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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Tag m.

Bd. 2, Sp. 31
Tag m.: 1. der Einzeltag mit seinem Verlauf, Dag, Daach, Daa, s. F., [allg.]. a. der Tagesanbruch. 's werd Dag [ZW-Bechhf, allg.]. De D. kummt (kommt, kimmt) [allg.]. De Daa kommt an de Himmel [ZW-Hornb, verbr.]. 's isch Dag an de Himmel kumme, wo er net an de Ärwet war [NW-Haßl]. Er kummt schun vor Daa [PS-Windsbg]; am grooe Daach 'in der Dämmerung' [KU-Bedb, verbr.]. Es war vor Daach [PS-Hintwdth, verbr.]. Es geht gesche (gegen) Dag [LU-Altr, allg.]. Er steit vor Dag uf [KB-Kriegsf, allg.]; vor Dag un Daa (Tau) [Gal-Dornf]. Eh's Dag werd, misse mer ufstehe [LU-Alsh]. Morche geht's vor Daach lous [LA-Gommh]. RA.: Der plaudert (redt) wie die Hihner vor Dag 'schwätzt dummes Zeug' [GH-Minf, LA-Birkw]. Die isch närrisch wie e Hinkel vor Daa [PS-Erfw, Hebel 15]. De Daach geht gut aⁿ, ironisch bei einem Mißgeschick am frühen Morgen [PS-Schmalbg]. Do war's awwer Daa! 'Da legte jemand los mit Schimpfen' [HB-Schwarzb, KU-Schmittw/O]. Die lewen in de Dag eneiⁿ, von sorglosen Menschen [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. Die mache de Dag enin, dass. [KU-A'glan]. Er stiewelt in de Dag enin wie e Blinner in die Niss [KU-Gries]. Der babbelt in de Daach neiⁿ 'schwätzt sinnloses Zeug' [LU-Iggh, LA-Gommh Birkw]. Er schloft e Loch in de Daa, vom Langschläfer [HB-Kirrbg, allg.]. Er brennt e Loch in de Daa, wer das Licht bei hellem Tag brennen läßt [HB-Kirrbg, allg.]. SprW.: Kimmt de Daach, bringt de Daach, Wahlspruch der Sorglosen [KU-Bedb, allg.]. Gibt's de Dag, bringt's de Dag, dass. [KB-Gauh]. 's werd enihau (engl. enyhow 'irgendwie') Dag, wann aa ken Hahne kräht [Fogel Prov. Penns Nr. 227]. Wann emol e armer Mann eppes hot, will's net Dag werre (damit er sich seines Glücks freuen kann) [HB-Kirrbg, verbr.]. Eine WR vom Morgenrot s. bei Plage 1. — b. 'Abend- und Morgendämmerung'; zwische D. un Dunkel, zwische D. un Siehschtmichnet [allg.]. Wann ich den zwische Dag un Dunkel verwisch!, Drohung [KU-Diedk, verbr.]. Der schluppt immer zwische Dag un Dunkel erum, wer in der Dämmerung einer Tätigkeit nachgeht, wenn andere Menschen bereits Feierabend machen [SP-Harths]. Der geht zwische Dag un Dunkel 'Er stiehlt' [NW-Weish/S]. Der kummt immer zwische Dag un Siehschtmichnet 'Der führt nichts Gutes im Schilde' [LA-Nd'hochstdt]. — c. 'der helle Tag'. Iwwer (auch: unner) Dag hot's geräänt (geregnet) [KB-Kriegsf, allg.]. Unner Daa is des Kind beim Nochber [NW-Frankeck]. Am helle Daach loßt er 's Licht brenne [GH-Vollmw, allg.]; am helle, lichde Daach [BZ-Stein, verbr.]; am Dag 'tagsüber' [NW-Freinsh, allg.]. Der schloft bei Daach so lang wie bei Nacht, vom Faulenzer [BZ-Annw]. RA.: Er (sie) sucht de geschdriche Dag 'geht wie im Traum umher' [Gal-Dornf Josbg], sucht de annere Dag [Lu'haf]. Er stehlt unserm Herrgott de Daa [KU-Trahw, allg.]. Das is e Unnerschied wie Dag un Nacht [KU-Kaulb, verbr.]. SprW.: Bessere Leit gehn bei Dag haam [KB-Biedh, verbr.]. Morje isch aach e Dag [VPf, allg.]. 's is net ee Daag wie der anner [Fogel Prov. Penns Nr. 226]. Mer sell de Dag net vor'm Owed lowe [LA-Nd'hochstdt, allg.]. WR.: Wann de Himmel owends rot, dann es morje e schäner Dag [KL-Stelzbg]. Wammer verschlof es, gebt's am annere Dag Räin [WD-Niedkch]. Wammer e Blendschleich orrer e Krott am Dag sitt (sieht), gett's Räin [ebd.]. Weitere BR. bei anfangen 1 b, aufsteigen 2, Hahnenschrei. Zs. Mittag, Nach-, Vormittag. — d. Grußformel 'Guten Tag', angewandt von der Mittagessenszeit (jetzt auch schon von etwa 10 Uhr an) bis kurz vor der Abenddämmerung bei einer Begegnung draußen und beim Betreten des Hauses: Gundach (gunˈdax), -dag, -da, in flüchtiger Aussprache Gen-, G'n-, Ge-, G'-, 'ndach, Dach [allg.]. Sonderformen: Gudach [HB-Alth KU-O'staufb RO-Potzb], Gundacht [NW-Lach/Speyd LU-Iggh SP-Schiffstdt LA-Gommh Freimh GH-Bellh], Gondach [KU-Altkch IB-Ballw Habkch], Goundach [Ingb IB-Rohrb], Gudedach [Spey], Guttendach [SP-Heiligst Mechth]. In der WPf und NPf (vereinzelt auch VPf) wird die Grußformel auch beim Abschied gebraucht; vgl. das bei adē, adjē Gesagte. Gilt die Begrüßungsformel mehreren Personen zugleich, dann wird beieinander, -einand, -sammen, miteinander, allegar, zu-, allzusammen hinzugefügt. Beliebt ist das Wortspiel: E Gundach (gutes Dach) uf e alt Haus. Einen VR. s. bei pumpen 1 a. — 2. der Tag als Zeitmaß. a.α. ein Tag. Mer sin e Dag lang gefahr [ZW-Battw, allg.]. Sei Luhn (Lohn) is zeh Daler de Dag [Danner Penns 111]. Er räicht (raucht) imme Dag nägscht e Päckelche Duwak [KU-Schmittw/O]. Do kammer sich e halwe Dag herhocke un suche [RO-Als, allg.]. — β. ein langer Tag. Der hat heit e lange Dag g'habt 'ist spät zum Essen gekommen' [LU-Opp, NW-Hardbg]. Er hot e lange Dag 'Das Geld ist ihm ausgegangen' [GH-Minf]. Der redt viel, wann de Dag lang es [KB-Bischh, allg., auch Don Gal Buch]. — γ. der ganze Tag. Do isch halt viel Äärwet de ganze Dag [LA-Gommh, verbr.]. 's bämbelt de ganze Dag, vom Läuten der Glocken an Feiertagen [LU-Opp]. Gut gefrihstickt spiert mer de ganze Dag [NW-Kallstdt, RO-Als KB-Kerzh]. RA.: De ganze Daach leit (liegt) er ääm in de Ohre [Kus]. Der eßt de ganze Daa nor eemol [PS-Saalstdt, verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. Ich wollt, ich wär e Hinkel: morgens dät ich mei Ei leje un ging dann de ganze Dag met'm Gockel spazeere [NPfGV 1926 S. 18]. — b.α. jeden Tag, alle Tage. De Dokter kummt jere (jeden) Dag [KU-Schmittw/O]. Der hot em Johr 365 Krankede jeden Daach e anneri [BZ-Albw]. Lach e bissel jeden Dag, lach juscht, wer net heile mag [Birmelin Penns Gezw. 141]. Jede Dag, denne unser Herrgott gebbt [Gal-Dornf, BZ-Dernb]. Der hot alle Dag äine sitze 'ist immer betrunken' [RO-Als]. Ich wollt, es wär alle Daa wie heit! [KL-Reichb]. RA.: Das hot er uns alle Dag uf's Brout g'schmeert 'immer wieder vorgehalten' [BZ-Dernb]. Grumbeereschnitz un weißer Käs, alle Daach desselb Gefräß [GH-Vollmw]. SprW.: Es ist noch net aller Daache Owed [KU-Schmittw/O]. 's isch net alle Dag Kerwe [LA-Nd'hochstdt, verbr., auch Don Gal Buch]. 's is kee Johr an de Stecke gebunn, 's geht alle Dag e Stick dervun [Don Gal Buch]. De Gaarde will jeden Dag seiⁿ Herr sehe 'verlangt viel Pflege' [Wilde 289]. — β. Tag für Tag. Er kummt Daa fer Daa bei (zu) uns [Rockhs PS-Erfw], Dag for Dag [NW-Haßl Spey], Daach for Daach [LA-Gommh]. — c.α. Tag und Nacht. Der sitzt Dag un Nacht in der Wertschaft [KL-Kindsb, allg.], daajenacht [Lambert Penns 35]. a. 1325: naht und dach (das volle Zitat bei brennen I 1 b). — β. seit Jahr und Tag. 's währt Johr un Dag [LA-Nd'hochstdt]. Do kannscht Johr un Daach waarte [NW-Frankeck]. — d. ein paar Tage u. ähnl. in e paar Daae [KU-Diedk]. Er is schun e paar Daa krank [KL-Reichb]. Die Däg her (vor einigen Tagen) war er hie [BZ-Dernb, NW-Freinsh]. Er muß uf zwee Daa verreise [KL-Reichb]; in zwää Dag 'übermorgen' [GH-Kand]; ver zwää Dag 'vorgestern' [ebd.]. Er hot drei Daae kriet, von einer Gefängnisstrafe [KB-Kriegsf, allg.]. RA.: In zween Daae kummt er weirer wie in äim Dag, spöttisch vom Faulenzer [KU-Schmittw/O, KU-Diedk]. Der sieht aus, als ob er schun drei Daa im Grab gelee hätt [allg.]. Der eßt wie ener, der drei Daach nix kriet hat [KU-Bedb Diedk]. Die sinn aach drei Daa glicklich [Gal-Dornf]. Der macht e Gsicht wie drei Dag Rechewedder [Spey, allg., auch Don Gal Buch], wie siewe Daae Räinwerrer [WD-Niedkch]. Ich hab in de Woch sechs Daa un de siewede dreiⁿ, wer ohne Lohn arbeitet [PS-Erfw]. Wann ich der (dir) äni spinn 'hinhaue', singscht acht Daach die Wacht am Rheiⁿ [LA-Wollmh]. Dem han ich Fett geb, daß er acht Daa seiⁿ Grumbeere schmälze kann [KL-Wörsb]. — 's es e Daaer acht her 'ungefähr 8 Tage her' [KU-Kaulb, GH-Kand]. Ich han so vor e Daager acht emol uf Heidelberg gemacht [Münch Weltgesch. 36]. a. 1313: in den nehesten aht dagen [SpeyUrk. 213]. a. 1460: VIII dage vor halpfasten [SSp., KellR Lichtenberg]. a. 1760: vor Acht tägen [SSp., v. d. Leyen, Fasz. 99]. — Vor ein Tag vierzehn hab ich Euren Brief empfangen [Liselotte Briefe 69]. Der leit schun verzehⁿ Daa fescht, wegen Krankheit [KL-Reichb]. Mer han e Uhr, wo mer nor alle verzeh Daa ufzieht [ZW-Battw]. — WR.: Wie 's Werrer an Verzich Ritter (10. März) esch, sou esch's verzich Dag lang [BZ-Albw]. SprW.: Vor'm neunte Dag kammer nix sage 'Der Ausgang ist ungewiß', wie bei ansteckenden Krankheiten die Inkubationszeit abgewartet werden muß [LU-Opp PfMHk. 1925 S. 175]. — 3.a. der Tag als nicht näher bestimmte Zeit. Der Dag kummt, vom Tag der Vergeltung, des Glücks [GH-Nd'lustdt, verbr.]. Amme (an einem) schäne Dag kummt's doch eraus [NW-Freinsh, allg.]. Er hot e paar schäne Daa, von einer längeren Freiheitsstrafe [KL-Wörsb]. RA.: Er hat mer die därre Daa angedaan 'hat mich gequält mit Bitten' [Ingb]. Muß mer das noch uf meiⁿ (auch: in meine) alde Dag passiere? [GH-Kand, verbr.]. SprW.: Deel Leit (manche Leute) nemme die gute Dage vorne weg un kriege die schlechte in der Bärge [Miller Penns. Germ. 1911]. 's Johr hat viel Daa un noch meh Imser (Mahlzeiten) [Don Gal Buch]. 's gebt mehner Däg wie Brotwerscht, darum ist rechtzeitiges Einteilen geboten [Don (Steinmetz)]. VR.: Ich will der ebbes saa vun de korze Daa, vun de lange Woche, hun mer nix se koche as wie bißche Sauerkraut un paar derre Knoche [Gal-Dornf]; hierzu die Var. bei Beele. Zs. Pfefferneujahrs-, Jämmerleins-, Lämmerleins-, Nimmerleinstag. — b. besondere Tage der Woche und des Jahres in den Zs. Bauern-, Bündels-, Diens-, Donners-, Frei-, Heb-, Hub-, Impf-, Konrads-, Los-, Losungs-, Mal-, Mon-, Sams-, Sonn-, Stich-, Storchen-, Streusel-, Wald-, Wander-, Zahl-, Zieh-, Zinstag. — c. Gedenk-, und Feiertage in den Zs. Barbara-, Bartholomäus-, Peters-, Pfingst-, Krist-, Kristkindleins-, Dreikönigs-, Feier-, Fronleichnams-, Hochzeits-, Jahres-, Jakobs-, Johannis-, Josephs-, Kerzen-, Kirben-, Kleibel-, Leichnams-, Leidens-, Margareten-, Markus-, Marter-, Martins-, Michaels-, Muttergottes-, Namens-, Neujahrs-, Nikolaus-, Non-, Oster-, Siebenschläfer-, Sebastians-, Stephans-, Valentins-, Weihnachtstag. RA.: Die han Gehannsdag un Weihnachte uf ääne Dag, von Leuten, die mit ihrer Arbeit nie fertig werden [KU-Kollw]. a. 1295: off den nehsten dinstag nach unser frauwen dage, als sie zum hymmel fure [ZweibrReg. 120]. a. 1298: an sante Aferen dage [OttbgUrkb. 218]. a. 1300: und kommen hiezwischen feiertäg oder andere hindernusz, also dasz die jargeding zu seinen rehten tagen nit gehalten werden möchten, so soll es doch forter stehen [Grimm Weist. V 624]. a. 1322: an den nehsten mandag vor sant Marien Magdalenen dag [ebd. 276]. a. 1451: of Unsers Hern Uffarts Dag [NUrkKG Nr. 342]. a. 1566: an sant Johannes Dach [SSp., Kirchenrechn. Wernersberg]. — d. nicht fristgebundene besondere Tage in den Zs. Bollerleins-, Brot-, Putz-, Dusel-, Fleisch-, Glücks-, Hunds-, Kathechismus-, Komm-, Leb-, Nudel-, Rast-, Regen-, Reise-, Ruhe-, Schlacht-, Schloßen-, Schnee-, Sommer-, Sonnen-, Spiel-, Todes-, Unglücks-, Weh-, Werktag. — 4. der Tag als Symbol des Lichts, der Wahrheit, der Erkenntnis. Die Sach will ich emol bei Dag betrachte 'reiflich überlegen' [LU-Assh, verbr.]. RA.: Alleweil werd's Dag 'Jetzt fällt es mir ein' [GH-Rh'zab, verbr.]. SprW.: Wohret muß an de Dag kumme 'offenkundig werden' [FR-Bockh, allg.]. Die Sunn bringt's an de Dag, dass., bes. von schlechten Taten [KU-Schmittw/O, allg.]. — 5. 'Parlament' in den Zs. Bundes-, Land-, Reichstag. — 6. in der Bergmannssprache 'die Erdoberfläche', s. Tagwasser, über-, untertag. — F.: Im Sing. überwiegen die F. dāg u. dg. Daneben sind u. d in der WPf häufig, während dāx u. dx in der WPf und in der VPf vertreten sind. Im äußersten Süden der VPf gilt dg mit sehr dunkler Vokalfarbe (nach Heeger Südostpf. 32: --). Weiter nördlich hellt sich -- auf. Ab der Linie GH-Sondh — GH-Westh — LA-Kl'fischl — LA-Edk herrscht -ā-, das sich in der mittl. VPf vielerorts weiter zu -- wandelt (Bertram 15); -- gilt in diesem Gebiet nur an der Haardt von LA-Mart bis NW-Gimmdg und westwärts sowie inselhaft in NW-Wachh Forst Niedkch Greth LU-Dannstdt Friesh Maud Muttstdt Neuhf SP-Schiffstdt W'see LA-Altd Kirrw. Im südl. Teil der nördl. VPf vorwiegend helleres -ā-, im äußersten Norden der VPf sowie im Ostteil der NPf vorwiegend dunkles --. Der Westteil der NPf und die nördl. WPf haben meistens helles -ā-. Weiter südlich ist vielfach auch dunkles -- anzutreffen, zumal in der Form d. Im Pl. zeigt die VPf hauptsächlich die Formen daxə/ dāxe, seltener dāgə, dājə, dxə, dǟχ, dǟg. Die NPf u. WPf haben meistens dā/d, seltener də/dḁə/daə. (Schwund des Gutturallautes g bzw. x wohl allg.) Neigung zur Verdumpfung des Vokals im Pl. ist auch da anzutreffen, wo der Sing. noch helles -ā- hat (vgl. Christmann Kaulb. 6). Die Pluralform e Dager acht u. ä. wohl aus *der Dager (Genit. Pl) acht, vgl. der Sticker drei, Rhein. VIII 904. — Südhess. I 1304 ff.; Rhein. VIII 1027 ff.; Saarbr. 208; Lothr. 76; Els. II 658; Bad. I 401.
13030 Zeichen · 336 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    tāg

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    tagst. M. (a)

    Köbler Got. Wörterbuch

    tag , st. M. (a) Vw.: s. dags

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    tagst. M. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    tag , st. M. (a) nhd. Tag, Zeit, Tageszeit ne. day, time (N.) ÜG.: lat. advesperascit (= der tag ist sīnes sindes) O, an…

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tag

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    tag , tag- s. tac, tage-.

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tag

    Adelung (1793–1801) · +22 Parallelbelege

    Der Tag , des -es, plur. die -e. 1. Die Anwesenheit des Sonnenlichtes über der Oberfläche der Erdkugel, und zuweilen auc…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tag

    Goethe-Wörterbuch

    Tag [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tag

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Tag . Man unterscheidet den natürlichen u. künstlichen T. Unter jenem, als Gegensatz der Nacht, versteht man die Zeit de…

  8. modern
    Dialekt
    Tag

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Tag Band 3, Spalte 3,975–982

  9. Sprichwörter
    Tag

    Wander (Sprichwörter)

    Tag 1. Alen Doach hîsch, äs mäkest hîsch; un Sangtich hîsch, dâd äs hîsch. ( Siebenbürg.-sächs. ) – Schuster, 368. 2. Al…

  10. Spezial
    Tag, der offenen Türm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Tag , m der offenen Tür день , м открытых дверей

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tag

3.164 Bildungen · 1.251 Erstglied · 1.898 Zweitglied · 15 Ableitungen

tag‑ als Erstglied (30 von 1.251)

Tag'amt

DRW

Tag'amt, n. nach der Frühmette stattfindender feierlicher Hauptgottesdienst mit gesungenen Messtexten; insb. an Feiertagen bdv.: Hochamt der…

Tag'ansetzung

DRW

Tag'ansetzung, f. Festsetzung eines Termins, insb. eines Tages (V od. VI); Terminplanung weil dan die recht einen durch ehehaffte not entsch…

Tag'erwähler

DRW

Tag'erwähler, m. wie Tagwähler [vil aberglaubens, das] man yetzt von den sternguckern vnd tagerwoͤlern als koͤstlich warhafftig ding vnd pro…

Tag'essen

DRW

Tag'essen, n. tägliche Mahlzeit (als Teil der Entlohnung) vgl. Tagtrinken ist man dem aman und ietlichem undergenger ein tagessen und trinke…

Tag'etze

DRW

Tag'etze, f. (verbotenes) Weiden von Vieh bei Tag (auf fremdem Grund) vgl. Nachtetze tag etz suͤllen nach minne oder nach recht gelten und d…

Tag(e)blatt

SHW

Tag(e)-blatt Band 1, Spalte 1307-1308

Tag(e)dieb

SHW

Tag(e)-dieb Band 1, Spalte 1309-1310

tag(e)lang

SHW

tag(e)-lang Band 1, Spalte 1309-1310

Tag(e)leute

SHW

Tag(e)-leute Band 1, Spalte 1309-1310

Tag(e)lohn

SHW

Tag(e)-lohn Band 1, Spalte 1309-1310

Tag(e)reise

SHW

Tag(e)-reise Band 1, Spalte 1309-1310

Tag(e)werk

SHW

Tag(e)-werk Band 1, Spalte 1311-1312

Tag(es)zeicheⁿ

Idiotikon

Tag(es)zeicheⁿ Band 17, Spalte 195 Tag(es)zeicheⁿ 17,195

Tag(s)diebstāl

Idiotikon

Tag(s)diebstāl Band 11, Spalte 4 Tag(s)diebstāl 11,4

Tag(s)herr

Idiotikon

Tag(s)herr Band 2, Spalte 1545 Tag(s)herr 2,1545

Tagauge

SHW

Tag-auge Band 1, Spalte 1307-1308

tagaus

SHW

tag-aus Band 1, Spalte 1307-1308

Tagblatt

SHW

Tag-blatt Band 1, Spalte 1307-1308

Tagdieb

SHW

Tag-dieb Band 1, Spalte 1309-1310

tagdieben

SHW

tag-dieben Band 1, Spalte 1309-1310

Tagdienst

SHW

Tag-dienst Band 1, Spalte 1309-1310

tagein

SHW

tag-ein Band 1, Spalte 1309-1310

tagern

SHW

tag-ern Band 1, Spalte 1309-1310

Tagfahrt

SHW

Tag-fahrt Band 1, Spalte 1311-1312

taghell

SHW

tag-hell Band 1, Spalte 1311-1312

Taghemd

SHW

Tag-hemd Band 1, Spalte 1311-1312

Tagknospe

SHW

Tag-knospe Band 1, Spalte 1311-1312

tag als Zweitglied (30 von 1.898)

Ableitungen von tag (15 von 15)

betage

Lexer

be-tage adj. BMZ erfahren Ls. ;

betagen

DWB

betagen , ein schönes, der mhd. sprache geläufiges wort, von mehrfacher bedeutung. 1 1) diescere, tag werden, wie benahten noctescere, wofür…

betagung

DWB

betagung , f. constitutio diei: diese rednerin ist mir mit ihrer nachdrücklichen betagung der rache zuvorgekommen. Lohenst. Arm. 1, 19 .

ertag

DWB

ertag , m. was erchtag.

ertage

BMZ

ertage swv. 1. eigentl. eʒ ertaget wird tag. eʒ was ertaget Iw. 217. Lanz. 7171. ê eʒ vol ertagete Nib. 750,1. 2. gehe auf, erscheine wie de…

ertagen

DWB

ertagen , 1 1) dilucescere, tagen, tag werden: mhd. morgen dô ëʒ was ertagt. Iw. 5867 ; ê ëʒ vol ertagete. Nib. 750, 1 ; als ëʒ vruo was ert…

Ertagung

Idiotikon

Ertagung Band 12, Spalte 1075 Ertagung 12,1075

getage

BMZ

getage swv. 1. getaget betagt; in ein gewisses alter gekommen. zwêne alte wallære getaget und gejâret Trist. 2623. einen getageten hoveman d…

getagen

Lexer

ge-tagen swv. BMZ unterhandeln vgl. Oberl. 541 ( Freid. 136,13 steht in der zweiten ausg. die lesart verzagen ).

Mißtag

GWB

Mißtag vergeudeter Tag, unerfreulich verbrachte u/od schlecht genutzte Zeit; ‘M-e und (Fehl-)Stunden’ 29,38,21 DuW 17 [ Zit s v Mißstunde ] …

tage

Lexer

tage swm. in lëbetage, nacketage, rîchtage, siechtage, sumtage, veictage, wêtage;

untag

DWB

-tag ( groszes hindernisz ) Staub-Tobler 1, 410, 411 (un IV D).

vertage

BMZ

vertage swv. 1. setze einen tag oder termin an. Haltaus 1903. vgl. für tagen unter tage. 2. sich vertagen ablaufen. biʒ daʒ jâr sich hât ver…

vertagen

DWB

vertagen , verb. , vom subst. tag gebildet, hat im laufe der zeit mehrfach wandlungen der bedeutung durchgemacht. vgl. die ähnlichen verba t…

vertagung

DWB

vertagung , f. , abstractbildung zu vertagen. 1 1) selten in der älteren rechtssprache im sinne von vertagen 1: Schottel 392 b ; diei praest…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „tag". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tag/pfwb?formid=D00284
MLA
Cotta, Marcel. „tag". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tag/pfwb?formid=D00284. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tag". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tag/pfwb?formid=D00284.
BibTeX
@misc{lautwandel_tag_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„tag"},
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