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mullen

ahd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
Anchors
10 in 7 Wb.
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

mullen

mullenAWB sw.v. I, im Abr (1,217,21 [Ra]),
Gl. 1,293,52 (in 2 Hss., beide Anfang des 9. Jh.s,
alem.[-frk.]). 361,6 (3. Viertel des 11. Jh.s, bair.)
und Gl. in London, Add. 18379 (13. Jh., bair.;
vgl. H. Thoma, PBB 73 [1951], 220) und MH,
G, Nps, Npg und Npw: ‚zerreiben, zermahlen,
vernichten, niederdrücken; collidi, comminu-
ere, concīdere, conterere, exterminare, percu-
tere, quatere, terere, tribulare‘, part.prät. gi-
mullit ‚niedergedrückt; contritus, tribulatus
<〈Var.: -ui-; -l->〉. -ui- des Inf. muillen im G ist
bereits Reflex des Umlauts u > ü (vgl. Braune-
Reiffenstein 2004: § 32 Anm. 5), -ll- ist Er-
gebnis der westgerm Kons.gemination durch j.
– Mhd. müllen, müln sw.v. ‚zerstoßen, zer-
malmen‘, frühnhd. müllen sw.v. ‚zerstoßen,
zermalmen, (Erde) auflockern, aufhacken‘, ält.
nhd. mühlen sw.v. ‚zerreiben‘ (mit Anglei-
chung von Lautung und Graphie an Mühle),
nhd. mdartl. schweiz. mullen sw.v. ‚kauen, es-
sen‘, eigtl. ‚zermalmen‘, bair. müllen sw.v. ‚zer-
reiben, zermalmen, durch Quetschung der Ho-
den kastrieren, Ackerschollen zerbrechen‘, kärnt.
müll҇n sw.v. ‚zerreiben, zermalmen‘, tirol. mül-
len sw.v. ‚dss.‘, steir. müllen sw.v. ‚schlagen,
klopfen, stampfen, quetschen, prügeln‘, rhein.
mullen, müllen sw.v. ‚zerreiben, zermahlen
[Trauben]‘, thür. mullen, müllen sw.v. ‚zer-
malmen‘, refl. ‚wie lockere Erde zerbröckeln‘,
schles. mullen sw.v. ‚zerstieben‘, westf. müllen
sw.v. ‚stauben‘, ndsächs. mullen sw.v. ‚stau-
ben, Staub aufwirbeln, stäuben, zu Staub zerfal-
len, zerreiben, zerkleinern, zermalmen‘, schlesw.-
holst. mullen sw.v. intr. in dat land mullt ‚das
Land ist zu trocken, so dass es nicht gepflügt
werden kann‘, meckl. mullen sw.v. ‚Erde, Sand
aufwühlen, zerbröckeln, stauben‘, pfälz. müllen
sw.v. ‚mit dem Pflug oder Karst Kartoffel-
stauden anhäufeln‘; rhein. mullen, müllen sw.v.
in der Bed. ‚die Erde um Pflanzen lockern und
diese behäufeln‘ und märk. mullen sw.v. ‚beim
Eggen staubigen Sand aufwühlen‘ sind vom
Adj. nhd. mdartl. mull, müll ‚locker, weich‘
abgeleitet; nhd. ugs. müllen sw.v. ‚Müll pro-
duzieren, Müll wegwerfen‘ ist von nhd. Müll (s.
mulli) gebildet.
2187 Zeichen · 102 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    mullensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    mullen sw. v. , mhd. müllen, müln, nhd. ( älter ) mühlen, dial. schweiz. mulle n Schweiz. Id. 4,184, bair. müllen Schm. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mullenv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Mullen , v. trs . im N. D. zu Mull machen oder reiben, mulmen, malmen. D. Mullen .

  3. modern
    Dialekt
    Mullenm.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Mullen m. (?) a. Spr. Schollenart: citharus 'Pawst, Mullen' Chytr. 387.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mullen

12 Bildungen · 10 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von mullen 2 Komponenten

mul+len

mullen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mullen‑ als Erstglied (10 von 10)

Mullenkopf

SHW

Mullen-kopf Band 4, Spalte 809-810

Mullenkopf

RhWB

mullen·kopf

Mullen-kopf -kǫp (s. S.) m.: 1. K. des Stieres Verbr. wie Mullen. — 2. übertr. a. sachl. α. verächtl. dicker K. des Menschen ebd. u. Ottw-He…

mullen als Zweitglied (1 von 1)

firmullen

AWB

fir·mullen

fir- mullen sw. v. , mhd. vermüln; mnl. vermolen. — Graff II,711 f. far-mull-: inf. -en Gl 1,389,6 ( Ja ); fir-: 1. pl. -umes 217,21 ( K ); …

Ableitungen von mullen (1 von 1)

vermullen

MeckWB

vermullen 1. trans. zu Grus zerstoßen: sei hebben dat Schott vermullt Ro Kühl . 2. intrans. zu Grus zerfallen: de Stein sünd vermullt Ro Küh…