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montag

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

montag m.

Bd. 12, Sp. 2514
montag, m. dies lunae. ahd. mânetag (fone mânetage, secunda sabbati Notker ps. 47, 1), mhd. mântac, später môntac, umgelautet mæntac, welche letztere form im bair. mæntag, tirol. möntig (neben mûntig, mântig Schöpf 418), schwäb. mentig, schweiz. mæntig, mentig dauert. die schriftsprache hat das erste glied der zusammensetzung in der alten form von mond (s. das. nr. 2) sich erhalten. der name geht über das ganze germanische gebiet: altnord. mâna-dagr, schwed. mndag, n. mandag; ags. mônan-däg, engl. monday; fries. mônadei, mônandei; mnd. mânendach, mândach, niederl. maandag setzen alts. altnfr. mânundag voraus. der montag ist der zweite tag der woche, der erste der werktage, daher auch wol als erster wochentag aufgefaszt: montag, dies lunae, der erst tag in der wuchen. Maaler 293c; brauch bei einzelnen handwerken war es den gesellen den montag zur arbeit für sich zu lassen: vortmer so hebben de knechte alle maendage vry. in den vryen maendagen mögen se maken tho dem halven jahr veer armborste van erem egenen horne. Rüdiger die hamb. zunftrollen s. 4 (ordeninge der armborsterer von 1458); allgemeiner aber nahmen die gesellen und dann die handwerker insgemein den montag als nachfeier des sonntags: kein montag hast gearbeit seider (die frau zum gesellen). H. Sachs fastn. sp. 1, 41, 146; wo du liegst bei dem wein und spiel und den montag zum sontag feierst (landsknecht zum handwerksmann). 119, 147; das hiesz montag halten: welk knecht den mandach holt unde sines heren werc vorsumede, den moghen die wercmestere woll in de hechte (haft) setten. Rüdiger zunftrollen s. 31 (recht der böttcher, von 1375); und der montag selbst der gute montag: nachdem bishero bei etlichen handwerken ein gewonheit gewest, dasz die gesellen auf denselben handwerken in den wochen, unangesehen ob gleich bisweilen darin feiertag fürfallen, guten montag gehalten, welche gewohnheit aber ... mehr zu einem miszbrauch, dann dasz die gesellen den zu ihrer gebührlichen nothdurft gebraucht, gerathen, und dasz durch sie die gesellen an solchen guten montagen fast durchaus nichts anders dann füllerei, unzucht, verwundungen und andere üble laster geübt und getrieben. anz. des germ. mus. 1864 sp. 14 (verordnung des rats zu Nürnberg gegen 1550); weilen auch die handwerksgesellen und knechte zu zeiten etzliche tage müszig und dem trunk nachgehen, unter dem schein, dasz sie einen guten montag halten wollen. pol.-ordng. zu Celle von 1618, cap. 17, § 14; und wofern jn itzliche handwerker die gewohnheit hergebracht hätten, dasz sie guten montag hielten, so soll doch solches allererst den nachmittag geschehen. ebenda; disz jahr wird ein schalkjahr sein von halbhundert guten faulen montagen. Fischart groszm. 18; eins montags frue zu pet ich lage gedacht heut ist gueter montage, da wil dem maister feiren ich. meisterl. fol. 23, nr. 231; er blibt doch nit daheim lang sitzen, der lur ouch nit wol werken mag und bsunders am guoten mentag. Manuel 310, 162 Bächtold; dafür später der blaue montag, ursprünglich der montag vor aschermittwoch, so genannt von der farbe der altarumhängung in den kirchen (Schm. 1, 1608 Fromm., er hiesz auch der unsinnig montag. ebenda; der fraszmontag. Frisch 1, 669b), später von den handwerkern auf jeden durch schmausen gefeierten montag übertragen: montags nicht arbeiten, blauen montag machen, (holländ.) kopper-maandag houden. Kramer niderhochteutsch wörterb. 1 (1719), 188b (vgl. niederl. kopperkens dagh, kopperkens maendagh, i. verloren maendagh, hilaria Kilian); die freude daran läszt ihn selbst als schmeichelwort für eine geliebte verwenden: adieu du mein immerwährender blauer montag! (ein schneider zu seiner braut). Kotzebue dram. sp. 2, 204; sprichwörtlich: blauer montag, volle kröpfe, leere beutel, tolle köpfe. Simrock 381. andere bezeichnete montage: der stolz montag, der montag nach pfingsten. Schm. a. a. o.; der verlorene montag, dies lunae post trium regum diem. Frisch 1, 669a; niederd. de swaren mândach, der erste montag nach epiphanias (wo die gewählten magistrate eingeschworen wurden). Schiller-Lübben 3, 21b; in Franken, im Rheingau und an der Lahn geschworene montage, an denen das ungebotene gericht gehalten wurde (rechtsalt. 820): wann der dreyer geschworn montag gericht zu Büttelbrunne eins sein solle. weisth. 3, 562 (von 1443); auch mag min herr von Wertheim oder sin gewalt dry geschworen montag haben in eim jeglichen jare zu Haidenfeld, und bedarf man desz, so mag man auch zwei aftergericht haben nach jedem geschwornen montag. 564 (von 1420). Sprichwörtliches und volksglaube: rauher montag, glatte woche. Simrock 381; man musz auf keinen montag in den dienst treten, in ein hausz ziehen oder sonst was beginnen, solches wird sonst nicht wochen alt. Leyermatzs lustiger correspondenzgeist (1668) 176; wenn montags iemand frembdes zur stubenthür hinein siehet, und gehet nicht gar hinein, der macht dasz der mann die frau schlägt. rockenphilos. 1, 124. Zeitbestimmungen durch am montag: am mantag früe kom derselbig geraisig zeug herzu gegen der stat. d. städtechron. 2, 172, 12; am mantag und eritag. 10, 262, 9; auf den montag: darnach an dem 16. tag des monats januari, das was auf suntag, da was derselb burgermaister frisch und gesund ... und des morgens frü auf den mentag was er gegangen den weg, den wir alle müeszen gan. 5, 292, 21; datum geoffnet und gesprochen worden uf den nechsten montag vor s. Mertins tag (1384). weisth. 6, 22; darnach auf montag der ersten wochen im advent, zoch Henricus mitten durch das stift von Bremen in Diedmar. Luther 3, 32a; drümb rat ich darzw hewr als vert, das wir in auf den montag henken. H. Sachs fastn. sp. 5, 99, 17; der acc. montag, den montag, meint entweder einen bestimmten montag: montag den 1. october; nächsten montag schicke ich das buch; montag denke ich ihnen eine neue ballade zu senden. Schiller an Göthe nr. 329; oder einen jeglichen: montag reizet uns die bühne; dinstag schleicht dann auch herbei. Göthe 1, 166; gen. montags gewöhnlich das letztere: montags sind wir gewöhnlich in N.; wenn aber manch loses weib des sonntags mit andern losen purschen ... ist spatziren gewesen, ... und kommen alsdenn von solchen schönen spielcammeraden einige des montags drauf, um zu sehen, ob frau Schlampampe auch wohl geruhet habe. rockenphilos. 1, 125.
6328 Zeichen · 123 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Montag

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Montag , des -es, plur. die -e, der zweyte Tag in der Woche, Dies lunae, weil er bey den ältesten abgöttischen Völke…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Montag

    Goethe-Wörterbuch

    Montag selten ‘Mond-’; abgekürzt ‘M.’, ‘Mont.’; auch in Form des Planetenzeichens dargestellt 1 erster Werktag der Woche…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Montag

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Montag , der 2. Wochentag, nach dem Monde benannt.

  4. modern
    Dialekt
    Montag

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Montag Band 3, Spalte 3,1053–1056

  5. Sprichwörter
    Montag

    Wander (Sprichwörter)

    Montag 1. Am Mentig ist der Hebean, am Zeinstig thu ich, was i ma; am Miggta ist der Wochamarkt, am Donnstig schaff i au…

  6. Spezial
    Montag

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mon|tag m. (-[e]s,-e) lönesc m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit montag

67 Bildungen · 40 Erstglied · 26 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von montag 2 Komponenten

mon+tag

montag setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

montag‑ als Erstglied (30 von 40)

Montagabend

PfWB

montag·abend

Montag-abend m. : wie schd., Mondaagowend, Mundaa-, Mandaa-, -owed, usw. s. Montag und Abend [verbr., Krämer Gal 151]. VR.: Heit is Kerb un …

Montagewerk

LDWB2

montage·werk

Mon|ta|ge|werk n. (-[e]s,-e) (Montagebetrieb) fujina de montaja f. , stabilimënt de montaja m.

Montaggefälle

DRW

Montaggefälle, pl. die montags eingenommenen städtischen Gefälle (I) vgl. Montagskost die drei sollen alle montaggevelle, die man namet die …

Montagjünger

DRW

montag·jünger

Montagjünger, m. wie Jünger (I), ausgelernter Handwerkslehrling, der das Gesellenrecht noch nicht erworben hat vgl. 2Mittler wann er aber ni…

Montagmorgen

PfWB

montag·morgen

Montag-morgen m. : wie schd., Mondaachmoʳche, Mun-, Man-, -daag, -daa, -morje, -morge, usw., s. Montag und Morgen [verbr., Krämer Gal 151]. …

Montagna

Meyers

Montagna (spr. -tannja), 1) Bartolommeo , ital. Maler, geb. um 1440–45 in Orzinuovi bei Brescia, war seit 1480 in Vicenza ansässig und starb…

Montagnac

Meyers

montag·nac

Montagnac (spr. mongtanjáck), Stadt im franz. Depart. Hérault, Arrond. Béziers, an der Lokalbahn Montbazin-St.-Chinian, hat eine Kirche (14.…

Montagnacht

PfWB

montag·nacht

Montag-nacht f. : wie schd., -nacht, -naacht, s. Nacht [mancherorts]. Südhess. IV 746 .

Montagnais

Meyers

montag·n·ais

Montagnais (spr. mongtanjä), nordamerikan. Indianerstamm der Athabasken (s. d.) im Norden des St. Lorenzstromes. Eine Grammatik ihrer Sprach…

Montagnana

Meyers

montag·nana

Montagnana (spr. -tanjāna), Distriktshauptstadt in der ital. Provinz Padua, 16 m ü. M., rechts vom Frassine, an der Eisenbahn Monselice-Legn…

Montagnards

Meyers

Montagnards (franz., spr. mongtanjár), die Mitglieder der sogen. Bergpartei, s. Berg , S. 658.

Montagne

Meyers

Montagne (spr. mónnteghjū), Stadt im nordamerikanischen Staat Massachusetts, Grafschaft Franklin, am Connecticut River, hat zahlreiche Fabri…

Montagne-Insel

Meyers

montagne·insel

Montagne-Insel , größte Insel der Süd- Sandwichinseln (s. d.), unter 58°27´ südl. Br. und 26°24´ westl. L., hat gegen 45 km Umfang, ist hoch…

Montagne Noire

Meyers

Montagne Noire (spr. mongtannj' nŭār', »schwarzes Gebirge«), 1) Bergkette der Cevennen im franz. Depart. Tarn, zieht sich in westöstlicher R…

Montagsarbeit

Wander

montags·arbeit

Montagsarbeit Mondtagsarbeit wird nicht wochen alt. – Petri, II, 482. Holl. : Maandags spoed, zelden goed. ( Harrebomée, II, 48 a . )

Montagsbruder

Wander

montags·bruder

Montagsbruder Es ist ein guter Montagsbruder. »Der einen vnnötigen Feyer- oder Saufftag macht.« ( Spangenberg, Katechismus, 26 a . )

Montagsfreiheit

DRW

montags·freiheit

Montagsfreiheit, f. Recht auf Geleit an einem Montag (I 4) die montagsfryheit. weres aber dz es unsern herrn also gestalt worde so mogent si…

montag als Zweitglied (26 von 26)

Rosenmontag

RDWB1

Rosenmontag m понедельник перед началом Поста

aftermontag

DWB

after·montag

aftermontag , m. in den urkunden der dinstag, scheint aber entsprungen aus after mântage: dasz er ir am montag nichts vertrüeg, dasz er an e…

Faschingsmontag

Wander

fasching·s·montag

Faschingsmontag Fällt am Faschingsmontag Schnee, rufen die Aepfelbäum': Juchhe. ( Oberösterr. ) – Baumgarten, 44.

ostermontag

DWB

oster·montag

ostermontag , m. , mhd. ostermântac, ostermêntac, der montag in der osterwoche, der zweite ostertag: am ostermontag man dann geht nach Emaus…

pfingstmontag

DWB

pfingstmontag , m. der montag der pfingstwoche, der zweite pfingsttag: also geschach, das uf den pfinkestmêndag ... der künig enweg reit. Kö…

rosenmontag

DWB

rosen·montag

rosenmontag , m. der tag vor fastnacht, entstellt aus rasenmontag, der rasende montag, s. Andresen volksetym. 5 307 und nd. korrespondenzbl.…

Schenkmontag

DRW

schenk·montag

Schenkmontag, m. Montag (II 2 a), an dem die Gesellen freihaben, aber verpflichtet sind, eine Schenke (IV) zu halten vgl. Schenksonntag die …

Sichelmontag

DRW

sichel·montag

Sichelmontag, m. Montag, an dem die Handwerksgesellen freihaben, wohl: Fastnachtsmontag vgl. Montag (II 2 a) zal keyn gezelle den montag fey…

Ableitungen von montag (1 von 1)

Montage

Pfeifer_etym

montieren Vb. ‘(technische Geräte, Anlagen) aufstellen, aufbauen, zusammenfügen, anbringen, anschließen’. Mhd. (vereinzelt) sich muntieren w…

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APA
Cotta, M. (2026). „montag". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/montag/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „montag". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/montag/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „montag". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/montag/dwb.
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