Zahn das Wort ist allg., im grössten Teil des Geb.
[] auf
tand zurückgehend, nur das Rhfrk hat
tsān, Pl.
tsīn, –ē-; aber schon WWend, Ottw, Saarbr, wie das Mosfrk
tsant, Dat.
tsa·n., Pl.
tsę·n. [NSaarbg, Trier-Mos,
n. Mos, Wittl, OBitb
tsānt, Pl.
tsE:n; Bitb-Mettend Pl.
tsī:n, Bernk-Neumag
tsant, Pl.
tsE:n; Goar (Rheinorte)
tsān, Pl.
tsę·n., ebenso Kobl; Neuw, Altk
tsant, Pl.
tsę·n., –e-, –i-]; Siegld-Siegen
tsā, Pl.
tsēăn; Ld.
tsā, Pl.
tsean, tsiən [oFerndorft, Littfet
tsā, Pl.
tsīə; Johannld
tsō, Pl.
tsēă, Hainchen Wertenb Pl.
tsē; Wilgersd
tsā, Pl.
tsE; Burb Gilsb Würgend
tsă, Pl.
tsEă; Lippe
tsEă, Pl.
tsE; Hickengrund
tsīă, Pl.
tsīə; uHellergeb. Lindenb Fischbacht
tsand, Pl.
tsęn u. w. davon
tsand, –ǫ-, Pl.
tsęn; der Pl.
tsęn noch in einem, dem
zand-Geb. vorgelagerten Streifen des
zā-Geb.]; Rip nicht gutturalisierend
tsant [
-ā- WWaldbr, OSieg, Aden-Jammelshf, Malm, Erft, uWupp], Dat.
tsa·n., Pl.
tsę·n.; vielf. Sieg, Bo, Köln, Bergh
tsant, Dat.
tsa·ŋ., Pl.
tsę·ŋ.; Eusk-Billig
tsan, Pl.
tsę·ŋ.k; Eusk-Lechenich
tsān, Pl.
tsę·ŋ.k; im gutturalisierenden Geb.
tsaŋk, Dat.
tsa·ŋ., Pl.
tsę·ŋ.(k) [Aach-Münsterld
tsa·n.t; Stdt Haaren Verlautenheide
tsā:ŋk; gelegentl. im
-ŋk-Geb. auch
tsā:n]; OBerg gutturalisierend
taŋkt, Pl.
tęŋ, nicht gutt.
tān, älter
tant, Pl.
tEnə, –īə; NBerg
taŋk, Dat.
ta·ŋ., Pl.
tę·ŋ., Dat. Pl.
-·ŋ.ən; Eup-Stdt
tęint, Pl.
tę·i.nt; SNfrk gutturalisierend
taŋk (im Trübungsgeb.
-ǫ-), Dat.
ta·ŋ. [
-ǫ-], Pl.
tę·ŋ. [WSelfk
tand, Pl.
tę·n.d; OHeinsb
tǫnt, –ǫu-, Pl.
tę·ŋ.]; Klevld in Geld, Mörs
tānt, Pl.
ta·n. u.
tęnt; sonst
tant, Pl.
tęnt, –də, tandə [MülhRuhr
tǫunt, Pl.
tǫ·u.n u. jünger
tę·i.n; Dinsl
tān, tant, Pl.
tEn]; Dimin.
tsīnχə (in den rhfrk. Geb. auch
tsęnχə),
tsę·n.χən usf.,
tęntšə, tę·ŋ.skə, tę·ŋ.kə, tęntjə m.: 1. wie
nhd. a. als Teile des Körpers; man unterscheidet
Back-, Augen-, Eck-, Stock-, Raff-, Milch- (Weck-, Meis-), Weisheitsz.; die Schneidezähne sind
vore die Zihn, de verenschde Z. Rhfrk, Allg. (wenn bes. breit
Planke, Gardepl. Simm); die Zähnchen des kleinen Kindes kosend
Babbelchen, Beisserchen, Beisshündchen, Bibberchen, Bisselchen, Bitschhündchen, Bitzelchen, Bitzerchen, Brotknabberchen, Ditzelchen, Gickerchen, Hackelchen, –kerchen, Hackes'chen, Häuerchen, Käuerchen, Kitzchen, Knabbes'chen, Knapperchen, Mäus'chen, Mübbes'chen, Mummelchen, Perle, Schinkenheis'chen, Wellchen, Wölfchen, Wubbelchen; Zahnreste:
Brocken, Haken, Pallisade, Pickel, Pinn, Pröckels, Rechen, Schacht, Schirveln, Schlabberzahn, Schlibber, Schraggel, Schrängel, Schräuel, Spork, Sterz, Stipp, Sto
ck, Stort, Storzen, Stummel, Stump, Stupp(ert), Stutzen, Zacken, Ziffel, Zwack; die Zähne sitzen in den
Bällern (
s. d.,
mhd. biler, bilern);
se hangen en de Löte (Schaden) von durchbrechenden
Z. Jül-Selgersd; eine Kuh heisst von den breiten
Z., die sie bekommen hat,
en en-, zweibret Zängk Monsch. —
He hät got, schlechte, spetze, stompe, scharfe, lose, wackelege, ful, holl, lange Z. Rip, Allg. — RA. über die
Z. als Teile des Körpers:
Weiss wie en Z. Trier.
En hot Zänn wie en Hecht so spitz u. scharf Saarbg-NLeuken, Bergh-Glesch, —
Wofstäng (Wolfs-) Geilk-Gangelt, —
Nähnölcher Schleid-Hellenth, —
Stohl un Eisen stark, —
e Reche lang u. breit Birkf, —
e Hawwerreff Bernckommen,
[] —
en alt Perd Malm.
Neu Zängche, n. Hängche (Händchen) beim Zahnen des Kindes neue Schwangerschaft Bergh-Blatzh;
fröh Täng, fröh Häng auch dass das Kind früh zur Arbeit anstellig wird NBerg, Rip.
Zänn machen zahnen WBitb; sonst
Z. krige. Mer mänt, dau kries de Zänn erischt (erst) du hättest keinen Verstand WMosfrk;
schwäzen wei en Kand, dat Z. kriet Saarbg.
Et ēn Kalf krit de Täng fröhch, et anger kr. se lat (spät) der Verstand kommt nicht vor den Jahren MGladb.
Wenn et äm am Arsch beisst (de Nas jöck), kriet de Grossmutter (Schwegermutter) Zihn Hunsr, Allg.
Wenn dem Kengche et iərschte Tängchen kümmt, mutt de Mutter en neu Kled han Gummb.
Kenne, wenne, wennke, Löppke ruət, Tängke wiss, Näske sip, Ögske pip, Stiərke platt, Hörke zipp, zapp! Geilk, Rip, Berg, SNfrk (
s. Kinn).
Knipp, knapp, Knubbeloch, lach mi nich, hül mi nich, wis mi dine witten Tähncher nich! Gummb.
No Schwarzbrutköuschcher (-krüstchen)
krit mer wisse Zäng Berg.
Der Kopp voll Hor, der Mongk voll Zäng! scherzh. Neujahrswunsch Aach, Verbr.
Die han geng Zäng ejen Nas! sagt man, wenn man beim Rundreichen der Tabaksdose die jungen Leute überschlägt Aach.
Leck mich, wo ich ken Zänn hon! abschl. Antw. Mosfrk, —
da brauchschte kän Angscht ze han, dat ech dech beissen! Saarbr-Heusw.
De Zäng löchten em (dem Mageren)
dorch de Backe Sieg;
dem wasse de Z. no de B. erus Aach.
Dau schwätz, as wenn de Zänn dir dähte wosse! zu dem, der lächerliches Zeug erzählt Mosfrk, Malm.
Ech hauen dech, dat de menst, de Zänn wöchsen dir durch de Backen! Prüm-Ormont.
Dat hat alt de hiəl Teint (alle
Z.) ist eine alte Geschichte Eup.
Wammer jungk es, hät mer Zäng un kein Brut, un w. alt es, h. mer Br. un kein Z. Köln-Stdt.
Er schwätzt wie e alt Fra, die kä Zehn meh hat Birkf, Allg.
E alt Wif, wat ken Zäng mih hät, küt net en de Hell; denn do es Zähneknirschen Eusk-Derkum.
Mer mänt, de hätscht er aler Fra ent Himmet (Hemd)
gebess; dau hascht jo Zänn verlor Merz-Morscholz.
Enem de Zäng en de Hals haue Bergh, —
poleere Birkf, —
besehen Rheinb-Meckenh;
de hät Täng te verkope er hat Ohrfeigen verdient MGladb.
Wer sich de Zäng stoch (stöuchelt), de hät dröm nit immer Fleisch gesse Köln, Dür;
dem stöəchel ech de Z. ens! sage ihm die Wahrheit Eup-Raeren.
He bess op de Oge on verdrähnt de Z. scherzh. Sieg-ODollend.
Ech hau dech op der Kopp, dat dich de Zäng schwadronswis (batalljons-, sektions-) ut de Mull (de Arsch) erutmarscheere (-spazeere) Neuss, Allg., —
en de Arsch (Hals) fahre! Birkf, Rhfrk, Mosfrk, —
nom Arsch erenflege, — am A. eruskomme! Dür, Allg., —
en de Hals flege (rappele) SNfrk, Allg., —
am (im) Arsch rappeln Daun, Allg., —
am (im)
Orsch klappern Bitb-Bollend Dudeld, —
dech de Z. em Hals steichen blive Jül-Tetz, —
dir de Z. wackeln Allg., —
de Täng em Arsch Klavier spelen Elbf, Trier.
Loss der nur de Z. net schockele! schlage dir das aus dem Sinn Kobl-Stdt.
De Zänn klappere mir (vor Kälte, Angst) Allg., —
klatere mich Viersen, —
schlagen mir Sol-Ohligs;
dem schlage de Z. von Kält zesamme Schleid-Holzh;
ech han möt de Z. gerabbelt vör Kält []Neuss, u. so
met de Z. beben, bibbeln, daddern, klafen, klappern, klatern, klippern, knirscheln, knirbeln, rammeln, raseln, schaddern, schlagen, schloddern, schnacken, schnattern, schuckern, schuddern. De Z. bloden dir! zu dem, der ein Butterbrot isst Schleid-Hellenth.
De Z. krauen mich schmerzen mich Sieg, Rip, —
dohn mer wih Rip, Allg.
Dem don de Z. net mih wih er ist gestorben Rip, Allg.
Wann don dem Has de Z. wih? Wann de Hond en bīss Sieg, Verbr.
Du schwätz, mer maint, de Zänn wären der las (los) du sprichst wie ein Kind May-Kollig.
Der Jumfer es ne Z. usgefalle ist unehelich Mutter geworden Köln.
Dem fallen de Tänge noch ut van allem Kallen (Reden) Wippf. Wer viele
afgebroche, schwarze Zänn vorn im Munde hat,
hot e Maul wie en ausgebrannt Dorf Trier.
Dat dun eich su ger wie Zänn ausroppen, äwwer eich musst dron Mosfrk, Rhfrk.
Geld usgevve un Zäng usrīsse (-breche, –trecke), dat es en hart Ping (Pein), —
leck (leidet)
P. Rip, Nfrk;
Henne schlochten on Täng uttrecke ös för de Bure gruəte P. Kemp.
Ja, Jong, den T. treck dich mar ut! der Wunsch geht nicht in Erfüllung MGladb.
He trickt dech en T. ut on drit dech et Lok voll er betrügt dich Mettm-Haan. —
Enem op de Z. föhlen wie
nhd. Rip, Allg.
Frid om T. sin sehr gesund Sol.
Dem (Magern)
seiht mer jo dorch de Zähn Saarbg.
Dat Kengk dörch de Zäng en de Röele (Masern)
dörchkrige Aach, Allg.
Durch (övver) de Z. drīsse sich übergeben Wippf-Bechen, Neuss, —
scheissen WMosfrk, Schleid.
E gegevve Perd darsch me net en de Z. seh einem geschenkten Gaul... Aach-Büsb.
Einem en de Tängk schloun Sol, Allg.
Met (op) de Zäng knirschen, krachen, kirksen, kriəscheln, knarpsen, klappen (
s. d. W.).
De Pastor hatt gepräkt (gepredigt)
von Heulen on Zähneknirschen; dor sät de Jong: Wor sall min Göllemöhj (Patin)
met kn., die hät gen Tänt mehr Mörs-Rheinb.
A (Auge)
em A, Z. em Z.! Merz-Bergen.
De (Kinder)
se van enem Z. sind gleich weit im Zahnen, gl. alt, auch von gleichalterigen Erwachsenen. —
Luggen (lauten, weinen)
met drügen Augen en naten Tängen gezwungen weinen Sol.
Dat as nummen (nur)
ebbes fir an (in)
(op) en huahlen Z. sehr wenig Bitb, Allg.;
dat stickt me sich in einen h. T. Selfk, Allg., —
konn me ochter enen h. T. legge Kemp, Geld.
De schwätzt (so einfältig),
do kinnt mer stumpe Zihn krieə Simm; der Enttäuschte
hot st. Z. kriet Kreuzn.
Fründliche Wort mache de Zäng nit stump Köln-Stdt.
Min Tande sin schleh, stump, langk etwa nach dem Essen von unreifem Obst (
s. d. W.).
Sich neu Zänn ensetze (mache) losse Rip, Allg.;
freəm (fremde)
Z. Waldbr. — Im
Rätsel. Ich wēss en klen Ställchen met wīssen Gesellchern; et rent (regnet)
nit dren, et schneit n. dr., un et es doch luter nass? OBerg, Allg.
Zweiondreissig G. setzen en enem St. un e rut Wöbbelche (Zunge)
derbei? Daun-Lissend, —
e rot Schwertchen d.? Bernk-Malborn, —
on en rude Frau d.? Koch-Laub, —
on e rore Rurrel d.? Bernk-Hilschd.
Achter de Lepp (Wortsp. mit Lippe, dem Fluss),
dor es en Stoll met 32 wette Perd on en rot P.? Mörs.
Ene ruə Hahn ging möt zwei Reihe witte Hönner spaziere? MGladb-Venn.
Ich kloppe op e rut Hus, do send wīsse Trälljelcher, do kömmp e rut [] Päterche erus? Dür. — Im
Volksgl. Kinder werfen einen ausgefallenen Milchzahn über den Kopf hinter sich, dabei sprechend:
T., T., ek schmitt ow an de Wand; liewen Heer, geft ene neje T.! Klevld.
Herrgott, geff mech ene Bruəttongk, dann g. ech dech ene Weckt.! Erk-NKrüchten, Aach-Merkst.
Da, Mus, haste en Weckenzahnt, göff mer ene Bruətz., de hält mir meng Levven lang (dabei wirft es den Zahn in ein Mauseloch) Waldbr-Bladersb.
Mus, M., Maue, geff mech ene neue för der aue! Eup, Verbr.
Maus, M., komm eraus on breng mer en neue Z. eraus! May-Plaidt.
Meis'che, M., breng mer mein Zeis'chen, dat et sein Zähnchen erum (wieder)
kreie soll! Bitb-Dudeld. — Den kleinen Kindern, die Zähnchen bekommen, legt man Maulwurfspfötchen auf die Brust Kemp, Klev-Goch. Ist einem ein
Z. ausgefallen, so stelle er sich an den Kirchhof mit dem Rücken u. werfe den
Z. hinter sich auf den K., jedoch ohne zu schauen, wohin er fällt; dann bekommt man einen neuen
Z. Trier-Waldrach; man darf ihn nicht wegwerfen, sondern muss ihn in die Mauer stecken Koch. Wer einen ausgezogenen
Z. unter einen Holunderstrauch eingräbt, wird in Zukunft von Zahnschmerzen verschont bleiben MGladb-Korschenbr, OBerg.
Zäng bössen zum Fenster hinaus beten gegen Zahnschmerzen Sieg-Felderhoferbrück Fussh;
ene duə (toten)
T. an der kronke halde Kemp-Boish. Träumt man, es gehe einem unter Schmerzen ein
Z. aus, so stirbt ein Familienangehöriger; wenn nicht unter Schm., dann ein entfernter Verwandter Saarbr-Altenwald. —
Wer bre (breite)
Täng oəwen im Mul vüər hät, der is stolz; w. de vüdderschten T. oəwen uterēnstohn hät, der kümmt wit in der Welt eröm Gummb-Berghsn. — b. der Zahn als Werkzeug des Beissens; beim Essen. RA.:
Zäng sönd e freisse Kapital Aach-Stdt.
Nicks te bite un gutt Taun; völl te b. un kein T., dat üs en Schicksal MülhRuhr.
Fraulüts Häng on Kohtäng, die dörfe net stell stonn MGladb.
Esu de Hacke, e. de Taun MülhRuhr, Mettm;
wie em gonnt de Täng, soa g. em ock de Häng NBerg, Allg.;
je rascher de Tänt, je flenker de Händ Duisb;
un (an)
de Baken seiht mer, wat die Zähn haken Trier-Schleidw.
Völl Hande make leje (leere)
Tande verzehren viel Rees-Ringenbg.
Vill Hänn mache gäng (schnell)
en Enn, äwwer der Deiwel holl de v. Z.! Prü
m. Gott ehren vill Häng, äwwer nich v. Täng essende Zähne müssiger Menschen Gummb-Berghsn.
Wovor hosde dann dei Zihn, wenn de se nit brauche willst? zu einem, der schlecht kaut u. alles hinunterschlingt Rhfrk, Allg.
Wann et Zihn hät, där et dich beisse! zu dem, der etwas sucht, das in seiner unmittelbaren Nähe liegt Hunsr, Verbr.
En hat sich um (am)
Brot de Z. afgebess ist der Arbeit müde geworden;
e beisst sich ken Z. un meim Br. aus hat von mir nichts zu erwarten Bernk.
We kein Broat im Kasten het, mutt de T. in de Waund schlohn MülhRuhr.
He werd noch de Täng derno lecke! Elbf.
Da's marr (nur)
jet den T. getärgt (gereizt) das ist zu wenig Speise Kemp.
Dich sollt me emol de Zäng schlife! zu dem, der langsam isst Düss.
De Zäng no jet wässere mache Verlangen nach etwas erregen;
doə w. dem de Z. noə Aach, Selfk,
[]Bergh-Hüchelhv;
hej hät min de Tande watereg gemakt Klevld, SNfrk, Köln-Stdt.
Lang Täng maken op wat es haben wollen;
enem de T. l. m.; l. T. kriegen ihn begierig, neugierig machen Berg,
n. Ruhr, Köln-Stdt;
lang Zäng no jet ha Gelüste Aach;
met lang Zäng esse ohne Appetit Köln-Stdt, Klevld, Lennep;
l. Z. stumpfe
Z., schlehe
Z. WEif;
Bombotter (Apfelmus)
get l. Z. on spatz (spitze)
Baken Prüm-Ringhuschd.
Sich de leckersche Z. ustrecke mösse sich Süssigkeiten versagen müssen Aach-Stdt.
E bliert (verliert)
de genössigen Z. se Lewen net; wo aler et Kand, wo genössiger den Z. Trier-Mehring.
Lott dor o nsene achter den T. schödde! einen genehmigen Klev-Üdem.
He lit mech emmer op de Täng ist mir lästig MGladb.
Den kreg necks op den T. nichts zu essen Klevld, Aach. Wenn ein Pferd nicht frisst,
hät et Höck op de T. Geld-Straelen.
Die leəve (dat geht) von (ut) de Hangk op (en) de T. wie verdient, so verzehrt SNfrk, Allg.
Enge jet us jen Zäng risse durch unlautern Wettbewerb jmd. eine Arbeit entziehen Aach-Stdt.
He so (sollte)
et sech selver ut jen Täng trecke on ongere geəve Heinsb.
Leg dein misseg Hänn bei dein hungrig Zänn! WEif.
He jag alles, wat he opbrenge kann, dörch jen Zäng Aach-Stdt.
Heə deht miəh möt de Täng wie m. de Häng Kemp.
Ohne Täng eəte ohne Appetit Geilk-Scherpenseel.
De zeiht et sich van den Zänn af Altk-NFischb. — Der bissige Hund, der Zornige fletscht die
Z., er
blä
ckt, blänkt, blässt, blätscht, flatscht, flenscht, gratscht, grellt, grummelt, grummt, garkst, halligt, katscht, kirkst, klapp(er)t, knabbert, knackst, knarp(s)t, knarrt, knaschelt, knirschelt, knitscht, knurscht, kracht, kritschelt, kritscht, schält, schilkst, schirpt, schlägt, schlapst, schleift, spauzt, wetzt, löt de Z. siehn (
s. d. W.);
de schelt de Z. wie en bösen Hongt Gummb;
der löt enge de Z. siəh (kike) vor lauter Zorn wird er heftig u. droht Aach, SNfrk;
äm de Z. weise Rhfrk, Allg.;
e weist de Z. wie e welle Watz (Eber) Trier-Mehring; platzen die harten Traubenbeeren auf, dann
w. se de Z. uMos, Ahr,
Wej setten de Tänt opēn (aufeinander)
on halden üt Mörs.
Sich op de Zänn beisse knirschen vor Zorn, sich mit Gewalt beherrschen Mosfrk, Allg.
Du moss op de Zäng bīssen wie en dut Elster Sieg-Wahlschd.
Steckt de Tong (Zunge)
in de Nösegatter (Nasenlöcher)
en bitt op de T.! Klev-Warbeyen.
Der lött sek op de Täng siehn ist gefährlich, hartnäckig, frech Berg.
De hät Hor op de Täng ein festes Auftreten andern gegenüber NBerg, Ruhr, Geld, Mörs, SNfrk, Dür, Köln.
De lät sech en de Zäng sinn ist zornig, widersetzt sich, droht LRip, Duisb, —
för de T. s. Düss-Gerresh, Ruhr, Kemp. Einem Zornigen
mecht mer nit gere vor (unner) de Zihn kumme Rhfrk. — Beim Sprechen:
De Mul voll Zänn han nicht zu sprechen wissen Rip, Nfrk;
de Tanden sitten öm fast Rees-Haldern;
him sin de Zänn zesammegewasse Schleid-Dollend;
de kann de Zäng nit usenanderkrige Düss, Allg.;
dem mott me de Täng opēnbreken Sol-Ohligs;
lo stäht än, de Zänn em Maul ze halen Saarbg-Faha;
de Tänd niet bejēnhollen (-halten) nicht schweigen Rees-Haldern;
ek sall em wall de Täng reng (rein)
haulen ihm nichts verraten Elbf.
Die es gäng (rasch)
grell, frech [] om T. lebhaft, hitzig mit dem Wort OBerg.
Hök (Haken)
op de Tänd häbben eine scharfe Zunge führen Mörs.
Enen dörch de Täng trecken (schleifen), — töschen de T. han darüber reden, ihn verleumden Barm, Allg. Einer, der zu bequem ist, deutl. zu sprechen,
schwätzt dorch de Zihn Rhfrk, Allg. — 2. übertr. a.
Z. an Geräten, wie
Eggen-, Rechen-, Rad-, Sägez. (bei letzterem
Band-, Haken-, Kron-, Wolfsz. NBerg) Allg.,
s. auch
Drei-, Gas- (Gans-),
Maus-, Wolfsz.; hölze, iser Zäng Rip, Allg.;
en Säg met graden (schiəwen) Tängen Berg, Allg.
Hartmann, Schwartmann hät de Tänge in der Sit stohn? Der Kesselhahl Gummb. — b. scherzh. kurze, abgebrochene Tonpfeife,
erde Mutz Siegld, Altk. — c.
Zähnches ein Klickersp.; die Klicker (5) sind auf einem Strich eingesetzt; wer Kl. 2 trifft, darf Kl. 1 u. 2 nehmen; wer Nr. 5 trifft, darf alle nehmen Saarbr-Güding.