lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gote

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
20 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
84
Verweise raus
37

Eintrag · Rheinisches Wb.

Gote

Bd. 2, Sp. 1311
Gote Rhfrk gōt, –-, –ōə-, Pl. -rə, –də [Simm-Laub got, Pl. gōrə]; Mosfrk in Saarl meist gō.t (die Schärfung fehlt auch vielfach) [--, –:- Leb Knorschd Aussen Betting NSaub Rümmelb Griesborn Schwalb Derlen Knausholz Elm Sprengen Landsw; -·ə.- Limb Dorf; -:- innerh. Düppenw Diefflen Bilsd Bettstdt Piesb Nalb]; n. Saarl-Fürw Eimersd, Merz-Ficking Menning Merching Rissenth in Merz, Saarbg -ū·ə.-, gū·ə.rt [Merz-Stdt -ō:-]; Trier bis Bernk, WEif bis Prüm -ō- [Trier-Stdt -ō:-; Trier-Kenn --; WBitb -ōă-, –ūă-; Trier-Mehring Sg. gōdən]; OMosfrk von Zell an -ō- u. -ē- [Koch-Hambuch -ø-]; LRip von NPrüm (einschl. Prümzurlay Büdesh Hallschlag Heckhalenf Kopp Oos), Malm [NPrüm -ǫ- u. -o-; Malm-Grüffl jǫuət] an, weiter in Monsch, Eup-Raeren, Dür, Bergh (in beiden letztern Kr. auch --), Köln, MülhRh -ǫ-; in Daun-OEhe, NMay, Aden, Ahrw, OSchleid, Eusk, Rheinb, Bo, Bergh-Blatzh Elsd OAussem, Dür-Bürvenich Kelz -- [May-Naunh -ę-; May-Polch -y-; Daun-Gerolst -u-; Schleid-Hellenth Udenbreth -ə-; Ahrw-Bengen Remagen Vettelhv Westum -ə-]; RRip von NWNeuw (kurköln.), NAltk an -- [Altk-Mehren Mudersb Herdorf jdə(n) Sg. u. Pl.; Altk-Bachenbg -- Sg. u. Pl.; Altk-Hecken gtχə, gǫrdəl u. gōr; Altk-Wissen Betzd grtχən]; Siegld gōdə u. gōrəl [Siegld-Marienborn gǫlə u. grəl]; OBerg xōət, j-, –o-, xōə(r), xrtχən [Wippf-Frielingsd Thier, Gummb-Nümbrecht jǫt, x-; Waldbr-Dickhsn xə; Lennep-Radevormwald xūă]; NBerg in Sol jt; Elbf -ǫ-; Mettm, Düss-Ld --; Eup-Ld j:t; Eup-Stdt γ:, γ·ə.kə; Jül, Aach j·ə.r, -·ə., –: [Jül-Mersch, Aach-Würselen j:n]; Grevbr, Neuss, Düss-Stdt, MGladb, Erk, Geilk, Heinsb jt, meist -tšə oder -tšətant, –m:n [Geilk-Bracht γəl; Heinsb-Millen u. Umgebung nur pat; Düss-Stdt Serm jǫdəl, –-, jǫdəlm:n, jtšə-, jt(šə) jlšə]; von NErk, Neuss-Kaarst, Kref, Kemp bis Geld, Mörs jəl, –ə-, meist jlšə (f.) [Kemp-Brüggen jtjə]; n. davon im Klevld γl, γləkə [γl Geld, Ruhr, Dinsl-Walsum (Pl. -lts); -lə Ess]; Pl. -ə(n), gern Demin. -χə(n), –tšə, (-ləkə) f.: 1.a. Patin, u. zwar Döf- u. Firmg.; G. werde, sen; dat Mädche schleht senger G. no Rip, Allg.; en gelingte (geliehene) G. Stellvertreterin Bitb; s. auch Süss-, Sauergote. — Taufspruch: Gangk dorch et Lewe wie din G., halt dich brav wie dine Pattöhm, mak di Vatter vill Freud on din Motter ke Led! Düss-Stdt. — RA.: De ment och, Kaisersch Katz wär sin G. Westerw; der höllt dem Kaiser sei K. fir sei G. Zell. Ei genacht (gute Nacht), G, hennerm Owe (of em Fenschter) leit's Geld! abschlägige Antw.; bes. bei der Erzählung: on wie ich dann dohin sen komm (um etwas zu holen), ei, genacht G. usf., hats geheischt; do war necks meh ze holle Saarbr. — b. m. jǫt Pate Köln-Rodenk; xōə Waldbr-OAgger; γl Ess. — 2. im Rhfrk [Birkf gōt Patin u. Patinkind; gōdχə Patenkind], Mosfrk, Siegld bedeutet nur das Demin. (Getche, Giərtche, Gäətchen, Gärelche) Patenkind weiblichen Geschlechtes, während sonst das Demin. gern (oder wie SNfrk fast ausschl.) für Patin u. Patenkind steht. — 3. übertr. a. persönl. α. Grossmutter (weil sie meist beim ersten Kinde zur G. genommen wird, meist aber al G. Saarl, Trier-Pelling, Bitb, Prüm, Malm; Tante schlechthin Altk, Neuw; e alt G. Saarbr-Camphsn; Getche Neuw-Datzeroth. — β. gōtəl dummer Mensch uMos 1808. — b. sachl. α. Göttche im Spiel die Stelle, wo man geschlagen werden darf; ech setz op dingem G.! Anreiz zum Schlagen Erk-Körrenz. — β. ein kleiner Stein, der auf einem grossen Stein liegt u. den die Spieler herunterzuwerfen suchen; ein Sp. hat die Göde immer wieder aufzusetzen; fasst er einen Sp., der nach der G. geworfen hat, mit dem Stein in der Hand, so hat dieser die Wartung der G. zu übernehmen Altk-Herdrf. — Volkskundl. zu G. s. bei Pate; s. auch Kompiersche.
3813 Zeichen · 94 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    goteswm., swf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    göte , götte swm. gote , gotte swf. BMZ das aus der taufe gehobene kind, patenkind Mai. daʒ sie deste lieber züge den li…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gote

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +5 Parallelbelege

    gote, f. 1. das Giessen, der Guss. 2. Gosse, Renne, Abflusskanal.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gotem.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    gote , m. , angehöriger des untergegangenen german. volksstamms der Goten. herkunft und form. die antike überlieferung (…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gote

    Goethe-Wörterbuch

    Gote -th- Angehöriger eines kriegerisch-expansiven german Volkes, bes mBez auf das Vordringen zu Stätten der antiken Wel…

  5. modern
    Dialekt
    Gotef. f., n.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Gote f. , Götel f., n. : 1. a. 'Taufpatin'; vgl. Base 3, Patin . Zs. Taufgote . Hauptformen: Got (gōd), Gettche (gedχə),…

  6. Spezial
    goté

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    goté [go·tę́] I vb.intr. (gota) 1 tropfen, tröpfeln 2 triefen, laufen 3 triefend nass sein 4 (referí a soius) triefen II…

Verweisungsnetz

105 Knoten, 98 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Hub 1 Wurzel 2 Kompositum 83 Sackgasse 14

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gote

426 Bildungen · 419 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

gote‑ als Erstglied (30 von 419)

gotebære

Lexer

gote·baere

gote-bære adj. BMZ Trist. 2622 gote gebære, mit gott, mit der heiligkeit übereinstimmend. s. gebære adj.

gotebeckære

KöblerMhd

gote·beckære

gotebeckære , st. M. nhd. Hostienbäcker Hw.: s. gotesbeckære Q.: Ksk (Anfang 13. Jh.) (FB gotesbecker) E.: s. got (1), beckære W.: nhd. DW- …

gotebære

MWB

gotebære Adj. ‘gottgefällig’ (vgl. gebære ): die [Pilger] wâren gote gebære [La. gotebere ] Tr (M) 2622 MWB 2 863,13; Bearbeiter: Helmichg

gotechen

Lexer

gote·chen

gotechen stn. BMZ md. kleiner gott Myst. vgl. götelîn.

gotedahte

AWB

gotedahte Npgl 107,10 s. gotathâht.

gotedæhtic

KöblerMhd

gotedæhtic , Adj. Vw.: s. gotdæhtic

goteehtic

KöblerMhd

gote·ehtic

goteehtic , Adj. nhd. gottesfürchtig, gottergeben Q.: Dür, HvFritzlHl (1343-1349) E.: s. got (1), ehtic W.: nhd. DW- L.: Hennig (goteehtic),…

goteforahtar

AWB

goteforahtar O F 1,15,3 s. gotafor(a)htal.

gotegelt

KöblerMhd

gote·gelt

gotegelt , st. N. nhd. „Gottgeld“, verpflichtende gottesdienstliche Handlung, ein Unterpfand Hw.: s. gotesgelt Q.: Urk (1350) E.: ahd. gotag…

gotegram

KöblerMhd

gote·gram

gotegram , M. nhd. Gott Erzürnender, Gott feindlich Gesonnener Hw.: s. gotegram (1), gotesgram (2) Q.: Märt (vor 1300) E.: s. got (1), gram …

gotehaft

Lexer

gote·haft

gote-haft adj. von göttlicher natur W. v. Rh. 120,14.

goteheit

Lexer

gote·heit

gote-heit , got-heit stf. BMZ göttliches wesen, gottheit Parz. Barl. Ms. Gen. D. 109,14. Exod. D. 126,4. Wg. 8304. Bph. 8651. Wack. pr. 2,22…

gotehtic

Lexer

got·ehtic

got-ehtic adj. ib. md. gotechtic, gottesfürchtig Myst. Dür. chr. 710 a .

gotehûs

MWB

gotehûs stN. → goteshûs MWB 2 863,59;

gotehūs

KöblerMhd

gote·hūs

gotehūs , st. N. nhd. Gotteshaus, Kloster, Stift (N.), Kirche, Tempel Hw.: s. goteshūs Q.: Ägidius (um 1160), Cranc, HvBurg, RvEGer E.: s. g…

gotelich

BMZ

gote·lich

gotelich adj. 1. göttlich. eine gotelîche geburt unsers hêrren leseb. 195,13. der aller leben stât unverwant in dîner gotelîchen hant Gfr. l…

gotelîche

BMZ

gote·liche

gotelîche , gotelîchen adv. 1. auf göttliche weise. gotlîchen leseb. 165,5. 2. auf gottesfürchtige weise. gotlîche Trist. 1963.

gotelîchen

Lexer

gote·lichen

gote-lîche , gotelîch-en adv. BMZ von seiten gottes, auf göttliche weise Physiol. godelîche kunt tûn Elis. 306 ; gottesfürchtig Trist., vgl.…

gotelob

Lexer

gote·lob

gote-lop , gote-lob interj. gottlob, aus (dem) gote (sî) lop. dâ sculen wir lenten, gotelop Diem. 329,21. an dem holze geviel er (der tôt) g…

gotelop

MWB

gote·lop

gotelop Interj. (aus gote sî lop). ‘gottlob’ (auch semantisch abgeschwächt): von holze [vom Baum der Erkenntnis] huob sih der tot, / von hol…

gotelīche

KöblerMhd

gotelīche , Adv. nhd. von Gott ausgehend, sich auf Gott beziehend, göttlich, gottselig, gottesfürchtig, fromm, gottähnlich, gottverwandt, in…

gote als Zweitglied (7 von 7)

afgōte

MNWB

afgōte , f. , Abflußrohr, Gosse.

taufgote

DWB

tauf·gote

taufgote , f. taufpatin, die ein kind ausz der tauff gehaben Denzler 283 b , die taufgöte, taufpatin und patenkind Rädlein 869 b ; als sein …

vôt(gōte)

MNWB

vot·gote

°vôt(gōte) , -gotte , f. , Rinnstein am Fußwege ? (Chr. d. d. St. 20, 457).

vrîgōte

MNWB

vri·gote

vrîgōte , f. , freier Zustrom, freie Zulaufrinne , insbes. zum Mühlrad.

vrīgote

KöblerMnd

vrīgote , F. nhd. „freie Gosse“, freier Zustrom, freie Zulaufrinne, Gerinne zur Ablassung überflüssigen Wassers, freie Zulaufrinne zum Mühlr…

ūtgote

KöblerMnd

ūtgote , M.? Vw.: s. ūtgōt