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drei

nhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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28 in 19 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

drei Num.

Bd. 2, Sp. 468
drei Num. : wie schd., drei (drai) [weit verbr.], (drāi) [KL-Morlt], (drḁi, drǫi) [mittl. VPf, vgl. Bertram 56, § 91], (drāi, dri) [vielfach mittl. u. südl. VPf NW-Gimmdg], (drÄi) [LA-Maik Mart], dräi (dręi) [mancherorts SWPf, vgl. Äis 'Eis', K. 1]. 14. Jh.: mit drien furen faren [Pf-Weist. I 235 (NW-Deidh)]. 15. Jh.: die drew geriecht Falckenstein, Alsentzbruck und Lonßfeldt entscheitt [ebd., II 495 (RO-Falkst)]. a. 1442: 12 gulden vor dru swin [ZweibrLuRb., Bl. 28r]. a. 1459: mit dryen priestern [ebd., I 291 (KU-Dunzw)]. a. 1483: die drue jardinge [ebd., I 165 (FR-Bockh)]. a. 1484: dry hasen [ebd., I 209 (PS-Burgalb)]. a. 1492: drei pund heller [ebd., I 11 (FR-Albsh)]. vor 1512: dry jong heller [ebd., I 469 (KU-Eßweiler Tal)]. a. 1513: eyn jare oder dru [ebd., I 403 (IB-Ensh)]. vor 1514: uf dry 14 Tag [ebd., I 493 (KU-Bosb)]. a. 1518: zu drigen malen ... drü crutze [ebd., I 212 (PS-Burgalb)]. a 1525: der dryer stuck [ebd., I 295 (NW-Dürkh)]. a. 1530: drei heller ... vnder drewn heller [ebd., I 35 (RO-Als)]. a. 1532: dry wirtt [ebd., I 262 (KB-Dreis)]. a. 1535: drey geschwohrnen [ebd., I 41 (RO-Altbbg)]. vor 1539: zu den dryen geriechten [ebd., I 326 (LA-Edk)]. — Flektierte Form (wie bei den Num. vier bis zwölf) ist für Neustadt belegt: Vertel dreie (drḁiə) [Lagarrigue 75]. — 1. von der Zeit. 's is drei Uhr, auch: 's is drei, 's schlacht drei u. ä. [allg.]; am en Uhre drei (am ə nūre drai) [mittl. VPf (Bertram 143)]; vor drei Daa (Woche) [NPf, allg.]; vor (e) Daaer (Wochener) drei, vgl. Tag 2 d [PS-Geisbg]. — 2.a. Mit drei wird oft spöttisch eine kleine Zahl, eine unansehnliche Menge bezeichnet. Met dem seine drei Knepp 'Mit dem bißchen Geld, das er hat' [KU-Kaulb]. Weje (wegen) dem seine drei Garwe stellt m'r doch net die (Dresch-) Maschin hiⁿ [ebd.]. Der hot jo käⁿ drei Hoor mehʳ uf'm Kopp [RO-Semb]. Die hot bloß noch drei Zähⁿ im Maul [LU-Alsh]. Das is noch keen drei Pennig wert [KU-Trahw]. Der Geizhals kriegt aa nit mihⁿ wie drei Schippe voll, von den drei Schaufeln Erde, die man dem Verstorbenen ins Grab wirft [PS-Erfw]. Von einem Dummen: Der kann net bis drei zähle [allg., auch Don Gal Buch]. — b. Zuweilen erscheint drei als Mittel der Steigerung: for drei Penning dorchenanner, vom gleichzeitigen Regnen und Schneien [KL-Enkb, KU-Konk Kus PS-Steinalb LA-Walsh]. Dem han ich geb for drei Penning 'Den habe ich ordentlich verhauen' [KB-Kerzh RO-Ruppeck KU-O'staufb Nd'staufb Föckbg]. Dem han ich gesaat, was dreimol drei is, dass. [KL-Wörsb]. Ein Mensch, der viel ißt, freßt for drei [LA-Gleisw, KU-Diedk]. Wer sehr laut schnarcht, is drei Haiser weit ze heere [NW-Weish/S]. Vom schlechten Wein heißt es: Wammer dene eme Iⁿsl (Esel) ins Ohr schitt (schüttet), laaft er drei Daae Galopp [KU-Kaulb]. Der Betrübte macht e G'sicht wie drei Daa Reeⁿwedder [KU-Krottb, verbr., auch Don Gal Buch]. Ein Mensch mit sehr bleicher Gesichtsfarbe sieht aus, als ob er schun drei Daa im Grab gelee hätt [RO-Obd]. Der Rückständige is drei Stunn hinner'm Mund (Mond) dehäm [PS-Geisbg Schmalbg]. Will man mit einem nichts zu tun haben, dann soll er uns drei Schritt vum Leib bleiwe [LU-Opp]. SprW.: E gudi Ausredd is drei Batze wert [verbr.]. — 3. Die Zahl drei in Volksgl. u. Brauchtum. Beim Schwören hebt man drei Finger [BZ-Klingmst]. Wann das fertig is, will ich gere (gern) drei Vaterunser beere (beten) [Kaislt]. Wann de Dorevochel (s. Totenvogel) dreimol ruft, sterbt äns [PS-Erfw]. Der Tote bekommt von jedem Teilnehmer der Beerdigung drei Schippe voll Erd ins Grab [KL-Reichb, allg.]; vgl. die RA. oben 2a. Brauchspruch: Heile, heile, Sege! Drei Dag Rege, drei Dag Schnee, dut's em Kindl nimmi weh! [BZ-Annw (Wasgau-Bote Nr. 8/1934)]. Einen weiteren Brauchspruch s. bei Blutstropfen 1. SprW.: Alle gule (gute) Dinge sin drei [LU-Altr, verbr.]. — Den Kirbeburschen steht das Recht zu, die drei Erschde 'die drei ersten Tänze' zu tanzen [verbr.]; vgl. Schandein Bav. IV/2, 385. RA.: Wer geholf hat, es Bämche planze, därf aach die drei Erschde danze [Krieger 23]. AR.: Eens, zwee, drei, du bist frei! [ZW-Marthh]. Drei, sechs, neun, über eine Scheun', über ein Haus, du bist draus [J. Hoffmann Chronik von Kriegsfeld, S. 64]. Ans, zwa, drei, hicke, hacke, hei; Maad, hol Weiⁿ; Knecht, schenk eiⁿ; Herr, sauf aus! Wer muß naus? Ich oder du? Oder 's alde Beckers aldi Ki-Ka-Kuh [Horne Penns 112]. Weitere VR. s. bei Baum (I 629, Z. 2 ff.) und bei Bubenrecht (I 1311, Z. 59 ff.). — 4. in FlN. An de drei Ääche, amtl. In den drei Eichen [PS-Lembg]. Die drei Brunne [KL-Neukch]. — Südhess. I 1699 ff.; Rhein. I 1463 ff.; Lothr. 101; Els. II 736; Bad. I 545.
4644 Zeichen · 154 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    DreiDas

    Campe (1807–1813) · +11 Parallelbelege

    Das Drei , des — es, d. Mz. ungew. drei einzelne Dinge als ein Ganzes betrachtet. »Das Drei der vortrefflichsten Barden,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    drei

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    drei in adj Gebrauch vereinzelt im Dat flektiert, in substantivischem u ellipt Gebrauch im Nom u Akk auch -e A bezogen a…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Drei

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Drei , die erste ungerade Zahl nach der Einheit und die erste ungerade Primzahl. Die Dreizahl (Trias) ist die erste, mit…

  4. modern
    Dialekt
    drei

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    drei Band 4, Spalte 4,325f.

  5. Sprichwörter
    Drei

    Wander (Sprichwörter)

    Drei 1. An dreien ist kein Segen: an dem, der alles kauft, an dem, der sich immer nur auf die Verdienste seiner Aeltern …

  6. Spezial
    drei

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    drei num. card. trëi ▬ drei Wochen nachher trëi edemes dedô ; drei auf einen trëi sön un ; drei Paar trëi pers ; drei ho…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit drei

1.458 Bildungen · 1.453 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

drei‑ als Erstglied (30 von 1.453)

Drei(j)er

Idiotikon

Drei(j)er Band 14, Spalte 33 Drei(j)er 14,33

Drei(j)ēt

Idiotikon

Drei(j)ēt Band 14, Spalte 41 Drei(j)ēt 14,41

Dreiangel

SHW

Drei-angel Band 1, Spalte 1701-1702

Dreibein

SHW

Drei-bein Band 1, Spalte 1701-1702

dreibeinig

SHW

drei-beinig Band 1, Spalte 1701-1702

Dreibock

SHW

Drei-bock Band 1, Spalte 1705-1706

Dreibord

SHW

Drei-bord Band 1, Spalte 1705-1706

Dreidistel

SHW

Drei-distel Band 1, Spalte 1705-1706

dreidoppelt

SHW

drei-doppelt Band 1, Spalte 1705-1706

Dreidraht

SHW

Drei-draht Band 1, Spalte 1705-1706

Dreidrudel

SHW

Drei-drudel Band 1, Spalte 1705-1706

Dreieck

SHW

Drei-eck Band 1, Spalte 1705-1706

dreieckig

SHW

drei-eckig Band 1, Spalte 1707-1708

dreiern

SHW

drei-ern Band 1, Spalte 1707-1708

dreifach

SHW

drei-fach Band 1, Spalte 1707-1708

dreifarbig

SHW

drei-farbig Band 1, Spalte 1707-1708

Dreifuß I

SHW

Drei-fuß I Band 1, Spalte 1707-1708

Dreifuß II

SHW

Drei-fuß II Band 1, Spalte 1707-1708

Dreigappe

SHW

Drei-gappe Band 1, Spalte 1707-1708

dreigedreht

SHW

drei-gedreht Band 1, Spalte 1707-1708

drei als Zweitglied (3 von 3)

mundrei

KöblerGot

mund·rei

mundrei , sw. F. (n) nhd. Ziel ne. goal, aim (N.), objective (N.) ÜG.: gr. σκοπός; ÜE.: lat. destinatum Q.: Bi (340-380) I.: ? Lbd. gr. σκοπ…

Plädrei

DRW

Plädrei, f. zu frz. plaiderie wie Pladierung vgl. Plet nach welscher gwonheit mit vil missbruͥchen und pledrîen beladen 1529 FWB. IV 509

Quaterdrei

Wander

quater·drei

Quaterdrei 1. Quaterdrey halten was frey. – Luther's Ms., 13. 2. Quaterdrei spielen. Ein im Mittelalter sehr beliebtes Würfelspiel.

Ableitungen von drei (2 von 2)

bedreïen

LothWB

be-dreïen [bedréïən, Ptc. bedrun, bədrú D. Si. ] tr. v. betrügen. Davon:

dreie

KöblerMnd

dreie , M. nhd. Strudel E.: s. dreien? L.: MndHwb 1, 472 (dreye) Son.: jünger