Tag das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk
dax [uNahe
-ǫ-, innerh. Kreuzn-Boos OStreit Waldböckelh Sponh bis Dorsh Genh Roth Eckenr Hergenf
dak], Pl.
dāx u.
dāə (älter) u.
dāγər (noch älter) [
dęχ Birkf-Stdt];
[]Ottw
dāx, aber
-a- in den Zs. wie
Sonndag u. im Gruss
gun Dag; Saarbr
dā, Pl.
dāə; Saarl
dax, Pl.
dā: u.
dE:χ; weiterhin an der mosfrk. Saar
dāx, Pl.
dē:χ u.
dē:, –E:-; Hochw
dāx, Pl.
dā·ə.; Mos in Trier, Wittl, Bernk
dāx, Pl.
dā:x u.
dE:χ [aber nur
veerzehn dā:x, im Gruss
gūdən dax]; Bitb, Prüm, WDaun
dāx (im Gruss
-a-), Dat. Sg.
-:-, selten
-ā:-, Pl.
dE:χ u.
d:x, letzteres die Form
dE:χ immer mehr verdrängend, immer
die d:x »dieser Tage, neulich« [Bitb-Mettend
dāx, Dat.
dǫ, Pl.
dE:χ u.
dǫən, aber unterschieden,
z. B. de Woch hot siewen DE:χ, jedoch
et as ewell neist me un den Doən; an (in)
esen Doən; Bitb-Ferschw Pl.
dE:], sonst Mosfrk
dāx, Dat.
-ā-:, Pl.
-ā:- u.
dE:χ; Siegld
dāx [Holzhsn Lützeln N u. ODresselnd
dk], Pl.
dEχ [
dEk], Altk-Wildenbg
dāx, Dat.
-ā:-, Pl.
dE:; Rip
dāx, Dat.
-ā:-, Pl.
-ā:- [Schleid u. rip. Waldbr, Wippf auch Pl.
dE:χ]; Berg
n. Benr.-L.
dax, Dat.
-ā:-, Pl.
-ā:-, Dat.
dā:γən u.
-a- [Düss Pl.
dā:x u.
dE:χ]; SNfrk
dāx, Dat.
-ā:-, Pl.
-ā:- [um Kemp-Stdt SHubert
dx, Dat.
-ā:-, Pl.
-ā:-]; Klevld
dax, Dat.
-ā-, Pl.
-ā- m.: 1. der einzelne Tag in seiner Gesamtheit; man unterscheidet die Dämmerung (
s. 1 aα), den
Morgen bis etwa 10 Uhr
(et es noch fröh am D.); den
Vürmeddag bis 12 Uhr; den
Meddag 12—14 Uhr, den
Nomeddag bis 18 Uhr,
gegen Ovend 18—20 Uhr
(et es spät [
lat]
am Dag), den Ovend u.
de Nach Rip, Allg. — Im bes. a. Lichttag, im Unterschied zur Dunkelheit. α. Dämmerung;
der D. grot (graut) Hunsr;
et es groə D. Trier-Welschbillig, Daun, May, Siegld-Kromb;
et wiərd D., bei et D.werde; et fängk an D. ze werde; der Dag kömmt Rip, Allg.;
der Dag woər noch net e jen Loch (Luft);
wie der Dag e jen L. koəm Selfk;
et get eweil gouen D. Bitb-SThomas;
wann der D. krickt MülhRh;
den Kreck van D. Dinsl;
in't Krickele van den D. Geld;
kreckel der D. Eup;
kreckes dem D. Monsch-Strauch;
krecken D. Kemp-AmernSAnton;
knockes (
s. knickes) gen D. Schleid-Dreiborn;
ge (gegen)
D. WBitb;
eh (ih) D. Bernk, Trier, Bitb, Prüm
(den Ehdag einer, der immer vor Tagesanbruch aufsteht Trier-Mehring);
vör D. on Dau (Tau) Aach, Eup, Nfrk. RA.:
Wenn ock den Hahn nit kräjt, et werd äwwel D. was kommen soll, kommt doch Mörs.
Wenn e armer Mann ebbes hot, will es nit D. were Kreuzn.
Dem geht der D. en de Schnüss op er hält Maulaffen feil Sieg-Sieglar.
Et geng mech der D. ut ich wurde sehr verwirrt MGladb-Rheind.
Wen net bacht (backt)
ih D., den b. den ganzen D. Trier-Schleidw.
Awwer do war et D.! da ging der Tanz los Saarbr;
eweil as et D.! jetzt schlägt's dreizehn! WMosfrk;
et es D. bei em er ist zornig Saarl-Düren.
Der D. no et Hus ebrenge den Unterhalt verdienen Aach-Merkst.
Tössen (zwischen)
D. on Sonnopgang, dann wird de Foss (Fuchs)
de Tid so lang Mörs-Xanten.
Unner D. unter der Erdoberfläche, im Innern der Grube;
iwer D. ausserhalb der Gr.;
zu D. od.
zu D. aus an die Erdoberfläche, in der Bergmspr., Allg.
Et laut (läutet)
zu D. die Morgenglocke läutet Birkf-OTiefenb. — Ebenso von der Abenddämmerung:
de D. fängkt an ze bleiche Bernk;
tösche D. on Donkel (Düster); met D. on D. mit Morgengrauen, bei Abenddämmerung Rip, Allg.;
[] mat D. on Deister hämkomme Mosfrk, Rip, Nfrk. — β. im allg. vom Tageslicht;
esu lang, as et D. os solange es noch hell ist Koch, Allg.;
du moss mache, datste noch am (bei, met dem) D. durch de Bösch küs; en de Zemmere kann bei donkel Wedder de D. gar net eren Rip, Allg.;
du stehs mir em D. im Licht;
der steht (es) sech selver em D. mit seinem Handeln bereitet er sich selbst Nachteil;
gangk mer us dem D.! aus dem Licht Rip, Nfrk;
de sett sech em D. wie ne Klompemäker (Holzschuhmacher) Nfrk, Rip. RA.:
Wie later (später)
der D., wie netter de Lü (Leute) von spätem Besuch Mörs, Ruhr.
En donkele (driwe) Morge git en helle D., en helle M. en donkele D. Mosfrk von Trier bis Kobl.
Der scheut den D. wie en Eul ist ein Lichtscheuer Altk-Flammersf. Durch den Mageren
löcht der D. dur Heinsb-Lümb.
Den D. verbrenne die Lampe bis in den Tag hinein brennen lassen Rhfrk, Mosfrk;
usem Herrgott de D. v. Rip.
De Wohrheit kömmt doch noch an den D. Mörs, Allg. Dem leicht erregbaren Menschen
leie die Here (Gehirn)
se nächst am D. Simm.
Leide be'n Stein am D. May-Kollig.
Er hot neist an D. gedohn hat sich nichts merken lassen Birkf-Idar, May-Kollig;
eich werd der't es an D. duhn! Drohungen mit unliebsamen Enthüllungen Bitb-Dudeld.
Ordentliche Lütt komme bei D. heim Sol.
Lichtmess spinne vergess, bei D. ufgestann, bei D. schlofe gang Simm.
Vör den D. komme; ze D. k. Eup-Raeren;
et es ganz ze D. getroffe offensichtl., in richtiger Weise Aach-Stdt 1836.
He schlöf bes en den D. eren, — en Loch en den D., — brennt en Loch en den D.; he lef su en den D. eren Rip, Allg. A.: Wohin gehst du? B. scherzh.:
en den D. eren Neuw-Rodenb.
Merem (mit dem)
D. ofgestann, merem D. schlofe gang! Lebensregel der Bauern Hunsr.
He es fruəh, wenn he met den D. üəver de Hei (Heide)
kömmpt er muss schwer um den tägl. Unterhalt kämpfen Kemp, Kref. — γ. der helle, klare Tag,
der helle, klore, hellhēdere, lechte D.; am hellen(leiten), am hellen lichten u. hellichten D. (
s. d. W.) RA.:
Hell (klor, schen) wie der D. Bitb, Allg.;
su klor wie der D. die Sache ist aufgeklärt Rip.
Nen D. so schön öm Eier te legge Kref.
Et es at kloəren D.! Weckruf Aach, Rip.
Düstere Merges (Morgen)
gewen de klorste D. Geld.
Der mät enem de helle (hedere) D. ze düster bringt einen in Verlegenheit, bereitet einem Ärger Rip, Nfrk.
De hät sich am hedere D. de Fott (Gesäss)
gehaue hat eine Arbeit übernommen, die ihm nicht zusagt Schleid-Hellenth. Der Überschlaue
hert de Fleh am helle D. furze Wend-Aulenb, Trier. — δ. Tag u. Abend, Nacht;
tösche D. en Oəvend bei Sonnenuntergang Selfk. RA.:
Et ös kene D., he brengt den Ovend met sech auch nach härtester Arbeit, grösstem Kummer gibt es einmal Ruhe Bergh-Blatzh.
Wenn der O. (de Lamp) sät: et es (ren on) klor, dann sät der D.: et es net wohr SNfrk, Klevld, NBerg.
Wenn mer dat der ganze D. deht, würd et Ovend von einer langwierigen Arbeit Kref.
Wer dech ovends stellt (stiehlt),
brengt dech am D. wedder wer dich genau besieht, will dich nicht behalten Rip, Allg.
Mer moss den D. net viər den O. luawen wie
nhd. Bitb, Allg.
Et es net aller D. Ovend [] wie
nhd. Wermelsk, Allg. —
Dat es en Ongersched (Unterschied)
wie Neit (Nacht)
on D. Elbf, Rip, Nfrk.
Et geht em Schleck (Schnecke)
esou gout Nöt on D. wei em Hös (Hasen) sowohl den Trägen u. Langsamen wie auch den Fleissigen wird es Tag und Nacht Saarbg-Faha.
Bei dem hät mer D. on N. kein Rauh; die Sach geht mer D. on N. em Kopp eröm; he hät mer D. un N. en de Uhre gelege Rip, Allg.
Van Zint Peter an ript et Koəre D. un N. SNfrk.
De verschlöf dem Herrgott den D. on dem Düwel de N. Sieg-Fussh.
De kemmt met (zweschen) D. un N. häm Rhfrk. — ε. Länge des Tages;
ene lange (kuərte) D.; de D. werde länger (küərter) Rip, Allg.;
et as ewell neist me un den Doən Bitb-Mettend, Allg. RA.:
Zenter Klos (Nikolaus)
maht de Do moss (mass),
setzt de D. op de Moss sie werden nicht mehr länger od. kürzer LRip, Geilk; —
sett de D. op Moət, Sänt Janne (28. XII.)
sett se wer dervane sie werden wieder länger Eup.
Öm Zent Vit weərden ver de lang D. wit Erk-Örath, Geilk.
Wenn de Daə lange (im Januar),
kemmt de Wenter gegange Rhfrk, Hochw.
Wenn de D. anfange ze länge, fange se an ze strenge, — fängk der Wengkter, de Kält an ze str. Rip, Nfrk.
Fange de D. an te flauen, f. de Fulen an sek te tauen (eilen) Elbf.
Kristdag wächst der D., soweit die Mucke gähnen mag Birkf-Schwarzenb.
Met Drijkönnenge länge de D. enne Hahneschrej Geld, Nfrk, Rip.
Lechmösse han de D. en Stond gelängk Eusk.
Wann woər de Welt am engste on de D. am längste on de Füss (Füchse)
am bängste? 1. in der Arche Noä; 2. als Josua der Sonne bei Gabaon gebot stillzustehen; 3. als sie, mit den Schwänzen aneinandergebunden, gegen den Feind gejagt wurden Sieg-ODollend. — b. ohne ausdrückl. Gegens. zur Nacht, bes. der Arbeitstag.
De (ene) ganzen (halven) D. (lang); den ganzen leven (de leve halve) D.; den ganzen hellegen D. Rip, Allg.;
de ganze liewe lange helle heilige D. Hunsr;
en ganzen helen (heilen)
D. Berg, Rip, Klevld;
der g. usländege D. Eup;
die legge der ganze D. tesame MGladb, Allg. RA.:
Kemmt D., kemmt Rot (Rat) Siegld;
neue D., neue R. Monsch-Witzerath. Du gehst mit,
wenn emol en schüner halwer D. ös! Altk-OErbach, —
wenn de D. lang weren! Neuw-Rodenb.
Morge könnt och noch ene D., woə noch nüs a gedoən es! morgen ist auch noch Zeit Aach-Warden.
De Däg sen awwer elo esu lang, dat en Gäss (Geiss),
die morgens bei de Bock kennt, owends schungs (schon)
ka betscheln (lammen) von einem langen Arbeitstag Bitb-Seimerich.
Eas der D. lang (l. Arbeitst.),
eas der Gang l. Merz-Nunk.
Der D. es su longk, der Luəhn es su kronk Heinsb.
Der schwätzt viel, wenn der D. lang is (de D. l. sin) Rhfrk, Allg., —
viel, wann de Däg kuərz sen, äwwer noch mih, wann se lang sen Bitb-Ehlenz;
der frot (fragt),
wie wenn der D. l. es er fragt immer Birkf.
Wer fröch opsteht, krit (hät) ene l. D. einen l. Arbeitstag; wer sich jung verheiratet, wird von den Beschwerden des Ehestandes seinen guten Teil mitbekommen SNfrk, Schleid-Hellenth.
Engen den D. ze lang machen ihn fortwährend antreiben WBitb, Allg.
Mer kann den ganzen D. an em Aj (Ei)
schiəlen sich mit Nichtigkeiten abgeben Merz-Nunk;
ich kann [] ene g. D. an enem Ei schälle, dann han ech emmer bloss en Ei Schleid-Lommersd.
Morgespot (-regen)
deht der g. D. noch got Kemp.
Hant vi nu Mittwoch? scherzh. Antw.:
Jo, den ganzen D.! Gummb, Allg.
Ich weəss der D. net miəh, winniəh ich em gesiəh ha Aach.
Ek will den D. doch nich so ganz an de Sonn dragen doch nicht ganz faulenzen, wenigstens etwas arbeiten Gummb-Berghsn.
Der D. es öm, iəhr me sich ömsiəh hat dem Fleissigen verfliegt die Zeit Aach, Allg.
De Papp (Brei)
es sou dönn, wüər der D. mar öm! Heinsb.
Er sitt nore de D. dreimol: morgets, mettags on owets sonst schläft er, aber zum Essen ist er da Ottw-Remmesw.
He gesieht den D. net mih er wird noch heute Nacht sterben Bitb, Allg.
He würd jeden D. en D. äller Siegld.
Setz dich enen hauven (halben)
D.! nimm eine Weile Platz Aach, Jül.
Nen D. lof (lobt)
mer es Ovends un en Frau l. mer es Morgens Köln-Pulh.
Des Morgens tidig (zeitig)
opgestangen, dat es den D. gutt angefangen Gummb-Berghsn.
Spät opstonn mät koote (kurze)
D. Köln-Stdt. Der Tagedieb
stillt usem Herrgott den D. af Rip, Allg. —
Jongen, hock (heute)
get et en hēssen D., sot Pittchen, wei se en verbrannt hun Trier, Bitb.
Der hät senge D. ist übler Laune Schleid-Hellenth, Wend-Steinb.
Enen guje D. häbbe gut gelaunt sein, vollen Erfolg haben;
sich en g. D. anduhn (make) meist selbst untätig sein u. andere für sich arbeiten lassen, sich gütl. tun Geld, Allg.;
got D. han gut, reich leben Rip, Allg.;
sing gou D. möj siə ruhige, geordnete Verhältnisse gegen eine sehr zweifelhafte Zukunft vertauschen Aach-Stdt;
e gurer D. gedenkt lang Birkf;
e g. D. vergisst nein (9)
schlechte Kreuzn.
De deht sech ene flotte D. an lebt üppig Kemp-SPeter.
Der hot e schlauer D. braucht nicht viel zu arbeiten, kann sich schonen Ottw, Allg.
Dem sein fett D. (sein Wohlstand)
sen veriwer Bitb-Kyllbg.
Die hät ene ärme D. gehot nicht glückl. gelebt Viersen.
He hät ene fule D. eine bequeme Stellung;
sech ene f. D. make nichts schaffen MGladb, Allg.;
sech ene leəgen D. m. dass. Mörs.
He hät widder seng doll D. an welchen er nicht zurechnungsfähig ist Sieg;
den elo hot och at es besser D. gesehn Daun, Allg.
D. han wie en junge Hongk (Hund) gute T. haben Rip. —
De schafft ach en ener Woch mih wie an enem D. der Träge Trier.
En den D. erenschwätze ohne Bedenken, sinnlos Rip, Allg.;
in de D. schaffe ohne Überlegen arbeiten Rhfrk, Altk. — In der Zeitbestimmung:
dags tagsüber Allg.;
erschterdags bald Aach;
örsch Dags möglichst bald Geld;
der iərschte D. es mi nich te früh dass. Gummb;
morges D. sobald als möglich Trier-Mehring;
alles, bat des Dags zeidig (reif)
eəs May.
Morn am D. sogleich, ohne Zögern;
m. am D. nöhm ich de Stell an Rip, Berg;
moər on D. stets, jeden T. Kemp;
dörch der D. tagüber Eup;
no Dags tags danach Köln-Stdt 1818;
üvver D. (u.
dagsüvver) tagsüber Rip, Nfrk.
höck ze D. heute, in der Gegenwart Rip;
heit des Das Saarl, Allg.;
hettches D. Bitb;
högdeges Dags Malm, u. so Mosfrk, Rip, Sol, Elbf;
heddigen Dags Bitb;
van D. heute;
v. D. ach D. heute über acht Tage;
op van D. ös alles dürer in heutiger Zeit;
bis v. D. tu; en vandagsche Moden Verbr. Nfrk
[] (
s. genauer bei von), ausserdem südl. noch Eusk-Lechenich, Schleid-Hellenth (sonst
heute [
s. d.] Allg. u.
den(dön) D. Gummb-Schwarzenbergisch, Lennep, Mettm-Kronenbg);
van D. Schöppkes (Schäfchenwolken),
moərn Dröppkes (Regen) Klev;
van D. es v. D. on neit morge! benutze den Tag Kref;
et geft van D. enen hēten D., sät de Hex, du soll se verbrongkt weərden SNfrk. — c. im Gruss
(enem de Zick [Zeit]
van D. sage, bede, net s. Rip, Allg.); tagsüber bis zum Abend (an der Saar bis mittags 12 Uhr, von da ab
g. Owend) beim Begrüssen u. Abschied:
Dag, goden D. (zesamme) [auch
gohn, gen D.];
D. och! Allg.;
ek well do eəwen en et Hus gohn un g. D. sagen Gummb, Allg.
G. D. ent Hus, g. D. ent Hus, schött miər en Pott voll Kloren ut; dann well ich dir san, wo ich dannen siən: us der Heimatstadt, us der H.! Gummb-Bergneustdt.
G. D. tesame in der Stoff on ock en der Kamer! Lennep-Hückeswagen. A.:
G. D.! B.: e gut Dach is gut for en alt Haus Simm, Malm [A.:
och got för op en nögt (neues)]; A.:
D., Pitter! B.: wenn e fällt, da lit er! Eusk.
G. D. tusame, sagg de Foss (Fuchs),
du kēk hei in der Hunnderstall Mörs-Rheinbg.
D. tesame scherzh. der Spazierstock Mülh-Ruhr-Styrum. —
D., D. (u.
Tag, T. [
-ax])
gohn, auch
tata, dada, adda, teita g. spazieren gehn, in der Kinderspr. Allg. — 2. der T. in der Reihe anderer Tage. a. im allg.,
dis (-e-) (disər) D. u.
die D., bis des D. an irgendeinem Tage, in diesen Tagen, vergangenen u. zukünftigen;
et (des) zongeren (anderen)
Dags am anderen T. Kemp, SNfrk;
de letzten D. (der Woche) Allg.;
godes Dags gonn ech no Kölle an irgendeinem T., wie es sich gibt Rip;
am D. devor (deno) Rhfrk, Allg.;
verledden D. vergangene Tage Rip, SNfrk;
bei 14 D. etwa 14 T. Merz-Bardenb;
moərn ös noch enen D. (do hät noch gē Müsken dra gebiəte [gebissen] Kemp), deshalb höre ich heute auf zu arbeiten Rip, Allg.;
haut (heute)
is kä Dobbeldag! damit lehnt man ab, schon Gesagtes zu wiederholen Simm;
enen D. nom Moart kommen zu spät kommen Bitb, Allg.;
enen D. noə der Mart es e Joəhn te lat (spät) Heinsb.
Kölle (Rom) ös neit en enen D. gebaut Kemp, Verbr.;
de Welt is nit en einem D. gemaht Köln-Stdt;
enen D. in de Weke (Woche)
mut mer för de Spetzbuwen arbejen Dinsl-Gahlen.
Wat donnt alle Lüt täglik? Enen D. älder werden MGladb;
mer zwei sterven op einem D. haben den gleichen Gedanken Köln-Stdt;
en aulen (alter)
Mann es en M. van enem D.; he geht met enem Ben em Graf Elbf;
de wet och net van enem D. en den angeren te kommen ist sehr arm Wermelsk, Allg.;
Brutt vun em D., Botter vun er Stunn, dat schmacht dem Munn WMosfrk;
su geht en D. dem andere noh ein T. folgt dem anderen Sieg, Berg;
en anern D., en aner Moart ein Handel gilt nicht über eine gewisse Zeitdauer hinaus; Zeiten u. Meinungen ändern sich Bitb-Geichl;
all iwer den a. D. jeder zweite (dritte) T. Mosfrk;
et es net jeden D. Kirmes man kann nicht immer wie an Festtagen leben Bitb, Allg.;
den os net j. D. gewassen ist klein geblieben Prüm;
j. D. brengt Ongemach MGladb, Erk;
alle D. jeden T. Allg.;
änen D. wie alle D. immer, andauernd Saarbg;
all die D. die letzten T. Mörs;
[] dat Fraumensch konnt mih wie all D. es konnte hexen Wittl-Binsf;
do han ich och noch net alle D. Ovend! da werde ich noch etwas erleben Rip;
du häs noch net a. D. O. erleft! Gummb-Nümbrecht;
alle D. en Brot, a. Johr en Kend, bös dat et fifontwentig send! scherzh. Glückwunsch Dinsl;
alle Dags e Plöckelche (Pflock, Wolle)
git derno e Röckelche sagt der unehrl. Schneider;
alle Dags e Dröppche git derno e Lauch (Loch)
em Sten Dür;
alle D. täglich Malm;
all Dags; en alldagsen Rock Barm.
Dag for Dag täglich Rhfrk, Allg. (das Wort »täglich« ist ungebräuchlich, es wird durch diese Wend. ersetzt);
no die D. späterhin Rip, Allg.;
enner der D. innerhalb der T. Saarl;
mer hoff van D. ze D. Rip, Allg.;
en den nächsten Dagen Allg.;
de letzten D. der Woche Allg. —
Ver hant os e Johr on D. (all J. on D.) net mih gesiəhn MGladb, Allg.;
mer sütt dech joə an J. on D. nit SNfrk;
dat sall sech öwer J. on D. wahl feine (finden) Ruhr.
D. en Datum kennen ein Ereignis gut kennen Klev. —
För en natten (nassen)
D. sörge vorsorgen für böse Zeiten Emmerich, Sol-Wald;
de kann ne nasse D. fire er ist vermögend u. kann daher tun u. lassen, was er will Dür-Lucherbg;
de kann em ledigen (leidigen)
D. stohn ist jeder Sorge enthoben Prüm-Ihren. —
E paar D. derno; en Herd D. viele Tage Allg.;
soər Dager acht ungefähr 8 Tage Rhfrk, Mosfrk;
enen D. of ach Rip, Nfrk;
der D. sin vill, der hungrige Mohlzigge noch mih Köln-Stdt, Dür;
dat dauert iwig un drei D. Bitb, Allg., —
sechs Woche un drei D. Trier-Schleidw;
er mächt en Gesicht be drei D. Ren (Regen) May, Allg.;
sess D. krank, den sewenden nicks te begrawen NBerg;
de nüng (9)
Dag haue (halten) eine Novene halten Aach-Stdt;
eich haən dich, dat de acht D. rond läfs (läufst) Saarbg-Greimerath;
en de veerzeng (14)
D. stoəh in der Zeit von der Kündigung bis zur Auflösung des Dienstverhältnisses;
enge (sech) e de D. setze den Arbeitsvertrag kündigen Aach-Stdt;
drei Wochen sein schwinn bərkrochen (ver-),
äwwer vierzehn D. dat as lang Bitb-Dockend;
moəre fänge wierer honnert Daə an! zu Kindern, die nicht ins Bett wollen Birkf;
der deht (arbet, schafft, sät) en zweien D. mih wie en enem Rip, Allg.;
der (Faulpelz)
schläət de D. dut May.
Et geft net so vill Däg em Johr, als wie en Fuchs am Schwanz hot Hor Bernk.
De Beddeler hat grad esou 365 D. om Johr zu verzehren wie die Kinnik Prüm-Ihren. Am 30. XII. sagt man:
Zo Kölle om Maat (Markt)
steiht en Esel, de hät su vill Schwänz wie nouch D. em J. d. h. einen Sieg-Rhö
nd. More frih fänge nomol honnert D. an! für heute wollen wir Schluss machen Rhfrk, Berg, —
do es noch ken Mus an gewes! Berg, Malm-Weywertz. —
De Sumer in acht D. auf unbestimmte Zeit Simm-Laub; wie alt bist du? Scherzh. Antw.:
einen D. un dat üvverige Neuw-Linz;
ene D. mih wie gester öm des Zitt Rip;
op enen D. no mih wie me Moder Sieg-Fussh. — b. besondere Tage. α. Wochen u. Kalendertage;
der Sonn- od. Firdag im Gegens. zu
Werkeld.; de Wochend. wie
Mon-, Deisdag, Mettwoch, Donnersch-, Fri-, Sams-, Sonndag (
s. bei diesen einzelnen T. auch die Entwicklung von
-dag <
-dĭχ, –deχ, –dəχ; s. auch
Gudes-, Satterd.); besondere Kalendertage
[] wie
Neujohrsch-, Dreikönneks-, Lechmess-, Pitterschd. (usf.), statt dessen auch
op Neujohr, op Lechmess, op Zin Pitter usf.
Welcher D. as der längste an der Woch? der Donnerstag, er hat die meisten Buchstaben Prüm-OÜttf.
No die Däg nach den bevorstehenden Feiertagen Düss, Allg.;
huəhgen D. Feiertag Kemp, Geld;
gure D. dass. Goar-Weiler, May-Trimbs;
helliger D. jeder Freitag u. Feiertag Sülzt, Allg.;
der lange D. Versöhnungstag der Juden Allg.;
schroən D. Martinstag als Pachtzinstag Altk-Bachenbg;
der D. des Herrn scherzh. Löhnungstag, in der Bergmspr. Siegld, Altk.
Den D. kannste em Kalender ruăt anstriken Elbf, Allg.
Wenn menge D. (Fronleichnamstag)
op denge D. (Johannist.)
fällt, dann vergeht de Welt Dür-Poll, —
da es et än Dohn Koch-Leienkaul.
Ho (haue)
die Au (Alte)
mit de Pann op de Mull, dat is der D. des Herrn! Heinsb-Schalbr.
En de Wörsch (Würste)
sin vill hellige D. Speckstücke Köln-Stdt, —
got D. Grevbr-Kapellen.
Met dem krige wij noch ene helligen D. der stirbt bald, dann haben wir an seinem Begräbnistag Feiertag Klev.
Wat den D. mih helleg, wat der Deiwel mih rosen (rasend) zur Kennzeichnung der an Sonn- u. Feiertagen üblichen Ausschweifungen Bitb.
Bis Bretzelngehannsdag unbestimmte Zeit Gummb-Berghsn. — β.
der goə D. han zur ersten hl. Kommunion gehen Geilk-Birgden;
er hölt sene goue D. geht zur Kommunion Eup. — γ.
der jöngste D. wie
nhd. Rip, Allg. RA.:
Et es en Spektakel, äs wenn der j. D. aküəm! Heinsb-Erpen.
Ek hauen dek, dat de menst, der j. D. köm! Remschd.
Der kennt mer de Flih um j. D. sechen (suchen)! der kann mir gestohlen werden Bitb-NWeis.
Dat dohn ich den ewigsten D. neit meh nie u. nimmermehr Heinsb-Millen. — δ.
de Frau hät ehre D.ə hat die Mensis Gummb. — c. Lebenstage;
der Minsch erlef, he mag sin, wer he mag, et letzte Glöck un och der l. D. Köln-Stdt;
das war noch seiner Lebdd. eso (
s. Leb-tag) Saarbr, Allg.;
he hät seng D. nicks vör sech gebreit (gebracht) Wermelsk, Allg.;
he hät seng D. vill gearbet Rip, Allg.;
den alden D. das Alter;
den a. D. kömmp Kemp, Allg.;
nen schönen auen D. ha im Alter ohne Sorgen leben können Aach, Allg.;
op senge alen D. im Alter Rip, Allg.: RA.:
Der auen D. mat net schönner Aach-Stdt.
Dem kömmpt der alden D. an (op) et Lif SNfrk.
Wenn du an mingem D. kömmst zu meinem Alter uWupp,
n. einschl. Ruhr, Mörs;
du wetts met din Johren noch net an minen D. te kommen! Ess;
komm märr es an m. D., dann vergonnt (vergehen)
dech de Ondög noch lang niet! Mörs;
as gej met ou Johre an m. D. kommt, dann köt (kannst du)
metspreke Rees. —
d. öffentl. Tage;
Zahl-, Schaffd. Lohn-, Arbeitst. Allg.;
s. auch
Geburts-, Namens-, Bündelchens-, Treck-, Ziehd.; de gemäne D. urspr. eine Versammlung der Erwachsenen, die das Gemeinderecht besassen; er diente zur Beratung u. Beschlussfassung über Gemeindeangelegenheiten, nach deren Erledigung der Ausschank von Branntwein od. Bier an die Anwesenden auf Kosten der Gemeinde erfolgte; davon ist unter Beibehaltung des Namens nur das Trinkgelage übrig geblieben Hunsr. — Der Schafhirte
[] erhielt als Lohn für jedes Schaf 30 Pfg. u. Naturalien, u. zwar so, dass der Besitzer von 2—5 Schafen
enen Dag hatte, von 6—10 Sch.
zwei D.; die Abgabe für
enen D. betrug 2 Zentner Kartoffeln, 4,75 Malter Roggen u. für jedes Schaf 3,5 Malter Hafer; der Besitzer von 2
D. zahlte doppelt (usf.) Aden-Siebenb; der Hüttenbetrieb war nach
D. eingeteilt (
s. Hüttent.); wurde der
D. beim Verkauf nicht übertragen, so hiess der verkaufte
Hammerd. (verbauter D.), en bläcker D. Siegld 1839.