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Organ

ae. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Organ

Bd. 6, Sp. 1019
Organ NomPl -en GWBB6,407,24; bei etwa 430 erfaßten Belegen Schwerpunkt in 2c; s Vorbem zu ‘organisch’ 1 in ursprünglicher Bed: Werkzeug, Instrument, Mittel, bezogen auf ein praktisch-gegenständliches Objekt, auch auf Technik; einmal ‘verständige O-e’ für Maschinen Das Pferd steht als Tier sehr hoch..man überzeugt sich beinahe, daß es nur zum O. des Menschen geschaffen sei, um..das Kräftigste wie das Anmuthigste bis zum Unmöglichen auszurichten GWB35,96,18 TuJ 1801 Bey Ausbreitung der Technik hat man keine Sorge, sie hebt nach und nach die Menschheit über sich selbst und bereitet der höchsten Vernunft dem reinsten Willen höchst zusagende O-e GWB252,252,22 Wj Schema N3,XXIII,14 FlH Urzeit uö(selten) mBez auf eine intellektuelle Hervorbringung; auch ‘bewegliches, allgemeines O.’ für die Sprache, einmal ‘mathematisches O.’ muß man doch gestehen, daß ein Franzose, wenn er einmal vermitteln will, ein sehr bequemes O. an seiner Sprache findet GWBB22,22,5 Reinhard 22.1.11 Ein politisches Gedicht ist überhaupt im glücklichsten Falle immer nur als O. einer einzelnen Nation, und in den meisten Fällen nur als O. einer gewissen Partei zu betrachten GWBGespr(FfA II 12,708,2f) Eckermann 14.3.30 habe ich mir ein andres O. in die Ferne ausgedacht [als das Verfassen von Briefen], nämlich einen Roman zu schreiben [‘Die Wahlverwandtschaften’] GWBB20,358,26 Reinhard 9.6.09 Das was wir in der neueren Zeit Naturphilosophie nennen ist ein großes Geschenck, das uns immer würdiger und werther erscheinen muß jemehr wir sie als ein O. betrachten das durch eine hohe Symbolic uns in den Stand setzt uns dem Wichtigsten zu nähern GWBN52,192,8 Fl Plp N52,253,13 ebd 412,281,12 SerbGed A(MA9,993,19) Bericht [22.]11.12 K N3,151,21 FlH III [Zit s v organisch 2] mBez auf den Menschen schlechthin, auf eine soziale Gruppe od ein Individuum, auch auf die Frau hinsichtlich ihrer biol Rolle; einmal von literar Figuren in Berührung mit Bed 3; auch ‘ein O. aus sich machen’, ‘sich O-e bilden’ der Mensch ist immer mehr oder weniger ein O. seiner Zeit GWBT13,11,25 v 16.1.31 Wie schätz ich Sie glücklich daß Sie..hoffen können [als Komponist] auch etwas für die Dauer geleistet zu haben. Dabey muß man denn auch..der großen Masse zu Ehren reden..die..die bildsamen O-e hergiebt und auch Mittel verleiht das geleistete fortzupflanzen GWBB17,110,3 Zelter 28.3.04 [Montan zu Wilhelm:] es ist jetzo die Zeit der Einseitigkeiten; wohl dem, der es begreift..Mach' ein O. aus dir und erwarte, was für eine Stelle dir die Menschheit im allgemeinen Leben wohlmeinend zugestehen werde GWB24,51,3 Wj I 4 Das Weib ist ein organisiertes Gebären, das O. des Gebärens GWBGespr(He2,157) Riemer 20.11.06 spricht er [Hebel]..durch die O-e der Bauern und Nachtwächter die höheren Gefühle von Tod, Vergänglichkeit des Irdischen..mit Ernst, ja melancholisch aus GWB40,301,12 Üb:Hebel,Ged B12,294,24 CarlAug 11.9.97 Beilage B18,70,14 Gagern [vor Okt 95] K Gespr(FfA II 12,483,10) Eckermann 2.5.31 422,235,1 MuR(957) mBez auf die Natur; ‘göttliches O.’ GWB422,211,20 MuR(810) in generalisierender Aussage herrscht in der Welt der von den Mathematikern unterhaltene Wahn, daß in der Mathematik allein das Heil zu finden sei, da sie doch, wie jedes O., unzulänglich gegen das All ist. Denn jedes O. ist spezifisch und für das Spezifische GWBGespr(He2,185) Riemer 14.1.07 2 ein bestimmte Funktionen erfüllender, eine in sich geschlossene Einheit bildender Teil der menschlichen, tierischen od pflanzlichen Physis a unspezifisch, übergreifend Wie sehr unterscheiden sich..organische Wesen, auch nur unvollkommene! Sie verarbeiten zu verschiedenen bestimmten O-en die in sich aufgenommene Nahrung GWBN8,80,5 Vortr VglAnatomie 3 Die O-e componiren sich nicht als vorher fertig; sie entwickeln sich aus- und aneinander zu einem nothwendigen, in's Ganze greifenden Dasein. Da mag denn von Function, Gestalt, Farbe, Maß, Masse, Gewicht oder von andern Bestimmungen..die Rede sein GWBN7,208,12 PrincPhilZool II Da alle Geschöpfe, welche wir lebendig nennen, darin überein kommen, daß sie die Kraft haben, ihres gleichen hervorzubringen, so suchen wir mit Recht die O-e der Zeugung, wie durch alle Geschlechter der Thiere, so auch im Pflanzenreich auf; wir finden sie auch bis fast auf der untersten Stufe dieses letzten Reiches GWBN6,279,16 MetamPfl II 2 [für: organe] GWBN6,265,26 MetamPfl Wirkg 1830 [Turpin] Übs [Zit s v Organisation 2aα] b mBez auf die Pflanze; bes in Hinsicht auf das Blatt als Grundorgan, auch auf die organologische Entwicklung durch Ausdehnung u Zusammenziehung, auf die Autonomie jedes Pflanzenteils im Entwicklungsprozeß ua; auch ‘Identität, Versatilität der O-e’ od in Vbdg mit qualifizierenden Attr wie ‘spiral, metamorphisiert, proteisch’ Es war mir..aufgegangen, daß in demjenigen O. der Pflanze, welches wir als Blatt gewöhnlich anzusprechen pflegen, der wahre Proteus verborgen liege, der sich in allen Gestaltungen verstecken und offenbaren könne.. GWB32,44,13 ItR Dasselbe O., welches am Stengel als Blatt sich ausgedehnt und eine höchst mannichfaltige Gestalt angenommen hat, zieht sich nun im Kelche zusammen, dehnt sich im Blumenblatte wieder aus, zieht sich in den Geschlechtswerkzeugen zusammen, um sich als Frucht zum letztenmal auszudehnen. Diese Wirkung der Natur ist zugleich..verbunden..mit der Versammlung verschiedener O-e um ein Centrum nach gewissen Zahlen und Maßen GWBN6,91,11u20 MetamPfl 115f scheint es..daß jedes O., an jedem Knoten selbst thätig sei und sich dadurch gleichsam selbst hervorbringen..müsse..Man darf sich..nicht denken, daß in der Pflanze irgendwo ein Vorrath sei, aus welchem alle die Theile nach und nach hervorgebracht werden, sondern jedes O. bringt auf seiner Stufe..seine Bildung und seine Eigenschaften zu Wege GWBN7,338f Versuche übWachstum dPfl Bei Betrachtung der Pflanzen wird ein lebendiger Punkt angenommen, der ewig seines gleichen hervorbringt. Und zwar..bei den geringsten Pflanzen durch Wiederholung eben desselbigen..bei den vollkommnern durch progressive Ausbildung und Umbildung des Grundorgans in immer vollkommnere und wirksamere O-e.. GWBN6,305,23 PhysiolPfl mannichfaltig erzeugt sich,|Ausgebildet..immer das folgende Blatt,|Ausgedehnter, gekerbter, getrennter in Spitzen und Theile,|Die verwachsen vorher ruhten im untern O. GWB3,86 MetamPfl Eleg 28 N13,43,2 Morph Plp N6,116,28 BotanStudien [1831] N7,37,19 SpiralTend N6,357,7 Morph N6,92,11u20 MetamPfl 119f c mBez auf das Tier; auch im Hinblick auf den Wirbel als Grundorgan sowie auf Organmodifikation, Gestaltmetamorphose ua; einmal mit der Qualifikation ‘verwandlungsfähig’ ist jeglicher Mund geschickt die Speise zu fassen|Welche dem Körper gebührt, es sei nun schwächlich und zahnlos|Oder mächtig der Kiefer gezahnt, in jeglichem Falle|Fördert ein schicklich O. den übrigen Gliedern die Nahrung GWB3,89 MetamTiere 19 sehen wir auf der Erde, in dem Wasser, in der Luft die mannichfaltigsten Gestalten der Thiere sich bewegen, und nach dem gemeinsten Begriffe sind diesen Geschöpfen die O-e angeschaffen, damit sie die verschiedenen Bewegungen hervorbringen und die verschiedenen Existenzen erhalten können GWBN7,221,7 AllgVergleichungslehre ist z.B. in die Augen fallend, daß sämmtliche Wirbelknochen eines Thieres einerlei O-e sind, und doch würde, wer den ersten Halsknochen mit einem Schwanzknochen unmittelbar vergliche, nicht eine Spur von Gestalts-Ähnlichkeit finden.. ..wird es der Natur möglich die verschiedensten und doch nahe verwandten Systeme, durch Modification ähnlicher O-e, zu erschaffen und in einander zu verschlingen GWBN8,87,15 u 88,6 Vortr VglAnatomie 3 Die Natur, um zum Menschen zu gelangen, führt ein langes Präludium auf..Die Tiere tragen gleichsam das, was hernach die Menschenbildung gibt, recht zierlich..als Schmuck, zusammengepackt in den unverhältnismäßigen O-en, als da sind Hörner, lange Schweife, Mähnen usw., welches alles beim Menschen wegfällt.. GWBGespr(He2,158) Riemer 23.11.06 Nun kömmt ihr [der Raupe] Wachsthum endlich auf den Punct, auf dem es nicht weiter kann..Es sucht sich eines gewissen Gespinnstes zu entledigen, das zu den Systemen seines Körpers gehörte, wobei das Ganze..zugleich von allem Überflüssigen des der Verwandlung in edlere O-e Entgegenstehenden gereinigt wird GWBN8,84,16 Vortr VglAnatomie 3 N8,85,20 ebd N8,13,20,21u25 VglAnatomie 3 N7,197,10 PrincPhilZool II auch d übergreifend Das Thier wird durch seine O-e belehrt; der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie1) GWB422,258,16 MuR(1190) d mBez auf den Menschen α in Hinsicht auf die Entwicklungsgeschichte des Menschen, auf einen spezifisch menschlichen Körperteil, auch auf einen funktionalen Zshg ua; einmal pl iSv Glieder daß die Natur..sich selbst erst unendliche Mittel vorbereiten muß, ehe sie nach tausendfältigen Versuchen die O-e aus und an einander zu entwickeln fähig wird, um eine Gestalt wie die menschliche hervorzubringen GWB491,212,25 Bossi,Leonardo [über den Vorderarm] dieses O., welches den Menschen eigentlich zum Menschen macht GWBN(DKuhn 240) PrincPhilZool II Var [mBez auf Herders ‘Abhandlung über den Ursprung der Sprache’] Ganz im innerlichsten Bezug auf seine O-e sowohl als seine Geistesfähigkeiten sei..dem Menschen die Sprache angeboren GWB32,183,3 ItR Moritz alsEtymolog vom Physiognomen nimmt er [der Morphologe] die Aufmerksamkeit auf die unendlich bestimmte so dauernde als vorübergehende Wirkung geistiger Veränderung auf physische O-e GWBN12,243 Morph Plp [über Iffland] Er hat eine große Gewandtheit seines Körpers und ist Herr über alle seine O-e, deren Unvollkommenheiten er zu verbergen, ja sogar zu benutzen weiß GWBB11,53,21 Meyer 18.[4.]96 [Pater Seraphicus zu den seligen Knaben:] Knaben! Mitternachts Geborne,|Halb erschlossen Geist und Sinn,|..Steigt herab in meiner Augen|Welt- und erdgemäß O.|Könnt sie als die euern brauchen,|Schaut euch diese Gegend an GWB151,329 Faust II 11907 27,16,9 DuW 6 23,202,23 Lj VIII 5 im Bild [Faust:] Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,|Die eine will sich von der andern trennen;|Die eine hält, in derber Liebeslust,|Sich an die Welt mit klammernden O-en GWB14,57 Faust I 1115 Wie der Herzog unterweegs vom Geiste der Naturlehre überfallen worden wundert mich es schienen seine O-en am wenigsten vorbereitet dieses Wehen zu vernehmen GWBB6,407,24 Knebel 15.12.84 51,213 Xen 55(777) uö(selten) ‘dieses erste O. des Lebens’ für: Herz (in Berührung mit c) Mignons Krankheit..daß das Kind..von einem Krampf an seinem armen Herzen oft heftig und gefährlich leide, daß dieses erste O. des Lebens, bei unvermutheten Gemüthsbewegungen, manchmal plötzlich stille stehe GWB23,156,6 Lj VIII 2 β für: Auge das Bedürfniß nach Totalität, welches unserm O. eingeboren ist GWBN1,324,4 FlD 812 wenn das O. einen mechanischen Anstoß erleidet, so springen Licht und Farben hervor GWBN1,XXXII,8 FlD Einl N1,314,2 FlD 776 N11,283,18 Purkinje,Sehen subj in den Fügungen ‘(die Welt) durch jds O. (an)sehen’ zugl im erweiterten Sinne für eine das gesamte Sensorium des Menschen, auch dessen Empfindung u Rationalität einschließende Wahrnehmungs-, Auffassungsweise da ich schon in früherer Zeit so gern und mit so vielem Nutzen durch dein O. sah, so würde es mir jetzt [bei der geplanten Italien-Reise] auf alle Weise wünschenswerther sein, da du gebildet und in Vergleichung der Dinge..geübt bist, ich hingegen älter und einseitiger werde GWBB11,48,15 FStein 15.3.96 [Korr B30,259] B23,85,13 WHumboldt 31.8.12 K γ vom menschlichen Geist; auch pl ‘auffassende und erkennende O-e’ wie bedeutend ist es die Grenzen des menschlichen Geistes immer näher kennen zu lernen, und dabey immer deutlicher einzusehen daß man nur desto mehr verrichten kann, je reiner und sichrer man das O. braucht das uns überhaupt als Menschen und besonders als individuellen Naturen gegeben ist GWBB12,34,9 Fstin Gallitzin 6.2.97 K 36,56,6 TuJ 1810 [Zit s v Erkenntnisorgan] 3 Stimme, Stimmvolumen; mit den Attribuierungen ‘wohlklingend, kräftig, groß’ ua lernte er [Serlo]..das, wovon so wenig Schauspieler einen Begriff zu haben scheinen: mit O. und Gebärden ökonomisch zu sein GWB22,118,18 Lj IV 18 (..verstärkte er [Neffe] seine Stimme und hielt die Töne gewaltsam aus..Er sagte:) Hier muß man Lungen haben, ein großes O. [un grand organe], Luft genug GWB45,122,10 RamNeffe [Kriterien der Auswahl eines neuen Ensemblemitglieds] Wenn mir..sein Äußeres und sein Benehmen gefiel, so ließ ich ihn lesen, um sowohl die Kraft und den Umfang seines O-s, als auch die Fähigkeiten seiner Seele zu erfahren GWBGespr(FfA II 12,555,18) Eckermann 14.4.25 35,128,5 TuJ 1802 Gespr(He31,266) Genast 24.7.21 22,205,10 Lj V 12 4 nach FJGall: ein bestimmtes Hirnareal als Sitz einer praktischen bzw geistigen menschlichen od tierischen Körperfunktion GWBGespr(He2,27) Laube Sommer 05 [Zit s v Organenlehre] 5 im Anschluß an Pkt 1 u 2: iSv Veranlagung, Fähigkeit, Vermögen; besonders in allg Aussage; auch in den Fügungen, Vbdgn ‘O-e (an sich aus)bilden, entwickeln’, ‘mit allen natürlichen und künstlichen O-en’, auch in negativer Hinsicht ‘O. des Mißwollens, der Unzufriedenheit’ Der Mensch ist als wirklich in die Mitte einer wirklichen Welt gesetzt und mit solchen O-en begabt, daß er das Wirkliche und nebenbei das Mögliche erkennen und hervorbringen kann GWB422,143,20 MuR(266) Mir sind die Meinungen eines Künstlers, der das mechanische seiner Kunst verstehet immer höchst wichtig..Es komt nicht darauf an, was man mit dem einmal gegebenen O-e machen will, sondern was man machen kan GWBB7,185,5 Kayser 28.2./1.3.86 [Abbé:] die Menschen glauben, die O-e, ein Kunstwerk zu genießen, bildeten sich eben so von selbst aus, wie die Zunge und der Gaum..sobald der Mensch an mannichfaltige Thätigkeit oder mannichfaltigen Genuß Anspruch macht, so muß er auch fähig sein, mannichfaltige O-e an sich gleichsam unabhängig von einander auszubilden GWB23,250,18 u 251,7 Lj VIII 7 Der Mensch kennt nur sich selbst, in sofern er die Welt kennt, die er nur in sich und sich nur in ihr gewahr wird. Jeder neue Gegenstand, wohl beschaut, schließt ein neues O. in uns auf GWBN11,59,19 BedeutFördernis N(GOETHE14/15,143 Schönheit organNaturen [Zit s v organisch 1b] GWBGespr(FfA II 12,115,5u7) Eckermann 2.5.24 52,370 Epist II Plp Und was deine Söhne 4 B10,190,22 Schiller 4.9.94 Gespr(He31,437) Kanzl Müller 3.2.23 hinsichtlich einer Vereinigung aller menschlichen Fähigkeiten (zwecks Welterkenntnis) das neueste Stück [des ‘Journals für Chemie u Physik’] war für mich von großem Interesse..ist es mir doch höchst erwünscht, einem Swedenborgischen Geiste gleich, durch die Augen solcher Männer das Universum zu beschauen, die berufen sind, die erscheinende Welt bis in's Unendliche zu verfolgen. Daß der Mensch aller geistigen O-e bedürfe, wenn er sich an das Ungeheuere wagt, gestehen wir gern. Der Philosoph, der Mathematiker, der Chemiker, der Physiker, dürfen da wohl gemeinschaftlich handeln GWBB24,226,24 Schweigger 25.4.14 Ich..kann, bey den mannigfaltigen Richtungen meines Wesens, nicht an einer Denkweise genug haben; als Dichter..bin ich Polytheist, Pantheist hingegen als Naturforscher..Die himmlischen und irdischen Dinge sind ein so weites Reich, daß die O-e aller Wesen zusammen es nur erfassen mögen GWBB23,226,24 Jacobi 6.1.13 meist in Selbstcharakterisierung Goethes: ‘kein O. für/zu etw haben, mitbringen’ Für Philosophie im eigentlichen Sinne hatte ich kein O. .. GWBN11,47,5 EinwirkgNeuPhilos [betr Beschäftigung mit der Farbenlehre] Die Arbeit war unsäglich..da ich kein O. zur Behandlung der Sache mitbrachte, sondern mir es immer in und zu der Erfahrung bilden mußte GWBB13,32,3 Schiller 20.1.98 die vielen falschen Tendenzen zur bildenden Kunst, zu der er [Goethe] kein O., zum thätigen Leben, wozu er keine Biegsamkeit, zu den Wissenschafften, wozu er nicht genug Beharrlichkeit hat GWB422,506,8 Selbstschilderung B12,242,17 Böttiger 16.8.97 Gespr(He2,789) Falk 29.3.13 B13,216,22 WHumboldt 16.7.98 K abstrahierend für das gesamte Erkenntnissubjekt [betr die ‘Farbenlehre’] Ein Philosoph [vermutlich Schelling] hat mich höchlich gepriesen, daß ich das Subject, das empfangende, aufnehmende O., mit in die Physik eingeführt. Ich habe ihm dagegen versichert, daß ich alles mögliche thun würde, um es nicht wieder herauszulassen GWBB21,393,8 Reinhard 7.10.10 6 Zeitung, Zeitschrift Reichsanzeiger.|Edles O., durch welches das deutsche Reich mit sich selbst spricht!|Geistreich, wie es hinein schallet, so schallt es heraus GWB51,241 Xen 252(438) B16,5,8 Wieland 13.1.02 uö(selten) GWBAntriebs- GWBBewegungs- Blatt- GWBErkenntnis- GWBErnährungs- GWBFreß- GWBGehör- GWBGeistes- GWBGeruchs- GWBGesichts- GWBGrund- GWBHalt- GWBHülfs- GWBLebens- GWBPflanzen- GWBSaug- GWBSeh- GWBSing- GWBSinnes- GWBSprach- GWBTätzchen- GWBVerstäubungs- GWBZeugungs- Syn zu 1 Hülfsmittel Instrument Mittel Werkzeug zu 2 Körper Körperteil zu 2dα Glied Gliedmaße zu 2dβ Auge zu 3 Stimme zu 5 Anlage Fähigkeit Fertigkeit Gabe Kenntnis Kraft Vermögen zu 6 Journal Zeitschrift Zeitung 1) s hierzu SchrGG21,385(zu1190) Michael SchilarM.S.
16869 Zeichen · 215 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    organst. M. (a)?

    Köbler Ae. Wörterbuch

    organ , st. M. (a)? nhd. Begleitstimme Hw.: vgl. an. organ, ahd. organa* I.: Lw. lat. organum E.: s. lat. organum, N., W…

  2. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    organF.

    Köbler An. Wörterbuch

    organ , F. nhd. Orgel Hw.: vgl. ae. organ, ahd. organa* I.: Lw. mnd. organ, Lw. lat. organum E.: s. mnd. organ, N., Orge…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    organ

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    organariAWB m. ja-St., Gl. 2,40,4 (11. Jh.): ‚Organist, Musiker; symphoniacus‘ (vgl. mhd. org[e]ler st.m. ‚Organist‘, äl…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    organN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    organ , N. nhd. Orgel Hw.: s. orgel; vgl. mhd. organe, organa, mnl. organe Q.: Lüb. UB. 4 302 I.: Lw. lat. organum E.: s…

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Orgān

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Orgān , des -es, plur. die -e, aus dem Griech. und Lat. Organum, womit besonders die Werkzeuge der äußern Sinne, der…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Organ

    Goethe-Wörterbuch

    Organ NomPl -en B6,407,24 ; bei etwa 430 erfaßten Belegen Schwerpunkt in 2c; s Vorbem zu ‘organisch’ 1 in ursprünglicher…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Organ

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Organ , griech.-deutsch, Werkzeug, insbesonders ein einzelner Theil eines lebendigen Naturkörpers mit bestimmten Verrich…

  8. modern
    Dialekt
    Organ

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Organ Band 1, Spalte 447 Organ 1,447

  9. Spezial
    Organ, artikulierendesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Organ , n , artikulierendes орган , м , действующий

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit organ

122 Bildungen · 116 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

organ‑ als Erstglied (30 von 116)

organalis

LmL

organ·alis

organalis -e 1. zur Orgel gehörig, Orgel- 2. begleitend, Begleit- (in Bezug auf die Zusatzstimme im Organum) 3. die mehrstimmige Ausführung …

organan

KöblerAe

organan , Sb. Pl. nhd. Drehleier ÜG.: lat. organum Gl Q.: Gl I.: Lw. lat. organa (Pl.) E.: s. lat. organum, N., Werkzeug in der Landwirtscha…

organâri

AWB

organ·ari

organâri st. m. ; vgl. mhd. orgeler, nhd. org(e)ler, mnd. orgelêre. orgenare: nom. sg. Gl 2,40,4 ( Sg 174, Gll. 11. Jh. ). Musiker, Orgelspi…

Organdy

Meyers

Organdy (engl.; franz. Organdis ), glattes lockeres, seines Baumwollengewebe, dem Mull ähnlich, aber dichter und steifer appretiert, wurde z…

Organeiweiß

Meyers

organ·eiweiss

Organeiweiß , nach Von dasjenige Eiweiß im tierischen Körper, das nur in Fällen der Not, z. B. beim Hunger, angegriffen wird, während das zi…

organempfindung

DWB

organ·empfindung

organempfindung , f. : man kann zuerst die sinne der körperempfindung in den der vitalempfindung ( sensus vagus ), und die der organempfindu…

organen

MNWB

organen , swv. : die Orgel spielen; (nur substantiv.:) o.t Orgelspiel, unde wat licht lü̂dent o.t kosten wil (Ub. Hildesh. 8, 645).

organët

LDWB1

organët [or·ga·nët] m. (-ëc) ‹mus› Leierkasten m., Drehorgel f.

organ[h]lûta

AWB

organ·hluta

organ[h]lûta sw. f. — Graff IV,1098. orgen-lûtun: gen. sg. Nc 788,19 [106,5]. Klang oder Ton der ( Wasser- ) Orgel: dar ( beim Chor der Muse…

organhlūta

KöblerAhd

organhlūta , sw. F. (n) Vw.: s. organlūta*

organian

KöblerAe

organian , sw. V. (2) nhd. die Choralstimme begleiten I.: Lw. lat. organizāre E.: s. lat. organizāre, V., mit einem Musikinstrument begleite…

organice

LmL

organice 1. begleitend, in der Begleitstimme 2. im Note gegen Note-Satz 3. mit Blasinstrumenten — 1. in the accompanying voice 2. in note-ag…

organich

LDWB1

organ·ich

organich [or·gā·nich] I adj. (-cs, -ca) 1 organisch, einheitlich, geschlossen 2 (ordiné) organisch II m. (-cs) Stellenplan m., Personalbesta…

organicus

LmL

organicus -a , -um 1. instrumental, Musikinstrumente betreffend 2. Orgel-, zur Orgel gehörig 3. musikalisch 4. begleitend, Begleit- (in Bezu…

органический

RDWB2

органический перен. überhaupt, kein bisschen, grundsätzlich, gar nicht, auf den Tod nicht idiom Он органически не умеет врать. - Er kann übe…

organiere

BMZ

organ·iere

organiere swv. spiele auf der orgel, mache musik. galander unde nahtegal, die begunden organieren Trist. 17359.

organieren

Lexer

organ·ieren

organieren swv. ib. orgeln, pfeifend musicieren Trist. 4803. 17359. orgenîren Dfg. 400 b ;

organigram

LDWB1

organigram [or·ga·ni·grạm] m. (-s) Organigramm n., Stellenplan m.

Organigramm

LDWB2

Or|ga|ni|gramm n. (-s,-e) organigram (-s) m.

organisadëssa

LDWB1

organisadëssa [or·ga·ni·sa·dës·sa] f. (-sses) Organisatorin f., Veranstalterin f. → organisadú.

organisadú

LDWB1

organisadú [or·ga·ni·sa·dú] m. (-dus) Organisator m., Veranstalter m., Manager m., Gestalter m. ◆ organisadú de iadi Reiseveranstalter m.

organisatif

LDWB1

organisatif [or·ga·ni·sa·tīf] adj. (-s, -iva) organisatorisch.

organ als Zweitglied (4 von 4)

borgan?

KöblerAhd

*borgan? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. fir- Hw.: s. bergan*

gebeorgan

KöblerAe

gebe·organ

gebeorgan , st. V. (3b) nhd. bergen, retten, schützen, verteidigen, sich hüten Hw.: vgl. as. gibergan*, ahd. gibergan*, got. gabaírgan E.: s…

unfirborgan

KöblerAhd

unfirborgan , (Part. Prät.=)Adj. nhd. unverborgen ne. unconcealed ÜG.: lat. non absconditus N, non occultatus N Q.: N (1000) I.: Lüs. lat. n…

Ableitungen von organ (2 von 2)

organe

Lexer

organâ stf. , organe , orgene swf. BMZ orgel. die schellen unt diu organâ Msh. 2, 360 a . dâ hellent mit gedrange die organâ ze prîse W. v. …

urorgan

DWB

urorgan , n. organ 4 und ur- C 4 c: in den instrumenten repräsentiren sich die urorgane der schöpfung R. Wagner 1, 110 .

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Cotta, M. (2026). „organ". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/organ/gwb
MLA
Cotta, Marcel. „organ". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/organ/gwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „organ". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/organ/gwb.
BibTeX
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