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Wibbel

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Wibbel

Bd. 9, Sp. 469
Wibbel das Wort, zu mhd. wibel, mnd. wevel »Kornkäfer«, ist verbr., je nach Geb. in verschiedener Bed.; meist wibəl [-eb- Siegld; -īb- Saarbg-Nittel, WBitb; -iw- uNahe, Saar, Goar, Kobl, Daun-Strohn, Prüm (u. -ib-), Malm; -īw- Trier (Mos), Bernk (Mos), Goar; -ēw- Geld, Mörs], Pl. -ələ(n), Dimin. -ələχ(n), –əlkə m.: 1.a. Käfer schlechthin uNahe; Goldw. Goldkäfer Goar-Bacharach; Goldew. Bernk; Gollew. WBitb; Ohrw. Ohrwurm Goar-Hirzenach Salzig; Wiwwel Mistkäfer Malm-Meyerode; Bibel (-ī-) Bitb-Ammelding. — b. Kornkäfer, Saatwurm, Curculio granarius Prüm, Malm, Geld, Mörs, Ess-Werden. RA.: De W. schennen (schinden) die Ernte, auch eine längere Arbeit glückl. beenden u. das Ende der Ernte (der Arbeit) feiern bei einem Gläs'chen Schnaps; de W. os geschondt; sed dir well am W.; mer verzehren de W. Prüm, Malm. — c. -īw- Nesselsucht Birkf-Idar. — 2. zu wibbeln. a. persönl. m. (u. f.). α. beweglicher, gelenkiger, lebhafter, aber verächtl. auch zu unruhiger Mensch, bes. von Kindern, Frauen, Mädchen; W.əlchər kleine Kinder; ene iwege W. Mosfrk, Rip, Nfrk. — β. ene lange W. bes. grosser Mensch Kemp-UWeiden. — γ. W.əlchən scherzh. Ziege MülhRh-Altenbg. — δ. in Rätseln u. Reimen. W.əlchen, W. op der Bank; W., W. enner der B., et es Mensch em Trierschen Land, den et W., W. fänken kann? Ameise Saarbg; W.əlchen, Wuwelchen ..., et is kän Mann im Schwowenland, de dat W. f. kann? Der Furz Saarl-Berus; Wibbele, W., Wäppchen op dem Knäppchen, et os ken Här on disem Lann, de W., W., Wäppchen zälle kann? Ameise Prüm, Schleid; Wibbeldewupp löft an de Knupp; et es ken Mann em Trerer Lann, ... Daun-Hillesh. W. de Wapp läft om de Knapp; et as Mensch am (im) Niederland, de W. de Wapp noch zehlen kann? Bitb-Wilsecker. En, zwien, zwoən, de W. on de Voən, de W. on de Wicksack; menste, ech künnt ken zwanzig zällen; de zw., die si do! MülhRh-Essen. Wiwwele, W., Wawel, et setzt e Vijelchen op dem Dach; et hät sich erhänkt, Schissel de Wänk; aus, Maus, mein Peif as bal aus! Bastlösespr. Saarbg-Wilting, Bitb-Dudeld. — b. sachl. α. Verbindungsstange zwischen Trittbrett u. Rad am alten Spinnrad Trier-Beschd; webələr Leiwen; -i- Saarbg-Taben. — β. Messer, in der Kundenspr. Bitb-Speicher. — γ. Gelenkknöchelchen beim Fangsteinsp. Gummb-Becke Rospe (s. W.knochen); W.əlchen Rillenseite des Knöchels Gummb-Hesselb. — δ. W.əlχər. αα. Zähne kleiner Kinder Ottw-Neunk, Saarl-Ensd. — ββ. verächtl. sehr kleine Knollen- u. Baumfrüchte Trier-Stdt. — ε. Maiweinhumpen, mit einem auf einer Stahlfeder sitzendem Vogel Köln-Stdt.
2567 Zeichen · 108 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wib(b)elm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wib(b)el , wiebel , m. , ( korn-, mist- ) käfer. ahd. wibil, mhd. wibel; as. -wivil; mnd. mnl. wevel; ags. wifel, engl. …

  2. modern
    Dialekt
    Wibbel

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Wibbel- , wibbeln s. Wiebel-, wiebeln .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wibbel

37 Bildungen · 37 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

wibbel‑ als Erstglied (30 von 37)

wibbelblau

SHW

wibbel-blau Band 6, Spalte 501-502

wibbelärschig

RhWB

wibbel-ärschig -E:ršĭχ May-Andernach Adj.: unruhig, nervös.

Wibbelbart

RhWB

wibbel·bart

Wibbel-bart Simm m.: die hot en W. krampfartiges Zucken des Kinns beim Weinen, bei Aufregung.

Wibbelbohne

RhWB

wibbel·bohne

Wibbel-bohne (s. S.) wibəl- Mettm , Ess ; -īb- Heidhsn ; -īw- Duisb ; wibəlbø·n.tšə Kref-Bockum f.: Saubohne, Vicia faba.

Wibbelditzchen

RhWB

Wibbel-ditzchen Jül-Linnich n.: der kleine Finger, im Fingermärchen.

wibbelen

LothWB

wibbelen [wibələn D. Si. ] intr. v. unruhig hin- u. herrennen, sich lebhaft regen, in beständiger Unruhe sein, wimmeln: wibbel dach net eso …

Wibbeler

SHW

Wibbeler Band 6, Spalte 501-502

Wibbelgewinds

RhWB

Wibbel-gewinds -we·ŋ.ks Jül n.: Wirbelwind.

wibbelich

LothWB

wibbel·ich

wibbelich adj. u. adv. D. Si. unruhig, sich beständig hin- u. herbewegend, zappelnd: e w. Kand ( Kind). — els. 2, 782 ; baier. 2, 832; lux. …

wib(b)elig

DWB

wib(b)elig , wib(b)elicht, wiebelicht , adj. 1 1) von käfern zerfressen: wiblig von wibeln angefressen ( beleg 1540) Fischer schwäb. 6, 749 …

Wibbelknochen

RhWB

wibbel·knochen

Wibbel-knochen , Wibbel-knöchelchen (s. S.) Gummb m. (n.): Gelenkknöchelchen, beim Fangsteinsp., mit den 4 Seiten Löchelchen, Plättchen, Züp…

Wibbelling

RhWB

wibbel·ling

Wibbel-ling m.: 1. kleiner Finger, im Fingermärchen Ahrw-Sinzig . — 2. wibəliŋkχə n. Bachstelze Eusk-Liblar .

Wibbelmännchen

RhWB

wibbel·maennchen

Wibbel-männchen n.: 1. Wiedehopf Bitb-Geichl . — 2. Kurbelstange zwischen Trittbrett u. Rad am Spinnrad Saarbg-Eft .

Wibbelpfannkuchen

RhWB

wibbel·pfannkuchen

Wibbel-pfannkuchen wiwəl(ts)pankəχ Prüm-Habschd m.: der W. wird nach beendigter Kartoffelernte abends für alle, die mitgearbeitet haben, ger…

Wibbelschinder

RhWB

wibbel·schinder

Wibbel-schinder wīwəlše·n.ər Bitb , Prüm m.: verächtl. der Bauer des Ortes, der zuletzt mit dem Kornschnitt fertig wird.

Wibbelsteªrt

WWB

Wibbel-steªrt m. kribbelige, unruhige Person ( Bch Ld).

Wibbelstein

RhWB

wibbel·stein

Wibbel-stein -ē- Waldbr-Bladersb Dickhsn Eckenhg , Gummb-Marienbghsn m.: -knochen.

Wibbelsterz

RhWB

wibbel·sterz

Wibbel-sterz (s. S.) m.: 1. weisse Bachstelze, auch –sterzchen Verbr. in Schleid , Eusk , Rheinb , Bo , Köln , Bergh , Dür , Eup , Erk , Hei…

wibbelsterzig

RhWB

wibbel-sterzig Monsch-Rötgen , Kref Adj.: unruhig, lebhaft.