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abbinden

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
17 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

abbinden st.

Bd. 1, Sp. 11
abbinden st.: 1. trans. a. gegenst. α. ein Kalb a. 'aufziehen', eig. 'von der Kuh entfernen, allein stellen' (und so von der Muttermilch entwöhnen) abbinne (ˈa|binə) [verbr., bes. Don Gal Buch]. Wieviel Kälbcher hänner desjohr abgebunn? [Gal]. Rhein. I 699; Bad. I 2. Gebräuchlicher ist anbinden. Hierher gehört wohl auch die Verw. Ich han'n abgebunn 'beim Wettlauf weit zurückgelassen', Sprache der männl. Jugend [MPf]. — β. ein Glied, eine Ader a. 'unterbinden' (um eine Blutung zu stillen). Er hot die Orer, de Aarm abgebunn(e) krie(ch)t [allg.]. — γ. eine Warze a. 'durch Umwinden mit einem Bindfaden abschnüren und damit beseitigen' [allg.]. En Warz kammer mit re Hoor (mit me seidne Fadem) abbinne [Fogel Beliefs Penns Nr. 1703, 1704]. — δ. die Wurst a. 'den mit Wurstfülle gefüllten Darm an beiden Enden zubinden', oder 'durch Binden in Einzelwürste abteilen' [allg.]; vgl. abknüpfen. RA.: Du siehscht aus wie e abgebunneni Worscht, von einem dicken Menschen, der sich in enge Kleider gezwängt hat [Kaislt]. — ε. ein Rad a. 'den lockeren Reifen des Rades enger machen und neu aufziehen' [allg.]. Rhein. I 699; Bad. I 2. Schun seit Woche hott de Dorfschmidd, Mei(n) Pluggskärchel absebinne [Kunnrädel 48]. — ζ. den Dachstuhl a. '(auf dem Reißboden des Zimmermanns) einrichten' [allg.]; vgl. Abbund. Els. II 59; Bad. I 2. — b. übertr. α. einen a. 'verprügeln', genommen vom Abbinden des Rades (s. o. 1 a ε) [verbr. bes. WPf NPf]. Syn. s. verhauen. Rhein. I 699. — β. die Braut a. 'der Braut den Schleier abnehmen', ein Hochzeitsbrauch [DonGal]. — γ. 'im Handel (bes. Pferdehandel) betrügen' [KU-Hundh], 'im Klickerspiel alle Klicker abgewinnen'. Er is abgebunn 'aller Klicker verlustig' [KU-A'glan HB-Nd'gailb]. — δ. sich a. 'übermäßig essen', eig. 'den Magen so vollstopfen, daß er sich abschließt', vgl. Höh 122 [KU-Diedk RO-Dielkch KL-Lind]. — 2. intrans. 'fest werden', vom Mörtel. De Speis hot (hat) abgebunn(e) [allg.].
1954 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    abbindenst. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    abbinden , st. V. Vw.: s. abebinden

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Abbinden

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Abbinden , verb. irreg. act. (S. Adelung Binden .) 1) Was angebunden war, durch Auflösung des Bandes los machen. Den Man…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    abbinden

    Goethe-Wörterbuch

    abbinden kleine Warze am untern Augenlied, man hat sie mir glücklich abgebunden .. Sie sehen keine Spur mehr davon 23,40…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Abbinden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Abbinden , chirurg. Operation, durch die Polypen des Rachens, Ohres, der Nase und andre kleine Gewächse unblutig entfern…

  5. modern
    Dialekt
    abbinden

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    abbinden Band 2, Spalte 2,854f.

  6. Spezial
    abbinden

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ab|bin|den I vb.tr. 1 lié jö 2 ‹med› (abschnüren) ciolé jö, lié jö 3 (losbinden) deslié (-iëia), destaché (-ca) 4 (entwö…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit abbinden

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