auf uNahe
uf: bis zu einer L. einschliessl. Saarl-Guerlf Fürw Bietzen, Merz-Merching Bachem Losh Wadern, Trier-Conz Trier, zw. Trier-Longwich (r. Mos) Schweich (l. Mos) die Mos überschreitend nach NO. über Föhren, Wittl-Dörb Plein, Daun-Mückeln Strohn Immerath, Koch-Wollmerath Meiserich, May-Luxem Hirten Münk, Aden-Nitz, May-Wehr, Neuw-Rheinbrohl (den Rhein überschreitend) Frorath Waldbreitb Rossb Breitschd,
n. Altk
of;
n. dieser L.
op [Dinsl-Aldenr
ǫp] I.
Adv. 1. absol.
Kort op, dat dors gut beim Dreschen Klev.
Mat den Hihnere schlofen, mat den H. of Mosfrk
No, at op? schon aufgestanden Rip, Allg. — 2. prä
d. a. auf sein α. ausserhalb des Bettes sein, aufgestanden sein.
Bəste [] at op? Antw.:
Jo, de Ogen stohn mer jo op. Der wor fröch op ein Schlauer Rip.
En es alt op, ih der Deiwel de Schuhn on hot von einem Frühaufsteher Eif, Allg. — β.
de Sonn (de Mond) es at op aufgegangen Rip, Allg. — γ. froh, zuversichtlich gestimmt, in guten Verhältnissen sein.
He es huh op. He es oven op Rip, Allg. — δ. verbraucht sein, von Geld, Speisen udgl.
De Weng es op, mer drenke Bier Rip, Allg. Auch mit persönl. Subj.
He es op er hat nichts mehr, ist bankerott Kref, Mörs-Neuk; ist abgearbeitet Eup.
He es Polver op zu allem unfähig Eup. — Stehende Wend.:
Dat es ze Polver op vollständig weg, nicht mehr da, verbraucht Sieg-Ägid.
Et es alles ze Knoden op dass. Daun-Tettschd Strohn.
Et es alles schier op Erk-Rath. — ε. offen, geöffnet sein
s. der mit der Benrather L. durchweg zusammenfallenden
op/əpən-L.
De Dür, et Finster, et Boch, de Schwären es op Rip, Allg.
Do es Pole of on Frankreich zo da geht es ausgelassen her May-Trimbs Hatzenp. —
De Wies as op vom 29. Sept. an für die Allgemeinweide frei Bitb, Mosfrk allg.
Et Feld es of bebaut im Gegensatz zum Driesch Birkf-Bundenb.
Et as op beim Versteckspielen, der Sucher kann kommen WEif. — b. auf haben α. drauf haben.
Du häs kenen schünen Hot op (sc. auf dem Kopfe).
Dat Peərd hät Äppel op ist gut gefüttert Rip.
De hät Kopp op viel Selbstachtung Kemp.
He hät ene (ege) K. op setzt seinen Willen durch Nfrk.
De hat ken got Hore op ihm ist nicht zu trauen Bergh.
De Wis hät vil Gras op Allg.
De Hongk hät Jonge op Aach-Eschw.
De Zopp at op han (sc. auf dem Herd). — Einen auf h. = betrunken sein.
He hät enen op NBerg.
He hät enen fisen op Klev-Cranenbg. —
He hät keine Truff op keinen Mut Bergh-NEmbt.
En deck Fell op han Rip.
Hen hät et dermet op er traut der Sache nicht Geld-Straelen. —
E hat jeng goue (gute)
op keine gute Laune Aach-Merkst. — β. eine Traglast aufgeladen haben; Aufgaben auf haben, kriegen.
Mer han net vill op Schularbeiten Rip, Allg. — γ. verzehrt, verbraucht haben.
Et Geld, et Brut udgl.
all op han Allg.
De hät der Kaffe bei mich op er hat es bei mir verdorben MGladb.
Häj de Moltitt op? Antw.:
Ne, de Kapp Klev-Uedem.
He hät de Kaffe op betrunken NBerg, Ruhr, —
den Thee Düss-Derend, —
den Brei on hät den Lepel afgeleckt Remschd.
Wenn gej dat (das kräftige Essen)
op hät, dann könnt gej enen besope Bur van't Perd schmitte Geld-Kevelaer. Er macht ein Gesicht,
as wenn e der twe op hät on wellt an de derde begenne mürrisch Geld-Wetten.
Et op han Hab u. Gut, arm sein Allg. — δ. im Spiele die Vorhand haben, den ersten
[] Wurf, Schlag, Stich tun, Rip. Nfrk (
s. auch auf-spielen, –werfen, –karten); doch meist heisst es
den Op han. De makt en Gesicht, as wenn jeder ene op hätt un den twedden anfangt Geld-Weeze. — ε. offen haben (nicht Nfrk).
Müll op han gute Aussicht haben (aus dem Mühlensp.).
Der N. hät noch net op (sc. den Laden) Rip, Mosfrk. — 3.
interj. gebraucht. Beim Schlitten-, Eisbahnfahren:
Fahrt op! Jül-Müntz.
Weg op! Altk-Birken.
Pann op! dat Is dat knopp Schleid-Sötenich.
Pei op! Schleid-Kirchseif. — Bei Zurufen, die zum Aufstehen auffordern:
Allo, op! Op, op, us dem Bett! Op, et brennt! usf. Rip, Allg. —
Alles oppes! Zuruf beim Klickerspiel, um von erhöhter Lage aus schnellen zu dürfen.
Op hüh Zurück! Zuruf an die Zugtiere, auch
hopp hüh Rip.
Kop op! der Kauf ist zugeschlagen (beim Versteigern) Heinsb-Bocket.
Op! es satt hast du nun genug gegessen? MGladb-Rheind. — Aufforderung zum Öffnen (
s. der
əpən-L.)
Op, op, opgemach! Nu awer de Böwerlechter op! damit der Lügendunst herauszieht Rip, Allg.
Stall of, der Koh steht de Arsch of! Ruf der Hütejungen beim Eintreiben des Viehs Altk-Horhsn.
De Ogen op of der Bül! Rip. — 4. bestimmendes
Adv., object. oder prä
d. Zusatz. a. hinter einer substant. Ortsbestimmung = aufwärts, hinauf.
Den Berg op geht et langsamer udgl.
Den well den Berg op voraussein Klev-Asperden. Statt
op wird immer geläufiger ‘herauf’. In Aach u. Nfrk ist die Verknüpfung mit ‘an’ bemerkenswert.
Op et Hus op an gohn, — opanstivele. Gej könnt net so völl op öm opan as op en Füs (Hand) voll Fliege auf ihn kannst du dich nicht verlassen Klev. — Mancherorts dafür
əbān Kref-Fischeln, Düss-Kaisersw, Geld-Straelen. — In Aach auch ohne ‘an’.
Gangk no em Hus op! nach dem Hause zu. — b. hinter einer substant. Zeitbestimmung.
Van Klen op von Kindheit an Allg.
Van den Dag opan von den Tagen an Nfrk. — c. mit lokal.
Adv., damit verbunden oder davon getrennt, bei ‘da, wo, hier, oben’.
Doop mosste stohn blive. Dorop (darop) kann ech net warde oder
do kann ech net op warde udgl. Rip, Allg.
Gangk es flök (no) ovenop () zum Söller, dem 2. Stock.
Ovenop ist zu einer festen Zs. geworden = Söller Allg. — Im Aach, Nfrk verbindet sich mit diesen Verbindungen noch ‘an’.
Gongk doroban dorthin;
dooban kike dorthin sehn;
komm hei eroban hierhin.
Dor konnste neit oban darauf kannst du nicht bauen. Und so wird
op (an) meist von seinem zugehörigen
Adv. getrennt.
Dor köəj op an darauf kannst du dich verlassen Klevld.
Do konnt üəhr op an dass. Kref, Nfrk allg.
Wuə denkste mer opan? Eup-Raeren.
Et kömmt dor niet opan, [] wenn me en Ferken schert, äs me mor tüssen de Kopp un de Start blift Rees-Geldern.
Wuə geht opan? Wohin gehts mit dir? Heinsb-Tüddern. —
Do kannste nüs op gen Rip.
Wo warts de denn uf? Rhfrk udgl. — c. mit Verben lose oder eng zu Komp.
verb. α. lose.
Ech moss op aufstehn.
De kann net op; he well net op. — De Dür moss op geöffnet werden Rip, Allg. S. auf-haben. — β. Bei der Komp. bezeichnet ‘auf’ die Richtung nach aufwärts; doch ist hier bei jedem Komp. die Konkurrenz mit ‘herauf’ zu beachten; oft ist das Komp. nur mit bestimmten Obj. verbindbar, und wenn es sich darum handelt, dass das Obj. völlig vom Standort nach aufwärts sich trennt, steht stets ‘herauf’; bei einer blossen Erhöhung nach oben hin stets ‘auf’. — Das Verbum erhält durch ‘auf’ die Bed. des Neumachens, Auffrischens (aufbügeln), des Aufgebrauchtsein u. des Öffnens (südl. der
op/əpən-L.
). — In präp. Bed.: Ein Gegenstand wird auf einen andern erhoben, so dass er mit ihm ein Ganzes bildet oder auf ihm bleibend ruht (auf-fahren, –geben, –fliegen). — ‘Auf’ tritt in allen Formen des Verbs ausser Infinit. u.
Part. Perf. Pass. hinter das Verb zurück. Bei Verwendung des Hilfszeitworts im Perf. und in abhängiger Form findet meist eine Trennung statt:
He hatt net wolle opstohn, dafür meist:
He hatt net op wolle stohn. Se han geklag, dat se em zo vill op hatte gegen (seltener —
hatte opgegen) Rip, Allg. — 5. mit andern
Adv. durch ‘und’ verbunden. a. auf und ab.
Dat geht of on of wie de Floh am (im)
Him Mosfrk, Allg.
Dat geht op on af steigt und sinkt Allg. — b. auf und nieder.
Op on nidder, op on n. sagt der Vater, wenn das unruhige Kind vom Knie herab und wieder herauf rutscht Rip, Allg. — c. auf und
dal (
s. d.) dass. NBerg. —
d. auf und zu.
Op on zo, op on zo! ruft man den Kindern zu, die die Türe aus- und einlaufen (bis zur
əpən-L.). — e. auf und davon, wie
nhd. —
f. auf und bei, in Verb. mit ‘bringen’ Allg.
Mer kann net op on beibrenge, wat ühr koss Rip. — g. auf und los, in Verb. mit ‘bringen’ Hunsr.
Ich han et uf un los bracht. — II. Präp. 1. mit dem Acc. a. örtl. α. nach Ausdrücken des Steigens, Kletterns, Hinaufgehns unter deutlicher Betonung des ‘empor’.
Ech klömmen der jetz op et Dach Vorwürfe udgl. Rip, Allg. —
Mer geht op de Pasterat (Pfarrhaus);
op et Rothus; op den Hof in den Hofraum, zum Abort;
op et Hüs-che zum Abort udgl. (dafür jüngst in allen Fällen auch
no, zo).
Sech op den alen Kirchhof begrave losse; sech op den Hof van dem richen Bur verhirode Rip, Allg. — Bei Hof-, Dorf-, Städtenamen, bes. da, wo wirklich ein Höherliegen oder Flussaufwärtsliegen zu Grunde liegt. So geht der Bewohner
[] von Bernk
of Trier nach Tr., der Kölner
op Bonn. Aber auch ohne diese deutliche Vorstellung wird ‘auf’ besonders Rhfrk, Mosfrk für ‘nach dem oder dem Orte’ gebraucht.
Ich geh, fahr uf Saarbrigge, of Kowelenz. Im Rip
mer machen morn op Kölle, unterschieden von
op K. an in der Richtung auf K. — Immer
op et Land gohn im Gegensatz zu
en de Stadt g.; op der Bur g aufs Land gehn Aach;
op den Bau g. die Baustelle;
op et Feld g. (aber auch
nom, zom, en et F.); doch geht man stets
en et F. zur Besichtigung.
Op den Bösch g. (jetzt üblicher
nom, zom, en de B.); seltener
op den Garden g Rip. —
Ech gohn op de Dür (sofern sie über den Tritten, der Schwelle liegt
(op den Dürpel)), aber auch
en de D. gohn Rip Allg.
Uf't Haus gehn auf den Söller Hunsr
Op et anger Hus hüre zu dem andern H. gehören SNfrk. Man geht
op den Mart, op de Stross. Gangk en bes-chen met op de Weg! begleite mich ein Stück Wegs Rip, Allg. — Auf einen Fluss (Namen) gehn, in die Gegend des Fl.
Fihrschte met op de Ahr? ins Ahrtal.
Komm gehste met of de Bach Kobl-Kettig.
Mer fahre op de Brohl Städtchen an der Br. Die Vorstellung des über dem Flusse liegenden Geländes ist massgebend; freilich dringt jüngst auch hier
no der Ahr durch. Auch dient ‘auf’ zur Bezeichnung der Bewegung auf Veranstaltungen hin, die die Vorstellung des ‘höheren’ in sich tragen.
Menge ene Jong, de es ze domm, de geht he en de Schull; de angere, de mih Kopp hät, geht op de Schull en de Stadt in die höhere Sch.
Sengen Jong op de huh Schull brängen, dohn. Op et Gimenasium, op de Unefersetät gohn. So geht man auch
op de Musik (Ball, Kirmes, Fest, Begräfnes, Dof (Taufe),
Huhzeck, Jag), also immer zu Veranstaltungen höherer Art; ebenso wird die ‘Arbeit’ geachtet.
Menge Vatter es grad op de Ärbet gegange (doch auch
no, zer A.) Rip, Allg. — β. zur Bezeichnung der Fortbewegung überhaupt, wie
nhd. Op Seit gohn. Jet op Seck stelle (bränge). Sech op de Föss, (
Res, Weg, Lappe. Söck, Strömp, Trapp, Lof usf.)
mache fortgehn, sich davonmachen (
s. d. W.).
Op Gang komme auf die Beine kommen Rip, Eup.
Wat op G. doəhne in G. bringen Eup;
op G. krige, halde, helpe (
s. Gang). — γ. zur Bezeichnung der örtl. Richtung = auf-hin, in der Richtung auf.
Dat Stöck (Feld)
schüss op de Rheng erstreckt sich zum Rheine hin. Doch meist ist diese Vorstellung betont durch die Verb. aut-an, –zu, –los; in Aach, Nfrk aufaufan.
Et schüt op Ovend op an es geht auf den A. zu Nfrk. — δ. die Fortbewegung bis zum Ziele bezeichnend, immer bis-auf, wie
nhd. — Die Erstreckung im Raume.
Bes op de letzte Platz wor alles besatz; hier kann auch
[] ‘bis’ fehlen. — Mit Verflüchtigung des örtl. Hintergrundes = ausser, mit Ausnahme.
Bes op dech woren se all do oder
op dech no. — Op et Rechene no hatt ech en schün Zeugnis Rip, Allg. — ε. drauf, von oben her auf etwas hin und auf etwas als Grundlage; ein(en) Teil auf den andern fest auflegend, auffallend, aufsetzend; wie
nhd. Wenn et op de Heər regnet, da dröppt et op de Knet SNfrk.
Dat es mer op de Mage geschlage Rip usf. — ζ. auf die Frage ‘wo’?
Ech wor op den Abtritt WEif. — η. in übertr. Bed., wobei ‘auf’ überhaupt die Richtung eines Strebens, Wollens, Hinarbeitens ausdrückt αα. in feindseligem Sinne.
Se felen op en fielen ihn
an. Mach, wann ech op dech kunn! Se helten op en rückten gegen ihn an Rip.
Op alle Lüd wat weten, sech selfs dobei vergeten Mörs. — Gegen einen böse, erregt gestimmt sein.
E hät et op Pastur ist ihm gram MüEif.
Kodd (gefteg) op enen sen. En Peck (Ifer, Ärger, Zant (WEif))
op enen han Allg.
Dat geht op dech gilt dir Rip, Allg.
Dat werd uf et Kind gelo (gelogen) Hunsr. — Böse werden gegen (über) einen.
Wös (wüst)
op (u.
üver)
enen schännen (schimpfen),
floche. He schwätz net got op (üver) dech. Se han en Led (Spottlied)
op (üver) eu gemach. — Rein örtl.
Et stenkt en Uhr (Stunde)
op der Wengk MGladb. — ββ. in freundl. Sinne.
De hät et arg op dat Mädche stohn. Ech sen got op dat M. Den hät en Og op dat. He hält op dech ist dir gut gesinnt, baut auf dich, steht dir bei.
He stronz op dech ist stolz auf dich.
He hät luter got op dech geschwätz Rip, Allg. — Vernarrt sein auf etwas, wie
nhd. Der Geizhals
es ärg op sech an SNfrk.
Op sich ane Lüj habsüchtige L. Geld-Stenden.
Ene jiəder ös vergeckt op sine Küs jeder Narr liebt seine Kappe Nfrk. — Auf etwas erpicht, begierig sein, wie
nhd. De Kerl es op de Fraulöck wie der Bock op de Gesse. De Jong es op et Spille wie ne jonge Hond Rip, Allg. — γγ. sich erinnern, denken inbetreff.
Ech kann mech net mih op dech (op dat) erennere. Do op han ech net gedach Rip. — δδ. auf einen kommen, ihm gleichen, nach ihm arten.
De küt ganz op singe Vatter. He art precis op sengen Alen Rip, Allg.
Die kuəme op en an sie sind sich ähnlich Nfrk. — εε. Bezug habend auf, in der Wend.:
Dat geht op mech das gilt mir.
Dat küt op mech (an, herus). Dat pass genau op den. Dat betrick sech op die Sach Rip, Allg. — ζζ. von oben her auf etwas, als Grundlage, wie
nhd.; im Bes.
Ich well op ming Rauh (Ruhe)
komme Aach.
He hät sech op sech selfs gesatt sich selbständig gemacht.
He fängk op sech selver an. Die geht op sech nähne in eigner Rechnung.
[] Dat Geschäf geht op mech auf meinen Namen Rip, Allg.
De Koh kütt op de Melch sie gibt bald
M. Bergh.
Dat hät jet op sech ist von Bedeutung. — b. causal, auf Grund von.
En Wettfrau, die sich met hör Wörmchere op dat Krömche (auf Grund ihres Kramgeschäftes)
dörchschlog Aach.
Enem op seng Hus 100 Dahler lihne. Enem op seng got Gesich borge. Stüten (poken, stronzen) op si Geld prahlen Rip, Allg. — Gemäss.
Op dengen Rot han ech et gedohn. Dat halen ech fas op mengen Ed. Du kanns mer dat glöven op et Wort. Op dat dohn ech et och Rip, Allg. dafür auch ‘auf-hin’. — c. final, auf Zweck oder auch bloss Enderfolg einer Tätigkeit hinzielend.
Op Geslich studiere, op Dokter lihre geistlich, Arzt werden wollen.
Op Res (
Besök, Tur, Schlut (Freierei),
Jag usf.)
gohn Rip, Allg.
De Bessem es all wiər of Rötsch verschwunden.
Op e Wort! bitte, höre mich einen Augenblick. Abschiedsgrüsse:
Op Widerkickes! Op Beisterkennelihres! Op deng Gesondhet! Rip, Allg.
He deht et op got Glöck. Dat geht (er es krank) op Dut on Leve (op L. on Sterve). Enen op Schwendsuch ongersöke Rip, Allg. — Für (pro).
Ech moss noch Knöpp gelde op dat Kled (doch meist
für op —). Enem en Botteramm op de Weg (für op —) mötgen Rip, Allg.
Op dat = damit; doch meist
öm dat, für dat oder einfach
dat. —
d. modal.
Et sen op de Kopp (genau)
10 Uhr Rip, Allg.
Op en Topp ganz genau Klev.
Of press beihand, sogleich Westerw.
De arbet op et hellig Og ohne Mass zu nehmen Nfrk.
Op Reih der Reihe nach Kref-Fischeln.
Op en (op et, of's) Hor (no) beinahe Allg.
Deə es op Penn e Hound sehr arm Eup.
De deht dat op ege Fus Allg.
Dat küt op et Hühtste (hoch gerechnet)
op 100 Dahler Rip, Allg.
Op et schnellste mosste kunn; op et bes aufs beste Rip, Allg.;
op et ers zuerst Mörs-Orsoy.
Obəneuts (opesneuəs, obəneus, obətnecht) (
s. neu) aufs neue.
Op die Art on Wis; op Buremanier Op ene Kihr auf eine Art Rip, Nfrk.
Op sech Hollänsch auf H. Heinsb.
Op emol Allg.
Op ens sofort Nfrk.
Op der Stipp augenblicklich Sol.
Op en Dur endlich Erk-Elmpt. — e. zeitl. α. zielweisend zur Bezeichnung der noch bevorstehenden Zeiten.
Du kanns op den Ovend ens herüverkunn Rip, Allg.
Obətjohr , als ein Wort empfunden = nächstes Jahr Rip, Nfrk.
Op de Heres (nächsten Herbst)
kannste mech es besöke. Immer steht der Artikel bei diesen zielweisenden Zeitbestimmungen. —
Ech gohn op de 60 ich werde bald 60 Jahre alt Rip, Allg.
Et geht op 9 gegen 9 Uhr Allg.
He log op den dritten Dag do bis auf. — Mit ‘bis’.
No dann, bes op den Sonndag! nächsten Sonntag.
Bes op en andermol (Kihr)! [] Rip, Allg.
Wart meinetwegen bes op de letzte Immerschdag (Judehimmelfahrt, Klenimmerches-, Nemmerchens-, Peəferneujohrsch-, Peffernickelchesdag, Prummeposche)! ad calendas Graecas (
s. d. W.). — β. sich erstreckend über eine bestimmte Zeit.
Op en Stond (auch
für en St.)
kann ech zo dir kunn. He verdent op den Dag (auch
am D.)
6 Mark. Wieviel krigste op de Stond (auch
für de St.)
? Er bezahlt mech op de Mont. Ech han et em op 8 Dag gelihnt Rip, Allg. — Rechtzeitig.
Dat es op de Minut. Op den (der) Tit Nfrk.
Op den Schlag (der Uhr)
sen ech he. Op Schlag fönf kunn ech Rip, Allg. — Über die Zeit (Zahl) hinaus.
Ech wart at op den vierten Dag mehr als vier Tage.
Ech setz at he op drei Stonn drei St. hindurch und drüber Rip, Allg. — Auch bei einer Zahlenreihe.
Et sein op zehn Steck mehr als 10 Mosfrk, Allg. — γ. einfache Zeitangabe.
Dat han ech op Klos kriəge am Nikolausabend.
Op Neujohrschovend wiərd gekart Rip, Allg. — δ. der zeitl. Folge.
Dag op Dag täglich.
Schlag op Schlag. Do fel Schoss of Schoss Allg. Bei den Stundenangaben heisst es:
1 Uhr, ¼
op 1, ½
2 (halvər 2), ¼
für 2 [In Elbf ¼
op 1 = ¼
über 12], bei den Zwischenzeiten:
5 (Min.) üver (u.
no)
1, 20 no 1 (u.
op 1);
5 (Min.) no (üver) half, 20 (Min.) für 2. — 2. mit dem Dat. (In Aach, Nfrk c. Acc.). a. örtl., wie
nhd. = oben. Im Bes. bei Teilen von Gebäuden.
He steht op de Dür, op dem Dürpel, lig op dem Finster (doch jüngst mehr
en) Allg.
Op de Trapp auf dem ersten Stocke Bitb-Speicher.
Op dem Haus dass. Eif, Hunsr.
Op dem iawischten Haus auf dem Speicher WEif.
De gou Perd fengt men op Stall, de schlechten överall Aach. Man hört noch Rip:
Ech han vier Köh om Stall stohn, doch mehr
em St. — Bei Gebäulichkeiten, die Sitz einer ‘obern’ Behörde sind.
Er arbet (schrif) om Rothus. Er es op der Schull auf der höheren Schule. — Es heisst echt mdlich.:
He wannt op der N. Stross, doch dringt
en der N. Str. vor Rip, Allg. Bei Hof- u. aus Hofnamen entstandenen Dorfnamen.
Ek wohn (bön te Hus) op Woltershof. Ech dene op X-Hof Nfrk, Allg.; bei Weilernamen steht Nfrk dann meist der Artikel.
Ek wohn op de Drisen, op de Melkplatz Mörs-Orsoy, —
op ene (op jene) Berae (Ort Birgden, Kr. Geilk). — Es heisst stets: Auf dem Berge, auf dem Land, aber in der Stadt; auf dem Markte, aber in der Kirche.
Min Vadder ärbeit op et Feld, aber
in de Garde, in den Bosch Nfrk. (Rip
om Fell u.
em F.; em Garde u.
om G., em Bösch u.
om B.).
Kolerawe op der Erd brassica gongylodes Allg.
Of der Bit bei der Traubenbütte während der Lese Mos.
Op Blotschen [] in Holzschuhen,
op Klompen gohn Allg. — Auf dem Bache, Flusse = α. auf dem Wasser fahrend, schwimmend, β. auf dem Ufergelände befindlich,
z. B. dat Dorf N. lit op der Ahr (doch jetzt meist
an der A.). Immer
op düser Sit, op der andere S.; op dere S. jenseits;
uf de do Seit vun diesseits von (
s. Seite). — ‘Auf’ bei Veranstaltungen festlicher Art.
Ech wor op der Kirmes usf. —
He ös op Res (Tur), om Rett unterwegs Allg.
Dat Spill wör fröhter ärg op Gang in Flor Rip.
Et es om (
oper Nfrk)
Weg unterwegs Allg.
He es om Sprong, dat ze dohn Rip, Allg.
He es (setz) om Drügen. He es widder op den Fössen (op de Ben) wieder gesund Rip, Allg.
Se sen op eim Verstang übereinstimmend Sol.
Lott mech mär ens op ming Rauh (Ruhe)
siən met Geschäf! Aach.
Lot mech ens widder op Reih (op Scheck) sen! in Ordnung Rip.
Er es at op Johren bejahrt Rip.
Op gewesse Tije zu gewissen Zeiten Nfrk.
Op der Stell (
oppe St. Nfrk),
om Fleck sofort Allg.
Er es op dem letzten am Ende seiner Kraft, seines Vermögens Rip.
Dat lig op der Hand Allg.
Enen op der Muck han es auf ihn abgesehen haben NRip.
Dat hät jet op sech ist mit Schwierigkeiten verbunden Rip, Nfrk.
Der hot ebbes uf sich er ist sehr stark Saarl-Schwalb.
Se send op et Komme nahe daran zu kommen SNfrk.
Ös den all bankrott? Ne, ävvel op dem nahezu Mörs-Neuk. — Man spielt
op dem Klavier, op der Vijelin, op der Flöt Allg.
Er flöt om letzte Loch Allg. — Bei Krankheitserscheinungen.
Er es blend op enəm Og, dof op bedsen Uhren; er hät et op der Bros, op den Ogen u. so allg.
Der Duət es mich op et Lif sagt der Kranke MGladb-Rheind. —
He hät ken Hemb om Lif (u.
am L.).
Der leit eim nommen owem Leif Mosfrk. — III.
Adj. s. der
op/ əpen-L. = offen.
En oppe Dür; en oppe Wage im Gegens. zu
en zoə Wage. En oppe Stell freie Dienststelle. Man sagt aber stets
offe Wedder wenn es im Winter nicht friert;
offe Ben. — IV. Subst. in der Wend.:
Den Op han die Vorhand im Spiele Rip. —
Op dęm >
obəm >
o·m.; of dęm >
owəm >
o·m.; op dęr >
opər, obər (selten),
of dEr >
owər; op dęn >
obən, of dęn >
owən; op ęt >
obət, opt, of ęt >
oft. Im Selfk
opənə māt auf dem Markt,
opən strǫ·ə.t auf der Strasse,
opən dāk auf dem Dache,
opən b:m auf den Bäumen (
s. jen).