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Regen

mhd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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53 in 24 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Regen

Bd. 7, Sp. 238
Regen das Wort ist allg., u. zwar Rhfr rEə, rēə [im Saargeb. rēχə, –E-]; dann rE:n im Mosfr, Rip, Berg; in Eup, SNfrk mit Ausnahme des Selfk u. von Kemp auch rE:n; in der Selfk rEŋə, –Eə-, –ēə-; in NWfrk, Kemp, Geld rēəŋər [Kemp-Breyell rEəŋer; Geld-Aldekerk rEŋə; Klevld rEγə(n) Sg. t. m.: 1. wie nhd.; en Renchen zarter R.; en got R.che schad nöcks; ene gode R. kammer emmer bruche; vill, winnig R.; ene grusse (arge, dolle, düchtige) R.; ene decke, fenge (feinen) (fiselige, fuselige) R.; dat es ene arge (gewaldige, schlemme) R.; ene kale (kalter), warme, fresche R.; ene nüdege (nötiger) R. Rip, Allg.; ne gölde R. fruchtbarer R. Schleid-Hellenth; e fette R. reichlicher R. Koch-Weiler; et fallt en Dröpke R.; jed Dr. R., en Goldstöck Klev, Allg.; ene Gusch R. Schauer, e Bis, Buj, Guss, Schauer, Schull, Schauf (Schaube), Schutt, Stief R.; es dat e Schutt R.; dat wor en go Schull R.; e Schluss (Schlosse) R. vorübergehender starker R. (s. d. W.); s. auch Fisel-, Fusel-, Newel-, Käu-, Knis-, Kotz-, Klatsch-, Platsch-, Schlag-, Seif-, Sippel-, Tratschr.; der R. draut (droht); der R. trick heran, hät sech gesatz, setz fas; et kann R. gen, et kann och kene gen; et git R.; de R. klatsch (platsch, schmitt, schleht) an en Finster; mer krige R.; nu hammer endlech de R.; de R. hät nogelosse, opgehurt; R. on Wend; et makt am R. er ist im Anzuge Gummb; bleib aus dem R. Rhfrk, Allg.; der es im R. kummen (gerest, gefahren); in den R. mutten (kumen, lopen) Gummb, Allg.; stell die Blumen e bess-che en de R. enaus! []Saarbr, Allg.; üvver ze winnig R. bruch mer sech en N. net ze beklage Rip, Allg.; de Lout (Luft) es gris (schwarz) van R. Grevbr, Allg.; et göt de Welt voll R. es regnet andauernd Gummb. RA.: Flöck (flott) wie R. Köln-Stdt. Desen Herres (Herbst) git et Äppel (udgl.) wie R. Rheinb-Meckenh, Bitb-Ehlenz, Bernk-Wolf. De Biren (udgl.) falle (heraf) wie R. Dür-Abenden, Sieg-Uckerath, Prüm-Irrhsn, Saarl-Eimersd, — kommen wie R. Bernk-Dhron. Der mäch e Geseit wie sieve (drei, acht) Dag R. ein saures, betrübtes Gesicht SNfrk, Allg., — sebbe Wäche (Wochen) R. Jül-Selgersd, Köln-Stommeln, Wippf-Pütz, — as of et morge alt weər R. geft Geld, — wie'n Dippche voll R. Simm-Ebschd, — as wenne onse liewen Här de R. afbeje (abbeten) wol Mörs-Xanten. Vom Himmel hoch, do komm ek her, sät der R. un blift am sagen OBerg, wo es viel regnet. R. brängk R. Köln-Stdt. E kitches R. kann nüs schade Schleid-Hellenth. De R. as Geld weərt wenn es lange nicht geregnet hat Bitb, — es net met Geld ze bezahlen Siegld; ne gode R. os Dukate wert Schleid-Hellenth; de R. ös nit möt Geld te betahle Kemp, Allg. Völ R. föllt et Fat Geilk-Frelenbg. Finge (zarter) R. mät och nass Köln-Stdt. Sone stölle R., de's jet weərt, de kömmp bis an de Wortel Kemp. Et git R, gesagt, wenn jmd. die Strümpfe hängen hat Köln-Stdt, Bo-Stdt, wenn einer ein Loch im Strumpfe hat Bernk-Merschd; wenn alles aufgegessen wird Waldbr-Wildbg, wenn einer den Naseninhalt heraufzieht May-Polch, wenn einer hinkt Eusk. Wonn der (schlechte Kerl) lacht, get's R. Saarbr-Sulzb. Et geft R., de Ferkes lope mät lange Strohj heröm! scherzh. gesagt, wenn früher die Nachbarn mit den langen Pfeifen zusammenstanden Emmerich. Et ös enne R., dat me kennen Hond dedur jagen soll Mörs, Allg. De Sonn hat noch kai Bauer aus em Lann (Lande) gedrieb, wohl awer der R. Birkf, Verbr. Morgens R. on al Weiwer Dänz dauere net lang (hale gewöhnlech net lang an) Ahr, bis Heinsb verbr. E kodd (böses) Wif, Rauch unə R. halde vum Hus der Sege fe(r)n; et veete (4.) geiht noch drüvver erus: vill Kinder un kein Brut em Hus Köln-Stdt. Eich hun R. geloden (geladen) die Glieder tun mir weh Trier, Bitb. Do hammer de R.! der Regen ist da, übertr. jetzt ist das Unglück da Rip, Verbr., mit der scherzh. Forts. met (ohne) ene decke Droppe Jül; hätte me nu et Wasser Berg, — un och et W., nuə rennt de Tonn, un et Fass es kapot Dür-Langerwehe. Dat Kend hat R. on Sonneschi (-schein) e enem Sack (Säckelche) es weint u. lacht in einem Atem Siegld, Verbr. He schött dat (das Missgeschick, Ermahnungen, Schimpfe, Prügel) af wie der Hongk der R. MGladb, Allg. Da's Arnsberger Nevvel (dichter Nebel), do kammer de R. bei spare Sieg-ODollend; et niwelt, dat mer R. demet spart Neuw-Datzeroth. Op R. kömmt [] Sonnenschin Elbf, Köln-Stdt. E küt us dem R. en de Tröf (Traufe) (Traufel, Dachtrepps, –sif, –sip, Dröppenfall) Allg., — en de Bach Siegld. Du Geck em R.! du dummer, verrückter Kerl Neuw, Bo, Erk. Dat vergeiht we Kohflader em R. Köln-Stdt. Wörm in de Göt (Gosse); Dropp, wat duhj in de R.! Ausr., wenn ein unfähiger Mensch etwas unternehmen will, dem er nicht gewachsen ist Klev. En R. on Wedder moss ech erus Rip. De wess de Hök (Umhängetuch) nom R. ze hange er spricht dem andern zu Gefallen Bergh-Glessen. Nom R. könnt och äs (einmal) got Weder Bitb, Allg. Mer soll net no R. verlangere, bis kän Kouh (Ochs) of der Musel saufe kann Trier, Bernk. Wemmer dich füər'm R. dohem hätt, bruch mer dich em Tagge (Taken) net ze drüge (trocknen) Eusk-Zülp. Dat es Wengk (Wind) oəhne R. von dem Mädchen, das mit leerem Flitterkram geputzt ist Monsch, Aach, Geilk, Mörs; völ W., märr kenne R. Geilk; bei dem es W., awer R. Saarbr-Nassw. — Wetter- u. Bauernregeln: De Locht lickt (scheint) so fettig, et gef wer R. Mörs-Wardt; de Sonn schinnt so watereg, et gef noch mehr R. Mörs, Klev; 's es schmärig fer de Sunne; 's get R. Siegld; et g. R., wenn der Himmel so schmängig (wie Schmand, Sahne) utsüht, wenn et am H. so geschmängd es Gummb; De Dreckhahne krähne, et git R. scherzh. gesagt, wenn einer furzt Sieg-Rhönd; et get R., de Dreksvigel peifen gesagt, wenn die Buben pfeifen. WBitb; e get R., de Esele send sich am nabbele (zanken, wenn Leute sich zanken Rip, SNfrk (s. nabbeln), — de E. zerschlohn sech Trier-Filsch. Wenn de Sonn et sowends en ene Sock (Sack, Wolkenbank) krüpp, krige we et songeren (der andere) Dags R. Kemp, Geld, Mörs, Klev, — Sack, so geft et gewöhnlek R. satt Klev. Gäht de Sunn anner en en Bruch (dunkle Wolke), da get et de annern Dag R. genug Bernk, Trier, Merz, Dür-Lucherbg. Wenn de S. hönner en Dich (Teich, Wolkenwand) gäht, get et R. Altk-Bachenbg. Wann de S. no Wasser schepp (schöpft, lange Strahlen hat), os der R. noch lang net läpp hörte er noch lange nicht auf Schleid-Hellenth. De S. zeiht Wasser, et git R. Merz-Nunk. De Sunne struhlt, s git R. Siegld. Wenn de S. sich Stippe stellt (op St. steht), bal der R. vum Himmel fällt Köln, Bergh, Dür; de S. sezt Steipen, et get R. Bitb; de S. hät Stippele, dann göt et R. Düss-Erkr. Wenn de S. stockt, göft et R. Düss-NKassel, — wenn de S. Strohlen schmitt (op Stippen geht), wenn der Wengd geht met der S. Gummb. Schinnt de S. op et natte (nasse) Blatt, dann gef et R. satt Rees-Brünen. Wann der Mond om Röckstrang lit, git et R. Dür. Et göt R., der Mond hät en Hoff üm Gummb, Allg. Wann et morgens rut es (Morgenrot) (et m. net gedaut es), git et R. Sieg-Müllekoven. Of de Wend gerr et R. Siegld-Wilgersd. Gruəte Wengk ös selde ohne R. SNfrk. Wenn der Wengk sech [] lät (legt) göft et R. Grevbr, Allg. Wenn sich de Wind no et lange Weije leggt, dann geft et op korten (bald) R. Klev. Trecke de Wolke der Wengk entgen, dann göf et angern Dags R. MGladb. No Storm küt R., on wenn e dre Dag derno küt Jül-Linnich. Wenn de Eifel blöht (roter Abendhimmel im Süden), get et R. Allg. im Tiefland; de E. lach, da git et R., dat et krach Sieg, MülhRh. Wenn e Weərschipp övver de Rur (Roer) steht (nach Süden), dann gef et R.; wenn Hännesken (Wirbelwind) ut de R. kömmt, dann gef et R. en tweimol vierontwentig Stonden Kemp-Waldniel. De Ruhr treckt sek tou (es schwor), et göt R. Gummb. Geht der Damp (Duf ‘Nebel’) en et Heck (Heckberg im Osten), dann güt et R. on Dreck; geht e an de Rheng (Rhein, nach Westen, da göt et Sonnescheng MülhRh. Kimmt de R. vun Rhein (Osten), stellt mer de Plig (Pflüge) hanner de Zein (Zäune) Trier-Schleidw. Wenn de Schöpchen (Wolkenschäfchen) tum (an den) Rhöng trecken, kommen se mit R. wiər Gummb. Kimmt de R. vun der Soor (Süden), rent et wie'n Nor (Narr); R.en äwer vum Rhein, bleift en, wo hen as Trier, Bernk. Kemmt de R. von der Ahr (Norden), dann rent et wie en Narr Koch. Ös et Ovverland (Süden) klor on et Nedderland (Norden) schwor, dann git et R. ohne Gefohr Bergh-Blatzh. Kimmt de R. aus dem Innerland (Unter-, Süden), dann rent et met Unverstand Bernk-Mülh. Kihricher (Simm-Kirchbg) Luft brengt R. un Duft Bernk-Bollenb. Üdtsche (Kemp-Ödt) Wengk brengk R. Kemp. Achterwortse R. (bei Nord- oder Ostwind) dürt mar dri Dag Klev. Wann de Destele blihden, da get et kene R. Prüm-Büdesh. Wenn den Hahn kreiht op de Dech, dann göf et R., dat et seck (seicht) Mörs. Kräht der H. senge hühchste Tour, da kret e bestemmt de R. als Louhn Prüm-Kyllbgw. Krähe de Hänne (Hahnen) ausser der Zeit, dann os de R. net mih weit Aden-Weibern. Geht dat Hohn en den R., hält der R. lang an Sieg-Fussh. Weischt sech hönner de Uhre de Katz, da git et R. op der Plaz Prüm. Wenn de Boschhengs (Specht) lutt (schreit), göf et R. Mörs. Billt der Fuchs em gröne Wald, stellt sech en der R. bald Altk-Willr. Köt der R. esu klen, os es noch vell derhem Schleid-Hellenth. R. no veer Auern (Uhr) säbbelt ohn Dauern Bernk-Filzen. Sonnigs R., Monigs Sonnenschein, dann wird de ganze Woch noch fein Altk-Reschd. — Wenn de Jannear vill R. brengt, weren de Goddesäcker gedingt Koch-Laub. Em J. vill R. brengk der Soot (Saat) keine Sen (Segen) Köln, — br. der S. Gefohr Klev. Om J. vill R., winnig Schni däht Bergen, Dälern on Baimen wih Koch, Mos. R. op Karfrödag, drüg (trocken) em ganze Johr; R. op Ustersonndag, R. an den Sonndage en der Usterzeck (-zeit) Dür-Junkersd. Ne köhle Mai un R. derbei git got un ziggig (zeitig) och vill Heu Köln. R. in de Mai es för't ganze Johr Brot en Heuj Klev. Et es better, wenn im Mai [] der Forscht (Frost) dürch den R. afgewäschen würd Gummb-Berghsn. R. an Peter un Paul geft de Weinles faul Bernk. För sint Jann bet öm R.; na s. J. kömmt hen ongelegen Geld, Allg. R. op zint Gret mäckt R. vier Weke lang Kref-Lank. Öm Barnabas R. gift an Water ze völl Seən (Segen) MGladb-Rheind. Wenn den Augus ohne R. afgeht, dat Perd mager för de Krepp dann steht Mörs-Rheinbg. Get et em September R., küt e jeddem Bauer geleən Neuw. R. uf Bartholomi, das duht de Drauwe wih Kreuzn-Weiler (s. weiter bei den Monatsnamen u. Kalenderheiligen u. bei regnen). — En Johr, dat fängkt mat R. on, dat brängkt net viel Gods Prüm-Ringhuschd. Frihjohr ohne R. is en Acker ohne Frucht Simm. Drei Däg fir dem R. on drei D. derno as de best Soot (Saat) Prüm-KlLangenf. Köt R. us der Luət (Luft), dann mät (macht) sich de Fruət Schleid-Hellenth. Ene kalde R. schad miəh, wie he notz; ävver wärme R. hölpt et Denge (Pflanzen) an et Wasse Grevbr-Wickr; na sone wärme R. schwömmt et Denge op schiesst empor Kemp. Huhe R., schlechte Wein Neuw. — Im Volksgl. gibt es manche Vorbedeutungen für den R.; es gibt R., wenn die Wolken zusammenlaufen, wenn im Walde Dünste aufsteigen, wenn es um die Berge dampft, wenn der Nebel stinkt, wenn im Sommer kein Tau ist, wenn das Gras feucht ist vom Tau, wenn der Nebel, der Rauch aus dem Schornstein niederschlägt (mag der Damp net aus de Schornsten wallen, dann well der R. aus de Wolke fallen Neuw-Bonef); wenn die Steine, Wände, Flurplatten, die Pumpe usf. nass sind (schwitzen) Allg., wenn et Speck dütt schwete, et Flesch sich an't piəkele göf Nfrk, Allg., wenn me ennen teme Lepel anpäck on krig schwatte Fengersch Mörs, wenn der Russ am Kochtopf brennt Allg.; wenn et Für newen de Pott löpp Rees-Hamminkeln, wenn beim R. et Wasser Blose wirf, git et noch vill R. Eusk, Allg.; wann dat W. am (im) Petz sengk, dat weist R. Prüm-Steinmehlen; wenn et W. öm Sauermosfass steit (steigt) Altk-Bachenbg; wenn die Öllampe, der Abort stinkt, Allg.; wenn der Kaffee nicht durch die Mühle geht Eup; wenn der gemahlene K. in der Lade hängen bleibt Ess; wenn die Karre knarrt, die Türe schleift Elbf; wenn die Fussspanne juckt Mörs; wenn die Elsteraugen stechen, es einem schwer in den Gliedern ist Allg., wenn ein Leiterwagen kommt Kemp, wenn man Eisenbahnzug aus dem Westen rappeln hört, wenn man das Glockengeläut aus westl. Richtung hört Allg. der Steffe, (Patron der Pfarrkirche) lütt, he brengt R. sagen die östl. von Kref-Lank Wohnenden; morge gebt's R., der Anna (udgl.) ihr Stremp drolle (rollen herab) Saarbr-Güding; haben die Schnecken Dreck, Grashalm geladen, so gibt es R. Allg.; wenn de Kroəhne (Krähen) ‘nat, n.rupe Kemp, Allg. (wenn sie sich zu lange auf der Erde aufhalten []Schleid-Hellenth); wenn de schwatte Mäler (Merle, Amsel) schreit: mech bite de Flüəh Erk-Bellinghv; wenn der Specht lacht, der Pfau viel ruft, die Frösche abends quaken, die Unken schreien Allg.; wenn de geəl Güərsch (Goldammer) op Gangk ös MGladb-Viersen; fliegen de Schwälwe ower de Grond (läəg, sig, diep), dann geft et wäll R. bont Klev, Allg.; wenn die Tauben noch am Abend zum Felde fliegen oder auf dem Dache liegen Grevbr, Kref; wenn die Gans sich über den Kopf wischt Kemp; wenn die Ameisen sehr flink u. wirr durcheinanderlaufen Allg.; wenn die Kröten über den Weg laufen Allg.; wenn die Spinnen nachts einen Sack spinnen, sie aus dem Loch an der Wand kriechen u. viel Spinngewebe in der Luft fliegen; wenn die Bremsen stechen, der Holzwurm bohrt Allg.; wenn der Moll (Maulwurf) döppt (hebt) Kemp, Allg.; wenn sich die Schafe zusammenscharen, — sich stossen Allg.; wenn die Eseln sech wänzele Bo-Muffend, wenn der Esel der Stert bürt (hebt) Düss-Kaiserswerth; wenn der Esel sich der Statz leckt Aach-Merkst; wenn Hund u. Katze Gras fressen Allg.; wenn der Hund sich wälzt Allg., er stinkt Nfrk; wenn die Katze prust (niest) Mörs-Xanten, sie sich bis hinter die Ohren wäscht Allg., sie sich juckt Bergh-Elsd; wenn die Hühner auf dem Mist kratzen Sieg-Rheidt, sie faul Eier legen Bernk-Dhron, sie abends nicht nach der Hurd wollen Kemp, sie in den Baum fliegen Klev, sie früh schlafen gehen MGladb; sie sich lausen Allg.; de Hunder lope dör de R., dann hört et nit op Mörs, Allg.; wenn die Pferde nachts mit den Füssen stampe Erk-Bellinghv; wenn die Flöhe beissen Heinsb-Dremmen; me op ein Pier (Wurm, Schnecke) tratt Mörs, Allg.; wann de Wiwer sich koppele (beieinanderstehen) Klev; wenn der Mausefallenkrämer, Scherenschleifer, Siebhändler ins Dorf kommt Rip, Nfrk; wenn de Kuhhirden den Bart so gälp ös Mörs; wenn man von Lohn träumt Saarbr-Güding. — Weihnachten (Neujahrsabend) stellt man 12 ausgehöhlte Zwiebeln, mit Salz gefüllt, hin; jeder gibt man einen Monatsnamen; diejenigen, worin das Salz schmilzt, sind im kommenden Jahr Regenmonate Allg. — R. bei Antritt einer Reise bedeutet Misslingen des Zweckes dieser Reise Allg. Für em Johr darf mer met Könner net en de R. gohn; jerer R. dröbben gere Sommerflecken (-sprossen) Altk-Bachenbg. In en Brutskranz R. geft Kendersegen Rees-Ringenbg. — Im Kinderspr. Sonn komm eriwer, R. bleif driwer! Bernk-Thalveldenz, May-Stdt. Ren, R., löppt üəwer; Sonn, komm herüəwer; oəwen steht dat Gotteshus, kikt de liewe S. herut! Gummb-Berghsn. R., R., Schuren, te Köllen op der Muren, dor sett drei Panduren, de wassen (waschen) sech, de plätschen sech, bes der R. öwer es Dinsl-Gahlen. R., R., Schure, de Kalwer op de Muren; do sot en Vögelschen op et Dak, [] dat riep: weit, w. (weiss), dat de R.öwergeiht’ Mörs. R. R., Sch., i Möllem op der Ruhren, i Ketwig op der Brüggen, do danzen al de Müggen! MülhRuhr. R., R., Sch., et dröppelt op de Mure; dröppel op et Pannedak, dann werde all de Kenger nat! Kemp-Breyell. R., R., Sch., te Kölen öwer de Mure, te K. öwer der Kerkhoff, dor läə se ons Liewfrauwe Lof; dor was en Kindje te döpe (taufen); wu (wie) sall et heite? Krigen, Klappspon, lot de R. öwergohn! Klev, Mörs. R., R., Dröppke, fall mar op min Köppke, fall mar op min Scholderblatt, liewen Her, noch ens so hart (dann werde ech och net klätschenass)! Klevld, Geld (u. so Nfrk, Rip mit Var. verbr.; statt Scholderblatt: siden Kleid Mörs, NBerg; Botterfat Kemp-Breyell; Botterfass Rip; Beienfass Waldbr; op et sich Kled, dat mi Motter schänge (schimpfen) deht Dür-Gürzenich; Rene, R., Dr., fall net op mi Köppche, fall net op de Muər, fall net op de Kirchhoff; drei Bruder (Brote) hän ich nouch, ent (eins) gevven ich Götche (Patin), ent g. ich Pättche (Pate), ent halen ich selfs Bergh-Ahe, — Köppchen, krufen (krieche) ich en min Beienfass, dann weren ich nit duərnass; d. weren ich nit, so lang leəwen ich nit Waldbr. Rene, r., Räppchen, ren mer op mei Käppchen, r. mer op mei Fuderfass, da gen ich och net durchnass! Trier, Wittl, Bitb, Sieg-Leuschd (Röppchen; kriechen ech ongert Beiefass ..). Rene, R., Rädchen .. Koch-Laub. Rene, R., Wolke, de Schifer (Schäfer) hat gemolke, sivve Gessen on ene Bock, dat guf en got Melchzopp; de Bock, de guf de Schmand für ovve drop! Prüm-Elcherath Winterspelt. Et kimmt en R., der mächt os R.; et schitt bie en Fass, dat mächt os nass; dann kimmt de Sonn an de Reih; dann weren mer wierer drei (trocken)! Neuw-GrMaischd. Heile, h., Sege, siewe Dag R., s. D. Schnie doht dem Kindche net mih wih! Kobl, Birkf. Maria flog vam Hemmet eren met vieronvierzig Engelein; zank Kathreng, loss de Sonn ons schenge, loss der R. verövver gohn usf. Dür. — Im Rätsel. Et geht um's Haus herum un macht tripptrapp? R. vom Dache Nahe. Drübbelche drie ging öwer der Hei (Heide); du kome söwe englandse Here, die kosse (konnten) Dr. drie nit kehre? Mörs-Veen; — sewe Landshiəre kosten de Dr. ni k. Geld-Straelen, Heinsb-Haaren. Tripp, trapp, träre, morge komme drei Here, die könne Tripp-trappträre niet kehre? Meiderich. Föng-fang-fung sot om Tung (Zaun) (der Schnee), hom Föngfang-för, schmiət Föng-fang-fung vam Tung en de Döərn Schnee u. Regen Mettm-Cronenbg. Förwarts gelesen ös et kolt on natt; röckwarts g. ös et kohlenschwatt? Regen, Neger Dinsl. — 2. übertr. a. golde R. Goldrute Geld-Schravelen. — b. gäle R. Goldregen Kobl-Vallendar.
18043 Zeichen · 469 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    regenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +19 Parallelbelege

    regen stn. die bewegung. daʒ regin im sulchin smerzin bôt Jerosch. Pf. 90. a.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    regensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    regen , sw. V. Vw.: s. reien (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rêgen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Rêgen , verb. reg. act. welches mit bewegen gleichbedeutend ist, im Hochdeutschen aber am häufigsten nur von einer gerin…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    regen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    regen I refl 1 sich rühren, sich (ungerichtet) bewegen, auch als Zeichen des Wach-, Lebendigseins; mehrf von Naturersche…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Regen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Regen , Nebenfluß der Donau in Bayern, entspringt im Böhmer Wald, mündet nach 22 Ml. bei Stadtamhof, Regensburg gegenübe…

  6. modern
    Dialekt
    regen

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB rege n [rêkə M. ; rêjə Str. Brum. Hf. Rothb. Lohr ; ræjə K. Furchhsn. Dunzenh. Ingenh. Hf. Geud. ] 1. t…

  7. Spezial
    regen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    re|gen I vb.tr. möie (möi, moiü), armöre (armör, armoiü) II vb.refl. sich regen 1 se armöre 2 ‹fig› (erwachen) se desced…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit regen

770 Bildungen · 479 Erstglied · 282 Zweitglied · 9 Ableitungen

regen‑ als Erstglied (30 von 479)

Regenbaum

SHW

Regen-baum Band 4, Spalte 1309-1310

Regenblume

SHW

Regen-blume Band 4, Spalte 1309-1310

Regenbogen

SHW

Regen-bogen Band 4, Spalte 1309-1310

Regenbutzen

SHW

Regen-butzen Band 4, Spalte 1309-1310

Regenbütte

SHW

Regen-bütte Band 4, Spalte 1309-1310

Regendach

SHW

Regen-dach Band 4, Spalte 1309-1310

Regendecke

SHW

Regen-decke Band 4, Spalte 1311-1312

Regenfall

SHW

Regen-fall Band 4, Spalte 1311-1312

Regenfaß

SHW

Regen-faß Band 4, Spalte 1311-1312

regenfest

SHW

regen-fest Band 4, Spalte 1311-1312

Regenguß

SHW

Regen-guß Band 4, Spalte 1311-1312

regenhart

SHW

regen-hart Band 4, Spalte 1311-1312

Regenhaube

SHW

Regen-haube Band 4, Spalte 1311-1312

Regenhaus

SHW

Regen-haus Band 4, Spalte 1311-1312

Regenhimmel

SHW

Regen-himmel Band 4, Spalte 1311-1312

Regenhut

SHW

Regen-hut Band 4, Spalte 1311-1312

Regenjahr

SHW

Regen-jahr Band 4, Spalte 1311-1312

Regenkannel

SHW

Regen-kannel Band 4, Spalte 1311-1312

Regenkrott

SHW

Regen-krott Band 4, Spalte 1311-1312

Regenkäp

SHW

Regen-käp Band 4, Spalte 1311-1312

Regenloch

SHW

Regen-loch Band 4, Spalte 1311-1312

Regenluft

SHW

Regen-luft Band 4, Spalte 1311-1312

Regenmal

SHW

Regen-mal Band 4, Spalte 1311-1312

Regenmann

SHW

Regen-mann Band 4, Spalte 1311-1312

Regenmantel

SHW

Regen-mantel Band 4, Spalte 1311-1312

Regenmohr

SHW

Regen-mohr Band 4, Spalte 1311-1312

regen als Zweitglied (30 von 282)

Únteregen

Campe

Únteregen ( Untereggen ), v. trs . ich ege unter, untergeegt, unterzuegen , vermittelst der Ege unter die Erde bringen. Den Samen unteregen.…

a(n)regen

Idiotikon

a(n)regen Band 6, Spalte 733 a(n)regen 6,733

abendregen

DWB

abend·regen

abendregen , m. nnl. avondregen, abends fallender, figürlich: wenn der abendregen der erinnerung auf die heiszen wangen fällt. J. Paul Hesp.…

ABREGEN

DWB2

DWB2 ABREGEN vb. DWB2 DWB2 DWB2 1 anregen, erwähnen: 1633 daß keiner auff den eckern .. mehr beschweret werden solte, dann in der ersten ver…

afdragen, dregen

LW

afdragen·dregen

af-dragen, -dregen, 1. ab-, wegtragen; entfernen; abwenden. 2. Abtrag machen, Entschädigung leisten, büssen wofür. 3. Abbruch thun.

afschregen

MeckWB

Wossidia afschregen schräge machen, von schreg schräge; dat Dack afschregen Ro; an de Butenenns von de afschregten Strohdäker Bri. 5, 131.

andragen, dregen

LW

andragen·dregen

an-dragen, -dregen, 1. förderlich sein, helfen. Ggs. afdragen. 2. melden, vorbringen, beleumunden, meist in bösem Sinn: anschwärzen, anklage…

ane regen

Lexer

aner·egen

ane regen BMZ anrühren Narr. her habe einen schatz, den manich babist nach ny angereget hat Ugb. 354 s. 401 ( oberlaus. );

anregen

DWB

anregen , incitare, ein unsrer sprache, gleich dem einfachen regen eignes, gewis uraltes wort, das goth. anaragjan, ahd. anareccan, reggan (…

anrogen, regen

LW

anrogen·regen

an-rogen, -regen, anrühren, in Bewegung setzen; bildlich: antreiben, auch im Wege Rechtens wozu veranlassen, belangen.

Aprilenregen

PfWB

april·en·regen

Aprilen-regen m. : BR.: Aprillereje is em (dem Bauer) geleje [ NW-Frankeck , ähnl. PS-Geisbg GH-Zeisk ]. Märzeschnee dut Frucht un Weinstock…

Aprillenrëgen

ElsWB

aprillen·regen

PfWB RhWB Aprille n rëge n m. Regen im April: ‘Awrille-Räge, Gottes Säge’ Mü. Mat. 4, 41. ‘Der Prillenregen ist jn (den Bauern ) gelegen’ Fi…

Aprillrêgen

Adelung

aprill·regen

Der Aprillrêgen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Regen im Aprill. Da diese gemeiniglich nicht anhaltend zu seyn pflegen, so nennt man auch …

aschenregen

DWB

aschen·regen

aschenregen , m. Humboldt ans. der nat. 280 . Göthe 28, 39 ; der feuerregen der entzückung war nun als ein finsterer aschenregen in seine of…

auferregen

DWB

aufer·regen

auferregen , excitare, aufregen: ein falscher eifer, furcht zerstören Mekkas auferregten kreis. Göthe 7, 150 .

aufregen

DWB

auf·regen

aufregen , excitare, erregen, stärker als anregen. sinnlich, die elemente zur thätigkeit reizen: der sturm regte das gewässer auf, der wind …

beregen

DWB

bere·gen

beregen , concitare, memorare, anregen: die beregte, mehr beregte sache. sich beregen, sich regen, rühren: die mit den piken konnten sich ka…

blazregen

Lexer

blaz·regen

blaz-regen stm. platzregen Np. 279. Tuch. 120, 3. Dfg. 106 b . s. blaz.

blütenregen

DWB

blueten·regen

blütenregen , m. aber vollen blütenregen schüttelt schon der laue west. Göthe 1, 132 .

blutregen

DWB

blut·regen

blutregen , m. imber sanguineus: ( gold ) ein regenschirm gegen die blutregen des lebens. J. Paul Fixl. 118 .

dörchdrēgen

MNWB

doerch·dregen

° dörchdrēgen (drāgen , drēgen) , stv. , dörchdrēgent wint fester, stehender (beständiger) Wind.

dorchdregen

KöblerMnd

dorchdregen , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. dörchdrēgen* (2)

Ableitungen von regen (9 von 9)

beregen

DWB

beregen , concitare, memorare, anregen: die beregte, mehr beregte sache. sich beregen, sich regen, rühren: die mit den piken konnten sich ka…

beregene

BMZ

beregene swv. beregne. begoʒʒen und beregenet g. sm. 180. complutus, pluviis irrigatus, beregnat gl. Mone, 4, 232,35. beregent leider unde n…

beregenen

Lexer

be-regenen swv. BMZ beregnen Pass. von im daʒ tuom mit wîhe wart beregenet Loh. 7596. bereinet conplutus Voc. Schr. 522.

entregen

Lexer

ent-regen swv. erregen. in deme daʒ diu sêle got ûʒ sprichet, daʒ entreget doch niht eigenlich wârheit in ime sînes wesendes Myst. 2. 113,2 …

erregen

DWB

erregen , incitare, commovere, kommt mhd. nicht vor, wie auch das einfache regen selten (vëdere regen Trist. 23, 10), ahd. regan = ragian un…

geregen

DWB

geregen , n. , coll. zu regen, regenwetter, landregen, ahd. girigini, mhd. gerigene, gerigen Lexer 1, 879 . Schm. 2 2, 71: das gerigen hat d…

geregenen

Lexer

ge-regenen swv. BMZ regnen Zürch. jahrb. Mar. 181,3.

regene

BMZ

regene swv. ahd. reganôn Graff 2,442. vgl. Gr. 2,957. ofte joch genôte der himel regenôte Exod. Diemer 144,27. eʒ regent bêdenthalben mîn, d…

verregen

DWB

verregen , verb. aufregen, erregen: kompt euch etwas draus, so hab ich euch treulich gewarnt und das meine gethan; hoff auch mein gnädigster…