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Begehen

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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13 in 13 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Begehen trs., rec.

Bd. 1, Sp. 416b
Begehen, v. unregelm. (s. Gehen). I) trs. hin und her an einem Orte gehen, besonders ihn zu besichtigen. Das ganze Feld begehen. Die Grenzen begehen. Uneigentlich. Eine Weise begehen, einen Gebrauch mitmachen. Besonders durch Feierlichkeiten auszeichnen, feiern. Ein Fest, einen Geburtstag, einen Namenstag begehen. Das Andenken einer wichtigen Begebenheit begehen. »Hektor spricht in Troa mit Hekuba, die das angeordnete Opfer begeht.« Bürger. Ehemals sagte man auch, eine Leiche begehen, sie feierlich zur Erde bestatten, von welcher Bedeutung nur noch das Wort Begängniß, ein Leichenbegängniß übrig geblieben ist. Dann überhaupt, thun, ausüben, in O. D. auch noch von rühmlichen Handlungen und Thaten, gewöhnlich aber nur in nachtheiligem Sinne von bösen oder doch unguten Handlungen. Ein Laster, einen Diebstahl, einen Mord begehen. Eine Thorheit, einen Fehler begehen. 2) ≠ Etwas sehr begehen, in Schlesien, für, sich übel über etwas geberden. »Er begehet um des Vaters Tod nicht wenig.« Steinbach. Sonst bedeutet begehen auch noch 3) ≠ in N. D. feindlich anfallen. II) rec. Sich begehen. 1) Sich vertragen. Sie begehen sich gut mit einander. »Wenn Mann und Weib sich mit einander wohl begehen.« Sirach 25, 2. Ih wußte mich mit Allen zu begeh'n. Wieland. 2) Sich zur Fortpflanzung des Geschlechts vereinigen, sich begatten. Die, ohne zu pflanzen, zu ackern, zu säen, Mit Müßiggang sich, auf Kosten der Götter, begehen. Wieland. Und uneigentlich: Doch nur, wenn in der Dummheit Nacht Der blinden Willkühr wilde Macht Mit Aberglauben sich begeht. C. Das Begehen. Die Begehung.
1582 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    begëhenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    be-gëhen stv. s. bejëhen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Begehen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Begehen , verb. irreg. act. S. Adelung Gehen . 1. An einen Ort gehen, vornehmlich um ihn zu besichtigen. So sagt man noc…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    begehen

    Goethe-Wörterbuch

    begehen 1 etw Falsches, Tadelnswertes, Ungebührl od Verwerfl tun, nur einmal in einer Zeugma-Figur mit einem positiven B…

  4. modern
    Dialekt
    begehenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    be-gehen st. : 1. a. Weg b. 'auf dem Weg gehen'. Der Weg werd viel begang [RO-Sippf]. — b. Grenze, Feld, Wald u. dgl. b.…

  5. Sprichwörter
    Begehen

    Wander (Sprichwörter)

    Begehen 1. Alles werde langsam begangen, ausgenommen das Flöhefangen. 2. Twe vergaht sick, dree slat sick. – Goldschmidt…

  6. Spezial
    begehen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|ge|hen vb.tr. 1 (über etw. gehen) fá (fej, fat), jí (vá, jü), transié por, passé por 2 (eine Sünde, ein Verbrechen) f…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit begehen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von begehen

be- + gehen

begehen leitet sich vom Lemma gehen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von begehen 2 Komponenten

beg+ehen

begehen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

begehen als Zweitglied (1 von 1)

Mitbegehen

Wander

mit·begehen

Mitbegehen Mitbegangen – mitgefangen; mitgestohlen – mitgehangen. – Pistor., I, 35.