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Rind

ae. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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22 in 21 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Rind

Bd. 7, Sp. 432
Rind das Wort ist allg., u. zwar (s. Genaueres bei Kind) Rhfrk rint, –e-, Pl. rin [uNahe Birkf rinər]; Mosfrk rent, Pl. re·n.ər [im Geb. der Senkung des i reənt, –əa-, –ę-, –a-, -u-, –o-, –ǫ-, –-, –ø-, Pl. n.ər]; Rip rent, –ø-, Pl. -·n.dər; im mouillierenden Teil der Rip, Berg, SNfrk reŋk, –ø- [Gummb reŋkt], Pl. -·ŋ.ər; Selfk ręn, Pl. -nər, ręnt, Pl. rę·ŋ.ər; im nicht mouillierenden Teil des SNfrk rent, –ę-, Pl. -·n.dər; Eup ręint, Pl. -dər; in einem Teile von Geld, Mörs re·n.t, –ē:-, –ē-, Pl. -ndər; Klevld rent, –ē-, Pl. -ndər; MülhRuhr reint, Pl. -·n.dər; demin. rinχə(n), –e- [im WMosfrk Pl. oft re·n.ərχər], re·n.tχə(n), re·ŋ.kχə, –ŋkə, –nəkə, rintšə, rentjə n.: 1. wie nhd.; ein vom Kalb zur Kuh sich entwickelndes Tier, das entweder 2—3 Jahre alt, zum erstenmal trächtig ist oder zum erstenmal gekalbt hat [in Goar, Kobl, Eif, Westerw, Siegld, Rip, Berg einschl. Ruhr, Mörs, MGladb, Neuss, Grevbr unterscheidet sich davon die Stirke, das geschlechtsreife, aber noch nicht begattete Kalb,]; das R, steht also zwischen dem Baut (Bäuert, dem half- oder ēnjöhrengen Rendchen) u. der Kuh; nach dem ersten Kalben ist das R. eine Irschtlingskoh, nach dem zweiten K. en Koh Rip, Allg.; e leəg (ledig) R. erst tragend Erk-Grevenich; e geleid R. zum Stier geleitet, trächtig Kemp; en üərsch R. das zum ersten Male gekalbt hat SNfrk, Mörs, NBerg; en (iərsch) gekalf R. dass. Sieg-Fussh, Dür-Pier; en nonesch R. im ersten Jahr trächtig Eup; e reəts (zur rechten Zeit) R. im zweiten Jahre trächtig Monsch, Eup; zoreəts R. Monsch-Rötgen Kesternich; onreəts R. (zo o. R. Monsch-Kesternich) nicht mit zwei Jahren gedeckt zu spät kalbend ebd., Jül-Tetz, Heinsb-Lümb; en üwerjöhreg R. dass. Berg, Heinsb-Arsbeck; e verschausse R. (et R. hät v.) bei einer Fehlgeburt Eup, Dür; s. auch Kuh-, Ochsen-, Stroh-, Stockr.; sind Rinder durch einen ausgebrochenen Stier gedeckt worden, so heissen sie Schnapprender Geld-Schravelen Winnekendonk; mer sein de Nocht im (um) e R. kun scherzh. das R. hat gekalbt u. ist nun kein R. mehr Daun-Tettschd. RA.: Dat R. es so fett wie e Otter Bernk-Crummenau. De kennt doher wie en blimelig (blumeliges, buntes) R. bunt, auffallend gekleidet Prüm-Reuth. He süff (säuft) wie e R. Grevbr. Heə blout (blutet) wie e R. Aach-Stdt. He het Ogen as en gestochen R. so gross Ess. E älezig (einzeln) Kend es grod wei'n e. R. Bernk-Stipshsn. Beisser (besser) e Röngkche als wie e Höngkche Nützliches ist besser als Angenehmes Schleid-Hellenth. Wird e R. us dem Kalf, hät mer de Koh alt (schon) half ebd. En R. well en Kalf kriegen etwas wollen, wozu das Vermögen fehlt; en R. met en K. kr. ein schwangeres Mädchen heiraten Mörs. Enne Schwärm (Bienenschwarm) inne Maij es so völl wert as en R. op de Weij (Weide) Mörs-Wallach. Korze (kurze) Geil on lange Renner, vill Weiwer [] on winnig Kenner get reiche Männer Goar-Morshsn. En Frau, die net schäent (schimpft), en R., dat net bälkt (schreit), dogt (taugt) niks Neuw-Herschb. Et es beəter, dat de Renger derno sprengen, äls dat de Vögel derno sengen vom Hafer, er soll nicht zu reif werden Kref-Fischeln, Schleid-Hellenth. De reich Leit hon de schinst Renner, de arm L. hon de sch. Kenner Rhfrk, Mosfrk. Hen hot mih Kanner wie Ranner der arme Bauer Bitb, — en Haus volle K., en Stall v. R. Neuw-Herschb. Et es beter enne Stall v. R. als en H. v. K. Mörs. Net Kengk noch R. han keine Sorgen haben Sol. Jeder lof sing Kinder wie der Bor sing Rinder Köln-Stdt (s. weiter bei Rind u. Nachbar]. — Volksgl. Wenn de Render mot de Stert in de Höhch dur de Weg loupen, dann gef et ein Schur Mörs. Hat ein R. geworfen u. die Nachgeburt will nicht bald abgehen, so soll dies dadurch bewirkt werden, dass man eine dreizinkige Mistgabel hinter das R. steckt, doch so, dass die Zinken nach auswärts gerichtet sind SNfrk. Et glöhdige (glühende) R. Schreckgestalt, das bei Nacht in einer Gasse auf- u. abrennt Jül-Opherten. — 2. übertr. a. Pl. Neckn. für die von Prüm-Alferbg, Neuw-Ehlschd Bonef Hardert, Geilk-Zweibrüggen. De Brandschedder Konner (Kinder), die Alver Ronner, de Metzenicher (Mützenich) Kihschwänz, die Schweler Rusekränz! Ortslitanei aus Prüm. Ählscheder (Ehlschd) Rinner, Bonnefeller Kinner, Hardrer Böck on Rengsdorfer Zeck (Ziege)! dass aus Neuw. — b. scherzh. junges, heiratsfähiges Mädchen Heinsb; dat as e gruss Kalf, awwer noch lang kän R. Trier-Karths.
4422 Zeichen · 129 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    rindst. F. (ō)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    rind , st. F. (ō) nhd. Rinde, Borke, Kruste Vw.: s. lām- Hw.: vgl. as. rinda, ahd. rinta E.: germ. *rendō, st. F. (ō), R…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    rind

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    rindAWB n. a-St. (urspr. *-iz-/-az-St.), Gl. 3,6,59 (2. Hälfte des 8. Jh.s, alem.) und weitere Gl., im T, bei O, N, Npg:…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rind

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Rind , des -es, plur. die -er, ein Wort, welches in verschiedenem Umfange der Bedeutung gebraucht wird. 1) Im weites…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rind

    Goethe-Wörterbuch

    Rind 1 zool; Vertreter einer zur Familie der Horntiere gehörenden Art der Paarhufer; pl GWB LA II 6,586 FlH Plp 2 als (i…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rind

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rind (Ochs , hierzu Tafel »Rinder I und II« und »Rinderrassen«, mit Textbeilage: Rassen des Hausrindes), Gattung ( Bos L…

  6. modern
    Dialekt
    Rind

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Rind [Rent Hf. ; Rìnt, Pl. Rìntər Sesenh. ] n. Rind. Spw. E richi (Var. schöni ) Frau, wenig Kinder, ku…

  7. Sprichwörter
    Rind

    Wander (Sprichwörter)

    Rind 1. Beater dat de Rinner dervoa springet, äs dat de Vüegel dernoa singet. ( Westf. ) Besser dass die Rinder danach s…

  8. Spezial
    Rind

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rind n. (-[e]s,-er) 1 armënt (-nc) m. 2 (Rindfleisch) cern de armënt f. 3 ‹pop› (Schimpfwort) idiot (-oc) m. , röch (röc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rind

851 Bildungen · 642 Erstglied · 202 Zweitglied · 7 Ableitungen

rind‑ als Erstglied (30 von 642)

Rind'suter

DRW

Rind'suter, m. Handwerker, der Rinderhaut gerbt und verarbeitet vgl. Rindschuster, Suter dis sint ... die antwerck: rintsuter und kurdewener…

Rind(s)brāteⁿ

Idiotikon

Rind(s)brāteⁿ Band 5, Spalte 875 Rind(s)brāteⁿ 5,875

Rind(s)g(e)stell

Idiotikon

Rind(s)g(e)stell Band 11, Spalte 74 Rind(s)g(e)stell 11,74

Rind(s)schmalz

Idiotikon

Rind(s)schmalz Band 9, Spalte 954 Rind(s)schmalz 9,954

Rind(s)schmutz

Idiotikon

Rind(s)schmutz Band 9, Spalte 1052 Rind(s)schmutz 9,1052

Rindbrücke

SHW

Rind-brücke Band 4, Spalte 1405-1406

rindeln

SHW

rind-eln Band 4, Spalte 1407-1408

Rindfleisch

SHW

Rind-fleisch Band 4, Spalte 1409-1410

Rindgraben

SHW

Rind-graben Band 4, Spalte 1409-1410

Rindpfad

SHW

Rind-pfad Band 4, Spalte 1409-1410

rindämmen

MeckWB

rin·daemmen

Wossidia rindämmen eingraben: dat Lof rindämmen als Dung beim Umgraben eines Gartens Ha Hagenow@Groß Krams GKrams .

rindbacke

DWB

rind·backe

rindbacke , f. hinterschenkel des rindes: rindbacken sauber auszgebeynt. Fischart Garg. 53 b .

Rindbiest

RhWB

rind·biest

Rind-biest Bitb n.: 1. ein Stück Rindvieh. — 2. verächtl. dau R. du Dummkopf.

rindblood

AWB

rindblood Gl 3,431,40 s. rinblód ae.

Rindböckenfleisch

PfWB

 Rindböcken-fleisch n. : ' Fleisch vom männlichen Rind '. a. 1590: Item 1 Pfund Rind böckenfleisch [ZweibrUrkb. 140].

rindbraten

DWB

rind·braten

rindbraten , m. , vgl. rinderbraten, rindsbraten. ein gebratenes, oder zum braten bestimmtes stück rindfleisch: mahtû niht ganziu brôt verst…

Rindbuße

DRW

rind·buße

Rindbuße, f. Abgabe oder Ersatzleistung in Geld? de feodo ... in quo idem Albertus habet residentiam, quod ipsi similiter concessimus, quatu…

rindchen

DWB

rind·chen

rindchen , n. , dimin. von rind: nrh. ryntchen vagula. Dief.-Wülcker 820 .

Rindchue

Idiotikon

Rindchue Band 3, Spalte 95 Rindchue 3,95

Rinde(n)chlëber

Idiotikon

Rinde(n)chlëber Band 3, Spalte 612 Rinde(n)chlëber 3,612

Rinde(n)der(r)et

Idiotikon

Rinde(n)der(r)et Band 13, Spalte 1023 Rinde(n)der(r)et 13,1023

Rinde(n)schel(l)er

Idiotikon

Rinde(n)schel(l)er Band 8, Spalte 552 Rinde(n)schel(l)er 8,552

Rinde(n)schel(l)et

Idiotikon

Rinde(n)schel(l)et Band 8, Spalte 552 Rinde(n)schel(l)et 8,552

Rinde(n)schëreⁿ

Idiotikon

Rinde(n)schëreⁿ Band 8, Spalte 1142 Rinde(n)schëreⁿ 8,1142

Rinde(n)staler

Idiotikon

Rinde(n)staler Band 11, Spalte 1194 Rinde(n)staler 11,1194

Rinde(n)stampf

Idiotikon

Rinde(n)stampf Band 11, Spalte 477 Rinde(n)stampf 11,477

Rinde(n)stampfi

Idiotikon

Rinde(n)stampfi Band 11, Spalte 485 Rinde(n)stampfi 11,485

rind als Zweitglied (30 von 202)

Arwgrind

MeckWBN

Wossidia Arwgrind m. a. Spr. wie Barmgrund: achores 'bernegrindt edder Erffgrindt' Chytr. 321.

Bachgrind

RhWBN

bach·grind

Bach-grind Bitb-Mettend , Neuw-Segend , Monsch-Zweifall m.: -sand, zu Bauzwecken.

barnrind

DWB

barn·rind

barnrind , n. bos ad praesepe nutritus: baunzen sind feiszte magendärm von barrenrindern. Garg. 79 b .

bergrind

DWB

berg·rind

bergrind , n. gigas ( d. mythol. 500), ein merkwürdiges uraltes wort, denn ochsen sind söhne der Gefjon und eines iötunn. Snorri 1 . im Erek…

Blutgrind

PfWB

blut·grind

Blut-grind m. : 'Kleiengrind', eine Flechtenart, -grind [SOPf (Nachlaß Heeger )]. —

Blätzgrind

Idiotikon

Blätzgrind Band 2, Spalte 767 Blätzgrind 2,767

Blātere(n)grind

Idiotikon

Blātere(n)grind Band 2, Spalte 767 Blātere(n)grind 2,767

Brūchrind

Idiotikon

Brūchrind Band 6, Spalte 1032 Brūchrind 6,1032

Bullenrind

MeckWBN

bullen·rind

Wossidia Bullenrind n. a. Spr. männliches Rind (1616) Pa Parchim@Spornitz Sporn .

Bërgrind

Idiotikon

Bërgrind Band 6, Spalte 1032 Bërgrind 6,1032

Bërnergrind

Idiotikon

Bërnergrind Band 8, Spalte 188 Bërnergrind 8,188 o.

Böl(l)igrind

Idiotikon

Böl(l)igrind Band 2, Spalte 767 Böl(l)igrind 2,767

Bū(w)rind

Idiotikon

Bū(w)rind Band 6, Spalte 1032 Bū(w)rind 6,1032

Chabisgrind

Idiotikon

Chabisgrind Band 2, Spalte 766 Chabisgrind 2,766

Chalb(s)grind

Idiotikon

Chalb(s)grind Band 2, Spalte 766 Chalb(s)grind 2,766

Chatze(n)grind

Idiotikon

Chatze(n)grind Band 2, Spalte 766 Chatze(n)grind 2,766

Chruselgrind

Idiotikon

Chruselgrind Band 2, Spalte 766 Chruselgrind 2,766

Chuerind

Idiotikon

chur·ind

Chuerind Band 6, Spalte 1030 Chuerind 6,1030

Chībgrind

Idiotikon

Chībgrind Band 2, Spalte 766 Chībgrind 2,766

Ableitungen von rind (7 von 7)

berinden

DWB

berinden , cortice tegere, incrustare: berindete bäume, ungeschälte. sich berinden, cortice tegi: so trägt bauholz von abgeschälten bäumen w…

entrinden

DWB

entrinden , decorticare, decrustare, schälen, die rinde vom baum, vom brot schneiden. vocab. theut. 1482 g 5 a ; wir sehen ihn ( den scepter…

gerinde

Lexer

ge-rinde stn. s. gerinne.

rinde

DWB

rinde , f. cortex. dem goth. altn. mangelnd; ags. starkes und schwaches fem.: rind und rinde; mhd. rinde, rinte; ahd. rinda, rinta. in den m…

urrind

DWB

urrind , m. , verdeutlichende zusammensetzung von 1 ur + rind, und rind mit ur- C 4 c. 1 1) aus 1 ur und rind botaurus nachgebildet. 1@a a) …

verrinden

DWB

verrinden , verb. in rinde verwandeln: gewisse theile der gewächse verrinden. Heinsius 4, 2, 1337 a .

zerrinden

Lexer

zer-rinden swv. zurindet latten Tuch. 239, 26.