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mullen

ahd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
10 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
25
Verweise raus
19

Eintrag · Rheinisches Wb.

mullen

Bd. 5, Sp. 1380
mullen, müllen schw.: 1.a. -e-, –i- die Erde mit der Hacke, mit der Hand oder bei Kartoffeln auch mit dem Mell-, Mollplug auflockern, um Pflanzen u. diese behäufeln; Grumbiern, Bohnen, Gemis udgl. m. Verbr. nach Wk. III 10 in OWend, Birkf, Meis, Kreuzn, Bernk-Talling [meldə, auf mülten zurückgehend, Kreuzn-Monzing Strombg, Goar-ODieb]; -o- Birkf-Bundenb NHosenb Kirschw Sonnschd Veitsr Weiden Wickenr, Simm-Bruschd Castellaun Gemünden Maitzborn Schneppenb Wonr, Bernk (Hunsr); -u- Simm-Schlierschd, Bernk-Morschd; dann nicht allzu abseits dieses geschlossenen Geb. -e- Kobl-Arzh Horchh Bendrf, Neuw-Engers Heddesd NBieber Segend Datzeroth u. -ø- das Feld mit der Egge rühren, lockern Lennep-Lüttringhsn. — b. -o- heben, vom Maulwurf; de Molderhaf hot gemollt Simm-Castellaun; das Schwein mollt wühlt Zell-Beilst. — 2.a. -u-, etwas m., zerreiben Klev. — b. -ø-, die Trauben m., mahlen Sieg-NDollend; mahlen schlechthin Merz-Stdt. — 3.a. -ø- Staub aufwirbeln mit den Füssen Eup, Aach-Merkst; et möllt der Staub wirbelt auf; et schneit, dat et möllt der Schnee fällt in vielen dicken Flocken Aach-Walh. — b. -y- eine Flüssigkeit aufwühlen, trüben Düss-Erkr; -ø- Neuss-Nievenh Dormag; -øə- Aach-Eilend; -- Neuss-Stdt, Köln-Stdt (veralt.); s. auch -u- bei muddeln, Mudd; sech losmüllen sich loswühlen, vom Schlamm Ahrw-Rech. — c. -ø-, –-, de Hohnder m. sich paddeln, baden im Sande Sieg-Bergh, Dür-Langerwehe, Aach, Eup, Geilk-Gangelt; -ǫ- Dür-Langerwehe. RA.: De kann sech e ge Geild m. hat Überfluss an Geld Eup. — 4.a. -ø- einen Furz lassen; de hat gemöllt Eup. — b. -ø- stark Tabak rauchen, dass dichte Rauchwolken zu sehen sind Aach-Walh. — c. -o-, einen Wald m., abholzen, in der nberg. Volkssage der Zwerge: Ich bin so alt wie der Duisberger Wald, siebenmal gemollt u. s. gekollt usf. — Abl.: die Mollerei, dat Gemoll(s).
1864 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    mullensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    mullen sw. v. , mhd. müllen, müln, nhd. ( älter ) mühlen, dial. schweiz. mulle n Schweiz. Id. 4,184, bair. müllen Schm. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mullenv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Mullen , v. trs . im N. D. zu Mull machen oder reiben, mulmen, malmen. D. Mullen .

  3. modern
    Dialekt
    Mullenm.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Mullen m. (?) a. Spr. Schollenart: citharus 'Pawst, Mullen' Chytr. 387.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mullen

12 Bildungen · 10 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von mullen 2 Komponenten

mul+len

mullen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mullen‑ als Erstglied (10 von 10)

Mullenkopf

SHW

Mullen-kopf Band 4, Spalte 809-810

Mullenkopf

RhWB

mullen·kopf

Mullen-kopf -kǫp (s. S.) m.: 1. K. des Stieres Verbr. wie Mullen. — 2. übertr. a. sachl. α. verächtl. dicker K. des Menschen ebd. u. Ottw-He…

mullen als Zweitglied (1 von 1)

firmullen

AWB

fir·mullen

fir- mullen sw. v. , mhd. vermüln; mnl. vermolen. — Graff II,711 f. far-mull-: inf. -en Gl 1,389,6 ( Ja ); fir-: 1. pl. -umes 217,21 ( K ); …

Ableitungen von mullen (1 von 1)

vermullen

MeckWB

vermullen 1. trans. zu Grus zerstoßen: sei hebben dat Schott vermullt Ro Kühl . 2. intrans. zu Grus zerfallen: de Stein sünd vermullt Ro Küh…