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Diel

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Diel

Bd. 1, Sp. 1349
Diel Rhfrk -ī-; Mosfrk -ī- u. -i-; Rip -i- u. -e-; SNfrk -īə-; in den Gebieten, wo i > a, ǫ, , u, ø wird, hier u. da: -a- Bitb [dalən Bitb Wiersd], SPrüm, Pl. -ī-; -ǫ- NPrüm, Malm, Pl. -e-; -ø- Eusk-Zülpich [diese Entwicklung von i geht nicht so einheitl. durch wie etwa bei ‘Kind’]; der Pl. lautet sonst wie der Sg.; doch auch daneben selten -lə m. [RRip auch hier u. da n.; Gummb f.]: 1. jedes lange, breite, ungehobelte Brett geringeren Durchmessers, wie es von der Sägemühle kommt; in Wippf-Biesf dicke Bohle, bes. von Pappeln, auch Schlefdill genannt; in Prüm-Waxw D. Eichenbrett, Boərd Buchenbrett. — RA.: D. schnedde em Dagluəhn, em D., mer hant de Kos, mer hant de K., op oser K., op oser K! dabei schaukeln die Kinder auf einem Brett Monsch-Witzerath; jusche, jasche, D.ən schniən. Geld verdeinen, Stütchen kopen, Zöppchen maken, dat sall schmaken, plunsch in't Water! NBerg. De kann no Metz gehn un D.ən drahn wenn man der Ansicht ist, dass einer ein Verbrechen begangen hat, auf dem die Todesstrafe steht Ottw-Eppelborn. Der es am D säge er schnarcht stark Rip. D.ən striken Vorwürfe machen Kemp-Süchteln. — 2. im bes. a. Seitenstück am Wagenkasten, Wonsd. Rhfrk, Mosfrk, aber nicht allg., in Kreuzn, Wend, Ottw, Saarbr, Birkf, Simm, Merz, Wittl, Bernk, Koch, Aden; aber auch die Bretter des Wagenbodens Trier Heiligkreuz Mehring, Koch-Laub, Daun-Manderschd, Saarbr-Wehrden. — Aufsätze auf den Karren, Karred. Heinsb. — Die leichten Bretter, die beim Grumtladen auf die Leitern gesetzt werden, heissen Dielcher Trier-Mehring. — b. das Seitenstück eines Bettes, Bettd. LRip, Sol, MGladb-Rheind, oft nur die der Wand entgegengesetzte Seite des Bettes, am D. lige, im Gegens. zu an de Wand l.; sonst Rip der Boden des Bettes, der Bretterbelag des Bettbodens [Bergh-Blatzh sowohl dies als auch Seitenwand]. Er litt om blosse D. En de D. gedresse han sich ausfragen lassen Ahrw-Heimerzh; en de D. scheisse das Unternehmen scheitert Sieg-ODollend; en de D. schlohn aufbegehren, heftig werden Eusk-Zülp. — Kopfende des Bettes Altk-Herdrf, MüEif, Eusk-Zülp Lommersum, Bergh-NEmbt, Grevbr-Wickrathh; Fussende Altk-Herdrf. — Ein mit Füssen versehenes Brett, das man ins Bett steckt, damit Kinder nicht herausfallen NBerg. — c. Boden im gedielten Zimmer Dür, Eup. MGladb; aber auch sonst Rip neben dem häufigern Gebünn, Bodem; der gedielte Boden des Schweinestalles ist aber stets der D.d. das fest mit dem Mauerwerk verbundene, mit Stützen versehene Wandbrett für Aufnahme von Gegenständen, bes. Teller, Tellerd.; auch oft unter dem Deckenbalken angeschlagen Goar, Westerw, Sieg, MülhRh, Monsch; Küchenregal, Schüsseld. ebd.; Eckbrett zwischen zwei Wänden, worauf Statuen, Maialtärchen gestellt werden Neuw, Altk; Bücherregal ebd.; Brett im Schranke Rip. — e. Brett, auf dem die Brote zum Backofen getragen werden, Brutd.; auf das die geformten Brötchen gelegt werden, dat se drive Allg. bis SNfrk. S. auch Kranz-, Wirkd. — Brett, auf das die geformten Krüge gestellt werden Westerw (zwei Reihen Kr. (25—30) auf einem D.). — f. Hölzer, die auf die zu pressenden Trauben gelegt werden Siebengeb. — g. Fensterbrett, Finsterd. Sieg-Ägid; Brett vor dem Fenster zum Auskramen, Warenbrett (vor dem Aufkommen des Auskramkastens) Dür. — h. Tischplatte Trier-Trierw. — i. Brett zum Decken, z. B. des Heuschobers Saar. — k. hölzerner Steg Merz-Bergen. — Gang-, Fahr- oder Gerüstbrett Rip. — l. et Dilchen Milchkammer (weil die Milchtöpfe auf D. stehen) Waldbr.
3516 Zeichen · 87 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    diel

    Nachträge (Lexer)

    diel s. tille 2,1438.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dieln.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ōrdêⁱl (-deel , oer-) , ȫr- (oͤr-) , ōrdê(i)le , ōrtê(i)l , °ō rdiͤl (-diel [vgl. Bischoff Elbostf. Studien 57] ), ōrtîl…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    DIELm.

    Grimm Neubearbeitung (1965–)

    DIEL m. s. diele. H. Albrand

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Diel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Diel , A. F. A., Dr ., geb. 1756 zu Gladenbach, gest. 1833, herzogl. nassauischer Geheimerath, ein sehr verdienstlicher …

  5. modern
    Dialekt
    diel

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    diel Band 3, Spalte 3,1588

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit diel

116 Bildungen · 109 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

diel‑ als Erstglied (30 von 109)

Dieleisen

SHW

Diel-eisen Band 1, Spalte 1517-1518

Dielgerüst

SHW

Diel-gerüst Band 1, Spalte 1517-1518

Dielhalter

SHW

Diel-halter Band 1, Spalte 1517-1518

Dielleiter

SHW

Diel-leiter Band 1, Spalte 1517-1518

Dielschemel

SHW

Diel-schemel Band 1, Spalte 1517-1518

Dielträger

SHW

Diel-träger Band 1, Spalte 1517-1518

Dielwagen

SHW

Diel-wagen Band 1, Spalte 1517-1518

Dielwand

SHW

Diel-wand Band 1, Spalte 1517-1518

dielbaum

DWB

diel·baum

dielbaum , m. tylpawm oder groszbret oder himlitz oder getafelt ding, tabulatum Voc. theut. 1482 gg 3 a . tilböume pl. trabes in quibus tabu…

Dielbodem

RhWB

diel·bodem

Diel-bodem -r- innerh. einschl. Saarl-Fürw , Merz-Bietzen Riml , Saarl-Betting Derlen , Saarbr-Heusw OVölkl m.: Fussboden.

Dielbosch

RhWBN

diel·bosch

Diel-bosch, Dielposs Nahe m.: Storchschnabel, Erodium cicutarium.

dielbret

DWB

diel·bret

dielbret , n. schreibbret, pluteolus. delebret oder pulpret, pluteus Voc. theut. 1482 e 7 a .

diele

FWB

1. ›starkes Brett, Bohle, Planke (für bauliche Zwecke)‹, auch: ›aus dielen gefügtes Floß (für den Transport)‹.; 2. ›Zaun aus dielen; Bretter…

Diëlektrische Körper

Meyers

Diëlektrische Körper ( Dielektrika ), die Nichtleiter der Elektrizität, weil elektrische Wirkungen durch sie hindurchgehen, folglich elektri…

Diëlektrische Polarisation

Meyers

Diëlektrische Polarisation , der Zustand, in den ein Nichtleiter (Dielektrikum) bei Annäherung eines elektrisierten Körpers versetzt wird, i…

Diëlektrizitätskonstante

Meyers

Diëlektrizitätskonstante einer nichtleitenden Substanz (eines Diëlektrikums) oder deren spezifisches Verteilungsvermögen ( spezifische induk…

dielen

DWB

die·len

dielen , n. contabulatio Frisch 1, 195 b . Steinbach 1, 269 .

diel als Zweitglied (4 von 4)

gladiel

KöblerAn

glad·iel

gladiel , st. M. (a), st. N. (a) Hw.: s. gladel

nādiel

KöblerMnd

nādiel , M. Vw.: s. nādēl

pardiêl

MNWB

pard·iel

+° pardiêl , subst. : Bordell, dî gebōren sint in ênen ōpenbar p. of hôrdôm (Ostfries. Rqu. ed. Richthofen 326; vgl. Brinckmeier 2, 414); — …

Ableitungen von diel (3 von 3)

bedielen

DWB

bedielen , contabulare: das zimmer ist neu bedielt worden.

diele

DWB

diele , f. ahd. dil, dili, dilo, tille Graff 5, 133 . mhd. dil schwaches m., starkes und schwaches f. dile, dille starkes und schwaches f. B…

verdielen

DWB

verdielen , verb. mit dielen versehen. Jacobsson 4, 505 : einen fuszboden verdielen. Adelung versuch 4, 2, 1399 .

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APA
Cotta, M. (2026). „diel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/diel/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „diel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/diel/rhwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „diel". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/diel/rhwb.
BibTeX
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