Molt-werf die auf
mhd. moltwërf, –wërfe ‘das die Erde (
molte) aufwerfende Tier’ zurückführbaren Formen sind von Sü
d. nach
N. unaufhaltsam gegen das in älterer Zeit wenigstens das ganze rip, nfrk. Geb. erfüllende altfrk. Wort
Moll vorgerückt, so dass heute nach Wk. V 26
Moll nur noch geschlossen ein breiteres rrhn. Geb. u. einen schmalern lrhn. sndfrk. Gürtel umfasst (
s. Moll VII); Rcstformen des Wortes bis zur Ahr, Prüm deuten noch die grössere Verbr.
an. —
Moltwërf konnte sich unter der Abschwächung der Betonung von
-wërf >
molt(w)ərf >
moltərəf entwickeln, u. einzelne Belege mit
mold(ə)ręf bezeugen noch diese Entwicklung; meist aber sind zunächst Formen wie
mold(ə)ruf, –rof bezeugt, die als
molt(w)urf >
molturf >
moltruf (mit Umstellung des
r) zu deuten sind;
mold(ər)rof setzt an der Nahe bei Wend-Wiesw Herrensulzb OJeckenb ein u. ist, Birkf überschlagend, in Meis, Kreuzn als
mold(ə)rof, –ruf, mul- herrschend, geht dann als
moldrof in Goar in den Rheinorten abwärts [
mul- ODieb] u. erfüllt dann das Geb. der uMos in Bernk-Cues Monzelf, Zell-Liesenich Briedern Senh Sosbg Rödelhsn Alt- u. Mittelstrimmig, in Koch, Kobl, May [Koch-Beuren Treis
mul-; vielfach in Koch
moltəręf; Goar-NFell, Kobl-Dieblich Güls Rübenach SSebastian Weissenthurm, May-Namedy
moldorf; Kobl-Wallersh
moldrop; May-Lehmen Löf Kattenes Lasserg
mōltrōf]; ebenso hat Aden, ODaun
molt(ə)rof, vielfach
-tręf, –trəf [Aden-Müsch
moltərf, Reifferschd
moltof; Daun-Bolsd Brück
moltərf]; Wittl-Binsf Kinh Seinsf
moltrof, –trəf; Bitb
moltrəf, –trof, –trøf, –təręf [Messerich
multorf; Wolsf
mol-; Dockend Ehlenz Geichl Halsd Irrel Kyllbgw Rittersd
moltərf; Idenh
moldrōf]; Trier-Ehrang Eisenach Gilzem Menning Minden Newel Welschbillig
moldrof, –drəf; Merzlich
-drøf; Prüm
moltrof, moldərof, seltener
moltrəf [Bleialf Feuerschd
mōltrof; GrLangenf
moltrōf; Duppach Gondelsh Schwirzh
moltrūf; Birresborn
moldof; Daleiden
molfərt]; nur im O. setzt sich in Ahrw, Rheinb, Bo (
s. Wk.) neben andern Bildungen das
molt(ə)rof, –t(ə)ręf, –rəf fort [Ahrw-Vinxt
moltərf; Franken Waldrf Kirchdaun Heimersh Ginning
moltrøf, –drøf; Hepping Neuenahr
-tryf; Rheinb vielfach neben
molt(ə)ręf auch -t(ə)rǫf; Weidesh
mōltərøf; Bo meist
moltərəf, seltener
-t(ə)rof; Brenig
molturf]; rrhn. ist
mold(ə)rof, –lt-, –drəf zunächst in den Rheinorten bis Neuw-Dattenbg Rheinbrohl vertreten, dann Neuw-Meinborn Thalhsn Rüschd Raub Linkenb Dernb Puderb Woldert KlMaischd Hauroth [Hüllenbg
moldorf], Siegld-Würgend NDresselnd Lützeln (
muldorf) Wilden (
mouldorf). — In all diesen Formen ist also das
-w- von
-werf ausgefallen; nur Eup-Stdt bewahrt in
moutwęləf nicht nur dies
w-, sondern auch die volle Form, die nur durch Fernangleichung an
molt- das
r von
-werp >
l wandelte (oder
-węlf ist eine Abl. zu
welwen ‘wölben’) [stark verkürzt erscheint diese Form in
mulp in Malm-Büttgenb Weywertz;
mulf Malm-Hünning;
moləf Kromb;
montəf Amel;
s. mulpər in Geld u.
molwərs Daun-Gerolst;
molwər Kreuzn-Hergenf], u. unter Annahme der Entwicklung von
moltwërf >
moltbərəf sind hierhin einige resthafte Formen aus Trier-Ld auf der Grenze zwischen
molthīwəl u.
moltərəf zu ziehen:
molbər Issel;
molbərs Biewer;
molbros Pfalzel;
mǫpərəs u.
mǫrbrəs Schweich. — Da beide Bestandteile von
moltərof für die sinnliche Vorstellung keinen Anhaltspunkt mehr boten, sind beide Teile hier u. da einer Umdeutung unterworfen; zunächst die letzte Silbe
-of, für die zunächst
-hauf, –hāf, –hōf eintrat, ohne dass
-of, –əf eine lautlich genaue Unterlage (
-auf, –āf) für diesen Einsatz zu bieten brauchte (‘der Haufen ist das Sichtbare, das Tier sieht man sehr selten’); jedenfalls aber hat der Ausgang
-f diesen Ersatz gefördert; diese sinnliche Vorstellung hat so weithin gewirkt, dass in Geb., die nicht kulturell zusammenhängen, derselbe psychische Vorgang mit
Hübel sich wiederholt;
moldərhaufə, mu- Wend-Dickesb OReidenb;
-hōf Weierb;
-hauf Birkf-Berschw Bundenb Göttschd Hintertiefenb Mörschd OHosenb Sonnschd Wickenr, Meis-Becherb Heimbg Meckenb, Kreuzn-Brauw Dhaun Hahnenb Hennw Kallenfels Oberhsn Pferdsf Weiler Weitersborn [das Tier
maulwurf, der Hügel
mulderhauf Seesb], Simm-Gehlw Henau Kellenb Laufersw Rohrb Schlierschd Schneppenb Schwarzerden;
-hāf Simm-Dickenschd Dillend Heinzenb Kappel Kirchbg Kludenb N u. OCostenz Maitzborn Ravengiersbg Reckershsn Schönborn Unzenbg Wonr [
-dərāf Dill;
-dərhof Erb];
-hǫuf Bernk-Bollenb Cleinich Gösenr Hausen OKirn Rhaunen Sulzb Weitersb Woppenr;
-hf Graach Hochschd;
mǫultərhǫuf Crummenau;
-hāf, -hf Zell;
-hof Goar-Bacharach; dann erscheint weit davon getrennt zunächst
mǫldərhǫuf in Altk-Daaden Friedewald Nisterbg Weitef, Neuw-Ockenfels u. an der Ahr
moltərhōf in Dernau Kreuzbg Ringen u. nur als Vorstufe zu
-hōf (aus
-høfəl ‘Hübel’ entwickelt)
moltərhof (mit Kürze des
-o-) Rheinb-Hauverath Meckenh Merl;
-høf Roitzh;
molthøf NCastenholz. Dazu treten in dem Geb. von
moltərof noch einige noch deutlichere Ersatzworte für
-of ein:
moldərdīər, mu- das am meisten in Simm für das Tier verwandte Wort, Wend-Sienhachenb;
-dīrχə Goar-Braunshorn;
møldīr Siegld-NSchelden;
moltərworəm Neuw-Rheinbreitb Unkel;
mōltərəm (>
-wurm) u.
mōltər Sieg-Honnef. — Zwischen das
Moltərof (-əf)-Geb. der WEif u. der OEif schiebt sich nach der Wk. ein Geb. mit
molthīwəl, –iw- zunächst mit Einzelbelegen an den Grenzen u. an der Mos: Trier-Cordel Ittel [
moltīwəl Rodt Schleidw, Bitb-Beiling;
mǫltīwəl Preist Speicher], Bernk-Erden Lieser Lösnich Monzel Rachtig Wehlen Zelting, Zell-Briedel Pünderich [
moldər- Alf Burg Merl Neef], Koch-Bertrich Kennfus Lutzerath Meiserich [
moltiwəl, mold- Driesch Wollmerath]; dann das Hauptwort von Wittl, Daun [
moltīwəl, –iw-, –dīw- Wittl-Bengel Bombog Bruch Cröv (u.
moldərh-) Carl Dreis Dörb Erlenb Gladb Hetzerath Meerf OKail Sehlem, Daun-Bleckhsn Deudesf Ellschd Gillenf Immerath Meisbg NWinkel Schalkenmehren Weidenh]; dann setzt
molthøvəl, –yv-, -yb- in Aden-Arembg Hümmel Pittschd Wershf nach Rheinb-Arloff Iversh MüEif [
moltər- KlBüllesh GrBüllesh Wüschh] ein u. ist in Schleid das Hauptwort [
moulthøvəl Schmidth;
moltər- Berg Rohr;
mǫlh- Hostel;
mōth- Engelgau Hargarten Hausen Roggend Vlatten]; die letztere Form
mōt-, die zeigt, wie in früherer Zeit einmal die heute nur noch im SNfrk herrschende Entwicklung von
-olt >
ōt reichte, ist in Monsch fast allein herrschend [
mōtøvəl Kesternich Lommersd Rollesbr Strauch]; in Eusk vornehmlich
moltə(r)høvəl u.
-fəl (
-f- wohl eine Nachwirkung des
-f in
moltərəf) [
molth- Eschw Sinzenich,
mōth- Ahren Blessem Bessenich Dirmerzh Dorw Erp Friesh Gymnich Kierd Kölling Liblar Niederbg Pingsh Weiler;
mōtər- Stdt;
mōtyvəl Herrig;
mōthuvəl Borr]; in Köln vorzügl.
mōthyvəl, –øv-, –f- [
mōtə(r)- Kendenich;
mōtyvəl, –fəl Buschbell Dausw Efferen Fischenich Rondrf Sinthern;
mōtdyvəl Bocklemünd Brauw;
mōdyfəl Gleuel Geyen Immend;
mōlthyvəl Frechen;
mōltyv- Esch;
-tȳf- Widdersd;
mūdyvəl Godrf Sürth Vochem;
mōrtyfəl Efferen;
-dyv- Lövenich;
mūr- Nippes]; in Bergh ebenso [
mōtyvəl, –ø-, -yf-, –ȳf- Ahe Angelsd Bedbg Elsd Esch Heppend Lind Wiedenf;
mōldyvəl Kenten OEmbt Zieverich;
mōdyvəl Berrend Frauw Giesend;
mōtərhyfəl Buchholz OAussem;
mōdryvə Kirdrf;
mūtyfəl Büsd Etzw Fliesteden Garsd Glessen NAussem NEmbt Quadr]; in Dür meist
mōthøvəl, –yv-, –fəl u. sehr verbr.
mōtyvəl, –øv-, –vfəl, -øf- [
moth- Jakobw;
mōtdyvəl, –fəl Derichsw Stockh Golzh (
-ȳf-);
mōdyvəl Disternich Eschw Girbelsr Rommelsh;
mōtrøvəl u.
mōthøvəl Embken;
mōlthyvəl Pissenh]; in Jül
mōthøvəl, –yv- u. vielfach
mōtyf-, –øf-, –øv-, –yv-, –ȳf- [
mōtdyvəl, –yf- Boslar Broich Flossd;
mōtərhyvəl Gevelsd;
mōtədyvəl Hompesch;
mōtərhyfər Röding;
mōtəryvər, –fər Spiel Hasselsw Kirchbg;
-ryvəl Ameln Calr Titz;
-ryfəl Gusten;
-tryfəl Welld;
mūdryfəl Mersch]; Aach meist
mōthøvəl, mōtøvəl, –ty(ə)f-, –øf-, –f- [
mothøvəl Schmithf Walh;
mōtøpəl Würselen;
mōtəhøvəl Grevenbg;
mūtyfəl Alsd Höngen Ofden;
mūtdȳfəl Mariad]; in Geilk, SErk (wenn nicht dort nach
N. hin nach der Wk. andere Synon. herrschen)
mōthȳəvəl, –fəl [
mōtər- Geilk-Ütterath, Erk-Doveren (u.
mǫl) Hückelhv (u.
-hōp);
mōtəl- Geilk-Ütterath, Erk-KlBoslar;
mōtȳəvəl, –yf- Geilk-Randerath Brachelen Puffend, Erk-Gevenich Körrenz;
mōtyfəl Geilk-Birgden Langbr;
-tryvər Erk-Lövenich;
-trøf Geilk-Brüxgen Hastenr Kreuzr;
mūətdyfəl Geilk-Hünshv]; in Heinsb treffen wir
mōthȳəvəl noch in Dremmen Waldenr;
mūət-Rathm;
mōtər- Millich Schleiden;
mōtəl- Porselen;
mōtrȳəvəl Scheifend Stdt;
mōtrȳəf Selsten;
-trøf Braunsr Breberen Bocket Saeffelen Waldfeucht;
-tərøf Brüggelchen Höngen Obspringen;
mōtrəf Lümb;
moltrøf Kirchhv u. im Anschluss an diese
-f-Ausgänge (<
hyəvəl), aber unter Einwirkung von benachbartem
hōp:
mōtərōf Dremmen Havert;
mōtrof Hillensbg Süsterseel;
mōtəruf Hülhv;
moutərof u.
-rop Millen, Formen, die auch in Geilk begegnen:
mōtərhof Beeck Würm;
mōtərof Gangelt;
mōtrof Süggerath; rrhn.
moltəhyfəl nur in Waldbr-Bieshsn; an dies lrhn. Geb. mit
-hübel setzt sich in Bergh-Caster Harff Kirchherten Königshv, Jül-Opherten beginnend, durch Grevbr, Neuss, MGladb (wo nicht
mǫl), Erk (wo nicht
-hȳəvəl), Heinsb-Hilfarth
mōtərhōf, –hōp (
s. S.) an [
mōdər- Neuss-Glehn;
moltər- Üdesh;
mōltərof Gohr;
mōtrof Lüttenglehn;
mōtryfər Rommersk;
mōtərwurəm Delhv Dormag Strabg;
molt- Zons, Grevbr-Hackenbr [
molt(ər)wurm u.
molt (møltχə) Köln-Stdt;
mōtworəm geht rrhn. nach Düss-Ehing Holthsn Hucking Hamm Himmelsgeist Itter Lohsn Mündelh OKassel Serm Volmerswerth (
mot- Kaiserswerth;
mout- Calcum), Mettm-Haan hinüber] [
moltərhōp Grevbr-Steinforth;
mōtərhōp MGladb-Horst;
mūətərhōp Mülfort Unterheyden;
mōdərhpər Geneiken]; das anschliessende
moll-Geb. von Kref, Kemp hat noch
moltworəm in Kref-Linn Stratum Traar (u.
mǫl) Ürding, Kemp-Waldniel (u.
mōl) im Anschluss an Mörs. — Statt der vollen Formen
moltərof, moltərhauf usf. trennt das Gesamtgeb. vielfach, die letzte Silbe fallen lassend,
moltər als selbständiges Wort ab, u. zwar
muldər Birkf-Griebelschd;
-o-, –u- Simm-Argenth Belth Buch Heinzenb (u.
-hāf) Heyw Kisselb Klosterchumbd Liebshsn Mörschb Mörz Mutterschd Pleizenhsn Rheinböllen Riegenr Rayerschd Sabershsn Schnorb Stdt Unzenbg (u.
-hāf);
-ou- Manneb;
-o- Goar-Badenhard Birkh Hausbay Morshsn Pfalzf OWesel, Zell-Aldegund Mastershsn, Koch-Eller Lahr Nehren Zilshsn, Kobl-Cobern (u.
moldrof), May-NMendig (u. dass.), Daun-OBetting, Prüm-Dackschd Gondenbrett Oos Schönf Steffeln, Aden-Acht Barw Brück Dann Dorsel Langenf Nohn Wiesenschd, Ahrw-Altenahr Bengen Eckend Freish Kirchsahr Kräling Leimersd Nierend OWinter Öding Rech Rolandswerth Unkelb, Rheinb-Flamersh Flerzh Lüftelbg Pech, Bo
s. Wk. in geschlossenem Geb., Köln-Berzd;
mōtər Grevbr-Wickr; rrhn.
moltər, –ǫ- –ldər Neuw, Altk in geschlossenem Geb. (
s. Wk.) [Neuw-Oberschd
--], Sieg-Ägid Heisterbacherrott Honnef Rhönd;
multər Dinsl-Aldenr Hiesf (u.
xr) Walsum (u.
xr) [
mǫltərt Neuw-Gladb Heimb Weis;
mǫlər Altk-Elkenr Nauroth;
moltəs Trier-Cordel (u.
molthīwəl);
moltəriχ Bo-Adend Arzd, Neuw-Datzeroth]. — Der erste Bestandteil von
moltərof usf. ist seltener, aber einheitlich in voneinander unabhängigen Geb. unter dem Einflusse des Bedeutungsinhaltes von
nhd. Maulwurf unter Beibehaltung des hauptsächlichen Konsonantengerippes u. des Vokals >
mont- (Mund) umgedeutet, u. zwar
munthīwəl Bernk-Maring Noviand, Wittl-Monzel;
mondər- Zell-Alf Merl;
month- Wittl-Eisenschmitt Wengerohr;
montīwəl Platten;
montiwəl Daun-Lissend;
mu- Pelm Steinborn;
monthyvəl, –høv- Schleid-Ahrhütte Blumenth Vussem Lommersd Pesch Weyer, Aden-Hümmel Wershf, Rheinb-Hohn;
montə- Floisd;
montyvəl Nonnenb;
-thybəl Hüngersd, Aden-Antw;
monthøfəl Eusk-Commern Zülp;
montə(r)høvəl Elsig (u.
moltə-) Metternicht Rövenich Schwerfen Wissk;
montyfəl Bo-Keldenich;
m:ndyvəl, -ty- Köln-KlKönigsd Niehl Widdersd;
montyəvəl Jül-Freialdenhv;
montrøvəl Heinsb-Aphv;
mountryəvəl Laffeld. — Der noch nicht dargestellte Raum der oNahe, der Saar, des Hochw hat zwei eigene Entsprechungen, zunächst (
mhd. mûrwërf entsprechend)
mauərwoləf, mǫuərwuləf nach der Wk. in WBirkf ansetzend, Wend, Ottw [
-wurəf Lautenb Steinb Wiesb], Saarbr [im Monophthong-Geb.
mūr-]; Saarl [innerh. einschl. Bedersd Ittersd Berus Überherrn Differten Schaffhsn Hostenb Bous Schwalb Hülzw Fraulautern Roden OLimbg Itzb Siersd Rommelfang Kerling Leidung
mu·r.-], Merz [Rappw
mo·r.-; Büding Merching
mǫuərwurəf; Schweml
mywōlf], SSaarbg zum trier. Hochw hinauf [
-wurf Tünsd]. — In Birkf ist die verbreitetste Form
maulaf; daran schliesst sich nach
N. in Bernk (Hunsr)
mǫulof, –lęf, –ləf an [Kempf Schauren
-laf; Gonzerath
mūlof; Haag
mōləf] u. daran Trier-Ld mit
moulof, — lęf, –løf, –ləf [Osbg
-luf; Beschd Beuern Farschw Prosterath Reinsf
mūlof, –ləf; Raschd
mūlouf] u. daran Saarbg mit
mǫuləf, –løf [
mǫūluăf Schoden;
myləf Winchering;
mləf Hentern]; daran
moulefər Bitb-Bollend Ferschw;
-løf- Biesd Wallend u.
moulęf Prüm-GrKampenbg Heckhuschd Ihren (u.
moltrof) Lützkampen Welchenhsn;
-løf Leidenborn;
-luf Dahnen, u. daran
moulęf, –ləf Malm-Amel BurgReuland Meyerode Vith;
mulęf Bülling Rocherath Mürring. — In Geld, Mörs, Klev, Rees, Ruhr (wo nicht
Gür), wo
mǫl seltener bezeugt ist, gehen die meisten Entsprechungen auf
Mull (Multer, Mulder, Mülder, Mullschör, Mulper) u. auf
Mudd (Muddwörm, –schör) u. auf
Wühlder zurück;
s. diese Gruppen. — Heute noch bietet die Wk. ein geschlossenes Bild rein mdl. Bildungen; doch dringt jüngst auch in dieses Namengeb. das
nhd. Maulwurf ein, hier u. da sogar schon dichtere Belegung aufweisend (
s. Wk.); Mischformen zwischen den mdl. Formen u. der
nhd. Form haben sich schon gebildet:
maulwolf Saarbr-Burb Riegelsbg, Merz-Bachem Saarhölzb;
ml- Conf;
mlwęrəf Saarbg-NZerf;
moultīwəl Trier-Naurath Orenhf Rodt, Wittl-Honth;
moulthīwəl Becond, Wittl-Krinkhf Salmrohr;
moulrof Bitb-Ernzen Roth;
mǫultərhǫuf Bernk-Crummenau;
mǫultrof Zell-Bullay;
mǫuldərāf Zell-Hirschf;
moultrouf Prüm-Mauel;
moulaorf Siegld-Wilden;
moulthøvəl Schleid-Schmidth;
moulhøf Ahrw-NBreisig;
moultyvəl Bergh-Mauh;
mūlhyvəl Köln-Weiss (
s. auch die Bildungen mit
mont(ər)-);
moltərwurəf Bo-Gielsd; Pl.
-ə(n) m.: 1. der Maulwurf;
der M. hiff (hebt),
döbbt, frutt, lüht, stösst, schmett (schmeisst) (
s. d. W.), —
hat Kuppen opgehoəwen WMosfrk. RA.:
Blengk (blind)
wie ene M. Aach-Mariad;
su schwarz wie ne M. Dür-Gürzenich;
Hor (Haare so dicht)
wie ene M. Eup-Raeren;
de krüpp (kriecht)
en de Iərd wie ne M. schrumpft zusammen MGladb-Hockst.
Op de M. hede (hüten) nach dem Mittagessen ein Schläfchen halten Malm-Lengler. —
Rätsel. Ovve Borg on onge B., löf (läuft)
en schwarze Koh derdorch? Dür-Lüxh.
Huh B., nedder B., krecht en schw. Kerl dedurch? Koch.
Henger (hinter)
de Mülle (Mühle)
baut en schwatz (fett) Fülle? Köln-Stommeln, Bergh.
En Pastuər si Gättsche (Garten)
wonnt e kle schwatt Perdsche, baut et Langk (Land)
oəhne Ling (Leim)
on o. Plog on verdennt (-dient)
dermöt si For (Futter)
? MGladb, SNfrk, Mörs, Düss
Hannes Pere (Peter)
Braun (Paul) zackert hinner'm Zaun (meim Vatter sei Gärtche, — sei Zeinche, meim Allvadders Haus) ohne Plug (Sech) un o. Schar, werd's kä Mensch im Dorf gewahr? Rhfrk.
Schwatz, schw. bön ich, schw.ə Kleder dragen ich, huh Berg machen ich, all Löck (Leute)
hasse mich, wann se mich krige, brengen se mech öm? Bergh-Blatzh.
En der Erd wann ech, schw.ə Klür (Farbe)
drag ech, all Lü hasse mech? Grevbr-Priesterath (
s. auch Moll). —
Volksgl. Der
M. ist blind; man glaubt, er sehe in der Erde besser als auf der Erde Allg. Er läuft in seinem Gange so schnell, wie ein Pferd trabt Trier-Mettnich. In den Feldern, wo der
M. sich aufhält, findet man keine Mäuse Meis-Meckenb.
Der M. hiff (hebt)
für on no de Sonn Dür-Frauwüllesh; kommt er im Juli der Sonne zu nahe, geht er zugrunde Erk-Bellinghv; er stösst zwischen 5 u. 6 u. 11 u. 12 Uhr Goar-NSpay; wenn der
M. hebt, gibt es anderes Wetter Allg.; geht er beizeiten tief in die Erde, so gibt es einen harten Winter Allg. Hebt er unter der Treppe (Türschwelle, Herd, an der Mauer, auf dem Wege, in der Scheune), so stirbt jmd. im Hause; stösst der
M. auf dem Kirchhofe in einem Grabe, so stirbt bald jmd. aus der Familie, der das Grab gehört Saarl-Überherrn; ungewöhnlich grosse u. viele M.hügel im Garten bedeuten den Tod des Besitzers Allg.; es bedeutet Tod, wenn ein
M. einem auf dem Kirchwege begegnet MGladb-Korschenbr. Ein
M. im Garten bringt Glück Allg. Verliert der
M. auch nur einen Tropfen Blut, so stirbt er Koch-Wirfus, May-Ruitsch. Gerät ein Mädchen beim Vereinzeln (
dönnen) der Knollenpflanzen in einen
Mothüvvelskupp, dann kriegt es ein Kind Köln-Widdersd. —
Volksbr. Legt man einen
M. auf die Hände u. lässt ihn dort verenden, so bekommt man keinen wehen Finger Saarbg-NZerf. Lässt man einen
M. in der Hand verenden und wirft den toten
M. rückwärts über den Kopf u. nennt dabei den Namen der kranken Person u. deren Krankheit, so wird diese Person geheilt Neuw-Asb. M.pfoten werden in Säckchen eingenäht, u. dies wird den Kindern umgehängt; dies erleichtert das Zahnen, hilft gegen Krämpfe, Kolik, bei Erwachsenen gegen die Gicht Verbr. Ein Tropfen M.blut in Branntwein genossen, benimmt die Trunksucht Elbf. Man vertreibt den
M., indem man einjährige Holunderschösslinge in seinen Gang steckt Allg. — 2. übertr. a.
schwatz Mothüvvelche kosend für ein schwarzhaariges Kind, Mädchen Dür-Pier. — b. in der Wend.:
der Mauerwolf schafft das Wagengestänge wird durch Sohlendruck gehoben, in der Bergmspr. Saargeb.