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schwarz

nhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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25 in 17 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schwarz

Bd. 7, Sp. 2015
schwarz das Wort ist allg., u. zwar -āts u. -a- Saarbr; innerh. Saarl-Diefflen Nalb Piesb -ā-; w. einschl. Saarbg-Eft Hellend OLeuken Faha Collesleuken Meurich Kelsen Cahren Manneb Wilting u. Mos von Trier bis Wittl u. Bitb, SPrüm, SWDaun -ə(r)ts, –ă-; sonst überall mit Kürze des Vokals (wie bei hart) -ats, selten -arts bis zur Benr.-L. [innerh. Merz-Wahlen Riml Hilbring Mechern Mondrf Silwing Schweml Keuching Saarhölzb Britten Bergen Waldhölzb u. vereinzelt in Koch, SMay, Neuw -ǫts; Neuw-Dierd -ǫxts; Stdt -a-; Goar-Morhsn, Siegld-Salchend -ę(r)ts]; n. der Benr.-L. -a(r)t [im sndfrk. Trübungsgeb. -ǫ(r)t; Rees-Overbeck -ǫt; Mörs-Orsoy Rheinbg -ęt]; Steigerung meist ohne Umlaut; nur das nfrk. Berg zieht -ętər, –ętstən vor Adj.: 1.a. wie nhd., von Natur oder durch Färbung, Anstrich schw.; verstärkt bech-, rawe-, kuhl-, kuhlrawe- Rhfrk, Allg.; knitscheschw. May-Rieden Trimbs, Kobl-Sayn; bloholigeschw. Wittl; esu schw. wie en Bromel (Brombeere) Rip, — Pastuər sin Bocks (Hose) Heinsb, — Dreck Kemp-Dülken, — die (in der) Harscht (Räucherkamin) Rhfrk, Mosfrk, — de Hell (Hölle) Rip, Allg., — en Hot (Hut) Merz-Mondrf, — ne Klütt (Brikett) Rip, — en Kohl Trier, Allg., — de Nach Rip, Allg., — Pech Allg., — Pottlot (Ofenschwärze) Klevld, — Russ Saarbr, Allg., — en Schohch (Schuh) May-Kollig, Verbr., — en Tak (Ofennische) Bitb, — Tarr (Teer) Rip, Allg., — Tent (Tinte) Allg., — Wechs Rip, Allg., — gereicht (geräuchert) Simm, Allg. (diese Vergleiche auch zur Hervorhebung des Schwarzhaarigen, Schmutzigen); in Zs. auch zur Bezeichnung des dunkeln Farbtones, wie schw.blo u. bloschw., schw.rut u. rutschw. usf. Rip, Allg. RA.: Schin schw. as och schin gesagt, wenn einer etwas Schw. oder Dunkles unschön findet Wittl-Spangdahlem. Sort bej S., schw. bej schw., sät den Düwel, duw ging hej bej de Schorrstefeger setten Rees. Wann de Löck (Leute) schw. son (sagen), da sät mer kollschw. man soll den Leuten nicht ohne Not widersprechen Schleid-Hellenth; et es schw., dann es et schw., on wenn et e weisse Kob (Krähe) wär Trier-Stdt. Wenn de sät schw., s. hen weiss sie vertragen sich nicht untereinander Trier. He ment och schw., wenn he wiss sät er sagt nicht klar seine Meinung Sol-Neuk; de kann schw. ze w. mache kann alles verdrehen Sieg; dat es er noch enen, der kann ut schw. witt maken on ömgekihrt Gummb, Allg.; wat schw. es, sall nit w. gemat werde Köln; dem ka mer schw. fir w. fiərmachen ihn belügen Merz. Jet schw. op w. han schriftlich; wat mer schw. op w. hät, dat kammer hemdrage; dat steht schw. op w. ist geschrieben Rip, Allg. Do süht me Goddes Wort schw. op w., sät der Bur, do ret (ritt) der Pastor op enem Schümmel Gummb. Schw., w., rot, der Bäcker hat kein Brot, un mir sin in der Not! Birkf. Schw., w. r., geb mir e Stickche Brot, g. m. e Kirschche (Krüstchen) Kuche, un du musst suche! Abzählr. Meis-Medard. Schw., ruət, Gould, dat send de Farwen, de stolz der deutsche Börger dräht (trägt)! Berg 1848. Et huckt en Schw. (Rabe) uf em Schw. (dem Schieferdache) un guckt in dat Schw. (Schornstein); do denkt dat Schw. (Rabe): härr ich dat Schw. (den geräucherten Schinken) in dem Schw. (Schornstein)? Rätsel Rhfrk; et setzt e Schw.ən (e Schw.ət) op em Schw.ən; da guckt der Schw.ən op dem Schw.ən durch de Schw.ən (Schornstein) en e Schw.ən (Kochtopf); do sat der Schw.ə op dem Schw.ən: hätt ich den Schw.ən (Schinken) aus dem Schw. (Kochtopf) durch den Schw.ən (Schornstein) a (in) mengem Schw.ən Prüm, Mosfrk, Rhfrk, Altk-Birken, Bergh-Kerpen, Meiderich, — aus dem Schw., da fräss ech Schw.! Koch-Laub, — un denkt: hätt eich de Schw. an meim schw.ə Bauch? Trier-Schleidw. — Im bes. von der Naturfarbe auch von Lebendem. α. vom Menschen u. seinen Haaren, Augen udgl. RA.: Der Schwarzhaarige es schw. wie en Kroh (Kob, Raw) (s. d. W.) Allg., — en Katz em Sack Eusk-Billig, — e Kohlmöuske (-meise) MülhRuhr, — ne Klüttemann (Brikettmann) Eusk-Zülp, — en Mohr Allg., — ne Mohrjon Dür-Stdt, — ne Motüfel (Maulwurf) Dür, — enen Pottneger Mörs-Asbg, — e Russbrenner Saarbr-Sulzb, — der (enen) Düwel Nfrk, Allg., — e poar gequallter Deiweln Bitb, — Hörncheskres (-christian, Teufel) Schleid, Eusk, — ennen Törk Mörs, — ennen Zigeuner (-nersch) Mörs, Allg. (auch von Beschmutzten); man nennt einen Schwarzhaarigen: dat es e Schw.ən, e schw.ən Deiwel, Bock, Müter (Kater), Tüsch (s. d. W.); ein schw. Weib en schw. Oos (Aas), Luder, Jüddemensch, Dingen, Räppchen, en richtige Zigeunersch; en schw.ə Hex (Priə), Kroh (Kob); e Schwärzchen schwarzhaariges Mädchen; Schnidersch (o. a. FN) Schw.ər ein Schwarzhaariger aus der Familie Schneider Allg. (s. d. W.); schw. van Troni sin schwarzes Haar, schw. Gesichtsfarbe haben Geld. Mei Modder es schw., mein Vadder es schw., on eich hon rud Hor; dat es noch niemols dogewesen, dat Späss-che es net klor Neuw-Dierd. Du bis so schw., du bis der König von Afrika! Gummb-Wiehl. Schw. gebuəren es all Wäschen verluəren niemand kann seine Natur verleugnen WMosfrk. Schw.ə Mädcher hant ok witte (weisse) Ben Gummb-Berghsn. — De gris Hore kumme van de schw.ə eine Ursache hat die andere im Gefolge Heinsb-Millen. — Augen so schw ·wie en Keərsch (Kirsche) Mörs, Verbr. A., schw. wie Kohlen, sen so recht verstohlen (in nhd. Lautung) Schleid-Kall. Schw. Aən sehr verfihrisch, äwer och s. pläsierlich Saarbg-Greimerath. Blaue, die schlaue; schw.ə, die kratze Kobl-Bendrf. Bl. Aən es en Zier, schw.ən hot en jeder Stier Saarl-Kerprich-Hemmersd. — En schw. verbrannt Gesech von der Sonne gebräuntes Gesicht; du bes schw. v. Rip, Allg.; e schw. verbrode G. Trier-Issel; en schw. prameleg G. Aden-Rodder; dau bes schw. verbrannt wie e Härese (Zigeunerin) Birkf-Bundenb. — He hät e schw. Arschloch ist adelig Köln, Sol, Wermelsk; en adelig A. üs ouk mär schw. MülhRuhr. — Et Schw. on et Wett (Weisse) van et Og Nfrk, Allg. — Et Schw.ə onger dem Nagel (Fingernagel); he gönnt enem net et Schw.ə o. den N. Rip, Allg. — β. von dämonischen Wesen; der Schw.ə der Teufel; der schw.ə Mann (et schw. Männchen); der schw.ə Kerl Allg.; de schw.ə Mattes Prüm-Hallschlag; de Schw.ə mät de Höəres (Hörnern) Kemp, MGladb-Viersen. RA.: Den Düwel werd schw.ər gemolt, as wie he es bei mutigem Vorgehen ist eine Sache nicht so schlimm, wie sie vorher aussah Ess. De micht äm (einem) de Hell worm en de Deiwel schw. schüchtert einen ein Bitb-Roth. Wann de sterbscht, sollsch de schw. were wie e Rab! der Teufel soll dich holen Saarbr-Sulzb. — Am Hus, do flege de Schw.ə (bösen Geister), de sollen öch de Ogen uskratze! Trutzlied der heischenden Burschen, wenn sie nichts erhalten OBerg. — Der schw.ə Mann Schreckgespenst für die Kinder Allg. — Sch.ə Mann ein Fangsp.; der schw.ə M. stellt sich in die Mitte des Spielfeldes u. ruft: wer fürchtet sich vor dem schw.ən M.? Die Mitspieler rufen: Keiner u. laufen durch das Gebiet des schw.ən Mannes; wer dabei von ihm gefangen wird, ist dann schw.ər M. Allg.; schw.ə Niemand Grevbr-Kelzenbg. — Der versteht de schw.ə Kunst ist mit dem Teufel im Bunde, versteht zu hexen, Unglaubliches möglich zu machen Gummb, Verbr.; der es von der schw.ən Art gehört zur Hexenzunft Kemp. — Den elo seiht schw. Maner (Männer) er hat das Delirium Bitb-Dudeld. — γ. von Tieren; en schw.ə Kroh (Krähe, Kob, Ramb, Raw); schw.ə Merl (Merling) (s. S.) Amsel; schw.ə Geilt dass. NBerg; die schw. Krott Kröte Zell-Raversbeuren; et schw.ə Dier Schwabe Lennep-Dahlhsn; en schw.ə Hahn Adler auf gestempeltem Papier Hunsr; schw.ə Lüse Milben an Puffbohnen Gummb (s. Laus), auch schw.ə Dreck NBerg, Dinsl-Gahlen; Schwarz, –ä- u. Schwärzche Rufn. für eine schw. Kuh Verbr.; de Schw., de Schwärzchen schw. Pferd Verbr.; Schwatte schw. Katze MGladb; Schwärzchen schw. Huhn Allg. RA.: De schw.ə Geiss (Ziege) git wisse Melch Sieg-Eitorf. Du macks us (unsere) witte Hippe (Ziege) jo schw.! verdrehst die Sache Sol-Ohligs. He es so geck (wütend) wie en schw. Huhn Gummb-Berghsn. En alt Wif on sibbe schw.ə Katzen, domet kammer en Donnerwedder machen Wippf-Bechen. En schw.ə Katze, die enem üəwer den Weg löppt, bringt enem Onglöck Gummb, Allg. Et blenkt wie e schw. Kalf in de Moneschin (Mondschein) es glänzt wie Geld, — en en Düstern glänzt nicht Klevld. Et es der gein Koh esu schw., or et es der noch e witt Hor anen Sol. Das is Milch vun de schw.ə Kuh schw. Kaffee Simm-Horn. Schw.ə Perd trecken got geistliche Fürsprache wirkt Rees-Haldern. He es eso geck wie en schw. Schof (Schaf) Gummb-Nümbrecht. Waför fressen de weiss Sch. məih os wie de schw.? weil es mehr w. Sch. gibt Prüm, Mosfrk, MGladb. A.: Ne wisse Schömmel sprengk övver de Bach. B.: Dat es net wohr. A.: Sprengk dann ne schw.ə Sch.? Rheinb-Arloff. Be (wie) flegt en Kroh iwwer't Wasser? Antw.: schw. Koch-Urschmitt. Schw., schw. bön ich; schw.ə Kleder dragen ich; huh Berg machen ich; all Löck (Leute) hasse mich, wann se mich krige, brenge se mich öm? Rätsel vom Maulwurf Bergh-Blatzh (s. weiter bei Huhn, Katze, Kuh, Schaf). — δ. von Pflanzen, Früchten; schw.ər Krohfuss scharfer Hahnenfuss, ranunculus acer Gummb-Bellingr, uWupp; schw.ə Nessel Braunwurzel, scrophularia uWupp; schw.ə Hawer Rauchhafer Geld-Hartef, uWupp (den H. hät van e Johr völl Schw. Rees-Haldern); Taumellolch, lolium temulentum Gummb-Berghsn; schw.ə Ra Kornrade Dinsl-Löhnen; schw. Mädche (Gretche) Ackerhornkraut, cerastium arvense uNahe. — Schw.ə Hemberde Brombeeren Ottw-Merchw Uchtelfang Wiesb; schw.ə Biren dass. Merz-Lockw Wadern, Trier-Mettnich Mühlf; schw.ə Beren Heidelbeeren Saarl-Bous Knausholz; schw.ə Jannsdruve (Wimele usf.) schw. Johannisbeeren Rip, Allg. (s. S.); schw.ə Waundlüs (Wanzen) dass. Ess-Werden; schw.ə Kiərsche wie nhd. Rip, Allg.; schw.ə Flimmcher eine Bohnensorte Sieg-Menden; de Schw.ə eine Kartoffelsorte um 1880, blau mit weissen Augen Gummb, Ottw-Bubch. — ε. von Krankheiten, Druckstellen; et schw.ə Ben (Bein) Milzbrand des Rindviehs Eup-Raeren; schw.ər Brenner Blattkrankheit der Rebe Mos; hei ös schw. onder de Augen, ek gläuf, de hät Wörm Mörs, Allg. — Ech tredde der och ens en Zih schw. dofüər! scherzh. ich werde dir auch einmal für einen Dienst einen Gefallen tun, — en Schinn (Beinschiene) schw.! Sieg; ech haue dir och ens en blau Og schw.! Bo. Eich schlohn deich blo on schw. (schw. on bl.), deich, datste bl. on schw. göfs! Trier, Allg.; ene schw. on bl. belege (belügen) Rip, Allg.; he es schw. on blau van Ifer (Ärger, Grell); sech schw. ärgere; sech ä., dat mer bal schw. wiərd; do kannste drop warde, bes dat de schw. wiərsch; mer moss Stür bezahle, dat mer schw. wiərd Rip, Allg. He lügt, dat he schw. wörd Elbf, MGladb, Heinsb. Er es schw. un blo em Gesicht vor Kälte Rhfrk, Allg.; en schw. verkalt G. Rip; et os mer schw. ze kalt es ist mir sehr k. Waldbr-Bladersb. — ζ. von Dingen jeglicher Art; dat Schw.ə anstehende Kohlenpfeiler, in der Bergmspr. Wurmgeb.; de Schw. Lokomobile Wittl-Honth; die konkave Seite des Spielknöchels Zell-Trarb; schw. Holz Rohbraunkohle, u. zwar die obere Schicht, die noch reichlich mit unvermodertem Holz durchsetzt ist Rheinb-Heimerzh Ipplend; schw. Water schw. Beize zum Lederfärben Klev; schw.ə Seif Seife zum Scheuern, Einreiben der Wäsche Rip, Allg.; schw. Schlacke nicht gare, noch eisenhaltige Schl.; schw.ə Schnur Zündschnur mit Guttaperchaumwicklung, in der Bergmspr. Altk, Siegld; schw. Wass Schusterpech Klev; schw. Flam Obstfladen, belegt mit durchgeschlagenem Brei aus gekochten getrockneten Birnen, Äpfeln, Zwetschen Eup; schw. Schmer Birnenobstkraut Zell, Koch; schw.ən Dorps Tabaksorte NBerg; schw. Mass Totenmesse Bitb, May-Trimbs, Kemp; schw.ə Gärf letzte eingescheuerte Garbe Rees-Esserden; der schw.ə Trester (Tröster) scherzh. grosser Kaffeekessel Siegld; et schw.ə Borbeck Neckn. für Ess-Borbeck; de schw.ə Schicht Nachtschicht, in der Bergmspr. Altk, Siegld; schw.ə Kirmes verächtl. Mahl nach dem Begräbnis, bei dem es nicht sehr hoch hergeht Bergh-Hüchelhv; der Schw.ə Sunndag der Sonntag nach Weissen S. Goar. RA.: (mit Auswahl): Aj (als du) en schw.ə Brell opsett, lickt alles schw. sieht alles schw. aus Rees; wan mer durch en schw. Br. kuckt, as et immer deister Trier-Schleidw. De Pott well de Ketel verwiten (vorwerfen), dat he schw. es Nfrk. Et es schw. Sault (Salz) on full Botter beide Menschen taugen nicht Sol. Schw. on witt open (aufeinander), dat gewen dicke Ben eine Schnitte Weissbrot auf einer Schn. Schwarzbrot nährt NBerg, Rip, Nfrk. De ka kän schw. Mass (Messe) lesen, den hot rut Hor von einem rothaarigen Geistlichen Saarbg-Soest. Wer bei Hitze den Schatten aufsucht: bei esuər Hötzt söcht henger de schw. Plazen Bitb, Prüm. Wann schw.ə Schni (Schnee) fällt niemals Köln; wenn et schw. schnit Nfrk, Rip, — rent (regnet) MGladb-Rheind; wenn et Sommer ös on et schw. schneit Eusk. De schrif esu schw. bie en Affekat er schreibt unleserlich mit vielen Fehlern Neuw-Asb. Et Rütche (Rötchen) schleht et Schwärzche wedder et Föttche (Gesäss), dat et pröttelt (brodelt)? das rote Feuer schlägt wider den schw. Kesselboden Dür, Kemp, Mörs, Prüm, Daun. Mer wirft et ruckt (rot) on't Wasser, on et kennt schw. eraus? glühende Kohle, gl. Eisen Prüm, Allg. Van benne schw., van bute schw., het en lange Rattestatt (-sterz); rot es, wat es dat? Die Bratpfanne Ruhr, n. Ruhr, — van buten schw., steht ömmer op half sess (6)? Kochtopf auf drei Beinen Rees-Ringenbg. Wett (weiss) es et, schw. frett et, den Stort hoch tegen (gegen) de Mur an? der Küchenherd Klev-Goch. Van benne rot, van bütte schw., vier Tömpe (Zipfel) on bowe drop ene Kattestert (Katzensterz)? das Birett Geld. Wie werd dat weisse Ei, wenn et en't Schw.ə Meer fällt? Nass Bernk-Cleinich. Wie sitt (sieht) dat us? ausweichende Antw.: schw., wenn et verbrangkt es Aach. — Im bes. ein schw. gefärbtes Tuch; ein schw. Anzug (Kleid) als Feiertags-, Trauergewandung; ganz en schw. gohn Allg. RA.: Wenn et mar ganz ös, sät de Frau, do satt sej enne roə Lapp op schw. Laken (Tuch) Mörs. An enem schw.ən Rocke (op schw.əm Dok) süht men leicht nen Flecken (jed Fleckelchen, alles) der Ruf von Geistlichen u. Nonnen ist empfindlich Sol, Verbr. Denn kann mer bruken we'n schw.ə Botze (Hose) te Lef on te Led (eine schw. Hose lässt sich in Freud u. Leid tragen) Wermelsk. A.: Ich han geə (kein) Schw. an keine Trauergewandung. B.: Wenn et Hatz (Herz) mär schw. es die äussere Trauer macht es nicht, das H. muss sie empfinden Aach-Stdt. — b. sehr dunkel, von Räumen; de schw.ə Kul (et schw.ə Külche; et schw.ə Loch) das Grab Rip, Nfrk; de Stuff ös der doch en schw. Loch ein zu dunkler Raum Rip, Allg.; den (der Faulpelz) secht (sucht) och de schw. Plätzcher ger den Schatten Prüm; en schw.ə Stell wohin die Sonne nicht reicht Allg., üppig wuchernde Grasstelle Rheinb-Miel; schw. van u. voll so gedrängt voll, dass man die einzelnen nicht unterscheiden kann; do wor et schw. van (voll) Löck (Leuten); e ganz Feld wor schw. voll Hase; de Erd lig schw. v. Nöss; der Bom hängk schw. v. Kiərsche Rip, Berg, SNfrk, Mörs-Alpen, Dinsl; de Frau setzt noch schw. v. Jonges tröstet die Hebamme den Vater bei Geburt eines Mädchens Düss-Stdt; auf der Kirmes wor et schw. von wisse Botse (weissen Hosen der Schützenbrüder) Neuss, Grevbr, Bergh, Dür, Sol-Immigr; do süht me schw. in de Wölbern da sind sehr viele Waldbeeren Gummb. — von Vorgängen in der Luft; de schw.ə Nacht Gummb, Allg.; et wiərd schw. der Himmel verdunkelt sich; et hängk schw. do erus ein Gewitter ist im Anzuge; et trick schw. erop; do hange schw.ə Wolke Rip, Allg.; et süht so schw. wie Torf Kemp. RA.: Et es su schw., mer ment, et wöll Wölf rene (regnen) Dür, Rip. Der legt (lügt), dat et schw. get an (in) der Loft Prüm. Hüt klen wette (weisse) Wolke, moər gruəte schw.ə MGladb. — Et get mer schw. fir den Aən (Augen) vor lauter Staub, Dampf; es wird mir schlecht Merz, Allg.; auch et wiərd mir blau on schw., gel on schw., schw. on grön füər de Oge es wird mir schlecht Rip, Allg. — E schw. Gesecht maken ein finsteres Gesicht Mettm. — c. aus Unvorsichtigkeit oder absichtl. geschwärzt, mit schwarzer Farbe beschmiert u. im allg. Sinne »schmutzig«; sech schw. mache; ech han mer de Hänn schw. gemach etwa am Russ; der zum ersten Male Pate wird, wird von den Altersgenossen schw. gemacht, indem man sein Gesicht mit Russ beschmiert Verbr.; wer im Kartensp. »schw.ə Pitter« (s. Peter) schliesslich die letzten Karten nicht mehr ablegen kann u. den Pick-Bauer behält, wird schw. gemacht u. ist der schw.ə Pitter Allg. — Jong, wat beste schw. em Gesech? nicht nur mit Russ beschmiert, sondern auch mit Schmutzstreifen jeder dunklen Färbung; du häs schw.ə Hänn schmutzige Hände; schw.ə Wäsch schmutzige Wäsche; e schw. Hemb Rip, Allg. RA.: Du bes su schw. wie ene Kaminsfeger (Schorschtefeər, –butzer) Rip, Allg., — e Russbrenner Saarbr, — en Motüfel (Maulwurf) Dür, — en Ül (Eule) Eusk-Zülp, — en Ferke Rip, Allg., — de Erd Rip, — de Söng (Sünde) Eusk, — wie en Kölle Aden-Liers (s. auch die Vergleiche bei 1 a). Ein schmutziges Weib es e schw. Ferke, en schw.ə Priə Aach, Allg. (s. d. W.). Den ös so schw., äs wenn öhm en Pogg (Schwein) met de Stert gewassen hätt Mörs, — as wenn de der Düvel am Arschloək geleckt hött MGladb. De (Taugenichts) wüərd och bester schw. gemach on dut geschosse Sieg-Ägid, Saarbg-Wellen. Wer sich an al Keissele rif (reibt), mät sich schw. Eusk, Köln. Me mutt de Ferkes döchtig dicke Melk on Geərsch fugeren, do weərde se blonk (blank, bekommen eine frische, gesunde Farbe), ongersch (sonst) w. se schw. von Uəsel Kemp. Wette Poggen (weisse Schweine, gut gepflegt), schw.ə Blagen schmutzige Kinder, für deren Pflege keine Zeit übrigbleibt n. Ruhr. — 2. mehr oder weniger übertr. a. in der Wend.: Der sitt (sieht) alles schw. in ungünstigstem Lichte; ist ein Pessimist, im Gegens. zu der s. a. wiss ist ein Optimist Rip, Allg.; du schw.ə Kroh (Krähe)! zu dem, der etwas Unliebsames kündet Gummb. — b. drei Dag schw. krieən drei Tage strengen Arrest, in der Soldatenspr. Allg. — c. schw. sein. α. katholisch sein, der Zentrumspartei angehören; er is schw. innewennig un aussewennig; die Schw.ə Schimpfw. für Katholiken, Anhänger der Zentrumspartei, kath. Geistliche, so von der Gegenseite genannt Rhfrk, Allg.; die schw. Bolezei die kath. Geistlichkeit Simm. — β. im Kartensp. keinen Stich erhalten; auch änen schw. mache Rhfrk, Allg. — γ. schwer bezecht sein; der es geherig schw., schw. wie de Nacht, e geschmerde Schuhk (Schuh), — dat er net meh siehn konnt Rhfrk, Mosfrk, Rip, NBerg, SNfrk in Geilk, Erk, Kemp (selten), MGladb, Grevbr; he het sech schw. gemakt Mettm; de hat se schw. Kobl-Stdt, Dür-Derichsw Gürzenich; de hät die Schw. MGladb-Kleinenbr Schiefbahn. — δ. hungrig sein; ek hatt Honger, dat ek schw. wor Klev, Kreuzn-Rümmelsh; he es schw. va Honger Rip, Nfrk; schw.ə H. liə (leiden) Kemp, Allg.; der schw. H. lut em aus den Awen Saarl, Allg.; die schw.ə Woch die dritte Woche, wenn drei Wochen zwischen zwei Zahltagen liegen, in der Bergmspr. Saargeb. — ε. strotzend von Frische, Gesundheit, bei Gras, Klee, Getreide; et Gras es schw. MülhRh-Holweide, Dür; et es schw. vo Gälpighet Kemp. — ζ. bebaut, vom Felde, im Gegens. zu ganz »unbebaut«; et Feld es schw. Rheinb; et Stöck schw. legen pflügen Sieg-Winterschd. — η. ungeschliffen (noch von dunkler Farbe); schwarze Sense, nicht geschliffene, sondern scharfgehämmerte Sense, die auf glühender Platte im Sand gebläut wird, daher auch als blaue Sense bezeichnet Remschd, Sol; dat Schw.ə das Ungeschliffene; et Schw.ə druten (draus) donn die dunkle Farbe der ungeschliffenen Ware durch Schleifen entfernen; ut dem Schw.ən plisten kleine Uhrmesser pliesten, ohne sie vorher geschliffen zu haben; en Pack Schw.ə ein Paket mit schwarzen Klingen Sol. — θ. schw. van bennen sin unsittlich, unreligiös NBerg; du schw.ə Siel! Aach; enen schw. mache bei enem ihn schlecht machen, verleumden, anschwärzen Saarbg-Wellen, Rip, Nfrk. He steəht (em) en et schw. Boch (Buch) wird wegen einer Missetat in den polizeilichen Listen geführt, auch von faulen Schuldnern; he kömmt en et schw. B. Aach, u. so Siegld, Eif, Rip, Berg, Kemp. — d. schw.ə Bund. α. um 1870 eine Gesellschaft, die finstere Pläne im Schilde führt (ironisch), wo der, der Geburts- oder Namenstag hat, dem ein Kind geboren ist, der sich verlobt hat usw., einen traktirən mutt. — β. ein Bund junger Mädchen, die zon lästiχ zēnən (Sehnen) hant, die sich verschwören, nicht zu heiraten, sondern Krankenschwester werden wollen, voreinander keine Geheimnisse haben (aber vor andern!) udgl. (so z. B. um 1895) ō du jəhrš ōk tum šwartən bund, na d bestə inər riχtijən jəzellšaft! Gummb-Berghsn. — e. schw. schlachten nach dem Nhd. Allg.
20634 Zeichen · 643 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwarz

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Schwarz , schwärzer, schwärzeste, adj. et adv. 1. Eigentlich, ein Nahme der dunkelsten Farbe, welche in der Ermangelung …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schwarz

    Goethe-Wörterbuch

    Schwarz Kleinschr N5 2 ,127,18 dunkelster Farbstoff; meist als Material künstlerischer Gestaltung, auch als Färbemittel …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schwarz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Schwarz , Friedr. Heinr. Christian, ein besonders um die Pädagogik verdienter protestant. Theolog, geb. 1766 zu Gießen, …

  4. modern
    Dialekt
    schwarz

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    schwarz [wârts Roppenzw. Heidw. Henfli. ; wàrts Mü. Su. Osenb. Hlkr. Mittl. Katzent. Dü. Bf. Str. Wh. ; wòrts Geisp. …

  5. Sprichwörter
    Schwarz

    Wander (Sprichwörter)

    Schwarz 1. Bin ich auch schwarz, so bin ich doch kein Zigeuner. 2. Bist du selbst schwarz, so schilt andere nicht Raben.…

  6. Spezial
    Schwarz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Schwarz n. (-[e]s) 1 (schwarze Farbe) fosch m. , corú fosch m. 2 (Schmutzfleck) fosch m. , paz m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwarz

840 Bildungen · 775 Erstglied · 61 Zweitglied · 4 Ableitungen

schwarz‑ als Erstglied (30 von 775)

Schwarz(e)len

Idiotikon

Schwarz(e)len Band 9, Spalte 2209 Schwarz(e)len -ä- N. 9,2209

schwarz als Zweitglied (30 von 61)

Bei(n)schwarz

Idiotikon

Bei(n)schwarz Band 9, Spalte 2208 Bei(n)schwarz 9,2208

beinschwarz

DWB

bein·schwarz

beinschwarz , n. atramentum, color adustorum ossium, schwärze aus gebrannten, zerriebenen knochen: aus den knochen gleicherweise, woraus man…

brammschwarz

Idiotikon

brammschwarz Band 9, Spalte 2206 brammschwarz 9,2206

brandchole(n)schwarz

Idiotikon

brandchole(n)schwarz Band 9, Spalte 2206 brandchole(n)schwarz 9,2206

brandcholendschwarz

Idiotikon

brandcholendschwarz Band 9, Spalte 2204 brandcholendschwarz 9,2204

brandheideⁿschwarz

Idiotikon

brandheideⁿschwarz Band 9, Spalte 2205 brandheideⁿschwarz 9,2205

brandlicheⁿschwarz

Idiotikon

brandlicheⁿschwarz Band 9, Spalte 2206 brandlicheⁿschwarz 9,2206

brandschwarz

DWB

brand·schwarz

brandschwarz , ater, kohlschwarz, wie ausgebrannte kohle: wirt einer geschossen in das herz, so get im brantschwarz bluot darusz. Gersdorf 4…

brandtǖfelschwarz

Idiotikon

brandtǖfelschwarz Band 9, Spalte 2208 brandtǖfelschwarz 9,2208

brandzanderschwarz

Idiotikon

brandzanderschwarz Band 9, Spalte 2208 brandzanderschwarz 9,2208

brandërdeⁿschwarz

Idiotikon

brandërdeⁿschwarz Band 9, Spalte 2205 brandërdeⁿschwarz 9,2205

brandërdrechschwarz

Idiotikon

brandërdrechschwarz Band 9, Spalte 2208 brandërdrechschwarz 9,2208

brandēwigerschwarz

Idiotikon

brandēwigerschwarz Band 9, Spalte 2205 brandēwigerschwarz 9,2205

chessischwarz

Idiotikon

chessischwarz Band 9, Spalte 2206 chessischwarz 9,2206

chirsischwarz

Idiotikon

chirsischwarz Band 9, Spalte 2206 chirsischwarz 9,2206

cholberschwarz

Idiotikon

cholberschwarz Band 9, Spalte 2206 cholberschwarz 9,2206

cholbrandschwarz

Idiotikon

cholbrandschwarz Band 9, Spalte 2208 cholbrandschwarz 9,2208

choleⁿschwarz

Idiotikon

choleⁿschwarz Band 9, Spalte 2205 choleⁿschwarz 9,2205

cholrabeⁿschwarz

Idiotikon

cholrabeⁿschwarz Band 9, Spalte 2208 cholrabeⁿschwarz 9,2208

cholschwarz

Idiotikon

cholschwarz Band 9, Spalte 2205 cholschwarz 9,2205

cholërdeⁿschwarz

Idiotikon

cholërdeⁿschwarz Band 9, Spalte 2204 cholërdeⁿschwarz 9,2204

Ableitungen von schwarz (4 von 4)

erschwarzen

DWB

erschwarzen , nigrescere, erdunkeln: mhd. und daʒ sîn bein erswarzet was von einem trit. Lichtenstein 528, 25 ; erswarzet und ervalwet was i…

Schwarze

Meyers

Schwarze , Friedrich Oskar von , Kriminalist, geb. 30. Sept. 1816 zu Löbau in der Oberlausitz, gest. 17. Jan. 1386 in Dresden, ward nach Bek…

urschwarz

DWB

urschwarz , adj. (ur- C 4 a); übertragen: urschwarze ideen J. v. Düringsfeld Dalmatien 3, 53 . —

verschwarzen

DWB

verschwarzen , verb. , ' ganz schwarz werden '. dasz du verschwarzest! ' als verwünschung '. Campe ; mnd. vorswarten. Schiller-Lübben mnd. w…