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Zelle

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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20 in 17 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Zelle

Bd. 20, Sp. 876
Zelle (Cellula; hierzu Tafel »Zelle« mit Text), die einfachste Form, in der lebende Wesen (Tiere oder Pflanzen) auftreten, und der Elementarbestandteil der mehrzelligen Tiere und Pflanzen. Über die Pflanzenzelle s. d. Meistens ist die Z. nur mikroskopisch sichtbar und besteht im wesentlichen aus zähflüssiger, eiweißartiger Substanz, die ziemlich kompliziert strukturiert und mit Leben begabt ist, d. h. sich bewegen kann, für äußere Reize empfänglich ist, durch Aufnahme von Nahrung sich vergrößert und unter gewissen Umständen sich vervielfältigt (fortpflanzt). Man nennt diese uns in ihrem innersten Wesen noch völlig rätselhafte Materie Plasma, Zytoplasma, Protoplasma (s. d.), auch wohl Sarkode. Chemisch stellt das Protoplasma ein Gemisch verschiedener Eiweißkörper dar, und morphologisch zeigt es bei den einzelnen Zellarten einen recht verschiedenartigen Bau, der sich zumeist auf ein von Flüssigkeit (Zellsaft) durchtränktes, äußerst zartes Maschenwerk zurückführen läßt (Fig. 3). Darin eingelagert finden sich in den meisten Zellen noch allerlei Substanzen, die durch die Tätigkeit der Zellen erzeugt werden, z. B. Fetttröpfchen, Pigmentkörner (Fig. 10 u. 12), mancherlei Kristalle, Drüsensekrete, Dotterkörner, Bläschen (Vakuolen) voll Flüssigkeit (Fig. 11–15). Manche Zellen, wie Fett-, Drüsen-, Eizellen können von diesen Stoffen so dicht erfüllt sein, daß man zunächst Plasma und Zellkern kaum wahrzunehmen vermag. Bei manchen, aber weit weniger bei den tierischen als bei den pflanzlichen Zellen umgibt sich das Zytoplasma zum Schutze gegen die Einwirkung der Außenwelt mit einer Haut (Membran, Zellmembran, Zellhaut, Zellwandung), die mit der heranwachsenden Z. wächst und durch nachträgliche Ein- und Auslagerung auch eine gleichmäßige oder partielle Dickenzunahme erfahren kann. Die Membran ist unter normalen Verhältnissen durch den im Zellinnern vorhandenen Saftdruck (Turgor) elastisch gespannt. Wird der Turgor durch Wasserentziehung herabgesetzt, so zieht sich die Zellwand bis zu völliger Entspannung zusammen. Schreitet die Wasserentziehung dann noch weiter fort, so tritt die Plasmolyse ein, d. h. der Protoplasmakörper zieht sich von der Zellwand, mit der er bis dahin in unmittelbarer Berührung stand, zurück. Durch erneute Wasserzufuhr kann die Plasmolyse wieder aufgehoben und der Turgor wiederhergestellt werden. Fast immer ist im Plasma ein meist runder Körper, der sogen. Zellkern oder schlechtweg Kern (s. unten), vorhanden. Man unterscheidet dementsprechend kernlose Zellen (Zytoden, Moneren), deren Existenz freilich auch in Abrede gestellt wird, sowie kernhaltige Zellen oder Zellen im engern Sinn. Anderseits gibt es auch vielkernige Zellen, die durch Teilung des einen Zellkerns oder als Syncitien durch Verschmelzung von Zellen zustande kommen. – Die Gestalt der Z. ist im einfachsten Falle, d. h. bei frei lebenden, ruhenden Zellen, kugelig, ändert sich aber bei jeder Bewegung. Überhaupt kann sich eine solche membranlose oder nackte Z. nur dadurch von der Stelle bewegen, daß sie nach einer Seite hin einen oder mehrere Fortsätze ausstreckt und mit ihrem ganzen Leib in dieselben gewissermaßen nachströmt (sogen. amöboide Bewegung, Fig. 1 u. 2). Ist sie dagegen von einer Membran umgeben, so streckt sie ihre alsdann gewöhnlich feinern, fadenförmigen Fortsätze durch besondere darin befindliche Öffnungen heraus, heftet sich damit an irgendeinen Gegenstand an und zieht sich nach. Auch ihre Nahrung erlangt sie, indem sie mit ihren Fortsätzen (Scheinfüßen, Pseudopodien, Fig. 1 u. 2), die sie beliebig ausstrecken und wieder in ihren Leib einziehen kann, die ihr zusagende Beute umspinnt und diese entweder ganz in ihr Inneres befördert oder an Ort und Stelle verzehrt. Unter Umständen aber ziehr sie die Pseudopodien ganz ein, rundet sich ab und umgibt sich auch wohl mit einer dickern, widerstandsfähigen Haut (Zyste). Manche Zellen sind an der ganzen oder einem Teil ihrer Oberfläche von zarten, beweglichen Fortsätzen ihres Protoplasmas, sogen. Zilien oder Wimperhaaren, bedeckt (Fig. 11, 12 u. 17), die den einzelligen sowie kleinern mehrzelligen Organismen zur Fortbewegung sowie zur Fortstrudelung von Fremdkörpern dienen. – Eine besondere Rolle im Leben der Z. spielt der Kern (Nucleus, Zytoblast). Er pflegt von einer besondern Haut (Kernmembran) umgeben zu sein, enthält häufig ein oder mehrere Kernkörperchen (Nukleolen), liegt gewöhnlich in der Mitte der Z. und ist oft während des Lebens nur schwer oder überhaupt nicht sichtbar. Seine Form pflegt kugelrund oder oval, seltener länglich, gestreckt, wurst-, band- oder rosenkranzförmig zu sein (Fig. 3,4,14–16). Ausnahmsweise ist er in Fortsätze ausgezogen oder verzweigt; auch kann er in der Z. seine Lage verändern. Ausnahmsweise besitzt die Z. mehrere oder sogar viele Kerne (Fig. 17). Der Kern ist jedenfalls bei allen Vorgängen in der Z., namentlich jedoch beim Stoffwechsel und der Fortpflanzung, von Bedeutung, obwohl man darüber im ganzen wenig Sicheres weiß. Der Kern besteht aus chromatischer und achromatischer Substanz, welch erstere für gewöhnlich, d. h. beim Ruhekern, als seines Maschenwerk im Hohlraum des Kernes (Fig. 3 k) ausgespannt ist, bei der Vorbereitung zur Teilung des Kernes (und auch der Z.) jedoch in Form eines oder mehrerer Kernfäden auftritt, die sich in Kernsegmente, sogen. Kernschleifen, zerfällen (Fig. 3–7), die sich aber auch zu Stäbchen und Kugeln verkürzen können. Die sogen. Chromosomen (Farbkörper) werden bei der Zerteilung meine sogen. Kernspindel einbezogen (Fig. 5–7). Diese besteht außerdem aus den achromatischen Spindelfasern, den an den beiden Polen der Spindel liegenden Zentrosomen (Zentralkörpern) und den davon ausgehenden Polstrahlungen (Fig. 6 u. 7) = (Fig. 6–8). Zustande kommt die Spindel dadurch, daß der neben dem Kern liegende Zentralkörper sich teilt (Fig. 3–5) = (Fig. 3 bis 5), die beiden Tochterzentrosomen auseinanderrücken und die Pole der Spindel einnehmen, worauf die Strahlungen und Spindelfasern entstehen, bez. ihre Lage einnehmen und die Chromosomen, die sogen. Äquatorialplatte inmitten der Spindel, bilden. Durch Spaltung der Chromosomen und Auseinanderrücken der Spalthälften kommen die beiden Tochterplatten zustande (Fig. 5 u. 6). In der Mitte der diese beiden letztern verbindenden seinen Fasern treten Verdickungen auf, und diese sogen. Zellplatte stellt die Teilungsgrenze zwischen den beiden neuentstandenen Zellen dar. Diese Art der Kernteilung (Karyokinese, Mitose, indirekte oder mitotische Teilung) ist die Regel; ihr steht die Kernzerschnürung oder direkte Teilung (Amitose) gegenüber, wobei einfach der Kern sich in die Länge zieht und in der Mitte durchreißt (Fig. 1). Welche Kräfte bei dem komplizierten Vorgang der Kernteilung tätig sind, welche Rolle dabei den Zentrosomen, Polfasern, Spindelfasern und Chromosomen zukommt, ist zwar viel erörtert, aber noch nicht genügend aufgeklärt worden. Die Zahl der Chromosomen ist eine für die einzelnen Tier- und Pflanzenspezies konstante und schwankt zwischen ganz wenigen (zwei) bis zu sehr vielen (mehr als 100). Die durch Teilung aus einander entstandenen Zellen können sich voneinander trennen, wie dies zumeist bei den einzelligen Organismen (Protisten, Protozoen) der Fall ist (Fig. 1), sie können aber auch miteinander verbunden bleiben, und dann kommt es zur Bildung von Kolonien einzelliger Organismen, bez. eines mehrzelligen Organismus, wie er bei der Furchung aus der Eizelle hervorgeht. Unter diesen Zellen pflegt bald eine Arbeitsteilung und damit eine Gestalt- und Strukturdifferenz einzutreten, d. h. manche Zellen sorgen ausschließlich für Nahrungsaufnahme und lassen die gewonnenen Säfte auch den übrigen Zellen zugute kommen, indes andre die Bewegung der ganzen Kolonie übernehmen, wieder andre ausschließlich sich fortpflanzen etc. Durch enges Zusammenrücken platten sich auch meist die Zellen aneinander ab und werden eckig (Fig. 9 u. 14), doch zeigen auch die einzelligen Organismen häufig eine von der Kugelgestalt weit abweichende Form u. sind mit Fortsätzen u. Anhängen des Körpers selbst oder der ihn umgebenden Hüllen ausgestattet. Die Z., wie wir sie hier kennen lernten, ist als Einzelwesen (Protist, s. Protozoen) oder im engen Zusammenhang mit andern Zellen im mehrzelligen Organismus lebensfähig. Auf ihr beruht das tierische und pflanzliche Leben, und in ihr spielen sich die Vorgänge ab, die das Leben bedingen. Sie beruhen hauptsächlich auf dem in der Z. sich vollziehenden Stoffwechsel. Die Z. nimmt aus ihrer Umgebung ernährende Stoffe auf und gibt dafür andre ab, d. h. es gehen in ihrem Protoplasma chemische Umwandlungen vor sich. Die in flüssiger oder fester Form aufgenommene Nahrung wird zur Bildung von Zellsubstanz verbraucht; diese wieder zersetzt sich fortwährend und gibt ihre Zerfallsprodukte nach außen ab. Welcher Art die aufgenommene und abgegebene Substanz ist, hängt von der Verschiedenheit der Zellen selbst ab. Eine wichtige Lebensäußerung der Z. ist ihre Fähigkeit, Sauerstoff aufzunehmen und Kohlensäure abzugeben; es findet ein Oxydationsprozeß in ihr statt. Mit dem Stoffwechsel ist ein Energieumsatz verbunden. Die Z. erzeugt Wärme, sodann mechanische Energie in Form von Bewegung, die sich teils in Strömungen und Lage-, bez. Formveränderungen des Protoplasmas, teils in Ortsveränderungen äußert, sowie auch bei der Zellteilung (Fortpflanzung) deutlich hervortritt. Die Frage, welche Bedeutung dabei dem Zytoplasma oder dem Kern zukommt, muß dahin entschieden werden, daß weder dem einen, noch dem andern Bestandteil die Hauptaufgabe zukommt, sondern daß offenbar beide zusammenwirken, um die von der Z. zu leistenden Aufgaben zu erfüllen. Man kennt viele Arten von Zellen, von denen als die wesentlichsten im tierischen Körper vorkommen: 1) Hautzellen, Epithelzellen, meist platte, eckige Zellen (Fig. 9) zur Begrenzung des Körpers nach außen hin; ähnliche Epithelzellen begrenzen die innern Körperhöhlen, Darm-, Leibeshöhle etc. (Fig. 15 u. 16); 2) Drüsenzellen (Fig. 14) zur Absonderung bestimmter Säfte; 3) Bindegewebszellen, meist von spindelförmiger Gestalt; 4) Muskelzellen oder kontraktile Zellen (Fig. 13), in denen das Plasma ganz oder zum größten Teil sich zusammenziehen und ausdehnen kann; 5) Nervenzellen oder Ganglienzellen; 6) Sinneszellen, die auf ihrer freien Fläche Sinneshaare tragen; 7) Flimmerzellen (Fig. 16), bei denen auf der Oberfläche ein oder mehrere bewegliche Fäden von Plasmasubstanz stehen; 8) Fettzellen, Pigmentzellen (Fig. 10); 9) Knorpel-, Knochen- und Zahnzellen; 10) Blutzellen; 11) Samenzellen, meist bewegliche Zellen, die zur Befruchtung des Eies dienen; 12) Eizellen. Sie alle führen, freilich in sehr verschiedenem Grade, noch ein selbständiges Leben im Organismus, unternehmen sogar zum Teil in ihm Wanderungen (z. B. die weißen, besser farblosen Blutkörperchen, Leukozyten) und gehen auch durchaus nicht immer mit seinem Tode sogleich zugrunde. Es verdient übrigens noch ausdrücklich bemerkt zu werden, daß manche Zellen sich im Lauf ihres Lebens derart verändern, dah sie kaum noch als solche zu erkennen sind, sondern als Fasern, Stränge u. dgl. erscheinen. Ferner scheiden namentlich diejenigen des Bindegewebes, Knorpels etc. um sich herum eine außerordentlich dicke Hülle aus, die man als Interzellularsubstanz bezeichnet, weil sie zwischen den Zellen liegt; auch die Hautzellen vieler Tiere sondern nach außen eine Membran ab, die oft vielfach dicker ist als sie selbst (Hautpanzer der Krebse). Weiteres s. beifolgende Tafel. Vgl. Leydig, Z. und Gewebe (Bonn 1885); Flemming, Zellsubstanz, Kern und Zellteilung (Leipz. 1882); Boveri, Zellenstudien (Jena 1887–97,6 Hefte); O. Hertwig, Allgemeine Biologie (das. 1906); Weismann, Das Keimplasma (das. 1892); Wiesner, Die Elementarstruktur und das Wachstum der lebenden Substanz (Wien 1891); Bütschli, Untersuchungen über mikroskopische Schäume und das Protoplasma (Leipz. 1892); Berthold, Studien über Protoplasmamechanik (das. 1886); Henneguy, Leçons sur la cellule (Par. 1896); E. B. Wilson, The cell in development and inheritance (2. Aufl., New York 1900); Delage, La structure du protoplasma et les théories sur l'hérédité et les grands problèmes de la biologie générale (Par. 1895); Verworn, Allgemeine Physiologie (4. Aufl., Jena 1903); Gurwitsch, Morphologie und Biologie der Z. (das. 1904); M. Heidenhain, Plasma und Z. (Bd. 1, das. 1907).
12400 Zeichen · 165 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ZËLLEstswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    ZËLLE stswf. zelle. lat. cella . der zellen Pass. K. 542,69. myst. 100,12. 1. wohnzimmer. fuorte si in die hêren zelle K…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    zelleF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    zelle , F. Vw.: s. selle (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zelle

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Zelle , plur. die -n, Diminut. das Zellchen. 1. Ein kleines Zimmer, besonders eines Mönches, oder einer Nonne. Sich …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zelle

    Goethe-Wörterbuch

    Zelle [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zelle

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Zelle ( Cellula; hierzu Tafel »Zelle« mit Text), die einfachste Form, in der lebende Wesen (Tiere oder Pflanzen) auftret…

  6. modern
    Dialekt
    Zellef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Zelle f. : 1. 'kleinste Einheit der Bienenwabe', Zell [ZW-L'wied RO-Bistschd KL-Matzb Christmann Kaulb 9 Mang 89 Müller …

  7. Sprichwörter
    Zelle

    Wander (Sprichwörter)

    Zelle 1. Die Zelle macht den Mönch nicht. (S. Kleid 27, Kutte 1.) Frz. : L'habit ne fait pas le religieux, mais la bonne…

  8. Spezial
    Zelle

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zel|le f. (-,-n) 1 ‹biol› zelula (-les) f. 2 (Kabine) cabina (-nes) f. 3 (Kammer) ciamena (-nes) f. , zela (zeles) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zelle

91 Bildungen · 65 Erstglied · 23 Zweitglied · 3 Ableitungen

zelle‑ als Erstglied (30 von 65)

zellein

DWB

zell·ein

zellein , n. : zu 1: cellula ain zellin, kAelterlein Diefenbach gl. 111 a ; zu 2 u. 3: cellelin väterbuch 14 832; celleli Seuse d. schr. 45 …

zellelīn

KöblerMhd

zelle·līn

zellelīn , st. N. nhd. „Zelllein“, Kämmerchen, kleine Zelle Q.: Secr, Vät, Seuse (FB zellelīn), RvEBarl (1225-1230) E.: s. zelle, lat. cellu…

Zellemochum

RhWB

Zellemochum -moxum, –moxəm, –mokəm, –mogəm: Neckn. für Kreuznach uNahe; eigentl. jüd. Name dieser Stadt.

zellenähnlich

DWB

zellen·aehnlich

-ähnlich , adj. : Ratzeburg ichneumonen 1, 61 ; eine reihe z-er bildungen Sömmerring menschl. körp. 6, 159 . — -apparat, m., ein chemischer …

zellenbad

DWB

zellen·bad

-bad , n. , bad in einem einzelraum einer badeanstalt: Lueger lex. d. techn. 1, 676 ; modern häufig. — -bahn, f.: schwungseile, lusthebel, k…

zellenbau

DWB

zellen·bau

-bau , m. , 1) wabenbau der bienen: (der) künstliche cellenbau ... der bienen Triller poet. betracht. 4, 18 ; 1, 25; Pfeffel poet. vers. 6, …

zellenbeere

DWB

zellen·beere

-beere , f. , die pflanze tibuchina: A. Vosz wb. d. pflanzennam. 3 453 a . — -bewohner, m., bewohner einer zelle, a) eines klosters: diese e…

zellenbildend

DWB

-bildend : Schwerz ackerbau 780 . — -bildung, f., bildung von zellen: Sömmerring menschl. körp. 6, 166 , öft.; zellen- und fettbildung J. Li…

Zellendolomit

Meyers

zellen·dolomit

Zellendolomit und Zellenkalk , zellig und kavernös (infolge teilweiser Zersetzung und Auslaugung) ausgebildeter Dolomit, bez. Kalk, besonder…

zelleneinrichtung

DWB

zellen·einrichtung

-einrichtung , f. , einrichtung einer gefängniszelle: Anzengruber ges. w. 5, 195 ; Lueger lex. d. techn. 4, 515 . — -email, n.: Lueger 3, 69…

zellenfenster

DWB

zellen·fenster

-fenster , n. , fenster einer zelle (zelle 2): Bürger 46 b Bohtz; Jean Paul 42/43, 130 H.; V. v. Scheffel ges. w. 2, 84 ; auch: ein altdeuts…

zellengang

DWB

zellen·gang

-gang , m. , über dem kreuzgang liegender gang, auf welchen die klosterzellen mit ihren thüren stoszen: Wolff math. lex. 1438 ; Krünitz 241,…

zellengefängnis

DWB

zellen·gefaengnis

-gefängnis , n. , gefängnis mit einzelräumen, erstes dieser art 1791 in Philadelphia in Pennsylvanien: z. Pennsylvanian jail Hoyer-Kreutter …

zellengewebe

DWB

zellen·gewebe

-gewebe , n. , s. zellgewebe . — -gewölbe, n.: das z. ist eine ausgestaltung des kreuzgewölbes, dadurch bewirkt, dasz die schichten der kapp…

Zellengewürm

Campe

zellen·gewuerm

Das Zellengewürm , — es, Mz — e , bei Müller, eine Ordnung der Gewürme, deren äußere Theile hart sind, und eine Art Zellen bilden, mit welch…

zellenhaft

DWB

zellen·haft

-haft , f. , haft in einer einzelzelle: Holtei erz. schr. 24, 59 . — -haft, adj.: in seinem kleinen z-en zimmer gräfin Ida Hahn-Hahn zwei sc…

zellenhaufen

DWB

zellen·haufen

-haufen , m. , 1) ' klumpen vieler wie durch zellen des bienenroszes zusammenhängender muscheln ' bergm. wb. (1778) 614; 2) haufen thierisch…

zellenhöhe

DWB

zellen·hoehe

-höhe , f. , höhe einer bienenzelle: Brehm thierleb. 9, 220 P.-L.; einer turbinenzelle: Karmarsch-H. techn. wb. 3 10, 374 . —

zellenkalk

DWB

zellen·kalk

-kalk , m. , groszlöcherige kalkart: Lueger lex. d. techn. 5, 392 . — -koralle, f., eine gattung korallen mit kreuzförmigen, etwas hautartig…

Zellenkoralle

Campe

zellen·koralle

Die Zellenkoralle , Mz. — n , eine Gattung Korallen mit kreuzförmigen etwas hautartigen Löchern oder Zellen (Cellepora L .).

zellenlage

DWB

zellen·lage

-lage , f. , schicht, lage von zellen: die äuszere z. Oken allg. naturg. 3, 32 ; dick- und dünnwandige z-n Ratzeburg waldverd. 2, 224 . —

zellenleben

DWB

zellen·leben

-leben , n. : die geheimnisse des z-s Roszmäszler wald 320 ; Sömmerring menschl. körp. 7, 226 ; u. a. —

zelle als Zweitglied (23 von 23)

Dunkelzelle

RDWB1

Dunkelzelle f карцер (а не "тёмная камера")

Parzelle

RDWB1

Parzelle f надел земли

Gazelle

Pfeifer_etym

gaz·elle

Gazelle f. zierliche, langbeinige Antilope Nordafrikas und der Steppengebiete Asiens. Mitte des 16. Jhs. gelangt ital. gazella bzw. frz. gaz…

gezelle

Lexer

ge-zelle stf. BMZ anstelligkeit? Frl.

harnaschzelle

KöblerMhd

harnasch·zelle

harnaschzelle , F. nhd. „Harnischzelle“, Waffenkammer Q.: MinnerI (um 1340) (FB harnaschzelle) E.: s. harnasch, zelle W.: nhd. DW- L.: Lexer…

holzelle

KöblerMhd

holz·elle

holzelle , st. F., sw. F. nhd. „Holzelle“, ein Längenmaß für Waldvermessung Q.: StRBrünn, Urk (1228) E.: s. holz, elle (2) W.: nhd. DW- L.: …

honigzelle

DWB

honig·zelle

honigzelle , f. in den honigscheiben befindliche und für den honig bestimmte zelle. Jacobsson 2, 284 b .

jāmerzelle

KöblerMhd

jāmer·zelle

jāmerzelle , st. F. nhd. „Jammerzelle“, Trauerzelle E.: s. jāmer, zelle W.: nhd. DW- L.: Lexer 101b (jāmerzelle), LexerHW 1, 1472 (jâmerzell…

KANZELLE

BMZ

kanz·elle

KANZELLE , KANZEL f. kanzel. ahd. chanzella Graff 4,461. aus cancelli. cancellus kanzel voc. 1429. bl. 4. c.

miuchelzelle

KöblerMhd

miuchelzelle , st. F. nhd. Naschzelle Q.: HvMelk (1150-1190) (FB mouchelzelle) E.: s. zelle W.: nhd. DW- L.: Lexer 429b (miuchelzelle), Lexe…

mouchelzëlle

Lexer

mouchel-zëlle swf. ich maine die mouchelcellen, dâ si sich inne mestent Prl. 54 ; in der anm. wird miuchelgadem verglichen.

mūchelzelle

KöblerMhd

mūchelzelle , st. F. Vw.: s. miuchelzelle

nonnenzelle

DWB

nonnen·zelle

nonnenzelle , f. cella monialis Stieler 916 : wolt ir denn ein fromer eeman pleiben, so sult ir keiner kein pulprief schreiben, und zecht ni…

Parzelle

Pfeifer_etym

par·zelle

Parzelle f. ‘durch Aufteilung einer größeren Fläche entstandenes kleines Stück Land’, Entlehnung (um 1800) von frz. parcelle ‘Teilchen, Stüc…

Roßdienstparzelle

DRW

roßdienst·parzelle

Roßdienstparzelle, f. Grundstück, von dem Roßdienst geleistet werden muß wenn auch ein ... hoff keine roß-dienst-prezel oder rente haͤtte, s…

slāfzelle

KöblerMhd

slāfzelle , st. F. nhd. Schlafzelle Q.: EvSPaul (1300-1350) (FB slāfzelle) E.: s. slāf, zelle W.: s. nhd. Schlafzelle, F., Schlafzelle, DW 1…

waldparzelle

DWB

wald·parzelle

waldparzelle , f. vereinzeltes stück wald: wenn in den zwischen feldern liegenden waldparzellen ... vier rehe auf 1000 morgen leben. Hartig …

wīnzelle

KöblerMhd

wīn·zelle

wīnzelle , F. nhd. Weinkeller Hw.: vgl. mnl. wijncelle Q.: EbnerChrist, Mechth, PassI/II (Ende 13. Jh.) E.: s. wīn, zelle W.: nhd. DW- L.: L…

Ableitungen von zelle (3 von 3)

erzelle

BMZ

erzel , erzelle swv. zähle auf, erzähle, setze aus einander. sô gitâner wunder hât er geschaffen alsô vil, der siu alliu samt wil ergrunden …

gezelle

Lexer

ge-zelle stf. BMZ anstelligkeit? Frl.

urzelle

DWB

urzelle , f. , 2 zelle 6 b mit ur- C 4 c: so glaubt er es ... erwiesen, dasz ... das ganze ei also eine u. sey Sömmerring bau des menschl. k…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zelle". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zelle/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „zelle". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zelle/meyers. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zelle". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zelle/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_zelle_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„zelle"},
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  urldate      = {2026-05-19},
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