nichts die alten mdl. Formen liegen in schwerem Kampfe mit den aus hd.
nichts >
niks entstandenen Bildungen, am wenigsten im Rhfrk u. Mosfrk, mehr im Rip; völlig verdrängt sind
nē:t, nīt bis auf formelhafte Wend. in Verb. mit
ē:t, īt ‘etwas’ im SNfrk, Klevld, wie im Westerw u. Siegld bis auf geringe Restgeb.
nǫut (
nǫuts Altk-Kirchen) verdrängt ist u. im Berg nur
niks gilt. — Die rhfrk., mosfrk., rip. Grundform ist
nüst, die im Rhfrk, Mosfrk bis zur Entrundungs-L. >
naist, –ęi-, –ei- (
-ē- Birkf-Idar;
-ī- Saarbr-Monophthonggeb.) [bis zur
št/st-L.
-št] wurde; aber
nigs dringt vor an der Nahe, im Saargeb. u. ist sehr häufig an der uMos von Zell-Trarb an u. im Rheingeb. von Goar-Boppard an u. ist schon herrschend in Kobl (rrhn.), Neuw (nicht kurköln., wo
nøys), Altk (abgesehen von dem Geb. an der Sieg u. im O., wo noch
nǫut daneben steht); nur der Hunsr
n. Soonw, die uSaar, Trier, Bernk WEif sind noch frei von dem Eindringling, nur in der scherzh. Bildung
nigsəlχən nimmt dieses Geb. an ihm teil [aber einige vokalische Angleichungen:
nist neben
neist Bitb-Speicher;
nešt Merz-Conf Wadern;
ništ neben
nigs u.
nęišt Saarl-Berus;
nigs, neist u.
nigst Kobl-Stdt; an der Nahe in Birkf die Verb., das Zusammengehen von
nęišt u.
nigs kennzeichnend:
kE nigs un kE nęišt, dies auch Trier-Mehring, wie
kā nigs on kā nǫut Siegld] [
nǫust Daun-Boxbg;
neksən (absol.) Altk (Sieg)];
n. der Entrundung-L.
nøys Aden, Ahrw, kurköln. Neuw;
n. davon durch das ganze Rip, lrhn. bis einschl. Aach, Geilk-Beggend, Jül-Linnich, NBergh, NKöln, rrhn. MülhRh
nȳs [NPrüm (rip.), SMalm
nøyst; NMalm
nȳst, dies auch OSieg u. Gummb-Homburgisch]; in diesem Geb. ist
niks, mehr
-e- in starkem Vordrängen [
nikš nur im Rh-Klaaf 1870; die Mischform
nyks <
nȳs +
niks in MülhRh, Köln-Ld, Neuss-Dormag;
-ø- NAltk, kurköln. Neuw, Sieg, Bergh, Grevbr; Köln-Stdt nur
niks]; Eup
neks; das Berg, SNfrk, Klevld nur
niks, in Mörs, Klev mehr
-e- [
niks u.
nikst Gummb];
s. naut u.
niet Partikel: 1. wie
nhd.; verstärkt
gar n. [
goracks n. Merz;
et es der klore gar n. Saarl-Buprich;
der is de helle klore gar n. er taugt nichts Saarbr-Fürstenhsn],
rein n., rein gar n. Allg.;
hiəl, hel (heil)
n. SNfrk, Klevld;
glatt n. Eif;
rack(er) u.
ratzekahl n. Rip;
ratz n. Grevbr;
pamf (af) n. Aach-Merkst;
dat elo es zwämol n. Merz;
necks net! mit nichten Saarbr-Sulzb;
noch net emol n. Rip, Allg.;
n. e Kidd (Korn) Schleid, Eusk, Rheinb, Bo, Dür;
Gotts der Welt n. Aach-Stdt;
n. Ogen (Augen)
de Guts Neuw-Linkenb [doppelte Negation noch hier u. da in Saarbr, Saarl, im Hochw, Simm, Siegld,
z. B. e gut Li (Lüge)
schad nie n.; ech han kämol n. ebbes gesot; et kann mer niemand n. nosan]. —
De kann (wess) alles on n. u. leistet als Tausendkünstler nichts Ordentliches;
alles odder (gar) n.; dat es jet on och n.;
n. wie dat;
dat en (eine)
kann e, ävver andersch n. Rip, Allg.;
ken Gemüs un n. udgl. Gummb;
n. vane ganz voneinander Aach-Berensbg. — Absolut oder mit einer gedachten Ergänzung. Beim Aufzählen mehrerer gleichartiger Dinge oder Gedanken macht man schnell ein Ende durch
of n. (on alles) Heinsb, Kemp.
N., säj de Katt, du satt (sass)
sej op de Reckepost spöttisch zu einem einsilbigen Menschen Klev-Goch.
Owen fix, ongen nicks! hui-pfui NBerg, Ruhr, Neuss, Bergh, Rheinb, Goar;
ovve schick, onge nicks! Sieg-Mülld;
oəwe en Flips un ongen n.! Gummb-Berghsn. — Ruft der Spielgegner beim Klickersp.
nüs (dohns)! so darf der Spieler keine Hindernisse beim Klickern wegräumen, keine bessere Stellung einnehmen Schleid-Hellenth;
nüs do! Gummb-Nümbrecht Marienberghsn, Aach;
nüchts do! Sieg-Müllekoven;
nicks dich (dech)! MGladb, Kemp;
necks der necks! Dür;
nickstər! Grevbr, Sülzt;
-e- Sieg-Scheiderhöhe;
nickstərə! MülhRh-Refr;
nöuster! Ahrw-Antw Sinzig;
nöustəs Aden-OElz;
net neistərt! Prüm-Wetteld;
nüstəmə (ich darf wegräumen)
! Sieg-Siegbg;
nückstərich! Neuss-Dormag;
nicks-che för dich! Köln-Stdt (
n. för länge, — för Kitz setze)
; gənickstəmər oder
gənickstə(r) oder
genickste met dingem (um wegräumen zu dürfen)
! Bo-Stdt;
nøkstənə! (dass.) Bergh;
nüs dran! (dass.) Eusk;
nickstivicks! Gummb-Dümmlinghsn;
nicks mek hi! mein Klicker liegt hier noch lange gut Gummb-Berghsn. —
N. do! daraus wird nichts, abweisend Allg.;
n. wie enaus! schnell hinaus Goar, Allg.;
n. fir ongut! entschuldigen Sie Mosfrk, Rip, Berg;
n. wie in die Gegend! Antw. auf die Frage ‘wohin’ MülhRuhr;
n. ohne Ursach Rip. —
Besser (lever) jet (ebbes, wat) wie n. Allg.;
beəter lat (spät)
jet als fröhch n. MGladb;
jet es miəh wie n. Selfk;
et es emmer noch besser wie gar n. Allg. —
Dat es miəh wie n. auch mit kleinen Vorteilen muss man sich begnügen Aach;
dat es jet wie n. das geht nicht;
dat ös (mir) en Denge wie n.; dat dohn ech wie n. das ist doch leicht gemacht;
dat geht wie n.; Papier brennt wie n.; ene Kerl wie n. kein mannhafter Kerl;
der lüg wie (gar) n. er lügt, als wenn es eine Kleinigkeit wäre;
do sprenge ech drüvver wie n.; do steche hondert Daler wie n. dren Rip, Allg.
(Su) mir n., dir n. rücksichtslos, ohne Erlaubnis, gleichgültig Rip, Allg. (auch im
meχ-Geb. heisst es
mir). —
Idder et Sinne en dem Düwel n. Klev.
Viel Pracht un (an)
der Wand un n. am (im)
Schank (Schrank) Trier-Schleidw.
N. un kain Zopp (Suppe)
derbei! abschl. Antw. Trier-Conz. —
N. as n. Bitb, Allg.;
n. es ärg winnig Köln;
zweimol n. ös gar n. Monsch-Witzerath.
N. es got (för) en de Oge! dem gesagt, der ‘nichts’ antwortete (Wortsp. mit dem Heilmittel ‘
Augennichts’, nihilum album, zineum sulfuricum) SNfrk, Allg., mit der Forts.
do geht nit viel enin Simm, —
äwer net fir de Mogen Mos, May, Köln, —
ävvel net en der Täschen Kref-Osterath, Aach, Monsch, —
ävver schlech em Büggel (Beutel) Köln.
N. on n. git n. Köln.
Wo n. es, es n.; wo n. ös, do kann n. van komme, — do küt n. her, — geht och n. dann; wo n. mih en is, geht och n. mih us; wo n. es, hät der Kaiser (Könnek, Düvel) se Rech verloəre, — do kann mer och n. steəhle Allg., —
dor kann n. reise Klev, —
do schlabbert n. Düss, Neuss, —
schlappt och n., sät de Frau, du schott se e Fat ‘Fass’.
Erzen övver de Trapp Kref-Osterath, —
do rappelt och n. Kobl-Rhens, —
es rasch gedält (geteilt) Neuw-Dierd, —
do stinkt et net Trier-Schleidw, —
do brennt de Sposs (Spiess) Prüm-Ihren, —
do es der Deuwel, on wo jet es, do es he tweimol Wermelsk;
bo n. rert (riert, beim Abladen der Getreidekarre nichts abfällt),
do eas n. wo kein Trinkgeld abfällt, da ist kein Geld oder keine gute Gesinnung May-MüMaif;
et dämpt net, wu n. as Trier-Schleidw.
Wat n. kos, es och n.; bei dem darf et n. koste Sieg.
Et geht n. derför darüber;
do es n. van dran es bestätigt sich nicht, entspricht nicht der Wirklichkeit, ist ein Aberglaube;
do kömmt n. van no hat keine Folgen;
dat es jo n.! ist nicht schwierig, schlimm, hat nichts zu sagen;
dat es jo n. gent sibbenzig nichts besonderes Sieg-Braschoss;
et es mi gar n. an zu
n. habe ich Lust Gummb;
dat es n. gedohn unnütze Arbeit, ein schlechter Streich;
dat ös jet on n. gemät (gemacht) dass.;
ech men (meine),
dat wör n.! daraus wird doch nicht das Erwartete, Gewünschte, die Sache ist nicht ernst zu nehmen, bes. von Mädchen gesagt, die Zumutungen der Burschen abweisen;
et es n. an em er ist ein schlapper Kerl;
et es n. met den Erpele (Kartoffeln) sie sind schlecht geraten;
et wiərd vill Geschrei gemach, on et es n. derhenger; do es n. (de)henger on n. defür es ist
n. wert, es ist sehr einfach Rip, Allg.;
dat es n. fer meim Papp sei Jong! ich tue es nicht Trier;
do es n. met opgelat (aufgelegt)
n. erreicht Aach-Stdt;
dem es n. bedent (bedient) er achtet seine Sachen nicht Rip, Allg.
N. es so domm, dat et nich geglowt würd Gummb, Allg.
N. es ongesongder as krank sin Monsch.
N. es schlemm, wo me et Engk (Ende)
van süht MGladb.
N. geht üvver ege Arbet Rip, Allg.
N. es so fin gesponne, et kommt doch an de Sonne Kref, Verbr.
N. kimmt von ongefähr, et k. alles vo Gott her Trier.
Onprobiert schmack n. Sieg-ODollend.
Wenn n. en em Sack sticht, kann mer n. erausholen von der Talentlosigkeit der Kinder Wittl.
Wat nötzt mech en nette Schöttel, wenn n. drop es! Düss-Erkr.
Et sall sech wäll make, sät Dr. Lensing, as mor (nur)
n. bejkömmt! Emmerich. —
Dat geht dich n. an; dat hät n. ze bedügge (bedeuten), —
ze sage; dat hät n. op sech ist ohne Bedeutung
(et hät n. op sich, hät der Mann gesat, du log de Frau nackig em Bett Schleid-Marmag
);
dat mach (deht) n. das ist nicht schlimm;
dat m. mer n. (us) ich kann es ertragen;
dat es n. wert; met dem es n. anzefange; do es doch n. bei es ist doch so schlimm, so beleidigend nicht Rip, Allg.
Jong, weərd kenne Bur; häs de jet, dann gölt et n.; on g. et jet, dann häste n.! MGladb. —
De ös n. hat nichts gelernt, kat keinen Beruf, ist ungläubig, konfessionslos;
he es n. mih ganz abgemagert, kraftlos Allg.
Wen n. äəs on n. us sich mat (macht),
den äəs zweimol n. zur Hebung des Selbstbewusstseins Malm, —
on ment sech n., de es gar n. Gummb, Waldbr, Mettm, Ruhr, —
on beld sek n. en, de es gar n. Elbf. —
N. + Gen. partit.,
z. B. n. Godes, Rechtes usf. Rip, Allg.;
n. Schlohns, Schiesses, Wehres usf. nichts zum Schlagen, Schiessen, Wehren WMosfrk;
wie all n. Guts mit besonderer Ausdauer u. Bosheit Rhfrk, Mosfrk, Siegld, Ahrw-Remag, Sieg-Leuschd;
wie n. Gots MGladb;
der n. Gots euphemist. Teufel Monsch-Imgenbr;
er ös seiner n. er kränkelt Aden-Engeln. —
N. als Obj. RA. mit Auswahl:
De hät n. öm on n. an ist arm gekleidet, ist ein armer Schlucker, —
an de Föss (Füssen), —
an de Fott (Gesäss), —
op de Reppe, — op den Hos (Strumpf), —
en der Fläm (Weiche), —
en der Noht (Naht) (
s. d. W.), —
drop(ən), — e jen Fengere kein Betriebskapital Aach, Allg., —
em Kopp ist unachtsam, vergesslich Allg., —
in der Mauen (Ärmel),
in de Ribben Kräfte fehlen, Hunger haben Gummb, Rip, —
op der Asse (Achse) wenig Mobilar beim Umzug OBerg, —
bei sich keinen Charakter Birkf, —
en (in) keine Energie, k. Charakter, Selbstachtung, Erziehung Rip, SNfrk.
Hewwe we n., da krige we n. Ruhr, Allg.
Wer n. hät, hät n. ze verlere Köln.
Dau kreis och eis jet, wann ech n. han! abschl. Antw. Ahrw-Sinzig.
We selwer n. hat, get (gibt, wird)
selen satt Prüm-Ihren.
Jedem et Seint, dann hät der Deiwel n. Mosfrk.
Weə n. sall ha, verlüst et Bruət us jen Täisch (us dem Korf, Sack) Aach, Allg. (
s. auch Bettelmann).
De krit alles on ech n. Allg.;
he kr. n. onger jen Nas, — n. op der Zangk (Zahn), —
n. a jen Hatz (Herz)
keine genügende Nahrung Aach.
Dat es esou vill, wei komm, breng mer n.! das ist zu gering Merz.
De geft do n. dröm es ist ihm gleichgültig Mettm, Allg.
Ze Geminne (Simm-Gemünden)
es n. ze finne! Neckspr.;
in Strole (Geld-Straelen)
es n. te hole! Den (Spitzbube)
hölt n., wu n. as Trier-Schleidw.
Wen n. ofänkt, verkerft och n. Daun-Tettschd.
Mach der n. drus, dann es et och n.! nimm es dir nicht zu sehr zu Herzen Dür, Allg.
Mat (macht)
mer n. en minge Winkel (Laden),
eh ich usgestivvelt (ausgekramt)
han! kein vorzeitiges Urteil Köln-Stdt. A.:
Hannes, wo böste? H.: Uf em Spicher. A.:
Wat machste? H.: N.! A.:
Wo es ose Pitter? H.: Der es bei mir on hölft mer Neuw, Verbr. Scherz.
We sech n. mäckt, de hät n. Kref, Kemp.
Weə n. us sich mät, de es och n. Rip, Nfrk, Mos.
Met Froge vermicht mer n. macht man sich keine Unannehmlichkeiten Trier-Stdt.
Möt (von) N.dohn hält me genne Schorresten an't roke (rauchen) Nfrk.
De ene deht n., on der angere hölpt em noch debi NBerg.
Dunn mer n., ich d. der och n.! prügele, schädige mich nicht Rip.
Do kann mer n. dran dohn da ist nicht zu helfen;
met dem well ech n. ze dohn han keine Gemeinschaft.
He deht n. wie lache (
esse usf. mit jedem Zeitw.) immerfort Rip, Allg.
Wer n. reskeert, de n. verleert Kobl.
He hät seng Dag n. för sech gebreit (gebracht) erworben Wermelsk, Allg. Was haben wir gekocht? Antw.:
N., un das gewärmt Kreuzn-Sobernh, Neuw-Segend;
n. un Supp dezu Saarbr;
dise Meddag n., un wat övverig blif, wärme mer dise Ovend Köln-Kalk.
De hät n. ze esse der arme Schlucker Rip, Allg., —
n. te bitten en te breken Geld, Nfrk, —
n. ze beissen, n. ze scheissen Trier-Mehring, —
n. ze reissen on ze beissen Mosfrk, Rhfrk, —
n. se naə (nagen)
un se b. Rhfrk, —
n. ze kachen (kochen)
un n. ze stachen (stochen) Neuw-Harschb.
Mer hat allerhand Narren, äwwer ken, de n. essen WMosfrk.
Wann mer n. iess (ässe)
un n. zerriess (zerrisse),
dann hätt mer leicht e Plätzche, wu mer siess (sässe) Trier-Stdt Schleidw.
Wen n. sitt (sät),
den n. mitt (mäht);
wen n. micht (macht),
den n. zerbricht Trier-Schleidw.
Den n. wot (wagt),
den n. wennt; den n. sicht (sucht),
den n. fend WBitb.
Nu sagen ech ävver n. mih! ich bin sprachlos, erstaunt;
du häs n. ze sage n. zu befehlen;
dat hät n. ze s. n. zu bedeuten Rip, Allg.
N. gesot os och g. keine Antw. ist auch eine A. Schleid, —
os och Besched Prü
m. Vill geschwatt (geschwätzt)
as n. gesot WBitb.
N. geseit on n. gewonke (gewinkt),
Frau, wat kost die Botter? ich lasse mich auf kein Feilschen ein Kref-Fischeln.
De sät n., on wamme en mät em Rifkoche op de Mul höch (haut) Sieg-ODollend.
Et kimmt enen un sät n. die Verhältnisse zwingen den Menschen manchmal, etwas zu tun oder zu lassen gegen seine Absicht Bitb-Dudeld.
Do frog ech n. no Rip, Allg.
Du häs he n. ze melde Rip, Allg.
Dor wete (wissen)
se in Kölle n. van das war mehr Glück als Verstand Geld-Kevelaer, —
on hi gewen se n. dröm Wermelsk.
De hät noch n. vergesse hat schlecht gelernt Sieg.
Den het n. te verkope n. zu erzählen SNfrk, Klevld.
N. gewonne, n. verspillt Ruhr.
N. glöve (sin) konfessionslos sein Allg. (usf.). —
Dröckche (Getrud),
Dr., stür dech a (
an )
n., du kris e Männche, dat kous (kostet)
dich n.! Schleid.
Op n. kommen bankerott machen;
ebbes op n. brengen vernichten Bitb, Prüm, —
utkomme Kemp;
op n. hirode ohne etwas zu besitzen Rip, Allg.
Aus n. hot Gott de Welt gemach! Antw. auf ‘Nichts’ WMosfrk;
aus n. get (wird)
n. Bitb.
Met n. kann me nich kochen! sagt die Frau, wenn ihr Mann kein Geld gibt Gummb, Allg.
N. mat (mit)
n., dat schosselt sech net gelingt nicht WBitb.
Der Minsch kömmt nacks op de Welt on mott och met n. vertrecke Heinsb.
Övver n. jet te donn han gleichgültig sein MGladb.
De fällt iwwer n. sondern hebt es auf, stiehlt gewohnheitsgemäss Prü
m. Die zänken (udgl.)
öm n. (on widder n.) Rip, —
um n. un gint (gegen)
n. Bitb-Herforst.
Für n. umsonst, zwecklos, erfolglos, ohne Ursache, ohne Sinn;
f. n. on widder n. Rip, Allg.;
f. n. göt et n. Prüm-Leidenborn;
f. n. an dreimol n. umsonst, ohne jede Ursache Bitb-Geichl;
f. n. lofe Katzen on Hong sich no die Leute tun nichts umsonst Schleid-Hellenth;
de Drauwen gön (werden)
och f. n. geraten nicht Saarbg;
hen es f. n. er ist kränklich, untauglich zur Arbeit Merz;
he es f. n. do dass. Rip, Allg.
Van n. kanmer net levve; v. n. küt n. alles hat seine Ursache;
de es v. n. derhem von geringer Herkunft Rip, Allg.
(dröm es em ‘dem Prahler’
och alles ze klen Dür
); dat es get v. n. n. von Bedeutung, taugt
n., darf nicht sein Eup, Aach, Monsch, Dür;
in Tit v. n. in kürzester Zeit Nfrk.
V. n. schneit mer kä Brout (Brot)
en de Sopp Bernk.
E Stüttche (Weck)
v. N. on e Gäbbelche (Weck)
v. Süchzo (sieh zu) ein nichtssagendes Versprechen Sieg-Seelschd.
Wen v. n. tu wat kömmp, den kennt sech meis selws net Mörs.
Ech wet (weiss)
nücks, ech komm van Dücks (Deutz)
! Wermeslk.
Den os zu n. kunn gesundheitl., wirtschaftl. heruntergekommen Prüm u. Malm (hier auch bes. bei Ohnmachtsanfällen, auch
ze n. gen), Allg.;
dat ös zu n. wuərde ist vereitelt Allg.;
to n. üəvergonn bankerott sein MGladb-Hockst. — 2. Subst. a. in der Wend.:
Dau bas en Hawel (Handvoll)
N. ein Knirps WEif. — b.
e Nickselche n. Rhfrk, Trier-Stdt, Neuw;
Nicks-che Mos von Bernk an, May, Gummb-Berghsn, MüEif, Köln-Stdt, Dür-Stdt, Aach-Merkst, Erckörrenz;
Nücks-che MülhRh;
Neckske Eup;
Neistchen Trier-Stdt (u.
Nickselchen);
Nüs-che Schleid-Hellenth, Aach-Stdt, in der Antw. auf die Frage des Kindes, was man ihm mitbringe:
E silwernes (silwerig) N. on e goldenes (goldig) Wart e Weilche (un e Schächtelche, vor's enin ze duhn)! Rhfrk, Allg. (
s. o.);
e selwer W. on e goldig N. e ainem niemalene (niemals)
Bichs-che (Büchse)
! Kobl-Stdt, —
un e selwere Wart noch jet! Köln-Stdt;
e selvere N. (met e gölde Stertje) Eup;
e zuckere (selvere) N.! Aach-Merkst Stdt;
z. Nicks-cher! Erk-Körrenz;
e z. N. on e selvere Hätt ech geərn! MülhRh;
e z. N. mat er göllener Upak (Anpacke, Griff)
! Trier-Mehring;
e gruət N.! Kemp (o. O.);
enne longe Nicks met enne gruəte Statt (Sterz)
! Heinsb. — Was haben wir gekocht? Antw.:
Silwer Nickselcher, mit Butter geback! Kreuzn-Münster, —
gebrode! May-Bell. — c.
Neistchen, in der Wend.:
Hen dent (dient)
am (im)
N. der Messdiener kniet an der linken Seite des Altars u. hat recht wenig zu leisten Bitb. — Der Dumme oder Träge
is usem Herrgott sei Garneist Simm. —
De schwere Nicks sall dich krige! die schwere Angst Sieg-ODollend, uWupp.