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goffen

mhd. bis nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

goffen vb.

Bd. 8, Sp. 671
goffen, guffen, vb., zu goffe, f., auf die goffe schlagen, prügeln: verminnt, verspielt ich hân daz mîn versoffen. noch sîn wir guot gesellen drî, ich bin im sin, daz wir ein ander goffen Kolmarer meisterliederhs. nr. 126, 50; also (mit schlägen) sol man ein übel weib all tag newn stund goffen ... wan du sye drey stund goffst cgm. 811, f. 49 bei Schmeller-Fr. 1, 875. mundartlich heute, vielleicht aus dem rotwelschen entlehnt, in Ulm, Stetten i. L., s. Fischer schwäb. 3, 905; in der form gufle(n) für Solothurn bezeugt, s. schweiz. idiot. 2, 133. seit dem 16. jh. häufig in rotwelscher umgebung, vgl. liber vagatorum (1510) bei Kluge rotwelsch 54; 76; rotwelsch vocabularius bei Luther w. 26, 652 W., bei Moscherosch gesichte 287 Bobertag; damit solt man euch in den stronbart (wald) hinausz goffen Joh. Val. Andreä turbo (1616) 44; ich will dich bald auf den kabas (kopf) goffen ebda. auch in der form guffen, vielleicht unter einflusz von md.-nd. kuffen 'stoszen, ohrfeigen' (teil 5, 2533), doch s. auch oben guffe neben goffe; mundartlich als 'schlagen, prügeln' in der gaunersprache (dem sog. jenischen) zu Pfullendorf (1820) und anderen schwäbischen orten, vgl. Fischer schwäb. 3, 905; ferner Württemberg. vierteljahrshefte n. f. 13, 212; 16, 74; Kluge rotwelsch 485; Horn soldatensprache 118. tirol. (und vereinzelt schwäbisch) guffen vom eierschlagen der kinder ist wohl angelehnt an gupf, guff 'abgestumpfte spitze des eies', s. Schöpf 221; Fischer schwäb. 3, 905. zu koffe 'hüfte' wird in Gottschee ein verbum auskoffen 'verrenken' gebraucht, s. Schröer wb. d. ma. von Gottschee 141.
1631 Zeichen · 47 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    goffenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    goffen swv. s. güffen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    goffenvb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    goffen , guffen , vb. , zu goffe, f., auf die goffe schlagen, prügeln: verminnt, verspielt ich hân daz mîn versoffen. no…

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Cotta, M. (2026). „goffen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goffen/dwb
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Cotta, Marcel. „goffen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goffen/dwb. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „goffen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goffen/dwb.
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