn am Tische, stirbt bald einer aus der Gesellschaft; sieht jmd. auf dem Wege oder sonst irgendwo Strohhalme oder Holzstecken kreuzförmig übereinanderliegen, muss er bald st. Allg. Weren fröher de Äppel reif, stirf em Dörfche mannich Weif Ahrw-Heimersh. Wenn en Kromfrau störft, kommen er drej hengeren (hintereinander) Kemp-Boish. Wenn en Leich en Herd Stonnen (eine Anzahl Stunden) nom St. noch wärm es, dann stirft geschwenn änen aus der Verwandtschaft WMosfrk. Liegt eine Leiche über den Sonntag, so stirbt in der Nachbarschaft noch jmd. Verbr.; wird eine L. am Freitag beerdigt, dann st. bald drei aus demselben Hause Saarl-Dilling. Wenn der Wagen mit einer L. auf dem Wege zum Friedhofe still halten muss, stirbt bald jmd. aus der Nachbarschaft; begegnet einem Leichenzug zuerst eine Mannsperson (eine Frau), so stirbt zuerst ein M. (eine Frau) in der Nachbarschaft MGladb. Wenn der twei erste Klass begrawen worden, dann sterft och gau de dridden Rees-Elten. Mer muss de Könner nöt Engelchen nennen, sos st. se bal Trier. — Volksbr. Wenn eine gestorve woər, late se'm op der Schauf (Schaub, s. d.), deck den e Schlobbeck över em en l. drei strüəhe Krützkere op Ster, Boəsch en Vöüt (Stirn, Brust u. Füsse); iəh de Lik erutgedraə woərd, woərte de Krützkere e gen Stoəf (Ofen) geworpe, dat se met der hellege Rauk (Rauch) eropgenge Eup, Monsch (die Kinderleiche wird auf dem Totenbette mit Heiligenbildchen belegt Neuss). Ist jmd. gestorben, dann wird die Uhr abgestellt u. der Spiegel verhängt Saar; man sagte den Bienen den Tod des Bienenvaters an Verbr.; der Knecht machte das Vieh im Stalle los, der neue Herr band es wieder an Bitb; sieben Nachbarsfrauen gohn de Krützweg u. beten an sieben Stationen »sieben hl. Wunden« Rip, Nfrk; vor dem Hause wird et Duədebrett (s. d.) aufgestellt SNfrk, oder die Nachbarn, die dem Toten geläutet haben, bringen aus der Kirche das schwarze Dudekröcks mit, das an der Haustüre aufgestellt wird; zum Totengeläute s. bei läuten, kläppen, Pause, Sturm; im SNfrk, Klevld werden die Nachbarn für et Küs-trecke eingeladen; jeder zieht aus einem Hut einen Zettel; auf sechs Zetteln steht »tragen«, auf zwei »läuten«, auf zwei »ansagen«; s. Fahr-, Notnachbar; s. auch Reuessen, Läutebier, Dodströppchen, de Haut (et Fell) verzehren (versaufen). — 2. mit sachl. Subj.; et Für stirf verglimmt Rip, Allg. RA.: E got Geschäf weərd at ens krank, ävvel et störft net Aach-Stdt. Meng Föss sen wie gestorve bei Blutstockung, Frost Rip, Allg. Geld op et St. legge etwas Geld heimlich fortlegen, um es dann später draufzumachen Kemp-UWeiden. — Abl.: die Sterverei, dat Gesterf(s).
15077 Zeichen · 350 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stërbenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +12 Parallelbelege

    stërben stn. das sterben. ob aber eʒ verwerde und kêret von der erde, daʒ wirt geheiʒen sterben Albr. 35, 297. dô râchen…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stêrben

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Stêrben , ein Zeitwort, welches in einer doppelten Gestalt üblich ist. I. * Als ein Activum, mit regulärer Conjugation: …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    sterben

    Goethe-Wörterbuch

    sterben [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sterben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sterben , s. Tod .

  5. modern
    Dialekt
    stërben

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    stërbe n [tarpə S.; tarwə O. U.; tærwə Str. W.; Ind. Präs. tîrp, –, –t, tarwə S.; terp terp terpt, tarwə fast…

  6. Sprichwörter
    Sterben

    Wander (Sprichwörter)

    Sterben 1. Alles besser wie gestorben. ( Warschau. ) Trost der Unglücklichen, die bei grossem Verlust, z.B. einer Feuers…

  7. Spezial
    sterben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ster|ben (stirbt, starb, gestorben) vb.intr. 1 (sein Leben beschließen) morí (mör, mort), spiré (-ra) 2 (derb) cherpé (c…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sterben

141 Bildungen · 99 Erstglied · 37 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von sterben 2 Komponenten

ster+ben

sterben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sterben‑ als Erstglied (30 von 99)

sterbenachbar

DWB

sterbe·nachbar

sterbenachbar , m. ( landschaftl. ): 'sterbenachbarn, die in den dem sterbehause benachbarten häusern wohnenden nachbarn ' K. Bruns volkswör…

sterbenacht

DWB

sterbe·nacht

-nacht , f. , nacht, in der jemand stirbt: sterbnacht Kramer (1702) 2, 95 c ; Campe 4, 638 ; die sterbenacht seines vaters J. G. Jacobi s. w…

sterbend

FWB

1. ›als tödlich verlaufend erfahrene Seuche, Epidemie (oft auf die Pest bezogen); damit verbundener Tod, Massensterben (des Menschen, selten…

Sterbende

DRW

sterb·ende

Sterbende, m. Mensch, der dabei ist zu ¹sterben (I) ein sterbender, der sonst gar kain testament gemacht, mag dennoch in codicillen treugabe…

Sterbender

Wander

sterb·ender

Sterbender 1. Ein Sterbender besieht sich den Tod nicht, er fragt, ob sein Sarg aus Nussbaum gemacht werde. ( Türk. ) 2. Einem Sterbenden is…

stërbenlich

Lexer

sterb·enlich

stërben-lich adj. BMZ das sterben betreffend. sterbenlîchiu mære todesnachricht Wwh. 26,7. vgl. stërblich.

sterbenot

DWB

sterbe·not

-not , f. , todesqual: ein antlitz, über das die sterbenoth der verzweiflung gegangen C. F. Meyer d. heilige (1891) 98 .

sterbensangst

DWB

sterbens·angst

-angst , m. , todesangst: ultimus conflictus Stieler (1691) 380 ; Steinbach 1, 27 ; agony, a struggling against death Ludwig teutsch-engl. l…

sterbensart

DWB

sterben·sart

-art , f. 1) todesart: die ehre dieser bei den Chinesern hochgepriesenen todes- und sterbensart wolte man ihm lassen Er. Francisci traursaal…

sterbensbang(e

DWB

sterbens·bange

-bang(e) , adj. , zum sterben, sehr bang: Walpurga wurde sterbensbang vom ausdenken dessen, was alles möglich sei Auerbach schr. (1892 ff. )…

sterbensbedrohung

DWB

sterbens·bedrohung

-bedrohung , f. , drohung mit dem tode: der general ... muste bei st. ihren willen bewilligen Er. Francisci traursaal (1681) 4, 445 . —

sterbensbegierde

DWB

sterbens·begierde

-begierde , f. , begierde zu sterben: Harsdörfer gesprächsp. (1641 ff. ) 1, j 3 a ; H. v. Aszig ges. schr. (1719) 173 . —

Sterbensbericht

DRW

sterbens·bericht

Sterbensbericht, m. amtl. Bericht über den Verlauf einer Epidemie und die Zahl der Todesopfer vgl. Sterb (I) [hastu] deine wochentliche ster…

sterbensbleich

DWB

sterbens·bleich

-bleich , adj. , bleich wie ein sterbender: Pauline ward bei dieser ankündigung sterbensbleich Zschokke s. ausgew. schr. (1824 ff. ) 20, 88;…

sterbensbote

DWB

sterbens·bote

-bote , m. , todverkündender bote: nun kommt der sterbensbott, der mir den todt schon droht Kopp volks- u. studentenl. vorklass. zeit 175 . …

sterbensduft

DWB

sterbens·duft

-duft , m. , todesdämmerung, agonie: ein falber sterbensduft umnebelt dein gesichte Brockes bei Weichmann poesie d. Nieders. (1721) 1, 189 .…

sterbenselend

DWB

sterbens·elend

-elend , adj. , zum sterben, sehr elend: er fühlt sich sterbenselend W. Schäfer erzähl. schr. (1918) 4, 275 . —

sterbensfähig

DWB

sterbens·faehig

-fähig , adj. , fähig zu sterben, sterblich: der unsterbliche in sterbensfähiger natur ... konnte für die todeswürdigen sterben das kränzel …

sterbensfrei

DWB

sterbens·frei

-frei , adj. , unsterblich (17. und 18. jh. ): sie ... treten, was auf erden sterbensfrey und ewig, mit entweihtem fusz entzwey A. Gryphius …

sterbensfreudigkeit

DWB

sterbens·freudigkeit

-freudigkeit , f. , freudige gelassenheit im sterben Kohl bei Weichmann poesie d. Nieders. (1721 ff. ) 6, 259; aber liegen sie nur erst tage…

sterben als Zweitglied (30 von 37)

abegesterben

KöblerMhd

abe·gesterben

abegesterben , st. V. nhd. „absterben“, sterben Q.: Urk (1298) E.: s. abe, ge, sterben W.: nhd. DW2- L.: WMU (abegesterben, 3006 [1298] 1 Be…

abersterben

DRW

aber·sterben

abersterben sterben vgl. absterben wer ouch dz einer abersturbe der hůbguͤte hette das nit besetzet wer, derselbe sol auch einen fall geben …

absterben

DWB

absterben , demori, emori, dem tode sich langsam nähern, dahin sterben, nnl. afsterven: der zweig stirbt von dem baum ab; das glied stirbt v…

anbesterben

DRW

anbesterben nd. anbesterven durch Erbgang an jemanden fallen en juncvrouwe, ... der grunde weren anbestorven DithmLR. 1447 § 191 Textarchiv:…

ane erstërben

Lexer

ane·ersterben

ane erstërben BMZ einen, durch erbschaft ( tod des erblassers ) an ihn kommen Chr. 1. 209,8. Mz. 2,287. Stz. 189 mit dat. Mz. 1,553 ; trans.…

anersterben

DWB

aner·sterben

anersterben , morte obtingere, devolvi: wand wir im also si gigebin habin, als eʒ uns anerstorbin ist. Chmel fontes 1, 247 a. 1291; solch er…

ane stërben

Lexer

ane·sterben

ane stërben BMZ durch todesfall an jem. kommen eʒ stirbt mich etw. an Stb. 209, Mz. 3,43 ; angestorben voget auf den die pflicht der vormund…

ane verstërben

Lexer

ane·versterben

ane verstërben BMZ an verstorb. güeter durch den tod des besitzers frei gewordene, an einen andern gekommene güter Freiberg. r. ;

ansterben

DWB

anst·erben

ansterben , morte, hereditate contingere, nnl. aansterven: das gut stirbt mir an, ist mir angestorben, früher besser mich: erbe, das in ( eu…

anversterben

DRW

anversterben durch Todesfall an jemanden kommen 1433 MartitzFschr. 112 Lexer I 64 Faksimile

aufersterben

DWB

aufer·sterben

aufersterben , gleichviel mit anersterben, durch den tod zufallen. Frankf. reform. V. 8, 11. 12. VI. 1, 1. 2, 4.

aufsterben

DWB

auf·sterben

aufsterben , morte obtingere, was ansterben: der kaufte ein weib von Sponheim, der ( cui ) starb ein gut land auf, das im hernach ward von s…

ausersterben

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auser·sterben

ausersterben aussterben were dass sache, dass die grad von ihren söhnen aussersterben, so sollen sie gefallen auff ihre töchtere 1343 Siegen…

aussterben

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aus·sterben

aussterben , interire, nnl. uitsterven: das ganze haus, dorf, geschlecht stirbt aus; die stadt ist von der pest beinahe ausgestorben; leer u…

besterben

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best·erben

besterben , emori, mori, absterben, dahinsterben, nnl. besterven. in einer niederrhein. urk. von 1392 bei Lacomblet 3, 846 : an dat slot to …

Brusterben

Wander

brust·erben

Brusterben Brusterben 1 gehen zu und Rückerben gehen weg. (S. Erbe 11.) – Graf, 193, 59. 1 ) Descendenten. »Brystarf gange til ock barkorf f…

durchsterben

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durch·sterben

durchsterben , durch lange zeit hinsterben. das leben, durch rechtlosigkeit und ehrlosigkeit erniedrigt, durchsterben Pestalozzi 7, 26 .

entsterben

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ent·sterben

entsterben , emori, dahinsterben, nnl. ontsterven: ein ermatten, wie das zum himmel entsterben der heiligen rieselt, flutet, flüstert durch …

ersterben

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erst·erben

ersterben , occidere, delere, ahd. arsterpan, arstarpta, mhd. ersterben, erstarbte: du maht vil prises erben, ob du mich kanst ersterben. Pa…

gesterben

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gest·erben

gesterben , verb. verstärktes sterben ( s. d. ). 1 1) intrans., sterben, mhd. gesterben: wan ein kind gestirbt. Keisersberg evang. 6 a b ; s…

hinsterben

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hin·sterben

hinsterben , wegsterben, sterbend vergehen oder untergehen: da .. viel schon gar epicurisch worden, die nichts uberall gleuben, gleich wie d…

hungersterben

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hunger·sterben

hungersterben , n. das sterben durch hunger: so hette er das hungersterben auch gewisz vor sich. anm. weiszh. lustg. 681.

irsterben

KöblerAhd

irsterben , sw. V. (1a) nhd. töten, morden, vernichten ne. kill (V.) ÜG.: lat. auferre N, dissolvere N, mortificare Gl, N, necare N, occider…

landsterben

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land·sterben

landsterben , n. morbus contagiosus qui omnes incolas inficit et abripit. Frisch 1, 571 a : sollt wohl ein landsterben draus werden. Luther …

versterben

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verst·erben

versterben , verb. intrans. in ähnlichem sinne wie sterben als hoch- und niederdeutsch bezeugt: Alberus 21 a ; Stieler 2171 ; Dentzler 313 b…

viehsterben

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vieh·sterben

viehsterben , n. , eingehen des viehes, z. b. durch schwere futternoth, besonders aber durch eine verheerende krankheit, dann diese selbst; …

Ableitungen von sterben (5 von 5)

besterben

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besterben , emori, mori, absterben, dahinsterben, nnl. besterven. in einer niederrhein. urk. von 1392 bei Lacomblet 3, 846 : an dat slot to …

entsterben

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entsterben , emori, dahinsterben, nnl. ontsterven: ein ermatten, wie das zum himmel entsterben der heiligen rieselt, flutet, flüstert durch …

ersterben

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ersterben , occidere, delere, ahd. arsterpan, arstarpta, mhd. ersterben, erstarbte: du maht vil prises erben, ob du mich kanst ersterben. Pa…

gesterben

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gesterben , verb. verstärktes sterben ( s. d. ). 1 1) intrans., sterben, mhd. gesterben: wan ein kind gestirbt. Keisersberg evang. 6 a b ; s…

versterben

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versterben , verb. intrans. in ähnlichem sinne wie sterben als hoch- und niederdeutsch bezeugt: Alberus 21 a ; Stieler 2171 ; Dentzler 313 b…