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Lappen

mhd. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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37 in 23 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Lappen

Bd. 5, Sp. 120
Lappen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk -ab-, –ap- Sg. u. Pl. m.; doch in Bitb, Trier-Ld n. Mos lā:p, Pl. -pən f. (s. auch Läpp); Rip, Berg lapə(n) Sg. u. Pl. m.; NLRip, SNfrk, Klevld lap [im sndfrk. Trübungsgeb. -ǫ-], Pl. -pə(n) m.: 1. Rest eines Tuches oder Stoffes a. schlechthin; et sen vill L. (beim Schneiden des Stoffes zu einem Kleide) üvverig blivve (afgefalle), dat git für de Kender schün Poppelappe (zu Puppenkleidchen); hang ene L. für et Finster, dat kener erensieht Rip, Allg.; de Nole (Nadeln) op L. steche bei der Fabrikation Aach. RA.: Du häs en Zong wie ene L. Dür-Weisw; voll Schold sen wie ne L. Schleid-Hellenth. Bonte L.ə färve bont Düss-Benr. Wi poppe (Puppen kleiden) well, mott L. häbbe Mörs-Xanten. He lött en Läppken achter den Dösch fallen er ist ein Dieb Mörs. He e Läppche un do e L. git zosammen e Kinderkäppche vom Schneider, der L. für sich unterschlägt Köln, Eup, MGladb, Elbf, — för sin Frau en Nebelskäppke Meiderich, — dat macht för minge Jong e Käppche Aach-Stdt. Schnider met der Elen woul en Läppken stehlen; hie e L., do e L., göt terletzt en Schniederkäppken NBerg, — stehlen, kos het nit bekommen, fing hei an te brommen Mörs-Asbg. Schn., knipp de Schiər (Schere), gef de Lüt de L. wiər; he ene L., do ene L. göf en go (gute) Niəvelskapp Erk-Bellinghv. De Schnider liet (läßt) L. dorch et Schiərelouch (Scherenloch) falle Dür-Gürzenich. Ech han ene L., ech h. ene blaue, bl. Linelapp! Wat dehs du möt de L., wat dehs du möt de bl., bl. Linelapp? Ech mak mech drut ene Büəl (Beutel)! Wat dehs du möt de B.? Ech donn mech dren et Geld MGladb. Wachte, du kriegst en rot Läppken angesteckt! zu einer Klatschbase Ess; den kreg enne roje L. op et Gatt Geld; Flarfott, Fl., het ene roje L. an de Fott (Gesäss)! zu einem Anpetzer Mörs. Enem der L. steəke den Nebenbuhler ausstechen, zumal an Aufwand (beim Wettsp. des Steinwerfens bezeichneten die Sieger durch einen in die Erde gesteckten Stock mit L. die von ihnen erreichte Höchstentfernung) Heinsb. Läppchen spillen Nachlaufesp.; Hasen on Kning (Kanin) spille Läppche Sieg-Rhönd, — drive L. MülhRh-Overath, Aggert. De wess det Läppchen ze drehen die Fahne nach dem Winde Bernk. De hät et am Läppche; wann he't am Stöck hätt, künnt mer jet dervun schnigge (schneiden) Köln-Stdt. De hät et am Läppche er redet viel Sieg-Sieglar. He hät et do am Läppke wird bevorzugt MGladb. Dau has noch ebbes am L. hänken bist noch beschuldigt Trier-Filsch. Durch de L.ə gohn entweichen Allg.; sech durch de L.ən dunn Sol-Leichl. Änen on (an) de L.ə dreihn in der Schule anschwärzen Saarbg-Hentern. Was haben wir gekocht? Antw.: Hutzelnbreh mat L.ən Wittl-Schwarzenborn. Zwei Flege (Mecken) met enge L. schloəh zwei Erfolge mit einem Mal erreichen Aach, Allg. He es met em Läppchen geworpen er ist nicht recht gescheit Waldbr, Gummb, Neuss-Strabg, — gehaue Sieg-Bergh, — getippt MGladb-Rheydt; de hät ene met nem nasse L. kreg Schleid-Dollend. Iəmes för et Läppke halde zum Narren SNfrk, Klevld, Ruhr, NBerg, Aach-Merkst. Do häs de ävver ens fies (eklich) en der L. geseck (gepisch)! scherzh. zu dem, der sich zu seinem Schaden vertan oder verrechnet hat MGladb, Erk. O Jasses, wat makt gei e Gesicht van alde L.ə! ein erbärmliches G. Geld. — b. im bes. L. zu besonderm Zwecke. α. Flicklappen, ene Fleckl.; ene wölle, lenge, bauwolle, katonge (udgl.) L. dropsetze; setz mir ene L. op de Mau (Ärmel)! Rip, Allg. (dafür auch Stöck, Fleckst. geläufig); se drägt L.ən op et Kled ein geflicktes Kleid Aach. RA.: Den hät seve L.ən op de Röck sieben Kinder Geld. Kik es, wat den hät en Kled von söven L.ən! wie er sich sonderbar gekleidet hat Dinsl. Se hant öm noch ens ene L. dropgesatt scherzh. er ist noch einmal genesen MGladb, Erk. Loək derdur, L. derfür! so tröstet sich einer, wenn die Hose zerrissen ist Kref. Besser (nötzer) ene L. als we e Loch Köln, Grevbr; ne schroə (hässlicher) L. es Beəsser we e feng (feine) Louch Schleid-Dreiborn; et steht noch beəter ene fleleker (flädiger, hässlicher) (lelleke) L. äs en nett Loək Heinsb; beəter ne schäbbige L. als e sch. Loək MGladb. Nötter ene L. as e Gat (Loch), sät de Frau, du sott se ene ruə (roten) L. op de Treckmötz Geld-Leuth. Den L. bower (newen) et Lock setten ohne Einsicht handeln NBerg, Siegld. Prackesseeren es de Kuns, sät der Schnieder (de Frau), do satz e (se) der L. nevven et Loch Köln, Rip, Berg, SNfrk; et geht nüs för e got Övverleg, sat de Frau, du ... Monsch. Den L. van eim Locke op et anger setten Schulden mit Sch. bezahlen Sol. Seid an L.ə ansetze ohne rechte Einsicht handeln Aden-Jammelshf Hannes hatt Hosen (Strümpfe) an, die woren bont; fifontwentig (25) L.ən drop, jede L. en Pond (die woren rond); die welle me tällen (onder ons Geselle), tiehn, twentig, därteg, viartig, fiftig, sesstig, sewendig, achzig, negenzig, hondert! Abzählr. Mörs, Klev. — β. Schuhlappen, –sohle (handelt es sich um die ganze Sohle, so spricht man von S.; wird ein Teil der S. ersetzt, bes. der Vordersohle, dann spricht man von L. (half L. Allg., de ächtersche L. hinterer Teil Geld), auch in der Bed. Sohlleder; de L.ə fange mer an durchzegohn Rip, Allg.; en paar L. (Halfl.) onder de Schuəhn sette SNfrk, Allg. RA.: Dat Flesch es ene ziehe L. Jül-Calr. Ui parle vü, menge L. es los scherzh. Französisch Dür. Zo Happerschoss (Dorf im Kr. Sieg) gonn de L.ə los Neckspr. Krach en der Schohn on Kniep en der Mau (Ärmel), danze mer op de L.ə! Jül-Roerd. He lett (lässt) de L. sehn macht sich aus dem Staube Heinsb; sech op de L.ə machen (gen, lossen) sich auf den Weg, die Wanderschaft begeben, flüchten Rip, Allg.; sich op Lapp m. Dür-Gürzenich; op Lapp sin bummeln, umherstrolchen Aach (u. op en L.ə), Erk; äm stännig of em L. leien Saarbr; engen op L.ə krige zu verschiedenen Gängen veranlassen Aach, — brenge MGladb; ech sall em op de L.ə hölpe! ihm Beine machen Erk; he löt (lässt) sech för et Läppke kike macht sich aus dem Staube MGladb-Bettr; jet onger jen L.ə schrive auf die Zahlung einer Schuld verzichten Aach, Heinsb, Erk; he es em henger (hinter) de L.ə verfolgt ihn MGladb; de micht sech von de L.ə flüchtet Daun-OEhe; he es van de L.ə af ermüdet, kann nichts mehr ausrichten Rip. — γ. Läppchen, e lenge (leinen) L., das man um ein verletztes Glied wickelt Allg. (e weh L. Rhfrk) RA.: Schlomm os dat net, sös dähten mer en L. dröm! scherzh. Trost bei jedem Leid Waldbr, Sieg. Den drähjt (dreht) ken L. dröm er beschönigt nicht Mörs. Dat werscht (dreht) sech wie e line L. Heinsb. Ne kranke L. öm ne gesonge (gesunden) Fenger scherzh. Kref-Fischeln. — δ. Hosenklappe an der Klapphose der kleinen Jungen, auch Bucksel. Mos von Trier-Kenn Clüsserath, Wittl-Kaimt, Bernk-Berglicht Haag, Zell-Aldegund Neef an in Koch, Kobl, in Goar, May, Aden-Acht Arb Colverath Lederb Wanderath, Ahrw-Waldrf, dann geschlossen wieder in Neuw, Altk u. noch in Waldbr-Lindenpütz Obernau, Sieg-Leuschd. — ε. Zunge (s. d. Synon.), Lasche im Schuh, auch Schuhlappen, gern -läppchen Saarbr-Eiw, Saarl-Berus, Trier-Raschd, Zell-Altstrimmig, Koch-Faid Valwig, Goar-Dommershsn Kratzenbg NGondershsn Oppenhsn, Simm-Frankw, Neuss-Büderich, Heinsb-Hilfarth. — ζ. alter L. als Putz-, Spül-, Waschlappen, meist in der Zs. Botz-, Spöl-, Wäsch-, Bügel-, Wachsl. Allg.; der weiche L. Staubtuch Siegld-UWilden. — c. verächtl. schlechtes Zeug (Stoff), minderwertige Kleider, Lumpen; he hät nicks wie L.ən anne Lif Erk-Elmpt, Allg.; de L. donn ech net miəh an; de L. es nicks weərt MGladb, Allg. RA.: Uwen herum e Spötzenkranz, innenerum (unten-) de L. net ganz! Trier-Schleidw. Ech hauen (jagen) dech, datste de L.ə verliersch, dat de L.ə flege, affalle! Rip, Allg., — (von dir) fahre! Rhfrk, uMos, — dech de L.ə rise! Selfk, — dir de L.ə fortjäə (-jagen)! Simm-Ebschd, — de L.ə stuve! MGladb, — du de L.ə schläəfst (schleifst)! Aden, — du L.ən kotzscht! Wend, Ottw, Mörs (z. T. auch zu L. 1 b β stellbar). Ech hau dich för de L.ə! Kref. De L.ə fohre lossen mit aller Kraft, eifrig sich an die Arbeit geben Merz-Saarhölzb. Em op den L.ən sein ihm zur Last fallen Bitb-Speicher. Iəmes bei et Läppken kriegen am Kragen Mörs. Du kries wat öm de L.! Hiebe Gummb-Berghsn. — d. ene L. Fleisch, Haut Fleischstück, Hautfetzen, mehr breit u. lang als dick; et Flesch hong em met L.ə vam Lif Rip, Allg. — e. et Uəhrläppchen wie nhd. Allg. — 2. übertr. a. sachl. α. mehr breites u. langes als dickes Stück schlechthin; ene L. Flesch, Wursch, Käs, Tart udgl. Allg.; en drüən (trockner) L. Pfannkuchen aus Mehl u. Wasser Gummb. — β. Feldstück (meist mit geringem verächtl. Nebensinn); de hät do am Bösch noch e paar L.ə (Land) lige; du häs do ene grusse (lange, schwere, schüne) L. (lige); ene schüne L. (Land) an enem Stöck; och, die paar Läppcher, die der hät! Rip, Nfrk, Mayf, Kobl, Westerw, Trier, Saar. RA.: De hät L.ə er ist begütert Eusk-Ahrem. — γ. verächtl. abgenutzter Pantoffel Malm-Wallerode. — δ. verächtl. Geldschein; reskier en paar L.ə! Rip, Allg. — ε. Blatt des Steuerruders Rheinschiff; das Ruder schlechthin Mos, Saar. — ζ. grosse Harke zum Zusammenharken der auf dem Felde liegenden Halme Ottw-Wiesb. — η. Bauchlappen des Schlachtviehs, der decke u. der dönne L.; de L.ə Bauchstücke beim Leder Bitb-Outschd, Sieg-Siegbg, Eup, SNfrk, Klevld. — θ. verächtl. von Körperteilen. αα. Pl. Ohren (nicht verächtl. die Hängeohren der Hunde); de hät ävver e Paar L.ən am Kopp Rip, Allg. — ββ. Mund, u. zwar die Lapp Birkf-Gimbw, Wend-Freisen, Kreuzn-Sobernh; die Labbe Kreuzn-Stdt, in der Wend.: Hall die L.! — γγ. Zunge Rip, Nfrk, May, Kobl, Koch, Zell, Bernk, Daun, Trier-Olk, Saarbr, Kreuzn, Goar; der rode L. Trier-Olk, Grevbr-Hochneuk, Kref; de lerene L. Dinsl-Bruchhsn; hal (halte) de L. net esu steif on der Maul! Koch-Laub; de hat mech der L. erutgesteckt MGladb. RA.: Dat Läppche hät mich fel Geld gekos! Bergh-Blatzh. Enem der L. nat (nass) halde einen mit Getränken traktieren; der L. n. mache etwas trinken Grevbr, Kref. Der L. schwarde das grosse Wort führen, überflüssig viel u. dabei fade sprechen Schleid-Baasem Holzh, Ahrw-Löhnd Ramersb, Sieg-Blankenbg, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach, Erk-Körrenz; der L. schlohn Jül-Röding. — δδ. Augenlid, Ogl. Rheinb-Weidesh. — ι. Pl. t. Rückstände beim Obst- u. Rübenpressen Jül allg., Aach-Gressenich, Neuss-Lüttenglehn. — κ. lępχə der Nachtschlag, den die Kinder sich abends beim Verlassen der Strasse geben Mülh-Rh-Overath. — λ. en ale L. eine alte, längst bekannte Geschichte Zell-Briedel Merl. — b. persönl. α. et Läppke ein Mann, der ein Auge verloren u. eine schwarze Binde über die Augenhöhle trägt Kref-Linn. — β. enen dreckige L. schmutziges Weib Kemp-Lobberich; s. Beər-, Schmeər-, Sauf-, Schweinl. — γ. ene fule L. Faulpelz Sieg-Fussh, Dür-Dhorn Frangenh, Erk. — δ. ene versoffe L. (Läppche) Trunkenbold Neuss-Dormag, Aach-Herzogenr, Klev, Saarbr (s. auch Feuchtläppchen). — ε. ene leəge (lediger) L. liederlicher Mensch MGladb-Odenk. — ζ. ene L. Laffe, Geck Lump Erk, Geld, Klev. — η. Blangemer Läppche Neckn. derer von Schleid-Blankenh. — Abl.: dat Gelapps, Geläpps [dat Gelumps un Gelaps Bitb; vor dem sei Gelapp un Gelump gen ich noch drei Penning für seine Habseligkeiten Simm; dat Gelaps (-ā:-) mittelgrosses, schon z. T. zerschnittenes, aber noch brauchbares Stück Leder Bitb].
11363 Zeichen · 356 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lappenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    lappen swv. ib. mit lappen versehen, gelabte schû, pero Dfg. 428 c ; ein arm gelappt man ( der lappen, zerrissene kleide…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lappensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    lappen , sw. V. nhd. „lappen“, flicken, ausbessern, zurechtflicken, zusammenstoppeln Vw.: s. ōlt-, vör- Hw.: vgl. mhd. l…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lappen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Lappen , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Läppchen, Oberd. Läpplein. 1) Ein jedes weiches, biegsames, herab …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lappen

    Goethe-Wörterbuch

    Lappen 1 Stoffstück a Stück eines (schlechten, alten) Gewebes, Gestrickes oä; hinsichtlich seiner Verwendung Wilhelm .. …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lappen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Lappen , s. Jagdzeug .

  6. modern
    Dialekt
    Lappen

    Elsässisches Wb. · +14 Parallelbelege

    Lappe n [Làpə U. W. ] m. 1. Lappen. ‘Lappe pletz immissura’ Dasyp. 2. die Ecke eines Frauenhalstuches: Es is t nimme r M…

  7. Sprichwörter
    Lappen

    Wander (Sprichwörter)

    Lappen 1. An den Lappen lern die hund leder fressen. – Luther's Werke von O.v. Gerlach, XXIV, 204; Luther's Ms., S. 9 a …

  8. Spezial
    Lappen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Lap|pen m. (-s,-) 1 (wertloses Stück Stoff) peza (pezes) f. , bordun (-s) m. 2 (Putzlappen, Staublappen) bordun (-s) m. …

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lappen

172 Bildungen · 98 Erstglied · 70 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von lappen 2 Komponenten

lap+pen

lappen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lappen‑ als Erstglied (30 von 98)

Lappenfeld

SHW

Lappen-feld Band 4, Spalte 137-138

Lappenhaus

SHW

Lappen-haus Band 4, Spalte 137-138

Lappenhexe

SHW

Lappen-hexe Band 4, Spalte 139-140

Lappenmaul

SHW

Lappen-maul Band 4, Spalte 139-140

Lappenreff

SHW

Lappen-reff Band 4, Spalte 139-140

Lappenǟiester

WWB

Lappe-nǟiester f. [WMünsterl] Flickenschneiderin, die auf Höfen arbeitet.

lappen als Zweitglied (30 von 70)

blappen?

KöblerMhd

*blappen? , st. V. Vw.: s. er- E.: Herkunft ungeklärt?

tantklappen?

KöblerMnd

*tantklappen? , sw. V. nhd. zähneklappern Hw.: s. tantklappen (2); vgl. mhd. zantklaffen (1), tantslāgen (1) E.: s. tant (1), klappen (1) W.…

Waschlappen

RDWB1

Waschlappen m abwertend auch Jammerlappen m тряпка перен. , презр. , рохля разг. , презр. , размазня разг. , презр. , мокрая курица идиом. ,…

abklappen

DWB

abklappen , valvulam demittere, die klappe niederlassen. den tisch abklappen, die mütze abklappen, die kanne abklappen.

anlappen

DWB

anlappen , assuere pannum, nnl. aanlappen. weidmännisch, tuch- und federlappen anheften und aufrichten. Döbel 2 .

aufklappen

DWB

auf·klappen

aufklappen , crepare, scindi, aufspringen: die kiste klappt auf. nnl. opklappen, auch mit der uneigentlichen bedeutung, langes schweigen bre…

Bärlappen

Adelung

baer·lappen

Der Bärlappen , des -s, plur. inus. eine Moosart, welche in der Gestalt eines Strickes auf der Erde hin und wieder kriecht, und oft sechs od…

belappen

DWB

belappen , centonibus, laciniis reficere. weidmännisch aber lacinias panni feras terrendi causa plagis annectere, das wild, das gehölz belap…

Bletz (Flecken, Lappen)

Wander

Bletz (Flecken, Lappen) Bletz (Flecken, Lappen). 1. Besser ein ehrlicher Bletz, als ein schandlich Loch. – Kirchhofer, 338. 2. Den Bletz neb…

Bostlappen

MeckWBN

bost·lappen

Wossidia Bostlappen m. Vorhemd der Männer aus dunkelfarbigem Stoff, latzförmig hinter dem Westenausschnitt getragen Ha Hagenow@Belsch Belsch…

erblappen

DWB

erb·lappen

erblappen , contremiscere, concidere, dissolutum pendere, schlottern: mhd. mîn kunst ist tôt erblappen und gêt in maniges ôren niht. Frauenl…

Fêderlappen

Adelung

feder·lappen

Die Fêderlappen , sing. inus. bey den Jägern, zusammen geknüpfte Büschel Federn, welche an Leinen gebunden und vor das Holz gezogen werden, …

Fleischlappen

Adelung

fleisch·lappen

Der Fleischlappen , des -s, plur. ut nom. sing. bey einigen Schriftstellern der Zergliederungskunst, eine Benennung der Muskeln der thierisc…

Fusslappen

Wander

fuss·lappen

Fusslappen Ein eigener Fusslappen ist besser als ein fremder Stiefel.

Fürlappen

Idiotikon

Fürlappen Band 3, Spalte 1350 Fürlappen 3,1350

lippenlappen

MWB

lippen·lappen

lippenlappen swV. ‘plappern, faseln’ so betuten auch die hunde / brufer [d. i. prüever ] , claffer [Schwätzer] , die uz irem muͤnde / manig …

niederklappen

DWB

nieder·klappen

niederklappen , verb. , transitiv und intransitiv, gegensatz zu aufklappen: empfindung, die uns ergreift, wenn die berührte mimosa ihre gefi…

nāklappen

KöblerMnd

nāklappen , sw. V. nhd. nachklappen, hinterherfolgen, verleumden, als üble Folge hinterherkommen Q.: Sl 6, Chr. d. d. St. 16 115 E.: s. nā (…

Ableitungen von lappen (4 von 4)

belappen

DWB

belappen , centonibus, laciniis reficere. weidmännisch aber lacinias panni feras terrendi causa plagis annectere, das wild, das gehölz belap…

erlappen

RhWB

er-lappen: Schuhe e., sohlen Malm-Ivelding .

verlappen

DWB

verlappen , verb. mit lappen besetzen, versehen, resarcire, vestimenta sarcinare Stieler 1070 . 1 1) kunstausdruck der weidmannssprache: ein…

zerlappen

DWB

zerlappen , verb. , in lappen reiszen: Stieler 1070 ; Adelung; Campe ; den alten ( rock ) in stcken z. Ad. Olearius pers. ros. 81 ; sonst n…