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Sterz

ahd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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17 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Sterz

Bd. 8, Sp. 642
Sterz das Wort ist in allg. Anwendung nur Rip, Nfrk, lrhn. n. einschl. Prüm (nur in der RA.: de März hellt die Al mot dem St.), Schleid, Aden, rrhn. n. einschl. kurköln. Neuw, der berg. Süd-Grenze; das Rhfrk u. Mosfrk hat dafür nur Schwanz, aber in übertr. Bed. auch St. (s. u.); Rip -E(r)ts, –Eə-, –ēə-, –īə- [LRip meist -ęts; Köln-Stdt -Ets u. -ę-; in Monsch, Eusk, Rheinb, Bo, Dür-Golzh --; Aach, SGeilk, Erk-Örath -a-, Pl. -ę-]; -E(r)ts. -ēə-, –īə- geht lrhn. über die Benr.L. hinaus noch Grevbr, Neuss, MGladb, Kref-Fischeln, Mörs hinein; Berg n. Benr.-L. -ęrt, –Et [Gummb-Schwarzenbergisch, Lennep-Hückeswg -ęrt; nfrk. Wippf, Lennep-Radebormwald -īət; Wermelsk u. Wippf-Thier -eiəts; Demin. im NBerg -atšən], Eup, OHeinsb, SKemp, Kref, Mörs, Geld -ęrt [Pl. in Mörs -ęrtər]; WHeinsb, NErk, Kemp, Geld, Klev (u. --) -a(r)t, ebenso Rees (u. -ę-), Dinsl, MülhRuhr [Pl. -tər; MülhRuhr -ętər; Dinsl -ęt], Pl. -tsə(n), –tə(n) (s. o.); Demin. -tsχə(n), –tskə, –tšə, –tjə [NBerg -atšən] m.: 1. im Rip, SNfrk. a. Tierschwanz, von jedem Tier [an der lrhn. Süd-Grenze in Schleid, Aden nur Kuh-, Kaninchen-, Hasenst., in Daun-Auel Hasenst., Neichen scherzh. Schwanz, Bitb-Wiersd Schwanz eines Vogels, sonst Schwanz; auch sonst wird der Pferdeschweif neben St. auch Schw. genannt]; der Koh-, Kalfs-, Perds-, Gesse-, Ferkes-, Hongksst. usf.; mem St.chə wibbele; dem Hond de St. stüppen (kupieren) Rip, Allg. RA.: De hat tiəhn St.ə zehn Stück Rindvieh Eup, — Sterter Mörs. Geht de St. (bei der Kuh) büs üvver de Hacken, ös et en got Botterkoh Köln-Poulh; bei ältern, schlecht genährten Kühen es de St. holl (hohl) genüggert (geeutert) Bergh-Blatzh; de Kuhw hät den Wolf in de St. ist schlecht genährt Klev; en Stöck van der St. Fleischstück, Schwanzst. Aach. Hej wässt nes (nett als) de St. van en Kuhw, ömmer nor onder scherzh. von einem, der nicht wächst Klev-Calcar. Eiten (hinten) hät os Koh och ene St. scherzh. zu dem, der aufzählt, was er besitzt Kemp-SPeter. Fengt en Kuhw an te bise, so steke ok de andere de St. in de Locht Nfrk, Rip. De März krit de Köh mem St. das Futter ist dann selten Rip (s. weiter bei Kuh). Den löt der Osse (Ochse) onger'n St. siehn der Metzger hat ein minderwertiges Schlachttier gekauft Remschd. Et geht as en Liər (Drehleier), säj de Jong, duw drähjden hej et Kalf de St. af Torheiten verursachen allerlei Schaden Klev, Rees. Blut treck, hat den Bur gesagg, du hat hei sin Bruərsch K. an de St. gebütz (geküsst) Mörs-Asbg. De hät der St. (des Pferdes) alt opgemät hiess es im Herbst im Lob für den, der die Winterbestellung beendigt hatte (früher gleich nach der Saat im Herbst wurde dem Pf. der St. gerollt u. aufgebunden) Eusk-Dirmerzh, Dür-Golzh. He hält et Perd mem St. sieht auf seinen Vorteil Köln-Stdt (s. weiter bei Pferd). Der es te domm, met en Esel te danzen, un wamme em den St. in de Hangd deht Gummb, Allg. De ment, he hätt der Bock mot de Höərenter (Hörner) gehat, dou hatt e en iərsch mom St. er frohlockt zu früh Schleid-Reifferschd, Ahrw, Rees. Och de Gess (Ziege) well ne lange St. han un moss doch mem Stömpche lofe dein Wunsch ist unerfüllbar Rip, Nfrk, — do moss se doch möt enne körte ophüre Kemp-SHubert (s. weiter bei Geiss). De kann de Hipp de St. nit opböre (aufheben) so schlapp ist er Mörs-Pelden (s. weiter bei Hippe). Halve März spart der Kouch (Koch) de Kerz on schött den Hamel der St. Schleid u. Koch-Laub. Hej hät et Ferken de St. ütgetrocke hat mit etwas Schluss gemacht Klev. Ös de St. gekröllt (gerollt), dann es et Speck got Eusk-OGartzem. Et kömmpt dor niet op an, wenn me en F. schert, äs me mor tüssen (zwischen) de Kopp un de St. blifft Rees-Haldern (s. weiter bei Ferken). Wenn mer övver der Hongk ös, küt mer och ö. der St. aller Anfang ist schwer, ist die grösste Schwierigkeit überwunden, kommt man leicht zum Ziel Rip, Nfrk, — fallen ich ö. de St. missrät mir alles Eusk-Wichterich. Der H. blif für der St. er behauptet sich, die Sache bleibt, wie sie ist Jül. De H. geht met, dänn kannst du den St. dregen! zum Kinde, das fragt: gehe ich mit? Elbf. Achter onse Flierstruck, dor lej en Höndjen dot, et St.jə was befrore, dij Bellekes leje blot; duw kom Jann, den Tömmermann, den tömmernde wer en St.jə dran usf. Geld-Kevelaer (s. weiter bei Hund). Mops (Mis), wat St.! Ausr. der Verwunderung Mörs. E hat de Spitz gefröhstöck un de St. net verdaut krege er hat unvernünftig gehandelt Rheinb-Flamersh Jedder Dag hät en Eng (Ende), sät de Foss (Fuchs), du griəp he en Honn (Huhn) met der St. Heinsb. Dat hat der Fochs gemeisse, du hat heə der St. zougegeəve wenn ein Weg länger ist, als angegeben Aach, Rip, Nfrk. Foss, lot den St. hangen, kannste besser Hohner fangen! Mettm-Langenbg (s. weiter bei Fuchs). A.: Was soll ich tun? B. scherzh.: Den Ap flohje, on gej sollt de St. fast halde Mörs. Je miəh men de Katze strickt (strählt), je m. bürt se den St. NBerg, Ruhr, Mörs, Geld. He schreit, äs wenn de Katte en St. töschen (zwischen) de Döar het Elbf (s. weiter bei Katze). Den Kindern wird geraten, dem Hohn op der St. ze schlage, dann werde es Eier legen Jül u. einem Hahn Salz auf den St. zu streuen, dann könne man ihn fangen Allg. Dat ös de Hennen de Sterter opgebonden unnütze Arbeit Mörs. Der giht de Mul wie der Enten der St. Remschd. Mus of Mur, Sterter höbbe se all! diese Menschen haben dieselbe Gesinnung Klevld. Dat Müsje hat e St.chə kreəge die Sache hat unangenehme Folgen gehabt Aach-Stdt. Me rüppt (ruft) nit ehr Ol (Aal), of me hät em be de St. Mörs, Ruhr (Fess). En Ol bei de St. häbbe (krigen) unsichern Besitz Rees, Gummb-Stdt. Leck de Krad (Kröte) em Arsch, dann brucksde den St. nit optebüren! Mettm-Kuchhsn. Doə wasse Lüs met St. noə die Sache hat unangenehme Folgen gehabt Aach-Stdt. Wat mer doch net alles för et Geld han kann, sät der Bur, sogar Diere, die möm St. freten (Elefanten) Kref-Osterath. — b. in RA., auf Menschen übertr.: He het den St. voll ist bezecht Elbf. Enem de St. opmache ihn gehörig zurechtweisen Ahrw-Holzw, Rheinb-Meckenh, Bergh-Hüchelhv, — opknöppe Elbf, — ophevve Köln-Stdt, MGladb, — opbören Mörs. He kann komm (kaum) de St. üvver't Nes (Nest) hevve sein Verstand reicht nicht weiter als seine Nase Eusk-Billig. He treckt de St. wei en Katz en hält sich zurück Lennep-Hückeswg, — för den Ärss (Arsch) Rees-Ringenbg. De St. tösche (zwischen) de Ben nemme (packe, trecke) feige davonlaufen, klein beigeben Rip, Nfrk; de St. (et Stertsche) siəh (kike) loəte SNfrk, Dür-Ellen, — wise (zeigen) Geilk-Honsd, Bo-Dransd Küdinghv. He hät der St. af ist von seinem Posten abgesetzt Heinsb-Neuhaaren. He hät äwwer nit mih den St. besatt (besetzt) hat mitgetrunken, ohne zu bezahlen Sol. Mer süht kene Stomp noch St. mih van enne (ihnen) Rip, SNfrk. Einem achter de St. setten ihn verfolgen, ihn bald erreichen Mörs. Der März krit al am St. sie sterben dann leicht Rip, Nfrk, Prüm. De krit noch am St. gedreht! seine Strafe Sol. Se sprenge heröm, as wenn se enne Ester (Elster) an de St. hädde Mörs-Alpen. Die Pute (Kinder) hangen einem emmer am St. Rip; jet blifft am St.ə hangen von der Verleumdung Sol. Lech (bal, flott) op de St. getrodde sen leicht beleidigt sein Rip, Nfrk; me soll dem Düvel net op der St. treəne einen Bösen nicht reizen MGladb, Erk. Ek sall dech en Knip (Kneife) op de St. setten! dir Beine machen Mörs. He hät et em St. hat es gegessen, getrunken, in Besitz, — ken Rauh (Ruhe) em St. Rip, Nfrk; wat en de St. krigen betrunken sein Mörs. Et brennt em hengeə'm (am) St. er hat Angst, Eile Dür-Birkesd. De schwenk möm St. hat das Hemd aus der zerrissenen Hose hängen Rheinb-Esch. Sech onder de St. kiken loten Reissaus nehmen Mörs. Sich en Rot (Rute) für senge St. mache sich selbst Schaden verursachen Dür. He dogt (taugt) töschen (zwischen) Kopp on St. net Barm. — Derb, der Penis; sich der St. verbrenne sich eine venerische Krankheit holen Rip, Nfrk. RA.: A.: Du bös en Sau! B.: Dat ös geloge; en S. hät vier Ben on de St. hönge (hinten), on ech han zwei B. on de St. füər! Rheinb-Meckenh. Owes es der Herd warm, morges es der St. w. NBerg. — c. bei Sachen, in best. Wend. u. RA.: Et Eng (Ende) van de Mai (Prel) es de St. van de Wengter (Winter) Geld, SNfrk, Jül, Dür, Düss; März ös de St. van de W. Kemp-SPeter. De M. hat e (lange) St., schött der St. Rip, Nfrk (auch Prüm). Donnerweəder han St.ə haben Regenschauern im Gefolge, oft fährt es fort mit Donnern u. Blitzen Schleid-Hellenth, Sieg-ODollend. An allem Ongemach äs och noch e St.chə dran böse Folge z. B. einer Krankheit Sieg-ODollend. Riess em de St. us! trinke den Schnaps aus Neuw-Notschd. De Äppel han gölde St.ə wenn sie bald aufgehen Rip, Nfrk. Lief Kind van min Hart (Herz), hatt ek en Pär (Birne), kreg gej de Start! Geld. Et frett schwart, speit rut on stippelt den St. de Wangd erop? der Ofen Mettm. Achter de St. sette auf eine Arbeit viel Kraft verwenden; den hes dou döchtig wat a. de St. gesatt einen sehr guten Kaffee aufgeschüttet MülhRuhr. Dat hät och de Moət (Mass) op der St. das reicht nur eben aus Heinsb. Et moss dorch on wann et e Brett für dem St. hät! Dür. De got Denger mosse bes zom leste St. dran glöve bis zur Vernichtung Monsch. — Ver hant dervan kenne St. noch Stomp miəh em Hus; et bliəf kene St. noch Stomp dervan üəverig SNfrk, Dür; kene Stomp noch St. Sieg-Ägid; nit Stupp noch St. Sol; met St. on Stomp Heinsb. Dat hät (dor es) gen Kopp of St. (an) hat keinen Zusammenhang Klevld, NBerg; nit K. noch St. an jet fengen (finden) können Sol, NBerg. — 2. übertr. (auch im Rhfrk, Mosfrk in verschiedenen Bed.). a. sachl. α. scherzh., verächtl. Sterzche dünner Haarzopf Rip, Nfrk u. Koch-Poltersd (-îats-); Stötz überflüssiger, flatternder Zierat am Kleide Bo-Lannesd; Schweif des Windvogels Rip, Nfrk; Zipfel eines Sackes Gummb-Peisel. — β. einarmige Handhabe des Hinterpfluges Allg., also auch Rhfrk, Mosfrk. RA.: Im März helt (holt) der Bauer de Plug am St. (em Aprel hält er stell) Rhfrk, Allg. — kriet mer de Pl. bim St. (nur noch in dieser RA.) Siegld. We de Pl. am St. het, de h. de Kuh am Kopp Mörs-Rheurdt, Klev. — γ. Stiel einer Pfanne Rees-Wesel; -īăts Topf mit Stiel Bitb-Speicher; Handhabe, Henkel am Korb, Krug Aden-Bongard; Erlfortsatz am Rasiermesser, man unterscheidet am S. den Hohl- (obere Fläche) und Plattsterz (Seitenfläche) und Drunter (Unterseite) Sol. — δ. -ēărts Welle im Mühlenrad, woran die Schaufeln befestigt sind Bitb-NWeis, Bernk-Graach. — ε. Säge, deren Angel mit der S. aus demselben Blech geschnitten ist Remschd; kleine Handsäge, Fuchsschwanz Daun-Auel. — ζ. -ēărts scherzh. Horn einer Kuh Wittl-Heidw. — η. schmales Feldstück Köln-Widdersd. — θ. -Erts Sg. t. Kartoffelkraut Goar-Weiler; hartstengeliges Heu Zell-Sohren. — ι. gel St.chər Birnensorte Köln. — κ. -ēărtsχən das sehr kleine Brot, das bei einer Bakicht zuerst gebacken wird als Notbrot Trier-Waldrach. — λ. -ęrtsχə vom Essen Übriggebliebenes Ottw-Wiesb; -tsəlχə Theley; -ęătsχə etwas kleines Übriggebliebenes, bes. vom Holze gesagt Kreuzn-Dörreb; -Etsχə, –ę- Rest im Trinkglas oder in der Flasche; Zahnrest Dür-Gürzenich; Apfelrest Heinsb-Wildenr, Erk-Golkr Matzerath. — μ. St.chər Blütenkätzchen der Haselnussstaude Bo-NHoltorf; Stitzkes Neuss-Stdt. — ν. kene St. rein gar nichts; k. St. kriəte; et es k. St. mih seng (sein) er ist völlig mittellos Rip, Sol, Kobl-Bassenh. — j. im Kindersp. αα. St.chəs dohn einen flachen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Koch-Düngenh. — ββ. runnes St. Ruf beim Klickersp., wonach der Spieler die Linke spannt, den kleinen Finger auf den Boden setzt u. vom Daumen aus schnellt Koch-Kaisersesch. — b. persönl. α. Tiere. αα. Pl. Maden im reifen Käse, in der scherzh. Wend.: Der Kies es am beste, wenn einem de St.ən lans de Mul schlonn MülhRh-BGladb. — ββ. St.chə Forelle Saarbr-Quierschd. — γγ. St.chə Bachstelze Kreuzn-Langenlonsh, Koch-Kaisersesch; Stirz Prüm-Büdesh; s. auch Pannen-, Wippst. — δδ. St.chə Taube mit weissem Gefieder u. schwarzen, roten, gelben oder blauen Schwanzfedern Köln-Stdt. — εε. St.jə Kosew. für Kalb Rees-Wesel. — β.αα. verächtl. ene ale St. alter Kerl Köln, Bergh. — ββ. klen St.chə kosend, kleiner Junge Sieg-Lülsd; St.chə kleines Kind Eusk-Bessenich; wer nur ein Kind hat, hat marr e Stetzche Aach-Alsd. — γγ. verächtl. enne hofferdige St. hoffärtiger Mensch Geld-Schravelen. — δδ. verächtl. unruhiger Mensch Klev; s. Wibbel-, Wippst. — εε. St.chər Neckn. derer von Birkf-Mörschd. — ζζ. dau bos St. letzter in der Reihenfolge der Klickerspieler Aden-Liers.
12547 Zeichen · 395 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    sterz

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    bachstelzeAWB, bachsterz-sterzAWB s. begisterz m. a-St.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stërzstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    stërz stm. 1. schweif. Graff 6,725. Schmeller 3,660. ndd. stert. ein grôʒer visch, der hab seinen sterz in dem mund Megb…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stêrz

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Stêrz , des -es, plur. die -e, oder die Stêrze, plur. die -n, Diminut. das Sterzchen, ein Wort, welches überhaupt de…

  4. modern
    Dialekt
    Sterz

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ‘ Sterz m. Speise aus Welschkornmehl, das in einer Pfanne mit Butter gebacken und fleissig gerührt wird’ Hag. H. — Bayer…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sterz

114 Bildungen · 95 Erstglied · 14 Zweitglied · 5 Ableitungen

sterz‑ als Erstglied (30 von 95)

Sterz I

SHW

Sterz I Band 5, Spalte 1403-1404

Sterz II

SHW

Sterz II Band 5, Spalte 1405-1406

Sterzriemen

SHW

Sterz-riemen Band 5, Spalte 1405-1406

sterzada

LDWB1

sterz·ada

sterzada [ster·zạ·da] f. (-des) (pro n auto) Einschlag m.

sterzader

DWB

sterz·ader

sterzader , f. , ader am pferdeschwanz, zu 1 sterz: die schwantzader oder stertzader wirdt geöffnet wider allerley gebrechen der rüeben ( sc…

Stêrzänte

Adelung

Die Stêrzänte , plur. die -n, eine Art wilder Änten, welche Klein für eine Abartung der gemeinen wilden oder Märzänte hält.

stërzære

BMZ

sterz·aere

stërzære stm. der müssig umher fährt, vagabund. vagus voc. 1420. daʒ sint ouch sterzere unde lotere und ander unnütze volc Pf. Germ. 10,469.…

Sterzbrett

RhWB

sterz·brett

Sterz-brett Aach-Stdt n.: Fleischstück vom Hinterviertel des Schlachttieres, bestehend aus Muhrangd u. der Stütz u. der Scheən.

Sterzbrot

RhWB

sterz·brot

Sterz-brot -ū:- Schleid-Hellenth n.: verächtl. schlechtes Br.

sterzchen

DWB

sterz·chen

sterzchen , n. , schwänzchen, demin. von 1 sterz: stertken Woeste westfäl. 254 ; štatšen Leihener Cronenberg 115 a ; se ( die jungen füchse …

Sterzdüppchen

RhWB

Sterz-düppchen n.: 1. -deb- Bratpfännchen mit Stiel WEif (o. O.) — 2. -døpkə Wasserschöpfe Düss-Stdt .

Sterzeimer

RhWB

sterz·eimer

Sterz-eimer -ę·m.ər (s. S.) Schleid , Eusk , Köln , Bergh , Dür , Jül m.: hölzerner Futtereimer mit einer verlängerten, 15 cm vorstehenden D…

sterzeit

DWB

ster·zeit

sterzeit , f. , vom vb. 3 steren ( s. d. ), zeit der schafbrunst: Weber öc. lex. (1829) 554 a . —

sterzel

DWB

sterzel , m. , stumpf, stummel; auch n., s. u. 2. neben dem gleichbedeutenden sturzel, stürzel ( teil 10, 4, 695), storzel, störzel (445) sc…

sterzel

FWB

1. ›Müßiggänger, Bettler, Herumstreichender‹; 2. ›Beauftrager der jeweiligen Obrigkeit zur Kontrolle des Bettelwesens, der Landstreicherei u…

sterzelkraut

DWB

sterzel·kraut

sterzelkraut , n. , thapsia, umbelliferenart, deren saft die haut reizt: tapsia haizet sterzelkraut. daz hat die art, wer ez izzet, dem zerp…

sterzelkrūt

KöblerMhd

sterzel·krūt

sterzelkrūt , st. N. nhd. „Sterzelkraut“, Fenchelwerk, Fenchelrute, Gerte Hw.: vgl. mnd. stertelkrūt Q.: BdN (1348/1350) E.: s. sterzel, krū…

sterzen

DWB

ster·zen

sterzen , vb. , ragen; umherschweifen. A A. ' emporragen; ragen machen '. anord. sterta ' aufsteifen, straffen ', neunorw. sterta, älter dän…

sterzen

FWB

1. ›etw. emporrichten, ragen machen; etw. / sich aufrichten; starren, strotzen‹.; 2. ›ziellos hin und her laufen, wandern, umherschweifen‹; …

sterzenbecher

DWB

sterzen·becher

sterzenbecher , m. , soviel wie stürzebecher, ' stürmischer, ungeberdiger mensch ': sagt doch die grammatic: ... mascula sunto. ob zwar etli…

Sterzende

RhWB

sterz·ende

Sterz-ende (s. S.) n.: 1. a. Fleischstück am Sterze des Schlachttieres Rheinb , Bo , Köln , Bergh , Dür , Jül , Grevbr . — b. ein Riemen am …

sterz als Zweitglied (14 von 14)

bachsterz

AWB

bach·sterz

bachsterz mhd. st. m. ( pach ) -stercz: nom. sg. Gl 3,31,34 ( clm 12 665, 15. Jh., pach- ist aus dem Vorhergehenden zu ergänzen ). Bachstelz…

begister, begisterz

MWB

begister, begisterz stM. ‘Bachstelze’ (vgl. AWB 1,838; s.a. lister): sepicecula: begisterz SummHeinr 1:166,753; sepicecula: begister ebd. 2:…

begisterz

AWB

begisterz st. m. Nur im Nom. Sing. belegt. begi-:-sterz Gl 3,88,62 ( SH A, 2 Hss., 13. Jh. ); bech-: 63 ( ebda., 13. Jh. ). — beche-sterze: …

pfluocstërz

BMZ

pfluocstërz stm. buris voc. 1429. Diefenb. gl. 55. gl. lat. germ. 85. a. stiva Conr. fundgr. 1,386.

pfluogsterz

KöblerAhd

pfluog·sterz

pfluogsterz , st. M. (a?, i?) nhd. Pflugsterz ne. ploughtail ÜG.: lat. stiva Gl Q.: Gl (11. Jh.) E.: s. pfluog, sterz W.: mhd. pfluocsterz*,…

phluogsterz

AWB

phluog·sterz

phluogsterz st. m. , mhd. phluocsterz, nhd. pflugsterz; mnd. plôchstērt, mnl. ploechstert. pluog-sterz: nom. sg. Gl 4,209,26 ( sem. Trev. );…

plōchsterz

KöblerMnd

plōchsterz , M. Vw.: s. plōchstērt

Postêrz

Adelung

post·erz

Das Postêrz , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, im Hüttenbaue, eine Post Erz, d. i. eine gewisse Menge Erz von einerley Geh…

sneggesterz

KöblerAhd

snegge·sterz

sneggesterz , st. M. (a?, i?) nhd. Zikade ne. cicada ÜG.: lat. cicada Gl Q.: Gl (3. Viertel 9. Jh.) I.: Lsch. lat. cicada? E.: s. sneggo?, s…

sneggisterz

KöblerAhd

sneggisterz , st. M. (a?, i?) Vw.: s. sneggesterz*

wagensterz

DWB

wagen·sterz

wagensterz , m. 1 1) am leiterwagen das aus der hinterachse hervorragende stück holz, das ende des langbaums. Weber ökon. lex. 628 . Adelung…

wegisterz

KöblerAhd

wegisterz , st. M. (a?, i?) nhd. Bachstelze ne. wagtail ÜG.: lat. (lucilia) Gl, sepicedula Gl Hw.: s. wegistarz* Q.: Gl (12. Jh.) E.: s. bah…

Ableitungen von sterz (5 von 5)

bestërzen

Lexer

be-stërzen stv. I, 3. BMZ rasch mit etw. bedecken Schm. ; vgl. bestürzen.

ersterze

BMZ

ersterze swv. gewinne als müssiggänger, vagabund, bettler. nu wâren zwêne sieche man, der eine krum, der ander blint. die heten sich alsô ve…

ersterzen

Lexer

er-sterzen swv. BMZ als müssiggänger, vagabund etw. gewinnen Pass.

sterze

DWB

sterze , f. , bezeichnung der satyriasis, von sterzen ' steif sein, ragen ' ( sp. 2538): satirisis stertze der mannsruoten Gersdorff feldbuc…

versterzen

DWB

versterzen , verb. , nur mundartlich, verwandt mit sterz ' schwanz '. vgl. mhd. stërzen intr. trans., ' sich oder etwas rasch bewegen ' mhd.…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sterz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sterz/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „sterz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sterz/rhwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sterz". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sterz/rhwb.
BibTeX
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