lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Kalb

ahd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
22 in 18 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
118
Verweise raus
109

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kalb

Bd. 10, Sp. 450
Kalb, 1) Johann, Baron von, nordamerikan. General, geb. 29. Juli 1721 in Hüttendorf bei Erlangen, gest. 19. Aug. 1780 bei Camden (Südcarolina), Sohn eines Bauern, trat als Jean de K. in das in französischem Dienst stehende deutsche Regiment Löwendal, machte den Österreichischen Erbfolgekrieg und den Siebenjährigen Krieg mit, erhielt 1763 als Oberstleutnant seinen Abschied und zog sich, nachdem er sich mit einer reichen Französin verheiratet, aufs Land zurück. 1767 sandte ihn der Minister Choiseul nach Amerika, um den militärischen und politischen Zustand der dortigen englischen Besitzungen zu erkunden. 1777 ging er mit Lafayette abermals nach Amerika, trat im September als Generalmajor in die Armee der aufständischen Kolonien und kämpfte tapfer in den Feldzügen der Jahre 1778–80. Als K. 1780 unter Gates in Südcarolina einfiel, wurde er 16. Aug. in der gegen seinen Willen begonnenen Schlacht bei Camden elfmal verwundet und starb nach drei Tagen. Am 16. Aug. 1886 wurde ihm in Annapolis ein Denkmal (von E. Keyser in Rom) errichtet. Vgl. Kapp, Leben des amerikanischen Generals Johann K. (Stuttg. 1862; engl., New York 1870). 2) Charlotte von, geborne Marschalk von Ostheim, geb. 25. Juli 1761 zu Waltershausen im Grabfeld, gest. 12. Mai 1843 in Berlin, besonders durch ihr Verhältnis zu Schiller bekannt, verbrachte ihre Jugend teils in Meiningen, teils in ländlicher Einsamkeit, schon damals verschlossen und äußerlich kalt, im Innern bis zum äußersten leidenschaftlich. Seit 1783 mit Heinrich v. K., der als Offizier in französischen Diensten stand, gegen ihre Neigung vermählt, folgte sie diesem im Mai 1784 in die Garnisonstadt Landau. Auf der Durchreise lernte sie in Mannheim Schiller kennen und begann bald darauf, nachdem sie selbst nach Mannheim übergesiedelt war, in leidenschaftlicher Schwärmerei für den jungen Dichter zu erglühen. Von Schillers eignen damaligen Gefühlen legen die Gedichte: »Freigeisterei der Leidenschaft« und »Resignation« Zeugnis ab. 1787 begab sich Schiller von Dresden nach Weimar, wo er mit Charlotte aufs neue zusammentraf, und eine eheliche Verbindung schien besonders ihr erwünscht und ausführbar. Schillers spätere Verheiratung entfremdete ihn der Freundin für mehrere Jahre, doch stellten sich später wieder leidliche Beziehungen zwischen beiden her. Von Schiller empfohlen, lebte Hölderlin 1793–94 als Erzieher ihres Sohnes in Charlottens Hause und genoß ihr mehr als mütterliches Wohlwollen. Nach Hölderlins Weggang war Jean Paul das Ideal, dem sie ihre Verehrung widmete; sie wurde das Vorbild zur Linda in Jean Pauls »Titan«. Nach langjährigem Prozeß verlor sie 1804 ihr ganzes Vermögen, 1806 erschoß sich ihr Gatte, später ebenfalls ihr ältester Sohn; sie überlebte auch den jüngsten, und nur eine Tochter erheiterte ihren Lebensabend. Sie wohnte, seit langer Zeit dem Erblinden nahe, abwechselnd in Berlin, Frankfurt, Würzburg, dann wieder in Berlin, wo sie 1820, des Augenlichtes ganz beraubt, durch die Prinzessin Marianne von Preußen gegen den empfindlichsten Mangel geschützt und mit einer Wohnung im königlichen Schloß bedacht wurde, die sie im Leben nicht mehr verließ. Als Schriftstellerin ist die geistvolle und vielseitig gebildete Frau nicht aufgetreten. In Berlin diktierte sie Erinnerungen aus ihrem Leben (nach ihrem Tode u. d. T. »Charlotte« als Handschrift gedruckt; neu hrsg. von Palleske, Stuttg. 1879), einzelne Gedanken und auch größere Dichtungen, von denen ihre Tochter Edda (geb. 1790, Hofdame der Prinzessin Marianne von Preußen, gest. 23. Jan. 1874) den an persönlichen Zügen reichen Roman »Cornelia« (1851) veröffentlichte. Ihre »Briefe an Jean Paul und seine Gattin« gab Nerrlich (Berl. 1882) heraus. Vgl. E. Köpke, Charlotte v. K. und ihre Beziehungen zu Schiller und Goethe (Berl. 1852); Saupe im »Weimarischen Jahrbuch«, Bd. 1 (Hannov. 1854); Klarmann, Geschichte der Familie von K., mit besonderer Rücksicht auf Charlotte von K. (Erlang. 1902).
3939 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kalb

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kalb Gl 3,78,4 s. kalba.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kalbstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    kalb stn. s. kalp;

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kalb

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Kalb , des -es, plur. die Kälber, Diminut. das Kälbchen, Oberd. Kälbelein. 1. Überhaupt, ein Junges verschiedener Th…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kalb

    Goethe-Wörterbuch

    Kalb 1 junges Rind a (lebendes) Tier; auch als bildkünstlerische Darstellung in ‘Myrons Kuh’ oder als das archaische Göt…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kalb

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Kalb , 1) Johann, Baron von, nordamerikan. General, geb. 29. Juli 1721 in Hüttendorf bei Erlangen, gest. 19. Aug. 1780 b…

  6. modern
    Dialekt
    Kalb

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kalb [Khàlp allg.; Khàləp Betschd. ; Pl. Khàlwər Su. ; Khèlwər Katzent. Dü. U. ] n. 1. Kalb, etwa bis zu 3 Monaten. Spw.…

  7. Sprichwörter
    Kalb

    Wander (Sprichwörter)

    Kalb 1. Als Kalb geht er aus, als Ochs kehrt er nach Haus. 2. Als so vêle Kalver komen up den Markt, als oler Köen. – Kö…

  8. Spezial
    Kalb

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kalb n. (-[e]s, Kälber) 1 (junges Rind) videl (vidí) m. 2 (Kalbfleisch) cern de videl f. 3 ‹pop› (alberner Mensch) videl…

Verweisungsnetz

180 Knoten, 178 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 8 Hub 4 Wurzel 2 Kompositum 156 Sackgasse 10

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kalb

299 Bildungen · 265 Erstglied · 30 Zweitglied · 4 Ableitungen

kalb‑ als Erstglied (30 von 265)

Kalb(s)fell

SHW

Kalb(s)-fell Band 3, Spalte 1051-1052

Kalb(s)kuh

SHW

Kalb(s)-kuh Band 3, Spalte 1051-1052

kalbeln

SHW

kalb-eln Band 3, Spalte 1049-1050

kalbern

SHW

kalb-ern Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbfell

SHW

Kalb-fell Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbfleisch

SHW

Kalb-fleisch Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbgulasch

SHW

Kalb-gulasch Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbkuh

SHW

Kalb-kuh Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbleder

SHW

Kalb-leder Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbmilch

SHW

Kalb-milch Band 3, Spalte 1049-1050

Kalb-Moses

SHW

Kalb-Moses Band 3, Spalte 1049-1050

Kalbas

WWB

kal·bas

Kalbas -pīpe f. kurze, bauchige Tabakpfeife ( WmWb ). ¶ RhWb 4,2: Kabass . — Vgl.→ ²Kabūse .

Kalbatschensupp

MeckWB

kalbatsch·en·supp

Kalbatschensupp f. Prügelsuppe; ein Mensch, der sich steif und widerwillig anstellt, möt mit Kalbatschensupp insmeert warden er muß Prügel b…

Kalbeck

Meyers

kalb·eck

Kalbeck , Max , Dichter und Schriftsteller, geb. 4. Jan. 1850 in Breslau, studierte daselbst Kunst- und Literaturgeschichte, ging 1872 nach …

Kalbeck, Max

DWBQVZ

Kalbeck, Max *1850 Breslau †1921 Wien.

Kalbefieber

Meyers

kalbe·fieber

Kalbefieber ( Gebär -, Milchfieber ), dem Kindbettfieber entsprechende Krankheit der Kühe, entsteht meist am dritten Tage nach der Geburt in…

kalbele

DWB

kalb·ele

kalbele , f. mhd. wie kalbe: kalbel, jungs küle Dasypodius 360 c ; noch schweiz. kalbala f., diesz wieder diminuiert kalbeli n. Tobler 92 b …

kalbeln

RhWB

kalb·eln

kalbeln -a·l.b- Prüm-GrKampen schw.: sich k., zerk., sich streiten, kabbeln (s. d.). — Abl.: die Kalbel(er)ei, dat Gekalbel(s), der Kalbeler…

kalben

DWB

kal·ben

kalben , das gebären der kuh, mhd. kalben, ags. cealfian, engl. calve, altn. kelfa, norw. kalva, schw. kalfva, dän. kalve, kälve, nl. nd. ka…

kalben

FWB

1. ›ein Kalb werfen‹; 2. ›närrisch sein‹

Kalben der Gletscher

Meyers

Kalben der Gletscher , das Abbrechen der Stirnen bei den in das Meer mündenden Gletschern Grönlands; s. Gletscher , S. 30, und Eis, S. 474.

kalb als Zweitglied (30 von 30)

Bullkalb

Adelung

bull·kalb

Bullkalb , des -es, plur. die -kälber, in der Landwirthschaft, ein Kalb männlichen Geschlechtes; ein Ochsenkalb, zum Unterschiede von einem …

fasalkalb

AWB

fasal·kalb

fasalkalb st. n. , mhd. vaselkalp, nhd. faselkalb. — Graff IV,391. uasal-chalp: acc. sg. Gl 1,405,33 ( vgl. Gl 5,91,25 ; 4 Hss. ); uasil-: d…

Herrenkalb

Wander

herren·kalb

Herrenkalb Ein Herrenkalb blökt freier als eine Bauernkuh. Böhm. : Panské telátko rozumnĕjší než sedlské dĕtátko. ( Čelakovský, 406. )

hintilkalb

KöblerAhd

hintilkalb , st. N. (a) (iz) (az) nhd. „Hirschkalb“, Rehkitz ne. fawn (N.) ÜG.: lat. hinnulus Gl Q.: Gl (15. Jh.) I.: Lüt. lat. hinnulus? E.…

hintkalb

AWB

hint·kalb

hintkalb st. n. , mhd. hintkalp, nhd. hindkalb. — Graff IV,391 f. hint-chalp: nom. sg. Gl 1,530,15 ( voc.; M, 7 Hss. ). 2,318,40. 3,33,38/39…

hintūnkalb

KöblerAhd

hintūnkalb , st. N. (a) (iz) (az) Vw.: s. hintkalb

hirschkalb

DWB

hirsch·kalb

hirschkalb , n. das junge vom hirsch: das kalb, es sei nun männlichen geschlechts, ein hirschkalb, oder weiblichen, ein wildkalb, behält die…

Märzenkalb

Wander

maerzen·kalb

Märzenkalb Ein unbändiges Märzenkalb. Vom lateinischen vitulari, nach Art der Kälber hüpfen und springen, entlehnt. ( Neue Bibliothek, V, 78…

Mahlkalb

Wander

mahl·kalb

Mahlkalb Es ist ein Mahlkalb. »Die Juden heissen uns (Christen) Wechselbelg oder Mahlkelber.« ( Luther's Werke, VIII, 340. )

mastkalb

DWB

mast·kalb

mastkalb , n. kalb das gemästet wird oder schon ist: jr solt .. zunemen, wie die mastkelber. Mal. 4, 2 .

meerkalb

DWB

meer·kalb

meerkalb , n. phoca vitulina, seehund: vitulus merkalb voc. opt. 40, 65 ( de piscibus ); da seint am gstatt des meeres plan die meerkelber a…

merikalb

AWB

meri·kalb

merikalb st. n. , mhd. merkalp, frühnhd. meerkalb ( vgl. DWb. VI,1852 ); mnd. mērkalf. — Graff IV,391. meri-chalbir: nom. pl. Gl 4,86,55 ( S…

Mietkalb

DRW

miet·kalb

Mietkalb, n. Kalb als Mietvieh sollen haben ... frembde angenommen mietkälber allwegen zwei ein kueweid 1595 Vorarlberg/ÖW. XVIII 374 welche…

mondkalb

DWB

mond·kalb

mondkalb , n. eine miszgeburt in gestalt eines unförmlichen fleischklumpens, unter dem widrigen einflusse des mondes erzeugt ( vergl. unter …

Monkalb

Adelung

mon·kalb

Das Monkalb , des -es, plur. die -kälber, ein fleischiges Gewächs, welches sich zuweilen in der Bärmutter des weiblichen Geschlechtes erzeug…

ochsenkalb

DWB

ochsen·kalb

ochsenkalb , n. männliches kalb ( s. bullen-, stierkalb): spätmhd. ochsenkalp Suchenwirt 31, 11 ; ochskalb Jacobsson 1, 330 ; es ist die gel…

osterkalb

DWB

oster·kalb

osterkalb , n. osterzinskalb. Mone zeitschr. 368 f.; osterkalb oder kalb Moses, bezeichnung eines recht dummen menschen. Wander sprichw. 3, …

rehkalb

DWB

reh·kalb

rehkalb , n. hinnulus capreae. Stieler 917 : die böse stiefmutter aber ... meinte nicht anders als schwesterchen wäre von den wilden thieren…

rēhkalb

KöblerAhd

rēhkalb , st. N. nhd. „Rehkalb“, Rehkitz ÜG.: lat. capreus Gl, hinnulus Gl Q.: Gl (12. Jh.) E.: s. rēh, kalb W.: mhd. rēchkalp, st. N., „Reh…

Saugekalb

Adelung

sauge·kalb

Das Saugekalb , des -es, plur. die -kälber, ein Kalb, welches noch saugt; im gemeinen Leben ein Sogkalb.

seekalb

DWB

see·kalb

seekalb , n. 1 1) robbe, vgl. seehund . Adelung. öconom. lex. 2 2688, speziell name des gemeinen seehundes, phoca vitulina, und des kleinen …

stadtkalb

DWB

stadt·kalb

stadtkalb , n. schelte für dumme, unwissende, faule menschen, welche der stadt zur last liegen und wenig nutzen stiften: ich förcht, ich för…

stechkalb

DWB

stech·kalb

stechkalb , n. , zum schlachten bestimmtes kalb: von mastrindern, weydfleisch, verheylten stieren, verwundten stechkelbern Gargantua 76 neud…

wazzarkalb

KöblerAhd

wazzarkalb , st. N. (a) (iz) (az) nhd. „Wasserkalb“, Wassersucht ne. „sea-calf“, dropsy ÜG.: lat. hydrops Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lüt. lat. …

wildkalb

DWB

wild·kalb

wildkalb , n. , seltener wildskalb Döbel jägerpractica 3, 98 ; mhd. wiltkalp. 1 1) zu wild n. oder wild adj., ' ein junges des hirsches, ohn…

Ableitungen von kalb (4 von 4)

bekalben

RhWB

be-kalben: etwas b., vorwitzig, dumm, dreist besehen Sieg-Fussh .

kalbe

DWB

kalbe , f. , goth. kalbô δάμαλις , juvenca, ahd. chalbâ, mhd. kalbe, weibliches kalb das über ein jahr ist und noch nicht gekalbt hat, also …

urkalb

DWB

urkalb , n. , das als ursprünglich wild eingefangene kalb (ur- C 4 c) Wimmer d. boden 320 . —

verkalben

DWB

verkalben , n. substantivierter infinitiv zum vorigen. Adelung 4, 1452 .