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junker

mhd. bis sprichw. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

junker m.

Bd. 10, Sp. 2399
junker, m. puer, adolescens nobilis. 11) es ist das mhd. junc-hêrre, junc-herre, das in dieser form auch noch ins nhd. reicht: den jungherren von fronfasten. Fischart bienk. 49b; o jungherrle! Garg. 136a. dem heutigen gekürzten junker, das sich schon im 16. jahrh. gewöhnlich findet, gehen zwischenformen vorauf: ain junkher. d. städtechr. 5, 124, 1; endruwen, junkher, nein, die jungfrau zu mir sprach. Altswert 221, 10; junkhr, es ist die ganz läppisch rott. J. Ayrer fastn. 119d (2934, 7 Keller, sonst steht in dem angezogenen Ayrerschen stück in der ersten hälfte regelmäszig junkherr, in der letzten ebenso regelmäszig junker). die flexion des wortes ist, so lange der zusammenhang mit herr noch gefühlt wird, die schwache: wenn denn morgens der arzt widerumb vom junkern gieng, da fragten in des junkern knecht. Pauli schimpf u. ernst (1522) 45; des junkern knecht. Simpl. 3, 302 Kurz; bring dem junkherrnden stumpf mit pirn! J. Ayrer fastn. sp. 120c (2937, 27 Keller); seit dem 17. aber die starke; Schuppius schreibt zu ihrem junker neben meinem junkern. 472; im Simpl. dem junker. 3, 300 Kurz, und dem junkern. 303. 22) junker, junc-herre, der gegensatz zu mhd. altherre, bezeichnet zunächst den sohn aus adlichem geschlecht, gegenüber dem als senior des hauses fungierenden vater, den jungen edelmann; im mhd. wechselnd mit knabe und kneht: Dieterich dô balde gie aleine mit dem knehte und hieʒ in sagen rehte waʒ sîn wille möhte wesen. 'junkherre guot und ûʒ erlesen', sprach er aber dâ zehant, 'diu herzogîn von Brâbant, iuwer reiniu muoter, hât mich, knabe guoter, gesant her in daʒ rîche ...' Engelhart 1330; [] nhd. ihr seid immer mein bester, köstlicher junker ... so seid ihr ja wiedergekommen, und der alte herr ist unterm boden. Schiller räuber 4, 3; ein niederträchtger bube, ein höfling musz es sein, ein Spanier, der junker irgend eines alten hauses. Wallensteins tod 2, 6; ich brings euch, junker! (Kuoni zu Rudenz mit dem becher). Tell 2, 1. unerwachsener sohn eines edelmanns: es thut freilich nichts, wenn unser junge ein biszchen älter ist als der ihrige; da kann er desto besser auf den junker acht haben (Görge zum edelmann). Göthe 14, 258. 33) nach der gewohnheit, dasz junge söhne aus adlichem hause zu hofe gebracht wurden, um im fürstendienste sich auszubilden, bezeichnet junker auch einen adlichen diener, pagen, edelknaben: das ist auch eine anzeigung eines tapfern fürsten, wann seine diener wol mundiret sind. wo aber die junkern gehen, haben kragen und hembder an wie die schornsteinfeger, die federn sind nicht ausz den haaren gekemmet, die stiefel sehen als ob sie vor vier wochen geputzt sein, wo man dem page, so vor die tafel aufwartet, die posteriora analytica Aristotelis besehen kan, das ist die rechte höhe. Schuppius 107; sprichwörtlich: wenn der hund schon zu hoff ist gewest, so ist er doch kein junker. Lehmann 189. hier sind junker und junge herren ausdrücklich unterschieden: zum dritten, soll er (der hofmeister) auch so lang bei dem jungen herrn sein und bleiben, bisz er gebetet und sich zu bette geleget hat, damit er sehe, dasz die junkern oder edelknaben, so bei dem herrn sein, sich auch zur ruhe begeben. Löhneys regierkunst (1679) 6a. vergl.hofjunker, jagdjunker, kammerjunker; und rücksichtlich militärischer dienste fahnenjunker, standartenjunker. 44) häufig heiszt junker auch der edelmann schlechthin, ohne rücksicht auf das altersverhältnis, der adliche gutsherr: bald darnach da kam sich Ulenspiegel uf ein burg zuo einem junkhern, und gab sich us für ein hofjungen. also muost er gleich mit seinem junkhern reiten uber feld. Ulensp. s. 11 Lappenb.; nun es begab sich auf ein zeit, das der edelman krank ward, der arzt kam alle tag zu im und besahe im und wenn er denn von im gieng, so fragt in die fraw und der knecht, wie im sein junker gfiel. Pauli schimpf u. ernst (1522) 45; da bückt sich der pöbel, da demütigen sich die junkern. Jes. 2, 9; ich sehe wol, eure cavallier, eure grandes bilden sich ein, gott müsse ihnen nothwendig ein sammetes küssen in himmel legen lassen, dasz sie dermaleins über ihren bauren sitzen können, und sich der bauer nicht über den junker im ewigen leben erhebe. Schuppius 87; es war schon nachmittag, als ich durch einen wald gieng, darinnen ich unweit der straszen einen edelmann samt seinem knecht sahe unter einem baum stehen ... der knecht stäupte dem junkern die stiefel ab, der junker aber kampelte seine paruque. Simpl. 3, 290 Kurz; was einer frauen vom adel in diesem stifte aus ihres sel. junkherrn gütern nach seinem absterben gebührt. Brem. ritterrecht von 1738 bei Kobbe Bremen u. Verden 1, 251; sprichwörtlich: so gehts, wan die junkeren wollen kaufleute und die kaufleute kriegsleute sein. Schottel 1118a; ein junker, herr, graff und monarch. Weckherlin 593; Wenzel von Schmurlach, herr auf Schmurlachsbüttel und Hunzau, war als junker verliebt, und ein freund landhöfischer schalkheit. Voss 2, 128; Rechberger war ein junker keck, der kaufleut und der wandrer schreck. Uhland ged. 321; in der anrede: junker, ich habs gesagt erst, er sol hinaus zun pawern gehn (bürger zum edelmann). H. Sachs 1, 470c; ei, junkherr, gott geb euch ein guten tag! wir kommen zu euch umb ein raht. wist, lieber junkherr, mein Hämpel hat im willen und wolt ein doctor wern. J. Ayrer fastn. sp. 119b (2931, 24 Keller). mit betonung schlechter eigenschaften (vergl. unten junkerhaft, junkerthum): die bauern bitten nichts so sehr von gott, als dasz den junkern die rosse nicht sterben, sonst würden sie den bauern mit sporen reiten. Simrock sprichw. 283; je kahler der junker, je gröszer der prunker. ebenda; der die mädchen des dorfs misbraucht, und die knaben wie lastvieh auferzöge, wenn nicht sich erbarmeten pfarrer und küster, welche, gehaszt vom junker, vernunft uns lehren und rechtthun. Voss 2, 30. [] 55) junker, weniger den adlichen stand, als das gebahren als groszer herr hervorhebend (vgl. junkerei, junkerieren, junkernhandwerk): wir .. denken gar nichts zu leiden, sondern eitel junkern zu sein, die auf küssen sitzen. Luther 3, 147b; eitel junker und brasser sind es worden (die geistlichen). 4, 333b; wenn ein knecht von jugent auf zertlich gehalten wird, so wil er darnach ein junkherr sein. spr. Sal. 29, 21; nachdem die pennal aufkommen, wollen alle studenten junkern sein. Opel u. Cohn 377; den junkern spielen, in otio et in deliciis vivere. Frisch 2, 300c; under den (bauern) ein junger was, der hies Bertschi Triefnas, ein degen säuberleich und stolz, sam er gedrait wär aus holz. an dem feirtag gieng er umb; er wär schlecht oder chrumb, er wär nahent oder verr, der muost im sprechen junkherr. ring 2a, 14. 66) die bezeichnung geht so als titel auch auf unadliche kreise über, zunächst auf hervorragende städtische; junker, der sohn eines gewerbtreibenden bürgers: kam gen Memingen (von der schule) und vermaint nun, ich solt da bleiben bei meinem vater und ain junkher sein. d. städtechron. 5, 124, 1; als der obgemelt Lorenz Egen starb, da verliesz er ainen sun, genant Peter Egen, der .. was sicher ain wolgetaner junkherr. 197, 9; der bürger besseren standes, namentlich auch der kaufmann: denen renthenirern und stadtjunkern der löblichen brüderschaft der brauer. Schuppius 664; in den seestädten an der Ostsee nennt man auch die kaufleute junker, daher heiszt in Danzig der grosze versammlungssaal der kaufleute junkerhof. Jacobsson 2, 324b; zwar ist es zu Danzig nichts neues und würde einer übel anlaufen, wenn er nicht einen jeden schiffmann und kaufmann, und solte er auch nur schwefelhölzel feil haben, junkerum titulirte. Schuppius 552; schönen dank, junker! erwiderte ich (als bauer zum predigerssohn). Göthe 25, 362; in Halle ist salzjunker der pfänner, salinarum possessor. dann bezieht sich das wort selbst auf geringe handwerker- und baurenleute: junker bei den bäckern in Hamburg der jüngste bäckerknecht, in groszen backhäusern daselbst gibt es einen ober- und einen unterjunker. Jacobsson 2, 324b; im bisthum Verden heiszen junker eine art höriger bauern: schatzung zu geben, und vor gemeine hausleute gehalten zu werden, oder rossdienste zu thuende und junkern zu sein. Kobbe Bremen u. Verden 1, 84 (erzbisch. bescheid v. 1588). bair. jungkherr ledige mannsperson, die noch nicht vater geworden ist. Schm. 1, 1208 Fromm. 77) junker, in derselben abgeblaszten bedeutung, wie herr 3, f sp. 1129, häufig mit etwas ironischem nebensinne: da hastu alle hut, schutz, und schirm unter dem herrn, und frölich gewissen und gnedigen gott dazu, der dirs hundertfeltig vergelten wil, und bist gar ein junker, wenn du nur from und gehorsam bist. Luther 4, 397b; wider solche junkern ist dieser psalm gemacht. 5, 148b; du wilt ein christ sein, und weiszest, das Christus befelh und ordenung ist, dis sacrament zu brauchen, aber du leszt es anstehen ein halb jar, ganz jar, drei jar und wol lenger, hörestu es, lieber junker? wie reimet sich das mit einem christen? 189a; da pröbste, dechand, und thumherrn auch faule junkern worden. 4, 333b; also sol man strafen ainn solchen junkern. fastn. sp. 707, 27, vorher 21: ein man, der übel spricht von weiben. 88) ironische verwendung von junker als titel, vor appellativen und eigennamen, vgl. herr 9, c sp. 1134: endlich bleib junker official auch daheim in warmer stuben. Luther 4, 333b; junker bapst und sein hauf. 32b; was meinestu aber, wird gott auf seinem richtstuel sagen, lieber junker bapst, bischove und fürsten, und wer jr seid, wusztet jr, das mein wort war? 453b; das wir aber nicht all herausfaren mit der that und stelen, das wehret junker henker mit dem strick. 528b. vor ersonnenen eigennamen: man solt nicht einen jglichen buben oder landsleufer zulassen, die kein not haben, und sich selbs wol kündten neeren. denn desselben junker Unrahts gehet jtzt uberal viel im land jrre. 5, 390b; darnach junker Geiz, der da hindert am guten leben. 410b; wie junker Filz und Knebel auf dem mark thut, ... wenn man sie durch gottes wort strafet und drawet, so geben sie ein lachen und spotten dran, und sterken sich nur in jrer bosheit. 439a. 99) junker, vom teufel, der sonst gern in edelmännischer kleidung beschrieben wird (bei den hexensabbathen sei der teufel häufig [] in grünen kleidern, rothen und blauen hutfedern erschienen. hexenprocessacten in dem anz. des germ. mus. 1876, 265): dir die grillen zu verjagen, bin ich (Mephistopheles), als edler junker hier, in rothem, goldverbrämten kleide, das mäntelchen von starrer seide, die hahnenfeder auf dem hut, mit einem langen, spitzen degen. Göthe 12, 79; es sihet mich an, als wolt junker teufel gern unter uns inwendig eine zwitracht anrichten. Luther 6, 359a; mein junker teufel. Garg. 229a; thut man denn unrecht dran, dasz man den herren lobet, weil junker sathan tobet, und solchs nicht leiden kan? Opel u. Cohn 48, 25; sinn und verstand verlier ich schier, seh ich den junker satan wieder hier! Göthe 12, 127; platz! junker Voland kommt. 210. 1010) im tockadille junker der, welcher beim spiele müszig zusehen musz. Adelung. 1111) junker werden heiszt bei den jägern von den wachtelmännchen, davon fliegen, wann sie das locken nicht achten und sich nicht treiben lassen. Fleming t. jäger bei Frisch 1, 494b. 1212) junker, im herzogthum Bremen, die kornähren, welche keine frucht angesetzt haben, daher nicht nicken, sondern den kopf hoch tragen. vgl. junkern, junkerkorn. 1313) junker, in Marburg, das daselbst gebraute bier. anderswo auch der covent von weiszbier. 1414) junker, eine sorte des weinstockes, gutedel. junker Hansens birne, eine birnenart, franz. messire Jean.
11659 Zeichen · 174 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    junkersw. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    junker , sw. M. Vw.: s. junchērre

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    junkerM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    junker , M. Vw.: s. junchēre L.: MndHwb 2, 494 (junker), Lü 165b (junker)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Junker

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Der Junker , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Bäckern einiger Gegenden, z. B. in Hamburg, ein Nahme des jüngsten B…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Junker

    Goethe-Wörterbuch

    Junker in frühen Drucken u eigenh -ck- (zuletzt 1818 GWB B29,272,26 ) a junger (Land-)Edelmann, Sohn eines Gutsherrn; me…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Junker

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Junker (vom mittelhochd. junc-hêrre , »junger Herr«), ehedem Name der jüngern Prinzen regierender Herren; in der Verkehr…

  6. modern
    Dialekt
    Junker

    Schweizerisches Idiotikon · +5 Parallelbelege

    Junker Band 3, Spalte 47 Junker (I) 3,47

  7. Sprichwörter
    Junker

    Wander (Sprichwörter)

    Junker 1. Besser ein Stroherner Juncker 1 , denn zween stelerne Bürger oder vier eiserne Bawren vnd Knechte. – Petri, II…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit junker

150 Bildungen · 63 Erstglied · 87 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von junker

junk + -er

junker leitet sich vom Lemma junk ab mit Suffix -er.

junker‑ als Erstglied (30 von 63)

junker 4

KöblerAfries

junker 4 , M. nhd. Junker ne. squire Hw.: s. jung, hêra (1); vgl. an. jungherra Q.: W I.: Lw. mhd. jungherre E.: s. mhd. jungherre, M., jung…

Junkerbirn

Adelung

junker·birn

Die Junkerbirn , plur. die -en, eine Art mittelmäßig großer runder Birnen, mit einem saftigen bisamartigen Fleische; die große Zwiebelbirn, …

junkerbirne

DWB

junker·birne

junkerbirne , f. name zweier birnensorten, franz. rousselet musqué, und roi d'été.

Junkerbrägen

MeckWB

junker·braegen

Wossidia Junkerbrägen m. Junkergehirn: bet de oll Büdel so leddig was as 'n Burmeisterkopp oder 'n Junkerbrägen Bri. 5, 63.

junkerdorf

DWB

junker·dorf

junkerdorf , junkerndorf , n. früher ein unter der gerichtsbarkeit eines edelmannes stehendes dorf.

junkerei

DWB

junke·rei

junkerei , f. vita mollis, delicata, vacatio, otium, ambulatio. Stieler 906 ; junkerei dient vor studenten nicht, deambulationes musis inimi…

junkerengōt

KöblerMnd

junkerengōt , N. Vw.: s. junchērengōt*

junkereⁿ

Idiotikon

junkereⁿ Band 3, Spalte 51 junkereⁿ 3,51

Junkereⁿbad N.

Idiotikon

Junkereⁿbad N. Band 4, Spalte 1013 Junkereⁿbad N. 4,1013

Junkereⁿbir(eⁿ)

Idiotikon

Junkereⁿbir(eⁿ) Band 4, Spalte 1488 Junkereⁿbir(eⁿ) 4,1488

Junkereⁿschlëck

Idiotikon

Junkereⁿschlëck Band 9, Spalte 505 Junkereⁿschlëck 9,505

Junkereⁿësseⁿ

Idiotikon

Junkereⁿësseⁿ Band 1, Spalte 526 Junkereⁿësseⁿ 1,526

Junkergewanne

PfWB

junker·gewanne

Junker-gewanne f. : FlN in LU-Opp (ehedem im Besitz der Junker von Hirschberg), Junkeʳgewann. —

junkerhaft

DWB

junker·haft

junkerhaft , adj. und adv. nach art eines junkers, splendidus, lautus, more nobilium Stieler 906 . heute zielt das wort gewöhnlich nur auf d…

junkerherschaft

DWB

junker·herschaft

junkerherschaft , f. herschaft der junker, des beschränkten dünkelhaften adels: wenn die republikanische revolution trotz der durch sie zunä…

junkerieren

DWB

junker·ieren

junkerieren , verb. sich als junker aufführen: junkeriren will verlag haben, caro emitur pretio negligentia ostentatrix. Stieler 906 ; der j…

junker (juncher)

LW

junker (juncher), junger Herr, Junker; der unmündige Lehnsherr.

junker als Zweitglied (30 von 87)

Ɉagdjunker

Campe

Der Ɉagdjunker , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein jagdgerechter Junker oder junger Adeliger, welcher einen großen Herrn auf der Jagd bedienet…

banjunker

KöblerMnd

ban·junker

banjunker , M. nhd. Bann Verhängender E.: s. ban, junker L.: MndHwb 1, 141 (banjunker) Son.: jünger

Brautjunker

PfWB

braut·junker

Braut-junker m. : = PfWB Brautführer , -junkeʳ [ KU-Ulm PS-Hermbg ]. SHW Südhess. I 1084 . —

Chifelijunker

Idiotikon

Chifelijunker Band 3, Spalte 50 Chifelijunker 3,50 M.

dorfjunker

DWB

dorf·junker

dorfjunker , m. der adeliche der nur auf seinem dorf lebt, landjunker. wird häufig ironisch gebraucht. der edle dorfjunker, wo diese zwei ( …

ehejunker

DWB2

ehe·junker

ehejunker m. im 17. jh. begegnende spezialbezeichnung für den adeligen ehemann: 1603 DRW 2,1233. 1687 schauplatz d. betrüger 204.

Frëssjunker

Idiotikon

Frëssjunker Band 3, Spalte 50 Frëssjunker 3,50

Fënsterjunker

Idiotikon

Fënsterjunker Band 3, Spalte 50 Fënsterjunker 3,50

gerichtsjunker

DWB

gerichts·junker

gerichtsjunker , m. adlicher besitzer des dorfgerichts: haben die scheffen geantwortet, sie wieszen wege und stege, wasser und weidgang, bus…

glasjunker

DWB

glas·junker

glasjunker , m. , arbeiter in einer glashütte, s. DWB junker 6 teil 4, 2, 2401: auch ward mir ( in der teufelsküche ) so angst und bang wege…

gottesjunker

DWB

gottes·junker

gottesjunker , m. , im frühnhd. spöttisch oder gar verächtlich von geistlichen, auf ihre lebensweise anspielend; vgl. DWB junker 5 u. 7, tei…

hagjunker

DWB

hag·junker

hagjunker , m. hegereiter, raubritter: listige practicierer, schnapphän und hagjunkern, blaue sackmesser oder kistenfeger und wucherer. Fisc…

hofjunker

DWB

hof·junker

hofjunker , m. nobilis aulicus. Frisch 1, 460 c , älter hofjunkherre: sol man in ze jar ainen rock geben als andern hoffjunkherren. weisth. …

jagdjunker

DWB

jagd·junker

jagdjunker , m. edelmann unter den jagdbedienten eines herrn. Frisch 1, 483 a .

Juppe(n)junker

Idiotikon

Juppe(n)junker Band 3, Spalte 50 Juppe(n)junker 3,50

Kāmerjunker

WWB

kamer·junker

Kāmer-junker m. junger Edelmann, der im Dienste um seinem Fürsten ist ( Kr. Lippstadt Lst Ge).

Kammerherr und Kammerjunker

Herder

Kammerherr und Kammerjunker und Kammerjunker , 2 Hofbeamtungen, die mit dem Ehrendienst um die Person des Fürsten betraut sind und nur aus d…

kammerjunker

DWB

kammer·junker

kammerjunker , m. nl. kamerjonker, dän. kammerjunker, schw. kammarjunkare, poln. kamerjunkier, russ. камеръюнкер, junger edelmann im dienst …

Kaspeljunker

MeckWB

kaspel·junker

Wossidia Kaspeljunker m. a. Spr. zum Kirchspiel gehöriger Edelmann: 'zwey caspeljunckern' (1590) Tessin Boiz. 169.