Grutz,
Grutzen je nach Geb. mit verschiedener Bed. u. Form: 1. Rhfrk uNahe, ö. u. südl. Kreuzn-Monzing Langenth, Soonw, Simm-Ellern Rheinböllen Erb
-ǫtsə Sg. u. Pl.; sonst Kreuzn, Meis, Birkf
-u-, –o-; sonst Rhfrk, Mosfrk (
s. die Begrenzung bei den einzelnen Bed.)
-uts, Pl.
-tsə ode
-its; Sg.
-o-, Pl.
-tsə(n) u.
-ets [an der Saar von Merz an
-ǫts, Pl. selten
-ę-, meist
-ǫtsən; Sg.
-ǫts(ə) begegnet auch in Goar, Koch, Kobl];
-a- Saarbg Portz-Sinz Tetting Wochern;
--, –:- Merz-Saarhölzb Haustdt, Saarbg-Greimerath Tavern, Trier-Filzen Orenhf, Bitb-Speicher;
-ō- Goar-Preischd Dillhf, Zell-Enkirch, May-SJohann;
-ǫu- Wittl-Bengel, Bernk-Lückenbg Malborn, Neuw-Heddesd; vielfach begegnet hier u. da auch der Sg.
-ets, –i-, Pl.
-tsən, z. B. Bernk-Neumag
m., die Formen auf
-ts auch
f. a. der innere Teil des Kernobstes, der herausgeschnitten wird, Kerngehäuse,
Appe-, Birengr. Rhfrk, Mosfrk bis
n. einschl. Saarbg-Eft Burg Tetting Kirf Kastel OZerf, Trier-Lampaden OEmmel Krettnach Pluwig Raschd Beuren nach
N. zur Mosel bei Leiwen, die Moseldörfer bis Wittl-Cröv, u. dann
n. der uMosel (Bernk, Zell, Koch, Kobl einschliessend) bis Wittl-Hetzerath Honth, Koch-Bertrich Urschmitt Gillenbeuren Auderath Ulmen Müllenb Laub Masbg Hauroth Urmersb, May-Monreal Kürrenbg Bell Wassenach Namedy, Neuw-Irlich Rengsd NHonnef, Altk-Horhsn Peterslahr Seelb Altenk Michelb Sörth Friedewald Daaden Biersd, im Siegld in NDrosselnd Holzhsn Lützeln Würgend;
n. dieser L. vereinzelt Bitb-Speicher Preist (u.
bats), Daun-Stdt, Aden-Virnebg, Ahrw-Brohl Rheineck [innerhalb des Grutz-Geb. steht hier u. da
Gr. nur für 1 b, u. das Kerngehäuse heisst hier
Ker(ə), Geker, Kerenheis-chen, –geheis, –kämmerchen, Heis-chen, Geheis, Meddel, Herz(chen), Schnitz, Schnotz, Beiz (
s. d. W.); im Kr. Bernk in Berglicht Bischofsdhron Braunshsn Gräfendhron Gonzerath Gutenth Haag Heinzerath Hundh Hunolst Monzelf Morb Morschd Merschd Wederath
bruts, –o-, –e-, Pl.
-tsən (eine Mischform zwischen dem
n. beginnenden
Bitz (
s. d.) u.
Gr.; Bernk-Andel
rots;
n. der Grutz-L. lrhn.
Bitz (-a-, –ǫ-) u. dann Rip
ketš (Schleid, Malm
betš); das rrhn. Westerw-Geb. ist sehr zerrissen; in Neuw südl. OHonnef Himmerich Dernb Dierd (usf.)
grints, –e-, –ę-, –o- (
s. Grinz), in NWNeuw
Bitz (am Rhein),
Kitsch, Pick, in OAltk
Keren, Meissel, Sprie, Scheben, WAltk
Pick, Bäks, Bäkster; im Siegld
Mass(el), –E-, Marzel, Mängsel, Nösel, –øy-, Heewe]. RA.:
Wann der nor e Gr. im Hals stecke blieb! Verwünschung;
e Gr. soll dein Dot sen! Birkf. — b. der innere Überrest des Kernobstes, der nach dem Verspeisen übrig bleibt Allg. in den Geb. von 1 a; doch reicht Gr. 1 b über die bei Gr. 1 a angegebene Linie hinaus, so in NWSaarbg, wo
bats gilt;
grāts Portz;
-a-, Pl.
-tsən Sinz;
-ots, Pl.
-e- Trier-Ld fast allg.;
-- Bitb-Speicher Preist;
-ots, –e-, Pl.
-ets(ən) Bitb-Bickend Fliessem Nattenh Rittersd (sonst Bitb
bats), Wittl-Bausend Dierschd Hetzhf Kinderbeuren (sonst
bats, -ǫ-), Koch-Lutzerath Driesch Calenborn (1 a
bǫăts), May-Glees (u.
bets) Galenbg (u.
bets), Volkesf (u.
bots), NLützing Burgbrohl, Aden-Virnebg Wanderath Arb (u.
bets);
kr- Ahrw-NBreisig Neuenahr, Neuw-Rheinbrohl Hönning Ariend Linz, in Altk über Fluterschen Almersb Altenk Hüttenhf Breitschd zur Sieg zwischen Birken u. Betzd NFischb Freusbg [Mischformen
bots (aus
bits +
gr.) Bernk-Zelting;
glots, –u- Birkf-Sötern, Ottw-Bub Dirming Kalmesw Hüttig Rassw Steinb Stennw Wustw, Saarl-Hülzw Roden]. — c. Überrest der Blüte eines Apfels Saarbg-Tawern. —
d. das Herz, der harte Strunk im Innern des Kohlkopfes Saarbr, Kreuzn-Hüffelsh Seibersb, Bernk-Horbr, Wittl-Reil, Koch-Müllenb, Daun, May; das Herzchen beim Salat Saarbr; das Innere der Möhre, des Holunders Malm-Weywertz
(jrots); der beim Ernten der Rüben u. Runkelrüben abgeschnittene Blätterschopf Kreuzn, Zell-Burg. RA.:
De is se dumm, vor Riwe (Rüben)
se roppe, wann mer em de Gr.ə in die Hand gibt Kreuzn. — e.
Gretz Rappen der Traube Saarbg-NLeuken, Bernk-Wehlen, Koch-Ediger. — 2. Rest. a.
grots Rest Tabak in der Pfeife Saarl-Itzb:
e Gritzche Saarbr-Camphsn, Simm;
e Gretzchen Koch-Leienkaul. — b.
-u- verkohltes Ende des Dochtes Saarl. — c.
et letzte Grötzche (jrø-) der letzte Rest etwa von Klickern Ahrw. —
d. -ǫts (u.
-ǫ:-, s. Kraz). α. Nasenpopel Saarbg-Schoden Eft Ockfen. — β. übertr. Schreckgespenst. — e. Pl. α. der Abfall beim Schälen von Kartoffeln, Möhren. Rüben, Obst udgl., also nicht nur die Schalen,
z. B. Grumbere-, Rummelegretzen, und zwar
-otsə, –ets(ə) Zell bis Kobl, May, Westerw;
-ets, –ę-, –i- Saar, Birkf, Goar;
-etsən Trier, Bitb, SPrüm [
-y- Prüm-Burb], in Bitb auch ein seltener Sg.
f. -ets; jrøts Aden-Rieden. RA.:
Ber de Notze hät, kann och de Grotze krege Neuw-Datzeroth. — β.
-ǫtsə, –o-, –u- Überreste von Speisen Kreuzn, Simm, Kobl;
-ets Trier-Mettnich. — γ.
-ets altes, unbrauchbares Gerümpel Saarl-Pachten;
-otsə Neuw-Datzeroth. — δ.
-utsə Holzabfälle, Späne Simm-Argenth. — 3. etwas Kleines, Verkrüppeltes. a. kleines Obst, verkümmerte Früchte Verbr. wie 1 a. — b. verkrüppelter Baum Siegld, Wittg. — c.
m. Scheltw. für kleinen, im Wachstum zurückgebliebenen, hässlichen, widerwärtigen Menschen; kleines Kind, kleiner Junge; kleines Mädchen Verbr. wie 1 a. u. Bitb-Dudeld Ehlenz;
domm Gr. dummes Mädchen Neuw-Datzeroth. —
d. käne Gr. rein gar nichts;
noch net e Gr. devon kreiste Saar, Mos;
kene Gr. Bergh-Frohnhf, MGladb-Odenk
(jrots); kenen Grutz Gummb-Marienheide;
e Grotz u.
Gretzchen ein biss-chen Bitb Speicher Badem;
e Gritzche u.
Gritzelche Siegld.
En Glas en Gretz un Gremmele schlahn in kleinste Stücke Birkf-Idar;
keng Gretz a keng Grimmel gar nichts Bitb-Geichl NWeis;
Grotz, Gr., Grimmelegrotz, ber neist get, der es neist notz! gesungen beim Einsammeln der Gaben zu Fastnacht May-Mertloch. — 4.
-ets, –i- Pl. zerkleinerte Kohlrabi, Runkelrüben (mit Häcksel gemischt als Viehfutter) Saarbr, Kreuzn, Simm, Birkf, Goar, Kobl, May, Koch, Zell, Bernk-Sensw, Trier-Beuren, Westerw, Siegld. — 5. übertr. a. sachl. α. Kehlkopfknorpel Laut u. Verbr. wie 1 a;
ich stoss der e paar vor de Gr.; ich greif dich am Gr. Kreuzn; einen
am Grotze holen beim Wickel packen Kreuzn-Norh;
an der Grutz Zell-Raversbeuren;
an der Gretz Merz-Steinbg. — β.
-ǫts mit Teig umhüllter, gebackener Apfel Merz-Saarhölzb. — δ.
-ǫts stumpfes Messer Kreuzn. — ε.
dat kos Gretz kostet Mühe Prüm-Mürlenb 1860. — b. persönl.
-o-, –u- grober Kerl Saarbr;
-o- heimtückischer Mensch Prüm-Mürlenb;
domm Gr. Mädchen, das sich unnütz macht Neuw-Datzeroth. — S. auch Krotzen.