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Krieke

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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3 in 2 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Krieke

Bd. 4, Sp. 1506
Krieke, Kriekel das Wort (die Frucht ist nicht überall mehr anzutreffen) reicht lrhn. von n. einschl. Schleid-Dreiborn Marmag, Aden-Hümmel Weibern, Koch-Laub Kaisersesch, Kobl [südl. davon noch Goar-Weiler, Bernk-Rhaunen) bis Heinsb-Karken, Erk-NKrüchten, Kemp-Grefr Stdt, Kref-Stdt; rrhn. durch den ganzen Westerw, Siegld, Sieg, MülhRh, Elbf, Mettm, Dinsl-Walsum (Gummb, Wippf, Lennep ohne Belege), u. zwar -ē:kəl rrhn. durchaus [-eg- Kobl-Horchh; -ēχəl Altk-Kirchen; -ēj- Altk-Gebhardsheim; -Eχ- Hellerth, Siegld (u. -Eχə); -:k- MülhRh im RhKlaaf; -ē:kəl(tə), -ē- –ei-, Pl. -kəln NBerg]; lrhn. -ē:kəl bis Aach-Röhe Burtschd Eilend Würseln, Geilk-Bracheln, Heinsb-Süsterseel Altmyhl, Erk-Örath, MGladb-Rheind, Grevbr-Wickr [-īχəlχə Bernk-Rhaunen; -ī:gəl Koch-Kaisersesch, Goar-Weiler; -iχ- Schleid-Dreiborn; -eŋk- Ahrw-NZissen; korekəl  MüEif, Jül-Kirchbg Selgersd; krekəl Aach-Röhe; -ī:- Heinsb-Süsterseel, MGladb-Viersen, Kref-Fischeln; -ē:kəltər Sg. u. Pl. MGladb-Mülfort Giesenk (u. -e-)]; lrhn. n. des -əl-Geb. -ē:k [-e- Aach-Stdt Verlautenheide Merkst, Eup-Raeren; -ę- Aach-Münsterbusch; -e·i.kə, Pl. -kərə n. Eup-Stdt; -ē:kərə Pl. Eup-Herbesth; -ē:k u. -ī·ə.kəl Erk-Elmpt; -ī·ə.k Erk, MGladb; -e- Kemp-Grefr; -i- Kemp-SPeter Stdt Hüls (u. -e-), Kref-Stdt (u. -e-)]; Pl. -ələ-, –əln, –kə; Demin. -əlχə, –əlkə, –kskə f.: 1.a. Schlehen-, Griechenpflaume, Haferschlehe, prunus insititia [Mirabelle Schleid-Marmag Aden-Hümmel, Ahrw-Remag, Grevbr-Weckhf, gel Kr. Kemp-Hüls, Wasskr. (Wachs-) Kemp-Süchteln; Frucht der Schlehe, des Schwarzdorns Verbr. Neuw, Sieg, Bo, Jül, Eup, Aach, Geilk, MGladb, Schliəhkrick Kemp; Wildkirsche Rh-Klaaf, Köln-Stdt (-əlχə); kr:xə Pl. Mülh-Flittard Römerich; Frucht der Mistel Eup-Moresnet; -ekələ Holunderbeeren Aach-Vaelserquartier]. RA.: Papp, Kriəkə, Prumme, krupe (kriechen) die och? Nee, Jong! Da han ech sicher en Schleck (Schnecke) frete Erk-KlGladb. Geschesse Krekele es wek (weich) Obst! abschl. Antw. Grevbr-Wickr; geschete Kreke on gebocke Prumme geft weke Ofte! Heinsb. Deə geəht Krecke söcke (suchen) er wird bald sterben; gangk Kr.ə söcke! geh zum Kuckuck Aach-Stdt. Ech weərd an mine Krekele gewahr, of angermanns Prumme rip sönd ich weiss an meiner Lage, wie es meinem Nachbar geht; er gibt mehr aus, als er sich leisten kann Erk-Örath. — b. -ē:kəl Stachelbeere Verbr. nach Wk. IV 26 in Trier-Crettnach, Rheinb-Buschhv Miel, Bo-Alfter Buschd Gielsd Impekoven Lessenich Roisd Witterschlick. — 2. übertr. a. eine Bohnensorte Ahrw-Sinzig. — b. Spielknöchel beim Fangsteinsp. Bo-Lannesd. — c. unzuverlässiger Mensch Heinsb-Saeffelen; nichtsnutzige Person Eup-Lonzen. — Zs. Krekelsbom, –dorn (Schlehendorn), -sten, –struch (Schlehenstrauch). — S. auch Krinkel I.
2800 Zeichen · 61 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kriekef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    krieke , f. schlehe, s. krieche .

  2. modern
    Dialekt
    Krieke

    Rheinisches Wb.

    Krieke, Kriekel das Wort (die Frucht ist nicht überall mehr anzutreffen) reicht lrhn. von n. einschl. Schleid-Dreiborn M…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krieke

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von krieke

kriekeln + -e

krieke leitet sich vom Lemma kriekeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von krieke 2 Komponenten

kri+eke

krieke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

krieke‑ als Erstglied (2 von 2)

kriekeln

RhWB

krie·keln

kriekeln -ē:k- Sieg-Honnef , Köln-Stdt schw.: einen (sich) kr. (u. absol.), fein säuberlich machen, putzen; wie de Döppcher kumme se eran, g…

kriekente

DWB

kriekente , f. anas querquedula Frisch 1, 549 c , wie krieke, bei Nemnich 1, 271 auch kriechente, dän. krikand. schon im 16. jahrh. bei Heus…