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Schwarz

nhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
25 in 17 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schwarz

Bd. 18, Sp. 114
Schwarz, 1) Bertold, ein Franziskanermönch aus Freiburg (oder Dortmund), der eigentlich Konstantin Anklitzen geheißen und neben seinem Klosternamen Bertold den Beinamen S. wegen der eifrigen Beschäftigung mit chemischen Arbeiten erhalten haben soll, erfuhr angeblich 1259 die explosive Wirkung einer Mischung von Salpeter, Schwefel und Quecksilber oder von Salpeter. Schwefel, Blei und Öl und soll dadurch auf die Erfindung des Schießpulvers geführt worden sein. Das Schießpulver war indes lange vor ihm bekannt, und mit größerm Rechte wird er als Erfinder der Geschütze genannt. Als Ort der Erfindung wird meist Freiburg (neben Köln, Mainz, Nürnberg, Goslar) angegeben, als Jahr 1380 (1354, 1390, 1393), doch ist wohl 1313 richtiger, denn 1380 waren Geschütze und Gewehre bereits bekannt. 1853 ward ihm in Freiburg ein Denkmal errichtet. Vgl. Hansjakob, Der schwarze Bertold (Freiburg 1891). 2) Friedrich Heinrich Christian, prot. Theolog und Pädagog, geb. 30. Mai 1766 in Gießen, gest. 3. April 1837 in Heidelberg, wurde 1790 Pfarrer in Dexbach bei Marburg, 1796 zu Echzell in der Wetterau und 1798 in Münster bei Gießen, 1804 Professor der Pädagogik und Theologie in Heidelberg. In seiner Jugend der Kantschen Richtung zugetan, neigte er sich in seinem spätern Alter einer mild positiven Denkart zu. Von seinen pädagogischen Schriften sind hervorzuheben: »Grundriß einer Theorie der Mädchenerziehung« (Jena 1792; 2. Aufl. als »Grundsätze der Töchtererziehung für die Gebildeten«, 1836); »Erziehungslehre« (Leipz. 1802–13, 4 Bde.; 2. Aufl. 1829–30, 3 Bde.); »Lehrbuch der Pädagogik und Didaktik« (Heidelb. 1805), das später als »Lehrbuch der Erziehung und des Unterrichts« erschien (in 4. Aufl. von Curtman neu bearbeitet, das. 1846–1847; 8. Aufl., Leipz. 1880–82, 2 Bde.). 3) Karl, freisinniger prot. Theolog, geb. 19. Nov. 1812 in Wiek auf Rügen, gest. 25. März 1885 in Gotha, war, nachdem er seine Beteiligung an burschenschaftlichen Verbindungen (1837) mit Hast gebüßt hatte, Mitarbeiter an den »Hallischen Jahrbüchern« und habilitierte sich 1842 in Halle; doch wurde ihm schon 1845 vom Ministerium das Dozieren untersagt, da er an den Versammlungen der protestantischen Freunde teilgenommen hatte. 1848 Mitglied der deutschen Nationalversammlung, wurde er 1849 außerordentlicher Professor in Halle, 1856 Oberkonsistorialrat und Hofprediger in Gotha, 1858 Oberhofprediger und 1876 Generalsuperintendent. An der Gründung des Protestantenvereins hatte S. namhaften Anteil. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben: »Das Wesen der Religion« (Halle 1847); »Gotthold Ephr. Lessing als Theolog dargestellt« (das. 1854); »Zur Geschichte der neuern Theologie« (Leipz. 1856, 4. Aufl. 1869); »Predigten aus der Gegenwart« (8 Sammlungen, das. 1859–83). Vgl. Rudloff, Karl S. (Gotha 1887). 4) Hermann Amandus, Mathematiker, geb. 25. Jan. 1843 in Hermsdorf unterm Kynast in Schlesien, studierte seit 1860 in Berlin, wurde 1867 auf Grund seiner von der Berliner Akademie gekrönten Preisschrift: »Bestimmung einer speziellen Minimalfläche« außerordentlicher Professor in Halle, 1869 ordentlicher Professor am Polytechnikum in Zürich, 1875 in Göttingen und 1892 in Berlin. S. hat namentlich über Minimalflächen und über Funktionentheorie gearbeitet und ist einer der vorzüglichsten Vertreter der Mathematik Weierstraßscher Richtung. Er bearbeitete die »Formeln und Lehrsätze zum Gebrauch der elliptischen Funktionen« von Weierstraß (Götting. 1883–85; 2. Ausg., Berl. 1893, zugleich in franz. Übersetzung). Seine »Gesammelten mathematischen Abhandlungen« erschienen Berlin 1890 in 2 Bänden. 5) Bernhard, Reisender, geb. 12. Aug. 1844 in Reinsdorf bei Greiz, gest. 4. Febr. 1901 in Wiesbaden, studierte Theologie, wurde 1876 Pfarrer in Freiberg (Sachsen), unternahm dann ausgedehnte Reisen durch Europa und Nordafrika, leitete 1885 im Auftrage der deutschen Reichsregierung eine Expedition nach Kamerun, führte 1888 eine Goldsucherexpedition nach dem Damaraland und übernahm 1890 wieder ein Pfarramt in Gefrees (Oberfranken). Er veröffentlichte: »Aus dem Osten. Reisebriefe aus Ungarn, Siebenbürgen, der Walachei etc.« (Chemn. 1876); »Algerien nach 50 Jahren französischer Herrschaft« (Leipz. 1881); »Montenegro« (das. 1883); »Frühlingsfahrten durch die Heilstätten der Riviera, die Insel Korsika etc.« (das. 1883); »Die Erschließung der Gebirge von den ältesten Zeiten bis auf Saussure« (das. 1885); »Vom deutschen Exil im Skythenlande« (das. 1886); »Quer durch Bithynien« (Berl. 1889); »Kamerun« (Leipz. 1886); »Im deutschen Goldlande« (Berl. 1889); »Aus allerlei Land und Volk« (Hof 1895); »Quer durch Sibirien« (Bamb. 1898); ferner den Missionsroman »Mimbo und Mimba« (Leipz. 1888), »Nachtigals Grab, Roman aus dem Negerleben« (das. 1890) u. a.
4745 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwarz

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Schwarz , schwärzer, schwärzeste, adj. et adv. 1. Eigentlich, ein Nahme der dunkelsten Farbe, welche in der Ermangelung …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schwarz

    Goethe-Wörterbuch

    Schwarz Kleinschr N5 2 ,127,18 dunkelster Farbstoff; meist als Material künstlerischer Gestaltung, auch als Färbemittel …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schwarz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Schwarz , Friedr. Heinr. Christian, ein besonders um die Pädagogik verdienter protestant. Theolog, geb. 1766 zu Gießen, …

  4. modern
    Dialekt
    schwarz

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    schwarz [wârts Roppenzw. Heidw. Henfli. ; wàrts Mü. Su. Osenb. Hlkr. Mittl. Katzent. Dü. Bf. Str. Wh. ; wòrts Geisp. …

  5. Sprichwörter
    Schwarz

    Wander (Sprichwörter)

    Schwarz 1. Bin ich auch schwarz, so bin ich doch kein Zigeuner. 2. Bist du selbst schwarz, so schilt andere nicht Raben.…

  6. Spezial
    Schwarz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Schwarz n. (-[e]s) 1 (schwarze Farbe) fosch m. , corú fosch m. 2 (Schmutzfleck) fosch m. , paz m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwarz

840 Bildungen · 775 Erstglied · 61 Zweitglied · 4 Ableitungen

schwarz‑ als Erstglied (30 von 775)

Schwarz(e)len

Idiotikon

Schwarz(e)len Band 9, Spalte 2209 Schwarz(e)len -ä- N. 9,2209

schwarz als Zweitglied (30 von 61)

Bei(n)schwarz

Idiotikon

Bei(n)schwarz Band 9, Spalte 2208 Bei(n)schwarz 9,2208

beinschwarz

DWB

bein·schwarz

beinschwarz , n. atramentum, color adustorum ossium, schwärze aus gebrannten, zerriebenen knochen: aus den knochen gleicherweise, woraus man…

brammschwarz

Idiotikon

brammschwarz Band 9, Spalte 2206 brammschwarz 9,2206

brandchole(n)schwarz

Idiotikon

brandchole(n)schwarz Band 9, Spalte 2206 brandchole(n)schwarz 9,2206

brandcholendschwarz

Idiotikon

brandcholendschwarz Band 9, Spalte 2204 brandcholendschwarz 9,2204

brandheideⁿschwarz

Idiotikon

brandheideⁿschwarz Band 9, Spalte 2205 brandheideⁿschwarz 9,2205

brandlicheⁿschwarz

Idiotikon

brandlicheⁿschwarz Band 9, Spalte 2206 brandlicheⁿschwarz 9,2206

brandschwarz

DWB

brand·schwarz

brandschwarz , ater, kohlschwarz, wie ausgebrannte kohle: wirt einer geschossen in das herz, so get im brantschwarz bluot darusz. Gersdorf 4…

brandtǖfelschwarz

Idiotikon

brandtǖfelschwarz Band 9, Spalte 2208 brandtǖfelschwarz 9,2208

brandzanderschwarz

Idiotikon

brandzanderschwarz Band 9, Spalte 2208 brandzanderschwarz 9,2208

brandërdeⁿschwarz

Idiotikon

brandërdeⁿschwarz Band 9, Spalte 2205 brandërdeⁿschwarz 9,2205

brandërdrechschwarz

Idiotikon

brandërdrechschwarz Band 9, Spalte 2208 brandërdrechschwarz 9,2208

brandēwigerschwarz

Idiotikon

brandēwigerschwarz Band 9, Spalte 2205 brandēwigerschwarz 9,2205

chessischwarz

Idiotikon

chessischwarz Band 9, Spalte 2206 chessischwarz 9,2206

chirsischwarz

Idiotikon

chirsischwarz Band 9, Spalte 2206 chirsischwarz 9,2206

cholberschwarz

Idiotikon

cholberschwarz Band 9, Spalte 2206 cholberschwarz 9,2206

cholbrandschwarz

Idiotikon

cholbrandschwarz Band 9, Spalte 2208 cholbrandschwarz 9,2208

choleⁿschwarz

Idiotikon

choleⁿschwarz Band 9, Spalte 2205 choleⁿschwarz 9,2205

cholrabeⁿschwarz

Idiotikon

cholrabeⁿschwarz Band 9, Spalte 2208 cholrabeⁿschwarz 9,2208

cholschwarz

Idiotikon

cholschwarz Band 9, Spalte 2205 cholschwarz 9,2205

cholërdeⁿschwarz

Idiotikon

cholërdeⁿschwarz Band 9, Spalte 2204 cholërdeⁿschwarz 9,2204

Ableitungen von schwarz (4 von 4)

erschwarzen

DWB

erschwarzen , nigrescere, erdunkeln: mhd. und daʒ sîn bein erswarzet was von einem trit. Lichtenstein 528, 25 ; erswarzet und ervalwet was i…

Schwarze

Meyers

Schwarze , Friedrich Oskar von , Kriminalist, geb. 30. Sept. 1816 zu Löbau in der Oberlausitz, gest. 17. Jan. 1386 in Dresden, ward nach Bek…

urschwarz

DWB

urschwarz , adj. (ur- C 4 a); übertragen: urschwarze ideen J. v. Düringsfeld Dalmatien 3, 53 . —

verschwarzen

DWB

verschwarzen , verb. , ' ganz schwarz werden '. dasz du verschwarzest! ' als verwünschung '. Campe ; mnd. vorswarten. Schiller-Lübben mnd. w…