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Ganerbe

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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37
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30

Eintrag · Pfälzisches Wb.

Ganerbe

Bd. 3, Sp. 22
Ganerbe: 1. f. 'Gelände, das sich ehedem im Gemeinbesitz mehrerer Dörfer befand', auch Haingeraide und Ganerbschaft genannt. Zu den bekanntesten Ganerben in der Pfalz gehören die beiden Ganerbenwälder westlich von Dürkheim und das ehemalige Weidegelände am unteren Speyerbach. Der große Ganerbenwald heißt auch Herxheimer Ganerbschaft bzw. Großganerbschaft, der kleine Ganerbenwald auch Bobenheimer oder Kleine Ganerb bzw. Kleine Ganerbschaft. An die Ganerb am Speyerbach erinnert heute der zu NW-Haßl gehörende Wohnplatz gleichen Namens. Anteilgemeinden dieser rund 690 ha umfassenden Ganerb waren Haßloch und Gommersheim als Häupter der Gemeinschaft, sowie Böhl, Iggelheim, Hanhofen, Harthausen und Dudenhofen. Bei der Auflösung und Aufteilung im Jahre 1819 erhielten Hanhofen, Harthausen und Gommersheim die größten Anteile. De Vadder fahrt uff d' Ganerb heit, for Gerschd dort ei(n)semache [Kunnrädel 32]. 16. Jh.: Vnd wysen aüch die Spyerbach von Dudwyher (NW-Duttw) margk an bus an die ganeerbe eym rechtten vnderscheydt zwüschen ine (d. h. den Bewohnern von Geinsheim) vnd den von Haselach (Haßloch) [PfWeist. II 618 (NW-Geinsh)]; vgl. Erbenbüsche. — 2. m. a. 'wer Erbgenosse einer Ganerbe (s. oben 1) ist'. 16. Jh.: Dies sint Recht So die gan Erben Handt [SSp., Lgb. 53, Bl. 227 (SP-Hanhf)]. a. 1560: Nun folgen die wälde so vns Ganerben angehörig [DirmstAWeist.]. — b. Neckname der Bewohner von Germh, Ganeʳb. — Entstanden aus Geanerbe 'Mitanerbe', Weigand I 617, DWb. IV/1, 1, 1215. Zur Entstehung der Ganerbschaften vgl. auch Wenz 139 ff., PfMHk. 1926, S. 187 ff., PfW 10/1968, S. 5. —
1605 Zeichen · 43 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ganerbeswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ganerbe (ge-anerbe Gr. 2,753. RA. 478. 481. 482. Graff 1,406. Schmeller 1,102 ) swm. coheres. insbesondere versteht man …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gánêrbe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Gánêrbe , des -n, plur. die -n, ein nur noch in einigen Gegenden übliches Wort, so wohl einen Miterben, als auch ein…

  3. modern
    Dialekt
    Ganerbe

    Pfälzisches Wb.

    Gan-erbe : 1. f. 'Gelände, das sich ehedem im Gemeinbesitz mehrerer Dörfer befand', auch Haingeraide und Ganerbschaft ge…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ganerbe

7 Bildungen · 5 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ganerbe

ganerben + -e

ganerbe leitet sich vom Lemma ganerben ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von ganerbe 2 Komponenten

gan+erbe

ganerbe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ganerbe‑ als Erstglied (5 von 5)

ganerbenhaus

DWB

ganerben·haus

ganerbenhaus , n. wie ganerbenschlosz Frisch 1, 316 a : Fridberg in der Wederaw ist ain furnem ganerbenhaus und darauf sich die vom adel in …

ganerbenschlosz

DWB

ganerbenschlosz , n. schlosz als gemeinbesitz einer ganerbschaft ( s. ganerbe 2, c ): als wir .. merklich klag vernomen, wie ausz und ein ( …

ganerbe als Zweitglied (2 von 2)

Mitganerbe

DRW

mit·ganerbe

Mitganerbe, m. I zu Ganerbe (I 2) Miterbe (I), insb. Mitglied im Erbenverband einer ritterlichen Familie H. ... und sinen mydeganerben an de…