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Nacht

mhd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
37 in 24 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Nacht

Bd. 6, Sp. 16
Nacht Rhfrk nāxt; an der Saar n. u. w. einschl. Saarl-Bous Wadgassen Hostenb, Saarbr-Püttl, Saarl-Derlen Sprengen Schwarzenholz OSalb Reisw, Saarbr-Eiw Lummerschd, Ottw-Wiesb Habch Humes Eppelborn Bubch Aschb Thalexw Tholey, Wend-Alsw Marping Winterb Bliesen NLinxw nāt bis einschl. Saarl-Niedaltorf GrHemmersd Rehling, Merz-Fickingen Honzr Hargardt; n. davon innerh. Saarl-Fürw Eimersd Fremersd Biring nət, das auch n. Saarbg-Collesleuken Castel Serrig Irsch OEmmel, ö. Trassem NLeuken Ayl nach NO hin begegnet; w. einschl. Saarbg-Hellend Orscholz Kessl Nennig Wies nūət; sonst an der uSaar nt; das übrige WMosfrk an Mos u. n. Mos hat nxt, –ă-, nĭχt, năšt nach O bis WDaun, Wittl, Koch; sonst nāxt [Prüm-Duppach, Altk-Dickend Horhsn Opsen nEχt Sg. u. Pl.]; Siegld -a- [W u. SSiegld -E-; Freier Grund nǫăχt]; Rip nāx, nāt, -E-, s. Acht [Malm-Aldring Braunlauf Malding Recht nęit; Schleid-Engelgau Frohngau Lommersd, Sieg-Fussh nEχ]; OBerg in Waldbr, Gummb-Homburgisch, Wippf nEχt, nEt; Gummb-Schwarzenbergisch nāxt; Eup nāət; SNfrk nāt, –E-, –ęi-, nǫux, –ō- (s. Acht); Klevld im Süd. nāxt, sonst -a-; Pl. Rhfrk nEχt u. nāxdə; Mosfrk -dən (ohne Umlaut); sonst nāxtə u. nEχ(tə) (setze Vokale u. Konsonant nach o. ein) f.: 1. die Zeit zwischen Sonnenuntergang u. –aufgang; doch wird die Zeit von der Dämmerung bis zum Aufhören der Tagesarbeit Abend u. die Zeit der Bettruhe besonders N. genannt; immerhin gibt es noch Wend., in denen N. deutlich den Sinn ‘Abenddämmerung’ hat: et git N. WMosfrk; an (voər) der N. in der Dämmerung, vor Einbruch der Dunkelheit Birkf, Wend, Saarbr, Saar, Trier-Ld, Bitb; am N. Saarl-Stdt 1870; on (in) N. Koch-Urschmitt; fir der N. Trier-Zemmer; a gen N. Eup; ze N. essen (machen) zu Abend (7—8 Uhr) essen Nahe, Saar, Trier, Bitb, Prüm. — S. auch Fas-, Krist-, Neujohrsch-, Hochzeits-, Hexenn. (zum 1. Mai); die twelf heiligen Nächte Weihnachten bis 6. Januar OBerg. — Genauere Bezeichnungen: De (die) N. as e gestorwen die vergangene N.; de (die) N. könnt en die nächste N.; ebenso dis (düs) N. in doppelter Anwendung Bitb, Allg.; heut (u. heut de N.), gester, fürgester, morge N., Sonndag-, Mondag-N. [gester ze N. Saar, Trier; in de N.ə Simm-Riegenr]; de vergangen N., de näks (irscht, anner) N., de letzte (fürige) N. [im Geb. von van Dag ‘heute’ (s. d.) vanə N. heute N.] Allg.; hint N. die vergangen u. die kommende N. (s. Anwendung allein bei hint); hälwer (hälw[ən]) N. Mitternacht Saarl, Merz, Saarb, Hochw; haləf N. Trier (s. halb): en der N.; metten (spät) en der N. [Mettsneit Kref-Lank; no M.əneit nach Mitternacht MGladb-Mülfort]; bennen (bent) der N.; bei N. nachts Allg.; iwer (de) N. (de N. i.) während der ganzen Dauer der N. Rhfrk, Mosfrk, Rip, SNfrk; of de N. kommende N.; ze N. vorige N. Saarl-Berus; ze N bei enem blive Rip; N. för N.; Dag on N.; N.əlongk, N.əduər (-durch) Erk-Elmpt, Allg. — Verlässt man abends (vor der Nacht) einen andern, so verabschiedet man sich mit: Gut N. (zesammen)! [go-, gun-, gən-, ən ach(t) u. einfach Nach(t), s. gut; godən N. Bitb; auch im Geb. von nāx(t) oft nax!] Allg.; gode N. en schlopt wahl! Eup; guje N., Nell (Petronella), schlop wäll! scherzh. Klev-Calcar; ge N., moă (morgen) freh brengen ech de Koaicht! scherzh. Koch-Laub; ge Nowend, ge Neit, ech han de Schürskar weddergebreit on de Hälp (Traggurt) drop geleit (gelegt) scherzh. Sol; gode Novend, gode Nat, g. Neit, ech han eich et Salz wiərbreit, ech han et op der Dösch geleit! scherzh. Grevbr-Wickrathbg. Nach, Mattes, blos de Ovve us on leg ene Klütt (Torf) op de Lamp on geff de Katz en Ärvel Heu dar! scherzh. beim Schlafengehen Köln-Keldenich. RA.: He hät hück (heute) singem gode Dag (üppigem Leben) g. N. gesat Köln. Do sät (sagt) ei Fuss (Fuchs) dem annere gode N. von Ackerstücken, die entfernt an weniger guten Stellen liegen u. geringen Wert haben Ahrw, Allg. Mer mänt (meint), er hätt all de Leit go N. gesot er ist stolz May, Koch. — Ärme Göddernat verächtl. armer Mann Aach-Breinig. — En düstere (donkle, hell, schlemm) N.; et es dunkelsteche N. (oder stechedunkel N.) Birkf, — stockdonkel N. Trier; bos deister N. Prüm, Bitb. — N. u. Tag. Dag on N. immer, D. on N. moss ech arbede; do bön ech D. on N. van geplog; do denk ech D. on N. an Rip, Allg.; de ärme Mann hät kenen D. on ken N. immer muss er schwer arbeiten Rip; be dem wess kenen, of et D. odder N. es er ist von Launen geplagt Prüm; met D. on N. in der Dunkelheit Goar; dat es ene Ongersched wie D. on N. (wie N. on D.) Rip, Nfrk; dat es D. geəge N. Eup; dat drät (trägt) D. gen de N. MGladb-Rheydt. Et get em Schlek (Schnecke) esou gout N. on D. wei em Hös (Hasen) sowohl dem Faulen u. Langsamen wie dem Fleissigen Saarbg-Faha. Der verschlöf dem Herrgott den D. on dem Düvel de N. Sieg-Fussh. Wen am D. fliteg üs, kann et Nachs gut schlopen MülhRuhr. Wenn de N. sät: et es klor, dann sät den D.: et es niet wohr Geld, Nfrk, Rip. De Gerdraut (17. III.) schmeisst et Licht en de Bach, dann es de N. wei de D. Merz-Saarhölzb. Brütt (Braut), de guje Dage sin üt (bei der Hochzeit), de guje N.ə fangen an! Klev. — Bei N. on Nevvel (Nebel ) Rip, Allg.; bei N. en Onte (Unzeit) Eup. — De N. es käm Mensch sei Freind Bernk-Crumenau, — ös kanes Mensche Fr. Trier-Stdt. Morgen es de N. öm! abschl. Antw. Aach, Monsch, Köln. Wann de Nächte länge, fängk der Winter an ze strenge Köln-Stdt. Wann de N. langer get, dann de Hetzt am mesten zohellt (zunimmt) Prüm-Ringhuschd. — He süht us wie de N. elend, verkommen Sol-Pattschd. Oge wie de N. so schwarz Schleid-Berg. Schwarz wie de N. Allg. Schleit (noch schleiter) wie de N. Berg, Rip; falsch es de N MülhRuhr; frech wie de N. Aach; so domm wie de N. Nahe, Hochw; voll (bezecht) wie de N. Bo. Dat sieht aus wie de N. se Allenbach Bernk-Merschd. Et blänkt wie de Teriger (Trier-Thörnich) N. scherzh. z. B. wenn die Schuhe schlecht gewichst sind, die Fenster nicht blank geputzt sind Trier-Mehring. — Bei N. sein all Kih schwarz Nahe, Verbr., — send all Katten gris (gro) Barm, Allg. Hej keckt (schaut) wie den Ul (Eule) be de N. Rees-Loikum. Wat mer bei N. käft, muss mer bei N. wiere fortschaffe Simm-Horn. Er sieht wie de Katz in der N. Saarbr, Ottw. Dat lo is der Deiwel, wo met der N. geht ein schlechter, hinterlistiger Mensch Saarl-Berus. Er hot's Brot nit iwwer N. im Haus so arm ist er Rhfrk, Mosfrk. De beschte Enfall komme iwwer N. Saarbr. Üvver N. küt Rot (Rat) Köln-Stdt. Glöck (Ongl.) köt övver N. Geilk, MGladb, Köln. Iwer N. kömmt den Dut Trier-Stdt. — Rätsel: Et is ebbes im Haus, dat ziehe hunnert Gäul net raus? die dunkle N. Westerw, Prüm. — 2. übertr. a. der Westen; der Vugel kommt ut der N. sagt der Vogelfänger Wippf. — b. der nāx gevve den Nachtschlag, den die Kinder abends vor dem Verlassen der Strasse sich geben Rheinb-Odend; der nātə Schleid-Scheven, Eusk; der nęit Düss-Erkr; der nāks Schleid-Reifferschd; de nEks Bo-Dransd.
6941 Zeichen · 236 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nacht

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    nacht- , nächt s. nahten, nehten.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    nachtAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    nacht , Adv. nhd. nachts, nächtlicherweile, zur Nachtzeit Vw.: s. ȫver- Q.: Finn. UB. 7 158 E.: s. nacht (1) L.: MndHwb …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nacht

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Nacht , plur. die Nächte. 1) Finsterniß, der Stand der Dunkelheit überhaupt. Es wird am Morgen doch Nacht seyn, Es. …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    2nacht

    Goethe-Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    2 nacht Adj, Großschr dunkel, finster; mit Gradpartikel (in familiärer Redeweise) Es ist sehr N. hier haussen, und wenn …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nacht

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Nacht , im astronomischen Sinne: die Zeit vom Untergange der Sonne bis zu ihrem Wiederaufgange. Gleichbleibend ist ihre …

  6. modern
    Dialekt
    Nacht

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Nacht [Nàχt O.; Nâχt Moosch Gebw. Horbg. Bf. Str. Hagenau Betschd. Wörth Han. W.; Nôχt Bisch. K. Dunzenh. Ingenh. Furchh…

  7. Sprichwörter
    Nacht

    Wander (Sprichwörter)

    Nacht 1. Ai d'r Nacht sain oalle Kotza schwoarz. ( Oesterr.-Schles. ) – Peter, 448. 2. Alle Nacht geit kên Spôk. ( Olden…

  8. Spezial
    Nacht

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Nacht f. (-, Nächte) 1 nöt (nöts) f. 2 (Dunkelheit) scurité (-s) f. ▬ die Nacht durchmachen (feiern) festejé döta nöt ; …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nacht

1.949 Bildungen · 1.770 Erstglied · 172 Zweitglied · 7 Ableitungen

nacht‑ als Erstglied (30 von 1.770)

nacht 70 und häufiger

KöblerAfries

nacht 70 und häufiger , F. (kons.) nhd. Nacht ne. night (N.) ÜG.: lat. (nocturnus) L 17 Vw.: s. even-, fiūwert-, morth-, nevil-, sumures-, w…

Nacht(i)gall

Idiotikon

Nacht(i)gall Band 2, Spalte 201 Nacht(i)gall 2,201

Nacht(i)galsvogel

Idiotikon

Nacht(i)galsvogel Band 1, Spalte 695 Nacht(i)galsvogel 1,695

Nachtessen

SHW

Nacht-essen Band 4, Spalte 883-884

Nachteule

SHW

Nacht-eule Band 4, Spalte 885-886

Nachtfrost

SHW

Nacht-frost Band 4, Spalte 885-886

Nachtgebet

SHW

Nacht-gebet Band 4, Spalte 885-886

Nachtgriff

SHW

Nacht-griff Band 4, Spalte 885-886

Nachthafen

SHW

Nacht-hafen Band 4, Spalte 885-886

Nachthaube

SHW

Nacht-haube Band 4, Spalte 885-886

Nachthemd

SHW

Nacht-hemd Band 4, Spalte 885-886

Nachthick

SHW

Nacht-hick Band 4, Spalte 885-886

Nachtjacke

SHW

Nacht-jacke Band 4, Spalte 887-888

nacht als Zweitglied (30 von 172)

backelnacht

MNWB

backel·nacht

* backelnacht, f. , zum Backen festgesetzte Nacht (Lüneb. ZR. 17). nachtangest, ~berner, ~bôlschop, ~buge, ~dans, ~dêf, ~disch, ~drōpen, ~dü…

Bauernfastnacht

Wander

bauern·fastnacht

Bauernfastnacht Wenn's a der Burefastnecht 1 de Bättlere g'rothet, so g'rothet im Sommer de Bure d' Ern. ( Solothurn. ) – Schild, 104, 43. 1…

brautnacht

DWB

braut·nacht

brautnacht , f. nox genialis: wie der brautnacht süsze freuden, die die götter selbst beneiden. Schiller 59 b ; Göthes gedicht überschrieben…

brūtlachtnacht

KöblerMnd

brūtlacht·nacht

brūtlachtnacht , F. nhd. Hochzeitsnacht E.: s. brūtlacht, nacht L.: MndHwb 1, 361 (brûtlacht/brûtlachtnacht)

Būre(n)fasᵗnacht

Idiotikon

Būre(n)fasᵗnacht Band 4, Spalte 655 Būre(n)fasᵗnacht 4,655

Chiltnacht

Idiotikon

Chiltnacht Band 4, Spalte 656 Chiltnacht 4,656

Chleinacht

Idiotikon

Chleinacht Band 3, Spalte 655 Chleinacht 3,655

Chlungelinacht

Idiotikon

Chlungelinacht Band 4, Spalte 656 Chlungelinacht 4,656

Chläus(e)linacht

Idiotikon

Chläus(e)linacht Band 4, Spalte 656 Chläus(e)linacht 4,656

Churnacht

Adelung

chur·nacht

Die Churnacht , plur. die -nächte, in einigen Städten, z. B. zu Straßburg, diejenige Nacht, in welcher die neuen Rathsherren gewählet werden…

Chīdnacht

Idiotikon

Chīdnacht Band 4, Spalte 656 Chīdnacht 4,656

Dur(ch)nacht

Idiotikon

Dur(ch)nacht Band 4, Spalte 658 Dur(ch)nacht 4,658

Dur(ch)spinnnacht

Idiotikon

Dur(ch)spinnnacht Band 4, Spalte 658 Dur(ch)spinnnacht 4,658

dweresnacht

KöblerMnd

dweres·nacht

dweresnacht , F. nhd. „Quernacht“, die zwischen zwei Tagen liegende Nacht, Zeitraum innerhalb dessen eine volle Nacht liegt Hw.: s. dwērnach…

Ableitungen von nacht (7 von 7)

benachten

DWB

benachten , in verschiednem sinn, 1 1) pernoctare, die nacht zubringen, die nacht bleiben, über nacht bleiben, übernachten: mhd. da enwil si…

entnachten

DWB

entnachten , noctem abigere. Stieler 1323 . nach Albr. von Rütte im wb. zu Gotthelf s. 21 : 1) von der nacht übereilt werden. 2) auswärts di…

genacht

DWB

genacht , s. gebnacht .

nachte

KöblerAfries

nachte , Adv. Vw.: s. nochte

unnacht

DWB

unnacht , f. Kürnberger siegelringe 194 .

urnacht

DWB

urnacht , f. (ur- C 4 c), erst bei Campe verzeichnet; meist dichterisch und bildlich. zunächst das chaos, dunkel: o du, der in die flucht di…

vernachten

DWB

vernachten , verb. die nacht zubringen, eine nacht zubringen, aus nd. nrh. quellen: pernoctare vernachten, verneychten Dief. 428 b ; darumb …