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Bargeld

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bargeld

Bargeld

bar Adj. ‘bloß’, (übertragen) ‘ohne etw., nichts als’, (vom Geld) ‘unmittelbar verfügbar’. Ahd. (10. Jh.), mhd. bar ‘nackt, bloß, unverhüllt, offen daliegend, frei von, ohne etw., rein, nichts als’, mhd. auch (vom Geld) ‘offen aufgezählt’, asächs. bar, mnd. bār (auch vom Geld), mnl. baer, nl. baar (nur vom Geld), aengl. bær, engl. bare, anord. berr (germ. *baza-) lassen sich vergleichen mit lit. bãsas, lett. bass, aslaw. bosъ, russ. bosój (босой) in der spezialisierten Bedeutung ‘barfuß’ sowie (mit Gutturalsuffix) armen. bok ‘barfuß’. Die meisten Formen führen mit Sicherheit auf ie. *bhosos ‘nackt, bloß’, eine Adjektivbildung, die wohl zur Wurzel ie. *bhes- ‘ab-, zerreiben, ausstreuen’ (vgl. aind. bábhasti ‘(zer)kaut, zerbeißt, verzehrt’) gehört. Sie liegt in erweiterter Form in griech. psḗn (ψῆν) ‘reiben, schaben, kratzen’, psēnós (ψηνός) ‘kahlköpfig’, psīlós (ψιλός) ‘kahl, nackt, glatt, entblößt’ vor. bar wäre danach ursprünglich die kahlgewetzte, abgeschabte Stelle der behaarten (Tier)haut. Im älteren Dt. ist bar ein übliches Wort für ‘nackt, entblößt’, es bezieht sich auf Körperteile (s. barfuß, barhaupt) wie auf Sachen (Schwert, Geld), wird aber auch (seit ahd. Zeit) in übertragenem Sinne gebraucht. Die Anwendung auf Geld vollzieht sich auf hd. Gebiet und ist nd. erst im 16. Jh. bezeugt; dafür im hansischen Sprachgebrauch rēdes gelt, gerēdes gelt (mnd. rēde, gerēde neben berēde, s. bereit); vgl. G. Richter in: Zur Ausbildung d. Norm d. dt. Literaturspr. 2 (1976) 192 ff. Bares Geld ist aus dem verhüllenden Behältnis gezogenes, aufgezähltes, offen daliegendes Geld und tritt in Gegensatz zu dem erst durch schriftliche Zahlungsanweisung verfügbaren. – barfuß ‘mit bloßen Füßen’, heute nur noch adverbial gebraucht im Unterschied zur Weiterbildung barfüßig Adj.; mhd. barvuoʒ, dazu die Weiterbildungen mhd. barvüeʒe, -vüeʒic, ahd. barafuoʒi (Hs. 12. Jh.). Wie die germ. Parallelen mnd. bā̌rvōt, mnl. baervoet, aengl. bærfōt, anord. berfœttr zeigen, handelt es sich um ein altes Possessivkompositum. barhaupt ‘mit bloßem Haupt, ohne Kopfbedeckung’, heute nur adverbial; barhäuptig Adj. (15. Jh.); mhd. barhoubet. Bargeld n. (um 1400). Barschaft f. (Anfang 15. Jh.).
2192 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bargeldn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    bargeld , n. pecunia parata, barschaft Stieler 681 , besser unzusammengesetzt baar geld, baares geld, Maaler 50 b setzt …

  2. modern
    Dialekt
    Bargeldn.

    Pfälzisches Wb.

    Bar-geld n. : wie schd. RA.: Wann ich dich sieh un mei Baʳgeld, dann fehlen mer noch hunnert Penning zu ääner Mark [Kais…

  3. Spezial
    Bargeld

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bar|geld n. (-es,-er) scioldi en contanc m.pl. , contanc m.pl.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bargeld

4 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von bargeld 2 Komponenten

bar+geld

bargeld setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bargeld‑ als Erstglied (3 von 3)

bargeldlos

LDWB2

bargeld·los

bar|geld|los adj. nia en contanc. ▬ bargeldlos zahlen paié nia en contanc, paié cun n assëgn.

bargeld als Zweitglied (1 von 1)