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gehen

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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22 in 18 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

gehen

Bd. 2, Sp. 1100
gehen Formen (ohne Imperat., Prät., Part.): α. Präs. Rhfrk ęiχ gēn, dǫu gēšt, ər gēt, mər gēn, dīr gēt, gēn, diese Formen mit -ê- als Grundlage reichen bis einschl. Saarbg-Temmels Tavern, Trier-Könen Conz Kernschd Tarforst Ruver Pfalzel Ehrang Naurath (Eif), Wittl-Hetzerath Sehlem Salmrohr Piesport, Bernk-Kesten Filzen Dusemond Zelting Kautenb, Zell-Irmenach Lanzenhsn Hahn Altlay, Simm-Kappel Völkenr Bell Kastellaun Roth Heyw, Goar-OGondershsn Mermuth Liesenf Dörth NHirzenach [gīn südl. dieser L. in Kreuzn-Weiler Münster Sarmsh u. innerh. Kreuzn-Weinsh Brauw Bockenau OStreit, Meis-Staudernh Abtw Dresloch Jeckenb Schweinschd Raumb; ge·i.n in Saarbg, Merz bis zu einer Süd-L. Merz-Erbring Merching, Saarl-Fremersd Gerlfang; die Geb. mit Schärfung an der Saar haben ęiχ:n, dǫu gēšt, e gēt, Pl. alle drei Pers. gē:n]; Inf. gēn, –ē:-, -e·i.-; Mosfrk n. der L. -ê- hat eiχ gī:n [im W. gi·n.], dou gEs (-ē-, –ā-; Kobl -ī:-), hE gEt (-ē-, –ā-; Kobl -ī:-), mər gī:n (gi·n.), dīr gī:t (-i-), zei gī:n (gi·n.); diese Art der Flexion reicht bis n. ausschl. Malm-Aldring Thomm, Prüm-Lützkampen Üttf Orlenb Lüneb Densborn, Daun-Michelb Büscheich Kirchw Dockw Dreis, Aden-Brück Welcherath Siebenb Langenf, May-Rieden Nickenich Eich, Neuw-Stdt Heddersd Altwied Kurtschd Breitschd, Altk-Peterslahr Flammersf Schöneb Almersb Wingert Gebhardshain Schutzb Herdrf, von wo an die -:-Formen beginnen; Inf. in diesem mosfrk. Geb. g:n, –ō:- [Trier-Fell Kenn Osbg Filsch -:-; innerhalb Kobl-Weissenthurm Kettig Rübenach Güls Waldesch, Goar-Salzig u. ein schmales Geb. längs der Mosel von Koch-Treis bis Zell u. Bernk-Merschd -ī:-; Trier-Stdt -ī:-, dou gī:s usf.]; n. der gī:n-L. im Rip j:n, gēs (uAhr, köln. Teil von Neuw, Köln-Stdt -ei-), hE jēt (-ei-), mer j:n, ȳər j:t, j:n ; OBerg ek jən, jēs, jēt, Pl. alle drei Pers. jǫnt u. jən; Inf. jən; doch jǫn (1. Sg., 1., 3. Pl., Inf.; rrhn. Berg 1. Sg. u. Inf. bis zur Ürd-L.) innerh. Bergh-NEmbt Bergh Brüggen, Köln-Badrf, Eusk-Borr, Bo-Weilerswist Witterschlick, Sieg-OCassel Mülld, Wippf-Hochkeppel Bechen, MülhRh-Odenth, Sol-Opladen, Düss-Urdenb, Köln-Weiler Sinthern, Grevbr-Kapellen, Bergh-Hüchelhv Königshv; 1. Sg. u. Inf. jǫn (aber 1., 3. Pl. jǫnt) reicht ins NRip, SNfrk bis Jül-Gereonsw Linnich, Erk-Rurich Baal Katzem, MGladb-Berverath Herrath (u. MGladb-Stdt); ebenso 1. Sg. u. Inf. jn innerh. Geilk-Kraud Randerath, Heinsb-Hilfarth, Erk-Hückelhv KlGladb Golkr Örath Mennekr Venr Kaulhsn Kückhv Tenholt, Geilk-Brachelen Lindern u. in Erckeyenbg Kuckum, Heinsb-Millich; dass. jōən n. einschl. Geilk-Baumen Ütterath, Heinsb-Porselen Altmyhl, Erk-Gerderath Schwanenbg Rath, MGladb-Mennr Rheindahlen Lürrig Neuwerk Schiefbahn Hardt; dass. xnə, j- w. einschl. Geilk-NBusch Stahe Birgden Löcken, Heinsb-Schierwaldenr Braunsr Haas Driesch; ö. davon bis zum jōən-Geb. jǫ·n.; im Rip, Berg, SNfrk 1., 3. Pl. jǫnt, x- n. einschl. Monsch-Kalterherbg Eicherschd Steckenborn Schmidt, Schleid-Hausen Berg, Dür-Abenden Bergst Düren Derichsw Hoven Bucherbg OZier Merzenich Morschenich, Bergh-Ahe, Jül-Steinstrass, Bergh-Pütz Königshv, Grevbr-Gustorf, Bergh-Buchholz, Grevbr-Barrenst Hemmerden Neuk, Köln-Stommeln Sinnd, Düss-Benr Hilden, Sol-Hitd Soling, MülhRh-Odenth, Mettm-Bremen, Wippf-Linde, Gummb-Ründeroth Hülsenbusch, Lennep-Wermelsk Beienbg, Barm, Mettm-Langenbg, lrhn. bis Geld-Straelen Winterham, Kemp-Tönisbg, Mörs-Rheurdt Repelen Rheinbg, u. rrhn. bis MülhRuhr-Fischlaken Dümpten Oberhsn, Dinsl-Sterkr Hiesf Cartrop Bühl, an der Lippe entlang [w. einschl. Eup, Monsch-Rötgen Rott Zweifall, Aach-Vicht Stolbg Würselen Mariad Ramesheide jnt, –ø-; Aach-Stdt jnt; SNfrk auch ȳr jǫt; im Selfk 1., 3. Pl. xnə, jǫnt]; NBerg südl. u. w. der Ürd-L. jǫn, jēs, hE jēt, Pl. jǫnt [ö. der Ürd-L. γōn, x-; Elbf ek (Inf. gǫn); Wermelsk jǫn (Infin. j:n)], Infin. wie die Form der 1. Sg. [am ORande ]; Mülh-Ruhr ek xōn, du xeis, xeit, xǫnt, xit xǫt, xǫnt, Inf. xōn; n. Ruhr ek γn (-ō-), dou γēs, he γēt, we γǫnt, γet γǫnt, ze γǫnt; Inf. γn, –ō- [am ORande γ]; Klev ek γn (-ǫ-) [w. u. n. Klev-Hassum Asperden Frasselt Düffelward γ], ge γt (-ǫ-), he γēt, we γn (-ǫ-), ge γt (-ǫ-), ze γn (-ǫ-). — β.Imperat. Sg. Rhfrk, Mosfrk gē, gē:, ge·i., gī: (s. o. Vokalqualität) bis n. ausschl. Prüm-Sevenich Leidenborn Pronsf Dackschd Wetteld Seiwerath Birresborn, Daun-Michelb Neroth Neunk Daun Schalkenmehren Darschd Schönb, Aden-Berenb, Koch-Müllenb Greimersbg Clotten Pommern Brohl, May-Naunh Mertloch Welling NMendig Nickenich Eich Andernach, Neuw-Hüllenbg Rockenf NBreitb Goldschd Breitschd, Altk-Peterslahr Keschd, Neuw-Krumschd Limb, Sieg-Mühleip Strombg Leuschd, Waldbr-Immhsn Halschd, Siegld-Forst, Waldbr-Holpe Lichtenbg Odenspiel; n. dieser L. jaŋk (seltener ) [südl. dieser L. im gī:-Geb. eine Enklave mit gaŋk innerh. Altk-Friedenwald Daaden, Siegld-Altenseelb Salchend Wilgersd]; im snfrk. Trübungsgeb. -ǫ-; rrhn. ö. des gaŋk Geb. ausschl. Waldbr-Stdt, Gummb-OBreidenb Marienbghsn Ründeroth Volmerhsn Sessmar Bergneustdt Stromb Windhg Marienheide, Wippf-Kempershöhe Kreuzbg, Lennep-Hückesweg Forsten Remschd Lüttringhsn Ronsd, Elbf-Sonnborn, Mettm-Newiges Richr Velbert, Düss-Mintard ; jaŋk geht rrhn. im N. bis zur Ürd.-L., lrhn. bis einschl. Mörs-Hohenbudbg, Kref-Rath, Kemp-Orbr SHubert Wall, Geld-Wankum Herongen Niederd; n. dieser L. γn, –ō-, lrhn. auch -ǫ-, –-, im W. begrenzt von ausschl. Geld-Damm Straelen Pont Lülling Twisteden Wetten Kapellen, Mörs-Bönninghardt Ginderich, Rees-Bislich Bergerfurth Mehr Haldern Isselbg, im O. begrenzt von ausschl. Rees-Diersfordt Obrighv, Dinsl-Gartrop Bühl, MülhRuhr-Dümpten Holthsn Kettwig (ö. davon γ); der w. dieses γn-Geb. liegende Teil des Klevld hat w. Geld-Walbeck Veert Lülling γǫ, γi; w. einschl. Geld-Twisteden Beerendonk Wetten Aengenesch Kapellen Sonsbeck, Mörs-Böninghardt Birten Ginderich Xanten u. der o. a. Orte von Rees γǫt, –-, –ō-, –- Pl. u. Sg. [der Pl. Imperat. im übrigen Gesamtgeb. der 2. Pers. Pl. Präs. entsprechend]. — γ. Ind. Prät. Rhfrk fehlend; Mosfrk gī:ŋ, –i-, –ē:-, –e- [Trier-Stdt nur unpers. ət gi·ŋ.; WEif gu·ŋ.]; Rip, Berg, SNfrk jē:ŋ(k), je·ŋ.(k), –i-, Pl. -·ŋ ən u. jeŋkən [Aach, Selfk, NBerg auch jo·ŋ ; Eup γęŋ, –e-, –o-]; Klevld γoŋ [MülhRuhr xī:ŋ u. -u-]; Conj. Prät. Rhfrk gEŋ, –i- [Saarbr-Sulzb gęŋt (mər –ŋtə), gEt], sonst Saar gE:t, gE:ŋ, gi.ŋ. (alle drei Formen im selben Orte) [dǫu gEtšt, gEŋkšt, –i-; ə gE:t, gE:ŋ, –i-; Pl. alle drei Pers. gEdən, gEŋən, –i-; Trier-Stdt ŋ., –i-]; Mosfrk gī:ŋ, –ē:-; sonst wie Indic. [wo -o- herrscht, -ø-]. — δ. Part. Rhfrk gaŋ, –ǫ-; Saarl gǫ·ŋ ; Mosfrk ga·ŋ., (gə)ga·ŋ ə(n), –ā-; sonst jəja·ŋ.ə(n); Klevld γəγn, –ō-. — Mit enklit. antretenden Pron. treten Verschmelzungen ein: gēn mər > gēmər ; j:n mer > j:mər Allg. (s. die Vokale o.); Berg xōn (wir) > xōnəfə, xofə; Klevld γn we > γwə; Bergh-NEmbt jēt mər (geht man) > jēpər (veralt.); NBerg xēs(t) > xēsə, xōt ət (ihr) > xoxət, –ǫ-, jǫndət; Klevld γǫt ge > γǫ st.: I. sämtliche Formen ohne das Part. Präs.; g. ist intrans. u. mit ‘sein’ konstruiert; doch in der Wend. et hat (gut, schlecht) gegangen mit ‘haben’ neben seltenem ‘sein’; SNfrk aber Konstrukt. wie do hant de Kenger ter (zur) Kommunion gegange Kemp-Born. 1. Subj. der Mensch oder ein anderes lebendes Wesen, von dem g. eine physische Bewegung oder bewusste Handlung bezeichnet. a. ohne nähere Bestimmung. α. von der Bewegung als solcher. RA.: Alles falles (indem sie fallen (s. all) ləihren de Konner g. Prüm, Verbr.; met Falle on Opstohn lihre de K. et G. Rip. Wen ni g. kann, mut krupen MülhRuhr. Vam G. küt mer an et Stohn Sieg. Wie he geht on steht so wie er ohne alle Zurüstung ist; wo mer g. on st. überall Rip, Allg. Et G. es en nette Erfendung Sol. De geht, dat he am g. blit (bleibt) wenn einer mühselig, von Beschwerde geplagt, langsam seines Weges geht, nur um sich zu bewegen MGladb-Rheind. Alles, wat Ben het, geht (met) Rip, Allg. Ondertössen (inzwischen), dat ge göt, wass ge nit an (wächst du nicht an) Mörs-Xanten, Rees. Wo völl gegangen wörd, wässt gei Gras Sol. Wenn de geht, hat den annere lang de Kihr ist schon zurück; ist ihm bei weitem überlegen Prüm. Wenn mer geiht on net esu deiht, da wess (weiss) mer net, wie wös (wüst) dat steiht Rip (o. O.). Der selver geht, de krigt Besched Prüm-Ihren. Jong gefahre, oət (alt) gegange Heinsb, Allg. (s. fahren); weər jongk red (reitet), muss alt g. Birkf. Et leit (läutet) ze Hof (Hauf); we net g. kann, de lof! singen die Rasseljungen in den Kartagen Mosfrk. — De Por (Pfarre) geht die Prozession zieht daher Saarbg. De Fesch g. heit net sie kommen nicht, beissen nicht an, in der Fischerspr. — Auch in folg. Form: Et g. er honnert (hundert) last Kellen (Köln), de dat net sehn Daun-Tettschd, Allg. — An der Stelle, wo man während des G. strauchelt, muss man umkehren u. noch einmal darüber g., ohne zu stolpern Birkf; dort liegt ein Spielmann begraben MGladb-Korschenbr. — β. weg-, fortg.; ech moss g.; komm, mer g.; et es et beste, mer g. (u. ä.) Rip, Allg. RA.: Et geft en Tit van komme, äwer ok en T. van g. Rees. Ech g., on wann et Heugaffele rent (regnet) Rip, Verbr. He kom, soss, oss (ass), fross on geng der ungehobelte Gast Rip; he wöscht sich dat Maul un geht Altk. Wann e geht, steht em de Orsch erem es liegt mir nichts daran, dass er fortgeht Merz-Mettlach. Sis (siehst) du mich, hei stoəhn ich; kömms de nit, da g. ich (Nachahmung eines Hornsignals) Aach. Lo ve (lasst uns) g.; dat steht schro (schlecht), äwer me befengk (befindet) sech got derno NBerg. Losse mer lofe, losse mer g., de Kerl ös besouffe (bezecht) on kann net mih stonn! (aus einem Liede) Monsch-Witzerath. Do sollste dech wat schame on g. mär nötter (nützer, besser)! Geld. De geit nit mehr fort, den hät de Schöpp metgebrach von einem unbeliebten Pfarrer, den man fortwünscht, d. h. er wird hier begraben Mörs-Schwafh. He geht los, wat geschte, wat häschte Saar, Allg.; gehschte mer los met dene Ten (Tönen)! Saarbr. Den geht mir got den mag ich nicht leiden Prüm-Burb. — Holl deng sebbe Sackpife on gangk! pack dich fort Rip; gangk mer (nur) eweg (us dem Weg); gangk mer doch eckersch; gangk (heim) drisse; gangk mer weg möt dengem Tribuliere (betteln); wellste wahl glich g.; du gehs mer glich! Aufforderung zum Weggehen Rip, Allg.; zu lästigem Kinde: gih on loss der van denger Motter e poor Eier bachen! Bitb-Malbg; zum Bettler: goht en Goddes Name! Rip, Allg., mit Forts. dann bitt (beisst) dek ok ken doat Schop (Schaf)! NBerg, Ottw. — Der Imperat. nicht nur im eigentl. Sinne, sondern auch αα. als Ausdr. der Ablehnung; gangk mer weg; gangk (mer) met dengem Geklafs (Geschwätz, Geschrifs, den dommen Plänen udgl.)! hör auf damit, ich will es nicht hören, sehen; gangk (mer) met dengem Frönd; du kanns mer met d. Fr. g.! mit ihm legst du bei mir keine Ehre ein Rip, Allg. — ββ. zum Ausdruck der Abweisung einer unglaublichen Erzählung, der Verwunderung; o, gihn se doch! das kann nicht sein Kobl, Allg.; no goht mech doch! SNfrk; geh oder gehnse! Rhfrk; neə, göt doch! Aach; wenns de net gehs! WEif; geh, sei gescheit; geh, das glaw ich nit! Rhfrk; gi mer eweg, dat as gewass wuhr! Bitb; gih, mach dich doch net med! (müde) Kobl-Bend; geh, mach ken Zeig (Meis)! Ottw. — γγ. zum Ausdruck blosser Aufforderungen; geh, gemmer dat! gib mir bitte das Rhfrk; Allg.; geh, wart noch e bis-che; geh, laf dabber hämm (heim) Birkf; gih, losse mer gihn! Boppard; gih, schlof allewei! ebd.; gangk, leg dech schlofe; gangk, les mer dat es für; gangk on dohn dat! Rip, Allg.; do geh o laf (laufe) dich warm! mach, was du willst; dein Streben ist erfolglos Ottw-Bub (usf.). — γ. euphemist. sterben; de geht bal (hos) (fort) Rip, Allg.; de geht mem letzte Kopp LRip. — δ. als Gespenst umgehen; de moss g., mehr ömg. Rip, Allg., — glöhnig g. Rheinb, Eusk. — b. mit näheren Best. α. modalen Best. RA.: Wie me de Gäns (Gänse) wännt (gewöhnt), so g. se NBerg. Wie mer küt gegange, esu wird mer emfange Sieg-ODollend. Besser schlecht (demütig) gefohr, als stolz (hoffärdig, gut) gangen Mos, Allg. Örklech (ordentl.) g. brengt auch dar Sol. — Im bes. αα. in einer best. Gangart g.; schnell (flott, flöck, rasch, gau, hurtig, schwind, sihr usf.; langsam, hösch, sacht usf.; irr, sicher, müssig, barfuss udgl.) g. Allg. RA.: Wer langsam geht, geht sicher, kemmt ach hin Mos. Got eten on drenken, ok supen on langsam g. on pupen, Jonge, do hault di dran; dann wöus du en aulen Mann Ess. De geht esou lassem wie en Schleck op er Broch (Brache) Prüm, Allg. — Steif, schleifig, flabbelich, hampeleg, bommeleg, schlampig usf. g.; se geht gedriəhne dreht beim g. mit dem Hintern Aach. — De geht wie en bleien Ent Rip, Allg. — en Dass (Dachs) Allg., — en Peərd Rip, — en Euəl im Newel Siegld-Kromb, — e dronk e Henkel Birkf, — en Hund an er Kor (ungern) Bernk, — en Ochs am Plog (so ruhig) Trier-Beuren, — en Hahn (im Sal at) Simm, — en Flieg en de Kernemelk Mörs, — en Katz durch de Dreck Neuw, — en Bär op Söck Verbr., — ene ale Fuhrmann (mit grossen Schritten), — en Hampelmann Allg., — en Trampeldier Allg., — en Hohnderdef (Peərds- verstohlen) Neuw-Dattenbg, — en Holzbock (steif) Kreuzn-Boos, — su grad wie en Penn Sieg; die g. grad wie de Märmager (Schleid-Marmagen) Köh hintereinander Schleid-Hellenth. De geht, als wenn er en de Botz gedresse hätt, er bei de Dräng (Train) gedent hätt, er Wasser (en Lus) en de Uhre hätt, er ene Knoche (Bunnestang, Besemstecken) em Röck hätt Rip, Allg., — e e Gewire in de Knoche hätt Bernk-Hottenb, — er en Kegel em Hengersch hött Dür-Frauwüllesh, Rheinb, Sieg (Bessel Beissel), — e den Dom gelade hätt Sieg-NDollend, — e en döre (dornen) Schanz tösche jen Ben hei Heinsb-Erpen, — er de Ben en de Arsch gebohrt (gesteəke) hätt Allg., — e de Bein en Droht gehong hätt Ottw, — en osen Herregott op en Tiəhn (Zehen) hei Kemp-Breyell, — er ken drei zälle könnt Rip, Allg., — e geschnit (geschnitten) wäər Simm, — hen en Nieren verloren hätt (in einem spitzen Winkel) Prüm-Ihren (u. viele andere Wend. derart); mer geht grod wie an (in) em Halseisen dran (drin) in einem Kragen oder engen Kleid Bitb; ich g. dran (drin) wie en Noar in einem unbequemen Kleid, zu engem Kragen SWBitb; de geht lo wie ener, der sät: kennschte haut (heute) net, da kennschte mur (morgen) Saarbg-Orscholz, Allg. — ββ. in den Schuhen, auf den Füssen udgl. g.; op bläcke (blakige) Föss g. = barwes g. Allg.; de betsde Fro, de op Föüte geng die es gab Eup; op säcke Hoəse g. auf blossen Strümpfen Kemp, Düss. RA.: He geht op de leste (letzte) Söck (Schohn) stirbt bald SNfrk. Heə geiht weər ganz fas e gen Schouhn seine Verhältnisse sind wieder geregelt Eup, Aach; ech wöll net ger en dem sing Sch. g. nicht in seiner Haut stecken Rip, Allg. (s. weiter bei Schuh). Wenn et Maude (Mode) es, do got se met de Klumpen inne Kerk Ess. Dat es Zupp (dickflüssig), wo mer met de Kl. üver kann g. Erk-Keyenbg. De Düvel geht ömmer op Stelte Hindernisse treten gerade dann ein, wenn du sie nicht haben willst Rees. De Kuh geht op St. die Sache geht verkehrt Mörs-Vluyn. Mer ment, e geng of Dör (Dornen) May-Rieden, Allg., — of Eier, wie of Eərwese Birkf, Allg., — op Nihnolde Rip. De geht en allem Gescherr hat Geschick zu allem Sieg-ODollend; en enem Ossekoppel g. dasselbe Schicksal erleiden MGladb-Rheind; dat Peərd geht op der Ham Bergh; am Steck g. seiner Rente leben Düss-Stdt; net ohne Schirm g. Allg. — γγ. in Begleitung g. Allg. RA.: Gohn ech met? Scherzh. Antw. bes. zu Kindern: Du gehs met, wenn die andere fahre (gefahre werde), de andere all deheim blive Allg., — met dene, wo dehem bleiwe Ottw; jo, wann die Henkel de Dreck gefress han Ottw-Wiebelsk, — wenn de de Fott gewäsche häs MGladb-Rheind; dau gihs met op Hibliwkeswagel Mörs-Neuk; jo, zwei sind er genog, de dredde es zevill Jül-Röding. Wird die Bahre mit dem Totensarge in die Höhe gehoben, so soll man sagen: we möt well gohn, der geht fürop (gemeint ist der Geist des Toten); sagt man dies nicht, so wird die Bahre zentnerschwer u. ist nicht zu tragen, da dann der Geist sich auf die Tragbalken setzt Bergh-Glessen; we mat well g., gih firøp! bei Walifahrten gesagt zu den armen Seelen, Geistern Bitb-Wiesd. — De geht mot dem (der oder einem Gespann), wie wonn hen en Braut fihr so vorsichtig, bedächtig Prüm-Ihren. De geht och ger mot de grussen Hong macht alles gern mit Schleid-Hellenth. Sag mech, womöt de gehs, on ech sag dech, we de bös MGladb, Allg. Ein Geisteskranker geht met de annere Simm-Rheinböllen; der Närrische geht mem Hölzche Aach-Berensbg; der Nachtwandler geht met den Holle Neuw, Sieg; deə geht met de wette Kenger (weissen Kindern) zeigt sich im Hemd Kemp-Dülken; der moss met dem Schandarm g. wurde verhaftet Rip; der Leierkastenmann geht met der Urgel Rip, Allg.; möt de Peərd gegongen han von Pferden Kenntnis haben Kemp-Hüls; met der Lich (Leiche) g. mit zur Beerdigung g. Rip, Allg.; ter Lik g. Eup. Dat lo is der Deiwel, wo met der Nat (Nacht) geht er ist hinterlistig Saarl-Bous. — He (se) geht (trägt den Hauptton) met ihr (em); die zwei g. metenander, zesamme (te hop Nfrk) sie haben ein Liebesverhältnis Rip, Allg.; se sen utereingegange haben sich entzweit Nfrk, Allg,; dorchenanderg. miteinander verkehren Dür; vill durchenäg. bes. weun zwei aneinander freien Bitb; dorin gont se enig stimmen überein Gummb. — We geht mit? wer verbürgt sich für mich? so fragt ein Bauer, wenn er Meistbietender geblieben ist MGladb-Rheind. — Absol. mit einem Kinde (Kalbe) schwanger (trächtig) g.; de Koh wird noch 14 Dog g. uWupp, NBerg. — β. mit räuml. Best. αα. mit allg. Ortsadv. Allg. RA.: Wohin gehste? Scherzh. Antw.: De Nas no, de Arsch läft (läuft) hinneno Simm; no Sargemin em Hund hinnenin Saarbr-Heusw; no Böklemönd op Setzkühl (Pflänzlinge) LRip; Rasselbeck fänke Kobl-Bend; Bibällcher f. Daun; Firwetzche soche Kobl-Bend; denn suche, wo ich gischter nit funn hon Saarbr-Dudw; bei de annere Mosfrk (u. viele andere Var.). Dohin g., wo de Kaiser ze Foss geht zum Abort Rip, Allg.; dorg. un ebbes duhn sich dran machen Mosfrk; daran-, darop-, darus-, darbei-, dareing. (dran- usf.) usf. (s. dar-); do kannste drop g. darauf kannst du dich verlassen; he geht drop (drop an) us; möm Sten derlans g. die Sichel schärfen Rip, Allg.; derwer (darwider) g. tüchtig anpacken Aach; Doktor N. geht derower behandelt ihn Emmerich (u. a.; s. dar). RA.: E geht druf los wie e Ochs in de Kappes Kreuzn. E geht dran wie e Gaul in't Messer Simm-Schlierschd. Er geht wirer wie en Ochs Rhfrk. De giht drof wie Blücher Kobl, Verbr. Wenn dat en Breck wär, ging ich net driwer Kobl. De geht dröm eröm wie de Katz öm de hesse Brei Rip, Allg., — os wie wonn hen et Schätzche verloren hätt Prüm-Ihren, — do eröm, als wenn e en Lus em Uhr hät Rip, Allg., — wie en Nor im Newel Bernk-Neumag. — Heraus-, heran-, herauf-, herausg. (usf.; s. her-); du sölls öm en erömg. ihn meiden Rip, Allg.; gangk net hennen (hinten) erom! keine Umschweife, Prüm, WMosfrk; gähsde rom lo! zum Weidevieh WMosfrk; ech gohn noch en bes-che herus zum Spaziergang, zum Trunk; goht ühr och herus? zum Tanz Rip, Allg.; er mutt (müsst) noch jet dervan erafg. (eronnerg.) vom Preise MGladb, Allg. RA,: Wann ek herutg., dann treck (ziehe) ek dat Hus op en Balken Ess. We mech net ger süht erenkumme, de süht mech doch ger erusg. Grevbr. Wenn se all ereng. (in die Kirche), dann g. se net all eren; awer, wenn se net all ereng., dann g. se all eren (Wortsp. zwischen g. = ire u. g. = ausfüllen) Birkf. — Vorbei-, –ang. Allg. Gangk füran, ech konn der no! Antwort auf Prozessandrohung Rip; goht mor ferbej zum Bettler Nfrk, Allg. — Iwergihn später kalben, als der Berechnung nach sein müsste Goar; iwer ne Zeit g. Bitb. — Danneng. wegg. Allg.; wo g. mer anne? welchen Weg schlagen wir ein; owen ausse g., newe naus (ausse) g. ehebrechen Rhfrk; zeröckg ; enem ze noh g.; langsg. Rip, Allg.; gangk honn! geh aus dem Wege Schleid (usf.). RA.: Ne Jong en (und) en Hongk (Hund) g. selde ongebrüt (ungeneckt) langsen (-einander) Aach. — Links, rechts, har, hott, hüf g.; ich sall der ens lihre hott g.; hott on har g. von einem zum anderen Rip, Allg.; de geht rond von Haus zu Haus; fremb g. ehebrechen Allg.; we weckt (weit) geht, muss w. honnesch (zurück) kunn Prüm-Ihren; de geht weit un scheisst noh der Prahler Bitb-NWeis (s. weit). — ββ. mit Präp. (s. stets unter den betr. Präp. das Genauere) Allg. RA.: Ech bön lang genog eiter (achter ) de Plog gegangen on habb Klütt getrene (getreten) Kemp-Vorst. Wer net an et Wasser geht, versüff net Rip, Rees. An de Haver (udgl.) g. Getreide schneiden Allg.; an de Erpel (Kartoffeln) g. sie ausmachen SNfrk; gank a jen Dör! spiele draussen Aach; enem an de Hals (et Lif) g. ihn bedrohen; enem an de Äppel udgl. g. stehlen Rip, Allg.; a je Spel g. zum Tanzball Aach-Walh.; a Bord, a Zel g. losbrüllen Heinsb; bes an et Gerich g. Klage erheben Allg. Op et Hüs-che g. zum Abort Rip, Allg.; ömes opene Weg g. ihm auflauern Monsch; die semmer op de Lim (Leim) gegange Rip, Allg.; op de Musik (Ball, Huchzeck udgl.) g. Allg.; op de Wäschbött g. für Lohn waschen Rip; he geht op de Leng (Leine) hat keine Arbeit Eusk-NDrees; op g. rückwärts Rip; op den Hond g. herunterkommen Allg. — Zu einem gewissen Zwecke; op en neu us g. eine neue Frau suchen Rip, Allg.; op de Schwell g. zum Obststehlen Aach; of die Schau g. zur Besichtigung des Besitzes der Braut Rhfrk; op de Sök g. Suche Rip, Allg.; op Schlut (Schnut) g. auf die Freite RRip, Berg; op de Freierei g. freien (daher auch he es wiər gegangen freien Gummb); om Rett (Ritt) g. auf Vergnügen ausg. Barm; op den Dreich (Jasch) g. zum Herumlaufen u. Schwatzen Rip; op de Walz g. auf die Wanderschaft Allg,; op Zoch g. herumschwärmen Eup. — Aus dem Haus g. Rhfrk, Allg.; enem us dem Weg (de Föss, de Küəhl, utter Weg Nfrk) g.; gangk mer us de Oge! Rip, Allg.; geh mer aus der Sunn (dem Dag, Licht)! Saarbr, Allg. Gih bei der Deiwel (bei de Graf D.) of Platen (Ort)! Wittl-Maring; der geht bei dot Hinkel der Ängstliche Nahe; em neng (9 Uhr) geht jiderene bei seng zu seiner Frau nach Hause Prüm-Ihren; bei e Mädche g. um sie freien Rip. De geht durch nein (9) Deiweln er hat Mut Merz; et es bester, durch et Für gelofe wie derdurchgegange Sieg-Ittenb; he geht durch Deck on Dönn, durch Kappes on Tabak, durch de Wand met sengem Kopp Rip, Allg.; durch de Lappen (de Riser, de Kord usf.) g. Allg.; de es su dönn (mager), dat e durch e Muslouch geht Dür. De lo geht net henner sich un net fir sich wächst nicht Eif; henner enen g. ihn antreiben, tadeln Rip, Allg.; de geht hinner sei Wurt hält sein Wort nicht Bernk; Gehschte-henner-mich jeglicher Rock mit langen Schössen Birkf, Saar, Mos. En de Schull (Kirch, Stadt usf.) g.; en et Bett (de Heija) g. Rip, Allg.; mer geht on (in) user Legden (Leute) Haus auf den Abort Prüm-Ihren; en olde Ratt geht nit licht in de Fall Rees; en et Heu (de Grumm), en de Grumbern, en de Äppel (Biren, Ness) g. zur Ernte dieser Früchte Mosfrk; an (in) de Mul (Mulde) g. mit der Bearbeitung des Brotteiges beginnen Bitb; en de Kaər g. vom Zugvieh Allg.; wat geht mer elo de Leit wire in de Meiler erim! kommt man ins Gerede Hunsr; en et fufzigste Johr g. Rip, Allg.; en geht en de Lut (Luft) wie en papeire Vouel (Vogel) fährt jähzornig auf Prüm; ech hauen dech, dat du menst (meinst), du gengst en de Luf (en den sibbenten Himmel)! Rip; en de Repe (Rüben) g. dem Tode verfallen sein Bitb; da gangk mer doch en Stöcker! Rip; en sech g. nachdenken, sich bekehren Allg. No (nach) je Spel g. zur Tanzmusik; no der Prüss g. Soldat werden Aach-Ld; nom Pastur g. zum Einschreiben, von Brautleuten Allg.; he geht host (bald) no de Pierkull (Wurmkaule) stirbt bald; gött no de Mon (Mond) en plöckt Steəre! Aach; do well ich of Eərwes (Erbsen) no Mänz (Mainz) g.! Beteuerung Birkf; gangk no Hus, brot dek en Mus, lei se op en Desch, mennt di Vader on di Modder, et wör en Fesch! Abschiedsspruch spielender Kinder Elbf, Rees; der Nas no g. Allg. (usf.). Langs de Schull g. die Schule schwänzen; lans de Dörre g. betteln Rip, Allg.; lans Reih g. von einem zum andern Erk-Rath. He hät enen neve sech g. er ist stolz Rip, Nfrk. He kann net üver de Schrom g. ist betrunken Rip, Nfrk; die g. ower Heggen on Strük sind sehr wild Mörs, Rees; iwer Land g. betteln uMos; he geht irschten Dag ower de Linn (Leine) stirbt, macht Bankerott Sol; he geiht öwer't Schött (Schütz, Wehr) NBerg; ower Stür g. Nfrk; zwen Däkter (Ärzte) sin iwer en gang haben ihn behandelt Hunsr; er geht iwer (sich) der Tote fängt an zu verwesen Birkf; ower de Tit (Zeit) g. überträchtig sein, vom Rindvieh Nfrk. We net kann Spass verdrohn, soll net onger de Löck (Leute) g. Bo; de kann enem onger de Grane g. ist nicht bange Bergh; mer muss em alt emol onner de Awe (Augen) g. Trier. Do soll dem Hahn de Nipp net stohn, wenn all de Hohner öm en g. MüEif. Va Plaz g. von der Stelle Rip, Nfrk; geh mer vo der Seit! Rhfrk, Allg.; gangk mer vam Lif! Rip, Allg. Für (vor ) de ru (rote) Dür g. ausgehen, um Geld zu bringen Aach-Merkst; der geng em Deiwel vor de Schmid Ottw, Saarbr; för den Pastoər g. zum Konfirmandenunterricht OBerg. Zur Bas Lehn g. Geldleiherin Saarbr; enem ter Hangk g. helfen Nfrk, Allg.; te Messe g. erster Kirchgang der Mutter Eup; te Kerke g. Kemp. He geht töschen (zwischen ) Kölle ist Botengänger nach Köln Bergh; he geht töscher 'm Trengchen (Katharina) er freit um sie Mülh-Rh-Overath. — γ. mit adv. Acc. oder Genit.; en Dür widder (weiter) g. MGladb, Allg.; mer g. de Stross eraus Mosfrk, Allg.; gangk mer dengen Weg met esu enem domme Krom (Kram)! ich will von dir nichts wissen Rip; gönt für enge W.? Selbsteinladung zur Begleitung Aach; de Rech (Richte), de grade Weg, de Krömm g.; de Kribsgang g. Allg. RA.: Den W. mosste mir jo all g., hatt det Mädche gesot, awer et hatt kenen krigt wenn ein Brautpaar zum Standesamt geht Westerw. — Seiner W. g. Allg.; singer Gäng g. Allg.; singe Tur g. sich nicht um fremde Angelegenheiten kümmern Aach. — Weit (noh) g. Rhfrk, Allg. RA.: We wit geht, wörd och wit bedroəge MGladb. — δ. mit präd. Adj.; de es nu ok dot gegangen gestorben Barm, Elbf, Ruhr, n. Ruhr; da gehste äver doch kapot! Ausruf des Erstaunens; de geht schibes macht Bankerot; auch von Sachen, die Tass moss wahl kapot g. zerbrechen Rip, Allg. — Sech möd (gesond, fresch) g. Rip, Allg. — c. der Infinit. α. einen g. lassen, wie nhd. Allg. RA.: Al (alte) Leit lässt mer g. lässt man in Ruhe Neuw-Dierd. D orfjongen on fremm Honn, die ləisst mer g. Prüm-Ihren. — Ne Loss-mich-gohn träger Mensch Rip. — β. das Gehens j:nts, –ǫ-, in best. Wend.: Dat os bei su em Dreck e lästeg Gohns; op suər Stross os et e fein G. Daun-Tettschd; wennig Stonns (Stehens) güt vüll Gonns MGladb-Odenk; en betsche Stonns schält (schilt) vüəl Gonns Kempen-SPeter; vöəl Gestonns makt langk Gegonns Eup. — d. g. wird wie im Frz. mit nachfolgenden Zeitwörtern im Infinit. gebraucht, um die Absicht auf die im Zeitwort genannte Tätigkeit auszudrücken, z. B. ech g. spille, schlofe, lofe usf. Rip, Allg.; eich g. mech en't Bett lege Mos, Allg.; giəht sette Eup; nu gohn der ens sette; gohn wat bei os sette; wie se dur de Gart treəne (treten) geng SNfrk, Klevld. RA.: Wej schon geht merke, geht schmerig te Kerke Klev, Rees. De geht gern met de grusse Honn secke (pissen), krig äwer de Ben net huh genog opgehove Rip, Allg. — Bes. bei Verben des Laufens; lofen, kilen, pillen, tirren, sterzen (usf.) g. — Vielfach auch durch ‘und’ verb.; statt: Wat hät et für ene Zweck, wenn ich jeden Ovend em Wirtshus setze, kann es heissen: Wat hät et für ene Zw , wenn ich sage, ech gohn on setze ...; nu gangk on setz dech e bes-che; he geht on stirf; ech g. jetz on schlofe Rip, Allg.; do bin ich hingang un han gesat (gesagt) Saarbr; dur as en dorgangen un hot dat gemach Bitb, Allg.; doch wird hierbei die Vorstellung des g. deutlich hervorgehoben; es kann nicht heissen he geng on kilte, sondern nur he geng kile (laufen). — e. g. wird gern mit kommen verbunden, wie mit allen Verben des Gehens, Laufens, z. B. he küt gegange; ebenso g. u. andere Verben des G. in folg. Form: he kom ze g. (lofen, reiden) Mosfrk, Allg.; ebenso mit sein zum Ausdr. des Beginnens; se sen am g. Rip, Allg. — Mit laufen verb.; stohn, äs wenn öhm de Küh afgohnlaupen sin Mörs, Geld, Klevld. — f. an der Saar dient der Conj. Prät. in der Form gEng [Saarbr auch gEŋt] oder gEt, –E:- (analog zu dE:t täte gebildet) (gE:t auch Trier), jünger gi·ŋ. (dies auch Bitb) + Infinit. eines Verbums zum Ausdruck des Conj. Prät. des betreffenden Verbums; er sat, er gäng (gäht) mech heirode; eich gäng (gäht) em ebbes annersch san; eich winschen, dat et der nochmol gäht gut gen (geben); gähtschte nommen frecken (krepieren); ech haən dich, dat de menscht, Uschtern on Pengschten gängen op an (einen) Dag fallen; ich gäht's nemmeh duhn, on wann's sterwe gängt; se hon gesat, se gängen am Maidag bittfahrten gehn. — g. greifen, irgendwohin; onger den Balg g. in die Tasche greifen, in den Beutel fahren; en et Rossduk g dass. Gummb; dat Mädchen geht mem Kamm durch de Hor kämmt die Haare Rip, Allg. — h. op eine g. aufeinander eingestellt sein, befreundet sein; op döm kas de (kannst du) neit g. nicht trauen Eup; op enen (jet) g. sich auf ihn (etwas) verlassen Allg. — 2. Subj. eine Sache oder ein allgemeiner Begriff, auch hier mit adv. Best. (Adv. u. präp. Best.) oft verb. a. bei wirklicher oder vorgestellter Bewegung im Raume. α. bewegt durch mechanische Einrichtung oder irgend eine andere menschliche Veranstaltung; der Zug, die Eisenbahn, die Post, dat Schiff, die Uhr, die Klock, der Wagen, der Plug, die Dür, der Schlüssel, der Brief, dat Paket geht Allg.; de Dür geht op on zo knarrt Rip, Allg.; de Dür (et Schloss usf.) geht widder nachdem sie vorher unbrauchbar war; der Schlössel geht heren Rip, Allg.; de Kart am g. han gewinnen Monsch; de Plug geht op der Nas (om Kopp, Wessel) dringt nicht ordentlich in den Boden ein Mosfrk, Allg.; auch met der Iserbahn geht et flöck (schnell); met dem Bohr geht et got Rip, Allg.: RA.: Mer ment (meint), en hätt Schöffer (Schiffe) op em Rhein g. Saarbg-Faha. Krache (krakende, kretschelig, raderschälegst) Wage (Karen, Rader) g. am längste übertr. auf kränkelnde Personen Allg. All Uhren on Stonden g. onglich Sieg. De Uhr geht met der Kolbet (der untere Teil des Stadtteils Büchel) verkehrt Aach, — no'm Brochhuser (Neuw-Bruchhsn) Backes Sieg-Rhönd, — no der Gasauer Birkf. Wat geht ömmerzou en könnt doch net va Platsch? die Uhr Aach Allg.; et geht Dag un Nacht un kimmt doch nit uf Kreiznacht, wat is dat? Simm. De Hand, de an dem Krützweg steiht, de zeig de Weg, den nie se geiht Köln-Stdt. — Et Hus geht def (tief) eren erstreckt sich Rip, Allg. — β. der Teig geht, treibt, hebt sich; der Deg (der Koche, et Brut) es net genog gegange (aber der Most hift hebt) Rip, Allg. Rätsel: Et leit im Holz un geht? der Teig Simm-Laub. — γ. emporschiessen, von Pflanzen; de Zalot (Kappes) geht an (in) de Lucht Bitb. — Ebenso vom Rauch; de Roch geht en de Hüh (durch et Hus) Rip, Allg. — De Melch os de Koh en de Hörnder (Hörner) gegange Sieg. — δ. vom Wasser; sich es, wat dat Wasser geht! treibt (mehr dafür laufen, treiben); et W. (der Rheng) geht huh steigt Rip, Allg. — ε. von Schnee, Eis, Wetter; de Schni geht schmilzt (mehr geht weg, fort); dat Wedder geht bal widder ändert sich; der Wönter (Nevel) well noch net g. Rip, Allg. RA.: Wenn die Da langen, kimmt de Kält gang Kreuzn. — ζ. vom Wind; höck (heute) geht äver mol widder arg der Wönd (de Lof); der W. geht huh; der W. geht no der Rhengseck (-seite) Rip, Allg. RA.: Du schwätscht, wei de W. geht Saarbg-Faha. Dem es de W. öm de Nas gegange er hat viel erlebt MGladb. Et geht mer ze vell W. onger em her er ist ein grosser Mensch Wippf. — η. vom Atem; de Odem geht em noch; su lang de O. noch geht so lange ich noch lebe Rip, Allg. — θ. vom Munde, Allg. RA.: Dem geht de Mul (Mond, Schnüss, Schnut) wie e Schmeckeschnur (Peitschen-) Aach, — ene Schotteleplack ebd., — en Pefermihl (Kaffi-) Bitb, — en Entenorsch Trier, — met Hexefett geschmert Wend, Verbr., — geschmert Rip, Allg. Fängt de Mongk (Mund) an te g., blive de Häng (Hände) stoəhn Kemp-SPeter. — Auch von andern Körperteilen; deng Ben g. mer net sihr (schnell) genog; wat dem de Hänn g. wie ist er flink bei der Arbeit Rip, Allg. RA.: De (dem) gonnt de Augen wie ene Filu Mörs. Wie em gonnt de Täng, soa gonnt em ok de Häng NBerg, Allg. As em gonnt de Backen, so gonnt em ouk de Hacken (Fersen) Nfrk. — ι. von Tönen; de Schell geht es klingelt; de Klock geht es läutet; die Flöt udgl. geht net bringt keinen Ton hervor, — geht schün bringt schöne Töne hervor; dat Gepipsch (Gezirpe) udgl. geht enem durch Mark on Ben; dat Led geht no der on der Wis (Melodie); de Tromm (et) geht bum-bum udgl. Rip, Allg. RA.: Dat es Musik dör den Trechter; et geht wu langer, wu schlechter wenn kleine Kinder schreien oder bei Lärm Klev, Rees. Dags geht et klippklapp, neits (nachts) steht et för de Trapp on gappt der Holzschuh MGladb. Daher auch dat Boch (et Stöck Erzählstück, Theaterstück) geht schün liest, sieht sich schön; wie geht dat Stöck? welchen Verlauf nimmt die Erzählung Rip, Allg.; wie g. die Wort op Huhdütsch? wie lauten sie auf Hochdeutsch uWupp. — κ. von der zu schälenden Rinde; de Schall (Luh, Rend) geht (gut, schlecht) lässt sich lösen Rip, Allg.; de Louh geht wie eng Weckd (Weide) Bitb; de Rock geht mer gut steht gut Birkf (veralt.). — λ. von den Trauben; de Drauwen g. an (in) de Wein sie werden reif Mos, Saar. — μ. von Urin, Kot; de Seck geht van enem (ins Bett); auch et geht vo mer (wie Petzwasser, fauschdedick on armslangk Saarbr); hierhin auch de Arsch geht em met Grondis er ist bange Rip, Allg.; dem sall wahl der Putt g. er hat Angst Monsch-Zweifall; dem geht se er schwebt in Angst Aach-Walh; dem geht et (der Stuhlgang) noch dönn fort es geht ihm noch schlecht MGldb. — ν. etwas Zusammenhängendes geht usenander, vanen, kapot, us dem Lim, us dem Fassong, en Stöcke, ze Stöcke Rip, Allg. — De Bunne g. got us den Schuten; der Haver geht got us den Schodden; de Nöss g. got us den Löten udgl. Rip, Allg. — Auch übertr. vom Menschen; dann gehste doch kapot (ze Stöcke; vanen)! Ausruf der Verwunderung; he es kapot (kapores, schiwes) gegange bankerott; he es ganz us dem Fassong gegange ausser Fassung Rip, Allg. — Ein Teil löst sich vom Ganzen; mech es ene Knupp vam Harte (Herz) gegangen ein Stein vom Herzen gefallen Nfrk, Allg.; dem geht e Steck vum Herz Mos, Allg. RA.: Wat nit vun Hetze (Herz) küt, dat geiht och nit dran; wat vun H. k., dat geiht och ze H. Köln-Stdt. — ο. einzelne Teile g. zesamme fügen sich; die zwin Stöcker g. got (net) zesamme Rip, Allg. — De Melch geht zesamme (te Hop Nfrk) gerinnt, bildet sich zu Käse, wird sauer Allg.; de M. es bejenengegange Heinsb-Unterbr, Geilk-Oidtw Süggerath, — üəveregegange (übereinander-) Geilk-Kreuzr, Heinsb-Höngen Millen, Aach-Hofstdt, — opengegangen (aufeinander-) Sol, — üvergegange Heinsb-Süsterseel, Mettm-Haan; de Budder geht uf de Haf (Haufen) bildet sich beim Kirnen Simm. — π. von Waren, schnell verkauft werden, Abgang haben; he, die neu Dönger g. (wie geschmert) Rip, Allg. RA.: Die Botter (jede Ware) geht (fort, weg) wie en Schnüffchen (Schnupftabak) Köln, — geschnedde Brut Rip, — Zockergebäcks Bitb, — Rofgot (Raubgut) Sieg-ODollend, — strämig (buntsteifig) Band Birkf. Da geht et we öm de Heische (Handschuhe) wenn eine Ware reissenden Absatz findet Schleid-Reifferschd. — ζ. in ein Gefäss hineingehen Allg. RA.: Wevell Eərze (Erbsen) gonnt en e Döppe? Antw.: Kenn, de schött mer dren MGladb. En e Quack (kleinen Vielfrass) geht su viel wie an en Sack Trier-Fell. Wenn en Wann (Getreideschwinge) un (in) en Korf geht das ist unmöglich Daun-Tettschd. Dat (su jet, die Sak, dat Spöl udgl.) geht em dren gefällt ihm MGladb. — Mit Bed. I 1 a spielend: Wie völl Flöh goht in't Schepp? Antw.: Gar kenn, se höppen herut Rees; biviel Flih gihn on (in) e Scheffel? kän, se springe Koch, Allg. — Auch vom Menschen; et g. net all Löck (Leute) en de Kirch sie ist zu klein Rip, Allg. — ρ. nahe gehen, angehen Allg. RA.: Et Hemb geəht mech noəhder äls der Rock Aach, Allg. — Auch von Menschen; du gehs mer arg noh du tutst mir leid, dein Geschick kümmert mich Allg. — σ. sich erstrecken; der Weg (de Bahn) geht do on dohin, no (op) N.; der Weg geht grad, kromm, richt, schnack, en em Bogen, en er Krömm usf. Rip, Allg. RA.: All Weg gohnt no Rom Dür, Allg. — Wohin geht de Res? (Reise) Rip, Allg. — Dem geht sing Schnüss dreimol öm et Lif dem Grossmaul Bo. He süht net widder (weiter), äs sin Nas geiht Sol, Allg. — Dat Feld geht (reicht) van der Bach bös an de Bösch Rip, Allg. — τ. et Bier (der Weng) geht op et End (an) auf die Neige Rip, Allg. — b. von der Zeit, verfliessen; de Stonden g. on kunn net widder; de Zeck (Zeit) geht füran (verbei, fürüver, dehin); gern unpers. et geht net mih lang met em); dat geht su at Johre lang dauert; et geht op 12 Uhr Rip, Allg. — c. mit abstrakt. Subj., auch ersetzt durch Infinit., dat u. et, z. B. dat Schneggen (Schneiden) geht net du kannst nicht schneiden; das Schn. ist hier nicht angebracht; dafür auch met dem Schn. geht et net oder dat (et) geht net (wenn der Sprechende unmittelbar bei dem Schn. zugegen ist oder unmittelbar vorher davon gesprochen ist) Rip, Allg. RA.: Alles geht en der Welt, äver beim Witten (Kälken) net sette MGladb-Neersen. α. mit modalen Best., im Gang, im Kurs sein, verlaufen; et Geschäf geht got, schlech, langsam, wie geschmert, wie an der Kord Rip, Allg.; dor geht et schräppel dorher äusserst sparsam Mörs; dat (dat Leve) geht jo wie ze Kölle gut, lustig Rheinb-Hilberath; dat (die Arbeit udgl.) geht esu langsam wei em duden Lämmchen sei Schwänzchen; et (dat Lofen, Arbeden udgl.) gengk em en Kihr ze sihr (schnell) Rip, Allg.; et (dein Schännen Schimpfen) geht mir lang stramm ist mir gleichgültig Saar; et (et Plegen Pflügen, Fahren) gung em e Loch ze dief beschwerlich Bitb-Ehlenz; dat (die Arbet udgl.) geht met Damp Rip, Allg., — en ener Hetzt Bitb, — em hunnertzwanziger Saar, — en eə, zwei, drei Aach, — em Ruppes de Buppes May, — em Rant May. RA.: Flöck gedohn on wahl gedohn, wellt net zesammeg. Rip, Nfrk. — β. mit Ortsadv.; dat (de Arbet udgl.) ging bowen dröwer her war oberflächlich Nfrk, Rip; et (die Arbet, dat Sengen, alles) geht dronner on drüver Rip, Allg.; — geht duren (durcheinander) as Krut un Röben Nfrk, Allg.; dat (de Arbet) geht net noənen (nacheinander) nicht ordnungsgemäss; dem geht awer ach alles so enaus! ohne Anstoss Saarbr; et (de Geschich) geht mer em Kopp heröm, de ganze Dag durch de K.; dat (et Schänge Schimpfen) geht em an enem Uhr eren on am angere erus Rip, Allg.; et (dat Geld udgl.) as of der Oss (Achse) erausgangen hat eben noch gelangt WBitb; dat (Eəten Essen) geht eraf wie Schlot (Salat) MGladb; et (das Essen) geiht im eren we ne Vicarjes en der Dom Köln-Stdt; dat geht drop on derwidder mit aller Macht Rip, Allg.; dat hät knorrig dodann gegange ich bin unfreundlich empfangen worden Sieg-Scheidt; do geht der ganze Nommedag tu Gummb, Allg.; wo völ verdent werd, geiht ouch völ derto Sol; et (de Krankhet, et Led) küt ze Perd on geht ze Foss kommt rasch u. geht langsam weg Rip, Allg.; et (et Geld) geht Dürren on Finstere herus Rip, Allg.; et geiht noch alles op dem alen Fuss im alten Geleise Prüm. — γ. mit präp. Best. Allg. RA.: Ne schlechte Wetz geht an et Hetz (Herz) Bo. Wann de Nut an de Mann geht Rip, Allg. Dat (et, die Krankhet, die Schold udgl.) geht em (hart) an de Hals (de Krage). Et (et Wasser) geht op sien Möhle es geht ihm geschäftlich gut Malm-Weywertz, Rees. Dat geng net op en Scheierport es ist nicht zu beschreiben Wittl-Binsf. Dat geht op e We (einen Weg) das ist dasselbe Merz-Saarhölzb. Et (sin Lewen) geht op et letz es geht zu Ende Mörs, Rees; et geht bei mech op de Letz van de Weək (Woche) an ich bin schwach bei Kasse Kref. Et (de Pin) geiht büs op de Knoken Ruhr, Allg. Et (et Verdens) geiht us der Hangk en der Zangk (Zahn) wird gleich verzehrt Rip, Allg. Dat (dat Geschwätz) es schoən dur sechs Kirspel gegangen Gummb-Nümbrecht. Dat (der Gedanke) geəht mich dörch jene Kopp ich sinne nach Aach. Dat (die Sak Angelegenheit) es mer durch et Schött (Schütz, Wehr) gegangen ich habe es vergessen SNfrk. Et (die Reis) geiht dur Kappes on Tabak Heggen un Tün (Zäune), — Jülek on Müərsch (Mörs), — et Lüsch toll drauf los, toll her Nfrk. Wat doch net alles dor de Keəhl geht, sät de Fohrmann, du har e Kar on Peərd versoəpe Geld-Leuth. Dat (dein Plan) es en de Bach gang fehl Rhfrk, Allg., — an (in) Heckengässchen Bitb; et geht der net an (in) de Reih es misslingt Bitb-Feilsd. Dat geht net an (in) e Molsack (Mahl-) Wittl-Binsf. Gruss Glöck geht döck (oft) en Stöcke Bo. Dat (auch Konkretes) geht en de Röpen, de Spön (Spähne), — de Brök (Brüche) Allg. Dat (die Sak, Geschich) geht mech gen (gegen ) de Schor MGladb, — gent de Strich Rip, Allg. Dat (dat Geschäf udgl.) es mer langs de Nas gegange Rip, Allg. Dat (et Geschäf, die Angelegenheit) geht mich no jen Nas (Höt Kopf) Aach, Allg. Et geht net no singe Schruve (Schrauben) Launen Sieg. Et (die Reis, de Arbet udgl.) geht Hals üver Kopp Rip, Allg., — över troll Grevbr; dat (dat Denken) geht mer üver de Horizont, de Verstand Allg.; dat geht üver de Hotschnur Rip, Allg., — de Kord Rip, Nfrk, — de Schropp (Schrapp) Kemp, — de Strich Allg.; dat (das Essen udgl.) geht iwer Holz un Wahlschd (zwei Dörfer Holz u. Wahlschd) Saarbr-Berschw. Et geht nicks över e getraut (verheiratet) Leəve, sät dem Bur, du schlog he sin Frau möt dem Botsch (Holzschuh) op de Kopp Geld. Et ging öm över de Schwart er bekam Prügel Kemp-SPeter. En kal Schur geng mer üver de Röck (de R. herop on heraf) Rip, Allg. Die Natur geiht öwer de Lihr Sol. Nau geht et (all dat Reden) öm Gelles des Geldes wegen; nun wird es ernst Kemp-Hüls; he geht et öm Lif on Sil Rip. Et (die Arbet) geht em van der Hand Allg., — vam Riester WEif, — van Kante Prüm, — va Platz MGladb, — aus der Pl. Bitb; et (de Arbet) geht dem van Hännen wie de Wand (Wind) Prüm. Et (alles, die schün Sach udgl.) es zom Deuvel, Trur, ze Schande, ze Quest gegange (s. d. W.); dat geht zum welle Mann nimmt ein schlimmes Ende Prüm, Bitb. — d. etwas g. lassen. α. absol.; loss g.! mach voran; setze die Karre in Bewegung, treibe das Pferd an, überhaupt alles, was sich in Bewegung setzen soll Allg.; lass los Birkf (nur diese Bed.). RA.: Lot mar g , on lot osen Herrgott ne gode Mann sen! MGladb. — β. etwas g. l. z. B. den Deg g. l. treiben, gären l.; et Mul g. l. tüchtig schwätzen; loss de Ben g. voran; de Koh löt de Melch net g. hält sie auf; loss Kord g. (schessen) mach voran; lot dat jo noch en Kiəhr g.! Warnung; loss dech dat ens dor et Häut (Haupt) g.; sich ebbes ze viel ze Herze g. l. Rip, Allg.; et longk (lang) g. l. Reissaus nehmen Heinsb.; Geld drop g. l. ausgeben Allg.; dat habb ich doə drop loəte g. darauf zurückgeführt, mir erklärt MGladb-Neersen; lot et mar derdurg. unbestraft SNfrk, Allg. RA.: Losst g., wat geht; losst stohn, wat steht; stangk du mar fast, du ale Quast; dann sall et wahl g.! Jül-Linnich. Lot et g., äs et geiht; lot et stohn, äs et steiht! MülhRuhr. — γ. alles onner sech g. l. das Bett nässen Allg. — e. unpersönl. α. et geht (oben mit behandelt, soweit anstelle von et oder dat ein abstraktes oder konkretes Subj. treten kann); et geht bezeichnet in vielen Fällen noch einen wirkl. Vorgang, bes. deutl. bei adv. Best. der Schnelligkeit, Ordnung (oder des Gegenteiles); et geht got (staats, fein, schlech, zemlich, meddelmässig, passabel, so lala); geht et got, dann geht et got; et hät gegange got on do ... Formel der Erzählung; do geng dat so got, äs et geng; of et wahl got geht; et ging wahl, äver et geht net; wann dat got geiht, dann geiht et mer got; et hät alt immer widder got gegange Allg.; et geht alt esu; su geht et, wenn et got geht, geht et schlech, hät et kener gedohn; su geht et das ist die Folge deiner Tat; wie mer et drief, su geht et; et kann g. wie et well, ech dohn et; et geht su lang, wie et geht alles nimmt einmal ein Ende; wie es et domöt gegange? Antw.: Su es et at (schon) gegange; et geht net andersch; et geht su even; et geht, sulang et geht; so wit (weit) et geht; et geht och ohne dat Rip, Allg; et mott g. allemol, as et kann Nfrk; wat net geht, dat geht net Allg. RA.: Geht et nit, dann mott et fahren Elbf. Wenn et net mih geht, dann verkof ech die Get (Geiss) Grevbr-Hochneuk. Et geht, wie et geng, as et gar nit geng NBerg. Et geht, be et kann, awer net, be et sall May, Allg. Et (dat) geht wie geschmert Allg., — geleckt, gesongen, geschmeck (gepeitscht), — en Häppchen (Huppe), — en Fletchen (Flöte), — ein Dampnetelefläut (Taubnessel-), — en Klock, en Lir (Leier), — Gloria of Kermesdag, en Auerwerk (Uhrwerk), — en Dippchen, en Däppchen (Dopp), — en lopend Für, Tart (Torte), — en Tau, en Schmeck (Peitsche), — en Kugel, de Wend, Wand un Weader, en Donnerwedder, der Bletz, der Deuvel, en Gustav, et Haverwälzen (s. d. W.), — mat de schinge (schönen) Mädercher, et dauert net lang Bitb-NWeis; dat geht wie doll, necks, häste net gesehn (dann siehste't noch), — geste, wat häste, su sihr, wie mer sieht (s. d. W.); et geht wie am Schnürche, am Dröhtche, am Bännel (Bändel), — bei en Möschemänneke (s. d. W.); dat geht wie en em Duveschlag aus u. ein, — a jen Bichtstouhl, nit wie bei der Appelfrau, dass mer sich de dickschte eraussucht, net eso, äs mer kocht on fresst net wer A sagt, muss auch B sagen (s. d. W.). Et geht net esu, als wemmer en Katz schlach Bo; dat geiht wie en Katt schnell Geld-Issum, — wie's Katzemache Saarbr, Ottw, Bernk-Rhaunen. Hart op h. geiht nit Köln-Stdt. Do geht et her, sei (sagte) Dritin-et Bett Mörs-Xanten. Et geht, dat et stüft (staubt), sei de Jong, du satt e op et Ferke ebd. Met dem giht et hönne (hinten) erob (herab) geschäftlich Trier. Et geiht noch got, de Dürpel wed geschort Köln, — de Vader hät ene Hot, de Moder hät en Pelzmötz, et geht noch got Rheinb-Meckenh. Et hot got gangen, et Herenhaus (Pastorat) as mat verbrannt Prüm-Waxw, — dem Pap sin Hus ös metverbrannt Mörs, Gladb. Do geht et got, do spellt der Düvel Hevamm bei einer unehelichen Geburt Bergh-Blatzh. Dat geht beter als Kerse (Kirschen) ete Mörs, Rees. Et geht do arg (doll) her (zo) Rip, Allg.; wenn et doll tu geiht, dann geiht et onderein (untereinander) Mörs; et geht net doller äls en der Welt Kref. Et geht of (auf) un of (ab) wie en Floh am (im) Him bald gut, bald schlecht Trier-Mehring, Allg. Et geht met em den Berg eraf gesundheitl., geschäftl. Rip, Allg. Et geiht all över, seit der Foss (Fuchs), äs se em dat Fell över de Uhren trocken Sol. Su geiht et in der Welt; der einen het dem Bül un den auneren et Geild Ruhr, Allg. Et geht noch nicks für klein on rein Kref-Osterath, Rees. Wann et an mein un dein geht, hert alles (die Gemitlichkät) uf Hunsr. Et geht mek nit öm et Vüəgelschen, et geht mek öm et Körfken gesagt von einer armen Bauerndirne, die einen reichen, alten Bauer heiratete NBerg. Su geht et en der Welt, wa mer Erdäppel schellt on schneck (schneidet) sich en der Fönger on blot sich dut Schleid. Et geht nit, als wa mer en Hongk dorch de Bäk (Bach) jägt (jagt) SNfrk, — wie du de Honder (Hühner) jet brocks MGladb, — als wa mer sät: kut eren un esst jet met (un wärmt üch jet) Köln. Et moss g., en wenn et Perdche met de Kohle dra geht! ich setze alles dran Aach-Ld, — on wenn die Gäss (Ziege) em Stall freckt Birkf. Auch wenn Zusätze fehlen, klingt die Bewegung noch durch; geht et? kriegst du es fertig; geht et net? Et geht mir got, schlech, miserabel, zom Kotze, erbärmlich udgl. = ich befinde mich in irgendeinem Zustande (wobei jede Vorstellung einer Bewegung fortfällt). RA.: Wie geht et (dir)? Scherzh. Antw.: Op zwei Ben (et bes) Allg.; of zwo B. wie e Gans, nor net so wackelig Hunsr; op de B. et best on de Füt (Füsse) et mäst (meist) Geld-Schravelen; mager on gesond, mor (nur) in de Täss (Tasche) gen Pond Rees, Klev; eso langsam Birkf; o, heit esu un mor annersch Bitb; da lot mär g., wenn't geiht Selfk; alles geht, bloss de Fräsche spröngen (höppen) Verbr., — nure de Fleh huppse Birkf, — nemme (nur) kan gebreckt (gefreckt) Gäss (Ziege), de moss mer schläfen (schleifen) SWBitb, — blos en Schleck (Schnecke), de krüpp (kriecht) MGladb (scherzh. auch wei g. se? Merz). Dem gihr et su gut wie em junge Hunn (Hunde) ohne Flih Goar-Weiler, Bitb-NWeis. Geht's äm (einem) gut, hot mer lauder Verre (Vetter) un Base; geht's äm schlecht, springe se fort wie de Hase Kreuzn. Es gehr em wie's Hassingers Seichen (Sau); wie's neischt meh hott, äs es freckt ebd. Et hät dem verschmäulech gegange er ist zu bedauern Schleid; wie wird et mir noch g.; wie mer (enem) deht, su et enem geht Rip, Allg.; wietsde deəhs, wie et dich geht Aach; mer muss duhn wie die anner; da geht et enem och wie den anneren Prüm; esu geht et enem, wammer et ze got ment Rip, Allg. — β. et geiht freise (frieren) es beginnt zu frieren; et gong a rengene, a schniə es fing an zu regnen, schneien Selfk. — γ. et geht sech dröm es handelt sich drum, es gilt die Wette Grevbr-Wickrathbg, OBerg; et sall dröm g. Rip. — δ. et sall bej ow well nett so (gerade so) derhergegohn häwwe Klevld, — dohergegange sen, seltener han Rip, Allg. — Et geht hart op h. es kostet alle Anstrengung; der Streit geht bis zum äussersten; dat geht h. op es glückt eben; dem geht et an et Leder (de Krag, et Leve) Rip, Allg.; et geht över de Dreck es friert obenhin Bergh, Köln, — boəven drüəver Kemp, — es ze hell gegange Jül-Tetz. — ε. he geht et sich schlech man geht schlecht Allg.; in Kemp-Ld vereinzelt et wörd sich gegonge man geht, meist et wörd gegonge. — II. Part. Präs., nur in best. Wend. erhalten: För Kummende en Goəhnde für die Kommenden u. wieder Gehenden Selfk; mer nitt (nimmt) em gohnde (gohnende, gohneter) (gangkeder Rheinb-Meckenh) Mann (Fussgänger) ke Perd af verlange nicht mehr, als dahinter steckt Rip, Nfrk; ene Fohrmann geht et les (letzt) gonns noə de Schmeck Heinsb-Myhl; er fährt gohnds langsam Saarbg-Nennig; ech wet (weiss) net, wat ter gonns es was da vor sich geht Erckeyenbg, MGladb-Odenk.
50465 Zeichen · 1140 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gëhenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    gëhen stv. s. jëhen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gehenst. V., sw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gehen , st. V., sw. V. Vw.: s. gēn (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gehen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Gehen , verb. irreg. ich gehe, du gehst, er geht; Imperf. ich ging; Mittelw. gegangen; Imperat. gehe oder geh. Es ist ei…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gehen

    Goethe-Wörterbuch

    gehen Prät vereinzelt -ie-; häufig (vor allem in Vers u Reim) ‘gehn’, vereinzelt altertümelnd ‘gahn’ (zB 16,71 PaterBrey…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gehen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gehen , ist diejenige Bewegung des Menschen u. der Säugethiere, bei welcher im nämlichen Moment, wo 1 oder 2 Extremitäte…

  6. modern
    Dialekt
    gehenst.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    gehen st. : 1. 'sich zu Fuß fortbewegen', geh (gē), gehe (gēə), gehⁿ (gēⁿ), gäh (-E-), gähe, gähⁿ , gej (gej), geje (gei…

  7. Sprichwörter
    Gehen

    Wander (Sprichwörter)

    Gehen 1. Barfuss gehen hilft nichts zur Seligkeit. Wider die barfüssigen guten Werke der Mönche und Wallfahrer. 2. Besse…

  8. Spezial
    gehen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ge|hen (ging, gegangen) I vb.intr. 1 (sich zu Fuß fortbewegen) jí (vá, jü), caderié (-iëia) 2 (sich begeben) jí (vá, jü)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gehen

137 Bildungen · 27 Erstglied · 104 Zweitglied · 6 Ableitungen

Ableitung von gehen

ge- + hen

gehen leitet sich vom Lemma hen ab mit Präfix ge-.

gehen‑ als Erstglied (27 von 27)

Gehenah

Meyers

gehe·nah

Gehenah , Stadt im Distrikt Tahta der ägypt. Provinz (Mudirieh) Gerga, mit (1897) 16,621 Einw.

gehencnisse

MWB

gehencnisse stFN. → gehancnisse MWB 2 263,39;

Gehen (das)

Wander

gehen·das

Gehen (das) 1. Bei Gehen und Stehen mag jeder sein Gut reichen. – Graf, 205, 172. Handelt von einfachen Vermächtnissen, die jeder ohne Zuzie…

gehende

Lexer

geh·ende

ge-hende adj. BMZ geh. sîn mit dat. bei der hand, bereit sein Diem. Kchr. ( D. 419,10).

gehenge

DWB

geh·enge

gehenge , s. gehänge ; bergm.: ( gottes hand ) die .. geheng und gespreng mit schönen gengen und geschicklein schmücket und umbgürtet. Mathe…

gehengede

MWB

geh·engede

gehengede stF. ‘Eintracht’ cum consensu: mit gehengede PsWindb 54,15 MWB 2 263,58; Bearbeiter: Tao

gehengelse

MNWB

gehen·gelse

° gehengelse , n. , Anhänger, Anhängsel (Schmuckstück); s. noch hengelse.

gehengen

DWB

gehen·gen

gehengen , s. gehängen , zulassen: ( kaiser Sigismund ) wolte nit gehengen einen bapst ze machen, bis das die reformacion geschehe. Etterlin…

gehengen, (hingen)

LW

ge-hengen, (-hingen), sw. v. geschehen lassen, zulassen, erlauben.

gehengich

MNWB

gehen·gich

° gehengich , adj. , jem. anhänglich, anhängend , geh. wēsen anhängen; s. noch hengich.

gehengnisse

KöblerMhd

gehengnisse , st. F. nhd. Neigung, Hang E.: s. gehancnüsse, gehengen W.: nhd. (ält.) Gehängnis, F., Gehängnis, Erlaubnis, Zulassung, DW 5, 2…

gehenke

Lexer

geh·enke

ge-henke stn. BMZ gehenke, eine am brustriemen des pferdes hängende zierrat Er. ;

gehenke

FWB

1. ›Vorrichtung zum Anhängen von Waffen oder Schmuck, z. B. an der Rüstung, am Helm‹.; 2. ›angehängter Schmuck (z. B. Ohrringe)‹.; 3. ›Inner…

gehenkede

Lexer

geh·enkede

ge-henkede stn. alle geschmîd, schloss, gehenkt und anderes S.Gall. chr. 32.

gehenkel

ElsWB

gehen·kel

gehenkel ’ Lammeingeweide, heute = Gschlungs Reiber Küchenzettel 4. 39.

gehenkelt

GWB

gehenk·elt

gehenkelt mit einem Griff versehen, von einem Maßgefäß 26,323,10 DuW 5 Caroline Vollmann C. V.

gehenken

KöblerMhd

gehen·ken

gehenken , sw. V. nhd. hängen, anhängen Q.: Urk (1265) E.: s. ge, henken W.: nhd. DW- L.: WMU (gehenken N57 [1265] 1 Bel.)

Gehenkter

PfWB

gehenk·ter

Ge-henkter m. : wie schd., in der Wend. doherkumme wie e Gehenkdeʳ , von einem, dessen Kleidung unordentlich und unvollständig ist [ KU-Kaul…

gehenlassen

DWB

gehen·lassen

gehenlassen , n. subst. zu es gehen lassen, sp. 2473: das, was eigentlich in die verworrenheit über unsere lage, in unsere gedankenlosigkeit…

Gehenna

Meyers

Gehenna , s. Hölle .

gehennalis

MLW

gehenna·lis

gehennalis , -e. script.: iehe(n)n-: MLW MLW p. 638, 1. 2. geen-: MLW p. 638, 9. ad gehennam pertinens, infernalis – höllisch, Höllen- : God…

gehennaliter

MLW

gehenna·liter

adv . * gehennaliter . 1 modo infernali, daemonico – auf höllische, teuflische Weise : Petr. Dam. epist. 112 p. 286,14 si Kadalous, qui ad h…

gehen als Zweitglied (30 von 104)

Wohlergehen

RDWB1

Wohlergehen n благополучие

abgehen

DWB

abgehen , abire, davon gehn. zuerst von lebendigen, des gangs mächtigen wesen: der bote geht ab, die schauspieler gehn ( von der bühne ) ab …

aftergehen

DRW

after·gehen

aftergehen ags. æftergan, nl. achtergaen I folgen, nachspüren, einholen Anf. 11. Jh. Liebermann,AgsG. 362 II sich zurückziehen, weichen MnlW…

Allein gehen

Wander

allein·gehen

Allein gehen Dei geit nich mött sock alleen. ( Königsberg. ) Von einer schwangern Frauensperson.

angehen

DWB

ange·hen

angehen , n. invasio, in allen bedeutungen des verbums, angehen der noth, des kampfs und werks, des feuers, des jahrs, der pflanze: solcher …

aufergehen

DRW

aufer·gehen

aufergehen entstehen aufergeende unkosten 1631 Tirol/ÖW. III 6 Faksimile

aufgehen

DWB

auf·gehen

aufgehen , n. das aufgehen der sonne, der saat u. s. w.; beim aufgehen der jagd hinken die hunde noch. J. Paul flegelj. 1, 67 ; die kost und…

ausgehen

DWB

aus·gehen

ausgehen , exire, egredi, prodire, interire, nnl. uitgaan, mhd. ûʒ gân ( Ben. 1, 468 a ). 1 1) ausgehen, exire domo, cubiculo, gegenüber dem…

aushingehen

DRW

aushin·gehen

aushingehen Exzesse begehen SchweizId. II 27 Faksimile – enden, schließen SchweizId. II 85 Faksimile – verkauft werden SchweizId. II 27 Faks…

begehen

DWB

beg·ehen

begehen , obire, ambire, circumire, inire, adire, aggredi, celebrare, colere, patrare, ahd. pikân, bigangan ( Graff 4, 91 . 92), mhd. begân,…

Bessergehen

Wander

besser·gehen

Bessergehen Es geht ihm besser als Pfitznern, der wurde gehangen. Lat. : Fortunatior strobilis Carcini. ( Philippi, I, 162. )

Beygehen

Adelung

bey·gehen

Beygehen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Gehen ,) welches das Hülfswort seyn erfordert. 1) Zugleich mit gehen, nebenher gehen; doch nur in…

Dahérgehen

Campe

daher·gehen

△ Dahérgehen , v. intrs. unregelm. ( s. Gehen), mit sein, einhergehen mit äußerem Ansehen, Glanz und Würde gehen. Er gehet prächtig daher. »…

Dahíngehen

Campe

dahin·gehen

△ Dahíngehen , v. ntr. mit sein, an jenen Ort gehen; uneigentlich, vergehen, sterben. Die Zeit gehet dahin, wie ein Schatten. »Ih gehe dahin…

danebengehen

RDWB1

daneben·gehen

danebengehen проваливаться falls diese Politik danebengeht ... - если эта политика провалится / если эта политика себя не оправдает ...

Darumgehen

Wander

darum·gehen

Darumgehen 2. Er gatt darrumb, wie ein katz vmb ein heissen brei. – Gesner, I, 353. 3. He geit derum to as de Kûper 1 um de Tünne. 2 ( Ostfr…

Davóngehen

Campe

davon·gehen

Х Davóngehen , v. intr. unregelm. ( s. Gehen), mit sein, weggehen, sich entfernen. »Laß den Geringen nicht mit Schanden davongehen.« Ps. 74,…

Davorgehen

Wander

davor·gehen

Davorgehen Geht davor und fragt, wie der Ein', der 'n Schimmel g'sucht hat und ist drauf g'sessen. ( Oesterreich. ) – Baumgarten, Ms.

Drangehen

Wander

drang·ehen

Drangehen Geut man dran, so kümmt man auk davon. ( Lippe. )

draufgehen

RDWB1

drauf·gehen

draufgehen лопнуть, погореть, прогореть wegen dieser Sache werde ich draufgehen sollen - из-за этого я (и) погорю wenn er draufgegangen wäre…

Dreingehen

Wander

drein·gehen

Dreingehen Dreingehn wiera Stîr. Von einem wüthenden Stier im Kampfe.

Durcheinandergehen

Wander

durcheinand·ergehen

Durcheinandergehen 1. Da geht's durcheinander wie in einem Ameisenhaufen. ( Nürtingen. ) 2. Das geht durcheinander wie Hechsel und Kaf. ( Ei…

durchgehen

DWB

durch·gehen

durchgehen , ahd. und mhd. durchgân Graff 4, 94 . Ben. 1, 471 a . niederd. dôrgân Schambach 45 b , niederl. doorgaan. vergl. durchlaufen. 1 …

eingehen

DWB

einge·hen

eingehen , vielbedeutig, meist intransitiv. 1 1) intrare, leiblich eingehen, goth. inngaggan, innatgaggan, inngaleiþan ( gramm. 4, 805); ahd…

einhergehen

DWB

einher·gehen

einhergehen , incedere, wandeln: das du einher gehen solt in dem bund des herrn deines gottes. 5 Mos. 29, 12 ; herr, da du einher giengest v…

entgehen

DWB

ent·gehen

entgehen , exire, evadere, elabi, effugere, ahd. intkân, ingangan ( Graff 4, 85 ), mhd. engân ( wb. 1, 471 a ), nnl. ontgaan. erst die unper…

entzweigehen

DWB

entzwei·gehen

entzweigehen , abrumpi, rumpi. Stieler 630 . mhd. hie gêt diu rede enzwei. Walth. 104, 6 . nhd. der faden, der strick gieng entzwei; dann gi…

ergehen

DWB

erge·hen

ergehen , goth. usgaggan, ahd. irgangan, irgân, mhd. ergân, alts. âgangan, ags. âgangan. 1 1) ergehen, exire, im sinn des goth. usgaggan, ah…

fehlgehen

DWB

fehl·gehen

fehlgehen , nd. feile gan, 1 1) intr. errare, irrgehen, den falschen weg einschlagen; ich bin auf der heide fehlgegangen, ohne mich herausfi…

fortgehen

DWB

fort·gehen

fortgehen , nnl. voortgaan, 1 1) progredi: und sprach zu seinen knaben, gehe fort, das wir hinzu komen an einen ort und über nacht zu Gibea …

Ableitungen von gehen (6 von 6)

begehen

DWB

begehen , obire, ambire, circumire, inire, adire, aggredi, celebrare, colere, patrare, ahd. pikân, bigangan ( Graff 4, 91 . 92), mhd. begân,…

entgehen

DWB

entgehen , exire, evadere, elabi, effugere, ahd. intkân, ingangan ( Graff 4, 85 ), mhd. engân ( wb. 1, 471 a ), nnl. ontgaan. erst die unper…

ergehen

DWB

ergehen , goth. usgaggan, ahd. irgangan, irgân, mhd. ergân, alts. âgangan, ags. âgangan. 1 1) ergehen, exire, im sinn des goth. usgaggan, ah…

Mḯßgehen

Adelung

Mḯßgehen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Gehen ,) mit dem Hülfsworte seyn, welches aber im Hochdeutschen selten vorkommt, irre gehen, fehl…

vergehen

DWB

vergehen , n. , substantivierter infinitiv zum vorigen. schon mhd. vorkommend, jedoch in anderer bedeutung als heute, s. unten, auch mnd. vo…

Zergehen

Adelung

Zergehen , verb. irregul. neutr. (S. Adelung Gehen ,) mit dem Hülfsworte seyn. 1. Schmelzen, besonders in einen flüßigen Körper. Der Zucker …