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Freitag

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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16 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Freitag

Bd. 2, Sp. 777
Freitag Rhfrk, Mosfrk -aidāx, –ęi- [Birkf-Idar -ēdāx, –dax], alt auch -dəχ, –dĭχ [Saarbr -dā]; Rip, SNfrk -īdāx; Selfk, NKemp, Geld, Mörs -īdĭχ, –id-; Klevld -edāx [Aach -idĭχ; Eup -īdəx; Goar -ęirĭχ; Siegld -ęiliχ; Bitb -ęgdĭχ, –ęd-; uWupp, Neuss-Nievenh, Bergh-NEmbt, Köln-Widdersd -ikdāx; Schleid-Dotteln, Bergh-Hüchelhv -ekdāx]; Genit. Adv. Rhfrk -dās; Mosfrk -dəs, auch Rip, Eup, Nfrk hier u. da; Aach -idəs m.: 1. wie nhd. RA.: E kennt ke Sonndeg a ke Fr. keine Spur von Religion Bitb-Geichl NWeis. Dor wett (weiss) he sovöl af as de Kuw van de Fr. Mörs-Xanten; hej wett van de Sak net so völ as de Katt van de Fr. Rees. Do koəm ech ävel reich (recht) op ene Fr. kam ich übel an Kempld; ech sen esuə verlade wie en Jödd des Freckes (Vorabend des Sabbats) Schleid-Dotteln. Wann geschieht dies? Antw.: Op zing (zehn) Fr.ən on (in) enger (einer) Woch Malm-Vith. Donnerschdag un Fr.! Fluch Gummb-Berghsn, Rees. Bie de Fr. et well han, esu fängt et de Donnerschdeg Nommedag an Neuw-Kurtschd, — su fängt den Donneschdig ihm et on Prüm-Ringhuschd. Wat Sonnigs sall für Werer sen, dat trefft am Fr. Meddag en Altk-Birken; wie der Fr., so der Sonnig ebd.; wie der Fr sich hält, so der S. sich stellt Kreuzn-OStreit; Fr. setz dem S. den Stohl dar Schleid-Hellenth; wie der Fr. sich neigt, so der Sonntag sich zeigt Koch. — De Fr. as wunnerlich, de Samsdig absunnerlich Bitb, Mos. De Fr. es de Pächter van de nächste Woch MülhRh-BGladb. Fr.s ändert sich et Wer of de Kos SNfrk, Rip. Fr.s krieschen de Wörm Köln. Tritt an einem Fr. schlechtes Wetter ein, so dauert es acht Tage lang fort MGladb-Korschenbr. Der Fr. ist ein Unglückstag; an ihm dürfen keine Hochzeiten gehalten, keine Reisen angetreten, keine Dienstverhältnisse eingegangen werden; niemals zieht ein Knecht oder eine Magd auf einen Fr. in Dienst (sonst kommen die Ameisen ins Bett Altk-Horhsn; die Mägde bekommen wehe Finger Koch) Allg.; Kinder, die Fr. geboren worden sind, werden unglücklich u. sterben früh MGladb-Korschenbr; Niesen oder Lachen an einem Fr. wird am folgenden Sonntage mit Weinen bestraft ebd.; wer Fr.s lacht on Samsdags sengt, de kreischt am Sonndeg ganz bestemmt Eif; es bedeutet nichts Gutes, wenn Fr. ein Grab offen steht; es stirbt dann schnell jmd. aus der Verwandschaft Koch; Fr. freien nur Wittmänner; Pflanzen, die man Fr. weitersetzt, schliessen nicht gern; soll der Essig gut bleiben, so muss man Fr. Wasser ins Essigfass schütten Koch. Wusste man sich vor einer Hexe sicher, so sagte man: Et es van Dag en godden Fr., dat de Düvel nit alles witen (wissen) mag Mettm-Dönbg. — Verse über die Tage der Woche s. bei Montag. — 2. de stelle Fr. Karfreitag NBerg, Nfrk; de guje Fr. Klevld, Geld, Mörs. RA.: Ech foss (faste), wenn ech et net enhabb of net enmag on goə Fr. Geld-Leuth. Op g.ə Fr. wörd de höltere Mess gedohn es wird keine Messe gelesen Geld-Schravelen. Auf Karfr. singen die Kinder beim Klappern: Fr., Hahnekrach, iwermor es Osterdag, Ave Maria, de Glocke sen ze Tria (Trier)! Goar-Liesenf. — Die MA. von Bitb-Speicher mit frękdĭχ wird nachgeahmt: Bes Fregdig kre mer de Schnegder (Schneider), dan hammer noch ke Schecktchen (Scheit) Holz gehackt; am Fr. gi mer op de Regdeberg Wegden (Weiden) schnegden.
3256 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    FreitagDer

    Campe (1807–1813) · +5 Parallelbelege

    Der Freitag , des — es, Mz. die — e . 1) Der sechste Tag in der Woche. Der stille Freitag , der Freitag in der Marterwoc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Freitag

    Goethe-Wörterbuch

    Freitag bes in Br auch -ey-, so auch in der Druckanweisung B41,371,10 Reichel 14.11.26 Beilage [Göttling Korr QuZ2,404f]…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Freitag

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Freitag , der 6. Wochentag, von der altdeutschen Göttin Freyja oder Frigg benannt.

  4. modern
    Dialekt
    Freitag

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Freitag Band 3, Spalte 3,1015–1017

  5. Sprichwörter
    Freitag

    Wander (Sprichwörter)

    Freitag 1. Der Freitag hält es nicht mit der Woche. – Baumgarten, 57, 5. 2. En rugen (rauhen) Fridach – 'ne gladde Woch,…

  6. Spezial
    Freitag

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Frei|tag m. (-[e]s,-e) (Wochentag) vëndres m. ▬ am Freitag um drei Uhr läuten soné les trëi ; an einem Freitag n vëndres…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit freitag

42 Bildungen · 25 Erstglied · 17 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von freitag 2 Komponenten

frei+tag

freitag setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

freitag‑ als Erstglied (25 von 25)

Freitagabend

GWB

freitag·abend

Freitagabend Dießmal war der Freitag Abend überhaupt nicht so heiter .. wie er sonst wohl sein mochte 25 1 ,242,25 Wj III 13 Georg Objartel …

Freitag, Adam

DWBQVZ

freitag·adam

--- architectura militaris nova et aucta, oder newe vermehrte fortification, von regular vestungen. Leiden 1631 . ---

Freitagsbote

GWB

freitags·bote

Freitagsbote -ey-; auch Bindestrichschr pl für die jeden Freitag Briefe u dgl zw Weim u Jena befördernden Boten B37,77,12 Weller 11.6.23 uö …

Freitagsgröschel

Campe

freitags·groeschel

✱ ✱ Das Freitagsgröschel , des — s , d. Mz . w. d. Ez. die Benennung einer kleinen Münze, welche die Fürsten zu Liegnitz im siebzehnten Jahr…

Freitagsknudel

RhWB

Freitags-knudel -ū- Köln f.: Kartoffelklösse, gern Freitags gekocht. RA.: Backe wie Fr.ə.

Freitagskost

RhWB

freitags·kost

Freitags-kost (s. S.) Allg. f.: 1. Nahrung am Freitag. RA.: Fr. es half Kos Köln . — 2. fleischlose Mahlzeit überhaupt.

Freitagsloge

GWB

freitags·loge

Freitagsloge -ey- für die auf Freitag, den 15.9.26, angesetzte Feier der Rückkehr des Hzg CarlBernh in der Weim Freimaurerloge Amalia Tgb 13…

Freitagspost

GWB

freitags·post

Freitagspost auch -ey- u Getrenntschr B8,3,21 FStein 13.8.86 B30,32,7 JBechtolsheim [Anf Aug 84?] Georg Objartel G. O.

Freitags(s)mittag

PfWB

freitags·s·mittag

Freitags(s)-mittag m. : Volksgl.: Wie 's Werrer am Sunnda werd sin, stellt sich am Freidamidda in [ZW-Käshf, verbr.]; vgl. Freitag 1. —

Freitags(s)morgen

PfWB

freitags·s·morgen

Freitags(s)-morgen m. : Volksgl.: Der Essich zappt mer ab der eerscht Freidagsmärge nooch nei Licht, wann's kloor is [ Fogel Beliefs Penns N…

Freitagswetter

Wander

freitags·wetter

Freitagswetter 1. Freitagswetter – Sonntagswetter. – Simrock, 2681. Holl. : Vrijdags weêr, zondags weêr. ( Harrebomée, II, 416. ) 2. Frîdags…

freitag als Zweitglied (17 von 17)

charfreitag

DWB

charfreitag , m. trauerfreitag, in dieser zusammensetzung, wie in der von charwoche, hat sich das ahd. chara luctus, goth. kara, alts. cara,…

karfreitag

DWB

kar·freitag

karfreitag , m. s. charfreitag. in den fastnachtspielen oft im gegensatz zur fastnacht: solch narren man heut geren sicht der man am karfrei…

schauerfreitag

DWB

schauer·freitag

schauerfreitag , m. freitag nach Christi himmelfahrt, zu processionen durch die felder um abwendung des hagels bestimmt. Schm. 2, 450 .

stillfreitag

DWB

still·freitag

stillfreitag , m. , ' karfreitag ' ; zu stiller freitag ( s. still, adj., II A 3 b) wie stillmesse zu stille messe; in nd. mundarten verbrei…

wetterfreitag

DWB

wetter·freitag

-freitag , m. , freytag nach Christi himmelfahrt, auch schauerfreytag Westenrieder (1816) 670 ; Grotefend taschenb. d. zeitrechn. 3 108 .