Haar
hr, –ă-, –:- [MülhRuhr
hō·ə.r; Wermelsk
ho·u.r; LRip auch
-ū·ă.(r)] Sg. u. Pl.; doch Pl.
-rə NRip (Monsch, Aach, Jül, NBergh), Eup, SNfrk bis Mörs;
hr Klevld,
n. Ruhr; Demin.
hErχə, –E:-, –:-, –kə; Klevld
-- n. (aber in Trier-Stdt in best. Wend.,
dausend Leis on aner H.; beiər H. nähkst beinahe): 1. am menschl. Körper. a. Kopfhaar. α. Eigenschaften der H. αα.
langes, kurzes, dichtes, dünnes H.
H. zu lang bes an de Ferschte (de Hacke) bei Frauen Rip, Allg.
Lang H. halen den Kopp warm Altk-NFischb.
Fraulüt hant lang H. on korten Verstangk Sol, Allg.
Er hot H.ə wie ene Pastur Jül.
Korze H. sen schnell geberscht (gebürstet) mit einer Kleinigkeit ist man schnell fertig Nahe, Saarbr, Altk, Kref, —
geschor Bernk-Bollenb.
De hät en Wald (
Berg, Wos Wust,
Spill, Knöngel, Pongen usf.)
H. om Kopp dichtes H. Rip, Allg.;
en hät H. wie Pelz Merz;
de H. stihn esöu deck wie e Besch Saarbg-Winchering;
H.ən esu deck wi ne Wollkning (-kanin) Monsch-Witzerath, —
H. om Honn Mosfrk, Allg.;
de lig en de H. Bo.
Dem sein H. ka mer zällen (zählen),
dei steihn wei gesatt (gesetzt) so
dünn Merz-Losh;
dem seng H. stihn wie em orme Man seng Fruəcht Bitb-Hütting;
fiselig H. MGladb. — ββ.
lockiges H.;
krus, krauselig, kröllig, krubbelig, kruddelig, krungelig, kruselig, krumm H. (
s. d. W.). RA.:
Krus H., krus Senn; spetz Nas, spetz Kenn, do setz de Dübel dreimol dren Köln, Rip, Berg;
krolle H.ə, krolle Senn Aach, Monsch, Eup;
kromm H., kromm Senn (Strek) Nfrk;
den hot kr. H., äwer och kr. Naupen Wittl-Binsf. — γγ.
weiches, zähes H.;
weich, sanft, zart, fein, fluddereg H.; steif, rauh, sprock, bürschtig H. RA.:
H. wie Seid (Samt) so weich Allg., —
e Seidekanein Kobl-Bend, —
Besemsreiser, e Reiserbesem, — e Stachelschwein, — Seibuhnestrih, — rögge Strüh MülhRh-Overath, —
Seiberschten Mosfrk, Allg., —
en Schruppstiel Eup-Raeren.
Weche H., w. Senn Sieg-Scheiderhöhe.
Stif (
frid zähes)
H., st. (fr.) Senn Sol, Mettm, Köln.
Je friər H., je sänkter (sanfter)
Senn Kempld. — Widerborstiges H.;
stif, widderbürschtig, zentwerscht, verdrehnt (verdrehtes),
storkelig H. Rip;
den hat de H. stohn wie en wild Pogg (Schwein) Rees-Bislich;
H. su hart wie Strüh Grevbr;
dem stonnt de H. pil (strack) en de Hüht (Höhe) Rip, —
pilreitop (pfeilrechtauf) SNfrk. RA.:
Verkihrde H., v. Senn Kobl. — δδ.
strubbeliges H.;
strubbelig, bozig, motzig, zauselig, zermotzt, zerzuselt, zerroppt, verroppt, verwarrt, verzubbelt, verpuddelt H. (
s. d. W.). RA.:
De hät H.ə, doə kösse (könnten)
de Müs dren nöste (Nest bauen) MGladb, —
äls wann de Ratte dran gesoge hädde Wesel, —
mer ment (meint),
de käm aus em Schanzebor (Schanzenbarn) May-Nauenh;
der hant de Katze am H. gesoge Kref-Linn;
dem leien de H. dorchenen wie Hei on Streh Trier-Kenn. —
Glatt H. Rip, Allg. —
[] β. nach der Farbe.
Rut (fussig) H. Rip, Allg.;
de hät glöhnige H. Eusk-Gymnich, —
gleihdig, rutfeierig H. Merz;
dat (Mädchen)
hot de H. verguld Wittl-Cröv;
dem brennt et H. Simm-Laub;
das Kind mit r. H. es en der Form verbrant Wippf-Bechen;
der wor fürwetzig, der hät üver de Mur gelurt, on do hät he sich de H. verbrannt Bo;
sin H. woaren so ruat, dat me en Strikspönschen dran ansteken konn Barm;
H. wie e Karwachelche (Eichhörnchen)
su rut Trier;
ber haət dech angestoch, datste de r. H. has? Koch-Laub;
der es zovill durch der Ren (Regen)
gelaufe, do sin em de H. verross Köln. RA.:
Beter roje H. as gar gen Rees.
Rut H. dauge net Ahr, Westerw.
R. H. on falsch Geild scheut me Sol.
R. H. en spetze Kenn steckt de Düwel drin Klev, Siebengeb.
R. H. un Ellernholz (
s. Erle)
wossen op kem gode Boden (Grond) Bitb, Allg. (statt
E. Hölleterholz Aach;
Sprekelleholt Geld). Man ruft dem Rothaarigen zu:
Rore Fuchs, dei H. gehn an, schmer e biss-che Scheissdreck dran! Zell-Sohren (
s. Fuchs).
Blond (hell, schimmelig, flässe [flachsen],
weiss, schluteweiss) H. (
s. d. W.).
H. wie Flass (Flachs), —
wie Strüh su gel Rip, Allg. RA.:
Su hell H. zillen gere Leis (Läuse) Trier.
Schwarz (
brannde-schw. Altk-NFischb)
H.; H. su schw. wie en Koll (Kohle) Rip, Allg., —
en Tak Merz-Losh.
Grau (greis, weiss) H. beim Altern. RA.:
H. su gris wie ne Frang (
frz. Geldstück) Dür-Geich, —
wie Schni Rip, Allg., —
Murre (Möhren) Köln.
Weiss H. sein Kirchhofsblomen Daun-Tettschd.
De Verstand kinnt mat de Johren, ower och de groch H. Bitb-Ehlenz, Köln-Stdt.
Dem kennt den Esel zu den H.ən raus Wittl, Allg. (der Greis sagt:
Den Esel ös bej mech all herut, bej ou sett hej nach drin Mörs, Allg.).
Besser greise H. wie ken Altk-NFischb.
De gris H ə kumme va self, — van de schwarte eine Ursache hat die andere zum Gefolge Selfk.
Wess de och, wo de gris H.ə dorch komme? Antw.:
dorch de andere Eusk-Gymnich.
Do wässt mi kein gris H. von darüber rege ich mich nicht auf Ess, Allg.;
loss dich doför geə gr. H. wasse! Aach, Allg.;
mer sall dorüver gr. H. krige Rip, Allg.;
et as fir gr. H. ze kreien Bitb, Allg.
Sorgen un Johr mache gr. H. Köln-Stdt.
Wamme te vill an der Wangd (Wand)
schlöpt (schläft),
kriet me früh witte (weiße)
H. Gummb-Berghsn. — γ. nach dem Werte;
de hät ken got H. op; et es ken g. H. an em Rip, Allg.;
den hät gen g. H. op de Hutt (Kopp) Klevld;
den wäss (wächst)
gen g. H. op et Lif Geld-Wetten;
de hat ge H. op der Kopp, dat dogt (taugt) Aach-Merkst, Allg.;
dor es gen dögend H. dran Klev-Keppeln;
he hat ken ren (ihrlech) H. op Rheinb-Meckenh;
dor es gen gut Hor an gelege Mörs-Xanten;
he löt (läßt)
ken g. H. an de Lögge (Leuten) Rip, Allg.;
en hot ke gesunn H. mih on em geloss Prüm-Mürlenb;
gen dögend H. doran lote Klev.
Bes [] (
böses )
H. bei Mädchen, die sich nicht flechten lassen, weil sie zu klein sind u. deswegen immer ins Gesicht hängen Trier-Kenn.
De H. stehn em eweg wie ebbes Beses borstiges H. Saarbr. — Sonstige Eigenschaften;
kotzelig, verbastert, zweiwächsig, spetzig H. verkümmert (
s. d. W.);
falsch, gelihnt (geliehenes)
H. Rip, Allg. —
De H. geschwollen hon betrunken sein Bitb, Eup, Aach-Ld;
dem duhn de H. weh Saar;
haste Wih an de H.? zu dem, der Kater hat Malm-Weywertz.
Kä H. duht mer meh weh ich bin wieder gesund Saarbr, Birkf.
Ke drüg (trocken)
H. om Kopp han MGladb, Klev. —
De H. stohn mer ze Berg vor Schrecken Rip, Allg., —
rit (reicht)
an (in)
et Lut Saarbg-Winchering;
de Hör stohn öm te Berg, as wenn hei en falssen Ed geschworen hätt Rees-Ringenbg;
de H. richten sech op Allg.;
de H.ə krupen (kriechen)
einem om Koppe NBerg;
de H. stelle Ottw-Uchtelfang. — δ. ein Büschel H.;
en Büssel, Hafel, Plock, Put, Püsske, Putsch, Wuschel H. (
s. d. W.). — ε. Behandlung der H.;
sech (enem) de H. machen ordnen, kämmen Allg.;
s. auch
de H. bitschen, britschen, fritzen, hauwen, härken, kämmen, krapen, reche(l)n, scheren, schlichten, strählen, strähnen, strecken, streichen, striegeln, ummachen, opbenden, en en Knodden benden. RA.:
Dem han ech äver es de H. gekämmp den Kopf gewaschen Rip, —
opgekämmt Schleid;
dem han se de H. en de Oge gekämmp er läßt sich bevormunden gegen seinen Vorteil Sieg;
de kämmp de Lögge (Leuten)
de H. en de Oge sucht seine Handlungen oder die Fehler einer Ware zu verdecken Sieg.
Wat hot dot Grit de H. en de Hih georwet wie en Hohnekamm! Westerw.
Wat häj (hast du)
de Hör öm de Kopp getrocke! zu glatt angelegt Rees.
De hot seun H. geloacht, me mant, en Koh hätt en beleckt Koch. —
De Hör an de Kopp pläcke (kleben) Rees, Nfrk, Rip;
sech de H. opsteche (zum Ketzel); opgestoche H. in Flechten zusammengedreht Rip, Allg.;
de H. (op Putsche, op e Kränzche, op e Nestche) (op)benge (binden) Rip, Allg.
Sech de H. krollen, krauseln, kringeln, kruweln, löckeln (
s. d. W.);
de H. splecken (scheiden, deilen) einen Scheitel ziehen;
de H. flechten, met Nolen (Nadeln)
opstechen (
s. d. W.);
de H. met Babbeljöttsches opdriəhne SNfrk, Rip;
sei lep (lief)
hangendes H.s ohne sich gekämmt zu haben Eup;
dem wörd gen (gegen)
die H.ə gebörscht es geht ihm gegen den Strich Mettm. —
De H. schneiden (
knippsen, stümpen, stüppen; s. d. W.);
de H.ən e Trappe geschneə ha ungleichmäßig Aach, Allg. [
biste von de Tr. (of)gefolle? Kemp, Allg.];
de is de Tr. runnergefall un hat H. geloss Saarl-Berus;
dau hos de H. geschnide, mer mänt (meint),
de Meis wäre der dron gewest, — der härre (hätten)
de Ratte de H. abgefress Kreuzn;
dau hos Kerwer (Kerbe)
un de H. Daun-Tettschd;
mer mänt, de hätt de H. met er Häp (Beil)
eronnergehaue krigt []Kobl-Bend;
ech hammer de H. ratzekahl (stuppaf, racksweg, ratschtig af) schnegge losse Rip, Allg.;
ech hommer se gehireg hole losen Daun (
mer seiht der jo op de Kopp we er Koh on den Orsch; Jung, de Leis erkalen der jo Daun).
Beschde heit nacht aus em Bett gefall on hasch der die H. gebroch? zu dem Kurzgeschorenen Saarbr-Sulzb.
Kik ens in de Kalender, of et Tit H.ə schnijen ös! zu einem, der lange H. hat Mörs-Neuk. Man soll den Kindern die H. nicht früh schneiden, sonst haben sie später Unglück; man soll sie bei zunehmendem Lichte schn. Allg. RA.:
Enem de H. schnegge ihn zur Rede stellen, ihm die Wahrheit sagen Rip, Nfrk;
de hät de H. geschnedde (gestüpp) kräge Verlust erlitten Köln, Eup.
Ech loss mer de H. (en Kölle) schnegge gehe zu einer Dirne Rip, Allg.
Eich hon noch niemes en H. gekrimmt Bitb, Allg.
Ek brek ow de Hör! ich tue dir etwas zu Leid (scherzh.) Klev;
ech roppen dir de H. noch us! Drohung Rip;
dem han ech de rut H. ausgeroppt einen Verweis erteilt Koch;
et sin em de H. gestaucht wore Kobl-Vallendar;
ich plöcken dich Hörche fir H.! Köln.
För den let (liesse)
ech mer de H. einzel us dem Kopp trecke Köln.
Se han sech met de H. gehat (gekrig) im Streite;
sech en de H. gerode (lige, flege) Rip, Allg.;
sech e de H. hänge Siegld, Sieg;
enen bei den H. packe (krige) Rip, Allg.;
de N. fiəlt em derart e jen H.ə, dat e wie ene beseckte Hongd op hem an trok Eup-Raeren;
die sein sech in de H. gefalle sie haben sich gezankt Westerw;
he es met de H. dotu getrocken er muß, er kann nicht anders Geld;
sin H. wer (wieder)
halen Revanche nehmen Geld-Nieukerk.
Enem an de H. zuppen (zippen, zauseln, trecken, roppen) ziehen (
s. d. W.);
enen in den H.ən packen Gummb;
grif zo, äver net en min H.ə! scherzh. Aufforderung, beim Essen zuzulangen Grevbr-Otzenr;
äm de H. verzause Rhfrk, Allg.
Kenne, wenne, wennche; Leppche rut, Näs-che sif, Ögelche pif, Stiərche platt, Höərche zippzapp! dabei wird dem Kinde an den H. gezippt Rip, Nfrk;
Kinne, winne, winnchen, Lippchen rot, Tähncher (Zähnchen)
wit (weiß),
Näs-chen spitz, Ögelcher pip, Stiərnchen platt, Höərcher zippel, z., zapp! OBerg.
Sech en de H. grife vor Verzweiflung Rip, Allg.
Dem (leicht Erregten, Beleidigten)
darf mer net gen (gegen)
de H. strechen Gummb-Nümbrecht.
Plöck do en H. us man hält dem Angeredeten die Handfläche entgegen, wenn man eine Forderung nicht erfüllen kann Rip. — ζ. H. verlieren;
ich well für denne gen H.ə flese! ich rege mich für den nicht auf Aach-Berensbg;
H. losse (mussen) einen Verlust erleiden müssen Bitb, Allg. Dem
Kahlköpfigen sen de H. erofgerutscht Bitb-Ehlenz, —
sen de Müs en den H. gewes Rip, Allg., —
wassen de H. zum Kopp (Höt) raus Wittl, —
es de Kopp duər de H.ə gewasse Kref, Allg.;
der ös dorch de H. gewasse []Bo-Walberbg, —
hät en ze kurte Bettstatt, de schurt sech all de H. fort Rheinb-Meckenh, —
hät seng H. noch net all Bergh-Blatzh, —
esu vell H. om Kopp wie ech en de Hand; ech han mih H. am Arsch wie der om Kopp ebd. Den hät kenn H.ən mehr in den Nack van't Jowenken Mörs. Der Kahlköpfige sagt:
Ech hommer de vedescht (vordersten)
H. on der Mämm ofgestuss, we ech noch klen wor Daun-Tettschd;
bester en Plät (Glatze)
(Platekopp) wie gar ken H. Köln, Mörs, MGladb. — η. RA. verschiedener Art.
Prost Neujohr, Kopp voll H., Mul voll Zäng (Zähne),
Neujöhrken (Bretzel) en de Häng (Hände)
! Remschd, Nfrk verbr. (
s. Neujahr).
Du hes och mih H. om Kopp wie Verstand em K.; de hät mi Schold wie H. om K.; kei H. om K. hürt seng er hat Schulden Rip, Allg.;
de Jung hät dem Al (Alten)
sing H. op er artet ihm nach Sieg.
Dat Framensch begehrt ech net, un wann et a jeder H. e Goldklumpen hät Bitb-Dudeld.
De lügt, dat em de H. suse op de K. Wesel.
De frett mek knatschtich de H. vam K. richtet mich zugrunde Mettm, Allg.
De H. wossen (wachsen)
em bal dur den Hot (Hut) er hat große Sorgen Waldbr-Dattenf;
dem ös de Verstang dörch de H.ə gewasse Monsch.
Dem wiəss (wächst)
der Dreck us den H.ən rus Gummb-Dieringhsn. Der Freigebige
verschenk seng H. vom Kopp Dür; der Gutmütige
lött (lässt)
sech de H. vom Rögge kreien Sieg.
De kammer met em H. halde er lässt sich willenlos leiten Köln.
Dat geht mer gent (gegen)
(net no) de H. gegen meinen Willen, die Neigung Rip, Allg.;
die kunn em gent de H. widerstreiten ihm Sieg;
dem werden ech es (einmal)
gen de H. gohn einen Verweis erteilen Sieg-Hennef. — b. Barthaar; scherzhaft vom dünnen, eben keimenden Bartwuchs:
De Kerl het siəve H. en acht Reihen (en ener Reih; drei H. en sibbe R.; elf H. en drüzehn R.; siwwen H. op elf Morgen) Nfrk, Rip;
de hat mär e paar Hörcher wie en Gess (Geiss) Aach-Kornelimünster;
bi dem muss mer de H. soche May-MüMaif;
ei H. sät dem annern ‘
hav (haue)
her’ Altk-Herd;
de steht met de Gänsen im Process, ob et H. oder Ferern (Federn)
gift Ottw, Saarl;
mer weəss noch net, of dat, wate onger jen Nas hat, Feəre of H.ə weərde Aach, May. RA.:
Se striən sech öm Kaisersch Bart on kriegen noch ken H. Mörs.
Ich sall dem schun die H. am Bart zehle! Goar-Kratzenbg.
Der Verstangk könnt net för de Johre, em der Schnauz net för de H.ə Aach, Monsch. — c. an andern Körperteilen. RA.:
Den as noch jongk, en höt de H. noch net all Saarbg-Winchering;
dummer Tabbes, hal dein Maul, dau hos jo de H. noch net all! Antw.:
Wenn ich de H. all hätt, hätts dau jo ken Kobl-Bend.
Die Sonnda(g)se (ergänze
H.) die empfindlichen Schläfenhaare Saarbr-Sulzb.
Den hät ken H.ən mehr in de Nack van et Jo-wenken []Mörs-Asbg.
Treck us der blanken Hand en H. us wo nichts ist, ist auch nichts zu holen Jül-Linnich.
Bowen H.ən, onder H.ən, enne Messen (Mitte)
nat (nass);
wat ös dat? Das Auge Mörs.
Pitter es esu rauhben, dem wassen die H.ə durch de Stivelschäfte Bergh-Hüchelhv.
Ich han mih H. am Arsch bi dau onner der Nas! Kobl-Bend.
In den H.ən, wo me wat drin verlüst (verliert),
mutt me et ok wiərkriən die Folgen des geschlechtlichen Verkehrs muss man anerkennen Gummb.
H. op H., Zopp op Z., we et reut, kratz der Kopp! Bergh.
H. wirer H., Bauch wirer B., in der Mitt en Steipen Pferdegespann Bernk-Burgen.
Feierle brenn, Zipperle koch, brenn de Märe de H. vum Loch! von den Knaben beim Anzünden eines Feuers auf dem Felde gesungen Saarbr-Heusw. —
Hor op de Zung han eine scharfe Zunge Rip, Allg.;
H. op den Tängen (Zähnen)
han NBerg, Nfrk. — 2. am tierischen Körper;
e Steck Vieh muss die al (alten)
H. bliərn (verlieren),
wenn et sich orden (vorangehen)
well; et lesst (lässt)
de H. gohn Trier-Mehring. RA.:
Mir hon die Hunn H. of H. verhannelt keiner hat was zugelegt Saarbr-Sulzb, —
H. um H. Wend.
Et (die Saat udgl.)
steht esu deck wie H. of em Honn; de hat suviel Geld
wie H. of em Honn (op der Katz) Mayf, Allg.
Rappt engem Honn en H. aus, da kemmt en Honnsh. erem (zurück) Bitb.
Wat hät et Tobiashöngkche für en H. am Sterz? Hundehaare Sieg.
Rüppke, Stüppke, rauh en hai gen H. op das Schaf, das Wolle trägt Geld-Straelen.
Jede Oəss (Ochs)
hät H. om Kopp dem erwidert, der über die Glatze eines andern spottet Ahrw-Heimerzh;
jede Esel dräht (trägt)
H. van de Nas bes hönge an de Sterz Bo-Walberbg.
Du häs noch net gehurt, dat ene E. de H.ə utgefalle sind Heinsb-Waldenr (
s. Esel).
De trick kene dude Katz e Hörche us der Ängstliche MülhRh-Holweide.
On der Zegd (Zeit)
gohn noch männicher Katz de H. aus ehe dies geschieht Prüm;
ener K. gin eweil de H. aus einer der Streitenden muss jetzt unterliegen Bitb, Mosfrk, Rhfrk.
Wo Huck (Haut)
un H. nit düge (taugen),
do git et keine gode Pelz Köln-Stdt.
Nu krigs du gen H. miəhr van de Get (Ziege)
! Kempld, Jül.
De Wolf (Fuchs) verliert sei H., awer sei Naupe net Rhfrk, Mosfrk, —
seng al H., äver net seng al Senn (Krämp) Rip.
Gej mott nots korter froge, as de Müs de Hör häbben Rees.
Do hant ver äver noch ens H. gekloppt dem störrigen Pferde Prügel verabreicht;
H. wurde früher auch
gekloppt, mit zwei Stöcken so lange geschlagen, bis keine Knoten mehr drin waren; diese H. wurden zum Binden des Plästermörtels verwandt Heinsb-Erpen. —
Met Haut on H. fressen (essen, verdilgen) Allg.;
den han se met Hut on H. kreg um sein Gut gebracht Sieg-ODollend;
de daug vun Huck un H. nit Köln;
dat geht meich vun Haut un H. neist an Simm, Köln.
[] — Flaumfedern der jungen Vögel. — 3. H. jedweder Herkunft;
H. un Schade wassen alle Dage; H. un Unglick wassen üver Nach Köln-Stdt.
Holz on H. meste (hält, düngt) siewen Johr May, Koch, Goar, Trier.
En H. kittelt mih als ne Bessemstell Dür.
He fengt (findet)
en allem en H.; de hät en H. en de Botter (Zupp, Arbet) fonge (gefunden) die Sache hat doch grosse Schwierigkeit; er nimmt Abstand von ihr Rip, Allg.;
et es en H. en de Botter; wie liət (leicht)
könnt net en H. en de B.! Aach;
dem es och en H. en de B. gefalle Geld-Aldekerk;
jeder loft (lobt)
seng Botter, on wenn och H. dren sein; findet sich ein H. im Essen, so sagt man zur Hausfrau:
koch de H. sunner (sonder)
! Trier-Schleidw; diese sagt:
H. kosten och Geld Neuw-Dierd.
Dat Deng sall wäll Hör gekregen häbbe Geld.
Et es en H. em Lok die Sache ist nicht in Ordnung Elbf.
De H. spale (spalten) sehr geizig sein Neuw-Dattenbg.
Et hängt an enem H., dat ... Allg.;
et ruəhrt (rührte)
mär an e Höərche die Sache war sehr bedenklich Aach.
Ene jet an et Hörche duəh einem etwas zu schaffen machen Aach-Merkst.
Eich gen net no, on wenn ech wesst, dat de Welt on em H. hieng Prüm-Mürlenb.
Et en den H.ən wiər söken, in denen men et verloren hät Sol. — Zur Umschreibung des Begriffes ‘kleinste Entfernung’;
en half Hörke half Mettm-Haan;
en H. ze klen (deck) Allg.;
H. un klen ausführlich Simm;
um ken H. bret nogen, on wenn et de Kopp kost Eif, Allg.;
öm en H. (no) beinahe;
op en H. (no), bei enem H. (Hörche) Allg.;
et wor im en H. näst ze dohn Daun;
beim H. nächst Kobl-SSebastian;
bei ər H. nächst; om en H. n. Trier-Stdt;
om en H. (no) log he em Wasser; op en H. no, on he wör vam Bom gefalle; et wor bei enem H., on he hätt do gelege Rip, Allg.;
op en H. genau;
et stemmt (passt) op en H. Scherzfr.:
Was geht genauer wie e Uhr? E Laus, die geht of e H. Saarbr-Sulzb.
Die glichen sech op en H.; de os singen Al op et H. Rip, Allg.;
dat kann ech der net (su genau) op et H. verzälle; mer kann em op et H. glöve Rip, Allg.;
et wor op en H. esu, we ech et gesot (gesagt) Daun. RA.:
Et küt op en H. net an (nicht so genau),
wa mer en Katz (Gess, Koh) met ener iser Häp schiərt Rip;
wa mer en Koh schand (schindet) (
roppt Neuw-Asb),
kimmt et op en H. net on Wittl-Binsf.
Um en H., sat de Zimmermann, do hatt e de Balken om e halwe Fuss zu korz geschnid Rhfrk. —
Ken H. rein nichts;
do fählt noch kan H. dron es ist ganz genau Trier;
et hot k. H. dro gefehlt; et hot nummen en H. g. Bitb, Allg.;
esu es et on k. H. annersch Prüm, Allg.;
et ruəhrt (rührte)
geən H., da loəg heə doə; enge net en H. traue Aach;
et hot em kä H. geschad Birkf;
dau bos (em) k. H. besser Daun, Allg.;
et hat ihr ze Lewen noch k. H. wih gedohn Sol;
he hät och net en H. van sengem Vatter a sech [] gleicht ihm gar nicht Rip, Allg.;
eich speren (spüre)
net mih der H. dervon Bitb-Dudeld;
e krit der H.ə net nicht das geringste Bergh;
ech krut (kriegte)
net mih der H. von him ze sehn Bitb, Prü
m. — Volksgl. Hat ein Mädchen rauhe H., so bekommt es einen reichen Mann oNahe. Hunde bleiben dem Herrn treu, wenn man ihnen H. aus der Achselhöhle zwischen zwei Butterbroten eingibt Allg. Damit neues Vieh im Stalle mit dem andern sich vertrage, reicht man ihm H. der andern Kühe zwischen zwei Brotschnitten oNahe. Verstopft man ein Baumloch mit den H. einer Person, so stirbt diese, wenn der Baum eingeht
ebd. — 4. bei Pflanzen, etwa an den Stengeln Allg. — 5. übertr. a. in der Wend.:
Der H. sen von der Sorte, Art, Gesinnung, Partei sein;
he es der H. man kann sich einer solchen Tat von ihm versehen Prüm, Rheinb, Sieg, Siegld;
Löck (Leute)
van der H. Partei Sieg-Rhö
nd. — b. Borstenfäule beim Schweine, die B. wachsen dabei durch den Schlund;
et Ferken hät et H. Schleid, Bergh, Dür, MGladb, Eup, Malm. — c.
gel H. Wildwachs, Flechse im Fleische; das zähe, lederartige Gewebe im Rindfleisch Rip, Berg, Siegld, Eup, SNfrk bis Geld-Hinsbeck; Mosfrk
Fass (--). RA.:
De es wie g. H. unverwüstlich Eup.
De het et g. H. durchgeschniə der zu allem ja sagt Heinsb-Erpen. —
d. Faser im Holz;
der Schringer (Schreiner)
hobelt nich gen de H.; sös rit dat Holt ut Gummb. — e. Schimmel;
et Engemachs hät H. angesatz Sieg-Honnef. —
f. der Bom es met der H. gesatt wure er ist nicht zurückgeschnitten worden May-Polch. — g.
Hörches ein Ballsp.; mit einem Ball wird in irgendein Grübchen geworfen; in wessen Gr. der B. läuft, muß nach den fortlaufenden Mitspielern werfen Bitb-Speicher.