machen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk
maxə, dau miχšt, mišt, –χst, ər miχt, Part. gəmax(t); Mosfrk
māxə(n), dou miχs(t), –e-, –ę-, hE miχt, –e-, –ę- [NWSaarbg
møχt u.
møt], Prät.
mū:x, –ō:-, Conj.
-ī:-, –ē:-, Part. gəmāx(t) [WBitb
-mājt; uSaar
-māt]; Siegld
maxə, du maxst [im mitteren Geb.
-xəst; Siegen u. südl.
męχst; Eiserf Obersd Wilden
męjəst],
hE maxt [Siegen u. südl.
męχt; im Freudenberger WZipfel, in Struthütten Altenseelb OGrund
māxə(n), dū mEχst usf. mit langem Vokal], Prät.
-xdə [Siegen u. südl.
mōx],
Part. gəmaxt; Rip
māxə [Malm-Recht
-Eχ-],
dū māxs (Schleid
-Eχs) u.
mās, –E-, hE māx [
māt, –E-], Prät.
māt, –E- [Sol (rip.)
--],
Part. jəmāx (Schleid
-Eχ) [
jəmāt, –E-] [
māpər macht man (veralt.) Bergh-NEmbt];
n. Benr-L.
mākə(n), dū māks u.
-a-, męks, hE mākt u.
-a-, męk, Prät.
mākdə, mākət u.
mē:k, –ī:-, –ī- [Kref
męgdə u.
męit],
Part. jəmak(t), –ę- schw. [Prät. st.
s. o.]: 1. mit best. Obj. a. ohne Ergänzung. α. etwas (aus Material) anfertigen, herstellen, zubereiten (hierbei steht
m. für danebenstehende Zeitw. mit bestimmterem Begriffsinhalte oder für mehrere Einzelvorgänge; jedes Obj. ist möglich),
z. B. Botter m. (de Rom en de Kiərn dohn, kiərne, de Botter wäsche, forme), Brut m. (de Deg ansetze, anmenge, knedde, forme, backe); Doch (Tuch)
m. weben;
Schanze m. Holzwellen;
Kleder m.; Schohn m. neue Schuhe
m.;
de Sch. m. flicken (ebenso
de Kleder m.)
; ene Punk m.; wer hät (dir)
den Bref gemach? aufgesetzt;
dat Boch (Buch)
hät der N. gemach geschrieben;
den Broden (Braten)
han ech gemach (usf.);
Für (Licht) m. anzünden;
de Sauf m. für das Vieh;
Stöcker m. zerbrechen;
de Arbet es gemach (gedohn) udgl. Rip, Allg.;
Küschdches (Krüstchen)
m. vespern, das mitgebrachte Brot auf dem Felde essen Merz, Saarbg;
de Hett macht Eisen sie hüttet Eisenstein zu Roheisen;
en Gicht m. den Hochofen nachfüllen, in der Bergmspr. Altk, Siegld. RA.:
Nägel met Köpp m. ganze Arbeit leisten Allg.
Schin (reiche) Leit hon schin Sachen, wat se nöt hon, dat lossen se (sich) m. Trier, Mosfrk.
Hüt send se am Esele m. bei dichtem Nebel SNfrk, Rip.
De Welt es nit en einem Dag gemat Köln, Allg.
Selver gesponne, [] selver gemach, ös de schünste Landestrach Bo-Dransd.
Fresch gepackt es hauf (halb)
gemackt Eup.
Loss kene Geck ongemade Arbet sehn! Dür. — β. erzeugen. αα. vom Manne;
der (Jong, Mann) hät (dem Mädche) en Kend gemach (es) geschwängert;
de kann och nüs wie (senger Frau) Kender m. er erzeugt fast jedes Jahr ein Kind Rip, Allg. RA.:
Jong, do moss di Var geng Kengder m. liəhre! du bist noch zu jung, um mich zu belehren Eup-Raeren.
Do wess och jet dervan, we dech gemackt hat! davon verstehst du nichts MGladb.
Do kann de net füər, de hat sech net self gemäkt! MGladb. — ββ. vom Tierweibchen der Haustiere;
Junge m. gebären, oder im bes.
de Kuh micht en Kalb; de Muck m. Ferkele; de Gäss m. Zickele; dat Schof hot Lämmer gemach; der Hund micht Junge Verbr. Kreuzn, Birkf, Hunsr (Simm, Bernk, Zell), an der Saar in Ottw, Saarbr, Saarl, SMerz u. im Hochw u. in SNeuw. RA.:
Wenn die Kuh kä Kalb micht, steche se mich enin mir schieben sie für alles die Verantwortung zu Simm-Laub.
Et (die Frau)
es ze hetzig, fer Ferkele ze m.; wenn et de letzte gemacht hät, hät et de erschte fresse sie ist zu ungestüm, unordentlich in der Arbeit Neuw-Datzeroth.
Das geht wie's Katze m. sehr leicht Saarbr, Ottw, Saarl, Bernk-Rhaunen. — γ. einen Beamten
m., wählen;
äne Burgemester (Ortsvorsteher, Ferschter) m.; den hon se B. gemacht Bitb (aber auch —
fir B. gewehlt; im übrigen Geb.
zom B. gemacht u. —
gewählt). — δ. irgend etwas (einen)
m., durch Zeichnung darstellen, malen;
mach es en Perd (udgl.)
op de Tofel (Schiefertafel)
! Rip, Allg.; irgendeinen
m., darstellen, eine Rolle spielen wie;
den Her m. wie ein Herr sich aufführen;
den Geck (
Flabbes, Labbes, Ap usf.)
m. sich so aufführen Rip;
de Feger m. sich gross aufspielen Sieg, Rheinb;
et Dier m. sich ausgelassen benehmen Eusk;
(bei enem) der Kloke (Klugen)
m. sich durch Angeberei einschmeicheln MGladb (dafür mehr
markieren, afgevven, spillen);
er hat de Ordeliche gemacht er hat einen Fehler (Schaden) wieder gut gemacht, hat mich nicht beim Handel übervorteilt Saarbr-Sulzb. —
Den Geck (Narr, Aff) met enem m. ihn zum Narren halten;
he löt de Ap met sech m.; der löt met sech m., wat mer well Rip, Allg. —
Den Offfzier (udgl.)
m. im Theaterstück darstellen Allg. (nur
m.);
maken donn im Spiele Familie nachahmen im Walde Mettm-Cronenbg. — In Spielbezeichnungen
Perdches (Gäulches) m. Pferd spielen (auch
spielen, sein); beim Werfen von flachen Steinen über eine Wasserfläche
Kuh un Kälbcher, Bachsterzen, Mäus-cher, Wassermänncher, –hinkelcher, –mäus-cher, Braut usf.
m.;
Hälmcher m. ziehen Hunsr. — ε. etwas zurecht
m., ordnen, in gehörigen Stand setzen. αα. in best. Wend.:
Et Bett m. auslegen u. neu decken; Getreidelagen zum Dreschen anlegen Allg.;
wie me sek et B. mackt, so schlöppt me []Elbf, Allg.;
he küt en en gemat B. in günstige Verhältnisse Rip, Allg. (
s. weiter bei Bett);
et es en Döng, dat es ganz on wüərd doch gemat (et es ferdig on wiərd doch jede Dag gemacht)? das Bett Allg. —
(Dem Veh, Perd) de Strau m. die alte ausfegen u. neue ausspreiten Rip, Allg. —
Et Zemmer (de Stuff, de Herd usf. von jedem Raume)
m. kehren, reinigen, in Ordnung bringen;
ech moss noch die en Kammer m., dann sen ech ferdig Rip, Allg. —
Den Hushalt m. besorgen, führen;
ech moss luter den Dreck m. die schmutzige Arbeit im Hause Rip, Allg. —
Do sen se de Stross am m. ausbessern, neu pflastern;
ech moss mer de Schohn (
de Kleder usf. von jedem Gegenstand)
m. losse flicken lassen;
der Stohl (aus dem Gefüge)
moss gemach werde usf. [im Gegens. zu 1 a α steht bei diesen Obj. stets der best. Artikel;
ech moss en (neu) Zemmer m. losse was noch nicht vorhanden war:
ech moss dat Z. (neu) m. l. das schon vorhandene ausbessern, anstreichen, tapezieren lassen;
ech m. Kleder fertige neue Kleider an:
ech m. de Kl. bessere die beschädigten aus;
en Graf m. ein Grab auswerfen:
et Gr. m. das vorhandene in Stand setzen, bepflanzen;
Esse m. kochen im allg. Sinne:
et E. m. zurechtmachen usf. u. so mit jedem konkreten Obj. möglich] Rip, Allg. —
(Sech) de Hor (Haare)
m. von Frauen, sich kämmen u. flechten, frisieren (bes. nachmittags) Allg. [statt kämmen;
strählen in Simm bevorzugt, in Altk-Wissen nur
m.]. —
(Sech) de Bart m. rasieren Saar [
enem de B. m. ihn ausschelten in NSaarbg, Trier, Bitb, Prüm nur in dieser übertr. Bed., für die sinnl. Bed. hier
de B. erof-, eronnerm., was auch im übrigen Rhein. gilt]. —
Die Here m. die Hörner des Viehs kürzer machen, damit es jünger scheint Simm. —
De Poche m. impfen Neuw-HeimbWeis. —
Ohne Artikel: Heu (Gromet) m. im Heu, Grummet arbeiten;
dat Heu-, Grometm. Heu-, Grumternte Allg.;
dat Korem. Getreideernte Rhfrk;
Foder m. Futter einsammeln Rip, Allg. (aber
mer mossen noch et H. m. Gras schneiden u. zu H. werden lassen);
Häd, Lof (Laub)
m. Heide zur Streu abhauen, laub zusammenharken (u.
scheren) Rhfrk, Mosfrk;
Disdele m. (u.
steche) Simm;
Blirer m. Runkelrüben entblättern für Viehfutter Birkf, Simm-Henau;
Unkraut m. ausrupfen Simm-Schönborn;
Quacke (Quecken)
m. Zell-Lautzenhsn;
Wäsem m. (u.
schennen) Rasen abschälen Westerw;
Holz m. im Walde fällen, in Klüppel oder Scheite schneiden, dürres H. auflesen (auch
därr H. m., Reiser m.) Rhfrk, Mosfrk bis zur Ahr;
met nem frisch geschleffe Beil is gut H. m. Kreuzn-Waldalgesh;
Strink m. Baumstrünke ausgraben u. zerkleinern Rhfrk;
Meng m. Komposthaufen
m. Eup;
Wend m. Gebläsewind erzeugen Allg.;
Bahn m. Eisbahn anlegen u. schlagen Ottw-Welschb, Saarbg-Eft, Koch-Fankel;
Schicht m. die Arbeit beenden, in der Spr. der Arbeiter Allg.;
Pocken [] m. impfen (
s. Pocke). — ββ. etwas
widder (neu) m. wiederherstellen, ausbessern Allg. — γγ.
den Däsem noənänm. den Sauerteig zurechtmachen WBitb. — ζ. Körperteile
m., in der Lage verändern, bei Gemütserregungen;
en Gesicht m. dem G. einen verdriesslichen, zornigen Ausdruck geben (auch
einem en G. m.);
en fröndlech, (
nett, schün, büs, kodd, verdresslich, muckig, muffig, ernst usf.)
G. m.; G.ər (Fratzen) m. (u.
schneiden, reissen)
; he mat e G. wie sibben Dag Ren, — Surampes (Sauerampfer), —
en Schohnsbüərschte, — ene Bur, de gebicht (gebeichtet)
hät, — ene Bock, der Bromele (Brombeeren)
frisst (usf.,
s. bei Gesicht);
en Maul (ene Mond) m. verdriesslich sein;
en schef (schief)
M. m.;
en M. m. wie en Schöpp Allg. (
s. Maul, Mund);
de mächt e Mond, mer kennt e Judd drop bohren Prüm, Bitb;
sej meckt en Möndje, as wenn sei Prümmke sägge well Klev;
e söss Möngche m. schmeicheln MGladb-Liedbg;
e Pännche m. weinen wollen Rip, Berg;
en Prömmche m. hochmütiges Gesicht
m. Rip;
duə mas noch en Mul on och noch Oge (Augen)
! du wirst staunen Aach-Berensbg;
der macht e Kopp er trotzt Rhfrk, Mosfrk;
de wiərd ävver Oge m.! sich wundern Rip, Allg. (
s. weiter bei Auge);
(enem) en Nas m. ihn aushöhnen;
en krus Stiərn m. erzürnt sein;
(enem) ene Fenger m. mit dem
F. drohen;
lang Fengere (Puəten) m. stibitzen;
wer ken Hand hät, kann och ken Fus (Faust)
m.; Ben m. eilen;
kromm Ben m.;
enen Puckel m. krumm gehen, sitzen, sich fügen (
s. d. W.) Rip, Allg. — η. von Ausscheidungen, Aeusserungen des Körpers;
en Bach m. pissen, von Kindern (
er hat e B. gemacht ist etwa in der Prüfung durchgefallen Saarbr, Saarl);
Aa (
Kacka, enen Hof, Hupp udgl.)
m., jet m. seine Notdurft verrichten Rip, Allg.;
sein Sach m. dass. Saar;
Mest m. von der Kuh (Unsinn reden) Allg.;
grot m. seine Notdurft verrichten,
klein m. pissen, bes. von Kindern (auch
seng gruss (klen) Geschäf m. Rip) Nfrk;
mach doch ken Fürz! keine Dummheiten Rip, Allg.;
en Pöppchen (
enen Höggel udgl.)
m. den Beischlaf ausüben (
s. d. W.);
dat Kend mat Zähncher es zahnt;
der mat net vill Wört er redet nicht viel Rip, Allg.;
Pratjes m. viel reden Klevld; das Tier
mächt Stemm(en) gibt Laut,
z. B. das Pferd wiehert, die Katze miaut Goar-NFell, May-Metternich, Neuw-NHonnef Rengsd;
der Hahn mach Kückerekü; de Katz mach miau; der Hond mach bau, bau (usf.);
hitza m. niessen;
kiss-kiss (
hä-hä, hüsch-hüsch usf.)
m. Rip, Allg. — θ. von sonstigem Tun;
Heija (
Kückelche, en Schlöfche, Nüppche usf.)
m. schlafen;
Mettag m. Mittagsrast halten;
Ovend, Firovend m. Schluss mit der Arbeit;
ene Gang m. (u.
dohn; aber
ene Tritt dohn);
en Krischerei, e Gekrisch m. weinen (u. so bei allen derartigen Abl.);
enen Sprong (Hopp, Satz, Trapp) m.; en Reis (Rötsch, Spritz, Schleif) m.; en Verzällche m.; ene Fröhschobbe [] m. trinken;
en lang Setzong m. (hale) lange beim Bier sitzen bleiben;
en Geschäf, Andrag (Anschlag), Bekanntschaf, Erfahrong m.; Ordnong, Plän m.; Schold m.; seng Sach m. seine Pflicht tun;
en got Meinong m.; sein Andacht m. (halden);
ful Usreden (Denger, Fisematenten, Geschechte, Krom, Männcher, Mäus, Dänz, Wippcher, Zickzacken usf.
) m.; en Gedöhns m. Aufhebens;
Ernst m.; Spurgimente (Spajitzen udgl.
) m. Unsinn;
Spass (Spük, Spöchten, Tott, Wetz usf.)
m. Spass, Unsinn;
enen Strech (Mau) m. einen Streich;
kotte Mette m. kurzen Prozess;
ene Bock (Hoppass, Sau udgl.
) m. Fehler;
Stuss on Staat (Spritz) m. Aufwand;
Wend m. protzen;
en Blauen (Mondag) m. einen Arbeitstag verjubeln;
Lechmess (Mai) m. vom Gesindewechsel;
got Wedder m. sich einschmeicheln, die Schüsseln leer essen;
en schlau Schicht m. sich bei der Arbeit drücken;
mach ken Sachen (Wetz, Denger)! tue das doch nicht;
dat kann mer net m.! geschieht nicht;
den hat seint gemach er sitzt in der Klemme (
s. d. W. u. so viele a. Wend.);
Meddag m. zu Mittag essen;
Veierauere m. Vieruhrbrot essen Bernk;
zu Mettich m. Trier-Ld;
mach, wat de wells, dann wiərsch de och net geck Eusk-Zülp;
dat es, wat mer m. kann die Grenze des Erträglichen Mü-Eif. — ι. etwas erwerben, gewinnen, bekommen;
de hät (do) (vill) Geld gemach durch Handel oder Sparen;
de hät (do, an den Geschäf, met der Arbet) en Vermögen gemach; der Kellner en dem Gasthoff mat noch völl Drenkgelder; sech jet Grosche m. sich eine Kleinigkeit verdienen;
den han ech ävver gemach beim Karten, Kauf ist mir ein Gewinn gelungen;
ech han er drei gemach drei Stiche, Gewinne;
sei Schnittche m. ein gutes Geschäft;
de hät en schwere Schnitt dran gemacht; (dodran) hät der ene Schnapp (en Schnäppche) gemach; sine Schores m.; Schmul m. unrechtmässig;
e hät de Quangk gemat sein Schäfchen im Trocknen (
s. d. W.); mit Vertauschung des Obj.:
ich habb dich gemäkt deinen Klicker getroffen Kemp-Waldniel;
er es gemach gen man hat ihm auf unredliche Weise Geld abgewonnen Saarl;
enen m. ihn überwinden, ihm gewachsen sein Sieg-Eudenb. — κ. (einen Weg) zurücklegen;
der Weg es gemach (gedohn); en enem Dag hammer zwölf Stonde gemach (nie
gedohn) Rip, Allg. — λ. ausmachen, betragen;
wievill mach dat (beim Addieren), —
dat zesamme, — de Rechnong (Schold)? (mehr
ausm.);
mach zesamme ... wenn man addiert Rip, Allg.;
dat Schwein mat 300 Pond wiegt Wittl-Meerf. — μ. ausmachen, festsetzen, vereinbaren, in best. Wend.:
Wat für ene Luhn hat ühr dann (us)gemach, — hät der Bur dir gemach? Wat für ene Pris machste? Wat se gemach han (etwa im Gemeinderat),
dat solle mer wahl bal gewahr werde Rip. — ν. bewirken, verursachen, sorgen für (
m. ersetzt durchaus diese der MA. fehlenden Wörter);
dat macht det Heim [] die Anziehungskraft des Elternhauses;
dat m., dar et die ganze Zitt net gerent (geregnet)
hät Siegld, Allg.;
dat vill Suffe mach en rut Nas; Huffahrt mach Peng (Pein)
; Schold mat Ongedold; Verspreche mat Scholde; Övverfloss mät Övverdross; gode Welle mät leichte Föss (Füsse);
de Bach mät de Sched (Grenze);
Mattheis brecht Eis, fönd er kent (keins),
dann micht er't; et Kleid, dat mät der Mann, wer et hät, de deiht et an; Kläre m. Leit un Lumpe m. Leis (Läuse);
Fresser werde net gebore, die werde gemach (u. so in vielfacher Verwendung;
s. d. W.). — Obj. durch einen Satz mit
dat: ech m., dat de net he blive kanns; du machs noch, dat de en et Tippo küs; du machs (su lang), (bes) dat de Schläg krigs; mer wellen m., dat mer (he) fortkomme; mer moss m., dat de Kirch em Dorf blif, — de Kar em Weg bl.; mach, dat de flöck de Kihr häs; mer kann ene Esel an de Bach drive, ävver net m., dat e süff. — Diese Konstruktion auch in verstärkten Aufforderungen, Warnungen, Drohungen;
mach, datste fortküs (—
net ze spät küs, — an de Arbeit gehs, — schlofe gehs, — et net zom Klappe küt usf.);
mach (nur net), dat de Schläg krigs, — ech an dech kunn! Rip, Allg. — Hierbei auch parataktisch:
mach on blif net ze lang; mach on gangk; mach on arbet jet, oder
mach, werf mich net; mach, dohn mer nüs oder bei Drohungen:
mach, dann git et Schläg! — Mit Infinit. als Obj.:
änen here (hören)
m. durch Prügel zum Gehorchen zwingen Trier-Filsch;
mach de Babbe nit lache! das ist unglaublich Saarbr. — j.
et macht kalt, — sche Wedder haut (heute) es ist kaltes (schönes) Wetter Saarl;
et micht nass (feicht) es fängt an zu regnen Zell-Raversbeuren;
et hat nass gemacht getaut Altk-Daaden Steineb, Wippf-Frielingsd;
et macht arg erunner es regnet stark Kreuzn-Boos;
et makt am Ren Regen ist im Anzuge Gummb-Wiehl. — b. mit best. Obj. u. hinzutretenden Ergänzungen. α. mit Dat. Obj.;
dem Kend de Flasch m.; dem K. de Wendele m.; enem e Geschenk m.; der hät dem Mädchen en Kend gemach es geschwängert;
enem Ben (Föss) m. ihn zur Eile antreiben;
enem Uhre m. ihn zwingen, zuzuhören, zu gehorchen Rip, Allg.;
enem noch Gehear (Gehirn)
m. dass er denken lernt Wittl-Seinsf;
ech m. dir noch ene Mond! dass du mir antwortest;
enem en (lang) Nas m. den Fordernden aushöhnen;
äm en A (Auge)
m. ihn anblinzeln;
enem (sech) de Hor (Haare)
m. frisieren;
enem en krus Stirn m. ihn böse anblicken;
enem ene Fenger (Fus) m. mit erhobenem
F. drohen Rip, Allg.;
mer wellen uns Aən (Augen)
m. uns nach der Einfahrt in den Schacht im Dunkeln etwas aufhalten, damit sich das durch den raschen Wechsel zwischen dem Tageslicht u. der Dunkelheit in der Grube geblendete Auge an das Lampenlicht gewöhnt Saargeb,;
dat mach mir Koppeng (Kopfpein) (
Sorg, Leid, Onrauh, Schand usf.);
sech K. (üvver [] jet) m.; sech Gedanken (üvver jet) m.; dat hät em Luf gemach (sech L. m.); enem en Geschwätz (ene Blamm) m. schlechte Nachrede über ihn verbreiten;
enem den Marsch m. (u.
blosen) ihn ausschimpfen Rip, Allg.;
mak dech (dir)
mar ge Led (Leid)
öm ongelade (ungelegte)
Eier, dat geəve ongeseəte Küke! MGladb;
he mat sich esu völ drus wie ene Fesch van enem Appel Aach;
sech ene Mänes m. sich etwas einbilden Dür. — Obj. Infinit. mit
zu;
he mach mir vill ze schaffen (dohn, sorgen); ech han der jet ze essen gemach Rip, Allg.; bes. in der Wend.:
Mach dir nicks ze dohn! nur keine Ausflüchte, Aufregung, Hoffnung Rip, Nfrk, Simm-Ellern;
mak mar (mej) necks intuwenden (einzuwenden)
! keine Ausflüchte Mörs-Gerdt;
er hot mich ze lache gemach Birkf. — β. mit Prädikatsnomen (z. T. einfache Verben ersetzend, daneben stehend, z. T. fehlende Verben ersetzend);
z. B. platt m. in freiem Felde nächtigen Birkf-Idar;
jet glatt m. (nie glätten)
; de Wand schwarz, braun, weiss m. (selten
schwärzen, bräunen, aber
weissen);
jet evven m. (nie ebenen);
enen monter (wacker) m. usf. mit jedem
Adj. möglich; oft mit besonderer Bed.
Holz klen m. zerkleinern;
Erdäppel kl. m. stampfen;
Geld kl. m. wechseln, verschwenden;
alles kl. (kurt, kapot) m. verschwenden;
en Frau deck (ferdig) m. schwängern;
enen warm m. aufhetzen;
enen kalt m. ermorden;
enen schlecht m. verleumden;
enen schwarz m. verleumden;
enen ferdig m. mit den Sterbesakramenten versehen;
alles widder got m. ersetzen;
schon m. die Frucht mit der Wannmühle reinigen;
et werd richtig gemacht von den Abmachungen bei der Verlobung;
den Danz lang m. lange warten lassen;
mach de Perd net scheu! schneide nicht auf;
et begönnt te komen, hat den Edelmann gesag, do hatt e all drei Bettdüker voll gemak (Mörs-Binsh);
mir welle siehn, wat fett mächt was in diesem Falle gut ist (Prüm-Ihren);
zenter Klos mat de Dag moss (passend);
der kann der jet (Schnidde) Zaldat (Soldat)
m. viel verzehren. —
Enne ganse Makschanneg (-schandig) das, was ein Unternehmen, Vorhaben zuschanden macht MGladb, Geld.
Machmichholder scherzh. Schnaps Neuw. — Mit Dat. der Person;
enem et Maul lang (nass, wässerig) m. seine Begierde reizen;
enem jet möndchesmoss m. mundgerecht;
dem kammer ken Del (Teil)
rech m.; enem jet parat m. Unannehmlichkeiten;
enem jet wis m. weise
m., aufbinden (usf.). — Reflex.;
sech staats (schün) m. schmücken, zieren;
sech mössig m. müssig;
sech quitt m. sich selber bezahlt machen;
sech schmal m. wegschleichen;
sech schin m. sich selbst loben, herausreden;
de Koh hot sech sch. (ren) gemach die Nachgeburt abgestossen;
mach dich nit so grin (grün),
sunscht fresse dich de Gässe (Ziegen);
den hot sich esu rond gemaicht (so viel gegessen),
dat em kän Kaz de Maən mih fortschläfe kann; sech lef Kend m. sich einschmeicheln;
[] de mächt sech de Mann bei dem tut sich hervor, um sich einzuschmeicheln;
mach dech met dem Dudegräver bekannt! Drohung [für diese Bed. nur eine Auswahl; im übrigen
s. bei allen
Adj., die alle die Verb. mit
m. zulassen]. — γ. mit
Adv.;
en Garen (Garten)
dra(n) m. u.
en G. an de Erd m. bestellen Lennep-Radevormwald;
jet dodannm. entfernen;
jet derdurchm. verschwenden;
net vill doherm. keine Umstände;
mach der nicks deher! keine Umschweife;
enen dervan af m. umbringen;
alles (et Geld) derdurchm. (drop-) verschwenden;
mach dei Bett net drenn treibe es nicht zu arg;
et Sot (Saat)
drinm. säen;
de Bocks herafm.; enen herafm. ausschimpfen;
et Feld (Stoppele) herömm. pflügen;
Obst heronderm. abernten;
enen h. verleumden, ausschimpfen;
du kris de Kopp herondergemach; de Bart heronnerm. sich rasieren;
onderm. die Saat mit der Egge unter die Erde bringen;
drof enenm. (ineinander-) verschwenden;
iwer änen enausm. ihn verleumden;
eich m. der ebbes enin (hinein)
! hindern dich Simm;
ausenanderm. trennen (absol. eine Erbschaft teilen;
met enem a. Rechnung u. Gegenrechnung aufrechnen);
ene Geck kann mih dropm. (verschwenden),
as tihn Geschede biənenm. (sparen);
enənanderm. mehrere Teile verbinden;
jet (enen-) durchenanderm. verwirren;
jet drömherömm. oberfl. arbeiten, Ausflüchte suchen;
de Strit (Streit)
eneinm. schlichten;
jet noəneinm. zurecht
m.;
jet onderenm. mischen;
jet metm. sich daran beteiligen, Schweres erleben; die Brautleute
m. füran (voran) sie heiraten bald;
jet fortm. (weg-) verlegen;
mackt es (einmal)
en (eine)
furt, wej (wenn du)
gen Fengers hät! ich kann dies nicht unternehmen Rees; Getreide
losm. mit der Korbsense mähen Saarl, Merz, Saarbg-Körrig;
jet fasm. befestigen (gebrauchsfertig
m. n. Ruhr);
jet los m.; jet zesammenm. sammeln;
der kann der en Portion danne m. viel verzehren;
föranm. etwas weiter betreiben, Hochzeitsvorbereitungen treffen Berg, Allg. (
s. im übrigen, bes. die übertr. Bed. bei den einzelnen
Adv.). — δ. mit präpos. Best.;
e Bild a de Wand m. Siegld;
wat an de Kant m. auf die Seite schaffen Klevld;
et Heu op Reihe (
Hoppen, Kotten usf.)
m. (u.
setzen)
; jet us de Weg (Föss) m. wegräumen;
de mat us en Möck ene Elefant, — aus e Katz en Koh, — us em Furz ene Donnerschlag; de Blagen (Kinder)
en et Bett m. zu Bett bringen (Elbf);
en Kröcks (Kreuz)
henner enem m.; de mät mer kein X för en U; er es net für Dokter (Arzt)
gemat (geboren, veranlagt),
he es ze wech; wat, du wells mech zom Spetzbof m.! zum Diebe stempeln;
se han en zom Stadtrot gemat gewählt;
ech m. dech ze Mos (Mus), —
ze Wuərsch, — ze Häckels, — zu franzesch Salz, — zom Schänzche! Drohung;
de micht sein Maul zom Scheisshaus kaut Tabak;
dau mächs mech zum Onmann (Un-)
bei dem zum Unfreund;
jet ze Schande [] m. verderben;
alles ze Geld m. verkaufen (
s. d. W.; u. so vielfache Anwendung). — c. mit unbest. Obj. (u. mit Ergänzungen). α.
et (es) m. αα. arbeiten, es herstellen;
mer han et ferdig gemach sind mit der Arbeit fertig geworden;
su machten et de Ale bei dieser Art bleibt man am besten;
mer konne et net m. oder
et löt (lässt)
sech net m. (es nicht so einrichten),
üch zəirsch Besched ze schecke; he mach et widder (met der Mul) got; jo, met der Mul kannste't m.; dem mach et ken Mensch got (genog) Rip, Allg.;
so welle vie et m., dann es de Bear (Birne)
geschällt! so wirds gut sein Elbf;
we mer et sech mät, su mer et hät Köln;
wie mer et mach, su wiərd et Sieg;
et es da wat gemacht! was nicht alles Törichtes, Unnützes gemacht wird;
et es nicks g., et moss earscht emol rene (regnen) ehe es nicht geregnet hat, hat die Arbeit keinen Wert. — ββ.
he mät et er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann Rip, Allg.;
he mät et noch ens er erholt sich wieder von seiner Krankheit, von seinem Vermögensverfall; er treibt wieder seine gewöhnlichen Streiche Rip. — γγ.
wie machste et? was gedenkst du zu tun;
wie solle mer et m.? Rip. — δδ. es treiben, sich verhalten;
mer kann et m., wie mer well, luter es et verkihrt; wie mer et mach, su es et gemach es ist nichts dran zu ändern;
der mach et (
met dem Stelle usf.)
su lang, bes e gepack wiərd; nu mach et net ze arg (schlemm, well)! übertreibe nicht, lebe nicht so ausschweifend;
de mach et jet arg; mach et got! hab dich wohl, Abschiedsgruss;
mach, wie de't machs, dat de Kerch em Dörp blif! Rip, Allg.;
mächste't we de anner Leit (Leute),
da geht et der och we den anner Leit Eif;
mer kann et m. wie mer well, hangen ich der Sack für mich, dann senn (sehen)
ich en selfs, h. ich en hönger mich, dann senn anger Lück (Leute)
en seinen Sorgen entrinnt keiner Eusk;
de Mensse möge min nit liə (leiden),
säg de Foss (Fuchs),
mar ek mak et ok derna Klev, Verbr.;
he makt et wie de Katzen, die füəre lecken on hengen kratzen Berg, Allg.;
de micht's wie de Bäcker vun Stee (Goar-Steeg):
wann der kä Mehl hot, dann backt er nit Simm-Horn. — εε.
der kann et (got) m. er ist wohlhabend;
der hät et got m. Rip, Allg.;
Leit, die et m. kinne, halle (halten)
sich en Katz un ach (auch)
en Hund von Leuten, die sich etwas anschaffen, was nicht ihren Verhältnissen entspricht Simm, Koch, May. — ζζ.
der mach et net lang mih (met) er lebt nicht mehr lange Rip, Allg.;
der macht alt noch emmer ist immer noch unter den Lebenden Siegld. — ηη.
mach et kuərt (kurz)
! erzähle nicht lange; kurz, was hast zu sagen, zu bitten;
öm et k. ze m. kurz gesagt Rip, Allg. — θθ.
ech han et em (dem Mädchen)
es gemach (mehr
gedohn) Beischlaf ausgeübt Rip, Allg. — β. etwas (
ebbes, jet, wat)
m. αα.
jet en de Reih m. in Ordnung bringen Allg.;
et mät mer doch kener jet en den Wenkel, bes ech usverkoft [] han Sülzt (u. so in vielfacher Anwendung wie
nhd.,
s. auch 1 a). — ββ.
do ös wat (bi) te m. zu erwerben, verdienen; ihn kann man beeinflussen Mörs, Allg. — γγ.
do han ech (ävver) jet gemach; do machste ävver jet! da habe ich aber fehlgegriffen; das wird nicht gut ausgehen Rip, Allg. [scherzh. an εε (
kacken) angelehnt:
do hacke wack gemakt! Rees-Wesel]. — δδ.
mach em emol ebbes! probiere mal u. tu ihm etwas an Saarbr;
der kann dir noch jet (allerhand) m. (u.
dohn) anhaben, Schwierigkeiten bereiten Rip, Allg. — εε.
ebbes en de Bocks (en et Bett, en de Stuff) m. scheissen Mosfrk, Allg.;
he geht doher, als of he jet en de Botz gemat hätt Rip, Allg.:
de kuckt noch es erem, wonn he jet gemat hat u. möchte es aus Habgier mitnehmen Prüm-Ihren. — ζζ.
he mäck sech jet — well sech jet m. er ist stolz, bildet sich etwas ein SNfrk, Rip;
de mät gern jet us sech;
e hät us dem Hus (udgl.)
jet (vill) gemat stattlich herausgeputzt, hat aus dem Hause durch Vermieten viel verdient Rip, Allg. — γ.
wat (was) fragend u. im Ausruf. αα.
wat machste (do)? was hast du gerade vor in der Arbeit;
wat solle mer m.? Allg. —
Wat Menschen nit m. kenne, sat de Fra, do hatt se en Isel (Esel)
gesiehn Simm, —
hat de Bur geseit, do hatt he en Apen gesenn Barm, —
för et Geld, seij den B., du sach hej en Ap danse Rees (u. so viele a. RA.). — ββ.
wat machste? wie geht es dir;
wat m. Frau on Kender? wie geht es denen? Allg. — Scherzh. mit c α u. β spielend, in Antw. auf die Frage:
wat machste? Ene Hemphamp an ene Ferkesback (-trog),
ene Griff an ene Mehlsack, en Klenk an en Hunderfott (Hühnersteiss)
! Mörs-Binsh.
Ape flohe, kas de Statt (Sterz)
fasholde! Duisb.
Bat micht dein Fra? Kromm Knie, wenn se scheisst, on warm Wasser, wenn se pisst! May-Trimbs, Kobl-Bend. — Auch von Sachen,
wat mecht dann eier wih Hand (
der wihe Zand, der Fuss usf.)
? wie steht es mit der wehen Hand? Mosfrk, Allg.;
wat mach dann die Arbett (die Gesondhet)? geht sie voran? Rip, Allg. — γγ.
wat mach dat? was schadet das? das ist doch nicht so schlimm;
wat soll dat dann m.? Rip, Allg. — δδ.
wat mach dat (die Rechnong, der ganze Krom, meng Schold)? wie hoch beläuft sich die Summe? Rip, Allg. — δ. eine
m., eine Schicht verfahren, in der Bergmspr. Altk, Siegld. — ε. nichts
m. αα.
wen neist mecht, dea soll och neist eassen Bitb;
we sech nicks mäckt, de hät och nicks Kref, Kemp;
wen neist sitt (sät),
den neist mitt (mäht);
wen neist micht, den neist zerbricht Trier-Schleidw (u. so viele a. RA.). — ββ.
dat lo wor neischt gemach nicht gearbeitet, die Arbeit taugte nicht Saar;
dat ös jet on och nüs gemät Rip;
dat (domet) es necks gemach das hat keine Art Allg. — γγ.
he es nüs ze m. zu verdienen;
an der War es nüs (vill) ze m. Rip, Allg.;
do üs nicks te m. zu ändern, bessern MülhRuhr, Allg. — δδ.
dat mach nüs schadet
[] nicht, ist nicht schlimm Allg. — εε.
mak dich niks! keine Aufregung, Ausflüchte Lennep. — ζζ.
mach der necks drus, dann es et och necks! bleibe gleichgültig gegen das Ungemach, die Beleidigung usf. Rip, Allg. — ηη.
der kann mir necks m. nichts anhaben Rip, Allg. — θθ.
mach der nicks en de Mau (Ärmel), —
op de M.! bilde dir nichts ein Rip;
mat mer nicks en minge Winkel, eh ich usgestivvelt (ausgekramt)
han! keine vorzeitigen Urteile Köln. — ιι.
he mäckt nicks ut sech tritt nicht hervor trotz seiner günstigen Lage;
we nicks ut sech meckt, de es (och) nicks Kleider machen Leute Nfrk, Allg. — ζ. einen
m.;
än m. einen Marsch aufspielen, vom Trommler- u. Pfeiferkorps Siegld;
de mat er gern enen einen Witz Rip;
de makt er sich gern enen er prahlt Sol-Wald;
do hät e sech emol widder ene gemacht sich dumm angestellt Neuw-Kurtschd;
noch än m. noch einen trinken, noch ein Teil essen, noch essen u. trinken Siegld; einen
m., einen trinken Schleid-Dottel. — η. viel, alles
m. αα. wie
nhd.;
fönf Johr m. vill em Aler (Alter);
ech m. mer net vill us Zigare kann sie gern missen Rip, Allg. — ββ.
de löt (lässt)
vill (alles) met sech m. (u.
spille) gefallen;
met dem es net vill ze m. anzufangen Rip, Allg. —
d. ohne oder mit zu ergänzendem Obj. (u. mit Ergänzungen). α.
mach (doch) d. h. deine Arbeit, voran mit der A.;
no mach, no mach! jö, mach; allo, mach; mach zu! Mach rasch (
flöck usf.),
langsam! Loss den nur (allein) m.! gewähren;
mer han (e bess-che) lang gemach gezögert, sind lange ausgeblieben;
sihr (
flott usf.)
füranm. voranarbeiten;
mach sihr! voran Rip, Allg.;
mach noənanner! voran Rhfrk, Mosfrk;
de schafft on däht o mecht o kennt doch op ke greinen Zwäg Merz;
nu mach, dat de mäs, dat de fort kös! sei bemüht Rip;
nau mach, wie de machs! nimm dich fernerhin in Acht Aden-Liers;
mach wei de Leit, da gäht et der och wei de Leiden! Merz, Saarl;
wie gesot (gesagt),
su gemach also wie abgesprochen Bitb;
die m. hinner sich gehen wirtschaftl. zurück Rhfrk;
ene Machwahl einer, der gern hoch hinaus will Grevbr;
ene Makwahl ein Feinschmecker Kemp-Süchteln;
de kann net va Konte (Kante)
(Plaz) m. macht nicht voran Heinsb;
doə sett gene Makfüran en er ist träge Kemp, Kref;
en flotte M. einer, der fleissig arbeitet, der es immer eilig hat Kref, Jül-Coslar;
der fl. M. scherzh. Durchfall, Eusk, Erk, Geilk, Aach;
der rasche M.fort uWupp;
ene hösche M.föran langsamer Arbeiter Aach-Schleckh;
fortm. den Teig kneten u. formen Simm-Sabershsn; schnell
m. Klev;
de hät gene Makfort en kommt mit der Arbeit nicht voran Kemp-Born;
du bes ene geschwinde M. du arbeitest zu schnell u. darum unordentlich Erckörrenz;
in ene Magau (<
māk γǫ ‘schnell’);
en ene Maspröng (<
māk špr.) in lebhafter Erzählung gebraucht Klev;
du hascht gar ka Furtmaches du arbeitest (gehst) zu langsam
[] Rhfrk. — β.
dat Kend hät gemach seine Notdurft verrichtet;
nu mach schün! Rip, Allg.;
den hot newen de Bor (Nachttopf)
gemach ist hereingefallen Trier;
nu mach doch! beim Beischlaf Allg. — γ. das Muttertier
macht, — steht am m., — hat gemacht, — ze frih g. Junge geworfen Birkf, Wend, Ottw, Saarbr, Saarl, SMerz, Hochw, Simm, Neuw, Altk;
faul m. tote Junge gebären, vom Schwein Koch-Kaisersesch. — δ.
der mach net mih lang lebt nicht mehr lange Rip, Allg. — ε.
der mach nur su, — su, als of er stellt sich nur so, täuscht vor;
her mach doch nur su, et es em doch net erns; her mach su, als of he dech haue wöll, he deht et doch net Rip, Allg.;
he mecht at (schon so),
et es awer doch neischt gemat er möchte arbeiten, bringt aber nichts zuwege Merz. — ζ.
nu mach (ävver nur, net, nur net)! in verstärkter Aufforderung, Warnung, Drohung, treibe es nicht zu bunt, tue es nicht, jetzt ist Schluss mit deinem unvernünftigen, schlechten Tun; trage Sorge, dass es geschieht, wie ich gesagt habe; ich warne dich;
mach, sos son ich der, wieviel Auer (Uhr)
et as, — sos get et Schlä (Schläge)
! Bitb, Allg.;
mach nore so fort (weider)! Saarbr, Allg. — η.
mak (mer net)! Ausruf der Abwehr, ich glaube gar, welche Zumutung, unter keinen Umständen Düss, Neuss. — θ. verächtl.
sich (sieh)
es, wie e widder mach (dohermach)! gestikuliert, schwätzt, sich aufführt Sieg, Allg.;
horch emol, wie er wedder macht! der Kranke
z. B. stöhnt, —
wie das macht! das unbekannte Geräusch Saarbr;
wie mach de Uhr? Antw.:
tick-tack Allg.;
jo, hät e gemat ja, hat er gesagt Merz, Saarbg. —
Et Feier mecht knistert Saarbg-Orscholz. — ι.
der macht got (schlecht) es geht ihm gut (schlecht) Siegld, Altk (Sieg);
et Kond hat got gemach entwickelt sich gut Koch-Urschmitt. — κ.
die Sau macht schonn of zwei Zentner würde sie schon jetzt beim Schlachten wiegen Saarbr. — λ.
op den Desch m. den Tisch decken Goar-Bickenb, Sieg-Ägid;
op (
de(r))
Mau (Ärmel)
m. sich aufputzen, prahlen Sieg-ODollend, Bergh, Aach-Ld;
ze Emmes (Nacht) m. zum Mittagessen (Abend-) Merz; der Kaufmann
mak in Zigaren, in Wolle usf. er handelt damit Berg, Verbr. nach dem Nhd. — μ. irgendwohin
m., gehen, reisen;
wu michste hin (her)? wohin geht die Reise? Rhfrk, Mosfrk, Rip;
wo gehn der naus m.? wo geht ihr hin;
nofm. flussaufwärts reisen;
nunnerm., awem. flussabwärts;
eninm., di sin schunn in frihe Johre ningemach nach Amerika ausgewandert Rhfrk;
uf en Hunsrick, uf Kowelenz m. Rhfrk, Mosfrk;
op (no) Amerika, Kölle m. Rip, Nfrk;
lans de Scholl m. die Schule schwänzen Eusk;
an de Sch. langs m. MüEif;
dat mach änem gar net en de Kopp eren das kann ich nicht begreifen Kobl-Bend;
fortm. verreisen, auswandern;
se sin (han) vor em Johr fortgemach Rhfrk, Mosfrk, Rip;
he es (hät) fortgemach on et (das
[] Mädchen)
hät metgemach Sieg;
der mach flotten Machfort er reisst aus Aach-Steinfurt. — ν. auf die Klicker
m., schnellen Simm-Ravengiersbg. — 2. refl. a. sich
m., mit Prädikatsn., wie
nhd.;
sech fein (staats) m. sich putzen;
sech gruss (deck) m. sich rühmen, prahlen;
sech dönn m. ausreissen;
sech met den Löggen (Leuten)
gemein m. mit allen verkehren;
he mat sech stark dofür er will die Verantwortung dafür übernehmen. —
Der Stein macht sich got er ist leicht sprengbar, lässt sich leicht gewinnen, in der Bergmspr. Altk, Siegld, Allg. (im übrigen
s. Belege bei 1). — b.
mak dech mar net so! rege dich nur nicht so auf MGladb. — c.
sech jet m. welle sich etwas einbilden, dünken Köln. —
d. sech jet m. sich verkleiden;
wat mäs de dich op Fastelovend! Ich m. mich ene Ritter Köln-Stdt. — e. sich
m., mit persönl. u. sachl. Subj., gedeihen, vorankommen, an Grösse, Gewicht, Wohlhabenheit, Gesundheit zunehmen;
dat Kend (dat Ferke usf.
) mach sech nimmt zu;
die han sech gemach, — herusgemach sind wohlhabend geworden; der Kranke
mach sech widder, — mach sech düchtig (zosehnds); et Geschäf mach sech; et Wedder mach sech klärt sich auf, es wird wärmer;
et mach sech es geht voran;
et mach sech widder met der Sach (
dem Geschäf, der Gesondhet usf.);
mer han den Dokter net gehat, et mat sech van selver; dat mach sech su besser (lechter) Rip, Allg. RA.:
Et (er) micht sech bie Juste Ferkel: geht on freckt Koch, May, —
Schetze Freckel Nahe, —
Thele Säuchen Kobl-Waldesch, —
et Biens (Jakobine)
Ferkel, bie se et sechs Wochen hatten, du freck et Neuw-Asb, —
Nidegge (Schleid-Niedeggen) Dür. —
Du machst doch net schlecht met dem näjje (neuen)
Hot siehst so gut aus Siegld, Allg. —
Et sall sech wäll m., sät Dr. Lensing, as dor mor necks bej kömmt die Krankheit wird sich schon
m. Emmerich. —
f. et kann sech m., dat ... Langersehntes trifft endlich ein;
et mät sech grad, dat .. es fügt sich, zufällig geschieht es gleichzeitig, dass;
et m. sech gr., dat ech och en de Stadt gohn, dann konne mer jo zesamme gohn. — Jo, et mat sech, — et löt sech su m. es ist durchführbar;
et well sech net m. (dat ...) es ist nicht durchführbar;
gef mir fönf odder sechs, et es egal, wie et sech grad mät wie du es geben kannst Rip, Mosfrk.
Wann ebbes sich well m., dat gäht et deck (oft)
sihr (schnell), —
et sech wellt m., ka mer e Fanger am (im)
Orsch zerbrechen Bitb, Prü
m. — g. sich irgendwohin
m., sich begeben;
sech dönn, hem-, fort-, los-, weg-, heraf-, heran-, herop-, herus-, heren-, heronder-, derdurch-, derlangs-, dodannen, darm.; sech an enen m. sich ihm nähern, um dessen Rat, Hilfe, Freundschaft zu erwerben; ihn angreifen;
sech henner enen m. ihn zu einem bestimmten Tun veranlassen, durch Zureden, Bitten, List; ihn zu gewinnen suchen; ihn verfolgen;
mach dech henner dat Mädchen suche es zu freien;
du moss dech derhennerm. [] tüchtig zufassen (bei der Arbeit, beim Studieren), das Gewünschte durch Eifer zu erreichen suchen;
sech op de Ben (
Föss, Socken, Lappen, Hacken, Feərschten usf.)
m.;
sech op de Weg m.; sech op de Res (
de Rötsch, de Ritt, den Trapp usf.)
m.;
sech op Sitt (Seite)
m.;
sech an de Arbet m.; sech us dem Stöpp (de Bunne) m.; sech durch de Koərd (de Riser, et Schütt, de Heck, de Wicke) m.; sech en et Bett m.; sech no Hus m.; sech üvver de Bach m. Allg. (
s. d. W.). — h. sich herausm. α. schnell einen Raum verlassen Allg. — β. sich von langer Krankheit erholen Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg, Mörs. — γ. sich sonderbar kleiden, aufputzen Bitb-Geichl, Düss-Benr, Emmerich. — δ. sich übel zurichten, beschmutzen Eusk, Rheinb, Bo, Sieg, MülhRh, Köln. — 3.
Part. gemacht in besonderer Bed. a.
do es der (wie) g. för geschaffen, der wird diese Stelle ausfüllen Allg. — b.
g.ə Blom künstliche Blume Allg. — c. erkünstelt;
ene g.ə Gang hochmütig, geziert;
dat es all g.ə Krom nichts Echtes, Erkünsteltes Rip;
en g. Juffer Dienstmädchen in Sonntagsstaat Schleid-Hellenth. —
d. dat es ene g.ə Mann, dat sen g.ə Löck (Leute) wohlhabend Rip, Allg. —
Ongemacht nicht hergerichtet, vom Bette Allg. — Abl.
die Macherei, dat Gemach(s) (
-ä-, –ē-, –i-) Machwerk, das lästige
M., Umstände, Betrieb, Zaudern;
dat as dem sanges Gemich dessen Mache, Machenschaft Bitb;
et as kä Gemich, wa mer ken Drepps (Tropfen)
Melch am Haus höt es ist keine Sache Saarbg, Allg.;
dat as Fraleitsgemech Handeln der Frauen Trier-Ld;
ke Fortgemechs kein Vorankommen Bernk;
en fin Gemäckde feine Machart Wippf (nfrk.).