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eidechse

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 14 Wb.
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14

Eintrag · Rheinisches Wb.

Eidechse

Bd. 2, Sp. 51
Eidechse im ganzen Geb. sind die nhd. Formen im Vordringen aidęks, ęi-, ei-, E-, ā-, ē-, je nach der Entwicklung von ei-; auch hier u. da ed- [Edigs Ottw-Welschb Wustw; Edegds Ottw-Schiffw; ai- Altk-Luchert; Edags Ottw-Elversbg, Neuw-Rheinbrohl; ęidas Saarbg-Mammeln]. — Rhfrk, Mosfrk folgende Formen der MA.: an der uNahe südl. Simm-Schlierschd Gehlw Gemünden Mengerschd Tiefenb Argenth Dichtelb aidegs, ēd-, grinēdəs, –īdəs; n. ēdhas, ēt-, ētas, -təs; Edəs, Pl. -sər Wend, Birkf, Simm, Goar, Bernk (Hunsr-Orte) [ē- auch in Malm-Mürring; i- Schleid-Blumenth; Edęts Simm-Schlierschd]; daran schliesst sich an der Mos [hinsichtl. der Schärfung schwanken die Angaben; ē:- u. ē- sind bestimmt bezeugt] ērəs, Pl. -sən Bernk-Neumag Cues, Wittl-Greimerath Maring; irəs Bernk-Lieser, Wittl-Monzel; WMosfrk von Merz an Formen mit -d(ə)res, u. zwar eidəres u. -dres Merz, Saarbg, Trier-Ld [südl. Mos) [hier u. da auch ēd-, z. B. ēdris Merz-Losh (neben eidris); īd- Saarbg-Tavern Portz, Trier-Heidenbg; -id- Saarbg-Serrig; eidərets Merz-Mettlach; deidəresχən Merz-Erbring; hęgəneidərs Merz-Britten; ēdərs Trier-Beschd Kenn]; n. Mos ē:dəres, ēd- u. -drəs, hier u. da -dris in Trier, Wittl, Bernk, Koch, Bitb, Daun, Prüm [E:rəris Koch-Eller; in Prüm vielfach ēt(ə)res; in Bitb hier u. da E:drəs Bitb-Rittersd NStedem (auch Trier-Newel) u. ā:- Bitb-Baustert Betting Bollend Geichl; īătəres Bitb-Speicher; id- Trier-Stdt, Bernk-Merschd; adərs Bitb-Mettend NWeis; eitrəs Malm-BurgReuland; ēdri(χ)smous Bernk]. — Vereinzelt kommen in diesem ganzen Geb. volksetymol. Entstellungen vor: ēgigs Saarl; ēdəhas u. ēt- u. ēdər- u. ētas Simm-Argenth Chümbdchen (u. ēdəs) Ravengiersbg Simmern; ēdərhęgs Merz-Nunk; īd- Bitb-Cruchten, Saarbg-Stdt (neben nīdər- u. īdəres); idərigəs Trier-Karths; ēdəregəs Trier-Schilling; stEnhēgəs Birkf-Fischb; Elęgsə Saarbr-Lauterb; Eləriχs Koch-Eller; ęrărats Zell-Merl, Koch-Bremm; ęrats Kobl-Winning; stEnərats Koch-Treis; štānętsər Koch; Edęstəlχən Neuw-Rengsd; im Hunsr vielfach grinēdəs, [] –Ed-  [grin-, kren-, krin-, gran-, griŋən-], s. Grün-; in Goar-OWesel dęrə Edəs; in Wittl-Kaimt dīər ęrəris. — In OMosfrk von Zell-Traben Enkirch Burg nach N bis über die Ahr herrschen die Formen mit ęb-, ęw-, u. zwar Ewəs (auch E:-) Zell (s. o.); in May, Ahrw meist šē:sębəs; Koch -Ebəs [šē:sęlbəs Ahrw-Hoschb; -ęrwəs May-Polch; -ęrbəs Wittl; štānEwəs May-MüMaif Lasserg Löf]; Ebəs, ē-, –pəs Zell-Alf, Wittl-Binsf Gransd Landschd Piesport Dreis (p-), Daun-Gillenf OStadtf Katzwinkel (neben bəs) Nerdlen Strohn Tettschd, Koch-Urschmitt Meiserich (p-), Bitb-Herforst, Prüm-Steffeln; eibəs Daun-Wiesbaum; īəbəs Schleid-Dollend Blankenh; bəs Ahrw-Altenahr [ębərəs Zell-Blankenr; ęwęts Kobl-SSebastian, Ahrw-Walporzh; ēbesər Prüm-Reuth, Wittl-Seinsf]. — Das anschliessende LRip u. Nfrk hat durchweg fī·ə.rfō:s, –f:sχə, –vō:t (s. Fuss), auch RRip in MülhRh, Sieg durchweg; s. auch Vier-pfote, –knoch; in Schleid, Rheinb Eusk hier u. da fī:rbēn(χə), dem auf dem Westerw, Siegld fīrbEn(ər), –gəbānts entspricht; doch dass dem grossen rip. u. snfrk. Gebiete auch ursprünglich irgend eine Vertretung von egedehse nicht gefehlt hat, beweisen folgende Formen: vē:rv:təjə ęstər, E- Heinsb-Wassenbg Arsbeck, MGladb-Odenk, Erk-Wegbg, — jEs Heinsb-Süsterseel; ędęstər Kemp-Born; vī·ə.rpȳ·ə.təjə əstər Aach; šǫsę·ŋ.əlstər Neuss-Dormag; šǫsE:lstər Neuss-Dormag Hackenbr, Sol-Leichl, Mettm-Haan, MülhRh-Brück, Sieg-Scheiderhöhe; šǫtę·i.lstər Sol, Wippf; šǫsęməs Sieg-Süchterschd Ägid; šǫsęməlts Neuw-SKatharinen; bēnǫməs Schleid-Dreiborn; heidhęksə Wippf-Biesf; ēlęnstər Malm-Meyerode; ęlts Heinsb-Schierwaldenr; Es Heinsb-Breberen Neuhaaren Karken Bocket [im NBerg u. OBerg meist fīməltə mit vielen Var. (s. d.)]. — Im Klevld Ewərdęs, ę-, –tęs [ębərdęs, –dis Rees-Brünen; ęrdasəl Geld-Straelen; ękəltęsə Klev-Asperden; Ekəltęs Klev-Goch; Edęst Klev-Uedem; ēkdęs Mörs-Xanten]; n. Ruhr ēkdęs, –dis [ēkdisəl MülhRuhr; Ewərdeisəl Rees-Schermbeck]. — Vereinzelte Benennungen s. noch bei Heckenschlicher, Heidschlange, Heidenläufer, Heidhexe, Steinbisser, Schiessotter, –lodder, Re(gen)moll, –melker, Kannenfimelster f. [m. Birkf-Idar]: 1. wie nhd. RA.: Oge as van Äwerdesse Klevld. Hen schmonzelt wie en Edres, die bei er Erber (Erdbeere) setzt Bernk-Morb. E wätzt de Zung wie en Ederes Trier-Mehring. Flenk wie en Eres Bernk-Neumag. En hat Etresse om Boch Kollern im Bauch Prüm-Dahnen. Dem es en Eideks iwer de Lewer gelafe Kobl-Moselw. Eidegs schlahn ein Kindersp Kreuzn. Der Neckn. derer von Saarbg-Weiten ist Weiter Eidres. Beim Anblicke einer E. singen die Kinder: Edrichsmaus, komm eraus, aus dem ale Lumpenhaus; wir bauen dir en [] neies! Bernk-Wehlen. — Volksgl. Wenn de Eraris aus em Borem kimmt, ger et schi Werer Koch-Ernst, Allg. Tötet man eine E. durch einen Schlag auf den Kopf, so zappelt der Schwanz bis zum Sonnenuntergang Koch-Wirfus; schlägt man ihr den Schw. ab, so zuckt er bis S. May-Ruitsch; vor Schrecken fällt ihr der Schw. ab MülhRh-BGladb, Klev-Goch; die abgetretene Schw.spitze entwickelt sich zu einer jungen E. Goar-Carb. Aus den E sollen Schlangen entstehen Koch-Weiler; für giftig wird sie gehalten Düss-Erkr, Mörs-Wallach; sie bespeien die Beeren mit Gift Sol-Immigr. Eine E., gegen Abend gesehen, bringt Glück Kobl-Sayn; ebenso, wenn sie vor einem über den Weg läuft Altk-Seifen. Wenn man einer E. begegnet, stirbt einer aus der Familie Merz-Bachem. Sie zieht den Kühen die Milch aus den Eutern Koch-Lutzerath. Sie folgen einem ins Haus, wenn man Holz stiehlt Sol-Immigr. Den Kindern, die beauftragt sind, im Weinberge die abgeschnittenen Reben zu sammeln, sagt man: Räft noren sauwer, dir derft ken Ref leien lossen; dat geft lauter Eressen sos! Bernk-Dhron. — 2. Edəs Wassermolch Simm-Laub. — 3. übertr. Edęgs Karre ohne Kasten zum Holztransport, nur mit Storren; im Steinbruch kleines Wägelchen zum Transport für Hausteine Saarbr, Ottw.
6016 Zeichen · 94 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eidêchse

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Eidêchse , plur. die -n. 1) Ein beydlebiges Thier mit vier Füßen, einer glatten Haut, und langen Schwanze. Es ist ei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Eidechse

    Goethe-Wörterbuch

    Eidechse auch -exe a meist in Schilderungen der ital Reisen; einmal metaphor in Anspielung auf den ‘Eidechsentöter’ des …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eidechse

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Eidechse (Lacerta) , eine Gattung Amphibien aus der Ordnung Saurier; Zunge mäßig lang, ausgeschnitten. Augendecken knoch…

  4. modern
    Dialekt
    Eidechsef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Eidechse f. : 1. a. 'das Tier Lacerta', Aadechs (ˈādęgs) [KU-Nußb FR-Colgst (PfId. 10) LU-Altr Heeger Tiere II 13], (ˈd…

  5. Sprichwörter
    Eidechse

    Wander (Sprichwörter)

    Eidechse 1. Der Eidechsen sind mehr als der Störche. 2. Die Eidechsen müssen nicht den Geier zum Könige wählen. 3. Fürch…

  6. Spezial
    Eidechse

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ei|dech|se (Lacertidae) f. (-,-n) ‹zool› eghedecs (-cs) f. , linjora (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eidechse

69 Bildungen · 19 Erstglied · 50 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von eidechse

eidechsen + -e

eidechse leitet sich vom Lemma eidechsen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von eidechse 2 Komponenten

eid+echse

eidechse setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

eidechse‑ als Erstglied (19 von 19)

eidechsenart

DWB2

eidechsen·art

eidechsenart f. : 1821 Gutsmuths land 1,25. ⟨1929⟩ Döblin Alexanderplatz ( 1930 ) 198.

Eidechsenbund

Meyers

eidechsen·bund

Eidechsenbund , ein 1397 im Ordensstaat Preußen gestifteter Bund von Mitgliedern des Landadels, der ständische Rechte von der Ordensherrscha…

eidechsenhaut

DWB2

eidechsen·haut

eidechsenhaut f. : 1665 die heydechs-haut Lohenstein röm. trauersp. 106 LV. 1957 ihre eidechsenhaut ( die der eidechsenhaut verglichene haut…

Eidechsenkraut

PfWB

eidechsen·kraut

Eidechsen-kraut n. : 'Farnkraut', Ädechsekraut [ZW-Dellf ( Wilde 56)]. Syn. s. PfWB Farnkraut . Marzell 101.

Eidechsenschwanz

Campe

eidechsen·schwanz

Der Eidechsenschwanz , des — es, d. Mz. ungew. eigentlich der Schwanz einer Eidechse, man belegt aber mit diesem Namen in der Naturbeschreib…

eidechsentasche

DWB2

eidechsen·tasche

eidechsentasche f. : 1978 Bieler kanal 31. DWB2 4 adjektive, die eidechsen vergleichbare eigenschaften bezeichnen:

eidechse als Zweitglied (30 von 50)

Aaleidèchse

Adelung

aal·eidechse

Die Aaleidèchse , plur. die -n, eine Art ausländischer Eidechsen mit einem langen aalförmigen Körper, Lacerta anguina L.

Aftereidechse

Campe

aftereid·echse

Die Aftereidechse , Mz. die — n, bei einigen Naturforschern ein Thier, welches an Leib, Füßen und Schwanze den Eidechsen gleichet, aber Kopf…

Graneidechse

PfWB

gran·eidechse

Gran-eidechse f. : ' Eidechse ', Graneedes (granEdəs) [ KU-Kaulb ], -dechs (-dęgs) [ PS-Geisbg ]; vgl. PfWB Grüneidechse . RhWB Rhein. II 14…

Kammeidechse

Campe

kamm·eidechse

Die Kammeidechse , Mz. die — n , eine Art großer Eidechsen in Westindien, welche an fünf Fuß lang wird und welche längs dem Rücken einen zac…

kupfereidechse

DWB

kupfer·eidechse

kupfereidechse , f. lacerta agilis Nemnich, kupfereidex seps Aler 1257 a , Frisch, nd. kopperegediss lacerta chalcitica Chytraeus c. 86 .

Landeidechse

Campe

land·eidechse

Die Landeidechse , Mz. — n , die Benennung derjenigen Eidechsen, welche gewöhnlich auf dem Lande leben. Die gemeine Landeidechse Lacerta vul…

Meereidechse

Campe

meer·eidechse

Die Meereidechse , Mz. — n , eigentlich Eidechsen, welche im Meere leben. Uneigentlich führt diesen Namen eine Art Forellen, bei Klein Trutt…

Nileidechse

Campe

nil·eidechse

Die Nileidechse , Mz. — n , eine Art kleiner Eidechsen in Ägipten, von welchen die Ägipter das Mährchen erzählen, daß sie aus den Eiern der …

perleidechse

DWB

perl·eidechse

perleidechse , f. lacerta ocellata, mit blauen, schwarz eingefaszten flecken gezeichnet. Brehm thierl. 5, 112 .

ringeleidechse

DWB

ringel·eidechse

ringeleidechse , f. ringel- oder kriecheidechsen. Oken 6, 583 , welche sich wie die schlangen auf dem bauche fortbewegen.

sandeidechse

DWB

sandei·dechse

sandeidechse , f. oder wüsteneidechse, monitor terrestris, arenarius, varanus scincus. Oken 6, 625 .

Schiesseidechse

RhWB

schiess·eidechse

Schiess-eidechse nach Wk. VII 27 -Edəs Simm-Neuerk , — ębəs Koch-Auderath Düngenh Kaisersesch Lutzerath Masbg Urmersb , May-Ditschd Glees Kr…