Máchen, v. I) trs. überhaupt Veränderungen hervorbringen, Wirkungen verursachen, besonders sofern sie in die Sinne fallen und bleibend sind; ohne Bestimmung der Art und Weise, und sowol ohne bestimmte Benennung der Veränderung oder Wirkung, als auch mit bestimmter Benennung derselben; eine Bedeutung von großem Umfange, der sich aber doch nicht willkührlich erweitern läßt, und der mehr durch den Gebrauch erkannt werden muß, indem sich nicht alle einzelne Fälle anführen lassen. 1) Ohne bestimmte Benennung der Veränderung oder Wirkung. Ein jeder macht es nach seinem Gefallen und so gut als er es verstehet. Mache damit, was du willst. Man lasse ihn nur machen. Was machen Sie da? »Der Herr wirds wohl machen.« Ps. 37, 7. »Mache es mit uns, wie dir's gefällt.« Richt. 10, 15. Was ist damit zu machen? Daraus läßt sich viel, wenig, nichts machen. Damit ist nichts zu machen. So macht es jeder. Mache mir es nicht noch einmahl so. Er hat es danach gemacht, daß es so kommen mußte. Das ist bald, das ist leicht gemacht. Was mache ich, gehe ich oder bleibe ich? Х Da ist nichts zu machen, da läßt sich die Absicht, die man hat, nicht erreichen, wo es fast in so vielerlei Fällen gebraucht werden kann, als man Absichten hat; besonders aber gebraucht man diesen Ausdruck in solchen Fällen, wo von einem Verdienst, Gewinn, den man machen,
d. h. sich verschaffen möchte, die Rede ist, oder auch von einer Absicht bei einer Person anderes Geschlechts, die man erreichen möchte; in welchen Fällen in der entgegengesetzten Bedeutung gesagt wird, da ist etwas zu machen, da ist viel zu machen. 2) Mit bestimmter Benennung der Veränderung oder Wirkung, einem Dinge, es sei körperlich oder nicht, die Wirklichkeit geben, es hervorbringen. Ein Kunstwerk, Kunststück machen. Schöne und künstliche Arbeit machen oder verfertigen. Der Schneider macht Kleider, der Schuster Schuhe Käse, Butter machen. Ein Gedicht, Verse machen, sie durch seine Geisteskräfte hervorbringen, ausarbeiten. Eine Übersetzung machen, sie schreiben. Bücher machen, sie schreiben; gewöhnlich in verächtlicher Bedeutung von einem handwerksmäßigen Verfertigen derselben, das mehr in Ausschreiben, Zusammenschreiben besteht. Der Ring, die Kette ist von Golde gemacht. Gold machen, aus unedlen Metallen Gold gewinnen, sie in Gold verwandeln, ein vergebliches Bemühen vieler Scheidekünstler seit alten Zeiten. I anderem Sinne nennt man gemachtes Gold, künstliches, unechtes, vermischtes, in Gegensatz des echten, gediegenen. So auch, ein gemachter Edelstein, gemachter Wein. Sich einen Gott machen, das Bild eines Gottes; auch uneigentlich, sich einen Gott nach seinen eigenen Begriffen denken. »Mache uns Götter.« 2 Mos. 32, 1. »Gott machte den Menschen aus einem Erdenkloße«, er schuf ihn. 1 Mos. 2, 7. »Wie groß ist der, der dich (Sonne) gemacht!« Weiße. Х Ein Kind machen, in der pöbelhaften Sprechart, es erzeugen; so auch einer Person ein Kind machen, sie schwängern. Feuer machen, es anschlagen, anzünden. Sich ein Vermögen machen, sich Vermögen,
d. h. Gelb und Gut verschaffen; wofür man auch bloß sich etwas machen
[] sagt. Er hat sich bei dieser Sache viel gemacht. Ein Gesetz machen. Sich etwas zum Gesetze, zur Regel machen. Einem Andern Platz machen, ihm Raum verschaffen, sowol indem man selbst seinen Platz verläßt, als auch indem man Andere den ihrigen zu verlassen nöthiget; auch uneigentlich und als ntr. durch sein Abtreten, Versetztwerden oder durch seinen Tod einem Andern es möglich machen, seine Stelle einzunehmen. Einem die Rechnung machen, berechnen was er zu bezahlen hat, und es aufschreiben. Sich Rechnung auf etwas machen, auf etwas rechnen, es zu erlangen hoffen. Einem eine Beschreibung, sich einen Begriff, eine Vorstellung von etwas machen. Einwürfe gegen eine Behauptung machen, sie vorbringen. Ein Zeichen in ein Buch machen, durch Umbiegung eines Blattes um eine Stelle in demselben wieder zu finden. Ein Geschrei machen, erheben. Lärm machen. Viel Rühmens, Aufhebens von einer Sache machen. Aufsehen machen, es erregen, bewirken daß die Leute aufsehen, sich verwundern, erstaunen I sehr vielen andern Fällen bedient man sich statt des allgemeinen die Art und Weise nicht bestimmenden Wortes machen, anderer näher bestimmender Wörter. So sagt man nicht in eigentlicher Bedeutung ein Haus machen, sondern, ein Haus bauen, ob man gleich in uneigentlicher Bedeutung sagt, ein Haus machen, für, eine eigene Haushaltung haben, und zwar gewöhnlich mit dem Nebenbegriffe der Gastfreundlichkeit. So sagt man nicht, Ziegel machen, sondern streichen oder brennen; nicht Brot, Kuchen machen, sondern backen; nicht Bier machen, sondern brauen Zuweilen gebraucht man machen im gemeinen Leben von besondern Arten der Verrichtung oder Hervorbringung; besonders von der Veränderung oder Zubereitung zu einem gewissen Zwecke oder Gebrauche. So sagt man etwas machen, seine Nothdurft verrichten, eine Ausleerung, einen Stuhlgang haben. Das Kind hat nichts gemacht. »Nicht der Reichspostreiter, sondern des Reichspostreiters Pferd hatte das Epigramm (Sinngedicht) gemacht.« Lessing. Holz machen, es klein machen, klein hauen, zum Verbrennen im Ofen oder auf dem Herde geschickt machen. I Kegelspiele heißt Holz machen auch, Kegel treffen, besonders viel Kegel treffen, umwerfen. Das Bett machen, die Betten auflockern und in Ordnung legen. Das Essen machen, es kochen, zubereiten. Kaffee, Thee machen. Bei den Jägern das gemachte Neue, der frisch gefallene Schnee. S. Neu. I weiterer Bedeutung heißt machen, bewirken daß etwas geschieht, erfolgt, die thätige Ursache einer Veränderung, eines Verhältnisses, eines Zustandes sein; ebenfalls ohne die Art und Weise zu bestimmen. Den Anfang machen, den Anfang mit etwas machen. Anstalt zu etwas machen, etwas veranstalten. Der Sache ein Ende machen. Einem Lust zu etwas machen, Lust dazu in ihm erregen. Einem bange machen, in ihm Bangigkeit verursachen. Mein eigen Schicksal macht mir bang und banger. Göthe. Eine Reise machen, sie unternehmen, verreisen. Noch einen weiten Weg zu machen haben, ihn noch zurückzulegen haben. Täglich 6 Meilen machen, reisen, sowol zu Fuß als auch auf andere Art. »— er richtete seinen Weg auf beide zu und machte mit seiner schönen Begleiterinn den Durchschnitt des Gartens«, ging mit ihr quer durch den Garten. Göthe. Х Einem Beine machen, einen der nicht gehen will, oder der langsam ist, zum Gehen oder Schnellgehen bewegen, nöthigen. Einen zu seinem Freunde, Vertrauten, Gehülfen, Stellvertreter machen. Zum Lehrer, Prediger, Aufseher, Vormund machen, ihn dazu erwählen, ernennen, anstellen. Ein Mädchen zu seiner Frau machen, es zur Frau nehmen. Ein Mädchen zur Hure machen. Einen zum Sklaven, zum Gefangenen machen. Er hat ihn erst zu etwas gemacht, zu einem bedeutenden, geehrten, vermögenden Manne, da er vorher gleichsam nichts, unbedeutend war. Er ist ein gemachter Mann, dem in seinen äußern Verhältnissen zu seinem Wohlbefinden nichts fehlt. Eine Wiese zu Ackerland machen. Sein Haus zu einer Freistatt für Un=
[] glückliche machen. Ein Fürstenthum zu einem Königreiche machen. Einen Versuch, eine Probe machen, anstellen. Sich Luft machen, sich Luft verschaffen, sich aus einer beengten und bedrängten Lage befreien. Einer Sache, dem Wasser Luft machen. Etwas zu Gelde machen, es verkaufen. Eines Glück machen, sein Glück verursachen, befördern. Sein Glück machen, als ntr. glücklich werden. Hochzeit machen, sowol seine, als eines Andern eheliche Verbindung feiern; auch, die eheliche Verbindung vollziehen. Eine Entdeckung machen, etwas entdecken. Eine Ausnahme machen, etwas ausnehmen, nicht unter die Regel begreifen; wie auch, als ntr. eine Ausnahme sein. Friede machen, sowol zwischen Streitenden den Frieden bewirken, als auch als einer der Streitenden selbst den Streit durch Vergleichung und Übereinkunft enden und ein gutes Verhältniß herstellen. Ein Bündniß mit jemand machen, gewöhnlicher schließen. Bedingungen machen. Einen Fehler, ein Versehen machen. Schlechte Streiche machen. Mit ihm muß man keine Umstände machen. Schulden machen. Sich ein Vergnügen, eine Lust machen. Sich Sorgen, Unruhe, Kummer machen. Einem Verdruß, Noth, Freude, Hoffnung machen. Einem Händel machen, ihm Händel zuziehen. Sich allerlei Gedanken machen, allerlei besonders traurigen Gedanken und Vorstellungen nachhangen. Sich ein Gewissen aus etwas machen. Sich etwas zur Pflicht machen. Einen zum Gelächter machen. Sich selbst Andern zum Gelächter machen. Einem Vorwürfe, Vorschläge, Anträge machen. Bekanntschaft, Freundschaft, Brüderschaft mit jemand machen, ihn kennen lernen, in freundschaftliche, brüderliche Verhältnisse mit ihm treten. Gemeinschaftliche Sache mit jemand machen, sich mit ihm zu einer Sache verbinden. Einem eine Verbeugung machen, sich vor ihm verbeugen. Machen Sie von mir viele Grüße, grüßen Sie in meinem Namen vielmahls. Feierabend, Schicht machen, aufhören zu arbeiten, besonders am Abend oder gegen Abend. Ernst machen, zeigen, daß man es ernstlich meine. Spaß machen, spaßen, scherzen. Х Ein Spielchen machen, ein Spiel spielen, besonders Karten spielen. Halt machen, anhalten, inne halten. Bank machen oder halten. S. Bank. Große Augen machen, die Augen weit öffnen, vor Verwunderung, Erstaunen. Eine jämmerliche Miene machen. Gute Mienen zu bösem Spiele machen. Ein freundliches, böses, saures Gesicht machen. Bei den Handwerkern machet ein Meister das Handwerk, wenn er auf sein besonderes Verlangen und auf seine Kosten das Gewerk zusammenberufen läßt. Sehr häufig wird die Wirkung oder Veränderung, deren Hervorbringung machen bezeichnet, auch durch ein Umstandwort, wie auch durch die unbestimmte Form eines Aussagewortes ausgedruckt. Einen Kranken gesund machen. Einen krank, reich, arm, glücklich, unglücklich machen. Einen vergnügt, froh, verdrüßlich, unzufrieden, traurig, eifersüchtig machen. Einem den Kopf warm, das Herz schwer, die Brust leicht machen. Sich naß, schmuzig, rein machen. Sich bei Andern beliebt, gefällig, verhaßt machen. Etwas fertig, deutlich, lächerlich machen. Einen frei machen. Sich einer Sache würdig machen. Sich mit jemand gemein machen. Sich groß, mausig, breit machen. S. Groß, Mausig und Breit. Sich unnütz machen, Unnützes reden oder thun. Machen Sie es kurz, fassen Sie sich kurz, tragen Sie die Sache in der Kürze vor, ohne Weitläufigkeit. Seine Sachen gut, schlecht, mittelmäßig machen. Gut machen, zu gute machen. S. Gut. Einen fallen, gehen, kommen machen, bewirken daß er fällt, geht, kömmt. Einen lachen und weinen machen. Deine Liebe macht mich alle erduldete Leiden vergessen. »Du ließest mich entschlafen und machtest mich leben.« Es. 38, 16. »Man will uns glauben machen.« Liskow. »Ein Schatten macht uns oft zittern.« Mosheim. Ein hübscher Spalt, der zwischen dir und mir Den Boden plötzlich gähnen machte. Wieland. Unrichtig oder doch ungut ist es in solchen Fällen, anstatt der unbestimmten Form das Mittelwort der gegenwärtigen Zeit zu gebrauchen.
[] »Die Tauben macht er hörend, und die Sprachlosen redend.« Mark. 7, 37. »Nachdem die Völker gewachsen, sich ausgebreitet und von sich redend gemacht.« Rabener. I einigen Fällen wird auch das Wörtchen zu dem im unbestimmten Falle stehenden Aussageworte beigefügt: Sich etwas zu thun, sich etwas zu schaffen machen. Die unbestimmte Form des Aussagewortes, welches die hervorgebrachte Wirkung oder Veränderung bezeichnet, wird nicht selten auch durch das Bindewort daß aufgelöset. Er wußte es zu machen, daß es so kommen mußte, er wußte es so zu veranstalten, so einzurichten. »Sie machen, daß man das Glück und die Liebe erst recht hoch schätzt.« Gellert. Mache, daß es geschieht, vor sich gehet, sorge dafür, betreibe es. Mache, daß du fertig wirst, daß du fortkömmst, sorge dafür, wobei der Nebenbegriff der Eile Statt findet; daher machen zuweilen selbst für eilen gebraucht wird. Mache doch! eile doch! Mach fort! »Wenn Sie es sagen wollen, so machen Sie, sonst gehe ich.« Gellert. Х Er macht es mir zu lange, er verweilet, zaudert zu lange für mich. Häufig wird machen auch von unbelebten und unkörperlichen Dingen gebraucht, die eine wirkende Ursache sind oder als eine solche gedacht werden. Das Feuer macht das Eisen, die Wärme macht das Eis schmelzen, das Feuer, die Wärme ist Ursache, daß das Eisen und das Eis schmilzt. Sorgen machen vor der Zeit alt. Die Sonne macht warm, verursacht Wärme. Gesalzene Speisen machen durstig oder Durst, verursachen Durst. Das hat mir Kopfweh gemacht. Das macht, weil er so leichtgläubig ist, das kömmt daher. Das macht, daß er immer Recht zu haben glaubt. Das macht nicht den geringsten Unterschied, das ändert in der Sache nichts. — I vielen andern Fällen gebraucht man anstatt machen das Wort thun oder ein anderes Wort,
z. B. Meldung thun, wofür ein Beurtheiler in der Allg. D. Bibl. Meldung machen sagte, Vorschläge thun, zu wissen thun ; in manchen Fällen aber auch sowol machen als thun; einem etwas kund machen oder kund thun. Zu viel behauptet ist es aber, wenn Ad. sagt, daß es ungewöhnlich sei zu sagen, den Angriff machen, einem Vorstellungen machen, indem in diesen Fällen machen das gewöhnliche und thun das ungewöhnliche ist. Auch sagt man nicht leicht einen Schnapps machen, welches heißen würde ihn bereiten, abziehen, sondern, einen Schnapps nehmen. Uneigentlich gebraucht man machen (1) für vorstellen, darstellen, schildern. Ifland machte den Essigkrämer vortrefflich, er stellte ihn durch sein Spiel meisterhaft dar. Seine Rolle gut, schlecht machen, sie gut, schlecht spielen. Er will den großen Herrn machen. »Er will den Römer machen, sagt man.« Ungen. Ih würde da eine alberne Person machen. Eine Sache ärger machen, als sie ist, sie ärger vorstellen, schildern. Er ist nicht so reich, als ihn die Leute machen, als sie ihn ausgeben. Er macht sich nur so arm, er giebt sich nur den Schein einer solchen Armuth, er will nur für so arm gehalten sein. Einem eine Sache sehr leicht machen, sie ihn als sehr leicht schildern, ihn überreden wollen, daß sie sehr leicht sei. Einen zum Verbrecher machen, ihn eines oder mehrerer Verbrechen beschuldigen, ihn für einen Verbrecher erklären oder Andre von ihm glauben machen wollen, daß er ein Verbrecher sei. Einem ein Verbrechen aus etwas machen, oder ihm etwas zum Verbrechen machen, ihm eine Sache oder Handlung zum Verbrechen auslegen, für ein Verbrechen ansehen und angesehen wissen wollen. Ih weiß nicht, was ich aus dieser Antwort machen soll, wie ich sie nehmen, wie ich sie mir erklären oder was ich daraus nehmen soll. (2) Sich aus einer Sache etwas machen, sie achten, hoch halten. Viel aus einer Sache machen, sie hoch achten, viel Rühmens von ihr machen. Viel aus einer Person machen. Er macht sich nichts daraus, er achtet es nicht. Es wird nichts daraus gemacht, es wird nicht geachtet und beachtet (3) Bei den Jägern hat der Hirsch wenig oder viel gemacht, wenn er am Gehörn wenige oder viele Enden bekommen hat. (4) Andere uneigentliche Bedeutungen hat machen noch in den Zu=
[] sammensetzungen, welche es durch die damit zusammengesetzten Wörter erhält, und welche an Ort und Stelle selbst nachzusehen sind. II) Х rec. Sich machen. 1) Sich bewegen, den Ort verändern, sich begeben mit dem Nebenbegriffe der Geschwindigkeit; aber ohne nähere Bestimmung der Art und Weise. Sich davon machen, sich aus dem Staube machen, sich eilig entfernen, womit zuweilen auch der Begriff des Heimlichen verbunden ist. Sich auf die Seite machen. Sich auf den Weg machen, sich auf den Weg begeben. Sich zu jemand machen, sich zu ihm begeben. Sich an jemand machen, sich an ihn wenden; auch, sich an ihm vergreifen. Sich an etwas machen, oder sich über etwas machen, sich darüber her machen, etwas angreifen, einen ernstlichen Anfang damit machen. So auch in den Zusammensetzungen, sich aufmachen, sich fortmachen 2) Sich begeben, sich finden, geschehen. »Ih sehe, die Sachen haben sich schon gemacht,« sind schon zu Stande gekommen, sind schon geschehen. Göthe. »Das Gespräch machte sich ganz natürlich,« entspann sich ganz natürlich. Ders. Derselbe Schriftsteller gebraucht es in dieser Bedeutung zugleich als imp. »Es macht sich viel,« es geschieht viel, es kömmt viel zu Stande. Göthe. »Wenn du einen Schwager haben sollst, wie sichs doch früh oder später macht,« wie es doch früh oder später einmahl der Fall sein oder geschehen wird. Ders. »Es macht sich nicht.« Wieland. 3) Einen gewissen Eindruck machen, auf eine gewisse Art in die Augen fallen; auch zugleich als imp. das macht sich gut, das sieht gut aus. III) ntr. mit haben und mit der Fügung eines trs. 1) Die Ursache von etwas sein, bewirken, ergeben. Zwei und zwei macht vier, giebt vier. Zwei mahl drei macht sechs. Es macht zusammen zehn Thaler, es beträgt so viel. Wie viel macht es, oder, wie viel macht die Rechnung? wie viel beträgt sie? 2) I einem gewissen Zustande sich befinden, dessen Veränderungen als Wirkungen von einer Ursache angesehen werden. Was macht der Kranke? wie befindet er sich? Was machen Sie? wie geht es Inen? Er wird es nicht lange mehr machen, er wird nicht mehr lange in demselben Zustande sein; wie auch, er wird nicht lange mehr leben. — D. Machen. D. — ung, in den Zusammensetzungen.