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Auge

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Auge

Bd. 1, Sp. 308
Auge Formen: 1. mit Erhaltung des g: (die gen. Orte haben g-Ausfall) w. Malm-Sourbrodt, Prüm-Stadtkyll Brandschd Heckhuschd Dahnen; n. Prüm-Dasbg, Bitb-Biersd Rittersd Dahlen Auw, Trier-Ittel Föhren, Wittl-Hetzerath, Krames, Bernk, Zell-Trarb Enkirch, Koch-Beuren Büschel, May-Nauenh, Kobl-Dieblich Metternich, Neuw, Kobl-Bend Isenbg; n. dieser L. durchweg OMosfrk :x, Pl. :γə, Demin. E:jəlχə; sonst durchweg ō:x, Pl. ō:γə, Demin. :jəlχə [Nfrk :χskə, øskə, øškə]; doch ǫ·u.x, Pl. ǫ·u.γə, Demin. ·y.jəlχə Ahrw, NAden; Köln u. im NBerg über Sol, Wülfr, Velbert, Werden, MülhRuhr, Mörs; ū:x, ū:γən (ū·ə.x) im NBerg: Remschd, Ronsd, Cronenbg u. in Prüm-Balesf OSevenig; ā:x, Pl. ā:γə, Demin. E:jəlχə NMayf (Brohl Kempenich Kottenh Lonnig Bassenh Rübenach Leutesd Rheinbr). N. des g-Ausfalls im –g-Gebiet vier Enklaven mit –g-Ausfall. α. ǫ·u., Pl. ǫ·u.ə, Demin. · y.əlχə zwischen Kobl-Bend, Neuw-Linz nach O. sich verschmälernd; β. zwischen Sieg-Honnef Ägid, Altk-Mehren Birken; γ. ō:, Pl. ō:ə, Demin. ø·ə.lχə um Gummb; δ. o, Pl. o ŭ.wə Eup. — 2. im –g-Ausfall Gebiet: Nahe, Saarbr ā, Pl. āən, Demin. Eəlχə [in einigen Orten von Kreuzn E, Eən; in Saarl äu]; WMosfrk durchweg ā:, Pl. ā·ə.n, Demin. E:χən (E:(j)əlχə), sonst durchweg ā·u., ā·u.ən, ā·i.əlχə [Trier ā:f (ā:w), Pl. ā:wə, Demin. ā:jəlχə; im Kr. Goar ā:p (u. ā:w), Pl. ā:wə] n.: 1. das Auge des Menschen in seiner Gesamtheit. a. das Äussere, Aussehen. α. gross, klein. Grusse, klotzege Oge. De hät Oge su gruss wie enen Oss Rip, Allg., — en Mollə(s) Hunsr, — en Stear Eif, — en Bulles Siegld, — e gemelster Lepper Siegld-Müsen, — en Koh Allg., — en gestochen Rind, e Kalf Allg., e Oəssekalf Westerw, — e Mondk. Ahrw, Aden, — en Johrschk. Altk, — en jöhrig K. Ruhr-Steele, — e maisch K. (aus dem Monat Mai) Wippf-Lindlar, — e sibemöndig K. Neuw, Altk, Sieg, — en nöter (nüchtern) K. Nfrk, Monsch-Rohren, — en af- (an-) gestoche K. Allg., — e Kaneinchen Eif, — en Monatskaninchen Remsch, — en geschnidene Bock Mosfrk, — Kningsbock Sieg-Scheiderh, — en kapot Ferken Mettm-Voh, — e du Perd Eup-Herbesth, — en maiəsche Katz Köln, — en krähende Henn Kref, — ne Schellfesch, de ach Dag em Drüge gelege hät Dür, — e Frosch, dem mer op de Bockel getroden hot Trier. — Vgl. Boll-, Dopp-, Dotz-, Klotz-, Kalbs-, Kuh-, Ochsen-, Sehellfisch-, Froschauge. De hot Aue wie Blugsrire (Pflugräder) Hunsr, Mörs. — en Karrenrad MülhRh-BGladb, — en zinnen (zennern) Teller Mosfrk, SRip, — ne stene Kammepott Schleid-Hellenth, — e Kaffeköppche Rip, Nfrk, — e Krutkömpke MGladb-Rheydt, — en Tieköppke Aach, Heinsb, — e paar Ongertässjere Aach, Düss, — Tassekäppercher WEif, — en Butterschesselche Goar-NGondersh, — en Breikessel Neuw-Bruchh, — en Kochepann Sieg-Birlinghv, — Spegeleier Altk-Birken, — en paar rife Appelsprommen MülhRh-BGladb, — Holzäbbel Wend-Merzw, — en paar Pellkartuffel Ess-Kotthsn, — ne Johrkappes Kref-Fischeln, — e paar Brochröbe Rip, — en Klotz Allg., — e Hackklotz Kreuzn-Eckw, en Kelenklotz Wittl, — e Kanonekuəl Kreuzn-Eckw, — en paar Billardskugel May, Eusk, — e paar Gligger Hunsr, — Klätschhäuer Berg, — Schetz (Schüsser) Saarbg, — Dötzele (dass.) Eusk, — e Rocksäckel Kreuzn, — e Stölpenengk Köln-Brühl, — e Stallladern Simm-Laub, — Bockseknäpp Birkf-Idar, — en Scheierport Mos, — en Schüredür Neuw-Bruchhsn, — e paar Schohmächesch Löchkugele Bergh-Habbelr, — e abgedriewener Lohschlag Kreuzn-Eckw. Der hat decke Oge wie en Betschwester Kref. Den hat Aue we de Mond, wann en ont irschte Vierdel trütt Malm-Emmels. S. auch u. Augen machen wie. Grusse Aən verschämen ken Haus Mos. Vgl. Grusse Finstere zieren et Hus mit Bezug auf die Augen Rip. — Ster Aən grosse, starrende A. Saar. Kautzig (-ei-) Aən geschwollene A. Merz-Saarhölzb. — De hat so klane Äuelcher wie en Wutz Mos. — e Ferke Rip, — Pock Nfrk, — as vou Äwerdesse Emmerich. Vgl. Wutzen-, Säu-, Ferkels-, Poggesäugelchen. — β. hell, klar, feurig. Den hot en por klor, schärpe, kralle, kralleg, statse, fenkelije, fitzige, ratzig Aən em Kopp (s. d. W.). De Ogen schessen glöhnig Für Rip. Den sin Oge löchten in de Düsteren Mörs-Xanten. Der hats Feier in de Aue Ottw-Stemmw. Die Oge glöhe wie Kattenoge Geld-Sevelen. De hät glöhnege, fürətəje Aue Aach-Burtschd. De hät Oge wie en Katz, Luchs, Fuss, Stossvuəl, Eil (Trier), Falk Allg., en Hawich Eif, — e Krichel (Falke) Hunsr, Trier, — Löchwürmcher Köln, — en Fürekatze (Fürkatte) Waldbr, Gummb, — en Füərn (s. d. W. Iltis) Rip, Nfrk, — en Illekatze (Wildkatze) Wippf-Lindlar, — en glöhneg Mann Rip, — en Fürmann Rip, Nfrk, — ene Fürkerl Geld-Sevelen, — e Spitzbuf Hunsr, Allg., — ene Spiun Nfrk, Allg., — glöhnig Fauer Siegld, — ne gl.ə Backoven Schleid-Call, — en gleuhende Tang Wesel, — Fürstenkes Kemp-Breyell, — en paar Fonke Allg., — e Karfönkelche Eusk-Erp, Aach, — e paar Karfunkelstein Sieg-Menden, — Kristall WEif, — Stere Geilk-Grotenr, — de Komet May-Wassenach, — bletzige Spegel Köln, — en paar Krallen, Krällkes (Korallen) Aach, Nfrk, — en Kräll Trier. Scherzh.: Dau häs bi Koralle, alle Osse (Ochsen) gleichen dir Kobl-Höhr. Sin Oge löchten wie Sepsop (Lauge) Rees, Klev, — blenken as Plastersten Duisb. — Feurig, grell u. dabei frech dreinblickend. De hät Oge wie de glöhnegen (glihdigen) Düvel Rip, Allg., — der lewendig Deiwel Ottw, — en Diegel voll gequellte Deiwelen Bitb-Baden, — en Zigeunersch Rip, — Kröttchere Aach. Dat hat en par kradege Uəgen em Koppe Remschd. Ein Schreckgespenst: Do steht ener, der hot glihende Aue um e zinne Deller leie Nahe, Saar. — γ. blöde. Domm, blüəd Oge wie en Kalf. — δ. munter, lebhaft, beweglich. Monter, lebendig, wiwelig, aleərt Aən Saar, Allg. De hät wimmele Ögelche Bergh-Blatzh. — ε. Farbe der A. Oge su schwatz we Brömelcher (Brombeere) Bergh, Kemp, — de Nat Schleid, Bergh, — e por Malbercher (Heidelbeeren) Bitb-Moetsch, — en Kersch Mörs-Reppeln, — de Koll Rip, Allg. Schwatze Oge, schwatze Senn, wonnt der Deuvel metsen dren Wippf-Lindlar. Schwarz Aən sehr verfiehrisch, äwer och sehr pläsierlich Saarbg-Greimerath. Schwarze Augen, schwarz wie Kohlen sind so recht verstohlen Schleid-Call. — Gro Ögelche schön Vögelche Rheinb. Gris Oə; slo Eup. Gris Oge, Katzeoge Nfrk. Braune prächtig, awer sehr verdächtig Kobl-Lützel. Brong Oge sen Hondsoge Rip. Wer viel Kaffee trinkt, de kritt br. Oge Geilk-Ueb. Blaue Aən, schlaue Aən Bernk-Rhaunen. Der Aue Bläu zeigt de Treu Kobl-Lützel. Kinder, die lange ungetauft bleiben, erhalten recht schöne blaue A. Wupp. Zink Mätes Vögelcke hätt en rot Ögelche Neuss. Grüne A. sind hässlich, aber unvergesslich Kobl-Kapellen. Die folgenden Spr., dem Nhd. entnommenen, fassen die Bed. der Farben zusammen: Blaue A. fein, aber sehr gemein; graue A. gräulich, aber sehr getreulich; braune A. liebevoll, machen alle Herren toll MülhRuhr. Bläuliche A., getreuliche A.; braun, aber falsche A. Wend-Merzw. Blaue die schlaue, schwarze die kratze Kobl-Bend. Blaue A. treue A.; braune A. bedeuten schelmische Laune; schwarzen Auges Gefunkel ist stets auf Gottes Wegen dunkel Gummb-Bergneust, ähnlich Jül-Broich. Die schwarzen A. so dunkel, sind wie der Sterne Gefunkel Sieg-Troisd. Blau A. es en Zier, grau A. hät jed Tier Sieg-Eitorf. — b. Zustände des A., Krankheiten. α. blind. Er ös ganz blönd op den Ogen Rip, Allg. De Blindheit fengt in de Ogen an er erkennt garnicht mehr, was zu seinem Besten dient Klev. Weə bl. es, dem könnt et ajen Oge a wer etwas unternimmt, ohne sich die Folgen deutlich vorzustellen, ist des Misserfolges sicher Aach. De Oge verblengt ha durch äussern Schein sich täuschen lassen Aach. Heə es bl. met ouffe Oge Aach, Allg. Sich de Oge bl. krische Aach. Scherzh.: Ös et och jett en et O., sat der Bl. Frage an einen Verliebten nach der Schönheit der Braut Bergh-Glessen. Dat duhn eich noch net fir e bl. Gess, un wenn se gleich Aən grit Merz-Wadern. — β. schielend. Schel, schef, verdreht, schekig, schecks, schilks, scheawereksig, berlugt, hambuche, flensche A. (s. d. W.). A. wie en Ül Allg. De süht met einem Aug jet schel Neuw-Unkel. Der ist uf allen Aue sch. sieht schlecht Birkf-Oberst. Mak mar net son sch. Oge! nur keine Ausflüchte Kemp-Brüggen. Mer mot sehn, dat de Auge einem sch. wote Köln. Um ein Og wor de Koh sch. um ein Haar wäre es passiert Wermelsk. Op ein Oug no wor dat sch.ə Perd blingk Verspottung von ‘beinahe’ Köln. Vgl. op en Og no hät ere us Katz drei dass. Sieg-Hennef. Ein Aug deiht vill an enen sch.ə Perd Köln. Vader on Mudder woule mich schlon. ech söul nit mih nom Drickes gon. Dr es ne gude Kerl, kickt mär met einem Aug jett sch. Tanzreim Mettm. Umschreibung: Oge, die sich üver de Nas ansehn. De sieht met dem rechte Og en de lenke (luəzze) Westetäsch (Bocksetäsch, Brostlappesack, Bocksesack (s. d. W.)) Allg. Den kuckt met enem Au en de anner Woch Mos. Möt dem reiten Og kickt he en de Weskestäsch, möt dem angere geht he steəhlə MGladb-Rheind. De kick mim einen Aug nom Himmel un mim annern in de Westentaschen MülhRuhr. De süht us dem Mont Januar en de Aprel Lennep-Dabringhsn. Dem sin de Auge verkehrt (zowesch) engesetz Köln. — γ. triefend, schleimig, rotgerändert. Dem lafen de Aən de ganze Dag Saar, Allg. — wie em rotzauige Hund Ottw, — em hongrigen H. Trier-Tomm. Dem sife de Oge Rip. Sife O., sip O. feuchte, auch altersschwache A. Aach-Merkst, Nfrk. De Aue tripsen em Saar. Dau hast jo klätschige, blatzig, butterig, brihzig, kauzig, raupig, rotsig, sifig, tröpsig, traupig, verbuttert, zappig Aən (s. d. W.), besonders wenn das auslaufende Augenwasser stellenweise zu Käse (Butter) geronnen ist u. an den Deckeln haften bleibt. De Aue buddere die Augen sondern in den Ecken fettige Unreinlichkeit ab Simm-Laub. Dein Aue b. jo, dau werscht de best gewest vor Magedender ebd. De hät de Pebs ejen Oje Eup-Raeren. De hät en de Oge gedreisse Dür-Langerw. Verhärteter Augenschleim in den Wimpern. Du häs jo Klättere en de Oge Rip. Rotgerändert. De hät de Oge met Rengkflesch gebörd Bergh, MGladb, Kref, Heinsb, Mettm. Geböde Oge Aach. Rut engefasst Awen Trier. Geschwollen. E wölle O. Eusk, Bergh, Dür. — Gerstenkorn am A. Du häs jo en Gerschtenkorn, kid, Grann, Dötzchen, Kackstelzchen, Katsch, Möckenföttche, Säuerchen, Pölle am A. (s. d. W.). — Du häs en belofe, dröf O Rip, Allg. Du häs schwotte, blau Reng öm de A. Nfrk, Allg. — Eich hun en Flämchen (zarte Haut) fer den Auen Trier-Mehring. — Es flimmert vor den A. Et fimmelt, finkelt, flackert, flimbert, flimmt, flammt, flummert, flenkert, flunkert, flickert, flickelt. kribbelt, schwemmt, schimmert, wibbelt, zwickert mir für den Aən (s. d. W.). Et dangkst mer för de Uəgen Remschd. Et geht mer rond vor de Ogen Allg. Ich hab Sterkes (Sterne) vör de Oge Viersen. Mech kött et Für ut de Oge Neuss. De hät Newel en de Aue Kobl-Rübenach, — Geflimmer fir de Aue Westerw. Et werd mer grön on gel (gris, schel, schwart, bongk, düster, gel a rugd, gel, blau on grön, newelig, schwimeleg, rar (s. d. W.)) für de Aue. — δ. allg. krankes A. u. volkstümliche Heilmittel. hät wih, schlemm, kod, kuə, quoje, schro (s. d. W.) Oge. Dem sein Awen sen ganz breihzig, (brühzig) sagt man bei einem Kranken. Man schmiert wehe A. mit Öl ein, wäscht sie mit Kamillentee oder eigenem Urin. Man ‘braucht’ gegen wehe A. indem man ein Ei, das 24 Stunden im Essig gelegen und schallos geworden ist, ohne Wissen des Kranken diesem dreimal über die Augen streicht, ohne das Ei in der Hand zu drehen, während die andere Hand den Hinterkopf des Kranken hebt; dabei rufe man die drei höchsten Namen an Saarbr-Sulzb. Man nimmt Märzschnee-Wasser oder fliessendes Wasser, mischt demselben ein wenig weissen Augenstein, Zucker u. Nelken bei, lässt die Mischung einige Tage stehen u. wäscht damit wiederholt die A. Meiderich. Der Rebensaft, der beim Schneiden des Weinstockes fliesst, wird zum Waschen kranker A. benutzt. Bei geröteten A. trägt man bleierne Ohrringe. Man legt einen faulen, süssen Apfel, in Scheiben geschnittene Gurken, rohes Rindfleisch, die Hälfte eines hartgekochten Hühnereies, aus welchem man das Gelbe entfernte, auf das entzündete A. ebda. Gegen die »Schussbloder« (Augenkrankheit) wird gebraucht; man bläst dem Kranken dreimal in das kranke Auge u. spricht dabei: Schussbloder, du muscht sieche, Sch., du muscht flieche, Sch., du muscht weiche, wie Stern am Himmel streiche Im Namen ... Saar. Die ‘weise Frau’ versteht es, ene Fleck van't Og te blosen, der langsam in eine Ecke wandert und verschwindet Mörs-Orsoy Bei einem Fleck op et Og (op de Kikert) hing man den Kindern eine grosse Perle mit Flecken um Kemp-SPeter. De mot ens pupe goəhn, de hät decke Oge Heinsb-Dremmen. Der Gesunde kikt üt ganz andere Ogen Nfrk, Allg. Vom Wassertrinken kriss de kloər Oge no Allg. — ε. Fremdkörper im A., Schlag aufs A. Dat es esu proper (ren) wie en Au Rip. Dat es esu ren wie en Og va Flüəh Monsch. En Spess (Halmspitze) em Au wird mit dem Säggelduch entfernt Birkf-Idar. De hät en Fleg em Og er ist betrunken Dür, Aach. Jül, Eup, Geilk. Dem hät et en de Augen gerent (geregnet) dass. Mettm-Haan. De hät em Sand en de Oge gestraut wie nhd., Allg. Ech han em der Kalk us de Oge geblose ihm den Kopf gewaschen; einem die Wahrheit ins Gesicht sagen Dür, Aach, Selfk. Ech werden dem de Stöpp us de Oge blose dass. Bergh, Aach, Eup. Dän es mer en Dor em Aw Trier, Allg. Neist es gout fer in de Auen sagt man scherzh., wenn jmd. ‘Nichts’ geantwortet hat oder eine Arbeit umsonst getan haben will Allg. (Das A. leidet keinen Fremdkörper, aber auch mit Beziehung für den »Augennichts« genannten, als Heilmittel verwandten weissen Augenstein, Gallitzenstein). Nüs es got en en Og, ävel net ejen Teisch Aach, Kref-Osterath. — fir de Age, awer net fer de Mage May-Trimbs. Du krigs so viel, as en en Og geht d. h. nichts Waldbr-Wildbg. Dat is (du kreis, de gunnt) net so vill, als ma em Au kann leide (legge) d. h. nichts Hunsr, Allg. Net emol esu vill, äs mer en ene A. fortdrih kann Merz-Bergen. De Neidvul, de kann einem noch net suvill gönne, als mer em A. verdrihn kann Kobl-Metternich. Dat kann ech em O. legge (leiden), wat ech em verbrach han ich habe ihn nicht im geringsten geschädigt Sieg-ODollend. Wat der (Geizhals) eweg get, dat mag ech em Og legge (leiden) Sieg-Thomasbg. Dat ka mich en en Og lige nicht das Geringste Aach. Dat sall mer en de Oge verbrenne damit habe ich nichts zu schaffen Bergh-Blatzh, Altk-NFischb. De daug kei Aug voll Ahrw-Sinzig. Ech han heit noch kein Og voll gegessen Westerw. Du kris ken Og voll rein nichts Siegld Halt stell, du könns och alt ens jett on en Og kregen Antwort eines Gehänselten Malm-Weywertz. Der schamt sech en de Auen, do geht net vill önen (hinein) Westerw. De get, wat mer en ön Og steiche kann sehr unbedeutendes Geschenk Schleid-Hellenth. Es kike, wat et Kalf int Og hät nachsehen, wie die Sache steht Mörs-Wallach. He wett, wat et Kalf in't Og hät er weiss, was der andere will Rees-Ringenbg. Ein Krebsauge (lapis cancerorum) unter das obere Augenlid geschoben, hilft den Fremdkörper entfernen. Scherzh. von der langen Nase: Met dem singer Nas kammer jet us de Oge kriege MülhRh-BGladb. Abschläg. Antw.: Leck mich, wo ich ken Oge han! Rip. Am Au! Saarl. — Das A., das wertvollste u. am meist behütete Glied, als Ziel des Angriffs. Eich spotzen dir an (in) de Auen, dat de erseifs! Drohung Trier-Ehrang, — de Seel dir fault! ebd. Ech schlin der of en A., dat der en Schinn blo get! Saarbg-Greimerath. Ech haən dich, dat dir de Fonke fir (us) de Aue kommen WEif, — et dir fir de Oge flimmert, grin on gel fir de Ogə wiərd Kobl-Bend, Allg., — dir de Ogə Feier gewe ebd., — ou et Für ut de Oge spött Mörs-Xanten, — dir de Oge für de Kopp komme! Allg. Ich gef em su völl op e Og, dat e dät angert va selver zou deht ich sage ihm soviel, dass er sich schämt, schweigen muss Aach. Feir em no dem Aən! schlag ihn ins Gesicht Merz-Bergen. Wat Männcher, wann ich dich kriege, dan ös Nas, Mul on Oge e Dohn! Bergh-Blatzh. En Gluck, die net an de Auen springt, dogt neist Trier-Mehring. Dem sein ech iwer de gefoəhr habe ihm einen Verweis erteilt Saar. Den lisst sich vu jidem Bockseschesser iwer de Aən haən der glaubt auch alles Saar. Nou soll ich et Kalb int Au geschlahn hon nun soll ich Schuld daran sein. Do har ich awer et K. int Au geschlahn da hatte ich aber den Topf zum Überlaufen gebracht Simm-Laub. Dat pass (steiht) wie en Fus op et Og Rip, Allg. Ech sen noch ens möt em blaue (blond) Og dervan kunn Schaden u. Nutzen wiegen sich auf Rip, Allg. Hej es der met en half bl. Og afgekomme Klev. Ech schlohn dech ens en bl. Og dofür d. h. deinem Gegner; ich tu dir mal einen Gefallen dafür Heinsb-Wassenbg. — A. ausstechen. A em A, Zand em Zand Merz-Bergen. Ech dohn et net, un wann se mer de Augen us dem Kopp stöche Köln, Allg. Ech kratzen dir de Ogen us dem Kopp! Rip. De hät dem äver de Aue usgestoche ihn überflügelt Sieg-Ägid. Zu einem Tausendkünstler scherzh.: Dau kreis nach de Aən ausgestoch, Anspielung auf das Geschick des Baumeisters der Marienkirche in Moskau Bernk-Neumag. Fein (Spetz) getroffen, sei de Jong, du hat hei sin Moder (sin Vader) en Og ut de Kopp geschmeten Nfrk mit Var. Klitsch, seit de Jong du schlog e si Motter e Og us Grevbr-Hochneuk. Et sitz en Schwalfter ob em Hus, die driss dem Her en Aug us sagen die Kinder, wenn sie beim Sammeln nichts erhalten Köln. De en Kroh (Rav, Krei) hack (peck) de andere gen Og us (ut) Allg. O Här, min Nas, min Oge sind all fot, sät de Jong, du oat he Mostert Kref-Osterath. Dem komme die Aue bal fir de Kopp bei Überanstrengung Kobl. Und so bei jeder Anstrengung: Sich de Ogə für de Kopp däue Rip. De sprengk (luərt usf.) soch de Oge f. d. K. De gönnt enem et Wiss (Wet) in de Oge (de Ogen em Kopp) nit Rip, Allg. De git zwei Aue drim, dat de anner ens verlert Hunsr. De gef e Au drim, wenn de anner kans hätt Mosfrk. — c. Tätigkeit des A. α. Werkzeug des Sehens. De Hötsache em Gesech sen de Ogen Altk-Birken. Ein Aug arbeit mih wie zwei (zehn) Häng Köln. En Og ejene Kopp ha Verstand u. Urteil besitzen Aach Wat sein A seiht, muss en hun Saar. Wenn dat sein A seiht, da lacht sein Herz ebd. Scherzh.: Schmeiss emol en A zur Fenschter eraus! ebd. Ich wiər mein A och derbei hun ich werde schon selbst zusehn ebd. Scherzh.: A.: Wat has de mösse geve, för dat ze sieh? B.: De Oge der Kick Aach. Dann möt mer doch Knöpp (Knöf) op de Oge han, wammer dat net sehn könnt Rip. Eich ho meinen Awen nöt gedraut wie nhd., Allg. Su wick (weit) et Og dich dräht (trägt) soweit du sehen kannst OBerg. Dat es nor en Og (en Uhr) wit kurze Entfernung Geilk-Langbr. Et es jet, wat et Og siəh ka es ist sehr schöne Arbeit Aach. Et Og welt ouch jet ha von einer zwar geschmackvollen, aber sonst minderwertigen Sache Aach, Allg. Eich hon noch mein erscht Awen ich sehe noch gut Trier. Dat kangkt ich, iəsch du Oge hauts (hattest) das habe ich längst überwunden Aach, Allg. De Lück (Leute) han doch Augen em Kopp sie sollen doch zusehn Rip, Allg. Gej mot nit ömmer bej Moders Muspott legge, fremde Oge maken Mensse Klev, Nfrk allg. En Aug vum Halfer mät et Rindveh fett Köln. Eich hon hönne kan Awen man kann auch nicht alles sehn Trier, Allg. Wo hos de dann dei gehatt? als du betrogen wurdest Saar, Allg. De hät en got Og em Kopp er sieht gut Nfrk, Allg. Der hat e Paar Auen em Kopp er sieht alles Allg. Wörp ens en Og drop! sieh einmal danach Nfrk, Allg. En Ögske well ech dran woge mal eben hinschauen Mörs, Wesel. Dat Volk krit no un no och Auge erkennt seine Lage und Rechte Köln, Allg. Mer kann net Ogen obem Röck han nicht alles sehn Allg. Dir werden (sollen) noch de Ogen opgohn Rip, Allg. Mer wollen uns Auen machen nach der Einfahrt in die Grube im Dunkeln etwas aufhalten, damit sich das durch den raschen Wechsel zwischen dem Tageslicht u. der Dunkelheit in der Grube geblendete A. an das Lampenlicht gewöhnt Saar. Die wellen einen met open Augen blingk mache Köln. Ansehender A.: In gesehnzer Ottw-Hüttersd; siehnzer Prüm-Mürlenb Steffeln; zöugeseihner Merz-Merch; zusiehnder Trier; sehənze Koch; geseihner Aən Merz-Zwalb vor meinen A., augenfällig. — Mit Präp. Jetz wörd et mech kloar för de Oge jetzt sehe ich es klar Nfrk, Allg. Et wor su düster, dat mer ken Hangk (Stech) für de Oge soch Rip, Allg. Ek lot min gen Rad för de Oge schlohn ich lasse mir nichts weiss machen Rees. Dem es et Eleng (Elend) für de Augen geschlon vom Unglück überrascht Sol. Döm es jet för jen Oge komme von Schicksalsschlägen heimgesucht Aach, Allg. Eich kann en (dat) nöt fir de (meine) Awe sihn ausstehn Trier, Allg. Komm mer net mih für de Ogen! Rip, Allg. Su jot brengste mer net mih für de Ogen! Rip. Et steht em für Ogen er hat zu erwarten. — Dat lit (liegt) mer in die Aue ich habe Verlangen danach Saar, Allg. Dat fällt (sprengt) mer en de Auen Aufmerksamkeit erregen Allg. Dau stichst mer en de Auen du erregst meine Aufmerksamkeit; mein Gefallen Allg. Dat es doch nore vor in de Aue nur für den äussern Schein Hunsr, Allg. Dat es jet en et Og rein äusserlich Rip. Ech halen et (en) em Og werde darauf achten Rip, Allg. Ech kann den em Og net sehn Altk-Wissen Du kös mer noch ens en de Oge! Drohung Rip. Ech han et em en de Oge gesat (gesagt) MüEif. En mengen Ogen es e en Neksnotz Rip, Allg. — Lot he mei noch es ouner de Ouge kummen MülhRuhr, Allg. Dat halen ich em och noch enner de Aən Merz, Allg. E geht em enner de Aən macht, dass er von ihm bemerkt wird Merz-Bergen. Mer muss em alt emol onner de Awen gihn ihm zu Lieb auch mal etwas tun Trier. Ebbes onner ver Awen sohn vertraulich besprechen Trier, Allg. Dat konne mer bester onner vier Oge afmache (bekalle) Rip. — Dat sehn ech jetz met annern Ogen an. Met bedse Oge sieht me mih wie met enem Rip De hät dat met zoweschten Augen angesin falsche Beurteilung Köln. — Ech vertell et dich tösche veiər Ogen Nfrk, Allg. — Ene op en Og drüge beschwindeln Eusk-Dirmerzh. Em op et Au dricken dass. WEif. Op et helleg (heilig) Og ärbeje sich aufs A. verlassen, nicht mit dem Massstabe abmessen, nach dem Augenmass Klev, Geld. Et gett op et h. O. Er (Et) es mer ganz us den Ogen kunn (geroden) Allg. De wiəss (wächst) enem ganz us den Ogen. Scheər (mach) dich mer aus den Aən! dass ich dich nicht mehr sehe Mosfrk, Allg. Gangk mer es us den Aən (us dem Dag)! geh einmal beiseite, ich kann nicht sehen Sieg-Ägid. Ut de Augen, ut dem Sinn MülhRuhr, Allg. — Et fällt mer wie Schuppen von de Auen Birkf. — Dat geht dem Deiwel no den Ogen, ehr mer dat bezohlt kren bei Bezahlung grosser Summen Daun-Tettschd. — Scharf, aufmerksam oder sorgend sehn. Dau moss de Ogen bei dir han,bei solch Sache de Oge gehüreg opdohn Rip, Allg. Dem sein Oge gin durch Sonn on Mond May-Bell. Do (bei den Wechtern) hät mer net Ogen genog (ze winnig), kammer net Oge genog han, för ze kicke Rip, Allg. De hot de Awen hönnen o firen (iwerall) er sieht aber auch alles Trier, Allg. Do hätt mer Oge em Röcke nüdeg Rip. Bei üch moss mer och mih bi zwei Oge em Kopp han Rip. Der hot Aue vor alles Hunsr. Mer muss sei Aue uf alles hon ebd. De verwend kei Aug von dem bewacht ihn scharf Ahrw-Remag, Allg. Geng Og van enge schloəh scharf u. unverwandt ansehn Aach, Allg. Elo hesst et de Aue ofgemach Hunsr, Allg. En hät Aən on Uhren opgeress, sou furwetzig wor en Saar. Mer moss och met de Aue lihre sich gut umschauen May-Hatzenp. sossen op Stilchen sie wollten alles sehn Gummb. De Augen en de Hangk nehmen (packen) Sol, Waldbr. Nemm de Ogen en de Hangk on kik dur de Löker! Kref. Nemm et Aug en de Hand, de Katz op dat Kne; wat do nit sühs, süht de Köln. Og op Sel geəve genau aufpassen MGladb-Odenk, Geld-Nieukerk. Met de Oge Nöss plöcke verdeckt liegende Gegenst. sehn Aach. De Oge de Kost gewe seine A. umgehen lassen, gehörig umsehn, sehen und aus dem Gesehenen lernen Allg. Du moss mar de Oge te Poas geəwe gut zusehen Kempld. De Ogen op (open) of (oder) der (dem) Büll (Büggel, Beidel)! prüfe genau die Sache, die du kaufen willst. sonst findest du dich nachher betrogen Allg. De Oge los of dem Bül los! Mörs-Xanten. Ogen op, Mongk geschlossen hät kenen verdrossen Sieg-Eitorf. Den blift met de Oge plecke er stiert auf einen Punkt Klev. Bei dem scharfen Zusehen aber süht mer bal de Ogen schel Rip. Do kammer sech de Auen us dem Kopp sehn trotz alles Suchens ist der Gegenstand nicht zu sehn Rip, Allg. He kikt sech bald de Ogen ut Allg. He luərt (spingks) sech de Oge für de Kopp mit Anstrengung lauern Rip, Allg. Sich de Ogen us jene Kopp leəse sehr viel lesen Aach, Allg. He wahrt en de Ogen in de Kopp sorgt schon dafür, dass man auf ihn aufpassen muss Mörs-Xanten. — Schlecht sehn können oder sehn wollen. Seng Ogen sen arg schlech, beisichtig, dugen (taugen) net mih usf. (s. auch blind, scheel A.). De häst deng Ogen, wo der Kribs de Eier hät Altk-Birken, Schleid-Hellenth — de Ogen am Arsch Schleid-Hellenth, — in de Täss (Tasche) Mörs-Xanten. De hät Knöf (Knöpp) op de Ogən. Eich wollt, dau hätts noch ken Ogen Wittl-Binsf. — A. und Brille. Ener met vier Aue Hunsr, Allg. Ver Awen sih mih wie zwei wenn man eine Brille aufsetzt (aber auch, zwei suchen besser und leichter als ein einzelner) Trier, Allg. Spann de Katt vör de Auge! setz die Brille auf Duisb, Ruhrort, Mörs. — Bewirken, dass ein anderer nicht recht sehen kann. De kämmp de Lögge de Hor en de Oge sucht seine Handlungen oder die Fehler eines Verkaufsgegenstandes zu verdecken Schleid-Blumenth, Sieg-ODollend. Ech loss mir van dem domme Jong net de Oge zohalen mich nicht belügen Rip, Allg. Die löt ör Ogen bekökeln (s. bekaukeln) sich etwas weis machen Rip, Nfrk. Dem han se de Aue zugeschmert Ottw. Dem han se Sand en de Oge gestraut Allg. Gegens.: Dem han se ävver es de Ogen opgemach (opgedohn) Rip, Allg. — Absichtlich, etwas aus Nachsicht nicht sehn wollen. Bei dem moss mer at en Og zodohn (zomachen, zudrecken) Allg. Me mott all es en Og tuknippen, säj den Börgermester, duw hinge sej öm en Schenk op de Röck Geld-Kevelaer. Ma muss en Aw zupetschen Trier, Aach. Pötsch de Auen zo, dau bas noch viel ze dumm dozu Trier-Ehrang. Der hält de Aue em Sack May-Wierschem. He seiht numme mat em Au er ist auf einem A. blind; er sieht schlecht zu; er will nicht alles sehn Bitb-Rittersd. Wenn et Aug net sehen well, da helft weder Licht noch Brell Mos. — Sieh doch zu! Reiss, (sperr, mach, dohn) doch de Auen op! Allg. Häschte kän Aən meih? Merz, Allg. Häs de Knäuf op de Auge? Köln. Ech sall der wahl noch de Oge opknäufe! Aach. — β. das Spiel der A. als Ausdruck der Gemütsbewegung. De Oge sin de Fensters van et Hart Geld-Angenesch, — et F. von de Sil May-Kottenh. Eich seihn der et jo un den Aən ob; dein beroəden dich jo; de kannscht mer jo net rauhig en de Aən seihn. De wescht jo net, wouhin de dein wenne sollscht; dei soən meih, as wei de gläfscht Merz, Allg. Wenn dat sein A seiht, da lacht sein Herz Merz. Umgekehrt: Wat de Ouge ni siehne, dat kränk (beschwert) ouk et Hatte (Hart) nie MülhRuhr, Nfrk verbr. Wat mei Aue siehn, gläbt mei Herz Wend-Ausw. Im Bes.: Dem sieht (lurt, kickt. löt (leuchtet), guckt) de Fulhet (Gitz, Geckigkeit, Ködigkeit u. a. Untugenden) us (zo, an) den Ogen (herus). Dem seiht mer de Geckigket aus den Ogen raus Wittl-Greimerath. Dem kammen de Ondüəgeneghet ajen Ogen afkike Nfrk. Umgekehrt: De löt sech niks ut dem Uəg kriegen er ist verschlossen, verrät sich nicht; erzählt nicht leicht etwas Remschd. Wat mecht den e Por Aən! eigentl. u. verwundert, neugierig, erschreckt; böse, zornig, verdächtig, gefährlich, dreinsehn (je nach dem Zus.hange) — Verwunderung, Entsetzen. Du wiərsch noch (grusse) Ogen machen Allg., — schneiden! Saar. Du machs noch en Mul on och noch Oge! Aach-Berensbg. Wie hean dat such, hat hean de Auen eawer opgerass Bitb-Rittersd, Allg. De mach Oge wie en Dür Schleid-Hellenth. De kick so nöter (nüchtern) de Oge erut, als wenn he vom Mond gefalle wüər Nfrk. De mat e Paar Ogen wie e neugebore Kalf Allg., — en gestoche K., en K., wat geschäch werd Köln, — en drimöndeg K. Nfrk, — en K., dat zem erschten Mol den Mond anguckt Koch-Eller, — en Kuh no ner Erdbeer Ottw-Heinitz, — en neugeboren Jüdd Altk-Mehren. De mischt e Poər Aə, wi en Oəss fir ən neier Scheierdir Mosfrk, Allg., — Mase August sei Ochsen Bernk-Bollenb. Den verdreht de Aən wei en Ochs em Joch Mosfrk. En macht (verdreht) die wie en Kuh, die am frecke (krepieren) es Mosfrk, — en K. obem Sterv(e)bett Daun-Katzw, Eup, Ess, Gummb-Nümbrecht, — en verliebte K., die ene Bom erop klemme well Dür-Birkesd, — en Bock, e gestochene (geschnidene) B. Allg., — den em Led leit (liegt) Daun-NWinkel, — om Dudsbett Sieg-Scheiderh, Simm-Sabershsn, — uf em Schranen Saarl-Bous, — beim Gewidder Allg., — wenns donnert (dimelt, bletzt, wedderlicht, lücht) verbr. im Mosfrk. Den schneid en Poar Aue wie en Af, den Gardeine bigelt Wittl, Bitb, — de Mireideg rappt Saarbg-Beurig, — der Kaffe drenkt Koch-Landkern, — om Schleifstein Verbr., — op en Strikdöske Kref, — en Katz op em Schleifsten Mosfrk, — die int Korn dritt MülhRuhr, — dei et hirt donnern Mosfrk, — en geschniden Koader Bitb-Moetsch, — en Gess beim Metzger Bitb-Wallend, — die am Led leit Wittl-Binsf, — en Houhn, dat Aier let Saarl-Wallerf, May, — en Sau, de sechten (sieben) hüərt MülhRh-Marialind, — als wenn en Sau an er Bretzel fresst Waldbr-Hahn, — wie en Renworem, wenn et dunnert Goar-Pfalzf, — en Wanz, wenn et donnert Simm-Sabershsn, — ene Schellfesch (Kabbeljan) Köln, — en Kladerlaus Bitb-Wettl, — e Frosch, den en Zentner of em Mogen hot Trier, — en Kamel, wenns Krumbere schelt Simm. He sieht us den Oge wie ne gebaəschte Käfe Dür. De mäscht e Por Auen wi e por Klotzbiren Trier-Kenn, — en Pann voll Fasnacht Kobl-Vallendar, — en Blechschleər Merz. — e zerrösse Äbbeltort Zell-Pünderich, — en neuen Erpel (Kartoffel) Lennep, — em Potowesdeckel MülhRuhr, — ene Bur, de en de Bichstohl geht Eusk, — äs wenn e us de Luət gefalle wör MGladb-Neuwerk, Geilk-Grotenr, — wenn hej vier Weke geturt hät Rees, Mörs, — Kabelle (Ort) verrode hät Kobl-Vallendar. De Aue sin em opgang (fuhren em op) wie Gintseschäken Saarbg. Alle diese scherzh. Vergleiche, die auch unter »Gesicht machen« wiederkehren, drücken je nach dem Zusammenhang Verwunderung, Blödigkeit, Entsetzen aus. — Scham, Schuldbewusstsein, Reue. De kuckt net frei offen (klor, net rauig) aus den Aən Merz. Er schläht de Aue unner sich schämt sich Simm-Schlierschd. He schleht de Oge nider dass. Rip. De lät sich net en de Oge sehn (kicke) Rip, Allg. He hät de Puəlen (Wimpern) emmer üver den Augen er kann sich nicht in die A. sehen lassen Sol-Merschd. Er schammp sech en de Oge Rip, Allg. Makt, dat gej (daj) den Hut üt de Ogə könnt sette! Klev. De bedreht de Aən wei en Hond ihm ist nicht zu trauen Merz. — Zorn. Dem stohn de Oge stif Rip. De mat äver geftege (grellige, düster, büs, wist, greilig) Oge Rip, Allg. De kikt ganz vergrellt de Ogen erut MGladb. E kickt met kuə (kodden) Oge böse drein Nfrk, Rip, — als wenn e ene fresse wöll Rip, Allg., — enen et Fell aftrecken wöll Nfrk, Allg. Hen hot meich bal möd aen Awen gefress Trier. De Kerel mecht e Por Oge wi en Deppche voll gequallter Deiweln Bitb-Dudeld. Den hot mer awer e Poar Aən dehingeschmeass Merz-Zwalb. Der hot mer en Poar Ogen geschniden warnend oder strafend angesehen Mosfrk. De verwend de Awen wie e gestochene Bock im Zorn die Augen rollen Trier. — Schmerz. He verdriht de Ogen un biss op de Zäng Rip. — Forschend anschauen. De mächt Aue, als wenn er enen durchgucke well Westerw, Allg. De kikt met de Oge dren, als wenn e ene durchlüəte wöll Nfrk, Allg. — Begierde, Esslust. Me ment, de wollt et met de Aue verschlinge Allg. De frisst (isst) met de Oge Rip, Allg. Enen Erpel (Kartoffel) em Mong, den tweiden an der Gaffel, den dreiden em Uəg Remschd, ähnl. Ottw-Merchw. De isst met Aue on de Maul May. De hot meih in de Aue, als en de Bauch geiht Westerw. De Oge sin (öm) gröter as dem Buk (— wie de Mond, Mage, et Lif) Nfrk, Allg. De Buk es gemenlek iəder voll as et Og Nfrk. He ös satt bes of de Agen Westerw. Et Og süht sech nett satt Mettm. Dem schümmelt et nit vor de Ogen der kann nichts ansehen, ohne es zu stehlen Geld-Nieukerk. Dat steckt hem in de Oge Nfrk, Allg. Et lit mer in de Aue ich habe Verlangen nach etwas Simm-Schlierschd. Wat de Oge net sehn, mät de Mongk net wässerig Bo-Dransd. »Aller Augen warten auf dich« Anfang des Tischgebetes. Scherzh. Drohung: Ech schlon dech ent Gratias, dat dech »alle Oge« de Rögge roplöf! Bergh-Kirchhert. — Zuneigung, Liebe, Absichten. Lief Ajelcher machen Trier. De hät en Og drop (op et Mädchen) geworpen Rip, Allg., — geschmeten Nfrk, — geschlohn Neuw-Rodenb. En got Og op enen (op en Mädchen) han (werpen) Rip, MülhRuhr. Die han en Og of enanner die beiden jungen Leute sehen sich gern Neuw-Rodenb. Met Oge werfe liebäugeln Dür. De mach en Paar verlefte Ogen wie en dut Ratt Sieg-Eitorf. De Awen wollen och ebbes hon die Verlobte muss auch schön sein Trier, Allg. Dat (Mädchen) es en Og voll ist wunderschön MGladb-Rheind. Dor kann man met beide Ogen drin kicken Rees-Ringenbg — Dienstfertigkeit, Unterwürfigk. De (Untergebene) geht möt de Oge steəhle das Spiel der A. nach dem Vorgesetzten MGladb-Rheind. — Hochmut. E mächt Aue bie en Katz em Oweloch May-Hatzenp, — en Eil (Eule) em holle Bam ebd., Remag. — Auch das Sehen in (nach) das A. eines andern verrät die Gemütsbewegung oder die Absicht. Ech kann dem noch en de Oge sehn ich habe noch ein gutes Gewissen Rip, Allg. De wess och genau, worom he enem net en de Oge kike kann Grevbr, Allg. Enge jet ajen Ogen a sieh sein Gemüt strahlt in seinen A. wieder Aach, Allg. De loərt (sieht) im no de Auge Allg. De deiht, wat e einem an den Auge siehn (afsiehn, aflese) kann Köln, Allg. De höt (hütet) em die Uəgen sieht nach s. Blicken Sol. Der Unselbständige moss ande Lögge no de Oge sehn (danze) Rip, Allg. Spott Gott mär nit no de Oge! sei nicht, scheinheilig, beschwör nicht durch dein Verhalten die Rache des Himmels herauf Mörs-Xanten, Geilk-Würm. Steich ose Herrgott net no jen Oge! sei zufrieden, verlange nicht zu viel Aach. Den spott ow no de Oge er betrügt, indem er sich stellt, als ob er tun wollte, was man wünscht Klev-Calcar. För de Ogen do dühste Gott wet wie, ond achter de Röck lachste se ut Mörs-Orsoy. Der schmert em de Aue zu er belügt ihn Saarbr. Em Deiwel no den biten (büchten, zielen) einen dummen Streich machen Saarbg-Soest. Enge jet op en Og haue (halten) etwas nachhalten Aach. Mer hält den domme Jong net die Aən zou belügt mich nicht Saar. Jet en enge sing Oge siəh seine Absichten erraten, seinen Seelenzustand. Kengk din Auge, Kerl din Blötsch! Düss-Benr. Su genau kann mer ken Lus en de Oge kicke sagt der Verkäufer MGladb-Rheind. Dat hat jeng Oge das sollst du nicht sehn Aach. — Auch die allgemeine Charakteranlage spiegelt sich in den A. Dem süht de Goəghet (Güte) ut den Oge Nfrk, Allg. De hät Ogen (so ehrlich, naiv, schön), dat e enen ansiehn kann Gummb-Berghsn. De hät en Paar gläserne, dösige Oge blöde A., aus denen Dummheit spricht. Lus Äügskes schelmische A. Düss-Kaisersw, Rip, Nfrk; queərsch Auen dass. Bitb-Dudeld. Er hat Oge as en Ratt listige A. Rees, — gickelige Ogen dass. Altk-Birken. De hät undugene, durchdrivene, niksnotzige, greilige, wischt, batzege, freche, fledige Oge em Kopp aus ihm spricht kein gutes Gemüt, Schlechtigkeit, Bosheit Allg. hät e schleit (ke god) Og em Kopp dass. Jül-Böding, Allg. Der guckt aus kane gode Age er taugt nichts May. Verlumpte, versoffen Oge hat der em Kopp, der sich de Oge fir de Kopp seift; als wenn e acht Dag gelumpt hätt Allg. Dem sei Aue em Kopp gefallen mir net (sein neist notz falsch) er hat einen bösen Blick Bernk-Bollenb, Allg. De hät Oge wie en Gespenst Siegld-Freudenb, — en Geck Emmerich, — en deier Johr Merz, — en Duərdelduf sanft, verliebt. — γ. Das weinende A. Do wegen wiərd mer ken Au nass (föch) Sieg-Leuschd, Allg. Dem werd ech jet fürzellen (dem Schuldner alles so hoch berechnen), dat em de Auen üverlofen ebd., Allg. De Ogen gohn enem över Rip. Gein Aug geiht em över er bleibt ungerührt Köln, Allg. Hängt der widder der Sif en de Ogen? Rip. De Trönkes hangen em arg los en den Ogen Nfrk. He hät rut gekresche Oge Rip. Verkresche Auge han sösse Mungk Köln. Wenn de ken Drinen ägen Oge kregt wie en Huhnerei, dan es et en harte Mann Prüm. Hean hat sich de Aue bal aus dem Kapp gekresch Bitb-Rittersd, Allg. Se hät sich de Auge usgekresche Köln. Se kreischt sich en Og ant annert Prüm. Dat deəht (tut) Hatz (Herz) en Og leəd vor Betrübnis über die unglücklichen Verhältnisse eines Bekannten weinen Aach. De Age han em Wasser gen er hat geweint Mayf, Hunsr. Duə weisch ding Oge auch nouch met warm Waəsser! du wirst noch ans Weinen kommen Sieg-ODollend, Bergh-Blatzh. Luggen (lauten = weinen) met drügen Augen on naten Tängen (Zähnen) gezwungen weinen Sol. Mat em Au kreischen un mat deam annere lachen leicht von der Traurigkeit zur Lustigkeit übergehen; auch vom Heuchler gesagt Bitb-Rittersd, Allg. Bei denne lafe de Meis im Kicheschank erum un han Träne in de Aue zur Kennzeichnung ärmlicher Verhältnisse Saarbr. — δ. Das A. und schlafen. Ech han ken Og zogedohn nicht geschlafen Allg. De ganze Nat ha ech geən Og opeə gedoəh Aach. Er kann ke Au voll schlofe Saarbr-Völkl. En Paar Oge voll Schlop nehme Duisb. Setz dich de langeweg on wärm der de Aue! leg dich hin und schlafe Ottw-Wiesb, Saarbr. Mettags mutt mer sech jet de Oge wärme MGladb-Rheind. Er schont sing Ogen un besieht sich van enwendig Wippf. Ech wess de Oge net mih opzehale so schläfrig bin ich Allg. De Oge falle mer zo, su sotzeg (schlaftrunken) sen ech Rip, Allg. Ech moss mer de Oge met em Hölzchen opstippen, sos fallen se mer zo Rip Der Langschläfer wass de net ofzekriege Mosfrk, Allg. Er hät su verschlofe, sotzege, net usgeschlofe Oge Rip, Allg. Ech han noch (den) Schlof en de Oge. Wäsch (rif) der es den Schl. us den Oge! Rif der de Oge op! Rip, Allg. Der hot jo e Feckweiler Derche (Türchen) im Au er hat Schlaf Zell-Traben. An (in) em Au schlofen die ganze Nacht hindurch Bitb-Geichl. — Woröm schlöp der Has möt oəpe Oge? Wel dat e se net to kann nipe MGladb. Wafir hat den Has de Auen op, wonn he schleift? Wel sei Fell zu kurz os; esos mit hen den Arsch opstohn han Prüm-Ihren. In den Schlafliedchen der Kinder, die et Sandmännche en de Oge han, sehr oft: Schloff Kengche, schloff; di Vadder höid de Schoəf, di Modder höid de bongkte Kouh; Kengche döig de Ögelchere zou Aach, Allg. — ε. das A. u. der Tod. De sieht met enem Og at en de andere Welt kurz vor dem Tode Sieg-Eitorf. Dem send de Oge egefalle (gebroake) er ist am sterben Heinsb-Dremmen. Wenn den ens de Ogen zodeht wenn der einmal stirbt Rip, Allg. Wenn de Alde (de Modder) die Auen zugehn (zoudeht), da gehn se de Junge (de Kennern) of Mosfrk. De Dut deht der de Oge zo! derbe Verwünschung Schleid-Wollenb. — Hat ein Toter die A. nicht ganz geschlossen, so folgt ihm bald irgend einer aus der Familie nach: er guckt no enem Kamerod Ottw. — ζ. mit den A. blinzeln, einen Wink geben zum Zeichen geheimen Einverständnisses. Met hauf (halb) Oge kiken Eup-Raeren. Einem en Ögske knipen, tuknipen Nfrk. De knip e Ögsche (met de Oge) Jül-Gebelsd. E kneipt em alt Egelcher Bitb-Dudeld. Enge en Og petsche Aach, Prüm, Daun, Schleid. Em en Au zudrecken (zupetschen) Bitb-Rittersd-Wallend, Saarbg-Serrig. En bleckst (petscht) mir en Au Prüm-Ihren. Met den Aən bletzen Merz, Grevbr-Wickr, wie es ein Bletzkoder liebt. Enen en A machen Merz bis Trier, — en Öəlche werpe Monsch-Roetgen Rip. — Met de Oge flöttere, fletschen, flutschen, flutschern, flitschern. flinkere, knipse, knibbele, quitschele, quenkele, virögeln, zwickern (auch enen (met den Ogen) anflöttere, anquenkele usf.) (s. d. W.). De sät mech met de Oge güden Dag Heinsb-Dremmen. Met de Ogen klappern durch eifriges Hinsehen jemandes Aufmerksamkeit erregen Barm. Met den Augen fackeln bewegliche Lider Sol. De Agelchen knätschen zukneifen Koch-Laub (hierfür sonst zopetschen, zoknipen). Iher mer en A bewandt hät unverhofft, plötzlich Saar, Allg. Er verdreht de Oge bei Krämpfen Allg. E bess op de Oge on verdrehnt de Zäng scherzh. Bekräftigung Sieg-NDollend. Gein Oug töcken Sol. — d. Rätsel, Kinderspruch, Volkskundliches. Bowen Horen, onder H., enne messen (mitten) nat. Wat ös dat? A. Mörs. Josef (de König) van Ägypten, de hatt en Deng, dat wippten, rongs heröm met Hor besat; rot es, wat es dat? A., Barm, Düss, Rheinb-Meckenh. Wat os der lever, ene Sack Gold oder sebbe Loucher em Kopp? Antw.: Sebbe Loucher em Kopp: Mongk, Oge, Nas on Uhrloucher Schleid-Reifferschd. Wo für mäkt de Hahn beim Krähən de Augen to? He kann et van buten Sol, Prüm-Ihren. Waröm nipp der Hahn de Oge to, wenn e krihənt? Wil e et Stöckske (sie Ledche Aach) utwendig kann MGladb. De Katz moss ebbes am Au hon! Vor was? Wel se emmermei Au, mei Aukreischt Saarbr-Sulzb. — Man berührt dem Kinde die einzelnen Gesichtsteile und spricht: Kenne wenne, wennsche; Leppche (Möngkche) ruət (Bäckelche bruət), Näsche sif (stif), Ögelchere pip (sif, pif), Stiərche platt, Hörche zipp-zapp Rip, Allg. — Juckt einem das rechte Auge, so bekommt man eine gute Nachricht. — 2. Angesicht. Er es seinem Vadder aus de Aue geschnit Birkf-Herrst. De sieht grad us de Oge wie si Vatter Rip. De gleicht dem op en A Merz-Losh. — 3. übertr. Aussehen. in der Wend.: En (gut) Og häbbe Mörs-Marienb. Dat Hüs, die Färf hät en (gut) Og. — 4. übertr. auf augenähnliche Erscheinungen. a. Keimauge an Knollengewächsen. Wat die Erpel ene met kodde Oge ankicke! wenn sie nicht richtig geschält sind, d. h. die A. nicht ‘usgestochen (usgeketsch)’ sind Neuss-Dormag. — Blau Ögskes Kartoffelsorte Heinsb, Geilk. — Getriebe an den Baumzweigen, die Blätter entwickeln, zum Unterschied von den Dropotten Mosfrk, den Knöpp Rip, den Fruchtknospen. Das schlafende A. an der Rebe Mos. De Aue gin got aus die A. an der Rebe treiben im Frühjahr gut Mos. Aue insetze okulieren Simm-Schlierschd, Allg. — b. Fettaugen auf der Suppe. Bei einer schlechten Suppe: Et louen (lugen) meh Aue enen wie eraus Ottw. De Zopp kuckt meich möt kanem schelen Af on Trier. Enem de Oge van der Zupp scheppe einem zuvorkommen mit gutem Geschäft Eusk-Dirmersh, Rip. De schüss (schiesst) sech de Oge van de Zupp der Jagdliebhaber unter Vernachlässigung seines Geschäftes Eusk-Dirmerzh. — Luftblase auf dem Wasser, Pfütze. N. hat monnijem Piddelche de Auen ausgetroten er hat vieles Ungemach erlebt Bitb-Geichl, Prüm-Ihren. De moss och nouch männichem Pöhlche et Og ustredde Rip. Treə de Pölkes de Oge net ut! tritt nicht in den Kothaufen dort Nfrk. Enen Blenden de Oge utdradden dass. Geld-Issum. En bleng Meərl en Og ustredde Aach. Trödd dem de Oge net us! dass. Eusk-Zülp, Dür-Frauwüllesh. He tret sin Bestevadersch Og ut dass. Mörs. — Nasse Stelle in einem Felde. Do ös en Og dren Schleid-Lückerath, en nass O. Schleid-Scheven. — c. Ögelche Deckelchen auf einem kleinen Geschwür Eusk-Zülp. — Muttermal Neuw-Hüllenbg. — d. die dem Stiele entgegengesetzte Vertiefung in Birne und Apfel Sol. — e. bestimmte Teile an Geräten: Nadelöhr Prüm-Steffeln, MüEif, Aden-Liers; der runde und hohle Griff der Schere Sol. — Die Haube, Öhr, in der der Stiel der Axt, Hacke udgl. steckt Allg. — Bügel von Eisen am Dreschflegel, in den durch einen Lederriemen der Flegelkopf befestigt ist Rip, Bernk-Gonzerath. Lederschlaufe, in der die Peitschenschnur hängt Rip. — Der ringförmige Eisenteil der Sense, der um den Sensenbaum sich legt Altk-Betzd, Bergh-Hüchelhv, MülhRh-Holweide. Kettenglied, Schachtel der Kette MüEif, Bo, Sol, Gummb-Derschlag, Mettm, Düss, Geld-Weeze. — Öse am Leibchen zum Einhaken der Haken oder Krämp; da stets zusammen, auch genannt Krämp on Oge (Krämpche on Ögelche; Krämm (Krammen) on Ogen) Rip, SNfrk. Hoken un Ogen Verbr. Hök on Oge kenne etwas verstehn Mörs-Xanten. Dat ös Kramp en Og die beiden vertragen sich gut Aach-Walh. Die gönt zesamme wie Kramp on Aue dass. Eup-Raeren. Jjäh, Morge Mötz, sät Kramp on Aug! abschläg. Antw. Köln. — f. Verschlingungen. α. Masche beim Strickstrumpf Berg. Ogen opnehmen (opschlon), afnehmen, fallen loten. — β. Kausche eines Seiles oder Segels Kobl-SSebast. — γ. geklenkde Oge verdrehte Litzen Aach. — δ. bei Buchstaben Aden-Liers. — g. die aus einem Loch an dem Fersenteile des Strumpfes herauskuckende Ferse, das Loch selber. De hät Ogen an de Föss Schleid-Hellenth. Was hat der en Au em Strumb! Wend-Steinb. Dein Woaden hun Aən gret Saarbg-NZerf. — h. das Auge auf dem Würfel; Point beim Kartenspiel. Elf Oge, min Hartje! übertrumpft Emmerich. E bleift of seinen siewen Auen sötzen er kommt nicht voran Trier-Fell. — i. blaue Ogen Ehrenpreis Eusk. — k. Auches Schüsserspiel, wobei die Schüsser von oben aus der Hand in eine Kaule gestuckt werden Saarbr-Riegelsbg.
44848 Zeichen · 923 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Auge

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Das Auge , des -s, plur. die -n, Diminutivum das Äuglein, vulg. das Äugelchen, das Werkzeug des Sehens in den menschlich…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Auge

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Auge Mehr als 5000 Belege, davon über 1200 in natwiss Schr. Zentraler Begriff bei G, auch in benachbarten Wörtern des …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Auge

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Auge nennt man das Organ des Sehens, welches die Lichtstrahlen der Außenwelt aufnimmt und zu der eigenthümilchen Empfind…

  4. modern
    Dialekt
    Auge

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Auge Band 1, Spalte 1,704–720

  5. Sprichwörter
    Auge

    Wander (Sprichwörter)

    Auge 1. Ab Auge, ab Herz. ( Luzern. ) 2. Als das aug' erfüllet, so ist dem bauch genug gethan. – Henisch, 152. 3. An den…

  6. Latein
    auge

    Mittellateinisches Wb.

    * auge , acc. pl. - άς f. ( αὐγή) splendor — Herrlichkeit : Ioh. Scot. carm. 2,8,50 σαρκικὰ nam φύσις divinas temperat α…

  7. Spezial
    Auge

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Au|ge n. (-s,-n) ‹anat› edl (edli) m. ▬ ins Auge fallen dé al edl ; salté tl edl; tomé tl edl; Auge um Auge , Zahn um Za…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit auge

964 Bildungen · 737 Erstglied · 226 Zweitglied · 1 Ableitungen

auge‑ als Erstglied (30 von 737)

Auge(n)(g)lid

Idiotikon

Auge(n)(g)lid Band 2, Spalte 606 Auge(n)(g)lid 2,606

Auge(n)a(n)gesicht

Idiotikon

Auge(n)a(n)gesicht Band 7, Spalte 260 Auge(n)a(n)gesicht 7,260

Auge(n)blick

Idiotikon

Auge(n)blick Band 5, Spalte 62 Auge(n)blick 5,62

Auge(n)blitz

Idiotikon

Auge(n)blitz Band 5, Spalte 293 Auge(n)blitz 5,293

Auge(n)bluem(eⁿ)

Idiotikon

Auge(n)bluem(eⁿ) Band 5, Spalte 71 Auge(n)bluem(eⁿ) 5,71

Auge(n)brësteⁿ

Idiotikon

Auge(n)brësteⁿ Band 5, Spalte 844 Auge(n)brësteⁿ 5,844

Auge(n)brām

Idiotikon

Auge(n)brām Band 5, Spalte 597 Auge(n)brām 5,597

Auge(n)brāneⁿ

Idiotikon

Auge(n)brāneⁿ Band 5, Spalte 673 Auge(n)brāneⁿ 5,673

Auge(n)brāw(eⁿ)

Idiotikon

Auge(n)brāw(eⁿ) Band 5, Spalte 1030 Auge(n)brāw(eⁿ) 5,1030

Auge(n)brūneⁿ

Idiotikon

Auge(n)brūneⁿ Band 5, Spalte 673 Auge(n)brūneⁿ 5,673

Auge(n)butzen

Idiotikon

Auge(n)butzen Band 4, Spalte 2007 Auge(n)butzen 4,2007

Auge(n)bëtti

Idiotikon

Auge(n)bëtti Band 4, Spalte 1834 Auge(n)bëtti 4,1834

Auge(n)bündeli

Idiotikon

Auge(n)bündeli Band 4, Spalte 1364 Auge(n)bündeli 4,1364

Auge(n)chrëbs

Idiotikon

Auge(n)chrëbs Band 3, Spalte 782 Auge(n)chrëbs 3,782

Auge(n)dechel

Idiotikon

Auge(n)dechel Band 12, Spalte 194 Auge(n)dechel -ck- 12,194

Auge(n)diener

Idiotikon

Auge(n)diener Band 13, Spalte 163 Auge(n)diener 13,163

Auge(n)dienst

Idiotikon

Auge(n)dienst Band 13, Spalte 777 Auge(n)dienst 13,777

Auge(n)druck

Idiotikon

Auge(n)druck Band 14, Spalte 778 Auge(n)druck 14,778

Auge(n)fleisch

Idiotikon

Auge(n)fleisch Band 1, Spalte 1221 Auge(n)fleisch 1,1221

Auge(n)fëll

Idiotikon

Auge(n)fëll Band 1, Spalte 771 Auge(n)fëll 1,771

Auge(n)geschwër

Idiotikon

Auge(n)geschwër Band 9, Spalte 2128 Auge(n)geschwër 9,2128

Auge(n)gleser

Idiotikon

Auge(n)gleser Band 2, Spalte 644 Auge(n)gleser 2,644

Auge(n)hār

Idiotikon

Auge(n)hār Band 2, Spalte 1507 Auge(n)hār 2,1507

Auge(n)loch

Idiotikon

Auge(n)loch Band 3, Spalte 1022 Auge(n)loch 3,1022

Auge(n)mëss

Idiotikon

Auge(n)mëss Band 4, Spalte 453 Auge(n)mëss 4,453

Auge(n)nichts

Idiotikon

Auge(n)nichts Band 4, Spalte 876 Auge(n)nichts 4,876

Auge(n)nǖt

Idiotikon

Auge(n)nǖt Band 4, Spalte 876 Auge(n)nǖt 4,876

Auge(n)prattig

Idiotikon

Auge(n)prattig Band 5, Spalte 573 Auge(n)prattig 5,573

Auge(n)pëch

Idiotikon

Auge(n)pëch Band 4, Spalte 964 Auge(n)pëch 4,964

auge als Zweitglied (30 von 226)

Bullauge

RDWB1

Bullauge f иллюминатор

Hühnerauge

RDWB1

Hühnerauge n мозоль (а не "глаз курицы")

Älsterauge

Adelung

alster·auge

Das Älsterauge , des -s, plur. die -n, ein Nahme, welchen einige derjenigen Verhärtung der Nerven an den Füßen beylegen, welche unter dem Na…

Afterlauge

Adelung

after·lauge

Die Afterlauge , plur. inus. bey den Weißgärbern, eine Lauge aus Asche, den Thran aus den gewalkten semischgaren Fellen damit heraus zu wasc…

Alaunlauge

Adelung

alaun·lauge

Die Alaunlauge , plur. von mehrern Arten oder Quantitäten, die -n, in den Alaunhütten, die aus den Alaunerzen gezogene Lauge, welche hernach…

Argus-Auge

Adelung

argus·auge

Das Argus-Auge , des -s, plur. die -n, von dem Argus aus der Griech. Fabellehre, ein scharfes, argwöhnisches Auge. Argus-Augen haben, mit de…

blauauge

DWB

blau·auge

blauauge , n. caeruleis oculis praeditus, das veilchen heiszt zuweilen so, nd. blauögschen. dann auch blau geschlagen.

Blüthauge

Adelung

Das Blüthauge , des -s, plur. die -n, S. Adelung Blüthknospe .

blutauge

DWB

blut·auge

blutauge , n. comarum palustre, fünfblatt. im eigentlichen sinn, augenentzündung, hyposphagma, haematomma; zorniges blutauge des Mars. J. Pa…

bocksauge

DWB

bocks·auge

bocksauge , n. aegophthalmus, eine steinart. bei Maaler 73 c ein fisch, patella.

bollauge

DWB

boll·auge

bollauge , n. oculus prominens. Stalder 1, 199 , bei Nemnich bollerauge, auge, das sich vorwirft, starr blickt? oder wie eine bolle ( gemma …

Ableitungen von auge (1 von 1)

urauge

DWB

urauge , n. , kleiner barsch. Fischer schwäb. wb. 6, 290 . zu ahd. urougi unsichtbar Graff 1, 123 . vgl. rotouga, niunouga. —