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Stropp

ae. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Stropp

Bd. 8, Sp. 863
Stropp das Wort, (m)ndl. strop, mnd. strop(p), ags. stropp, ist geschlossen lrhn. n. einschl. Malm, Schleid, NDaun, Aden (südl. noch in May, Kobl-Stdt) u. rrhn. n. einschl. Westerw, Siegld allg.; dazu hat das WMosfrk das Wort noch in besonderer Bed.Entwicklung (u. um Bernk Struppe), die bes. unter 1b behandelt ist, während 1a die rip., nfrk. Bed.-Entwicklung darlegt m.: 1. Rip, Nfrk -ǫp, Pl. -p [in May-Kollig -ap, Pl. -bə, ebenso SONeuw; -ǫp, Pl. -ębə Siegld; Berg ö. Ürd. L. -ǫp, Pl. -pə; Heinsb-Althaaren Stdt -p, Pl. -ę-; Aphv -ǫp, Pl. --; Birgeln Lümb Waldenr, Erk-Merbeck OKrüchten Wegbg, Kemp-Amern StAnton Lobberich Süchteln -ǫp, Pl. -ę-; Eup-Raeren, Aach-Orsb -p, Pl. -pə; sonst Eup -p m., Pl. -pər n. (aber -ǫp, Pl. -ø- ‘Schlingel’); -p Sg. u. Pl. f. Kemp-Tönisbg, Geld-Aldekerk Capellen Hartef Straelen Walbeck, Klev-Frasselt Huisberden Hülm Warbeyen Calcar m., Mörs verbr. f., Rees-Obrighv Schermbeck Vrasselt, Dinsl (f. u. m.) –Löhne Möllen Spellen Stdt Walsum (u. -ǫp, Pl. p)], Demin. -pχə, –pkə (-ę-, wo Pl. -ę-). a.α. Schleife, Schlaufe, Schlinge, z. B. an Kleidern, zum Aufhängen, an den Schuhen, Stiefeln, zum Anziehen, oder an den vier Ecken eines Sackleinens od. der Leinwandstücke auf der Bleiche, an Schinken, Würsten, zum Aufhängen, Schlinge, mit der die Peitschenschnur befestigt ist, Schlinge, auch aus Draht, des Wilderers (ene Str., Ströpp mache, lege, setze, hange), am Galgen, Durchziehschnur zum Aufschürzen der Röcke; en Ströppche kann auch ein Knopfloch ersetzen; Schlinge in einem Seil, einer Kordel Allg. RA.: Her es den Str. nit wert der Taugenichts ist den Galgen nicht wert Elbf, — ös nit wert, dat men öm en Str. öm den Hals bend Dinsl. He leit sek selfs den Str. öm den Hals, treck sek s. den Str. tu richtet sich selbst zu Grunde NBerg; die trecke dem de Str. öm der Hals, der Hals to beuten ihn aus MGladb, Allg. De hät der Str. ejen Hals entgeht der Strafe nicht Heinsb. He hät jet (necks) an de Ströpp hat viel (kein) Geld Neuss, Grevbr, MGladb, deht, äs wann e am Str. heng klagt stets Sieg. He sitt us, als wenn he am (em) Str. gehange hätt so unordentlich, blass, mager Dür, — he dörch jene Str. gefalle wier Aach, Allg., — geschoəte wöər MGladb Kemp, Kref, Mörs, — wie durch der Str. geschosse Köln-Stdt, — wie wann e dorch der Str. gerötscht wöər Kemp-StHubert, — wie dur de Str. getrocke Aach, Heinsb, MGladb, Grevbr. Do woər mech bal de Pif utgegange, sät der Mann, du feil (fiel) he dor de Str. Kref, Kemp. De stickt de Kopp in ene Str. für e Dröppke (Schnaps) Heinsb-Höngen. — β. im bes. in bestimmten Geb. αα. Strumpfband Klev. — ββ. Strickmasche; Ströpp falle lossen, söken (suchen) Berg, RRip, LRip in Ahrw, Rheinb, Eusk, Dür. — γγ. kurze Leine, kleines Seil Malm, Schleid. — δδ. Zug, Strang, bes. kurzer Zug für Ochsen u. Vürspannstr. zum Vorspannen Sieg, Wippf, Düss, Dinsl, Rheinb, Eusk. RA.: Der Faulpelz zerriess och net gäən de Ströpp Sieg. — εε. Peitschenschnur, –riemen Sieg, MülhRh, Waldbr, Gummb, Monsch-Schmidt, Kref-Osterath Strümp. — ζζ. Büschel, z. B. e Str. Hoăr Siegld; hej hät min en ganze Str. Hör utgetrocke Emmerich; Sträpp Pl. wirres Haar Heinsb-Birgelen; Ströpp Pl. Stirnhaare des Pferdes Rees-Ringenbg. — ηη. Sträbbe Pl. mit Schnitzerei u. Farben verzierte Holzklötzchen, die das Stielende der grossen Peitsche bilden u. diese schwer machen sollen Siegld. — θθ. seichte, fehlerhafte Pflugfurche im Acker May-Kollig, Aden-Herrschb, Malm-Dürler, Altk-Bachenbg Keschd. — ιι. käne Str. rein gar nichts Altk-Dickend NFischb, Siegld. — κκ. en Str. eine Zeitlang Malm-Amel; op den Str. sogleich, auf der Stelle uWupp; mot Ströpp lofen stossweise laufen Malm-Amel; eich hu meissen noch e goude Str. woarden Bitb-Bollend. — λλ. Kehlsucht des Pferdes; dat Perd ös an de Str. Kemp, Geld-Kevelaer. — b. WMosfrk -p, Pl. -E-, –ē- f., m. Bernk, Wittl, Trier, Saarbg, Bitb, SPrüm; -ǫ-. Pl. -ę- m. NPrüm. Merz-Bergen, Trier-Thörnich; -a-, Pl. -ę- (Bed. 1b β ιι, im Gegens. zu -- (die übr. Bed.) Saarbg [-pən Sg. u. Pl. Bitb-Dudeld]. α. Hanfstrick, Strang, Seil, zum Anbinden des Viehs, der Markttiere, Strang Garn, Zwirn, ein zum Hecheln bestimmter loser Knoten Flachs od. Hanf (e Str. Werk), Haarflechte Bitb, Prüm. — αα. wurstförmiger Kotballen, Verdickung in Fäden u. Geweben Prüm. — ββ. Euterzitze Trier, BernkNeumag (u. -pəl) Neunk Schönbg. — γγ. lange Reihe; en Str. Kanner (Kinder) Trier-Waldrach; Streppches (u. -ī-) spielen ein Klickersp., wobei die Kl. auf einem Strich in einer Reihe eingesetzt sind; trifft einer den ersten Klicker der Reihe, dann gehört ihm die ganze Reihe, die ganze Str.; trifft er etwa den 3. Kl., dann gehören ihm die drei ersten usf. ebd. — δδ. kurze Wegstrecke Bitb-Wiersd. — εε. unregelmässig, schlecht gepflügte Ackerfurche Saarl-Felsbg. — ζζ. -Ep Pl. Hiebe, Prügel Saarbg-Wellen, Bitb-Bollend. — ηη. langer Zug beim Pfeifenrauchen, die beim Rauchen entstehende Rauchsäule; e fette Str.; hen hat e gude Str. gerocht; Sträp fohren lossen Merz-Bergen, Saarbg, Bitb, Wittl, Prüm; auch einen fahren lassen, furzen. — θθ. Abschnitt bei der Arbeit; wat get dat Sträp! Trier-Welschbillig, Bitb-NWeis. RA.: Et get Sträp, wie wenn en Sau pisst. — ιι. heftiger Regenguss; -a- Saarbg-Nittel Wellen; -- Bitb-Bollend. — κκ. etwas nach Inhalt oder Form Gewichtiges, Auffallendes, bes. verächtl. derb Plumpes; bei einer plumpen Aufschneiderei, einem derben Witz, einer wüsten Schimpferei; bei der Besprechung einer schlimmen Sache redet man von einem guden, fetten Str. Prüm. — λλ. -ęp Pl. Schalkheiten, witzige Einfälle; den os esou voller Str. wie en Hond voller Fest (Fürze); wonn en H. dem seng Str. om Leif hätt, da freckte he Prüm-Ihren. — β. -ęp Pl. in der Wend.: Dat get (kost) noch Str. noch recht viel Mühe, Anstrengung Prüm. — 2. übertr. persönl. a. -ǫ-, Pl. --, Demin. -pχə(n) [s. im übr. die Vokale bei 1] scherzh. tadelnd kleiner, durchtriebener Junge, auch halb anerkennend; Kosew. für kleines Kind, ‘kl. Schlingel, Schelm’; ene Str. van nem Jong (Bengel; ondugenige, fule Str.; ene leve Str.; e lef Ströppche Rip, Berg, SNfrk, Mörs, Ruhr u. May-Löf, Koch-Laub, Bitb-Rittersd (--). — b. rude Str. verächtl. Mensch mit rotem Haar Koch-Laub. — c. kleine untersetzte, starke Person Prüm-Ihren (selten). — d. verächtl. mageres Schwein MGladb-Giesenk. — e. Rufn. für einen männl. Hund Goar, Kobl, Koch, May, Trier, Bitb, Prüm, Neuw, Rip, Berg, SNfrk; auch Ströppche; - p Wippf-Trier, Ahrw-Gelsd Stdt, Köln-Knappsack Sinthern, Heinsb-Aphv; -øpi Erk u. Kemp vielfach. — f. -- Schlingensteller, Wilddieb Ahrw-Hepping Lederb.
6671 Zeichen · 227 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    stroppst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    stropp , st. M. (a) nhd. Riemen (M.) (1), Strippe I.: Lw. lat. stroppus E.: s. lat. stroppus, struppus, M., gedrehter Ri…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    StroppDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Stropp , — es, Mz. — e, (— en ), in der Schifffahrt, ein kurzes Tau ohne Ende, oder ein von einem Taue gemachter Rin…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stropp

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stropp , eine Schlinge oder ein Kranz aus losem Tauwerk oder Kabelgarnen ( Garnstropp ), Draht ( Drahtstropp ), Kette ( …

  4. modern
    Dialekt
    StroppPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Stropp Pl. -s m. seem. 1. kurzes endloses Tau, wie es als Handstropp ( s. d. ) an den Rahen fest ist oder als Blockstrop…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stropp

23 Bildungen · 21 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

stropp‑ als Erstglied (21 von 21)

Stroppband

MeckWB

stropp·band

Stroppband n. Schlinge am Ende der Reuse: Stroppband is an de Rüs', dor wo de Fisch ruterhaalt ward Pa Goldb ; Syn. s. Snerband (Bd. 6, 448)…

stroppel

DWB

strop·pel

stroppel , f. , wohl mischbildung von stoppel mit der sippe strupp ( s. d. ); übertragen: hier werden die stroppeln des alten irdischen und …

Stroppen

Campe

strop·pen

Stroppen , v. trs . eine Stroppe um etwas legen. D. Stroppen. D. — ung .

Stroppeⁿ

Idiotikon

Stroppeⁿ Band 11, Spalte 2315 Stroppeⁿ 11,2315

stroppig

RhWB

stroppig -ǫp- Adj.: 1. unordentlich, zerlumpt, vom Menschen; dicht verwachsen, vom Walde Sieg-Rhönd . — 2. str.ə Ogen Augen, die lose Streic…

Stroppkette

RhWB

stropp·kette

Stropp-kette (s. S.) f.: 1. Zugstrang am Wagen Lennep-Herkingr . — 2. kurze Hilfskette mit Ringen an beiden Enden od. mit Ring an dem einen,…

Stroppmütze

RhWB

stropp·muetze

Stropp-mütze -møtsə uWupp; -møtšə Sol ; -møts MGladb-Giesenk (veralt.) f.: weisse Sonntagshaube der Frauen, die über das sog. Uhriser (Ohrei…

Stroppnagel

RhWB

stropp·nagel

Stropp-nagel -nEl Siegld m.: 1. Eisenstift, womit die Ringe des Jochs früher an der Schēăr befestigt wurden; man schob die Ringe über die be…

Stropppfahl

RhWB

stropp·pfahl

Stropp-pfahl -pl Gummb-Berghsn m.: kleiner Pf., schräg in einiger Entfernung von einem geraden Eckpfahl eines Stacheldrahtzaunes um die Kuh…

Stroppsäge

RhWB

stropp·saege

Stropp-säge -zEjəlχə Koch-Leienkaul n.: kleine Handsäge, die, unter der Jacke verborgen getragen, beim Wildern u. Waldfrevel gebraucht wird.

Stroppstich

RhWB

stropp·stich

Stropp-stich -ē- Aach m.: der letzte Nähstich, bei dem der Rest des Fadens geknüpft wird, damit er nicht aufgeht.

Stroppstock

RhWB

stropp·stock

Stropp-stock -pštǫk Klevld m.: Verbindung zwischen Pfluggrindel u. Sohle.

Stropptau

Campe

stropp·tau

Das Stropptau , — es, Mz. — e , ein kurzes Tau, welches man um einen Pfahl oder Balken schlinget, um darein den Block des Takels einzuhaken.

Stroppvisite

RhWB

stropp·visite

Stropp-visite -fizitə Sol-Burschd f.: Str. halen die eingeladenen Freundinnen kommen zum Kaffee mit Kuchen u. helfen der Braut ströppe an di…

Ableitungen von stropp (2 von 2)

bestroppen

MeckWB

bestroppen beschaffen: ick möt noch väl bestroppen hüt abend Ro Dierh . Me. 1, 314.

Stroppe

Campe

Die Stroppe , Mz. — n , die Schlinge, womit man das Stropptau anschlinget.