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kalb

ahd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kalb n.

Bd. 11, Sp. 50
kalb, n. vitulus, pl. kälber; ahd. chalp, pl. chalpir, mhd. kalp, pl. kelber; ags. cealf, engl. calf, schott. cauf; alts. calf, nl. nd. kalf, kalves, alle n.; masc. dagegen altn. kâlfr, schwed. kalf, n. kalv. goth. nur kalbô δάμαλις erhalten, kalbe. nahverwandt scheinen, freilich mit unverschobnem anlaut, ir. colpa kuh, colpach junges rind, vielleicht litt. kárwẽ, altsl. krava kuh, s. Grimm g. d. spr. 33. 40. 327, dazu Diefenbach g. wb. 2, 436. 437 (er sucht verwandtschaft mit kolbe). einen feinen und kühnen erklärungsversuch s. in Wackernagels wb. entlehnt lapp. kalbe, finn. kalpe. eigen skr. kalabha elephantenkalb. 11) kalb vom rind, das männliche heiszt genauer ochsenkalb, bullenkalb, das weibliche kuhkalb, fersenkalb, motschenkalb: er aber (Abraham) lief zu den rindern und holet ein zart gut kalb und gabs dem knaben, der eilet und bereitets zu. 1 Mos. 18, 7; das weib aber hatte da heim ein gemestet kalb, da eilet sie und schlachtets. 28, 24; und lecket wie die geilen kelber. Jer. 50, 11; sol ich mit brandopfern und jerigen kelbern in versünen? Micha 6, 6; Ephraim ist ein kalb gewenet, das er gern drisschet. Hosea 10, 11. da ist der genaue begriff des kalbs, als noch nicht jährig, nicht eingehalten, es ist wie juvencus (auch in vocabb. 15. jh. juvenca kalb, jung kalb, auch kalbes verse, neben ferse Diefenb. 313b), vgl. kalbe. ganz deutlich in der stelle, die ein vielgebrauchtes sprichwort hervorgerufen hat: er sprach zu inen (Simson zu den Philistern), wenn ir nicht hettet mit meinem kalb gepflüget, ir hettet mein retzel nicht troffen. richt. 14, 18, auch die vulg. in vitula mea; mit anderer leute kalbe pflügen. Riemer pol. maulaffe vorr. vijb; dasz sie in fertigung ihrer lectiones mit einem fremden kalbe gepflüget. Leipz. avantur. 1, 67; nun beliebt es ihm (dem verf., Joh. v. Montevilla) nicht nur mit fremdem kalbe zu pflügen, sondern auch alte und neue fabeln einzuschalten. Göthe 6, 190. engl. to plough with another man's heifer. Sprichwörtlich ward auch das goldne kalb 2 Mos. 32, 4: und (Aaron) machte ein gegossen kalb, und sie sprachen, das sind deine götter Israel, die dich aus Egyptenlande gefüret haben. danach das goldne kalb anbeten, von unwürdigen dingen, die die menge zu ihrem götzen erhebt, u. a.: vor geld fallen Baalsbrüder wie vor dem goldnen kalbe nieder. Simrock sprichw. 674; nimm hack und spaten, grabe selber, die bauernarbeit macht dich grosz, und eine heerde goldner kälber (schätze) sie reiszen sich vom boden los. Göthe 41, 21. daher götterkalb, götzenbild: nenn uns doch eine nur, die dir im schosze sitzet und sich, o held, aus dir ein götterkalb geschnitzet. Christ. Mariane v. Ziegler verm. schr. (Gött. 1729) 270, dich als idol anbetet, in dich verliebt ist. 22) aus dem leben dagegen stammt eine anzahl anderer redensarten und wendungen. 2@aa) besonders oft kalb und kuh zusammen: und betörft ich dein so nicht, ich zerschlüg dir kalb und kuo und deinen ruggen auch dar zuo. ring 9d, 32. sprichwörter bei Simrock s. 248: das kalb folgt der kuh; das kalb lernt von der kuh (Garg. 206b), dagegen das kalb lehrt die kuh kalben 12349a, wie das ei ist klüger als die henne; ein zwanzigjährig kalb gibt keine geschickte kuh mehr 12350 (Tobler 92b was zwenzg johr e chälbli ist, get ke chue meh), wer zwanzig jahr ein narr ist, wird nicht mehr gescheid; wer ein kalb stiehlt, stiehlt eine kuh; eins folgt aus dem andern wie das kalb aus der kuh; er sollte wol der kuh das kalb abfragen, 'er frägt nach allen kleinigkeiten' Strodtmann 98; der apfel felt nicht weit vom baum und das kalb gereth gewönigklich nach der kue. Mathes. Sar. 9a; das kalb musz entgelten der ku. Uhland volksl. 360, der sohn unschuldig für den vater mit büszen; damit man reizt gotts rach herzu, zu strafen das kalb mit der kuh. Fischart, kinderz.; do sasz die kuhe bei dem kalbe. Soltau 161; er hat das kälblein mit der kuh, noch (dennoch) ist er des gewins nicht froh. Adrian mitth. 374; 'das kelblein musz folgen der khu, wir wollen die statt nicht aufgeben'. Soltau 2, 279, Neusz musz dem truchsesz Gebhard treu bleiben; vergeszt des kalbs, sonst kosts die kuh. Weller lieder des 30j. kr. 7; sag an, sechskreuzer, wo bist du, geht dir das kalb auch (trächtig) mit der kuh? 149; es wer die bessere kunste, wir theten bald darzue, ehs kalb gieng mit der kueh. Mones anz. 8, 192, in beiden letzten stellen (aus der verkehrten welt) von dem unerwarteten entstehn eines gröszern unglücks aus einem kleinen. 'die kuh mit dem kalbe bekommen, im gemeinen leben, eine schwangere person heirathen' Adelung: und so die hochzeit ist gethan, hebt sich erst ein handel an ... er (der mann) hat das kälblein mit der kuh. flieg. bl. Augsb. 1600, Adrian mitth. 374, das lied klagt über die verderbnis der weiblichen jugend. in einem östr. volksliede möchte ein bua gern ein deandl und liegt seiner mutter drum an: und main muada sagt 'bua, geh, schau dr um a kua: aba nuar mit koan kalm, sunst dearfst nimr af d'alm. Tschischka 194 vor euren praktiken und bösen kniffen ist das geld nicht geborgen in der truh, das kalb nicht sicher in der kuh. Schiller 325a. 2@bb) andere sprichwörter bei Simrock z. b.: wenns kalb gestohlen ist, bessert der bauer den stall; fremde kälber lecken auch einander; reicher leute töchter und armer leute kälber kommen bald an mann. 10346; ein schmeichelndes kalb saugt zwei mütter aus. 9113; zuvor ein kalb, jetzt ein ochs; bei Stieler 917 es ist kein ochs, er sei denn ein kalb gewesen, aus kindern werden leute; aus kelbern werdent stärkeu rinder. ring 20b, 42. von dummen blicken: er verkehrt die augen wie ein abgestochen kalb Stieler, augen haben als ein gestochenes kalb Frisch; warumb der pfaff alsdan (wenn er bei der messe auf die knie fällt) so jämerlich und barmherzig anfangt auszusehen wie ein gestochen kalb. Fischart bien. (1588) 174a. 2@cc) bes. gebräuchlich das kalb ins auge schlagen, mit heftigem schmerz einen verletzen Frisch: wer hat das kalb ins aug geschlagen? H. Sachs 3, 3, 19b; im j. 1629 erschien eine polit. streitschrift 'wer hat das kalb ins aug geschlagen, das ist, ob die Augsburgischen confessionsverwande prediger, oder die Jesuiten den religionsfriden umbstürzen', also 'wer ist der erste beleidiger', der störenfried; soltest du dich nun auch unterstehen, diesen wie die vorige (freier) zuverhindern, so wirst du das kalb ins auge schlagen, und der Grethen vormünder würden den possen merken. Simplic. 2, 253; wer sinnt ein lustspiel aus das keinen ärgern soll? wo darf wol ein satyr das kalb ins auge schlagen? Gottsched vernünft. tadl. 1, 214, ein satiriker die bittere wahrheit den leuten ins gesicht sagen; nicht blosz aus besorglichkeit, das kalb, wie man sagt, zu sehr in die augen zu schlagen. Lessing 10, 194. wol von besonders ungebärdigem thun des kalbs in diesem falle. 2@dd) das kalb ist sprichwörtlich wegen seines ausgelassenen und doch unbehilflichen springens auch in der freude. von einem menschen, der noch grün ist, in dem kindischer übermut noch zu stark wirkt, besonders in plumper weise, sagt man: er ist noch ein kalb, ein rechtes kalb; ein geil kalb, luxurians Stieler, besonders auch von jungen losen mädchen; vgl. kalbfleisch, kälberfutter, kälberhäute: die vasnacht macht manig toret kalb. fastn. sp. 381, 14; (si) geilent wie die jungen kelber. Murner narrenbeschw. d iiij; lacht, greint und singt ein wenig leis, ir kelber, tortschen und maulaffen! habt ir dann nutzers nit zu schaffen, so laszt das geschrei auch unter wegen. fastn. sp. 539, 18; er ist sein tag von seinem haus so weit nie als jetzt gflogen aus, ist ein jungs unbesunnens kalb und hat fürwar sein witz nit halb. Ayrer fastn. 1b. besonders von wildem tanze: die kleider aus und darauf getanzt! hei das sind schöne weinkälber, ja weinkälber (also liedbruchstück). Garg. 99b (175 Sch.). Daher die beliebte redensart das kalb (kälbchen) austreiben, sich austoben, entweder sich selbst wie ein kalb auf die weide treiben, oder besser das kalb als narr oder teufel im menschen steckend gedacht, denn man sagt auch 'das kalb steckt noch in ihm, er ist das kalb noch nicht los': sie hatten das kalb redlich ausgetrieben, dasz ihr ist keiner nüchtern blieben. grob. 107a bei Frisch. daher kalb unter zechbrüdern als anrede: disz gleslein weins das gilt dir halb, trinks gar aus, du mein liebes kalb. Uhland 591. vgl. 4 und kälbern, auch kalbsfusz. 2@ee) es gilt sprichwörtlich als dumm (vgl. gesch. d. d. spr. 550): der sinne ein kalp, der zuht ein rint. Konr. v. Haslau, Haupt 8, 555. als schimpfwort du kalb! dummes kalb! besonders mit der seltsamen bestimmung kalb Mosis (Moses, Mosi), in mehreren landschaften gebraucht, z. b. thüring., götting. Schamb. 96a, schweiz. Tobler 92b. 93a, in Posen Bernd 109, in Littauen ein verwöhntes kind das.; gemeint ist doch wol vielmehr das goldne kalb Aarons, 'Arons kälber' unter scheltnamen der mönche Garg. 245a (461 Sch.): Cardanus schreibet, die Teutschen seien darumb solche ochsen und kälber, weil sie vil milch essen. Garg. 46a (71); das es ein falscher brief und so tölpisch und plump nachgemacht sei, das es ein einäugig kalb merken solt. bienenk. 138b (1588 151a); was bedarfs das ichs mit besondern exempeln erweise, da es doch ein einäugig kalb leichtlich sehen kan? (1588) 247a. auch engl. calf, 'kalb Mosis' Flügel. osnabr. gilt kalv Moses im vorigen sinn, junger unbeständiger mensch. 33) aber auch von andern thieren. kälber heiszen die jungen des rotwildbrets, bis sie ein jahr alt sind, schon ahd. hintchalp hirschkalb, rêchchalp, vgl. 'hirschkuh': kalb von dem rotwild als reher oder hinden fallende. Nürnb. poliz. 313, 14. jh.; ein junges kalb von einem hirsch. J. Spreng Ilias 158b. vgl. hirschkalb, wildkalb, rehkalb; auszerdem elephantenkalb, auch meerkalb, seekalb, besondere thiere; s. auch bürgkalb junges vom schwein, und kilber. das marienkäferchen heiszt auch sonnenkalb (ein name Sternenkalb bei Hagedorn 2, 107), gotteskalb u. ä., mondkalb aber ist eine misgeburt, wie unechte kinder aberkalb, afterkalb, eberkalb, s. myth. 1111. 44) ein kalb anbinden, auch machen, 'ein kalb oder kälbchen machen wollen' Rädlein 530a, nnl. een kalf maken heiszt vomere, s. kälbern 3; nach Frisch vom klang, dem blöken des kalbs ähnlich: es möcht ihm so sehr grawen und unwillen (ekeln), das er ein kalb legte oder den fuchs streifte u. s. w. Fischart bien. 1588 224a (6, 1), auch nl. bei Marnix 215b dat hy een calf soude leggen; da soff man nun mit ganzen pässen auf aller huren wolsein los, da gab sich der, so viel gegessen, mit stark und fetten kälbern blosz. Günther 165, von studenten; was ist der wein? ein nasser stern, durch dessen einflusz wir verstehn, dasz menschen wieder die natur mit kälbern können schwanger gehn. Dan. Stoppe. 55) ein spiel: da gieng das scherzen an ... dʒ kalb ward auszgetheilt, des schuchs, der blinden kuh, des richters ward gespielt. Fleming 168. 66) eigen kalb im holz, pulpa, 'das sich ringsweis darvon spalten laszt, wie auch in einem stotzen fleisch etlich mauwen und riemen mit einem dünnen hütle (häutchen) unterscheiden sind, die sich on verletzung der jaren gern von dem anderen fleisch hauwen oder schellen (schälen) lassend'. Frisius 1092a. Maaler 240b, daher Henisch 479, 9 (auch brät, vgl. 2, 309), Denzler u. a.; pulpa, das kalb im holz, das sich ringweis spalten laszt, belg. de muys (maus) vant hout. Junius nomencl. 110b. aber auch nl. kalf van het hout, muys, pulpa Kilian, norw. schwed. kalv Rietz 304b. Das brät bei Henisch bedeutet aber auch festes fleisch, 'mauwe' (s. fleischmaue, vgl. Diefenb. 472b), wie man vom fleische des baumes spricht, lat. pulpa von fleisch und holz, und da wird denn bedeutsam altn. kâlfi m. wade (kâlfr kalb), der fleischige theil am beine, norw. schwed. kalv (bejnkalv) Rietz 305a, auch engl. calf, und ir. calpa, colpa (letzteres auch kuh); norw. heiszt auch das feste fleisch am oberarm kalvekjöt, kalbfleisch Aasen 629a. hierher vielleicht auch das unklare altn. kâlfa f. Egilsson 454b. n. ist kall, kalle, kalve wade, kal fleisch, mark im holze (auch norw. kal Aasen 205a), wie auch schwed. kalf, kalv kalb dial. als kall, kal erscheint; merkw. bei Binnaert (dict. teutonico-lat. Amsterd. 1702) als holl. cal nucleus pomi, piri. wäre das kalb nach dem besonders weichen, eszbaren fleische benannt? 77) im schiffe heiszt kalb, nl. kalf ein querholz an der lavette der geschütze. Röding 2, 344; kalben, nl. kalven kleine stücke holz, womit die inhölzer ergänzt werden. 1, 773. nl. kalf auch querbalken über der thür, an der druckerpresse. vgl. kalle dünner balken, das nach den formen kal, kalle unter 6 leicht dasselbe sein könnte. 88) sarcina, ein compact oder kalb. Trochus prompt. Lpz. 1517 R 1a ? in den Nürnb. polizeiordn. d. 15. jh. veszlein die man kelber nennet, zum weinholen. 245. 256.
12905 Zeichen · 284 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kalb

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kalb Gl 3,78,4 s. kalba.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kalbstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    kalb stn. s. kalp;

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kalb

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Kalb , des -es, plur. die Kälber, Diminut. das Kälbchen, Oberd. Kälbelein. 1. Überhaupt, ein Junges verschiedener Th…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kalb

    Goethe-Wörterbuch

    Kalb 1 junges Rind a (lebendes) Tier; auch als bildkünstlerische Darstellung in ‘Myrons Kuh’ oder als das archaische Göt…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kalb

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Kalb , 1) Johann, Baron von, nordamerikan. General, geb. 29. Juli 1721 in Hüttendorf bei Erlangen, gest. 19. Aug. 1780 b…

  6. modern
    Dialekt
    Kalb

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kalb [Khàlp allg.; Khàləp Betschd. ; Pl. Khàlwər Su. ; Khèlwər Katzent. Dü. U. ] n. 1. Kalb, etwa bis zu 3 Monaten. Spw.…

  7. Sprichwörter
    Kalb

    Wander (Sprichwörter)

    Kalb 1. Als Kalb geht er aus, als Ochs kehrt er nach Haus. 2. Als so vêle Kalver komen up den Markt, als oler Köen. – Kö…

  8. Spezial
    Kalb

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kalb n. (-[e]s, Kälber) 1 (junges Rind) videl (vidí) m. 2 (Kalbfleisch) cern de videl f. 3 ‹pop› (alberner Mensch) videl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kalb

299 Bildungen · 265 Erstglied · 30 Zweitglied · 4 Ableitungen

kalb‑ als Erstglied (30 von 265)

Kalb(s)fell

SHW

Kalb(s)-fell Band 3, Spalte 1051-1052

Kalb(s)kuh

SHW

Kalb(s)-kuh Band 3, Spalte 1051-1052

kalbeln

SHW

kalb-eln Band 3, Spalte 1049-1050

kalbern

SHW

kalb-ern Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbfell

SHW

Kalb-fell Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbfleisch

SHW

Kalb-fleisch Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbgulasch

SHW

Kalb-gulasch Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbkuh

SHW

Kalb-kuh Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbleder

SHW

Kalb-leder Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbmilch

SHW

Kalb-milch Band 3, Spalte 1049-1050

Kalb-Moses

SHW

Kalb-Moses Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbas

WWB

kal·bas

Kalbas -pīpe f. kurze, bauchige Tabakpfeife ( WmWb ). ¶ RhWb 4,2: Kabass . — Vgl.→ ²Kabūse .

Kalbatschensupp

MeckWB

kalbatsch·en·supp

Kalbatschensupp f. Prügelsuppe; ein Mensch, der sich steif und widerwillig anstellt, möt mit Kalbatschensupp insmeert warden er muß Prügel b…

Kalbeck

Meyers

kalb·eck

Kalbeck , Max , Dichter und Schriftsteller, geb. 4. Jan. 1850 in Breslau, studierte daselbst Kunst- und Literaturgeschichte, ging 1872 nach …

Kalbeck, Max

DWBQVZ

Kalbeck, Max *1850 Breslau †1921 Wien.

Kalbefieber

Meyers

kalbe·fieber

Kalbefieber ( Gebär -, Milchfieber ), dem Kindbettfieber entsprechende Krankheit der Kühe, entsteht meist am dritten Tage nach der Geburt in…

kalbele

DWB

kalb·ele

kalbele , f. mhd. wie kalbe: kalbel, jungs küle Dasypodius 360 c ; noch schweiz. kalbala f., diesz wieder diminuiert kalbeli n. Tobler 92 b …

kalbeln

RhWB

kalb·eln

kalbeln -a·l.b- Prüm-GrKampen schw.: sich k., zerk., sich streiten, kabbeln (s. d.). — Abl.: die Kalbel(er)ei, dat Gekalbel(s), der Kalbeler…

kalben

DWB

kal·ben

kalben , das gebären der kuh, mhd. kalben, ags. cealfian, engl. calve, altn. kelfa, norw. kalva, schw. kalfva, dän. kalve, kälve, nl. nd. ka…

kalben

FWB

1. ›ein Kalb werfen‹; 2. ›närrisch sein‹

Kalben der Gletscher

Meyers

Kalben der Gletscher , das Abbrechen der Stirnen bei den in das Meer mündenden Gletschern Grönlands; s. Gletscher , S. 30, und Eis, S. 474.

kalb als Zweitglied (30 von 30)

Bullkalb

Adelung

bull·kalb

Bullkalb , des -es, plur. die -kälber, in der Landwirthschaft, ein Kalb männlichen Geschlechtes; ein Ochsenkalb, zum Unterschiede von einem …

fasalkalb

AWB

fasal·kalb

fasalkalb st. n. , mhd. vaselkalp, nhd. faselkalb. — Graff IV,391. uasal-chalp: acc. sg. Gl 1,405,33 ( vgl. Gl 5,91,25 ; 4 Hss. ); uasil-: d…

Herrenkalb

Wander

herren·kalb

Herrenkalb Ein Herrenkalb blökt freier als eine Bauernkuh. Böhm. : Panské telátko rozumnĕjší než sedlské dĕtátko. ( Čelakovský, 406. )

hintilkalb

KöblerAhd

hintilkalb , st. N. (a) (iz) (az) nhd. „Hirschkalb“, Rehkitz ne. fawn (N.) ÜG.: lat. hinnulus Gl Q.: Gl (15. Jh.) I.: Lüt. lat. hinnulus? E.…

hintkalb

AWB

hint·kalb

hintkalb st. n. , mhd. hintkalp, nhd. hindkalb. — Graff IV,391 f. hint-chalp: nom. sg. Gl 1,530,15 ( voc.; M, 7 Hss. ). 2,318,40. 3,33,38/39…

hintūnkalb

KöblerAhd

hintūnkalb , st. N. (a) (iz) (az) Vw.: s. hintkalb

hirschkalb

DWB

hirsch·kalb

hirschkalb , n. das junge vom hirsch: das kalb, es sei nun männlichen geschlechts, ein hirschkalb, oder weiblichen, ein wildkalb, behält die…

Märzenkalb

Wander

maerzen·kalb

Märzenkalb Ein unbändiges Märzenkalb. Vom lateinischen vitulari, nach Art der Kälber hüpfen und springen, entlehnt. ( Neue Bibliothek, V, 78…

Mahlkalb

Wander

mahl·kalb

Mahlkalb Es ist ein Mahlkalb. »Die Juden heissen uns (Christen) Wechselbelg oder Mahlkelber.« ( Luther's Werke, VIII, 340. )

mastkalb

DWB

mast·kalb

mastkalb , n. kalb das gemästet wird oder schon ist: jr solt .. zunemen, wie die mastkelber. Mal. 4, 2 .

meerkalb

DWB

meer·kalb

meerkalb , n. phoca vitulina, seehund: vitulus merkalb voc. opt. 40, 65 ( de piscibus ); da seint am gstatt des meeres plan die meerkelber a…

merikalb

AWB

meri·kalb

merikalb st. n. , mhd. merkalp, frühnhd. meerkalb ( vgl. DWb. VI,1852 ); mnd. mērkalf. — Graff IV,391. meri-chalbir: nom. pl. Gl 4,86,55 ( S…

Mietkalb

DRW

miet·kalb

Mietkalb, n. Kalb als Mietvieh sollen haben ... frembde angenommen mietkälber allwegen zwei ein kueweid 1595 Vorarlberg/ÖW. XVIII 374 welche…

mondkalb

DWB

mond·kalb

mondkalb , n. eine miszgeburt in gestalt eines unförmlichen fleischklumpens, unter dem widrigen einflusse des mondes erzeugt ( vergl. unter …

Monkalb

Adelung

mon·kalb

Das Monkalb , des -es, plur. die -kälber, ein fleischiges Gewächs, welches sich zuweilen in der Bärmutter des weiblichen Geschlechtes erzeug…

ochsenkalb

DWB

ochsen·kalb

ochsenkalb , n. männliches kalb ( s. bullen-, stierkalb): spätmhd. ochsenkalp Suchenwirt 31, 11 ; ochskalb Jacobsson 1, 330 ; es ist die gel…

osterkalb

DWB

oster·kalb

osterkalb , n. osterzinskalb. Mone zeitschr. 368 f.; osterkalb oder kalb Moses, bezeichnung eines recht dummen menschen. Wander sprichw. 3, …

rehkalb

DWB

reh·kalb

rehkalb , n. hinnulus capreae. Stieler 917 : die böse stiefmutter aber ... meinte nicht anders als schwesterchen wäre von den wilden thieren…

rēhkalb

KöblerAhd

rēhkalb , st. N. nhd. „Rehkalb“, Rehkitz ÜG.: lat. capreus Gl, hinnulus Gl Q.: Gl (12. Jh.) E.: s. rēh, kalb W.: mhd. rēchkalp, st. N., „Reh…

Saugekalb

Adelung

sauge·kalb

Das Saugekalb , des -es, plur. die -kälber, ein Kalb, welches noch saugt; im gemeinen Leben ein Sogkalb.

seekalb

DWB

see·kalb

seekalb , n. 1 1) robbe, vgl. seehund . Adelung. öconom. lex. 2 2688, speziell name des gemeinen seehundes, phoca vitulina, und des kleinen …

stadtkalb

DWB

stadt·kalb

stadtkalb , n. schelte für dumme, unwissende, faule menschen, welche der stadt zur last liegen und wenig nutzen stiften: ich förcht, ich för…

stechkalb

DWB

stech·kalb

stechkalb , n. , zum schlachten bestimmtes kalb: von mastrindern, weydfleisch, verheylten stieren, verwundten stechkelbern Gargantua 76 neud…

wazzarkalb

KöblerAhd

wazzarkalb , st. N. (a) (iz) (az) nhd. „Wasserkalb“, Wassersucht ne. „sea-calf“, dropsy ÜG.: lat. hydrops Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lüt. lat. …

wildkalb

DWB

wild·kalb

wildkalb , n. , seltener wildskalb Döbel jägerpractica 3, 98 ; mhd. wiltkalp. 1 1) zu wild n. oder wild adj., ' ein junges des hirsches, ohn…

Ableitungen von kalb (4 von 4)

bekalben

RhWB

be-kalben: etwas b., vorwitzig, dumm, dreist besehen Sieg-Fussh .

kalbe

DWB

kalbe , f. , goth. kalbô δάμαλις , juvenca, ahd. chalbâ, mhd. kalbe, weibliches kalb das über ein jahr ist und noch nicht gekalbt hat, also …

urkalb

DWB

urkalb , n. , das als ursprünglich wild eingefangene kalb (ur- C 4 c) Wimmer d. boden 320 . —

verkalben

DWB

verkalben , n. substantivierter infinitiv zum vorigen. Adelung 4, 1452 .

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Cotta, M. (2026). „kalb". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kalb/dwb
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Cotta, Marcel. „kalb". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kalb/dwb. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „kalb". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kalb/dwb.
BibTeX
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