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kalbe

mhd. bis Lex. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
15 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kalbe f.

Bd. 11, Sp. 53
kalbe, f., goth. kalbô δάμαλις, juvenca, ahd. chalbâ, mhd. kalbe, weibliches kalb das über ein jahr ist und noch nicht gekalbt hat, also in der mitte zwischen kalb und kuh: bucula, kalbe, var. kalb, kelblin. gemma Diefenb. 83c, ein klein kuohe, kalben. Alberus, wie bair. Schm. 2, 291. doch nennt Alb. merkwürdig auch das männliche kalb, vitulus, 'ein kalben' (weim. jahrb. 5, 111b), setzt das ein schwaches n. kalbe voraus? östr. kalm mutterkalb Castelli 179, zusammengeschoben aus kalben, kalbn, wie alm aus alben (alb), und wie umgekehrt twalm (s.dolm) im voc. inc. teut. gg 6b falsch zerdehnt ist in twalben. [] s. auch kalbin. die kalbe heiszt auch fêrse (vgl. sp. 51), engl. heifer, ags. heahfore, heafore: unter zwei huntert kalben soll man nicht uber zwei stierlein behalten. Sebiz 124; ich bin die kalbe hier (bucula) die Myron hat gegossen, mich aber dünkt, ich sei von einer kuh entsprossen; der ochse steiget auf, die nechste kalbe brüllt, das kalb begehret milch und will hier sein gefüllt. Opitz 2, 429, flor. epigr., Auson. 57, und ebenda: die kalbe von sich selbst, zum saugen kompt das kalb, der ochse zum belaufen. epigr. 62, also eine säugende kalbe, dem genauen begriff entgegen (vgl. Luthers kalb sp. 51), doch wird sie hie und da wirklich in der ersten zeit nach dem kalben noch so genannt (sächs.), schweiz. selbst bis sie zum zweiten mal trägt Tobler 92b, vgl. kalbele: gott reiszt umb mit groszer that cedern die der Liban hat, kan sie so mit werfen zwingen, dasz sie wie die kalben springen. Opitz psalmen 29, 3 s. 55, bei Luther (ps. 29, 6) machet sie lecken wie ein kalb. vgl. kalbin. schweiz. auch 'im groben scherz' ein mädchen in der entwickelungsperiode. Tobler.
1725 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kalbeswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    kalbe swf. weibliches kalb. ahd. chalba Graff 4,392. vitula vgl. Mone 7,595. bucula sumerl. 48,52. ludella das. 37,27. —…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kalbe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Kalbe , plur. die -n, im gemeinen Leben Obersachsens und Oberdeutschlandes, ein Färsenkalb im zweyten Alter, eine ju…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kalbe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kalbe , preuß. Stadt an der Saale mit 6000 E., Rübenzucker- und Cichorienfabriken, Wollen- und Leinewebereien. — K. an d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kalbe

98 Bildungen · 96 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

kalbe‑ als Erstglied (30 von 96)

Kalbeck

Meyers

kalb·eck

Kalbeck , Max , Dichter und Schriftsteller, geb. 4. Jan. 1850 in Breslau, studierte daselbst Kunst- und Literaturgeschichte, ging 1872 nach …

Kalbeck, Max

DWBQVZ

Kalbeck, Max *1850 Breslau †1921 Wien.

Kalbefieber

Meyers

kalbe·fieber

Kalbefieber ( Gebär -, Milchfieber ), dem Kindbettfieber entsprechende Krankheit der Kühe, entsteht meist am dritten Tage nach der Geburt in…

kalbele

DWB

kalb·ele

kalbele , f. mhd. wie kalbe: kalbel, jungs küle Dasypodius 360 c ; noch schweiz. kalbala f., diesz wieder diminuiert kalbeli n. Tobler 92 b …

kalbeln

RhWB

kalb·eln

kalbeln -a·l.b- Prüm-GrKampen schw.: sich k., zerk., sich streiten, kabbeln (s. d.). — Abl.: die Kalbel(er)ei, dat Gekalbel(s), der Kalbeler…

kalben,

FWB

1. ›ein Kalb werfen‹; 2. ›närrisch sein‹

Kalben der Gletscher

Meyers

Kalben der Gletscher , das Abbrechen der Stirnen bei den in das Meer mündenden Gletschern Grönlands; s. Gletscher , S. 30, und Eis, S. 474.

Kalberauge

RhWB

kalb·er·auge

Kalber-auge (s. S.) Altk , Siegld n.: flockiges Quarzvorkommen im Spateisensteingang, in der Bergmspr.

Kalberback

RhWB

kalb·er·back

Kalber-back SNfrk [ kāvəršbǫk Erk-Elmpt ], Klevld m.: aus Latten zusammengeschlagener Kasten, in dem die Bauern die Kälber zum Metzger oder …

Kalberbertes

RhWB

Kalber-bertes -Eət- MGladb-Odenk m.: grober Mensch.

Kalberbett

RhWB

kalb·er·bett

Kalber-bett (s. S.) Trier-Mettnich , Bo-Liessem n.: Nachgeburt, bei der Kuh; de Kouh hat et K. erausgemacht.

Kalberbirne

RhWB

kalb·er·birne

Kalber-birne (s. S.) NBerg [ Barm auch kę·l.fkəs- ] f.: überreife, morsche B.

Kalberblume

RhWB

kalb·er·blume

Kalber-blume (s. S.) Saarl-Bous , Mörs-Orsoy Repelen , Heinsb-Birgelen ; -·l.əfs- Sieg-Süchterschd , kęlbkəs- Mörs-Friemersh f.: 1. Wiesensc…

Kalberbrissel

Campe

kalb·er·brissel

† Das Kalberbrissel , des — s , d. Mz . w. d. Ez. so viel als Kalbsdrüse. Kälberbrissel und Ochsengaum mit Pingeln und Kapern. Voß.

Kalberdingen

RhWB

kalb·erdingen

Kalber-dingen -ø- Eusk-OGartzem ; kę·l.wərde·ŋ.ər Merz-Saarhölzb n.: K. drive Kälbereien.

Kalberdreck

RhWB

kalb·er·dreck

Kalber-dreck (s. S.) Allg. m.: -kot. RA.: Könnerwellen es K.; den en duht, den es e Geck Trier , Mos, Eif, Merz . Die Mädercher krieən en Zo…

Kalberdütze

RhWBN

Kalber-dütze -øts Düss-Stdt Pl.: dumm dreinschauende Augen.

Kalberei

LDWB2

kalbe·rei

Kal|be|rei f. (-,-en) 1 (Dummheit) bëch (bëc) m. , stupidada (-des) f. , vaciada (-des) f. 2 (dummes Verhalten) comportamënt da tec m. , com…

kalberen

ElsWB

kalb·eren

kalbere n [àlpərə Liebsd. ; khàlwərə Sier. Heidw. u. nö. davon allg. ] 1. umme ( O. ), h erum ( U. ) k., sich k. sich wie ein Kalb herumwäl…

Kalberflipp

RhWB

kalb·er·flipp

Kalber-flipp -e- Prüm-Waxw m.: Flappes, nicht recht gescheiter Kerl .

Kalberfutte

RhWB

kalb·er·futte

Kalber-futte -fot (s. S.) Rip, Nfrk f.: -gesäss. RA.: Wenn de Fraulü (-leute) geck sin, pönne (küssen) se en K. dur en döre Heck her Heinsb-…

kalbe als Zweitglied (2 von 2)

stoszkalbe

DWB

stosz·kalbe

stoszkalbe , f. ( stoszkalb, n. ?) ( schiffsbau ) entsprechend kalb 7 ( th. 5 sp. 53) Lueger 7, 188 gewöhnl. im plur. stoszkalben. —

zeitkalbe

DWB

zeit·kalbe

-kalbe , f. , zuchtreife junge kuh im 3. jahr: was ainer in sein haus von kelbern, jardln ( jährlingen ) oder z-n erzug ( tirol. 17. jahrh. …